Carnetverlängerung über Angola

10 Antworten · 1'907 Aufrufe · gestartet 04. Okt. 2015 von Klepperx
Antworten
Themenstarter2 Beiträge · seit 201404. Okt. 2015 · #1
Hallo Ihr!

Habe vor im Februar nächsten Jahres den Nordwesten Namibias mit eigenem Fahrzeug zu bereisen. Mein Carnet de Passage läuft Ende Februar ab und ich muss zwecks Verlängerung die südafrikanische Zollunion kurz verlassen.

Frage: hat jemand von Euch diese Übung schon mal über Angola gemacht? Gibt es Schwierigkeiten bez des Fahrzeuges.
- Visum für Angola mit Hotelbestätigung und Gelbfieberimpfung sind bekannt.

Alternativ werde ich die Reise in den Nordosten verlegen mit einem Abstecher nach Zambia.

Besten Dank für Eure Antwort mit Grüsse vom sonnigen Genfer See

Hubert
1'335 Beiträge · seit 200604. Okt. 2015 · #2
Ja, das hat schon jemand gemacht, schau mal in Angola-Forumsbereich! Da wirst Du fündig.

Da Du von Hotelbestätigung schreibst, scheinst Du nicht auf dem Laufenden zu sein.
Die braucht man nicht.

Mit einem Linkslenker ist es schwieriger in Angola einzureisen, geht nur über die Grenze nördlich Oshakati oder östlicher. Über Ruacana geht es nicht!! (Lies im Forum!)

Nur für das Carnet, würde ich nicht nach Angola fahren! Da ist jedes andere Land günstiger, was die Visa angeht.
Angola: 150 Euro p.P. plus Auto
Muss vorher beantragt werden, plus viele viele Papiere!

Schau einfach mal im Angola-Bereich! Da gibt´s Infos für Dich!
0
33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2015 · #3
Hi Cora,
"Mit einem Linkslenker ist es schwieriger in Angola einzureisen" warum bitte? Jedes Auto in Angola ist ein Linkslenker, da dort rechts gefahren wird.

Hatten bisher mit Rechtslenker (falls du das eigentlich schreiben wolltest) nirgends Probleme bei der Einreise. Hotel-Bestätigung wurde bei Visabeantragung (in Namibia) bisher übriges immer verlangt.

Veiel Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200805. Okt. 2015 · #4
Hallo, Klepperx,

wenn es dir nur darum geht, KURZ die Zollunion zu verlassen, um dein altes Carnet ausstempeln zu lassen und bei der Rückkehr das neue Carnet einstempeln zu lassen, dann kann ich dir sagen, es ist die teuerste und aufwändigste Variante.
Alle anderen Staaten in der Umgebung, die nicht der SACU angehören, wären da zu bevorzugen. Billiger und einfacher.
Hast du Interesse das Land Angola kennenzulernen und willst dir auch Zeit nehmen, dann ist es durchaus eine Möglichkeit.

Das Carnet de Passages wird von Angola nicht akzeptiert, man stellt dir an der Grenze ein TIP (Temporary Import Permit) aus, das du bei der Ausreise beim Zöllner wieder abgeben MUSST. Also immer schön im Auge behalten, das Teil, - es ist ein wertvolles Dokument.

Zu deiner Frage: „Gibt es Schwierigkeiten bezüglich des Fahrzeugs?“
Schwierigkeiten in Bezug auf was?
Was genau willst du wissen?



@ TravelNAMIBIA
hier http://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/287027-angola-eine-reise-wert.html?start=18
schrieb ich kurz über die Vorstellungen des angolanisches Zolls.
Allerdings hätten sie uns nach erfolgtem Einreisestempel (wir waren ja schon durch die Immigration durch) erst zwingen müssen, wieder auszureisen – freiwillig wären wir nicht umgekehrt, denn mit dem Ausreisestempel wäre ja unser Visum unmittelbar ungültig geworden.

Wenn man als deutscher Staatsbürger beim Angolanischen Generalkonsulat in Frankfurt sein Touristenvisum beantragt, benötigt man KEINE Buchung und keinen „Letter of Invitation“ – davon steht auch nix auf deren Webseite und so ist es auch in der Praxis.
http://www.generalkonsulat-angola.de

Das kann natürlich für Schweizer und andere Staatsbürger wieder anders sein - wäre aber durchaus lohnenswert, das genau zu eruieren, denn hier waberten lange genug die Gerüchte rum, dass man angebl. auch hier in D derartige Bedingungen zu erfüllen habe.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2015
Themenstarter2 Beiträge · seit 201405. Okt. 2015 · #5
Hallo lilytrotter,

Mit 'Schwierigkeiten mit dem Fahrzeug' meinte ich, welches Dokument für das Fahrzeug nötig ist. Danke für die exakte Erklärung mit dem TIP.

Auf der Seite des Auswärtige Amtes für Angola wird ein 'Letter of invitation' für die Visumerteilung genannt.

Auf der Seite des angolanischen Generalkonsulats in Frankfurt wird bei 'vorzulegende Dokumente' für ein Touristenvisum unter Punkt 7 folgendes genannt:

7- Nachweis über den Besitz ausreichender finanzieller Mittel in Höhe von USD 200,00 pro Aufenthaltstag in die Republik Angola und die Verfügung einer Unterkunft in Angola.
Vielleicht entfällt die Verfügung einer Unterkunft in Angola, wenn man mit einem Camper einreist.

Werde mich wohl für die einfachere Variante über Zambia entscheiden. Trotzdem vielen Dank

Gruss
Hubert
33,1k Beiträge · seit 200605. Okt. 2015 · #6
Hi Lillytrotter,
Wenn man als deutscher Staatsbürger beim Angolanischen Generalkonsulat in Frankfurt sein Touristenvisum beantragt, benötigt man KEINE Buchung und keinen „Letter of Invitation“ – davon steht auch nix auf deren Webseite und so ist es auch in der Praxis.
www.generalkonsulat-angola.de
Danke Dir - da habt ihr es echt leichter als wir hier in Namibia bei der Beantragung. Hier bekommt man auch nur "mit Glück" eines.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200805. Okt. 2015 · #7
Hallo, Klepperex,

nein, ganz sicher fällt diese Bedingung nicht weg, „die Verfügung einer Unterkunft nachzuweisen“, wenn man denen sagt, man würde mit „einem Camper“ unterwegs sein.

Da muss man schon deren Sicherheitsbedürfnis/Kontrollbedürfnis Ernst nehmen.
Also gibt man ihnen das, was sie verlangen.
Aber von "Buchung" steht da ja nix.

Also kann man auch mittels einer sauber ausgearbeiteten Reiseroute und der genauen Angaben der Orte und Hotels/Campingplätze dieser Bedingung für ein Touristenvisum nachkommen. Hierzu erbat der Mitarbeiter des Generalkonsulats noch nachträglich eine kleine Angolakarte, auf der die Reiseroute eingezeichnet sein sollte. Dem sind wir natürlich umgehend nachgekommen.
So wurde es bei uns in 2 "Fällen" à 2 Pers. akzeptiert.

Wir sind einfach davon ausgegangen, dass wir nichts zu verheimlichen haben, wir haben ihnen alles so genannt, wie wir es geplant hatten (naja, alles was unverfänglich klingt, damit keine Missverständnisse aufkommen 🙂 ). Und wir haben nie behauptet, eine Buchung zu haben, - wir haben es einfach nicht thematisiert.

Die Angaben zu Orten/Hotels entnimmt man einem Reiseführer und dem Internet.
Es versteht sich dabei von selbst, dass man NIE betont, dass man plant irgendwo wild zu campen! Man gibt natürlich „GRUNDSÄTZLICH“ für die Nächte jeweils einen Camping bzw. ein Hotel an (die ja z.T. auch Camping anbieten, wie z.B. Casper Lodge, Lubango), das sollte nicht Tag-genau sein, aber in sich logisch und konsequent durchgeführt! (wir haben keine Tagesangaben gemacht)

Dass es letztlich, wie immer und überall, vorkommen kann, dass man seine Reiseroute geringfügig abwandelt, ist dabei nicht erwähnenswert und führt nur zu Verunsicherungen.
Ist ja auch in der Praxis kein Problem - man darf ja frei reisen, in Angola.


Was ich auf keinen Fall machen würde: Vom Angolanischen Generalkonsulat oder der Botschaft verlangen, sich in dieser Sache verbindlich genau zu äußern. An dieser Handhabung sollte man nicht rütteln, zum Vorteil aller Reisenden!

Sie scheinen zur Zeit entspannt und behandeln diesen Passus erfreulich locker. Er ist ja offensichtlich interpretationsfähig.

Letztlich aber hatten auch wir uns vorbereitet, kurzfristig eine Buchung vorzunehmen, - was ja nicht wirklich kompliziert ist, aber nur unnötige Kosten verursacht.



@ TravelNAMIBIA - hmm, wir haben es da leichter, haben ja auch eine etwas andere Geschichte mit Angola - vor Ort verhalten sie sich ja auch meist bei den Roadblocks uns Deutschen gegenüber anders, das konnten wir recht gut vergleichen, da wir mit zwei unterschiedlich registrierten Fahrzeugen unterwegs waren (Cora: Nam; wir: D).


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2015
1'335 Beiträge · seit 200605. Okt. 2015 · #8
travelNAMIBIA schrieb:Hi Cora,
"Mit einem Linkslenker ist es schwieriger in Angola einzureisen" warum bitte? Jedes Auto in Angola ist ein Linkslenker, da dort rechts gefahren wird.

Hatten bisher mit Rechtslenker (falls du das eigentlich schreiben wolltest) nirgends Probleme bei der Einreise. Hotel-Bestätigung wurde bei Visabeantragung (in Namibia) bisher übriges immer verlangt.

Veiel Grüße aus Windhoek
Christian
Wir sind mit einem Rechtslenker eingefahren: Kein Problem.

Wenn Du mit einem Linkslenker einfährst, dann haben sie Sorge,, dass Du den dort verkaufst, weil - wie Du sagst - eben fast alle dort ihr Lenkrad rechts haben.

Wir haben es so erlebt, dass ein Linkslenker große große Probleme hatte.
Da Du mit einem Rechtslenker einfahren bist, konntest Du diese Erfahrung ja nicht machen.
0
33,1k Beiträge · seit 200605. Okt. 2015 · #9
Hi Cora,
Wenn Du mit einem Linkslenker einfährst, dann haben sie Sorge,, dass Du den dort verkaufst, weil - wie Du sagst - eben fast alle dort ihr Lenkrad rechts haben.
wer hat Sorge wovor? 99% der Fahrzeuge in Angola sind, da Rechtsverkehr, Linkslenker. Wieso sollte das ein Problem sein (war es bisher bei mir und Bekannten; mit Links- oder Rechtslenker nie), denn in Angola werden Rechts- und Linkslenkr zugelassen (anders als z.B. in Namibia). Verkaufen kann man also theoretisch alles.
wie Du sagst - eben fast alle dort ihr Lenkrad rechts haben.
nee, ich schrieb LINKS, nicht rechts.

Vielleicht stehe ich auch aufm Schlauch?!

Viele Grüße aus WIndhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2015
4'129 Beiträge · seit 200805. Okt. 2015 · #10
wenn ich mich da mal kurz einmischen darf:
Cora schrieb:
"...wie Du sagst - eben fast alle dort ihr Lenkrad rechts haben."

...
ich glaube Cora hatte da nur einen kleinen "rechts - links - Verdreher".


Im Gesamten bezieht sich Cora ja auf das Vorkommnis bei unserem gemeinsamen Grenzübertritt in Ruacana, das ich in dem o.g. Thread beschrieb.

Wir möchten das, was man uns an Argumenten entgegenbrachte (fehlendes Formblatt für EU-Registrierung, Linkssteuerung, altes Fahrzeug, usw.), ganz einfach für bare Münze nehmen! – Andererseits müsste man das Vorkommnis als einen sehr schäbigen Korruptionsversuch seitens der angolanischen Zollbamten werten... – DAVON WOLLEN wir aber grundsätzlich NICHT ausgehen!
– Unser Fazit: An dem Beispiel hat sich uns gezeigt, dass man mit Linkslenker + Europa-Registrierung in Ruacana Probleme haben kann/wird... - aus multiplen Gründen...
Mehr können wir nicht dazu sagen.
Wir würden mit unserem Fahrzeug bei einer erneuten Planung den Grenzübergang Oshikango - Santa Clara ansteuern.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2015
1'335 Beiträge · seit 200610. Okt. 2015 · #11
😕 🙄

Das kann gar nicht sein, dass ich Links und rechs verwechsle!

😊


(Ich habe eine super Entschuldigung: In Hochzeitsvorbereitungen!)
0