Die Spinnen und Skorpione in Namibia sind nicht lebensgefährlich für den Menschen (es sei denn, jemand reagiert allergisch auf das Gift). Schlangen schon - aber deren Gift ist je nach Art sehr unterschiedlich, auch was die Wirkung auf den Körper angeht, da gibt es nix universales. Da ist es am hilfreichsten, wenn man die Schlange gut beschreiben kann, oder kennt, oder sogar mitbringen kann ins Krankenhaus (tot natürlich), damit klar ist welches Antidot man verabreichen muss. Aber nicht unnötig Zeit verschwenden mit der Suche nach dem Tier, wenn es schon längst wieder verschwunden ist!
Nach einem Biss sollte man vor allem versuchen ruhig zu bleiben (was schwierig ist, ich weiss) und sich nicht mehr als nötig bewegen. Am besten so hinsetzen /-legen dass der Biss unterhalb des Herzens ist. Ringe oder sonstige Sachen die einschnüren könnten entfernen - und schnellstmöglich ins KH. Mehr geht erstmal nicht.
Spinnenbisse können sehr sehr schmerzhaft sein und eine Nekrose des Gewebes rund um den Biss verursachen. Auch hier wäre es wichtig zu wissen, welche Spinne es war.
Skorpionstiche sind mehr wie Wespenstiche.
Was man vorsorglich dabei haben sollte, ist ein Antihistaminikum wegen einer eventuellen Allergie.
Ich lebe seit fast neun Jahren in Namibia und habe bisher kaum Schlangen und noch weniger Skorpione zu Gesicht bekommen. Spinnen schon eher...aber das einzige, was mich mal gestochen hat war eine wütende Rote Wespe. Hat mir auch einen schönen Abzess am Unterarm beschert.
Will damit sagen: Vorbereitung ist gut, Panik nicht 😉
Und hier noch als Ergänzung zu Volkers Post der Link zur Schlangenfacebookgruppe:
Snakes of Namibia