Reisebericht

Ein 80ster Geburtstag - Drei Generationen auf Pad

von Applegreen · begonnen 08. Sept. 2015 · 15 Teile

Teil 108. Sept. 2015
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Ein 80ster Geburtstag - Drei Generationen auf Pad

Hallo liebe Fomis,

am 22. August 2015 haben meine Mutter und ich uns auf die Reise nach Namibia begeben. Für mich ging es in diesem Jahr zum zweiten Mal in Richtung Namibia - meine Mutter tritt nun kurz vor ihrem 80sten Geburtstag die allererste Fernreise in ihrem Leben an 🙂 .

Wir werden uns in Windhoek mit meinem Sohn treffen, um dann zu Dritt zu einer „kleinen“ Lodge-Tour über das Erongo-Gebirge, das Damaraland weiter in den Etosha Nationalpark und abschließend über die Waterberg-Region wieder zurück nach Windhuk aufzubrechen.

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Den 80. Geburtstag meiner Mutter werden wir gebührend auf der Onguma Aoba Lodge feiern, das war mein besonderer Wunsch und hat glücklicherweise dann tatsächlich noch geklappt. Am Ende unserer Tour fliegen wir alle drei gemeinsam nach Deutschland zurück.

Wir würden uns freuen, wenn wir auch auf dieser Reise wieder Mitfahrer haben werden – wir haben dieses Mal zwar nur einen kleinen Toyota Innova und der Platz ist begrenzt, da wir zu dem Gepäck auch noch ein 2. Reserverad, einen Kompressor und eine kleine Reparaturbox mitschleppen, aber wir rücken gerne zusammen 😎 .

Nachfolgend unsere Tour im Überblick, um Euch die Entscheidung etwas zu erleichtern, ob Ihr bei uns mitfahren wollt:

22.08.15: Flug mit Condor nach Windhoek
22.08.15: Übernachtung Pension Palmquell
23.08.15: Windhoek – Pension Palmquell
24.08.15: Erongo – Ai Aiba Rockpainting Lodge
25.08.15: Damaraland Twyfelfontain Country Lodge
26.08.15: Damaraland Twyfelfontain Country Lodge
27.08.15: Etosha West - Etosha Safari Lodge
28.08.15: Etosha Ost - Onguma Aoba Lodge
29.08.15: Etosha Ost - Onguma Aoba Lodge
30.08.15: Etosha Ost - Onguma Aoba Lodge
31.08.15: Frans Indongo Lodge
01.09.15: Frans Indongo Lodge
02.09.15: Windhoek – River Crossing Lodge
03.09.15: Windhoek – River Crossing Lodge
04.09.15: Abflug über JBO nach FRA mit SAA

Unser Gefährt für die nächsten zwei Wochen:

Toyota Innova 2,7 Benziner / 2x4 gemietet bei Savanna

KM-Stand bei Übernahme: 94613

Zustand: Äußerlich schon leidlich mitgenommen, technisch allerdings einwandfrei.

Zusatzequipment: Kompressor, 2. Ersatzreifen, Kühlbox, Navi

Insgesamt haben wir knapp 2.200 KM zurückgelegt, in Namibia ist noch Windzeit und Ihr werdet leider keine besonders schönen Landschaftsbilder zu sehen bekommen, da das Land bis zum Ende unserer Tour unter dichtem grauen Nebel zu liegen scheint.

Also zeigt sich weder im Erongo-Gebirge noch im Damaraland das sonst so schöne Licht, das die Steine so schön rot färbt.

Wir vermuten, dass diese Wetterlage sowohl mit der Windzeit und dem vielen Staub in der Luft aber auch mit den schweren Veldbränden im August zusammenhängt.

Und auch sonst gab es noch den ein oder anderen ungewohnten Anblick, dazu aber im Laufe des Berichts.

Gebucht haben wir erst im Mai und wie auch beim letzten Mal über Eva & Thomas von Abenteuer in Namibia. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Eva, haben wir an Wunschunterkünften zumindest noch die Aoba Lodge bekommen. Sowohl im Damaraland, als auch in Etosha West hat es leider nicht mehr geklappt, aber wir waren ja auch ziemlich spät dran. Und Eva ist für Überraschungen gut, wie Ihr später noch sehen werdet 🙂

An dieser Stelle möchte ich mich auch schon einmal ganz herzlich bei Bebbl undDaxiang für die freundlicherweise ausgeliehenen Sichtungsfeen bedanken 😘 . Ihr dürft schon ein bisschen gespannt sein! Wenn auch manchmal nicht wirklich scharfe Aufnahmen gelungen sind, so haben wir doch zumindest das ein oder andere „Beweisfoto“ von nicht ganz alltäglichen Tierbegegnungen.

Und natürlich ein großes Dankeschön an alle, die uns bezüglich der Detailstreckenplanung hilfreiche Tips gegeben haben!! 😘 Ihr habt uns wie immer wertvolle Hinweise und Ratschläge gegeben. Aber auch die beste Planung muss manchmal dann doch geändert werden, wenn die Gegebenheiten vor Ort es erforderlich machen.

Ich will Euch aber nicht lange mit dem vielen Geschreibsel langweilen und bald mit dem Bericht beginnen.

Vielleicht klappt es noch heute mit den ersten beiden Tagen zu starten – muss noch ein paar Bilder sichten und verkleinern.

Also bis demnächst!

Liebe Grüße
Sabine
Teil 208. Sept. 2015
Samstag, 22.8.2015 Flug Frankfurt-Windhoek - Endlich wieder in Namibia!

Gebucht ist unser Flug mit der Condor DE 6278. Aufgrund unserer positiven Erfahrung im Februar haben wir wieder die Premium Economy gebucht, da auch dieses Mal der Preis angemessen war und ich meiner Mutter zumindest auf dem Hinflug einen angenehmen Sitzkomfort bieten möchte. Da sich sich drei Wochen vor Abflug noch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat, ist das für sie sicher angenehm. Den Rückflug haben wir mit der South African über JNB gewählt, da meine Mutter unbedingt mit Ihrem Enkel gemeinsam nach Hause fliegen wollte.

Exakt eine Woche vor Abflug erreicht mich eine Email von Condor, dass ich je nach Verfügbarkeit ein Upgrade in die Business Class zum Preis von € 200,-- p.P. und Strecke zubuchen könnte.

Ich habe nicht lange gezögert und es waren glücklicherweise auch noch zwei Plätze frei – dies soll aber bis zum Abflug ein Geheimnis bleiben und es wird nichts verraten 😗

Endlich ist es soweit! Am Morgen verabschieden wir uns von unseren Männern, die beide leider zu Hause bleiben müssen, und es geht los Richtung Flughafen! Die Koffer sind voll bepackt mit Mitbringseln für Freunde und Bekannte. Von Kindersitzbezügen über Schuhe, Wolle, Hundeleckerlies und anderem Kleinkram ist diesmal alles dabei. Für die Rückreise brauchen wir den dann gewonnen Platz für die Habseligkeiten meines Sohnes, bei dem sich nach einem Jahr auch so einiges angesammelt hat, das mit nach Deutschland muss.

Ich checke am Schalter sehr fix unser Gepäck ein, und Mama bemerkt gar nicht, dass wir uns am Schalter für die Business Class befinden 😄

Der freundliche Check-In Mitarbeiter drückt mir einen Voucher zur Nutzung der Lounge am Flughafen in die Hand, den wir allerdings gar nicht nutzen können, da die Zeit irgendwie schon recht knapp ist bis wir durch die Sicherheitskontrolle gelangen. Bei Nicht-Nutzung der Lounge kann man allerdings pro Voucher für 30€ im Bordverkauf einkaufen.

Der planmäßige Abflug ist um 10.40 Uhr und wir dürfen als Erste gegen 10.00 Uhr einsteigen. Mama merkt immer noch nix 😣 Angekommen in Reihe 3 an den Plätzen H+K bitte ich meine Mutter hier Platz zu nehmen. Sie schaut mich etwas ungläubig an und ist wirklich überrascht und gerührt, als ich ihr bestätige, dass wir hier schon richtig sind. Dass sie einen solchen Luxus genießen darf ist für sie schon wirklich etwas ganz Besonderes.

Wir starten überpünktlich in Frankfurt. Der Flug verläuft äußerst angenehm und ich muss sagen, das Geld war gut investiert. Alleine der Sitzkomfort ist aus meiner Sicht den von uns gezahlten Preis ganz sicher wert. Der Service war ausnehmend freundlich und wir haben uns sehr wohl gefühlt an Bord. Wir konnten gar nicht so viel Essen und Trinken, wie das Angebot vorsah und haben häufig abgelehnt. Das ist schon fast zu viel des Guten!

Wir landen ebenfalls super pünktlich um 19.45 Uhr im bereits dunklen Namibia. An der Passkontrolle bekommen wir leider etwas Probleme, da ich die Einreiseformulare schon zu Hause auf DINA4 ausgefüllt habe. Die Beamtin war sehr ungnädig und bestand auf das neuerliche Ausfüllen des Originalformulars in DINA5 😣 .

Meine arme Mama versteht nur Bahnhof und ich eile rettend zur Hilfe. An dem hohen Tresen und im Schummerlicht kann man nicht wirklich gut schreiben und ich versuche in möglichst leserlicher Handschrift das vorgeschriebene DINA5 Blatt auszufüllen –letztendlich dürfen wir einreisen und unser Gepäck ist Dank Priority-Vermerk auch schon auf dem Band.

In der Halle erwartet uns schon Kleintje, der uns zur Unterkunft fahren wird. Kleintje kennen wir schon von unserer letzten Tour und die Wiedersehensfreude ist groß! Er ist wirklich ein ganz Netter und absolut hilfsbereit. Eine klare Empfehlung, wenn man einen Transfer in Namibia benötigt. Ich hole schnell noch ein bisschen Bargeld am ATM und los geht es Richtung Windhoek, Pension Palmquell.

Die Fahrt vergeht wie im Flug, wir haben viel zu erzählen. Angekommen in der Pension Palmquell werden wir sehr freundlich von der Chefin empfangen. Bevor wir auspacken, gönnen wir uns noch einen Windhuk Lager gemeinsam mit Kleintje.

Kurz nachdem wir Kleintje verabschiedet haben, steht mein Sohn vor dem Tor der Pension. Die zweite Überraschung für die Oma! 😄 😄

Eigentlich wollten wir uns erst morgen früh treffen. Natürlich laufen die Freudentränchen und wir sitzen noch eine ganze Weile beisammen unter dem bedeckten Afrikanischen Himmel, leider ohne Sterne, und lassen den Abend gemütlich und mit viel Wiedersehensfreude ausklingen. Es ist übrigens extrem windig heute Abend.

Den morgigen Tag verbringen wir mit Packen und Auszug, Einkaufen und einer winzigen Stadtrundfahrt.
Teil 308. Sept. 2015
Sonntag, 23.8.2015 Windhoek - Siebensachenpacken und kleine Stadtrundfahrt

Heute Morgen schauen wir uns zunächst einmal auf dem Gelände der Pension um. Hier gefällt es uns ausnehmend gut. Die Zimmer sind geräumig und sehr sauber, die Anlage ansprechend und sehr gepflegt. Der rustikale Frühstücksbereich liegt etwas unterhalb. Es gibt alles, was das Herz begehrt und wir genießen das Frühstück im Freien. Meine Mutter fühlt sich hier ebenfalls sehr wohl und bewundert den schön angelegten Garten.

Leider habe ich über all die organisatorischen Dinge (ich bin ja der "Reiseleiter" 🤪 ) vergessen Fotos zu machen, daher hier für Interessierte der Link zur Pension Palmquell:

http://www.palmquell.com/index_de.htm

Pünktlich um 9.00 Uhr werden wir vom Shuttle der Autovermietung abgeholt, zunächst fahren wir noch in die Uhlandstraße, um meinen Sohn abzuholen. Bei Savanna läuft die Autoübergabe reibungslos, sehr freundlich und kompetent ab. Wir übernehmen den Innova und ich wage mich in den Linksverkehr auf Winhoeks Straßen. Gott sei Dank ist es Sonntag und dementsprechend wenig los, so gewöhne ich mich schnell an das Auto.

Damit meine Mutter einen ersten Eindruck von der Stadt erhält, steuern wir die Independence Avenue, die Christuskirche und die „Kaffemaschine“ an.

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Unser nächster Stop ist der Woermann Supermarkt in Klein-Windhoek. Hier kennen wir uns schon aus und kaufen Wasser und ein wenig Proviant für unsere Tour. Seit Februar wurde der Markt umgebaut und es ist ein schöner Restaurantbereich entstanden. Natürlich dürfen die Schnitzel von Hans auch dieses Mal nicht fehlen 😄 .

Jetzt ist meine Mutter natürlich sehr gespannt zu sehen, wo ihr Enkel ein Jahr gelebt und gearbeitet hat. Also fahren wir in die Uhlandstraße zurück. Hier werden wir uns jetzt noch eine Weile aufhalten, da wir den Tag nutzen wollen, um alle Sachen zu packen. Da gibt es einiges zu tun – aber vorher gibt es noch eine Besichtung des Kindergartens. Da gerade Ferien sind, ist niemand da – aber meine Mutter bekommt einen guten Eindruck.

Jetzt sind wir aber erst mal mit Packen beschäftigt und zum Abschluss verweilen wir noch etwas im Garten. Schon bald lassen sich die kleinen Freunde unseres Sohnes blicken. Zwei Fuchsmangustenfamilien, die mittlerweile fast handzahm sind:

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Außerdem leben hier diese schönen Rosenpapageien, die sich leider immer unter das Dach der Kirche quetschen:

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Nun müssen wir aber schnell zurück zur Pension, denn wir werden gleich von Kleintje abgeholt, mit dem wir zum Abendessen in Joe‘s Beerhouse verabredet sind. Auch diese Location wollen wir der Oma natürlich zeigen. Vorher entdecken wir noch ein paar nette Fotomotive im Garten:

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Ein Go-Away-Bird:

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Kleintje ist überpünktlich und lässt es sich nicht nehmen, uns die Stadt von Oben zu zeigen. Wir fahren zum Aussichtspunkt am Hotel Thule. Der Ausblick auf die Lichter der Stadt ist atemberaubend - leider hat keiner von uns die Kamera dabei 😣

Aber wir werden am Ende der Reise nochmals in einen ähnlichen Genuss kommen, und dann gibt es auch ganz nette Fotos.

Einen Tisch im Joe‘s hatte ich schon von Deutschland aus online reserviert, das wäre allerdings gar nicht notwendig gewesen, es ist verhältnismäßig wenig los.

Wir bekommen einen schönen Tisch am Lagerfeuer und genießen das leckere Essen. Die Männer wählen Zebra, meine Mutter Joe’s Jägerschnitzel und ich Grilled Pork Fillet Medallions. Meiner Mutter gefällt und schmeckt es hier sehr gut. Da sie kein Englisch spricht, muss ich übersetzen aber das funktioniert wunderbar.

Das sind übrigens wir:

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Da Kleintje berufsbedingt als Kraftfahrer viel auf Namibias Straßen unterwegs ist, möchte er gerne wissen, welche Route ich plane. Als ich ihm erzähle, dass ich die C28 über den Bosua Pass fahren will, schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen: „No way with that car!“ Er ist die Strecke gerade erst mit dem LKW gefahren und sie sei in einem katastrophalen Zustand. Er rät mir besorgt und dringend davon ab!

Ich werde also am nächsten Tag doch über Wilhelmstal fahren, was sich auch als gut und richtig erweisen wird, denn die D-Straße ab Omaruru zur Ai Aiba Lodge ist ebenfalls in einem grausam schlechten Zustand und das Wellblech ist arg. Der Umweg über die C28 hätte uns sicher viel Zeit gekostet.

Es ist Zeit zum Abschied nehmen. Kleintje fährt uns zurück zur Pension und wünscht uns eine "lekker Pad" und wir bereiten uns auf die morgige Abfahrt gen Norden vor. Ich schaue mir nochmal die Karte an und sortiere meine ganzen Unterlagen. Dann fallen wir ziemlich müde in unser Bett.

Morgen machen wir uns auf übelster Pad auf zur Ai Aiba Rockpainting Lodge im Erongo 🙂
Teil 410. Sept. 2015
Montag, 24.8.2015 Fahrt von Windhoek zur Ai Aiba Rockpainting Lodge -
Ein Überraschungsgast und abendliche Farmrundfahrt


Der erste Tag in Windhoek verging wie im Flug - Es war ja auch noch nicht wirklich Urlaub 🙄

Heute Morgen genießen wir noch einmal das wirklich sehr gute Frühstück in der Pension Palmquell. Das Auto ist schnell gepackt und wir starten, um Nico in der Uhlandstraße abzuholen.

Auch er hat schon alles gepackt und ist startklar. In einen seiner glücklicherweise noch nicht eingepackten Kulturbeutel hat sich eine wirklich große und haarige Spinne verirrt 🤢 . Nico ist Spinnen gewohnt und definiert sie nach mittlerweile einem Jahr Afrika mit Übernachtungen unter freiem Himmel und sonst völlig unerschrocken, als eine für ihn nicht bekannte und potentiell giftige Spezies. Wir befreien Sie trotzdem sehr vorsichtig aus ihrem Gefängnis und entsorgen das Täschchen samt Inhalt vorsichtshalber in den Müll. Fotos von dem haarigen Spinnentier gibt’s nicht – ich finde Spinnen vor allem in der Größe grauslig 😵 !

Jetzt heißt es zumindest von dem "zu Hause" für ein Jahr schon einmal Abschied nehmen! Eine Kollegin und der junge Gärtner, mit dem Nico sehr viel Zeit verbracht hat, erwarten uns schon, um Adieu zu sagen. Wir haben gestern noch Kleidung, Lebensmittel und Medikamente aussortiert, die dankbar angenommen werden. Nach einem sehr herzlichen und emotionalen Abschied müssen wir zunächst noch einmal zu Woermann an den ATM, um unsere Bargeldkasse aufzufüllen und dann geht es endlich los auf Pad gen Norden.

Der Empfehlung von Kleintje folgend, werde ich nicht wie ursprünglich geplant über den Bosua Pass fahren und auch die zunächst angedachte Alternative über das Khomas Hochland kommt für mich auch eher nicht in Frage.

Mit einem 2x4 ist - zumindest bei Savanna - die Höchstgeschwindigkeit auf Gravel und sonstigen unbefestigten Straßen 60 KMH!

Da wir unbedingt zum Farmdrive, der um 15.30 Uhr startet, auf Ai Aiba rechtzeitig ankommen wollen, entscheide ich mich heute für die schnellste Route. Wann möglich und sinnvoll versuche ich die B-Straßen in Namibia zu meiden – ich fahre sie ungern, denn sie sind oft langweilig und man wird ständig auch gerne mal gefährlich überholt und es stresst mich einfach.

Wir verlassen die Stadt über die B1 bis Okahandja. Ich taste mich vorsichtig an die Fahreigenschaften des Innova heran, der aufgrund der vielen Spurrillen stellenweise mächtig ins „Schwimmen“ kommt 😮 .

Am Straßenrand zeigt sich das übliche Bild: Baboons und Pumbaas 🙂 Meine Mum ist jetzt schon ganz begeistert - Nico und ich fragen uns, was sie nur sagen wird, wenn ihr spätestens im Etosha die ersten Giraffen und Elefanten begegnen! Die Garküchen am Straßenrand lösen bei meiner Mum auch Erstaunen aus – sie kann gar nicht verstehen, was die Leute hier an der Straße alle machen.

Weiter geht es auf der B2 bis Wilhelmstal. Erster Halt für eine Pause ist der Farmstall. Man sagt, es gibt hier die leckersten Trockenwürste im Land, nur leider sind die Chilibites aus, die Nico unbedingt kaufen wollte. Es herrscht ein reges Treiben, sogar aus Swakopmund kommen Autos angefahren, um Fleisch einzukaufen.

Nach einer kurzen Rast geht es nun weiter die C36. Spätestens hier stellt sich zumindest für mich endlich richtiges „Namibia-Feeling“ ein. Weite offene Landschaft. Von nun an wird auch der Verkehr weniger, es begegnet uns so gut wie kein anderes Auto . Noch ein kurzes Stück auf der C33 und bald erreichen wir Omaruru. Mit Omaruru verbinde ich die Fernsehserie aus den 70ern und bin schon ganz gespannt, wie es dort aussieht. Es ist größer, die Hauptstraße wirkt gepflegt hat aber rein gar nichts mit meiner Vorstellung gemein.

Ganz wichtig: Tanken! Ein Blick auf die Uhr verrät, dass wir schnellstens zu Tikoloshe am Ortseingang müssen, wenn wir uns dort noch in Ruhe umschauen wollen.

Tikoloshe Afrika stellt künstlerische Holzskulpturen her - von zehn Zentimetern bis hin zu zehn Metern Grösse, geschnitzt aus verwitterten, trockenen Wurzeln und Baumstämmen, die teilweise tausende von Jahren alt sind. Wir können vor Ort einen Künstler bei der Arbeit beobachten.

Allerdings zieht es uns bei der Hitze ziemlich schnell in den Verkaufsraum. Dort gibt es wirklich wunderschöne Souvenirs in allen Variationen. Besonders gut gefallen mir ja immer die etwas größeren Skulpturen, die wir aber in unseren Innova beim besten Willen nicht unterbekommen und vom Rückflug ganz zu schweigen 😗

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Es muss schon etwas deutlich Kleineres her! Nico ist schon lange auf der Suche nach einem schönen Tischtuch oder Wandbehang und wird hier tatsächlich fündig. Es gibt allerdings so viele schöne Tücher, dass seine Entscheidung eine gefühlte Ewigkeit dauert. Letzenden Endes wird es dann ein ziemlich großer Wandschmuck, allerdings nicht aus Namibia sondern gefertigt in Mozambique.

Ein weiterer Blick auf die Uhr lässt mich zum Aufbruch antreiben. Ich werde nervös, obwohl ich noch gar nicht weiß, was uns streckentechnisch erwartet 🤪 .

Es geht ein Stückchen zurück auf der C33 um dann auf die D2315 einzubiegen. Die 10 KM bis zum Tor der Conservancy lassen sich noch gut fahren und danach beginnt das Grauen 😈 😈

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Unser armer Innova und wir werden kräftig durchgeschüttelt – alle Versuche eine halbwegs vernünftige Spur zu fahren scheitern. Übles Wellblech und Schlaglöcher müssen wir für die nächsten 38 KM aushalten. Die Fahrt scheint kein Ende zu nehmen und hier will ich mit der Karre definitiv nicht schneller als die erlaubten 60 KMH fahren. Die Fotos spiegeln definitiv NICHT den tatsächlichen Straßenzustand wieder! Das Fahren erfordert höchste Konzentration.

Endlich! Nach einer gefühlten Ewigkeit gut geschüttelt und gerührt erreichen wir das Gate der Lodge und schon kurz nach dem Passieren erreichen wir das Hauptgebäude.

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Ist das hier schön! Eine Oase!

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Wir werden freundlich mit einem leckeren Begrüßungsgetränk empfangen und ich frage auch gleich nach, ob es noch freie Plätze für den Farmdrive gibt. Wir erfahren, dass dieser nur kombiniert, also inklusive Felsmalereien angeboten wird. Das ist prima für uns und ich will uns gleich mal einchecken.

Für Eva habe ich einige Dinge aus Deutschland mitgebracht und vereinbart, dass ich diese auf der Lodge für Sie hinterlege, da sie öfter mal hier vorbei schaut. Also will ich gleich mal die Sachen loswerden und frage an der Rezeption nach – ich werde ganz ungläubig angeschaut. Man weiß von nichts 🤨 !

Bevor ich noch irgendetwas sagen kann, werde ich plötzlich von hinten umarmt und eine weibliche Stimme ruft: „Überraschung“! 🤩 🤩

Ich traue meinen Augen nicht, da steht doch Eva in Bild, Farbe und Ton vor mir – das ist mal wirklich eine gelungene Überraschung 🤩 ! Hat sich Eva doch tatsächlich für einen Tag von Swakopmund auf den Weg gemacht, um mit uns die kurze Zeit auf Ai Aiba zu verbringen! Ich bin geplättet, sprachlos und freue mich natürlich riesig.

Nico und Mama sind genauso verdattert wie ich und wissen erst mal gar nicht, was hier los ist. Ich kläre das Rätsel dann erst mal auf und stelle alle einander vor. Jetzt müssen wir uns aber auch schon sputen, denn es wird ja früh dunkel im namibischen Winter und der Farmdrive soll pünktlich starten. Also Koffer in die wirklichen schönen, geräumigen und sehr sauberen Zimmer, Wertsachen in den Safe und weiter geht es im Programm.

Leider hat sich die Wetterlage nicht wie erhofft geändert und es ist noch immer extrem grau und dunstig. Das schöne Abendlicht im Erongogebirge ist uns nicht vergönnt.

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Aber wir freuen uns trotzdem und vor allem, dass Eva mit an Bord ist. Und für meine Mum ist es der erste Farmdrive in ihrem Leben! Damit sie nicht umständlich auf das Fahrzeug kraxeln muss, darf sie neben Martin Platz nehmen und die Kühlbox mit den Getränken kommt nach hinten zu Eva.

Schon bald sehen wir ersten Baum in dem Martin einen Fleischköder für die auf dem Farmgelände lebenden Leoparden aufgehängt hat. Es sind zwar Katzenspuren im Sand zu sehen – aber weit und breit kein Leopard und das Fleisch ist ebenfalls unberührt. Unter anderem lebt hier eine Leopardin mit ein paar Monate alten Zwillingen. Es wäre natürlich der Knaller, wenn wir die zu sehen bekämen!

Plötzlich stoppt Martin das Auto und springt hinaus – wir haben alle gar keinen Plan, was er wohl gesehen hat 😐 ? Wir hoffen natürlich auf die Leos. Er springt eine Weile für uns völlig planlos umher und wühlt dann im Sand– was er wohl aus dem fahrenden Wagen am Boden gesehen hat?

Sie scheint ungiftig zu sein:

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Obwohl Martin uns gesagt hat, um welche Art es sich handelt – ich weiß es leider nicht mehr. Pascalinah hat sie richtig als eine Namibische Borkenschlange identifiziert. Danke dafür!

Unterwegs treffen wir noch auf ein paar hübsche Vögelchen - Einen Rotschnabeltoko und eine Strichelracke.

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Unser nächster Halt ist dann bei den Felsmalereien, die überall auf dem Gelände der Lodge zu finden sind. Martin erklärt uns zunächst, dass die Ai Aiba Lodge aktives Mitglied der Erongo Mountain Nature Conservancy ist, einer Gemeinschaft von Farmern, die dem Schutz und Erhalt der einzigartigen Fauna und Flora und der grandiosen Gebirgslandschaft des Erongo verpflichtet ist. Über den Ursprung der Felsmalereien weiß man auch hier wenig, allerdings gibt es in der Tat noch einige sehr gut erhaltene Malereien:

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Martin verfügt auf seiner Kamera über ein Spezialprogramm, das auch schon verwitterte und mittlerweile kaum noch sichtbare Malereien auf dem Foto wieder zum Leben erweckt. Das ist eine spannende Sache. So können wir ihm gut folgen, wenn er auf Stellen im Fels verweist, die für uns einfach nur nach Stein aussehen.

Aber nicht nur die Felsmalereien sind hier sehenswert, für mich noch viel schöner sind die unterschiedlichen Steinanhäufungen, die nicht selten unsere Phantasie anregen und sogar Dinosaurier in die Landschaft zaubern:

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Langsam beginnt die Sonne zu sinken und ich versuche die Stimmung einzufangen:

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Zum Sundowner fahren wir hoch hinauf auf ein Felsplateau – die Fahrt erinnert mich schon leicht an den Terror Pass der Fish River Lodge. Auch nichts für Menschen mit Höhenangst 🤩

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Oben angekommen genießen wir die kühlen Getränke und die grandiose Aussicht. Wie Martin schon befürchtet hat, wird es leider nichts mit einem schönen Sundowner, die Sonne verschwindet vor dem Finale hinter einer dicken, grauen Wolkendecke. Aber dennoch ist es wunderschön hier oben und wir können uns gut vorstellen, wie es bei optimalen Lichtverhältnissen sein könnte:

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Auf der Rückfahrt zur Lodge sehen wir noch Giraffen ganz nah – aber es ist leider schon zu dunkel für ein brauchbares Foto. Mamas erste Giraffen! Sie hat allerdings noch Mühe, die Tiere sofort zu entdecken, auch wenn wir die Richtung weisen. Wie ihr alle wisst, ist es manchmal nicht ganz einfach, selbst wenn die Tiere in direkter Nähe stehen. Aber darin wird sie im Laufe der Reise noch richtig gut!

Auf der Lodge angekommen eine schnelle Dusche und wir treffen uns bald mit Eva zum Abendessen.

Wir dürfen eine wirklich leckere Süßkartoffelsuppe und Springbockfilet genießen, was es zum Nachtisch gab, habe ich leider vergessen. Dazu einen leckeren Wein!

Den restlichen Abend verbringen wir auf der Veranda mit Blick auf das Wasserloch.

Und schaut, was wir da entdecken, da es plötzlich kruschpelt und raschelt! Die Bilder sind zwar nicht wirklich scharf, aber ich glaube man kann es gut erkennen:

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Nach einem langen Tag fallen wir alle sehr müde in unsere gemütlichen Betten. In der Nacht werden wir allerding häufiger geweckt von Sturm und Regen. Außerdem hört man einige wirklich unheimliche Tiergeräusche. Martin erzählt uns am nächsten Morgen, dass die Leopardin gerade wieder „rollig“ ist und dies wohl Paarungsgeräusche gewesen sein könnten 😘 Aha!

Ein Zitat, dass ich irgendwo gefunden und geklaut habe, da ich es sehr treffend finde:

„Dann, wenn die Klippdachse beginnen über den vergangenen Tag zu lachen, und Namibias Nacht mit all ihren Geheimnissen erwacht… Dann, wenn die Buschmänner ihre Erlebnisse der letzten Jagd am Lagerfeuer besprachen und ihre, bis heute erhaltenen Zeichnungen, mit einfachsten Mitteln an den riesigen Granitfelsen des Erongos verewigten…. Ist man zu Gast in Ai Aiba."

Morgen erwartet uns eine Irrfahrt ins Damaraland 😕
Teil 512. Sept. 2015
Dienstag, 25.8.2015 Ai Aiba Rockpainting Lodge – Damaraland Twyfelfontain Country Lodge
Auf Irrwegen ins Damaraland


Wir wachen sehr früh auf – trotz des Regens in der Nacht ist es wieder total trüb, staubig und düster am Himmel. Wie schade, hätten wir doch gerne die schöne Landschaft doch noch in besten Licht erleben wollen 😈

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Wir packen das Auto und frühstücken gemeinsam mit Eva. Die Frühstücksauswahl ist lecker und reichlich und bald wird es Zeit, sich zu verabschieden.

Mit Eva wollen wir gemeinsam ein noch ein Stück des Weges fahren und das Bergcafe von Christina besuchen. Eva kennt den Weg und wird vorweg fahren.

Und so leid es mir tut, ihr müsst da heute mit uns durch! Es ist kein wirklich schöner Tag!

Kurz vor unserer Abfahrt entdecken wir noch die niedlichen Rock-Dassies in den Felsen. Davon gibt es hier richtig viele aber wirklich zutraulich scheinen sie nicht zu sein. Im Felsen herrscht ein richtiges Gewusel und die hübschen Tierchen flitzen in rasender Geschwindigkeit am Berg auf und ab:

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Auf dem Weg zum Gate sehen wir weit, weit in der Ferne noch ein paar Giraffen:

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Wir passieren das Gate und am Abzweig auf die D2315 fährt Eva links Richtung Omaruru anstatt rechts nach Uis 🤩 . Mein Orientierungssinn sagt "rechts" aber Eva lebt hier ja und wird es schon wissen. Nach ca. 10 KM, es sollte eigentlich schon längst ein Hinweis zu Christinas Bergcafe erschienen sein, versuchen wir Eva anzurufen und mal vorsichtig nachzufragen.

Eva ist eine flotte Autofahrerin und fährt uns ziemlich weit voraus – naja, sie hat ja auch einen 4x4, da geht es auf Gravel schon ein bisschen besser voran und außerdem muss sie sich nicht an die 60 KMH halten 😈 . Die Piste scheint in dieser Richtung noch schlechter zu sein und das Gerüttel und Geschüttel ist unerträglich. Mir wird Angst und Bange um unsere Reifen und befürchte in jedem Moment einen Achsenbruch 🤩 .

Leider gibt es just hier keinen Empfang! Also wir fahren brav weiter und bemühen uns irgendwie hinterher zu kommen. Nach einer gefühlten Ewigkeit hält Eva an und ist leicht verwirrt – hat sie sich doch tatsächlich vertan und ist in die falsche Richtung abgebogen 😄 😄 ! Sie entschuldigt sich tausendmal, aber wir finden es gar nicht schlimm – zum Umkehren habe ich definitiv keine Lust, haben wir die Schüttel-Rüttelpiste doch fast geschafft.

Wir sind schon ganz nah am Tor der Conservancy. Also verabschieden wir uns hier und drücken uns nochmal ganz fest! Eva fährt zurück nach Swakop und wir wollen auf dem kürzesten Weg ins Damaraland.

Wir passieren Omaruru und wollen weiter auf der C36 Richtung Uis. Ich lasse immer das Navi mitlaufen, da man so einen guten Überblick über Entfernung und Zeit behält. Die freundliche Stimme lotst uns auf einen Abzweig, an dem auch ein Schild nach Khorixas weist. Wir befinden uns nun auf einer schöne Gravelroad, die bald aufgrund einer Baustelle nur noch einspurig und ziemlich eng wird. Ich hatte zu Beginn Nico als meinen Co-Piloten und Kartenbeauftragten ernannt und ihn gebeten, immer schön die Landkarte im Blick zu behalten 🤪 .

Allerdings fällt ihm nach einer ganzen Weile erst auf: Wir befinden uns auf einer D-Straße, nämlich der D 2344 und nicht wie gedacht auf der C36 🤢 ! Mann oh Mann, Navi und Co-Pilot haben versagt, das darf doch nicht wahr sein 😮 ! Nico meint, wir könnten ja noch umkehren , um wieder auf die C36 zurückzufahren.

Ich beschließe diese Strecke jetzt weiterzufahren, denn oft sind die C-Straßen auch nicht besser sondern eher schlechter als diese D-Straße. Manche Dinge sollen einfach so sein!

Der Innova rollt endlich einmal sanft vor sich hin und wir werden ausnahmsweise nicht durchgeschüttelt! Es kann doch besser gar nicht sein und die Landschaft finden wir wunderbar:

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Bei einem kurzen Pipistop werfe ich einen Blick auf die Karte und mir fällt siedend heiß auf , dass wir es mit dem verbleibenden Sprit sicher nicht bis Khorixas schaffen werden, wenn wir nicht einen blöden Schlenker zurück auf die C36 fahren 😊:

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Ich rechne fieberhaft die verbleibenden KM zusammen inkl. derer, die wir auf der Weiterfahrt Richtung Etosha noch bis zur nächsten Tanke zurücklegen müssen. Es hilft alles nichts!

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Eigentlich wollte ich die D2344 jetzt gerade durch fahren aber wir müssen den Umweg über die D3712 zurück auf die C36 nehmen, denn ich muss Tanken! Wir haben ja keinen Doppeltank und es ist mir zu riskant. Bei unserem Glück heute sind wir dann die doofen Touris, die im Nirgendwo ohne Sprit stranden.

Also verlassen wir die schöne Strecke am nächsten Abzweig auf die D3712 und auch hier kommen wir gut voran. Bis Uis rollt es auf der C36 auch noch ganz gut und ich kann erleichtert den Tank auffüllen.

Ab dem Abzweig auf die C35 wird die Pad wieder zu einem Folterwerkzeug für Mensch und Maschine. Mann ist die Straße schlecht. 😈 Auf dem Weg passieren wir ein Fahrzeug mit einer Reifenpanne, Hilfe ist schon an Ort und stelle und wir fahren weiter.

Auch ich fürchte um meine Reifen, denn die sind ja winzig im Vergleich zu den 4x4 Bereifungen und die Strecke ist eine Katastrophe! Zwischendurch bittet uns Frau Navi immer wieder abzubiegen – es gibt nur nicht einmal einen Abzweig. Es hilft nur aus- und einschalten, bis sie zumindest für eine gewisse Zeit wieder funktioniert oder zumindest keine Befehle erteilt!

Auch das Damaraland liegt unter einer dicken Wolkenschicht – alles grau in grau. Wie trostlos! Ich finde es kaum für nötig, anzuhalten und Fotos zu machen – die werden eher nix bis gar nix! Deshalb gibt es auch nicht viele:

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Weiter geht es die D2612 Richtung Twyfelfontain Lodge. Auch hier will uns unsere freundliche Navigation auf eine Strecke führen, die wir in unserer Karte nicht einmal finden. Lieber nicht!

Endlich taucht die Lodge in der Ferne auf. Sie liegt landschaftlich wunderschön eingebettet in die Felsen. Ist doch gar nicht so übel – ich habe ehrlich gesagt Schlimmeres erwartet. Ich lasse Mama und Nico erst mal im Auto und checke uns ein. Der Zugang zur Lodge ist sehr ansprechend gestaltet, man schlängelt sich durch Felsen über Stege in Richtung Hauptgebäude. Sehr nett!

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An der Rezeption gibt es keinen Begrüßungstrunk und hier steppt der Bär! Alle Nationalitäten sind vertreten. Bis ich endlich an der Reihe bin und ich nochmal ausdrücklich nach dem bestätigten Interleading Room mit Blick nach vorne frage, teilt man mir lapidar mit, dass wir weder ein Zimmer Interleading, noch mit Blick nach vorne bekommen können 🤩 .

Ich teile ebenso lapidar mit, dass dies bestätigt und bezahlt wurde und ich darauf bestehe 😈 . Auch ein zweites Mal wird bedauert, bis ich nach dem Manager frage. Der läßt sich zwar nicht blicken, aber ich bekomme zumindest zwei Zimmer nebeneinander mit Blick nach vorne. Aha, geht doch!

Die Bungalows liegen relativ weit verteilt am Fusse des Berges und es ist schon ein gutes Stück zu Fuß vom Haupthaus gesehen.

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Parken darf man vor den Zimmern auch nur zum Be- und Entladen, danach muss das Auto zum Hauptparkplatz zurück gefahren werden. Was für ein Umstand! Und dieser bringt in den Morgenstunden auch eine gewisse Geräuschkulisse mit sich, insbesondere wenn die Reisebusse vorfahren – ein Spaß sage ich Euch!

Die Zimmer sind wie erwartet zweckmäßig, etwas düster und nicht so wirklich porentief rein – aber da war ich ja schon vorgewarnt.

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Wir packen aus und richten uns für die nächsten beiden Tage soweit es geht gemütlich ein. Dann haben wir echt Hunger.

Über die Holzstege spazieren wir zum Haupthaus. Uns begegnen eine Echse, ein Rock-Dassie und ein hübscher Bokmakiri (Danke Konnie+Bele!):

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Vor dem Essen bewundern wir noch die Felsgravuren am Eingang der Lodge:

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Im Speisesaal ist noch nicht viel los, denn wir sind früh. Der uns zugewiesene Tisch gefällt mir nicht so richtig gut, da es trotz Heizpilzen bitterlich kalt durch die heruntergelassenen Planen zieht. Ich frage nach einem Tischchen für uns Drei weiter hinten. Leider sind die Mitarbeiter nicht ganz so flexibel und bestehen auf der festen Voreinteilung der Tische 😐 . Nun gut, wir sind warm angezogen und werden es überleben.

Da die Lodge fully booked ist, gibt es Buffet – das sieht auch alles wirklich ansprechend aus! Es gibt zwei Suppen, diverse Vorspeisen, Kudu, Springbock, Hühnchen, Kassler und Rinderbraten und allerlei Beilagen. Zum Dessert gibt es Süßspeisen und Obst.

Uns schmeckt es anfangs auch alles sehr gut, allerdings trägt der eisige Wind, der direkt auf unsere Teller bläst dazu bei, dass alles innerhalb von Sekunden eisekalt wird und demzufolge dann auch nicht mehr wirklich gut schmeckt. Nun gut – wir sind hungrig und holen in kleinere Portionen nach.

Nach dem Essen stapfen wir bibbernd durch die Dunkelheit ausgerüstet mit Taschen- und Stirnlampen zurück zu unseren Zimmern und fallen recht schnell in einen tiefen Erschöpfungsschlaf! Was für ein Tag!

Morgen besuchen wir das Damara Living Museum, die Organ Pipes und machen uns auf die Suche nach den Wüsten-Elis – ob wir wohl erfolgreich waren?
Teil 613. Sept. 2015
Mittwoch, 26.8.2015 Damaraland Twyfelfontain Country Lodge

Heute wollten ein wenig länger (also so bis um 7.00 Uhr 😛 ) schlafen, aber nicht einmal das ist uns vergönnt 🤢

Direkt Vor unserem Zimmer donnert ein Bus für eine Reisegruppe heran und lässt während der gesamten Beladezeit (ca. 45 Minuten) den Motor laufen! Dann rollen Koffer aus allen Richtungen um unser Haus und der Bus wird, begleitet von lautstarken Unterhaltungen in einer mir unverständlichen Sprache, geentert – also heißt es auch für uns: Raus aus den Federn – ein neuer Tag liegt vor uns! 😗

Die Auswahl des Frühstückbuffets ist recht ansprechend - der Kaffee ist dann aber auch schon mal aus und keiner der zahlreich anwesenden Angestellten bemüht sich um Auffüllung der Kannen 🤢 . Aber wir haben heute ja definitiv keinen Stress 😎 .

Während des Frühstücks überlegen wir, wie wir den restlichen Tag bis zu unserer schon gebuchten nachmittäglichen Suche nach den Wüstenelefanten vertreiben wollen. Wir könnten ja auch einen Faulenzertag zur Erholung einlegen, aber meine Mutter findet die Idee gar nicht gut! Sie möchte auf jeden Fall etwas unternehmen!

Die Felsgravuren in Twyfelfontain kennen Nico und ich schon und wir finden, dass der Fußmarsch dort für meine Mutter doch recht beschwerlich werden könnte. Da wir auf Ai-Aiba ohnehin schon recht eindrucksvolle Zeichnungen sehen konnten, entscheiden wir uns für einen Abstecher zum Damara Living Museum und den Organ Pipes.

Heute ist die Wetter- bzw. Smog-/Dunstlage übrigens unverändert 🤢 Und los geht's:

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Im Damara Living Museum angekommen, endet gerade eine Führung und wir beginnen mit dem eigentlichen Abschluss, der Tanz- und Gesangsdarbietung.

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Unser Führer ist ein recht pfiffiger junger Mann, der sogar ein wenig Deutsch spricht.
Nach der Tanzdarbietung verlassen die rechtlichen Besucher das Museum und wir bleiben für die verbleibende Zeit die einzigen Besucher – ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass hier in der Hochsaison deutlich mehr los ist.

Das Dorf besteht aus nachgebauten kleinen Hütten. Wir lernen etwas über die traditionellen Heilkräuter, über die Lederherstellung bis hin zur Schmiedekunst und es wird veranschaulicht, wie früher das Leben in einem Dorf der Damara ausgesehen haben könnte.

Wir dürfen an Pflanzen riechen, die nach Menthol duftet und die Atemwege frei macht.
Außerdem erfahren wir, dass ein heißer Wickel aus Elefantendung gegen geschwollene Beine und Knochenprobleme hilft. Das findet meine Mutter durchaus interessant 😉

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Anschließend demonstriert unser Guide mit einem jungen Mann ein Spiel, mit dem die Chiefs zweier Dörfer Konflikte beigelegt haben. Teilweise wurde auch um das gesamte Dorf einschließlich der dort lebenden Frauen gespielt. Unter Umständen konnte ein Spiel mehrere Tage dauern.

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Es gibt auch eine Nachbildung der Hütte des Chiefs, der als einziger mehrere Frauen haben durfte, die in der gegenüberliegenden Hütte untergebracht waren.

Bei dem Dorfschmied werden interessante Werkzeuge und Waffen geschmiedet. Unter anderem ein Multifunktions-Werkzeug, das nützlich für verschiedenste Arbeiten sein kann.

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Zwei junge Männer zeigen uns, wie früher Feuer entfacht wurde. Das war neben der Fähigkeit zum Jagen eine Grundvoraussetzung für junge Männer, um eine Frau nehmen zu können.
Mir bleibt besonders der begleitende Ausruf „Go-Go-Go“ in Erinnerung 😏 !

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Hier werden Tierhäute bearbeitet, Kleidung und Kissenfüllungen hergestellt:

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Die Frauen stellen hübschen Schmuck und Dekorationsartikel her, die am Ausgang käuflich erworben werden können.

Auch er gehört zur Dorfgemeinschaft 😉

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Die Dorfbewohner leben heute nicht mehr in diesen Dörfern, vielmehr ist es ihr Arbeitsplatz. Durch das Projekt erhalten sie ein festes Einkommen, gleichzeitig wird so ihre traditionelle Kultur erhalten und Besuchern zugänglich gemacht.

Dieser kleine Exkurs hat meiner Mutter ausgesprochen gut gefallen und insbesondere das Wissen über heilende Pflanzen hat sie sehr beeindruckt.

Weiter geht es das kurze Stück zu den Organ Pipes. Nico ist völlig überrascht, dass hier seit seinem letzten Besuch im Mai plötzlich ein Hüttchen nebst Kassiererin steht.
Für die Besichtigung der Organ Pipes stehen NAD 50,-- an. Ich finde das in Ordnung, schließlich spülen die Einnahmen wieder Geld in die Kassen für die Menschen in der Region (hoffe ich zumindest). Auf jeden Fall wurde wieder mindestens 1 Arbeitplatz geschaffen.

Die Organ-Pipes selbst sind bei diesen Lichverhältnissen natürlich auch kein grandioses Spektakel, aber wenn wir schon da sind, gibt es auch ein paar Fotos. Meine Mutter schaut es sich nur von oben an – auch hier ist der Weg nach unten zu beschwerlich.

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Wir treten anschließend gemütlich den Rückweg zur Lodge an und ruhen uns noch ein wenig aus, bevor es los geht zur Ephemeral Dry River Bed Tour 🤩 !

Wir sind pünktlich am Treffpunkt. Es stehen 2 Unimogs bereit . Der 2. Wagen ist schon relativ gefüllt mit einer italienischen Reisegruppe.

Also nehmen wir im 1. Wagen Platz, was sich als Glücksfall herausstellen wird. Zum einen haben wir Carlos als Guide und Fahrer - er ist ein super netter und kompetenter Guide. Zum anderen ist die Lautstärke in unserem Fahrzeug doch etwas gedämpfter!

Ich hatte schon bedenken, dass meine Mutter nicht auf die Safari-Fahrzeuge klettern kann, aber hier (und auch fast überall) gibt es eine bequeme Leiter zum Einsteigen. Carlos schleppt vor der Abfahrt sogar noch völlig unaufgefordert zwei Kissen und Decken für meine Mutter an – er macht sich Sorgen wegen des unwegsamen Geländes und dem Geschaukel - ein wahrer Gentleman 🙂 !

Jetzt geht es aber endlich los! Carlos berichtet, dass wir heute sehr weit fahren müssen (so ca. 40 KM), da die Elefanten zuletzt in einem eher schwer zugänglichen Gebiet weiter entfernt gesehen wurden. Mir schwant ja eher nichts Gutes und will mal nicht zuviel erwarten 😵

In der kleinen Ansammlung einzelner Häuser in der Nähe, holen wir noch einen Tracker ab, der Carlos bei der Suche unterstützen soll.

Zunächst lehnen wir uns entspannt zurück und genießen die Fahrt durch die unwirkliche Landschaft. Es ist schon wieder ziemlich kalt und auch das Licht ist leider immer noch nicht wirklich gut.

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Feenkreise am Wegesrand 🙂 !

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Was das wohl wieder für ein Vögelchen ist 🤪 ? Danke Konni 😘 - es ist eine Rüppellstrappe!

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Mitten im Nirgendwo taucht eine Werkstatt auf. Dort werden LKW und Safari-Fahrzeuge repariert. Von dort aus geht es zu den Mitarbeiterunterkünften einer nahe gelegenen Lodge, die wir auch sehen können. Ich vermute, es war die Doro Nawas Lodge, bin mir allerdings nicht sicher.
Hier halten wir an, Carlos spricht mit dem Guide der Lodge, der er heute morgen wohl einige Elefanten aufspüren konnte. Uns bleibt Zeit ein paar Fotos zu machen:

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Es soll nun weitergehen, jedoch hat das 2. Fahrzeug Probleme – uns wird schon etwas Bange, ob es überhaupt weitergeht 🤢 . Endlich springt das Auto an!

Wir fahren nun wortwörtlich über Stock und Stein hinein in das Trockenflussgebiet und ich gebe innerlich die Hoffnung schon auf 😕 Wir sind schon ziemlich lange unterwegs.

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Carlos fährt zielstrebig in Richtung eines Hügels. Wo sollen da denn bitteschön Wüstenelefanten sein 😮 ? Das sind doch keine Berggemsen oder Klippspringer! Ich sehe nichts – Ihr etwa 😗 ?

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Da stehen Sie! Tatsächlich ! Mitten im Berg - man muss zunächst schon zweimal hinschauen , um wirklich ALLE zu erkennen:

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Wir können uns gar nicht sattsehen - sind sie nicht schön?

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Carlos vermisst jedoch das 2. Auto mit den Italienern. Weit und breit ist weder etwas zu sehen oder zu hören. Also müssen wir zurückfahren, um nachzuschauen, was da wohl los ist 😈

Glücklicherweise finden wir kurz darauf den 2. Unimog wieder – ein paar der Gäste mussten wohl mal zur Bush-Toilet!

Nun wollen wir schnell wieder zurück zu den Elefanten. Andächtig und sehr ausgiebig beobachten wir die Gruppe von 15 Tieren:

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(Entschuldigt die Bilderflut, aber ich kann mich nicht für eine kleinere Auswahl entscheiden 😗 )

Nach einer Weile hören wir, wie Carlos lautstark und wirklich böse zwei eher elegant mit Hals- und Einstecktuch gekleidete Herren aus dem 2. Auto zurückpfeift 🤨 . Die beiden sind mal eben ausgestiegen, um ein Selfie mit den Elefanten abzulichten 🙄 !

Carlos ist stinksauer und erklärt den Gigolos aus Bella Italia , dass ein Wüstenelefant einen Menschen am Boden durchaus als Gefahr erkennen kann und bis zu 60 Kmh schnell werden kann. Er fordert die beiden Seniorenmodels auf, sofort wieder in den Wagen einzusteigen!

Entweder haben sie wirklich nicht verstanden oder, wie wir alle glauben, wollten nicht verstehen: sie spazieren die ganze Zeit durch die Gegend 🤢 😣

Ich habe schon die Überschrift des Eintrags hier im Forum vor Augen: „Wüstenelefant attackiert Touristen im Damaraland“ ]! Es ist doch unglaublich wie ignorant und dumm manche Menschen sein können! In unserem Wagen herrscht nur kollektives Kopfschütteln und absolutes Unverständnis 😣

Aber wir haben ja besseres zu tun als uns über das Wohl der Dressman Gedanken zu machen 🤩 .

Wir beobachten lieber die schönen Tiere, wie sie den Berg hoch und hinunter steigen und die Wurzeln verspeisen:

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Nein, es hört noch nicht auf - Sorry 😎

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Wie nah wir sind 😁 :

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Auch das schönste Erlebnis geht einmal zu Ende und es dämmert schon als wir den Rückweg zur Lodge antreten.

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Wir halten noch auf einer kleinen Anhöhe für einen „Sun“- oder besser „Dunst“-Downer. Die Sonne sieht man zumindest in einem schönen Rot:

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Dies könnte auch Packman sein 🙂


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Es gibt einen roten Sekt in Silberkelchen – „Cheers“. Meine Mum bleibt im Wagen sitzen und ist happy 😄

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Auf dem kurzen Weg zu Lodge frieren wir trotz warmer Kleidung und dicken Decken.Ein erlebnisreicher Tag geht für uns alle zu Ende. Von Carlos verabschieden wir uns ganz herzlich und bedanken uns noch einmal für seine Fürsorge!

Dann begeben uns direkt zum Abendessen - glücklicherweise hat der Wind nachgelassen und das Essen wird nicht ganz so schnell kalt! Heute gibt es wieder Buffet – zwei Suppen, diverse Vorspeisen, Zunge, Krokodil, Roastbeef, Schwein, Lamm und diverse Beilagen. Zum Dessert gibt es Süßspeisen.

Die Belegschaft der Lodge singt und tanzt übrigens jeden Abend für die Gäste, allerdings bekommen wir das nur noch akustisch in unseren Betten mit!

So, ich hoffe sehr ich habe Euch mit Fotos nicht überstrapaziert 😄 Wem es nicht gefällt, der muss es sich ja nicht anschauen - unsere ersten Wüstenelefanten bedürfen einer entsprechenden Würdigung 😛 Dafür wird der nächste Beitrag wieder etwas kürzer 😗

Fortsetzung folgt! Es geht weiter in Richtung Etosha Safari Lodge über die Vingerklip Lodge und das Ugabtal!
Teil 717. Sept. 2015
Donnerstag, 27.8.2015 Damaraland – Etosha Safari Lodge

Der Wecker klingelt recht früh, wir müssen ja immer zeitig los – Ihr wisst schon: Höchstgeschwindigkeit auf Gravel 60 KMH 🤢 ! Und heute fahren wir überwiegend Gravel!

Ich hole schon in der Morgendämmerung das Auto und beginne mit der Beladung. Eine Angestellte der Lodge kommt auf mich zu und fragt, ob sie die Scheiben putzen soll – sehr gerne, denn unser armer Innova ist rechlich eingestaubt – Innen und Außen! Ich nutze die frühe Stunde, um auch den Innenraum, also zumindest das Armaturenbrett mit Kleenex-Tüchern zu entstauben. Beim nächsten Mal muss ich da auch besser ausgestattet sein 😗 !

Das Frühstück schmeckt und Kaffee gibt es heute zu dieser frühen Stunde auch noch reichlich. Ich habe gestern Abend wohlweislich schon ausgecheckt – in diesen großen Lodges kann der Ansturm morgens schon recht groß sein und darauf habe ich gar keine Lust.

Gerade als wir uns aufmachen den Speisesaal zu verlassen, werde ich von einem Mitarbeiter der Lodge angesprochen, wir hätten vergessen, den Ausflug zu den Elefanten zu bezahlen. Hä 🤩 ? Wir hatten den Drive im Voraus bezahlt und haben sicher nichts vergessen 😈 !

Schon beim Check-Out gestern Abend wurde das ebenfalls im Voraus bezahlte und bestätigte Abendessen nochmals versucht auf die Rechnung zu setzen - Hier läuft etwas gründlich schief 😠!

Kurzes Feedback zur Twyfelfontain Lodge: Würden sie die Fahrt zu den Wüstenelefanten nicht anbieten, hätte diese Lodge nichts, das weiterempfehlenswert wäre!

Die Zimmer sind zweckmäßig und eher dunkel und leider auch nicht wirklich sauber. Es fehlte durchgängig ein Handtuch, was trotz Reklamation während des gesamten Aufenthaltes nicht nachgebracht wurde.

An der Unflexibilität des Personals im Restaurant müsste ebenfalls mal gearbeitet werden - von der Vorschrift wird hier nicht abgewichen.

Auch die Nicht-Verfügbarkeit des bestätigten Zimmers und der Versuch bereits gezahlte Leistungen nochmals abzukassieren lassen auf ein unprofessionelles Management schließen 😐 ! Einzig Guide Carlos hat uns in der Tat überzeugt 😁!

Aber wir wollen uns ja im Urlaub nicht ärgern und es konnte letzten Endes alles geklärt werden, eine Entschuldigung wurde allerdings ebenfalls nicht vorgebracht!

Los geht’s also in Richtung Etosha zurück zur D2612 und dann auf die C39 nach Khorixas. Auch hier werden der Innova nebst Insassen nochmal kräftig durchgerüttelt.

In Khorixas halten wir für den obligatorischen Tankstopp! Die Wetterlage und Sicht zeigen sich unbarmherzig unverändert schlecht 😠 !

Wir finden es sehr schade, dass wir meiner Mutter nicht die wirkliche Schönheit des Damaralandes zeigen konnten, denn das Farbenspiel in gutem Licht machen die Landschaft so einzigartig! Die Landschaft und Weite Namibias haben Sie aber auch so in ihren Bann gezogen 😄 .

Kurz nach dem Khorixas biegen wir nach ca. 15 KM rechts auf die D 2743. Was für eine schöne Strecke! Wir queren immer wieder Flussbetten und wir passieren kleinere Farmen.

An einem Farmgatter springen aus dem Nichts Kinder herbei und öffnen uns - wir bedanken uns mit Äpfeln und Apfelsinen!
Schon bald verändert sich die Landschaft und diese erinnert doch schon ein bisschen an das Canyonland im Süden:


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Begegnungen im Nirgendwo 😄 :


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Der Innova gleitet förmlich dahin - die D2743 lässt sich prima fahren! In der Ferne können wir schon den Vingerklip sehen - und das grausame Licht 🤢 :

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Und schon bald erreichen wir den Abzweig zur Lodge, wo wir für einen Snack eine Pause einlegen wollen. Wir erreichen das Gate und es werden NAD 10,-- pro Person für Tagesbesucher fällig.

Oben angekommen bestaunen wir die schöne Lage der Lodge und den Ausblick zur Vingerklip. Leider fehlt auch hier das Licht für vernünftige Fotos.

Die Landschaft ist in der Tat grandios und die Lodge sieht auch sehr ansprechend aus.

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Aber irgendwie scheinen wir nicht so ganz willkommen. Bei der Lunchbestellung werden wir schon vorab freundlich darauf hingewiesen, dass Eile geboten ist, es würden noch viele Gäste erwartet.

Entweder ich erlaube Tagesgäste und lasse mir den „Eintritt“ bezahlen – oder ich schließe Tagesbesucher grundsätzlich aus. Aber wir wollen uns hier nicht verewigen - es liegt noch eine gute Wegstrecke vor uns und im Winter wird es zeitig dunkel. 😉

Das Lunch fällt entsprechend kurz aber gut aus und wir machen uns auf den Weg zurück auf die D2743, um dann ein kurzes Stück auf der D2351 und dann auf der D2752 bis zur C39 zu fahren.

Auch diese D-Straßen lassen den Innova weiter sanft dahingleiten und landschaftlich ist auch diese Strecke ein Genuss.


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Unterwegs entdecken wir diese tote Puffotter. Sie ist leider dem Verkehr zum Opfer gefallen:


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Außerdem entdecken wir wieder einmal ein hübsches Vögelchen und auch hier sind wieder Bele und/oder Konni gefragt. Danke Bele: Es ist einmännlicher Kurzzehenrötel (Short-toed Rock-Trush) 🤪

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Vor Outjo biegen wir auf die C39 in Richtung Anderson Gate. Irgendwann geht ein Abzweig links zur Lodge. Die komplette Strecke zur Lodge ist gepflastert und daher sehr angenehm zu fahren. 🙂

Oben angekommen werden wir schon freundlich erwartet! Auch hier gibt es ein leckeres Begrüßungsgetränk und wir erhalten unseren Zimmerschlüssel. Zunächst aber genießen wir den Ausblick von dem Holzsteg in die Ebene! Wir entdecken in weiter Ferne Giraffen.

Kurz darauf beziehen wir unser Familienzimmer. Wow - das nenne ich ein geräumiges und sehr ansprechendes Zimmer 🤩 . Insgesamt haben wir vier Betten und dennoch ausreichend Platz, uns zu bewegen.

Und erst das Bad! Das ist wortwörtlich „grandios“. Alles sieht frisch renoviert und blitzsauber aus. Hier läßt es sich gut aushalten und wir bedauern schon jetzt nur eine Nacht zu bleiben.

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Das nennt man eine großzügige Duschgelegenheit:


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Hübsche Deko gibt es auch – auch haben wil 😄 l:


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Für Annick ein Klobild:

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Und last not least der Ausblick von der Terasse und Richtung Nachbarn:

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Mir fällt wieder einmal etwas siedend heiß ein 😵 : In Outjo gab es die letzte Gelegenheit Bargeld zu ziehen - unser Bargeld wird nie und nimmer zum Tanken und für das Permit reichen – So ein Mist 😈 !

Wir sprechen mit einem der Angestellten an der Rezeption und ein Mitarbeiter vom Management wird uns später versichern, dass mittlerweile an allen Tankstellen im Etosha mit Karte bezahlt werden kann, gleiches gilt für das Permit. Also Entwarnung 🤪 ! So kommen wir gut hin und es reicht für die Trinkgelder! Hoffentlich stimmt das dann auch mal so 😐 ! Ich bin noch skeptisch 😮 .

Wir genießen den Sonnenuntergang (immer noch grau 🤢 ):


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Und entdecken noch diesen Singhabicht (welcher Singhabicht es nun ist, da sind sich die Vogelexperten etwas uneinig 😎 )

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Noch ein bisschen Sundowner 😉 :


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Zum Abendessen sind die Tische auf der Terrasse sehr hübsch dekoriert und jedes Zimmer hat einen vorgegebenen Platz.

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Das Abendessen wird bis auf das Dessert in Buffetform angeboten. Hier gibt es eine sehr ansprechende Auswahl und das Personal ist ausnehmend professionell und freundlich!

Das Angebot der Vorspeisenauswahl ist sehr gut, zum Hauptgang gibt es Springbock, Eland-Steak, Hühnchen mit diversen Beilagen und einen sehr leckeren Nachtisch. En Detail kann ich mich leider nicht mehr erinnern - aber alles war sehr lecker!

Auf dem Steg mit Blick in die Weite Ebene (tagsüber) und den Sternenhimmel (nachts ohne Smog und Dunst 😣 ) genehmigen wir uns noch einen Absacker.

Ein riesiges Stachelschwein können wir direkt unterhalb der Terrasse beobachten (nein – kein Foto, es war viel zu dunkel da unten – das wird noch häufiger passieren 🤢 ).

Hier gibt es übrigens wunderschöne und total verschmuste Katzen (also gemeine europäische Hauskatzen) 🙂 !

Wie Ihr seht, heute viel Geschreibsel und wenig Fotos 😊 .

Aber das soll sich schon morgen gründlich ändern!

Dann geht es weiter durch den Etosha Nationalpark, vorbei an verschiedenen Wasserlöchern zur Onguma Aoba Lodge im Ostteil des Parks! Fortsetzung folgt!
Teil 819. Sept. 2015
Freitag, 28.8.2015 Etosha Safari Lodge – Onguma Aoba Lodge

Auch heute haben wir recht zeitig ausgeschlafen, wollen wir doch gaanz gemütlich durch den Etosha NP mit hoffentlich vielen Fotostops cruisen 😁 .

Außerdem muss ich noch ausreichend Zeit einplanen um im „worst case“ noch irgendwie an Geld zu kommen (das würde bedeuten vor Einchecken auf der Aoba Lodge nochmal nach Otavi!!! zu fahren 🤢 !

Also ein großzügig bemessener Zeitpuffer muss heute definitiv vorhanden sein!

Das Frühstück schmeckt uns ausgezeichnet und die süßen sehr gepflegten Miezekatzen leisten uns Gesellschaft . Die Etosha Safari Lodge gefällt uns ausgesprochen gut und wir kommen sicher einmal wieder!

Der frühe Vogel fängt den Wurm – los geht es auf der der geteerten C38 Richtung Okaukuejo. Hier sind uns im Februar schon Elefanten begegnet – diesmmal treffen wir diese hübschen Zebras :

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Am Gate müssen wir einen kleinen Moment warten – da wir mit Geld knapp sind und noch nicht sicher wissen, ob wir das Permit mit Karte bezahlen können rechnen wir noch ein bisschen rum, ob wir gleich alle Tage oder nur die ersten bezahlen (können).

Wir begrüßen die Dame am Gate mit einem freundlichen „Hello, how are you“! Die ernste Miene verwandelt sich direkt in ein breites Lächeln und auf meine Nachfrage versichert sie uns, dass wir das Permit mit Kreditkarte zahlen können und können rasch weiterfahren 🙂 .

Meine Mama hat diese freundliche Begrüßungsformel nun auch zu ihrem neu erworbenen Vokabular der Englischen Sprache mit aufgenommen.

Dieses beinhaltet zwischenzeitlich: „Hello“ - „Yes“ – „No“ – „Thank you“ (das Teeäitsch klappt auch schon wirklich gut 😄 ) –„ Appletizer“ (ihr Lieblingsgetränk) und „How are you“!


Grandios ! Es ärgert sie ziemlich, dass wir immer übersetzen müssen und sie nichts versteht 😗 !

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema:

In Okaukuejo bezahle ich das Permit mit der Kreditkarte und fahre direkt zur Tanke. Dort bestätigt mir der Tankwart, dass Kreditkarten tatsächlich akzeptiert werden. Ein schwerer Stein fällt mir vom Herzen 🤪 .

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Jetzt marschieren wir erst einmal zum Wasserloch. Leider waren die Waterhole Chalets alle schon ausgebucht – wir hätten gerne hier übernachtet – also nur wegen des Wasserlochs in der Nacht 🤪 !

Wir wollen doch mal schauen, ob hier heute mehr los ist, als im Februar:

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Meine Mum ist jetzt schon völlig aus dem Häuschen, sind für ihr Verständnis doch schon wirklich viele Tiere auf einem Haufen versammelt :

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Hier ist schon richtig was los - man merkt, dass es nicht mehr viel Wasser gibt!

Ein schöner Glanzstar (richtig?):

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Bald brechen wir auf, im Etosha NP warten ja (hoffentlich) noch ganz viele Tiere auf uns 😐 .

Wir machen uns zielstrebig auf Richtung Gemsbokvlakte. Ich habe die ganze Zeit die Zeilen von bwanafan im Kopf:
bwanafan schrieb:Tiiiere! – Wo?
Die ganze Etoshapfanne scheint unter einem dichten grauen Nebel zu liegen. So dicht, dass man meinen konnte, dass alsbald ein Gewitter über uns hereinbricht. Staub in Hülle und Fülle. Dies konnte man von Tieren nicht behaupten. Die gesamte Region ist furztrocken und die Tiere sind, wenn überhaupt, nur an den Wasserstellen auszumachen. Erst am späten Nachmittag wurden wir mehr oder weniger „fündig“ und für unsere stundenlange Pirschfahrt belohnt..
Oke, ich weiss dass man nicht zwingend Vergleiche anstellen sollte, aber wenn man Botswana mit seinem unermesslichen Tierreichtum intensiv erleben durfte, dann ist das hier sehr ernüchternd. Auch wenn häufig der Besuch des Etosha NP als das Highlight einer Namibiareise bezeichnet wird, kann ich persönlich diese Aussage (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt) nicht teilen.
Hoffentlich müssen wir das nicht erleben, wo doch meine Mutter zum ersten Mal in ihrem Leben in Afrika ist 🤩 !

Die ersten KM sehen wir NICHTS GAR NICHTS! Nicht mal Zebras oder Kudus – EINFACH GAR NICHTS 🤢 ! Aber klar, die Tiere sind bei der Trockenheit ALLE an den Wasserlöchern und davon sind wir noch ein Stückchen entfernt:

Wir sehen bald vor uns ein Auto am Straßenrand und und die Insassen schauen gebannt durch ihre Ferngläser in die Büsche.

Habe ich Euch übrigens schon erzählt, dass mein Sohn Nico Adleraugen hat und im Laufe des Jahres durch seine zahlreichen Reisen durch das südliche Afrika zu einem „Mini-Guide“ geworden ist?! 😄

Ich hätte sie niemals gesehen und frage mich, was die Leute da vor uns wohl beobachten - seht Ihr sie?:

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Yes! Unsere ersten Löwen! 🤩 Wir sind ganz aus dem Häuschen und freuen uns für die Oma und ich mich für mich – im Februar gab’s nämlich in ganz Namibia keine Löwen – zumindest nicht für mich! Sie sind zwar weeiit weg (sieht man an den Fotos) und bewegen sich kaum, aber es sind wirklich LÖWEN! 🤩

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Wir sind wirklich glücklich und beobachten die Löwen eine ganze Weile – es könnten ja die Einzigen bleiben! 🙂

Wir fahren nun weiter Richtung Gemsbokvlakte. Uns kommt ein Auto entgegen, der Fahrer zeigt uns an, dass wir anhalten sollen – sie berichten, dass bei Gembsbokvlakte gerade ein Nashorn ist!

Uiiiii 🤩 – wir finden es sehr nett, dass andere ihr Sichtungsglück mit uns teilen und wir erzählen ihnen von den Löwen. Sie fragen, wie weit von der Straße – hm? Wie erklärt man das jetzt am besten? So fünf Büsche entfernt?! 🙄

Jetzt aber nix wie los zum Wasserloch, bevor das Nashorn wieder entschwindet 🤢 . Nashörner sind blitzschnell wieder verschwunden, wie ich im Februar ja leidvoll erfahren musste – da war das einzige Nashorn, das unsere Wege gekreuzt hat für mich zumindest nicht mehr zu sehen! 🤢

Wir erreichen Gemsbokvlakte und dort steppt der Bär 😉 – also an Autos 😛 ! Das Nashorn ist glücklicherweise noch da und scheint auch total relaxt:

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Mensch, haben wir ein Glück! Die Sichtungsfeen von Bebbl und Daxiang leisten echt gute Arbeit 🤪 .

Elis und Strauße sind auch da:

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Bei diesem Vogel sind wieder die Experten gefragt - es könnte auch ein Glanzstar sein?:

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Meine Mutter ist völlig fasziniert und hegt Bedenken, was wohl passiert, wenn das Nashorn uns zu Nahe kommt! Die Frage ist ja nun nicht ganz unberechtigt und so wirklich befriedigend können wir sie auch nicht beantworten 😊 .

Überglücklich fahren wir weiter in Richtung Olifantsbad. Dieses Wasserloch war im Februar gut besucht . Hier war aber leider gar nichts los.

So, und jetzt komme ich irgendwie mit der Chronologie der Fotos und meinen Tagebuchaufzeichnungen nicht mehr zurecht, obwohl ich die Aufnahmedaten der Bilder gecheckt habe 🤢 .

Also bitte verzeiht und korrigiert gerne, wenn ich mit den Namen der Wasserlöcher falsch liege!
(Ein Rätsel nicht in der Rätselecke sondern im Reisebericht 😉 ).

Vermutlich also Aus bietet eine Menge Elis und vor allem auch größere Gruppen.

Mein Adleraugenkind starrt irgendwie noch in eine andere, weitere Richtung als in die der Elis und zückt das Fernglas 🙄 .

Die nachfolgende Unterhaltung hat in ähnlicher Form häufiger stattgefunden 😉 :

Ich: „Was siehst Du?“
Nico: „Bin mir nicht sicher“ – „Warte“
Lange Pause!
Nico: „Warte“
Pause
Nico: „Löwen!“
Ich (aufgeregt): „Wo?“
Nico: „13 Uhr an der Mauer!“
Oma und ich im Chor (noch aufgeregter): „Ich seh‘ nix?“

Seht selbst, es SIND Löwen! Und diesmal bewegen sie sich sogar - nur die Sehkraft der älteren Ladies ist halt nicht mehr die Beste und die Äuglein brauchen eine Weile das Objekt der Begierde dann auch tatsächlich zu sehen 🙄 !

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Ich (erleichtert): „Ah ja – ich seh‘ sie!“
Nico und ich im Chor: „Oma – siehst Du sie?“
Oma (verzweifelt): „Nein – ich sehe sie nicht – wo denn?“
Nico (mit dem Finger zeigend): „Oma – folge meinem Zeigefinger und da sind sie auf 13 Uhr unterhalb der Mauer“
Oma (nach einer ganzen Weile): „Ah ja – JETZT !“

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Manchmal wissen wir nicht wirklich, ob sie die Tiere tatsächlich in diesem Moment erkannt hat, aber irgendwann dann sicher schon 😎 !

Aber die Löwen sind auch wirklich weiter weg und man musste schon genau hinsehen.

Ein paar Elefanten tummeln sich hier ebenfalls:

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Zum zweiten Mal Löwen! Wir können unser Glück gar nicht fassen 🤩 !

Irgendwann machen wir uns auf dem Weg und es begegnen uns ein einsamer Bulle und ein Schakal:

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Die nächsten Fotos müssten eigentlich von Rietfontein sein. Hier ist die Hölle los - Autos ohne Ende 🤩 ! Dicht an dicht und um den besten Platz kämpfend direkt vor badenden Elis. Wir haben erst einmal keine Chance auf einen Platz in Eli-Nähe 🤢 .

Wir machen aus der Not eine Tugend und parken etwas an der Seite - von hier aus hat man leider keinen direkten Blick auf die badenden Elis.

Adlerauge starrt schon wieder konzentriert in eine Richtung in der ich rein gar nichts entdecken kann. Die oben erwähnte Unterhaltung startet mit kleinen Änderungen von Neuem 🙂 .

Nico lacht sich fast schlapp - was sich am Rande des Wasserlochs abspielt scheint niemand außer ihm zu bemerken, da die Elefanten im Fokus stehen. Seht selbst:

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Einer der jungen Löwen scheint für einen kurzen Moment sogar einen Angriff auf irgendetwas zu starten, überlegt es sich dann aber anders:

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Nachdem wir uns an den Löwen satt gesehen haben und eine Parklücke vor dem mittlerweile nur noch einem badenden Elefanten frei wird, wechseln wir die Parkposition.

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Der Rest der Gruppe nimmt schon einmal ein Bad im Staub:

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Wir befinden uns nun endgültig im Sichtungsglücksmodus! Meine Mutter ist völlig überwältigt – so schön, hätte sie es sich nicht träumen lassen! 😄

Wir wollen nun weiter am Pfannenrand in Richtung Etosha Lookout.

Was Sichtungen betrifft sind wir für heute schon super zufrieden und der Ausblick in die Etosha-Pfanne hat auch einen besonderen Reiz.

Unterwegs begegnen uns immer wieder vereinzelte Tiere:

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Diesen haben wir als Sekretär identifiziert:

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Als wir uns der Pfanne nähern, glaube ich einen Knick in der Optik zu haben oder eine Fatamorgana zu sehen 🙄 . Irgenwie schimmert die Pfanne grün und nicht strahlend weiß! Vielleicht ist ja aber auch das komische Licht schuld! Aber in der Tat, die Pfanne ist GRÜN!

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Wir vermuten und es wird uns später bestätigt, dass Algen die Ursache für die seltsame Färbung sind.

Also schon wieder zeigt sich Namibia untypisch - weiß und mit strahlend blauem Himmel ist der Blick in Pfanne natürlich spektakulär – heute eher nicht wirklich.

Wir suchen übrigens immer, wo vorhanden, die Parkmöglichkeiten mit Toiletten auf. Aus Angst, dass wir in Not kommen könnten, haben ein paar Einwegtoiletten mitgenommen – haben sie aber nirgends gebraucht. 😎

Unterwegs treffen wir noch

Ein Red Hartebeest:

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Einen Strauß:

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Diese beiden weißen Eminenzen:

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Und da entschwinden sie:

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Da jetzt schon wirklich viel Zeit vergangen ist, beschließe ich auf der Hauptstrecke durch den Park zu bleiben. Wir passieren noch einige Wasserlöcher, wo aber nichts los ist. Nico möchte noch unbedingt zu Kalkheuwel, da er dort beim letzten Mal sehr viele Tiere gesehen hat.

Hier ist auch tatsächlich nochmal richtig was los und wir bekommen sogar die Eland-Antilopen zu sehen:

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Bald erreichen wir Namutoni, ein letzter Pipi-Halt und weiter auf der Teerstraße zum Lindequist Gate. Dort findet die Desinfektion und Fahrzeugkontrolle wegen der Maul- und Klauenseuche statt. Es staut sich ein wenig – die Reifen werden desinfiziert und alle Insassen müssen über mit Desinfektionsmittel getränkte Decken laufen.

Direkt links biegen wir ab zum Gate des Onguma Game Reserve. Der Gatekeeper öffnet und jetzt freue ich mich schon sehr, Nelson und Sarah wiederzusehen und bin gespannt, was Nico und meine Mutter zu Aoba sagen werden. Diese Lodge gehört zu meinen mir bislang bekannten Favoriten und es war mir sehr wichtig, dort den Geburtstag meiner Mutter zu verbringen.

Die Fahrt vom Gate bis zur Lodge dauert ca. 20 Minuten und auch hier sollte man immer die Augen offen halten. Wir wir später erfahren werden, haben 2 Elefantenbullen erst kürzlich den Zaun überwunden und es sich auf dem Gelände des Reserves gemütlich gemacht. Auch sonst kann man mit Glück auf der Fahrt allerlei Tieren begegnen. Wir allerdings heute nicht.

Wir erreichen den Parkplatz der Lodge! Ich sehe schon Albertina auf uns zulaufen und es ist eine wirklich große Freude 🙂 . Sie erkennt mich sofort wieder und begrüßt uns aufs allerherzlichste!

Ich frage nach Nelson und Sarah und was muss ich erfahren? Nelson uns Sarah sind seit zwei Wochen nicht mehr da – sie sind wohl in Windhuk und arbeiten nicht mehr auf Aoba! 🤩

Das ist ein kleiner Schock, den ich erst einmal verdauen muss! Mit Freude erfahre ich aber, dass auch Otilie nach wie vor für die Lodge arbeitet.

Wir genießen erst einmal den Begrüßungstrunk und Nico und Oma sind ganz begeistert von der Lage der Lodge mitten im Busch.

Hier ist heute recht viel los, die Lodge ist ausgebucht und es sind sogar Kinder da. Das war mir neu und Albertina erklärt, dass man zwischenzeitlich dazu übergegangen ist, Familien mit Kindern den Aufenthalt auf der Lodge zu ermöglichen, wenn die Zimmer ansonsten leer stehen würden. Allerdings müssen die Eltern die Kinder immer im Auge behalten, denn die Lodge liegt ja ohne Umzäunung mitten im Busch.

Nun beziehen wir unsere Heritage Bungalows. Jetzt sind Nico und meine Mutter völlig aus dem Häuschen! Einige Kudus und Springböckchen stehen direkt zwischen den Bungalows und lassen sich von uns gar nicht beeindrucken (leider kein Foto, die Kamera war im Auto).
Und die Bungalows sind ja nun auch super schön und speziell!


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Wir richten uns häuslich ein, schließlich bleiben wir für die nächsten drei Nächte auf dieser Lodge und genießen die Ruhe und Stille im Busch.

Sehr hungrig begeben wir uns später auf einen Gin-Tonic in Richtung Hauptgebäude. Der Fußweg mitten durch den Busch bei Dunkelheit macht meiner Mutter keine Angst. Wir sind ausgerüstet mit Stirn- und Taschenlampen und weisen Sie an, immer hinzuschauen, wo sie hintritt.

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Ist das nicht herrlich?

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Da die Lodge voll ist, bekommen wir einen kleinen Tisch etwas abseits am Pool. Heute Abend genießen wir keinen Sternenhimmel, dafür aber die köstlichen Kreationen aus Otilies Küche in der so besonderen Atmosphäre der Lodge.

Während des Essens können wir das Treiben am kleinen beleuchteten Wasserloch der Lodge beobachten. Immer wieder wechseln sich Kudus, Springböckchen und Damara dik-diks ab.

Urplötzlich springt Nico auf und wirft dabei fast seinen Stuhl um 🤩 🤩.

Er ist wirklich panisch! 🤩 Sind doch tatsächlich zwei Honigdachse zwischen seinen Füßen unter unserem Tisch durch Richtung Wasserloch geflitzt 🤩 . Das ist nicht ganz ungefährlich – sind Honigdachse doch recht aggressiv, fühlen sie sich bedrängt.

Nachdem der erste Schock verdaut war, versucht Nico die beiden Kameraden zu fotografieren - leider gelingt es in der Dunkelheit nicht. Die beiden besuchen wohl häufiger die Lodge 🤪 .

Das Menu des heutigen Abends:

Curry-Frühlingsröllchen
Hähnchenbrust gefüllt mit Feta und Spinat, dazu Sqash , Reis und Rotkohl
Tiramisu

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Alles natürlich „homemade“! 🙂

Mit Otilie halten wir noch ein kurzes Schwätzchen und sie freut sich sehr über unser Lob!
Zurück in unserem Bungalow, sind die Betten schon aufgedeckt, das Moskitonetz schon ausgebreitet, ein Teelichtlein sorgt im Badezimmer für romantische Stimmung und die Bush-Minibar ist aufgefüllt.

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Wir fallen müde in unsere tollen Betten - lauschen den manchmal recht unheimlichen Geräuschen im Busch und träumen bald süß von Löwen und Nashörnern! 😄

Fortsetzung folgt! Morgen ist der 80. Geburtstag meiner Mutter, wir beginnen den Tag sehr früh mit einem Interpretive Bush Walk und am Nachmittag geht es auf zu einer Pirschfahrt im östlichen Teil der Etosha!
Teil 921. Sept. 2015
Samstag, 29.8.2015 Geburtstag! Onguma Aoba Lodge

Heute ist der große Tag! Anni wird 80 Jahre alt 🙂 !

Und der Tag beginnt schon sehr früh - um 6.30 Uhr werden wir zum Interpretive Bush Walk abgeholt.

Schon um 6.00 Uhr stoßen wir mit einer Tasse Kaffee an und genießen den Sonnenaufgang vor unserem Bungalow im Dickicht des Buschs umgeben von einzelnen Kudus:

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Das „richtige“ Frühstück heben wir uns für nach dem Bushwalk auf 🤪 .

Nico ist noch nicht ganz startklar, kommt ein Angestellter der Lodge im Laufschritt auf uns zu. Ich frage mich schon, ob er wohl eine besondere Überraschung für uns hat – man kann ja nicht wissen 😏 !

Nein - es ist eher das Gegenteil 🤢 : Er entschuldigt sich tausend Mal und teilt uns mit, dass der Guide schon ungeduldig auf uns wartet, es müssen nämlich noch Gäste von anderen Onguma Camps abeholt werden. Man hat leider vergessen, uns die frühere Abholzeit mitzuteilen😃

Nun aber schnell zum Treffpunkt! Hier wartet schon ein leicht mürrischer und angespannter Guide, der auch erst einmal gar keine Zeit verschwendet.

Na, das fängt ja nun nicht soo wirklich toll an 😈

David fährt in einem sehr zügigen Tempo Richtung Onguma The Fort, dort wartet schon ein englisches Ehepaar.

Sie begrüßen uns freundlich und er erzählt uns sofort, dass er heute morgen beim Öffnen der Balkontür direkt in das Gesicht eines Leoparden geschaut hat 🤩 !

Ob wir ihn um dieses Erlebnis jetzt beneiden sollen?! Ich bin mir nicht sicher?! 🙄

Auch David, der zwischenzeitlich etwas freundlicher gestimmt ist, findet diesen Bericht eher bedenklich und meldet den Vorfall direkt über Funk.

Plötzlich stoppt David das Auto (obwohl er es ziemlich eilig hat – wir müssen nämlich noch weitere Gäste abholen) und schaut wortlos durch sein Fernglas in die Ferne 😐 .
Mein Sohnemann - seines Zeichens Adlerauge - Ihr erinnert Euch - tut es ihm gleich.
Nach einer Weile flüstern beide fast zeitgleich: Lepard! 🤩

Es beginnt wieder die am Vortag beschriebene Unterhaltung 😉

Aber bald können ihn ALLE dann auch sehen:

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Ein Leopard wie bestellt zum Geburtstag läuft uns quasi direkt vor die Nase! Wir sind mehr als begeistert!

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David wartet freundlicherweise auch so lange, bis der Leo gemütlich im Gebüsch verschwindet:

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Weiter geht es im Eiltempo Richtung Onguma Bush Camp. Dort erwarten uns schon Mutter und Tochter, ebenfalls Engländer.

Nun fahren wir wieder ein Stückchen, wie bis an der Stelle ankommen, an der es von jetzt an zu Fuß weitergeht. Wir befinden uns schon in Sichtweite zur Fishers Pan.

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David macht uns zunächst mit den Sicherheitsregeln vertraut. Er erklärt, dass wir konsequent in einer Reihe hinter ihm laufen sollen und den vorgegebenen Weg nicht verlassen dürfen. Weiterhin erklärt er einige Zeichen, die im Falle einer gefährlicheren Begegnung wichtig sein könnten.

Darf ich Euch ebenfalls vorstellen - David:

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Nun geht es los im Gänsemarsch und wir sehen schon sehr bald die ersten Springbockherden in weiter Ferne:

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Außerdem ein Zebra und Giraffen:

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David erklärt uns die Spuren und Exkremente der Tiere am Boden, erläutert sehr viel zu Fauna und Flora. Teilweise blühen einige Büsche:

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An einem Termitenhügel verbringen wir längere Zeit, David erkärt sehr ausführlich den Lebensraum und die Lebensweise der Termitenvölker. Wir lauschen alle gespannt und ich übersetze für meine Mutter.

Immer wieder können wir weiter entfernt einige Tiere sehen:

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Wir entdecken sogar einen Schädel (nein wir wollen ihn nicht mit als Andenken nehmen 😗 ):

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Einige Schakale schleichen um uns herum:

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Wir müssen zwischenzeitlich häufiger eine Pause machen. Nein, nicht wegen dem Geburtstagskind!

Eine der Engländerinnen (die Mutter) ist mit schicken Ballerinaschläppchen 🤩 unterwegs und es verirrt sich hin und wieder der ein oder andere Dorn in den Schuh! Jeder wie er es gerne mag - wir mussten schon manchmal schmunzeln 😛 !

Wie im Flug ist der Spaziergang vorbei. Nacheinander werden wir zu unseren jeweiligen Lodges zurückgebracht.

Zurück auf der Aoba Lodge scheinen alle Gäste abgereist und ein einsamer gedeckter Frühstückstisch erwartet uns bereits. Wir freuen uns jetzt aber auf ein schönes ausgiebiges Frühstück.

Plötzlich ertönen helle Stimmchen aus Richtung der Küche - „Happy Birthday“ wird angestimmt. Was für eine nette Überraschung! Alle Angestellten und das neue Managerehepaar der der Lodge singen für meine Mutter ein Geburtstagsständchen.

Allen Voran Ottilie, die einen Geburtstagskuchen gebacken hat. Meine Mum ist völlig sprachlos und ich kann sogar ein paar Tränchen entdecken 😮 .

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Es folgt ein weiteres Geburtstagslied, diesmal ein Lied der San, während meine Mutter den Kuchen anschneidet. Eine wirklich gelungene Überraschung!

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Wir nehmen jeder ein Stück des leckeren Kuchens und schenken den Rest der Belegschaft – wie sollten wir denn den ganzen Kuchen alleine aufessen 🤨 ?

Nach einem ausgiebigen Frühstück relaxen wir erst einmal am Pool und genießen das schöne Ambiente der Lodge:

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Ich beobachte ein Warzenschwein, dass zum Wasserloch kommt:

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Heute darf meine Mutter den Tagesablauf bestimmen und sie möchte gerne nochmal Richtung Etosha NP aufbrechen. So gegen 14.00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg.

Kleintje hatte uns den Dikdik-Drive ans Herz gelegt. Dort wollen wir heute hin, da dieser Ausflug auch nur eine kurze Fahrt bedeutet.

Wir steuern zielstrebig Klein Namutoni an. Dort sind viele Autos, da eine Elefantenfamilie wohl gerade dort war. Als wir oben ankommen sehen wir noch Giraffen und Kudus.

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Nach einer Weile wollen wir dann weiter zum Dikdik Drive. Noch auf der Pad direkt hinter dem Wasserlochs flitzt urplötzlich eine Tüpfelhyäne mit Beute im Maul über die Pad 🤩 – sie ist leider so schnell, dass nur ein unscharfes Foto gelingt:

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Schon gleich darauf sehen wir vor uns einen Stau! Stau im Etosha NP 🤩 ! Die ersten Fahrzeuge wenden und kommen uns wieder entgegen. Bald sehen wir, was der Grund dafür ist:

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Vor uns trottet eine Elefantenfamilie gemütlich mitten auf der Pad. Sie kommen wohl vom Wasserloch und wollen nun zurück in den Busch.

Was nun 😐 ? Guter Rat ist teuer! Alle anderen Autos wenden und fahren wieder zurück. Ich beschließe mutig in deutlichem und gebührendem Abstand zu warten! So ganz geheuer ist mir die Situation nicht - mal sehen, wohin die Elefanten wandern 🤨 .

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Irgendwann biegen sie schon weit entfernt links in den Busch. Ich warte noch eine ganze Weile, denn wir können das Gelände nicht einsehen und wissen also nicht, ob die Elefanten eventuell noch sehr nah an der Pad im Busch stehen 😗 .

Langsam taste ich mich vor – ich fahre im 2. Gang ohne Gas. Plötzlich entdecken wir sie links noch recht nah. Ich gebe leicht Gas und beeile mich, die Stelle schnell zu passieren 🤩 . Ein mulmiges Gefühl hatten wir alle schon, aber nun konnten wir den Weg zum Dikdik-Drive fortsetzen.

Der Dikdik-Drive ist ziemlich zugebuscht und wir fahren wieder sehr langsam die Runde, immer die Augen links und rechts. Wir entdecken ein paar Impalas :

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Nun fahren nochmal Richtung Chudop – auf dem Weg begegnen wir einer Riesentrappe:

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Am Wasserloch selbst herrscht gähnende Leere.

Auf dem Weg zurück zum Gate , wir sind schon auf der Teerpad , freuen wir uns über die Elefanten und vor allem über die Hyäne! Einige Autos überholen uns mit ca. 100 KMH.

Plötzlich vernehme ich neben mir ein energisches: „Stop! Sofort! Rückwärts! Rückwärts!“

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel - Bremsen und Warnblinker!

Ich: „Was hast Du gesehen?“

Nico: „Zurück! Weiter!“

Und was soll ich sagen, seht selbst, was Nico direkt links neben uns aus dem Augenwinkel zum Anfassen nah entdeckt hat 🤩 :

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Ein weiteres Auto zieht im rasenden Tempo an uns vorbei. Die haben den Leo sicher nicht gesehen 🙄

Da liegt sie – eine Schönheit und zeigt sich relativ unbeeindruckt!


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Irgendwann findet sie es wohl ziemlich doof, dass wir sie ständig beobachten und läuft direkt vor unserem Auto in aller Seelenruhe über die Straße, um dann im Busch zu verschwinden:

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Was soll man zu diesem Tag noch sagen – wir sind der einhelligen Meinung, dass man einen 80. Geburtstag gar nicht besser hätte feiern können!

Auf dem Weg zur Lodge begegnet uns noch ein Zebra:

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Und dieses niedliche Damara dik-dik:

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Zurück auf der Lodge machen wir uns frisch für das Abendessen und genießen dann das Abendessen in diesem wundervollen Ambiente:

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Heute Abend hat Otilie wieder wunderbar gekocht. Es gibt Crustinos mit Tomate und Tzaziki, als Hauptgang geniesen wir Kudufilet mit Rosmarinkartoffeln und Gemüse. Zum Dessert gibt es eine leckere Schokotarte:

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Dazu zur Feier des Tages einen Delheim Cabernet. Während des Essens besuchen immer wieder Kudus das beleuchtete Wasserloch.

Wir fallen glücklich und zufrieden todmüde in unsere Betten! Was für ein toller Geburtstag!

Fortsetzung folgt! Morgen fahren wir um die Fischer's Pan bis Tsumcor und am späten Nachmittag starten wir zu einem Sundowner Drive auf dem Gelände von Onguma!
Teil 1028. Sept. 2015
Sonntag, 30.8.2015 Onguma Aoba Lodge

Diesen Sonntag lassen wir ganz gemütlich an. Für unsere Verhältnisse schlafen wir erst einmal aus und frühstücken gemütlich auf der Terrasse.

In der Etosha ist es übrigens angenehm warm – im Vergleich zu den sehr kalten Tagen im Damaraland. Aber leider hat sich an der Färbung des Himmels bis jetzt immer noch nicht wirklich viel geändert.

Die Pads im Etosha sind überwiegend gut bis sehr gut zu fahren – bis auf einzelne kleinere Abschnitte mit tiefen Schlaglöchern 😉

Nach dem Frühstück machen wir uns auf in Richtung Fischer’s Pan. Eigentlich wollte ich die Runde um die Pan auslassen und direkt bis Stinkwater hochfahren fahren, nehme aber wieder einmal den falschen Abzweig und bis wir es merken ist es schon egal 😊 (nein, dieses Mal ist nicht Tante Navi schuld – die hat im Etosha frei 😉 ).

Schon bald begegnen wir dieser Giraffe, die in der Tat Modelqualitäten hat:

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Wie auch im Februar begegnen uns in dieser Ecke immer wieder einzelne Elefanten:

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Diese (vermutlich 😐 ) Singhabichte bekommen wir leider nur von Hinten aufs Bild:

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Vereinzelt treffen wir auf Gnus und Oryx:

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Dieses arme Zebra hat ein riesiges Geschwür an der Brust – das sieht gar nicht gut aus 😐 :

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Bei Tsumcor ist nichts los und da wir zur Mittagszeit wieder auf der Lodge sein wollen, um noch ein wenig zu relaxen, kehren wir ab hier wieder um. Bis Andoni ist es noch ein Stückchen zu fahren und ob bei der Trockenheit überhaupt Flamingos zu sehen wären ist mehr als fraglich.

Auf der Pad kommt uns diese Giraffe in einer Seelenruhe und völlig relaxt entgegen. Sie denkt auch gar nicht daran, von der Idealspur abzuweichen und wir halten an, bis sie an uns vorbei gezogen ist:

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Bei Klein- und Groot Okevi ist wieder ein bisschen was los:

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Ein Eli hat besonderen Hautpflegebedarf 😉 :

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Auch diesen hübschen Toko beobachten wir eine ganze Weile:

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Bei Fort Namutoni entdecken wir einen einsamen Eli mitten im Schilf:

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Und weil es gestern so schön war, fahren wir nochmal Klein Namutoni an 😉 :

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Auf dem Gelände von Onguma begegnen uns auf dem Rückweg wieder Zebras:

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Die Mittagszeit verbringen wir entspannt am Pool. Während wir auf den Liegen dösen, kommen kleine Squirrels ganz nah und lassen sich sogar füttern – total niedlich (leider hatte ich keine Kamera zur Hand) und am Wasserloch wechseln sich Kudus ab.

Um 16.30 Uhr treffen wir uns mit Alfred zum Sundowner Drive.

Recht schnell begegnen uns Gnus, Springböckchen und eine Elandfamilie mit Nachwuchs:

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Auch diesen kleinen hübschen Bee - Eater:

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So langsam geht die Sonne unter und Alfred fährt in Richtung des Sundownerplatzes, die Sonne zeigt sich heute zum ersten Mal auf dieser Reise von einer schönen Seite 🙂 :

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Wir biegen gerade um einen Busch und was sehen wir?

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Ein trächtiges Cheetah-Weibchen! Ist sie nicht wunderschön?

Zwei Schakale leisten ihr Gesellschaft:

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Alfred disponiert kurzfristig um, und wir nehmen unseren Sundowner und die leckeren Snacks im Auto zu uns – wir wollen die Cheetah-Dame ja so lange wie möglich beobachten.

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Plötzlich hören wir ein sehr lautes, fast kreischendes Geräusch 🤩 .
Eine Gruppe von Perlhühnern nähert sich. Und es ist kaum zu glauben, die Katze verzieht sich völlig entnervt und sucht in großem Abstand ein neues Liegeplätzchen:

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Wir dachten zunächst, dass wir sicher Zeugen eines Perlhuhn-Massakers werden 🤩 - sind die Hühner doch todesmutig der Cheetah-Dame direkt vor die Pfoten gewatschelt. Das Gegenteil ist der Fall, die Hühner verscheuchen uns die Gepardin 😈 .

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So gerne wir noch länger geblieben wären - es wird mittlerweile schon ziemlich dunkel, so dass man ohnehin nicht mehr viel sieht und Alfred fährt uns zurück zur Lodge.

Dort wartet schon das Lagerfeuer auf uns – wir genehmigen uns erst einmal einen Gin-Tonic.
Beim Abendessen übertrifft sich Otillie wieder einmal selbst – das Menu des heutigen Abends:

Spinatravioli
Oryxsteak mit Kartoffeln, Blumenkohl und Rote Beete
Milktarte zum Dessert

Otillie ist wie ich finde nicht nur eine exzellente Köchin sondern darüber hinaus eine ausgezeichnete Pâtissière! Sie erzählt uns, dass sie im Frühjahr in Deutschland auf einer Kochschule war und freut sich wie eine kleines Kind über unser Lob!

Während des Essens haben wir wieder Besucher am Wasserloch. Es kommen sogar Zebras vorbei:

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Und wieder haben wir einen wunderschönen Tag erlebt. Morgen früh müssen wir leider dieses kleine Paradies verlassen.

Fortsetzung folgt! Morgen geht es auf unspektakulärer Fahrt direkt in Richtung Frans Indongo Lodge! Am späten Nachmittag nehmen wir an der Farmrundfahrt teil.
Teil 1102. Okt. 2015
Montag, 31.8.2015 Onguma Aoba Lodge – Frans Indongo Lodge

Der Tag beginnt wieder einmal früh. Ein letztes Mal die Stille im Busch genießen.

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Dann geht es an die Arbeit 🤢

Ich versuche vor dem Beladen des Autos irgendwie den Staub der letzten Tage aus dem Wagen zu bekommen, so dass ich die wichtigsten Anzeigen wieder erkennen kann. Das ist fast unmöglich! 🤢

Fix und fertig beladen fahren wir mit dem Auto zum Haupthaus und genießen zum letzten Mal auf dieser Reise unser Frühstück mitten im Busch:

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Noch ein Abschiedsfoto vom Inneren des Haupthauses: - die gemütliche Leseecke:

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Wir verabschieden uns von allen Mitarbeitern ganz herzlich – kurz vor der Abfahrt fällt mir noch auf, dass uns die Wäsche gar nicht in Rechnung gestellt wurde - dafür hat mein Bargeld noch gereicht 😎.

Der neue Manager und seine Frau verabschieden sich ebenfalls – nette junge Leute – wir wünschen Ihnen einen guten Start auf Aoba und hoffen auf ein Wiedersehen (leider sind mir die Namen der beiden entfallen 😵 )!

Der Manager berichtet uns, dass vor ca. ½ Stunde auf dem Weg zum Gate am Zaun zur Etosha ein Nashorn gesichtet wurde – mal sehen, ob wir ihm auch noch begegnen.

Leider läuft es uns nicht über den Weg, dafür dieser mutmaßliche Singhabicht (die genauere Bestimmung überlasse ich wieder dem Expertenteam 😉 ) – die Vögel begegnen uns irgendwie überall ):

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Nun geht es auf der Teerstraße über die C38 auf die B1 bis Tsumeb. An der Tankstelle in Tsumeb ist die Hölle los, man könnte meinen, es gäbe etwas umsonst 🤩 .

Aber es hilft alles nichts – wir brauchen DRINGEND Bargeld. Nach einer endlosen Warterei am Geldautomaten fahren wir die B1 weiter Richtung Otavi. Unser Sprit reicht noch locker – deshalb tanke ich hier nicht!

Alle Überlegungen über Gravelroads zu fahren, haben wir kurzfristig gecancelt. Wir wollen lieber entspannt und früh auf Frans Indongo ankommen. Zumal auch einige von Euch abgeraten haben „hintenrum“ zu fahren. Frans Indongo hatte ich ohnehin speziell zum Erholen und Relaxen ausgesucht .

In Otavi fahren wir an die große Tankstelle direkt an der B1 – der Tankwart teilt uns lapidar mit: „We are out of fuel!“ – Wie jetzt 🤩 ? So eine große neue Tankstelle und kein Benzin mehr 🤩 ? Jetzt wissen wir auch, warum in Tsumeb an der Tankstelle so viel los war 🤢 .

Aber der Tankwart gibt uns den Tipp, es direkt Mitten im Ort nochmal zu versuchen, dort gibt es noch eine minikleine Tankstelle.

Wir haben Glück 😄 – an der Minitanke gibt es noch Benzin und bald geht es weiter zurück auf die B1.

Ein kurzes Stück später halten wir nochmal an einem Markt an - mein Kind hat plötzlich Durst auf Cola 😛 Hier beobachten wir das geschäftige Treiben:

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Bei Okaputo biegen wir nun auf die D2804 – ein letztes Stück D-Straße wollen wir dann doch nicht auslassen:

Die Straße ist prima zu fahren, wenn auch zwischendurch immer wieder ein paar ziemlich sandige Abschnitte kommen, die der Innova jedoch glänzend meistert.

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Hier gilt die Devise, nicht langsamer werden, ein Gang runter und zügig gerne mit etwas höherer Drehzahl einfach geradeaus weiter 🤪 Und das Lenkrad gut festhalten 😗 !

Es folgt noch ein kleines Stück auf der D2433 und schon bald erblicken wir die Dächer der Frans Indongo Lodge.

Der Empfang hier ist wie auch im Frühjahr super freundlich und wir werden sofort darauf angesprochen, dass wir doch grade erst schon mal hier waren - also ich zumindest 😁 .

Wir bekommen ein sehr leckeren Begrüßungstrunk und verweilen erst einmal auf der schönen Veranda. Meiner Mutter gefällt es hier auf Anhieb sehr gut.

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Wir beschließen, schon gleich heute Nachmittag am Farmdrive teilzunehmen, da es noch recht früh am Tag ist und wir noch so viel Zeit haben.

Wir haben das gerade frisch renovierte Familienzimmer gebucht – dieses war im Februar noch „under construction“. Wir finden es toll:

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Das Bettchen für's Kind 😎 :

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Aber das allerbeste kommt ja noch! Wir staunen nicht schlecht 🤩 :

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Netter kann man wiederkehrende Kunden ja gar nicht begrüßen!

Die verbleibende Zeit bis zum Farmdrive genießen wir auf unserer Veranda bei Kaffee und Kuchen.

Um 15.30 Uhr steht der Mercedes bereit und das Auto wird picke-packe voll!

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Unser Guide heißt „Stoffel“ (was sich die Eltern bei dieser Namensgebung wohl gedacht haben 😐 ?) – und hier ist der außergewöhnliche Name nicht Programm 😁

Stoffel übrigens mit „St“ wie beim nordischen spitzen Stein und nicht wie bei uns Hessen „Schtoffel" 😗

Ein sehr netter und auskunftsfreudiger junger Mann – Er erläutert uns zunächst ausführlich den Farmbetrieb und Wildbestand der Lodge:

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Ich bin ja mal gespannt, habe ich hier im Forum hin und wieder mal gelesen, die Farmrundfahrt auf Frans Indongo wäre eher enttäuschend und das Geld nicht wert (sie kostet p.P. NAD 230,00 - ist also wirklich günstig).

Die Lodge liegt inmitten einer 17.000 ha großen Farm, die nur noch zu einem kleinen Teil für den landwirtschaftlichen Betrieb genutzt wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Hege des Wildes. Neben Gemsbock, Steppenzebra, Kudu und Springbock gibt es auch seltenere Tiere wie Elen-, Rappen- und Pferdeantilope, Impala und Weißschwanz-Gnu sowie Breitmaul- und das bedrohte Spitzmaul-Nashorn.

Die Rappen und Pferdeantilopen, schwarze Springböcke und Nyalas sowie die weißen Blessböcke leben in dem kleineren, abgetrennten Bereich, welcher direkt von der Veranda der Lodge einzusehen ist. Dort gibt es auch mehrere kleine Wasserstellen.

Stoffel erzählt uns, dass schon einige dieser in Namibia nicht heimischen Arten dem Leoparden zum Opfer gefallen sind, da sie ihre natürliche Scheu nicht mehr haben. Dies erkennt man auch gut daran, dass man die Tiere sehr häufig liegend sieht.

Auf die Frage eines Mitfahrenden, wie die Lodge die Nashörner vor Wilderern schützt, erfahren wir, dass Mr. Frans Indongo himself so oft wie möglich persönlich über den Nashornbestand wacht und das Gelände kontrolliert.

Wer ist eigentlich Frans Indongo? Eigentümer und Namensgeber der Lodge ist eben dieser Geschäftsmann Dr. Frans Indongo, der eine interessante Karriere hinter sich hat: Vom Vieh hütenden Kind einer Kleinbauernfamilie hat er sich trotz Apartheid zum vermutlich wohlhabendsten Mann Namibias hochgearbeitet.

Ein kurzer Exkurs zum Hintergrund der Lodge, den ich persönlich sehr interessant finde –die Lodge wird im Übrigen hochprofessionell geführt und die Mitarbeiter sind allesamt TOP!

Stoffel weist bereits zu Beginn der Fahrt darauf hin, dass man die Spitzmaulnashörner nur mit ganz viel Glück sieht, da sie extrem scheu sind.

Die Breitmaulnashörner haben gerade Nachwuchs, was auch nicht dazu beiträgt, dass man sie gut finden und beobachten kann.

Auf unserer persönlichen verbleibenden Sichtungswunschliste stehen jetzt ohnehin mehr so die Exemplare, die man ganz schwer treffen wird: Schabrackenhyäne, Wildhunde, Ginsterkatzen also eher die nachtaktiven Spezies 😉

Wir freuen uns ohnehin über jedes Tier, das uns vor die Linse läuft und genießen genau so gerne die wirklich schöne Landschaft, die uns umgibt:

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Bald darauf sehen wir extrem viele Geier – übrigens die ersten auf dieser Reise:

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Und ein Weißschwanzgnu:

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Ein süßes Erdhörnchen:

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Diese Oryx-Gruppe finde ich recht fotogen 🙂 :

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Auf den Fotos kann man glaube ich ganz gut erkennen, dass es auf dem Gelände recht zugebuscht ist. Daher haben wir zwar noch weitere Tiere gesehen, diese waren aber ziemlich tief im Geäst versteckt 😮 Sogar Bergzebras konnten wir tief im Busch erkennen.

Stoffel erklärt, dass er mit dem großen Mercedes leider nicht alle Strecken durch das Farmgelände fahren kann – bei weniger Gästen könnte er mit einem kleineren Fahrzeug in andere Gebiete fahren, die etwas offener sind.

Nach einer ganzen Weile nähern uns einer Wasserstelle und siehe da – was steht denn da 🤩 ?

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Natürlich genießen wir es in vollen Zügen, so ausgiebig und nah die drei Nashörner zu beobachten:

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Zumal langsam die Sonne untergeht und Nashorn PLUS Sonnenuntergang sind schon ein nettes Motiv:

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Die Rhinos sind zudem nicht faul, sondern bewegen sich fleißig und eines gönnt sich ein Bad im Staub:

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Noch ein bisschen Sonnenuntergang :

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Als wir die Lodge wieder erreichen ist schon recht düster. Trotzdem versuche ich noch die abendliche Stimmung einzufangen:

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Heute abend erleben wir außerdem ein exclusives Froschkonzert – der Frosch übertönt mit seinem Gequake wirklich alles 🤪 . Stoffel wird ihn später einfangen und an einem einsameren Ort wieder aussetzen 😉 .

Das Abendessen findet auch hier in einer ausgesprochen schönen Atmosphäre statt. Der Service und die Qualität des Essens sind wie ich finde sehr gut.

Die Kreationen der Küche sind manchmal exotisch und leicht gewagt – aber durchaus schmackhaft und interessant!

Heute Abend gibt es als Vorspeise eine ausgezeichnete Kürbissuppe mit feiner Orangennote, zum Hauptgang einen Kudu-Spieß, rote Beete, Kohl und Kartoffeln. Heiße Birne an Schokosauce zum Dessert. Sehr Lecker!

Fortsetzung folgt! Morgen sind wir mal einfach nur faul 😉 Es gibt ein paar Fotos von der Lodge und den von dort zu beobachtenden Tieren – außerdem ein Versuch von Nachtaufnahmen.Uns wird tatsächlich noch ein schöner Sternenhimmel vergönnt!
Teil 1204. Okt. 2015
Dienstag, 1.9.2015 Faulenzertag auf der Frans Indongo Lodge

Wir finden, wir haben uns einen kompletten Faulenzertag verdient 😄 .

Ich merke schon, dass mir unsere Tour ein wenig in den Knochen steckt - schließlich bin ich Organisator, Reiseleiter und alleiniger Fahrer (Sohnemann darf noch nicht, da unter 21 🤢 - würde aber gerne 😉 ) in einer Person.

Heute ist ein schöner, warmer Tag und wir machen es uns am Pool gemütlich. Nachdem alle anderen Gäste nach nur einer Nacht schon wieder auf Pad sind, haben wir die Lodge bis gegen Nachmittag völlig für uns allein und haben wunderbar Zeit uns in Ruhe genauer umzusehen.

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Besonders gut gefällt uns allen der wunderschön angelegte Garten und die Bachläufe rund um das Haupthaus.

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Wir pendeln zwischen Pool und Veranda hin und her.

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Am Wasserloch ist immer Bewegung und man kann die sich abwechselnden Tiere gut beobachten.

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Ein hübscher Toko:

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Was das wohl für ein hübscher Piepmatz ist? Die Vogelexperten sind wieder einmal gefragt 😜:

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Kleine Eidechsen flitzen auch immer mal spielend durch die Gegend:

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Hier gibt es auch einige Papageien – leider nur im Gegenlicht getroffen:

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So langsam wird es Abend und die Tiere kommen aus allen Himmelsrichtungen zu den Wasserlöchern:

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So ein Tag Nichtstun tut richtig gut, wir lassen die Seele baumeln und lassen die letzten Tage Revue passieren.

Zum Abendessen gibt es heute einen leckeren Salat mit Avocadodip, zum Hauptgang Eland gefüllt mit Paprika und Oliven, dazu Couscous und Kürbis. Als Dessert eine Creme Brulee.

Heute ist es zum ersten Mal wirklich sternenklar und meine Mutter kommt endlich in den Genuß, die Faszination des afrikanischen Sternenhimmels zu erleben. Wir machen es uns auf der Veranda gemütlich, auch wenn wir noch die wärmenden Decken brauchen:

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Ein Waterbuck und ein Schakal am nächtlichen Wasserloch:

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Dies ist nicht die Sonne, sondern der Mond:

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Wir bedauern es, morgen schon wieder in Richtung Windhuk aufbrechen zu müssen und genießen den letzten Abend vor der Rückkehr in die Stadt in vollen Zügen.

Fortsetzung folgt! Morgen fahren wir durch das Erindi Game Reserve eine wunderschöne Strecke zurück nach Windhuk und werden noch eine Überraschung 🤩 erleben!
Teil 1307. Okt. 2015
Mittwoch, 2.9.2015 Frans Indongo Lodge – Windhuk River Crossing Lodge

Heute geht es zurück nach Windhuk. Nach langem Überlegen habe ich entschieden, die von Eva und Thomas empfohlene Strecke über Kalkfeld und das Erindi Game Reserve zu fahren. Auf B-Straßen habe ich - wie schon häufiger erwähnt - überhaupt keine Lust 🤢 .

Nach dem leckeren und reichhaltigen Frühstück checken wir aus. Im Curio-Shop nehmen wir noch ein paar hübsche Salz- und Pfefferstreuer und Stachelschweinstacheln mit.

Eigentlich hatten wir Stoffel versprochen, ihn heute Morgen mit nach Otjiwarongo mitzunehmen. Da er aber eine frühzeitigere Mitfahrgelegenheit gefunden hat, ist er schon über alle Berge.

Wir verabschieden uns von den Mitarbeitern der Lodge und es geht zunächst auf der B1 Richtung Otjiwarongo und dann weiter die C33 Richtung Kalkfeld. In Otjiwarongo habe ich es wieder einmal verpeilt zu tanken 😗 , aber der Sprit sollte auch so ausreichen.

Wider Erwarten sehen wir in Kalkfeld eine Tankstelle – diese scheint neu zu sein und ist auch in unserer Karte nicht eingezeichnet. Aber eine Auffüllung des Tanks beruhigt ungemein 🤪 .

Von hier aus nehmen wir die D2414 grobe Richtung Mount Etjo Safari Lodge. Endlich wieder Gravel unter den Rädern 🙂 .

Diese Strecke ist ein absoluter Traum – endlich LANDSCHAFT:

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Wir freuen uns über das traumhafte Wetter und den klaren Himmel, den wir die ganze Zeit vermisst haben. Jetzt kann nun auch meine Mutter sehen und verstehen, was wir bislang so vermisst haben:

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Uns begegnet während der gesamten Fahrt bis Okhandja übrigens gerade mal EIN einziges Auto!

Nach einer wunderschönen Fahrt durch herrlichste Landschaft erreichen wir das Gate des Erindi Game Reserve. Die D2414 verläuft mitten durch das Private Game Reserve von Erindi.

Ein schwerbewaffneter Ranger des Reserves kommt am Eingang auf uns zu und fragt nach unserem Reiseziel 🤨 .
Dann notiert er sorgfältig das Autokennzeichen, beäugt unseren Innova kritisch von allen Seiten und überreicht uns schließlich eine Broschüre mit den Regeln für die Durchfahrt. Er weist uns ausdrücklich darauf hin, dass wir die Hauptstraße nicht verlassen dürfen und das Reserve auch aus der Luft von Hubschraubern überwacht wird. Dann öffnet sich das Tor.

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Mit Glück hätten wir hier auch Tiere sehen können - haben wir aber nicht 😎 .

Viel zu schnell passieren wir schon bald wieder das Gate am anderen Ende des Reserves und vereinzelt tauchen gepflegte Farmhäuser auf.

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Nach einem kurzen Stück biegen wir rechts auf die D2121 und schon bald erblicken wir dieses Schild 🤩 :

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Wir vermuten ehrlich gesagt eher einen schlechten Scherz eines Farmers und erklären meiner Mutter, dass es in diesem Teil Namibias weder Hippos noch Krokodile heimisch sind 😐 .

Eigentlich wollten wir hier nun für eine kurze Rast anhalten, aber irgendwie trauen wir uns doch nicht, das Auto zu verlassen. Wir rätseln eine ganze Weile, was es mit diesen Schildern wohl auf sich haben könnte 😮 .

Irgendwann biegen wir um eine Kurve und ein großes Farmgebäude mit einem Hubschrauber auf dem dazugehörigen Landeplatz weckt meine Aufmerksamkeit . Ich halte an, um mir das Ganze mal genauer anzusehen.

Aus dem Augenwinkel erkenne ich eine größere Wasserstelle und wir reiben uns ungläubig die Augen – denn was wir da sehen gehört hier irgendwie nicht hin 🤩 🤩 :

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Zuerst dachten wir allen Ernstes das könnten auch Holz- oder Metallskulpturen sein – aber die vermeintlichen Skulpturen bewegen sich - wenn auch für unsere Augen kaum erkennbar 🤪 :

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Das sind doch tatsächlich „echte“ Hippos!

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Jetzt sind wir erst einmal völlig geplättet und meine Mutter versteht die ganze Aufregung irgendwie nicht wirklich 😕 .

Mit dem nötigen Respekt beobachten wir das Treiben an der Wasserstelle. Die Tiere und uns trennt kein Zaun und sie sind sehr nah:

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Nachdem wir die Flußpferde ausgiebig beobachtet haben und es kaum fassen können, setzen wir unsere Fahrt fort und immer wieder begegnen uns Warnhinweise:

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Solltet ihr irgendwann auf dieser Strecke unterwegs sein, empfiehlt es sich tatsächlich dringend, den Hinweisschildern Folge zu leisten 🤪 .

Wir rätseln immer noch, wer sich hier in dieser Gegend wohl Hippos und Krokodile als Haustiere hält. Die Krokodile haben wir übrigens nicht gesehen.

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Auf der Weiterfahrt begegnen uns Strauße und Oryx:

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An einer Weggabelung erscheint des Rätsels Lösung – die Tiere scheinen zu dieser Jagdfarm zu gehören:

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Auch der letzte Teil der Strecke auf der D2110 Richtung Okahandja ist wirklich schön zu fahren.

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Das letzte Stück bis Windhuk auf der B1 ist dann allerdings eine einzige Katastrophe 😈 😈 .

Viele LKWs und noch mehr Verrückte, die immer wieder zu haarsträubenden Überholmanövern ansetzen 😈 .

Ich bin heilfroh, als wir endlich Windhuk erreichen und die B6 Richtung Flughafen erreichen. Von dieser Straße geht es in Höhe des Avis Damms rechts eine relativ steile und holprige Pad hoch zur River Crossing Lodge. Aber unser Innova schafft auch diese Strecke locker!

Angekommen auf der River Crossing Lodge werden wir mit einem Begrüßungsgetränk empfangen und wir genießen auf der herrlichen Terrasse den wunderschönen Ausblick auf die Stadt.

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Auf dem Gelände der Lodge treiben sich direkt an den Bungalows ziemlich viele Baboons herum :

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Von unserem Zimmer aus haben wir einen schönen Blick auf die umliegenden Berge – dies könnte auch irgendwo in den Alpen sein:

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Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet und für 3 Personen bietet unser Zimmer nicht wirklich viel Platz, wir finden es jedoch völlig ausreichend, da wir ohnehin keine Zeit auf dem Zimmer verbringen:

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Nachdem wir das Auto vollständig ausgeladen haben und unsere Siebensachen irgendwie verstaut haben, machen wir uns auf zur Terrasse, um uns einen wohlverdienten Gin-Tonic zu genehmigen.

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Die Lodge wird übrigens auch von Einheimischen gerne für einen Sundowner besucht, die Lage und der Ausblick sind wirklich wunderbar :

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Die Lodge und die Bungalows sind im Stil der alten deutschen Farmhäuser gestaltet. Alte Fensterrahmen dienen als Bilderrahmen für Fotos aus längst vergangener Zeit.

Zum Abendessen können wir zwischen 2 Vorspeisen, 3 Hauptgerichten (Fisch, Fleisch, Vegetarisch) und 2 Desserts wählen. Schön finden wir die Feuerstelle mitten im Raum - und das Feuer brennt – denn es ist schon recht frisch hier oben sobald die Sonne untergegangen ist.

Unser vorletzter Abend in Namibia 🙁 !

Insbesondere Nico wird nach nunmehr einem Jahr in Namibia recht wehmütig ums Herz.

Fortsetzung folgt! Morgen erleben wir nochmals einen unverhofft besonderen Tag in Windhuk!
Teil 1409. Okt. 2015
Donnerstag, 3.9.2015 Windhuk

Unser letzter Tag in Windhuk bricht an. Heute möchte sich Nico natürlich noch von ein paar lieben Freunden verabschieden.
Es ist glaube ich ganz gut, dass unser letzter Tag mehr oder weniger unverhofft und recht spontan sehr gefüllt sein wird – so haben wir gar keine Zeit uns dem Abschiedsschmerz zu widmen 😐 .

Wir treffen uns recht früh am Morgen auf einen zweiten Kaffee mit Nicos ehemaligen Nachbarn im schönen Innenhof vom „The Stellenbosch“:

www.thestellenboschwinebar.com

Diese Location finden wir sehr empfehlenswert!

Später fahren wir nochmals in die Uhlandstraße, um dort ebenfalls einigen Freunden Adieu zu sagen und für die Mittagszeit sind wir mit einer Bekannten von Nico verabredet, die kurzfristig und überraschend noch etwas ganz Besonderes für uns geplant hat 🤩 .

Daher geben wir den Innova bereits gegen 12.00 Uhr bei Savanna ab. Die Übergabe läuft völlig problemlos – das Auto wird nur kurz beäugt und für gut befunden. Der Wagen hatte seine letzte Fahrt als Mietfahrzeug mit uns und wird nun verkauft.

Kurze Zeit später werden wir bei Savanna von Rebecca und ihrer Oma - 82 Jahre 😮 - abgeholt.

Nach einer herzlichen Begrüßung und Vorstellung werden wir nun zum Lunch zu Woermann in Klein-Windhuk chauffiert, wo wir bei Hans nochmal unverhofft in den Genuss seiner leckeren Schnitzel kommen 🙂 .

Rebeccas Oma, die von allen nur „Granny“ genannt wird, spricht leider nur Englisch, versteht aber ein bisschen Deutsch. Die beiden älteren Damen verstehen sich dennoch vom ersten Moment an prächtig und entdecken schnell erste Gemeinsamkeiten: Fahrradfahren und Katzenliebe 😉 .

Die beiden jungen Leute verschwinden nach dem kurzen Snack im Supermarkt zum Großeinkauf – Einkaufen? Wozu? 😮

Das wird sich später aber aufklären. Meine Mutter und ich wissen überhaupt nicht, was für den Nachmittag geplant ist und lassen uns gerne überraschen.

Als wir kurz darauf durch die Stadt fahren, klärt uns Rebecca dann auf. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit uns den Teil Windhuks zu zeigen, den man als Tourist eher weniger zu sehen bekommt.

Wir werden den Nachmittag in Katutura verbringen und das Projekt „Soupkitchen“ und Samuel Kapepo kennenlernen. Rebecca und Samuel kennen sich seit einem Schulprojekt und seither wird das Projekt von ihr und ihrer Familie unterstützt.

Hier der Link zum Projekt:

http://www.kids-soupkitchen.org

Recht schnell erreichen Katutura und schlängeln uns nun durch die Straßen, ich habe schon recht schnell den Überblick verloren, wo wir uns befinden. Kurze Zeit später halten wir vor einer Shebeen – „Kapepo“ wie alle ihn nennen, erwartet uns schon.

Wir haben uns ganz bewusst entschieden, hier keine Fotos zu machen und daher folgt nun der Versuch einer Beschreibung dessen, was wir gesehen und erlebt haben. Also wenn Ihr Interesse habt, müsst Ihr heute etwas mehr lesen 😉 .

Zu Beginn begrüßen wir Kapepo und einige seiner Freunde. Die Shebeen gehört Kapepo und er lädt uns auf ein Erfrischungsgetränk ein.

Während wir unseren Durst stillen, entladen Nico und Rebecca den Kofferraum des Wagens. Der ist pickepackevoll mit Lebensmitteln - das war der Grund des Großeinkaufs. Kapepo und seine Helfer freuen sich sehr, denn mit diesem Einkauf könnten etliche gesunde Mahlzeiten für die Kinder zubereitet werden.

Kapepo beginnt nun, uns von seinem bisherigen Leben und von „seinem“ Viertel hier in Katutura zu erzählen.
Kapepo hat es zwischenzeitlich zu einem gewissen Wohlstand gebracht.
Wir fragen nach warum er immer noch im Township wohnt, obwohl er sich ein neues Haus in einer anderen Gegend kaufen könnte? Katutura ist seine Heimat ist und er fühlt sich nirgendwo anders so wirklich wohl lautet die Antwort.

Wir erfahren auch, dass nicht wenige derer, die zu etwas Geld kommen, sich aber den größten Traum erfüllen: Eine eigene Shebeen in Katutura!

In Kapepo‘s Hütte treffen wir auch auf seinen Onkel, der namibischer Freiheitskämpfer war. Kapepos Eltern hingegen sind schon lange tot.

Nun geht es zu Fuß hinein und hinab in die unendlich scheinende Ansammlung von Wellblechhütten. Noch befinden wir uns am Rande der „Hauptstraße“, wo auch teilweise noch Häuser aus Stein zu finden sind. Hier und da werden wir von Kindern freudig begrüßt, die uns auch ein Stückchen des Weges begleiten.

Unser Weg führt uns immer weiter weg von der Mainroad und schon bald haben wir komplett die Orientierung verloren. Bald werden wir in die erste Hütte hineingebeten.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht gesehen hat, wie die Menschen in diesen winzigen Blechhütten leben. Die Hütten sind meist stockdunkel, stickig und voller Menschen. Im Winter wird es darin eiskalt und im Sommer wird es unter dem Blechdach unerträglich heiß.

Bei Regen werden die Straßen inklusive der lose und illegal verlegten Stromkabel überschwemmt – in die Hütten regnet es dann ungehindert hinein. Man will sich gar nicht vorstellen, was mit diesen waghalsigen elektrischen Konstruktionen bei Regen passiert – Kapepo erzählt, dass die Kabel dann einfach mit Kondomen repariert werden und dann hofft, dass alles gut geht.

Es geht weiter ziemlich steil hinunter, die Trampelpfade sind teils rutschig und gefährlich – die beiden jungen Männer müssen häufiger unsere beiden Omas stützen.

Wasser zum Waschen oder Kochen gibt es hier nur aus sogenannten „Water Points“. Um Wasser zu zapfen, braucht man einen speziellen Chip, der regelmäßig mit Guthaben aufgeladen werden muss.

Weil die Wasserbeschaffung bedingt durch sehr weite Entfernungen von der Wasserstelle bis zu den Hütten sehr mühselig ist, schleppen die Frauen in der Regel große und schwere Behälter, damit sie nicht mehrmals laufen müssen.

Eine Zapfstelle muss für mehrere Hütten reichen, Abwassersysteme gibt es in diesem Teil von Katutura gar keine. Oben an der Mainroad haben wir eine Art Klohäuschen gesehen , das sich viele Menschen teilen müssen.

Immer wieder treffen wir Kinder, die uns fröhlich begrüßen. Rebecca hat Süßigkeiten dabei, die natürlich freudig entgegengenommen werden.

Kapepo führt uns in eine der Shebeens und bestellt einheimisches Bier – das Bier wird hier selbst hergestellt - ein undefinierbares Gebräu aus einer bestimmten Gerstenart, das in 1-Liter-Meßbechern verkauft wird.

Wir haben es versucht - es schmeckt eigenartig und es scheint nicht viel Alkohol zu enthalten. Kapepo erklärt, dass viele Männer von diesem wohl sehr nahrhaften Bier nur ein bis zwei Tassen am Morgen trinken, dann müssen sie für den Rest des Tages nichts mehr Essen.

Das Hauptnahrungsmittel allerdings ist "Millipap", eine Art Maisbrei. Kapepo hat auf seinen Reisen ins Ausland immer Maismehl für Milipap im Gepäck– und wenn er Heimweh hat, kocht er sich einfach Milipap.

Unterwegs fragen uns zwei Männer nach Geld – Kapepo schreitet sofort energisch ein und weist die beiden zurecht. Er möchte nicht, dass seine Gäste angebettelt werden.

Überall begegnen uns die Menschen sehr freundlich und alle haben ein Lächeln im Gesicht. Immer wieder werden wir gefragt, woher wir kommen und wer wir sind.

Kurze Zeit später begegnen uns zwei aufgeregte Frauen – eine der beiden hat eine tief klaffende und blutende Kopfwunde.
Auf Kapepos Nachfrage antwortet sie, dass sie sich am Wellblech gestoßen hat. Kapepo will sie zum Arzt bringen – sie lehnt allerdings ab.

Später erzählt Kapepo, die Wunde sei ganz sicher von einem Schlag mit der Machete entstanden – das könnte er sofort an der Art der Verletzung erkennen. Auch solche Bilder sind leider Alltag in Katutura.

Irgendwann erreichen wir die Stelle, die als Müllhalde und Großraumtoilette des Viertels genutzt wird.

Hier ist auch vor wenigen Tagen eine Hütte abgebrannt. Die Familie lebt nun erst einmal in den verkohlten Überresten der Hütte und die Nachbarn helfen mit Material aus, wo sie können.

Die meisten Bewohner in Katutura tragen dafür Sorge, dass der Müll und die Fäkalien an einem Platz gesammelt werden, erklärt Kapepo – nur abgeholt wird der Müllberg leider nur alle 4 Jahre – dann wenn die Wahlen anstehen und die SWAPO-Vertreter sich wieder an die vergessenen Bürger in Katutura erinnern. Überall an den Hütten sieht man übrigens die Fahnen der SWAPO wehen.

Vor einigen Hütten hängt frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen und kleine Kinder sitzen zum mittlerweile abendlichen Bad in Zinkwannen vor der Tür. Manchmal entdeckt man sogar so etwas wie Blumen- oder Gemüsebeete.

Für uns wird es nun langsam Zeit zum Wagen zurückzukehren. Wir wandern den relativ steilen Trampelpfad zwischen den Hütten wieder hinauf.

Vor einer Hütte begegnen wir noch einem kleinen Mädchen, das urplötzlich bitterlich zu weinen beginnt. Kapepo erklärt uns, dass viele Kinder hier noch nie einen Weißen gesehen haben und dieses Mädchen tatsächlich Angst vor uns hat.

Auf dem Rückmarsch schon in Nähe der Mainroad bereiten jetzt einige Frauen Fleisch zu – dieses ist entweder für die nach Hause kehrenden Männer oder zum Verkauf am Straßenrand bestimmt. Der Fleischverkauf und die Garküchen sind für viele eine Möglichkeit, ein wenig Geld zu verdienen.

Wieder angekommen an der Shebeen und unserem Auto fragt uns Kapepo, was wir über das Gesehene und Erlebte nun denken.

Aber ganz ehrlich gesagt, ist das für uns sehr schwer in Worte zu fassen. Dieser Nachmittag war für uns alle etwas ganz Besonderes und wir müssen das Ganze erst mal verdauen. Und auch in diesem Bericht fällt es mir jetzt schwer, dieses Erlebnis zu beschreiben.

Es ist noch einmal etwas ganz anderes, selbst in eine Hütte hineinzugehen und mitzuerleben, wie die Menschen hier kochen, schlafen, waschen, den Tag verbringen. Alles was für uns so selbstverständliche Annehmlichkeiten sind, wird hier zur tagtäglichen Herausforderung und Überlebenskampf.

Zum Abschied übergeben auch wir Kapepo eine Spende für das Projekt – sehr wohl wissend, dass unser Beitrag nur ein winziger Tropfen auf den heißen Stein ist.

Bewusstsein schaffen – darum ging es Kapepo und auch Rebecca an diesem Nachmittag!

Man erkennt sehr schnell, dass die eigenen Probleme und Sorgen gegen die dieser Menschen sehr schnell verblassen.

Beladen mit unseren Eindrücken fahren wir gemeinsam mit Rebecca und Granny zurück in die Stadt.

Auf dem Weg aus Katutura hinaus sehen wir die unzähligen Taxis, Fußgänger und Radfahrer, die nun von der Arbeit aus der Stadt zurück nach Katutura strömen.

Rebecca steuert den Wagen durch die City von Windhuk und bald erreichen wir wieder die River Crossing Lodge.

Gerade noch rechtzeitig, um den Sonnenuntergang und die Lichter der Stadt ein letztes Mal zu bewundern:

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Wir laden Rebecca und Granny zum Abendessen ein und unterhalten uns noch sehr lange über unsere Eindrücke des heutigen Tages.

Nun heißt es auch von diesen beiden so liebenswerten Menschen Abschied nehmen! Schweren Herzens trennen wir uns von unseren Wegbegleiterinnen des heutigen Tages.

Rebecca werden wir hoffentlich bald wiedersehen – sie kommt für einige Zeit nach Deutschland und sie muss natürlich versprechen, uns zu besuchen. Wir freuen uns schon sehr darauf, sie hoffentlich bald wieder zu sehen!

Nicht nur für meine Mutter war dieses kurze Eintauchen in eine für uns unvorstellbare Welt, die sie vorher nur von Fernsehreportagen kannte, ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis, das sie und uns auch zu Hause noch weiterhin beschäftigen wird.

Nächste Woche folgt mein letzter Eintrag zu unserer Reise – der Tag der Abreise und ein kurzes Fazit.
Teil 1514. Okt. 2015
Freitag, 4.9.2015 Ende unserer 3 Generationen-Tour und ein kleines Fazit

Wir haben reichlich Zeit für ein ausgiebiges Frühstück bis wir mit dem Shuttle der Lodge zum Flughafen gefahren werden.
Für Nico ist dies ein besonders schwerer Abschied - wehmütig schaut Nico zurück auf seine Heimat für ein Jahr – es ist schon ein komisches Gefühl – nicht nur für ihn 😐 .

Gebucht ist unser Flug mit SAA über Johannesburg zurück nach Frankfurt.

In Johannesburg kommen wir pünktlich nach einem unspektakulären und angenehmen Flug an.

In der Bidvest Lounge verbringen wir die gut 4 Stunden Wartezeit bis zu unserem Anschlussflug. Die Lounge ist großzügig und es gibt allerlei Getränke und kleine Snacks. Die Toiletten und die Duschen sind sehr sauber. Der Flughafen in JBO bietet auch recht schöne Einkaufsmöglichkeiten.

Auch der Heimflug nach Frankfurt verläuft unspektakulär und morgens landen wir pünktlich in Frankfurt. Wieder daheim 🙁 !


Fazit

Der Entschluss für diese Reise erfolgte recht spontan und kurzfristig Ende April.

Leider mussten wir die Planung an einige vorgegebene Faktoren anpassen. Reisezeitraum, Reisedauer waren quasi nicht verhandelbar und auch die Anstrengungen für meine Mutter mussten auf ein Minimum reduziert werden.

Einige meiner Wunschunterkünfte waren leider schon nicht mehr verfügbar.

Aber Dank Eva und Thomas von „Abenteuer in Namibia“ konnten letzten Endes dann doch einige unserer Wünsche erfüllt werden und wir wurden auch dieses Mal wieder perfekt und persönlich betreut! Unser Dank gilt insbesondere der lieben Eva, die uns mit ihrem Überraschungsbesuch eine große Freude bereitet hat!

Was die Unterkünfte betrifft, waren einige schon bekannt und ganz bewusst wieder ausgewählt.

Savanna als Autovermieter können wir uneingeschränkt empfehlen.

Die Pension Palmquell in Windhuk hat uns gut gefallen und wir würden dort jederzeit wieder buchen - sollten wir in der Stadt bleiben wollen. Uns zieht es für das nächsten Mal dann aber eher raus aus der Stadt (GocheGanas oder Krumhuk könnte ich mir gut vorstellen).

Ai Aiba hat uns sehr gut gefallen – beim nächsten Mal würden wir hier aber zwei Nächte bleiben wollen. Ansonsten kann man die schöne Landschaft überhaupt nicht genießen.

Im Damaraland waren meine Wunschunterkünfte Camp Kipwe oder Mowani leider schon ausgebucht.

Die Twyfelfontain Lodge war mit Abstand die schlechteste Unterkunft die ich auf beiden Reisen in Namibia erlebt habe – die Tour zu den Wüstenelefanten und unser Guide Carlos haben die Schwächen der Lodge jedoch wieder gut gemacht.

Die Etosha Safari Lodge hat uns sehr positiv überrascht - auch hier haben wir uns sehr wohl gefühlt.

Onguma Aoba ist eine wunderschöne Lodge und gehört zu meinen absoluten Favoriten. Ich bin gespannt, wie sich die Lodge mit dem neuen Manager entwickelt. Der frühere Manager Nelson hat doch einen nicht unmaßgeblichen Teil zu der gesamten Atmosphäre auf der Lodge beigetragen.

Frans Indongo hat uns wieder sehr gut gefallen – beim nächsten Mal würde ich diese Region aber eher auslassen.

Die River Crossing Lodge hat uns persönlich ebenfalls enttäuscht. Die Zimmer und auch das Angebot der Mahlzeiten waren eher durchschnittlich. Die Lage allerdings ist sehr schön, wobei die Nähe zum Flughafen täuscht. Die Pad von der Lodge zur Hauptstraße nimmt schon einige Zeit in Anspruch.

Für mich persönlich hat es auf dieser Reise im Vergleich zu unserer Route im Februar schon an "Landschaften" gefehlt.
Der Süden Namibias hat für mich einen ganz besonderen Reiz und daher zieht es uns für das nächste Mal dann sicher wieder Richtung Süden und erstmalig in den KTP.

Aber auch auf dieser Reise haben wir wieder unendlich viele wunderschöne, eindrucksvolle und einzigartige Eindrücke mit nach Hause genommen.

Wir haben es als ein ganz besonderes Privileg empfunden, in dieser Konstellation Namibia bereisen zu können. Für uns alle wird dieser Urlaub unvergesslich in Erinnerung bleiben und war in vielerlei Hinsicht ein großartiges Geschenk.

Wieder habe ich einige Wochen nach unserer Rückkehr gebraucht, um alle Eindrücke zu verarbeiten und wieder „vollständig“ in Deutschland anzukommen. Gedanklich war ich einige Tage nach unserer Rückkehr noch in Namibia und ich wollte gar nicht wieder hier sein 😉

Nico hat häufiger Heimweh nach Namibia, auch wenn er grade ganz viel zu tun hat und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Die Ruhe und die Gelassenheit der Menschen fehlen ihm hier in Deutschland schon sehr.

Und meine Mutter würde lieber heute als morgen direkt in den Flieger 'gen Namibia steigen - diese Reise war für sie ein einmaliges Erlebnis und auch ihr hat es das Land und seine Menschen angetan 🙂

Mit Namibia fühlen wir uns mittlerweile sehr verbunden, gerade auch weil unser Sohn hier ein Lebensjahr verbringen durfte und wir einige Menschen kennengelernt und liebgewonnen haben, mit denen wir auch weiter in Verbindung stehen.

Wenn es uns vergönnt sein wird, werden ganz sicher und nicht nur noch einmal wiederkommen - allerdings leider erst frühesten 2017 😮

Dies ist nun das Ende unseres Reiseberichts der „3 Generationen auf Pad“.

Für meinen Mann und mich beginnt nun die Vorplanungsfreude unserer nächsten Reise von Kapstadt bis Port Elizabeth entlang der Gardenroute, von der ich gerne im nächsten Jahr wieder berichten werde.

Ein großes Dankeschön an alle, die mit uns gereist sind, ob still und leise oder als" Dankebutton-Drücker".

Ein besonderes Dankeschön an alle Kommentarschreiber (das motiviert ungemein 😛 ) und für die vielen nachträglichen Glückwünsche zum 80. Geburtstag meiner Mutter – sie hat sich sehr gefreut 😁 !

Bis zum nächsten Mal grüßt Euch ganz herzlich

Sabine mit Anhang 🙂

Ich wünsche Euch allen immer eine sichere und "lekker" Pad und viele schöne Reisen 🙂

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