Noch eine Spinnenfrage

16 Antworten · 3'768 Aufrufe · gestartet 19. Mai 2015 von Fredi1
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Themenstarter284 Beiträge · seit 201019. Mai 2015 · #1
Bei Schlange im südlichen Afrika kennt man sich ja ein bißchen aus, aber was für afrikanische Spinnen und Skorpione können für uns Menschen gefährlich werden?

Im Voraus schon mal Danke für eure Antworten

Gruß

Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
7'296 Beiträge · seit 200619. Mai 2015 · #2
Fredi1 schrieb:Bei Schlange im südlichen Afrika kennt man sich ja ein bißchen aus,
... ja. Immer höflich hinten anstellen. 😉
aber was für afrikanische Spinnen und Skorpione können für uns Menschen gefährlich werden?
... ab 1,50 Meter Größe wäre ich vorsichtig. 😉
(Entschuldigung. Ich habe heute wohl 'nen Clown gefrühstückt).

Ich mache mir bei diesem Viehzeug eher wenig Gedanken. Da muss man wohl schon einen richtigen Unglückstag erwischen, wenn dadurch was passiert. Da sehe ich die größte Gefahr darin, dass während der Fahrt von irgendwoher eine Spinne gekrochen kommt und übers Armaturenbrett krabbelt und der Fahrer vor Schreck das Lenkrad verreißt.

Bisse von Spinnen und Skorpionen sind zwar häufig schmerzhaft, aber nur wenige Arten sind da wirklich gefährlich. Als Beute sind wir für die Tiere zu groß, also kommt es nur zu Verteidigungsbissen. Lässt man das Getier in Ruhe, bleibt das auch friedlich. Wenn man natürlich jeden Stein oder Ast umdreht, steigt auch das Risiko, mal versehentlich ein solches Tier anzufassen.

Ich habe auf meinen Reisen Dutzende von Schlangen gesehen, aber nur sehr wenige Skorpione und in Afrika auch vergleichsweise wenige Spinnen. In Südamerika war das anders. Da gab es auch sehr häufig Vogelspinnen und auch einige recht giftige Arten. In Afrika habe ich mir weniger Sorgen gemacht. Unsere Spinnenexpertin wird sich dazu bestimmt noch äußern.

Die durch Stechmücken und Parasiten möglichen Erkrankungen sind sehr viel häufiger und "spannender".

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'125 Beiträge · seit 200619. Mai 2015 · #3
Ach, Du Filderstädter; wo bleibt nun das Bild oder die darauf bezogene Frage??? Technischer Fehler? Von mir kriegst Du eh' keine Antwort, weil ich absoluter Laie bin, aber interessieren tät's mich schon....
Rodrigo
Omnia vincit amor
Themenstarter284 Beiträge · seit 201019. Mai 2015 · #4
Die Frage ist allgemein gestellt, deshalb kein Bild

Gruss
Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
10 Beiträge · seit 201501. Juni 2015 · #6
Hallo,
dazu habe ich auch gleich eine Frage. Was kann man tun, nachdem man von einer Spinne gebissen wurde? Ist es irgendwie möglich immer ein universales Gegengift oder so dabei zu haben? Ober braucht man so etwas nicht, weil die Bisse nicht lebensgefährlich sind? In meinem Kopf ist es nämlich immer noch so, dass ein Spinnen- oder Schlangenbiss sowie der Stich eines Skorpions oft tödlich enden. Was macht man denn, wenn man gebissen wurde und in der Nähe kein "Krankenhaus" oder ähnlich ist???

Danke und liebe Grüße
Hinter jeder Ecke lauern viele Richtungen.
Gast01. Juni 2015 · #7
Die Spinnen und Skorpione in Namibia sind nicht lebensgefährlich für den Menschen (es sei denn, jemand reagiert allergisch auf das Gift). Schlangen schon - aber deren Gift ist je nach Art sehr unterschiedlich, auch was die Wirkung auf den Körper angeht, da gibt es nix universales. Da ist es am hilfreichsten, wenn man die Schlange gut beschreiben kann, oder kennt, oder sogar mitbringen kann ins Krankenhaus (tot natürlich), damit klar ist welches Antidot man verabreichen muss. Aber nicht unnötig Zeit verschwenden mit der Suche nach dem Tier, wenn es schon längst wieder verschwunden ist!

Nach einem Biss sollte man vor allem versuchen ruhig zu bleiben (was schwierig ist, ich weiss) und sich nicht mehr als nötig bewegen. Am besten so hinsetzen /-legen dass der Biss unterhalb des Herzens ist. Ringe oder sonstige Sachen die einschnüren könnten entfernen - und schnellstmöglich ins KH. Mehr geht erstmal nicht.
Spinnenbisse können sehr sehr schmerzhaft sein und eine Nekrose des Gewebes rund um den Biss verursachen. Auch hier wäre es wichtig zu wissen, welche Spinne es war.
Skorpionstiche sind mehr wie Wespenstiche.
Was man vorsorglich dabei haben sollte, ist ein Antihistaminikum wegen einer eventuellen Allergie.

Ich lebe seit fast neun Jahren in Namibia und habe bisher kaum Schlangen und noch weniger Skorpione zu Gesicht bekommen. Spinnen schon eher...aber das einzige, was mich mal gestochen hat war eine wütende Rote Wespe. Hat mir auch einen schönen Abzess am Unterarm beschert.
Will damit sagen: Vorbereitung ist gut, Panik nicht 😉

Und hier noch als Ergänzung zu Volkers Post der Link zur Schlangenfacebookgruppe:
Snakes of Namibia
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2015
1'425 Beiträge · seit 201303. Juni 2015 · #8
Hi,

ich habe jetzt gerade im Chileforum gelernt, dass sie

h7a76259.JPG


(Südamerikanische Ausführung, aber ähnlich der in Südafrika vorkommenden Baboon Spider)

zwar gefährlich aussieht, aber eigentlich eher ein ganz friedlicher Zeitgenosse ist 🙄

Ihr Biss ist nicht tödlich, sondern eher wie ein Wespen-, Bienenstich (Allergien ausgenommen)

Es sind wohl eher die kleinen, unscheinbaren Spinnen,die richtig gifig 😠 sind

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
7'296 Beiträge · seit 200604. Juni 2015 · #9
tingel schrieb:Was kann man tun, nachdem man von einer Spinne gebissen wurde? Ist es irgendwie möglich immer ein universales Gegengift oder so dabei zu haben? Ober braucht man so etwas nicht, weil die Bisse nicht lebensgefährlich sind? In meinem Kopf ist es nämlich immer noch so, dass ein Spinnen- oder Schlangenbiss sowie der Stich eines Skorpions oft tödlich enden. Was macht man denn, wenn man gebissen wurde und in der Nähe kein "Krankenhaus" oder ähnlich ist???
... ich finde es gut, dass Du nicht völlig naiv losziehst, aber mache Dir nicht zu viele Sorgen.
Ich schreibe Dir mal meine Erfahrungen, damit Du die Sachen einschätzen kannst.

Ich bin mit Sandalen unterwegs gewesen, wo Skorpione waren. Ca. 30 cm entfernt feste aufgetreten und die Tiere sind zurückgewichen. Mal unachtsam beim Sitzen nach hinten gegriffen und ein Tier berührt, ist es vielleicht passiert und man wird gestochen. Meist ist es nicht so schlimm.

Schlangen gehen mit Ausnahme der Puffotter in der Regel aus dem Weg. Die spüren anhand der Erschütterungen über den Boden, dass Du als Beute zu groß bist. Die hauen meist ab, bevor Du die siehst. Ich habe einmal auf der Rückenlehne einer Bank gesessen (die Sitzfläche war völlig versifft) und eine Schlange kam zielstrebig auf die Bank zu. Ich wusste nicht, ob giftig oder nicht und bin einfach nach vorne abgesprungen und dabei möglichst fest auf den Boden getreten. Die Schlange hat sich ungeahnt schnell verzogen.

Spinnen habe ich in Namibia eher seltener gesehen als zuhause. Dort gibt es offenbar mehr Fressfeinde.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
108 Beiträge · seit 201204. Juni 2015 · #10
Hallo zusammen,

jetzt lese ich schon so lange im Forum mit, aber dass wir hier eine Schlangenexpertin haben war mir nicht bekannt 🙂 Super, das finde ich klasse, denn Schlangen sind mir echt nicht geheuer. Gut, hier geht es zwar um
Spinnen, aber ich habe bei meinen 3 Namibiareisen (immer so um die 4 Wochen, immer campen) gefühlt nicht eine einzige Spinne gesehen. Ich finde eher das Schlangenthema interessant, denn wir machen oft Wanderungen und ich möchte echt keiner Schlange begegnen. Vor unserer nächsten Reise werde ich sicher
zu den Schlangenkennern auf F......k stoßen 🙂
Entschuldigung, dass ich den Spinnenthread für meinen Kommentar benutzt habe.

Viele Grüße
Susanne
7'296 Beiträge · seit 200604. Juni 2015 · #11
Taddeltours schrieb:Ich finde eher das Schlangenthema interessant, denn wir machen oft Wanderungen und ich möchte echt keiner Schlange begegnen.
... ich bin bestimmt schon 100 Schlangen begegnet und die wollten alle nicht mir begegnen. Die hauen normalerweise ab.
Und ich gehe davon aus, von den 100 Schlangen hättest Du 99 nicht einmal gesehen.

Gruß
Wolfgang
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108 Beiträge · seit 201204. Juni 2015 · #12
Hallo Wolfgang,

kann sein dass ich tatsächlich schon vielen Schlangen "begegnet" bin und sie nicht gesehen habe.
Mir ist nur ein Fall immer wieder eingefallen, den mir ein Bekannter erzählt hat. Der hat Jahre in Namibia
gelebt, ist dort also mit der Umgebung vertraut. Und vor den hat sich vor ein paar Jahren eine Kobra am
Brandberg aufgestellt. Schluck. Da habe ich mich vor ein paar Wochen, also als wir in Namibia waren (bin letzte Woche zurück gekommen), immer wieder gefragt wie man da am besten reagieren soll wenn sowas passiert.
Unser Freund ist mit ganz langsamen Schritten rückwärts gegangen, das hat wohl geholfen.

Viele Grüße
Susanne
7'296 Beiträge · seit 200604. Juni 2015 · #13
Moin Susanne,

ich habe mal eine Kapkobra fotografiert und bin langsam immer näher gekommen. Irgendwann hat die sich auch aufgerichtet und den Hals gespreizt. Das war ein Warnsignal, das ich beachtet habe und bin wieder zwei Schritte zurück. Daraufhin hat sich die Kobra auch wieder entspannt.

Das Problem ist, dass wir die Warnungen der Tiere oft nicht verstehen. Fast alle Tiere warnen uns aber vorher, nicht näher zu kommen - ob Elefant, Löwe, Flusspferd oder eben auch viele Schlangen. Erst nach Ignorieren der Warnungen erfolgt ein Angriff. Wenn man die Warnungen nicht erkennt, scheint der Angriff aus heiterem Himmel zu kommen.

Gruß
Wolfgang
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108 Beiträge · seit 201204. Juni 2015 · #15
Hallo Claudia,

danke für den Tipp, da bin ich besser aufgehoben 🙂

Wobei... da kriege ich ja schon Gänsehaut beim Lesen 🙂

Viele Grüße
Susanne
10 Beiträge · seit 201515. Juni 2015 · #16
Hey! Vielen, vielen Dank für eure zahlreichen und zum Teil sehr ausführlichen oder hilfreichen/interessanten Antworten. Mit so einer Welle hätte ich nicht gerechnet 🙂
Hinter jeder Ecke lauern viele Richtungen.
1'580 Beiträge · seit 201416. Juni 2015 · #17
Hallo Susanne

es gibt ein sehr gutes Buch ueber Spinnen: Southern African Spiders. Vielleicht ist dieses oder ein aehnliches noch im Markt. Ich habe meines vor etwa 18 Jahren gekauft, vor allem um meine Spinnenphobie zu behandeln.

Die Informationen sind gut, auch, welche Spinnen giftig sind.

Die Witwenspinnen, die Nervengifte haben - Spitalbesuch kann notwendig sein
Die Vogelspinnen, die je nachdem mehr oder weniger Auswirkungen haben
Die Sackspinnen (Clubionidae) die ein gewebezerstoerendes Gift haben und fuer 90% der Spinnenbisse im suedlichen Afrika verantwortlich sind.
Sandspinne, mit stark gewebezerstoerendem Gift und wird als eine der giftigsten Spinnen der Welt bezeichnet.

Antihistaminsalben und Cortison helfen. Andere meinen der doppelte Whiskey hatte geholfen...

Liebe Gruesse
Elvira
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