eine Objektiv-Frage

8 Antworten · 1'622 Aufrufe · gestartet 24. Aug. 2015 von reisetiger
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Themenstarter281 Beiträge · seit 201424. Aug. 2015 · #1
Moin,
mein Urlaub rückt näher und damit so langsam die ersten Fragen.
Als erstes "packe" ich meinen Fotorucksack und stelle fest:

Mir ist nach einer neuen Weitwinkellinse.
Nun die etwas sonderbare Frage an die Spezialisten unter euch:
Eignet sich ein Tilt/Shift Objektiv für die Landschaftsfotografie auf einer Namibiareise im Vergleich zu einem Weitwinkelzoom? (Haptik und Einsatzgebiet)
--------------------------------------------- carpe diem
378 Beiträge · seit 201224. Aug. 2015 · #2
Tilt/Shift Objektive eignen sich meines Wissens nach besonders für Städereisen und Architekturfotografie, da man mit ihnen die Gebäudeecken wieder parallel aufs Foto bekommen kann, obwohl man nur knapp davor steht. Von daher würde ich dir eher zu einem möglichst kurzen Weitwinkelzoom raten.

Ich hatte auf meiner Reise damals ein Tamron 10-24mm an einer APS-C Kamera dabei. Durch die 24mm am langen Ende hatte ich so auch fast noch gleichzeitig einen Normalbildwinkel am APS-C Sensor.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
345 Beiträge · seit 201124. Aug. 2015 · #3
Hallo Reisetiger

Meine Meinung: Nein
Tilt/Shift ist gut für die Stadt um stürtzende Linien zu korrigieren.
Für Landschaften führt kein Weg an einem guten Weitwinkelobjektiv vorbei.
Wobei ich persönlich zwar eines habe aber selten einsetze. Wenn dann mach ich Panoramaaufnahmen, ist nur meine Meinung. Ist aber eher eine Gewichtsfrage, da bei voller Ausrüstung schon einige Kilos zusammen kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter
1'483 Beiträge · seit 200925. Aug. 2015 · #4
Guten Abend Reisetiger,
ich bin zwar nicht der spezialist, habe aber von einem T&S Objektiv abstand genommen, weil mein Fotobuch sagt, dass die Einstellungen nicht ganz einfach seien, weil erstens in der Regel mit einem Stativ gearbeitet werden sollte und zweitens die Belichtung nach dem TTL Verfahren (durch das Objektiv) bei einem T&L Objektiv falsche Ergebnisse liefert. Sie werden nach meiner Erinnerung als Spezielobjektive für Architekturaufnahemne angesehen.

Gruß Piscator
191 Beiträge · seit 200925. Aug. 2015 · #5
Moin reisetiger, ich habe seit langem ein Canon TS-E 24mm, es war auch schon mehrfach in Namibia und den USA, allerdings noch zu Diafilm-Zeiten. Gebraucht habe ich es eigentlich nur für die Kolonialbauwerke um die stürzenden Linien zu vermeiden, in den USA um die Sequoias und Wolkenkratzer gerade zu stellen, aber sonst spielt es bei Landschaftsaufnahmen meiner Meinung nach keine wesentliche Rolle. Während der letzten Reisen habe ich es nicht mehr mitgenommen, kein Bedarf und es ist recht schwer (>800gr.). Seit AirNamibia das Handgepäck wiegt zählt jedes Gramm. Mit den heutigen Bildbearbeitungs-Programmen kann man die oben genannten Effekte bei Bedarf wunderbar korrigieren.
Wenn Du noch keines hast, würde ich eher ein gutes Weitwinkel-Objektiv wählen, da die TS-E zumindest von Canon doch schon eine Investition darstellen. Ein gutes Weitwinkel -(Zoom) ist da schon deutlich günstiger zu haben, zumal Du dabei einen Autofokus und eventuell einen Stabi hast, sodaß Freihandaufnahmen möglich sind, beim TS-E mit manuellem Fokus und den nötigen Tilt/Shift-Einstellungen klappt das nicht.

Beste Grüße
Gobobos
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51 Beiträge · seit 201125. Aug. 2015 · #6
Hallo
Schon die Frage zeigt, daß Du ein solches Objektiv nicht brauchst. 🙂
Grüße Max
216 Beiträge · seit 200925. Aug. 2015 · #7
Hallo zusammen!
Ja, ein T/S-Objektiv kann man verwenden, um stuerzende Linien auszugleichen (durch Verwendung der Shift-Funktion). Genauso kann man es aber auch verwenden, um bei Landschaftsaufnahmen durch Tilten/Verlagern der Schaerfeebene (Scheimpflug) eine hoehere Tiefenschaerfe zu erzielen. So abwegig ist das also nicht. Im Prinzip funktioniert das dann genauso wie bei der Fachkamera, wo man Bildstandarte und Objektivstandarte unabhaengig voneinander verschieben und verschwenken kann.

Wenn man hohe Ansprueche an Landschaftsfotografie stellt, ist das der beste Weg, denn man erreicht eine grosse Tiefenschaerfe, ohne weit abblenden zu muessen (kleine Blenden gehen mit Unschaerfe durch Beugung einher).

Viele Gruesse,
Christian
Themenstarter281 Beiträge · seit 201425. Aug. 2015 · #8
Vielen Dank für eure Tipps.
Bei der Beschreibung der Funktionsweise liegt Christian schon sehr nah dran.
Aber auch Danke euch allen, da jeder ein wenig Argumentationsstoff geliefert hat.
Lasst mich bitte meine Frage präzisieren:
Die Frage ist, ob der Gebrauch eines Tilt Objektivs gegenüber eines "normalen" Weitwinkelobjektivs aufgrund von Sand, Haptik, Aufwand beim korrekten Einstellen Sinn macht.
Kosten und Gewicht haben bei meinen prinzipiellen Überlegungen wenig Relevanz, dies sind eher Metadaten, die immer zu überlegen sind, die für mich aber zur Zeit keinen Stressfaktor darstellen.
Zudem fotografiere ich mit 36 TPix.
--------------------------------------------- carpe diem
51 Beiträge · seit 201227. Aug. 2015 · #9
Hallo Reisetiger,

ich werf mal das neue Tamron 15-30/2.8 in die Runde. Mache nächstes Jahr eine Fototour durch Namibia und werde mir diese Linse zulegen, auch wegen Sternefotografie. Wobei man mit einem Tele herrliche Landschaftsbilder machen kann, um die Details besser heraus zu holen.
Gruss Wolfgang