Nach kurzer Pause geht es um viertel vor drei los in Richtung Natures Valley. Dies ist einer unserer Lieblingsplätze in Südafrika. Der Weg zum Nature's Valley Lookout ist nicht weit.
Unten im Tal fließt ein uriger kleiner Fluss.
Doch zuerst geht es zum Natures Way Farmstall. Dort waren wir bereits zweimal.
Der Shop ist inzwischen sehr gut bestückt mit etlichen Sorten frischem Käse, Marmeladen, Fleisch, Wurst etc. Wir bestellen ein Stück Kuchen und eine Wurst/Käseplatte. Es schmeckt gut, doch der urige Charme von vor etlichen Jahren ist etwas verloren gegangen.
Rundherum werden die Kälbchen versorgt, die vermutlich keine sehr lange Lebenserwartung haben.
Auf der Fahrt zurück zum Natures Valley treffen wir auf eine Pavianhorde.
Auf dem Parkplatz im Valley begrüßt uns dieser Vogel.
Erwartungsfroh laufen wir direkt zum Strand. Und er ist immer noch einer unserer Lieblingsplätze.
Fast menschenleer, blauer Himmel, grüne Hügel im Hintergrund, makelloser Sand..... ein Traum !
Nicht einmal den Schriftzug müssen wir selbst malen, das erledigten bereits Touris.
Gemütlich schlendern wir am Ozean entlang und genießen die schöne Zeit.
Und die vergeht leider wie im Flug ! Egal....
Dann erreichen wir die Mündung der Lagune.
An diesem Platz fliesst das glasklare Flusswasser ins Meer.
Und es beginnt der grüne Dschungel mit malerischen Felsen.
So gegen 5 heißt es Abschied nehmen von dem schönen Ort. Gegen 17:20 Uhr erreichen wir die Blouwkraans Brücke.
Den letzten Bungee-Springer verpassen wir knapp, aber Kerstin ergattert noch eine kleine Holzschale von einem Händler. Dann geht es zurück nach Tsitsikamma...
Teil 2202. Jan. 2016
18.11.2015 Tsitsikamma Abend
In unserem Chalet verbringen wir eine perfekten Sundowner bei tosender See und goldgelbem Himmel !
Ein wunderwunderschöner Platz, an dem man die Zeit am liebsten einfrieren würde !
Durch die Bierchen und die schöne Stimmung sind wir faul geworden und erinnern uns gerne an unsere Steaks am gestrigen Abend zurück...... und sind uns schnell einig.
Wenige Minuten später sitzen wir wieder im Cattle Baron. Da das T-Bone leider aus ist, macht man mir ein 600 Gramm Sirloin....... sabbersabber.......
Das Essen war Spitze und die Rechnung beträgt bei einem Kurs von 1:15 441 Rand !!!
Unglaublich :-))) Bei Meeresrauschen und Sternenhimmel können wir trotzdem nichts gegen die aufkommende Müdigkeit auf unserer Terrasse unternehmen....
Teil 2303. Jan. 2016
19.11.2015 Wanderung Tsitsikamma und Fahrt nach Jeffreys Bay
Bei herrlichem Wetter frühstücken wir allerbestens gelaunt. Die Möwen sind heute besonders scharf auf unsere Lebensmittel und fliegen sogar Luftangriffe.
Ganz gemütlich nehmen wir schweren Herzens Abschied vom schönen Chalet, packen unsere Sachen und parken das Auto am Restaurant.
Kerstin macht mich auf diesen Nektarvogel aufmerksam.
Zur Suspension Bridge soll es nochmal gehen. Um diese Uhrzeit sind die Bustouris noch nicht da und es geht sehr beschaulich zu.
Nach wenigen hundert Metern entdecke ich diesen Olive Woodpecker, der wie ein irrer im Holz rumhackt. Er sitzt nur ca. 3 Meter über uns, ist aber ständig in Bewegung.
Das Wetter ist herrlich.
Das Meer tost und unten brechen sich die Wellen an den Felsen.
Wir machen in Ruhe Fotos und laufen einmal über die Brücke und zurück.
Dieser Felsen hat hoffentlich nur das Holz zerstört....
Herzhaft lachen wir bei dieser nassen Überraschung !
Dann geht es langsam wieder zurück.
Am Parkplatz schauen wir noch einmal nach den Brechern,
bevor es die unspektakuläre Strecke nach Jeffreys Bay entlang geht. Dort waren wir noch nie. Es soll sich um ein Surferstädtchen mit schönen Stränden handeln.....
Teil 2405. Jan. 2016
19.11.2015 Valparaiso Jeffreys Bay
Gegen 14:00 Uhr stehen wir am Eingang des B&B's.
Die Besitzerin ist noch unterwegs, kommt aber gleich. Das Haus und der Garten sehen toll aus !
Dann öffnet uns Bernalene die Tür und begrüßt uns sehr herzlich. Die Chemie stimmt sofort und das Haus ist in tollem, südamerikanischem Stil eingerichtet.
Unser Zimmer im ersten Stock ist sehr geräumig und gefällt uns ausgesprochen gut.
Wir haben Meerblick.
Während Kerstin sich hinlegt, setze ich mich im Garten hin und warte auf Vögel.
Gegen 16:30 Uhr brechen wir zu einem Strandspaziergang auf.
Was uns hier erwartet, übertrifft jegliche Erwartung.
Auf einem gut zweistündigen Spaziergang treffen wir 2 Menschen. Die Kulisse ist traumhaft.
Wir sind euphorisch und saugen diese schöne Stimmung in uns hinein.
Kurz mulmig wird es uns, als diese zwei Hunde ungestüm angerannt kommen. Das Herrchen entschuldigt sich bei Kerstin und meint „normally i don't meet people here!“ Aha, da haben wir mit den 2 Menschen mal richtig Pech gehabt 😉
Interessant sind die Spuren, die die kleinen Schnecken im Sand hinterlassen.
Die Zeit vergeht wieder viel zu schnell.....
Bernalene hat uns einen Tisch in einem Restaurant in der Marina bestellt und ein Taxi organisiert.
Der Tipp ist sehr gut. Wir werden sehr nett bedient, der Wein ist klasse und das Essen ebenso.
Am nächsten Morgen leistet uns Bernalene Gesellschaft beim köstlichen Frühstück. Wir unterhalten uns ewig und lassen den geplanten Nachmittags Gamedrive im Addo sausen. Sie ist eine ganz außergewöhnlich sympathische Gastgeberin und wir können uns nur schwer trennen.
Hierhin würden wir sehr gerne zurückkehren.
Aber dann geht es los. An der Lagune fotografieren wir einige Flamingos.
Und dann wir Powershopping gemacht. Im Jeep-Shop werden wir fündig. Und auch Geld wird besorgt, bevor es auf geht zu unserer letzten Etappe.
Teil 2508. Jan. 2016
20.11.2015 Fahrt nach Addo Camp Figtree
Die Fahrt nach Addo ist unspektakulär. Nachdem Port Elizabeth durchfahren ist, passieren wir ein großes Township. Dann wir es ländlicher.Kurz vor dem Gate zum Addo Maincamp geht es nach links auf eine Pad, die in die Berge führt.
Der Eingang von Camp Figtree sieht vielversprechend aus. Ganz oben auf dem Berg geht es auf eine kleine, einspurige Pad, die auf einem Bergkamm entlangführt.
Nach einem herzlichen Empfang geht es über Holzstege zu unserem Safarizelt. Es ist sehr stilvoll eingerichtet, geräumig und hat einen tollen Fernblick über bewaldete Hügel.
Zwischen den Safarizelten gibt es noch eine Flönsecke.
Wir installieren uns und gehen dann hoch zu einem Stück Kuchen.
Die anderen Gäste sind ebenfalls aus Deutschland. So verbringen wir den Rest des Tages mit Afrikalatein.
Gegen Abend zieht es sich zu und es wird kalt. So findet das Dinner drinnen statt. Wir ergattern den Tisch am offenen Kamin. Das Essen ist sehr gut !
Am nächsten Morgen hat sich der Himmel leider wie vorhergesagt zugezogen und es regnet.
Nach dem Frühstück landen wir am Kamin. Petra und Jürgen vom Nachmittag vorher und ein englisches Päärchen sitzen mit uns am Kamin. Es ist hundekalt.
Aber wir haben echt unseren Spaß und amüsieren uns dabei, mit Decken und dickster Kleidung frierend in Afrika am Kamin zu sitzen. Gegen Nachmittag klart es dann wenigstens ein wenig auf und wir brechen in Richtung Addo auf.
Teil 2609. Jan. 2016
21.11.15 Camp Figtree Fahrt in den Addo
Um 13:00 Uhr ist es soweit. Ohne große Erwartungen wegen des Wetters geht es los in den Addo. Hier waren wir im Jahr 2006 schon einmal.
Der Checkin am Maingate geht Dank Wildcard relativ schnell. Mehrere Gruppenreisende werden auf offene Gamedrivefahrzeuge verteilt und es ist ein hektisches Gewusel.
Am Wasserloch im Camp sind leider keine Elefanten.
Dann geht es weiter. Leider ist das Licht sehr,sehr schlecht, denn überall fliegen und sitzen Vögel herum. Sie sind nicht sehr scheu und die Touri-Massen gewöhnt.
Hat er das alles angerichtet ?
In großer Entfernung entdeckt Kerstin die zwei Schakale in Raubvogel-Begleitung.
Und an diesem Wasserloch zeigt sich vollends, dass die Birds hier echt cool drauf sind.
Zwischendurch fängt es wieder an zu regnen. Den Tieren gefällt das offensichtlich auch nicht !
Durch die vielen Vogelbeobachtungen ist der Drive abwechslungsreich und macht uns richtig Spaß.
Dann treffen wir tatsächlich auf einen Elefanten. Er frisst sich an der Straße entlang und kommt direkt auf uns zu.
Als er die Straßenseite direkt vor uns wechselt, sagt mir der Blickkontakt zu dem Ranger im Auto hinter dem Elefanten, dass der Rückwärtsgang angebracht ist.
Schließlich fahren wir weiter. Es sollte bei dem einen Elefanten bleiben. Diese Manguste stellt sich schön in Positur.
Und wir dürfen uns weiter an den kleinen Dingen erfreuen.
Am Ende regnet es gerade wieder, als wir auf diese Ansammlung von Zebras, Elands und Red Hardebeest treffen.
Ganz zufrieden verlassen wir den Addo. In der Gegend des Maincamps ist doch ziemlich viel los. Unsere Kaminfreunde meinten ganz passend, es sei in etwa so wie auf einem Kinderspielzeug-Teppich, auf dem Straßen aufgemalt sind.
Teil 2710. Jan. 2016
21.11.2015 Camp Figtree letzter Abend
Unsere Kaminfreunde meinten ganz passend, es sei in etwa so wie auf einem Kinderspielzeug-Teppich, auf dem Straßen aufgemalt sind. Echt passend !
Zurück im Camp Figtree geht es unter die Dusche und dann schon zum letzten Dinner des Urlaubes. Leider haben wir vom Essen und dem Ambiente hier keine Bilder gemacht. Bei Kerzenschein, einer guten Flasche Wein und Kaminfeuer genießen wir den Abend und landen schließlich am Kamin. Dort gesellen sich Petra und Jürgen und der englische A380 Pilot mit seiner Frau dazu.
Es entwickelt sich ein schöner Abend mit etwas zu viel Alkohol. Am Ende redet sich der eigentlich sehr nette Kellner in einen Rausch. Er beklagt (sicher zu Recht) die schwierigen Lebensumstände in Südafrika.
22.11.2015 Heimreise
Am nächsten Morgen ist der Himmel aufgeklart und die Sonne scheint.
Leider heißt es nach dem Frühstück Auschecken und Abschied nehmen.
Auf dem Weg zum Flughafen in Port Elizabeth reden wir darüber, welch schöner und erholsamer Urlaub es wieder war.
Der Flughafen ist nach ca. einer Stunde erreicht. Gegen 12 betreten wir diese alte Möhre, eine runtergerittene 737 von BA und fliegen nach Johannesburg.
Dort wird etwas im Jeep Shop geshoppt, ein Burger gegessen und dann geht es mit einer 747-800 der Lufthansa zurück nach Frankfurt.
Wir haben großes Glück und fliegen genau in der Zeit vor und nach dem großen Streik. Lufthansa werden wir wenn es geht erst einmal meiden. Obwohl der Rückflug in der 747-8 wirklich angenehm war. Er gefiel mir besser als in der A380.
Im letzten Teil gibt es (bald) die Auflösung des Bärenhochsprungs und ein Fazit.
Teil 2810. Jan. 2016
Auflösung Bärenhochsprung 😉 😉 😉
Das mit dem Bärenhochsprung ist eine ganz banale Sache. Während des Picknicks in Vergelegen mit Franzickes waren alle in allerbester Urlaubsstimmung. Wir freuten uns des Lebens, hatten Spaß und schauten immer mal zum etwas entfernt befindlichen Nachbartisch. Dort nahm die Angebetete des Herren nach einiger Zeit auf dem Schoß des selbigen Platz. Die beiden schienen frisch verliebt und seine Hand ging auf Wnaderschaft.
Kerstin bemerkte das und meinte trocken in die Runde. "Gleich hat er die Hand am Bärchen !" 😉 Ingrid antwortete ohne zeitlichen Zwischenraum " Welcher Bär springt am höchsten ?" und kichert vor sich hin. Ich : "Der von Ulrike Meyfarht !" Vom Alkohol enthemmt brüllten wir alle 4 los und lachten uns ob des unterniveauigen Witzes kaputt.
Unabhängig davon ging das Päärchen an einen ruhigeren Platz. Auf der langen Fahrt zur Figfarm kam uns dann die Idee zum Reisebericht-Titel.
Für uns ist diese Szene einer der Schlüsselpunkte eines sehr gelungenen Urlaubes, dessen Fazit gleich folgt.
Teil 2913. Jan. 2016
Fazit
Vermutlich ist das Fazit unserer 14ten Afrikareise so einfach zu ziehen wie keines vorher. Für uns war es die fats 100 prozentig richtige Reise zum richtigen Zeitpunkt. Nach zwei zu fast 100 Prozent vollständigen Reisen mit Tierbeobachtung (2 Wochen Krüger und 2 Wochen KTP) hatte Kerstin die Idee zu dieser Route. Wie immer steckte sie viel Herzblut und Zeit in die Auswahl der Unterkünfte.
Für uns war es eine gesunde Mischung aus etwas Luxus, kulinarischen Genüssen, gutem Wein, einfacher, abgelegener Selbstversorgung, Wüste und Meer.
Alle Unterkünfte waren Volltreffer ! Der Mietwagen, ein Kia Sportage von Hertz, gebucht über Billiger Mietwagen.de war ein perfektes Auto. Die Automatik bietet im Urlaub hohen Komfort. Gerade bei der Tierbeobachtung und häufigen Fotostopps ist sie sehr bequem.
Den Hinflug FFM über Zürich nach Kapstadt würden wir so nicht mehr machen. Edelweiß war so weit OK, aber South African fliegen wir lieber. Der Rückflug mit der LH 747-800 war Ok. Was nicht Ok war, war die Ungewissheit, ob die Flüge wegen des Streiks überhaupt stattfinden, oder nicht. Unter dem Strich hat alles geklappt. Aber wenn es nicht anders geht, werden wir Lufthansa ab sofort meiden.
Die Aktivitäten....... Der Kirstenbosch Botanical Garden liegt traumhaft unterhalb des Tafelberges und ist sehr sehenswert. Ein echtes Highlight.
Das Weinpicknick in Vergelegen war kulinarisch OK, vom Wein her auch Ok und vom Ambiente im Kampferbaumwald ein Traum! Das würden wir auch ein drittes Mal machen.
Der Swartbergpass ist landschaftlich ein Traum und sehr sehenswert.
Der Wilderness NP ist für Birder und Liebhaber üppiger Vegetation ein lohnendes Ziel.
Natures Valley bleibt für uns ein Highlight !
Tsitsikamma ist zum Wandern und "am Meer sein" eine Traumdestination.
Und die Strände in Jeffreys Bay in der Nebensaison einsam und paradiesisch.
Insgesamt sind wir der ewigen Afrikareiserei nicht überdrüssig. Die Reisen 15 und 16 sind gebucht. Wir sind diesem Teil der Erde inzwischen vollends verfallen 😐 Was sollen wir tun ? 😉
Viele Grüße und vielen Dank an alle Kommentar-Schreiber, Danke-Button-Drücker und stillen Mitleser.