KTMThemenstarter185 Beiträge · seit 201030. Apr. 2015 · #1Liebe Fomis,
auf der Suche nach einem preiswerten Gefährt für unsere künftigen Reisen haben wir aus Namibia ein Angebot für einen Toyota Landcruiser ohne Camping-Equipment für gut 10.000 Euro. Die (etwas kurze) Beschreibung:
1997 model 4.2 L Normally Aspirated Diesel with 227000 km on the odometer (very little for conditions). It is equipped with a long range fuel tank, roof rack, extra spare wheel and bull bar.
Ich habe wenig Ahnung vom Wert solcher Fahrzeuge, meines Wissens ist Alter ein entscheidender Faktor, obwohl es auch heißt, daß diese Fahrzeuge recht wertstabil sind. Trotzdem würde ich mich um eine Einschätzung freuen, ob es sich anhand dieser Informationen lohnt, da näher einzusteigen. Jeder Hinweis ist willkommen, vielen Dank!
Liebe Grüße,
Dietmar
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200830. Apr. 2015 · #2Dietmar,
der Preis ist für die bekannten Parameter OK bis preiswert.
Der 1HZ mit seinen 130 Ps hält normalerweise ewig.
Eigentlich ein sehr schönes Auto mit LKW Technik -auch als HZJ80 bekannt.
Es sollte unbedingt ein Schalter sein, mit der Automatik ist der 1HZ sehr lahm und verbraucht ziemlich viel. Sonst kannst Du nicht viel falsch machen, nur der Erhalt des Fahrzeuges wird eine Stange Geld kosten. Großer Tank mit Dachträger und 2. Ersatzreifen ist ideal. Wenn Ihr den wirklich oft nutzt, dann kaufen! Die Land Cruiser verlieren ihren Wert nicht mehr, nur durch Rost und das sollte ja kein Thema sein.
Gruss
Christian
Alex380129 Beiträge · seit 201330. Apr. 2015 · #3Hi Dietmar,
wir haben vor 4 Wochen ebenfalls einen Land Cruiser (HDJ80) gekauft, allerdings in Botswana. Dein Preis klingt dem ersten Anschein nach gut. Beachte jedoch, dass die Fahrzeuge sehr teuer im Unterhalt sind. Je nach dem in welchem Zustand der Wagen ist, können nach Kauf auch gleich 2000 - 3000 Euro Wartungs- und Reparaturkosten anfallen (Vorderachse abdichten, leckende Simmerringe, Bremsen, Service, etc.).
Viel Glück!
Alex
bongolander408 Beiträge · seit 201430. Apr. 2015 · #4Nur als kleiner Hinweis: In ww.mobile.de war vor drei Wochen ein aus England importierter HDJ80 mit 180,000 km inseriert für 5,800 Euro.
Unter Landcruiser könnte das nicht auch ein J75 sein statt J80? Auf jeden Fall sind das gute Fahrzeuge, die man schwer umbringen kann, man sollte nur die vorherige Wartung beachten.
Johannes
The Schimann Family
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
KTMThemenstarter185 Beiträge · seit 201030. Apr. 2015 · #5Vielen Dank an Christian, Alex und Johannes
für die Antworten! Eine Frage noch an Alex: Die 2000-3000 sind Einmalkosten, oder? Nicht dass wir das jährlich hätten... Für uns kämen dann sowieso auch noch die Kosten für die Ausrüstung dazu, da kommen vermutlich auch einige Kosten zusammen, oder?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Dietmar
Anita40875 Beiträge · seit 200830. Apr. 2015 · #6Hallo Dietmar,
Wir fahren zwar Ein Nissan hardbody, Aber Der
Kostet natürlich Auch geld. Wartung Und Reparaturen
Und Reifen, Versicherungen usw
Aber Ich würde es immer wieser machen.
Das campierzeug, dachzelt Usw. Kannst du Auch
Günstig 2nd Hand kaufen
Guck mal bei buy&sell Namibia bei FB Oder
Frag bei Asco car hire
Oder starte Hier eine Anfrage.
Ich Hab Zum Beispiel 2 double jerrycan holder
Abzugeben Und auch Die Ein Oder andere campingbox
Aus Metall.
Viele grüße
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia
unser Blog:
www.outinafrica.com.na
Alex380129 Beiträge · seit 201330. Apr. 2015 · #7Da hat Johannes recht, es könnte natürlich auch ein HZJ75 sein. Welcher ist es denn?
Ja, ich sprach von einmaligen Kosten. Diese sind z. B. bei unserem in etwa dieser Höhe nach Kauf angefallen, obwohl der Zustand soweit in Ordnung war und das Fahrzeug durchweg gut gewartet wurde. Die Reparaturen waren nicht zwingend notwendig, aber stehen irgendwann an. Und man möchte ja einen zuverlässigen Wagen haben. Aber vielleicht müsst ihr auch nichts machen lassen, das wisst ihr sicher am besten. Allerdings würde ich trotzdem jährlich mit durchschnittlich 1000 - 1500 Euro Wartungs- und Instandhaltungskosten rechnen (Reifen z. B. sind sehr kostenintensiv), je nach Fahrleistung. Wie gesagt, diese Wägen sind meiner Meinung nach sehr teuer im Unterhalt. Aber robust und Zuverlässig, entsprechende Wartung vorausgesetzt.
Equipment ist ja relativ preiswert und einfach in Namibia zu bekommen, aber für Dachzelt, Kühlschrank, Campingausrüstung, Dachträger, evtl. Kompressor, erstmalige Ersatzteilbeschaffung für den Wagen, etc. musst du glaube ich auch noch einmal einen ähnlichen Betrag beiseite legen. Wir konnten die Ausrüstung von unserem vorherigen Wagen in Namibia übernehmen, deshalb kann ich dir keine genaueren Angaben machen.
Grüße
Alex
Alex380129 Beiträge · seit 201330. Apr. 2015 · #8@bongolander
Gibt es denn für den HDJ80 aus England einen Link, oder ist der bereits verkauft? Wäre ja hochinteressant für den Preis! Ich denke du meinst aber 180.000 Meilen? War der Wagen in NAM importiert oder Carnet?
Grüße
Alex
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201201. Mai 2015 · #9KTM schrieb:Liebe Fomis,
auf der Suche nach einem preiswerten Gefährt für unsere künftigen Reisen haben wir aus Namibia ein Angebot für einen Toyota Landcruiser ohne Camping-Equipment für gut 10.000 Euro. Die (etwas kurze) Beschreibung:
1997 model 4.2 L Normally Aspirated Diesel with 227000 km on the odometer (very little for conditions). It is equipped with a long range fuel tank, roof rack, extra spare wheel and bull bar.
Ich habe wenig Ahnung vom Wert solcher Fahrzeuge, meines Wissens ist Alter ein entscheidender Faktor, obwohl es auch heißt, daß diese Fahrzeuge recht wertstabil sind. Trotzdem würde ich mich um eine Einschätzung freuen, ob es sich anhand dieser Informationen lohnt, da näher einzusteigen. Jeder Hinweis ist willkommen, vielen Dank!
Liebe Grüße,
Dietmar
Saugdiesel. Werden für das Baujahr zwischen N$ 85-100.000 gehandelt.
Meilen oder km?
Einheimische Fahrzeuge haben km-Anzeige, reimportierte aus England Meilen.
Viele Tachos sind manipuliert.
Alex380129 Beiträge · seit 201301. Mai 2015 · #10@Swakop1952:
Das wäre um ein gutes günstiger als die Preise von denen ich ausgegangen bin. Wo muss ich denn da schauen, um einen Cruiser mit den genannten Daten und Ausstattung für 85.000 - 100.000 N$ zu bekommen?. Das wäre wirklich interessant! Habe ich auf den mir bekannten Seiten nirgends gesehen. Dietmar hat bereits geschrieben dass es Kilometer sind. Außerdem sind Japan-Importe (so wie meiner) auch mit km-Anzeige.
Grüße
Alex
KTMThemenstarter185 Beiträge · seit 201002. Mai 2015 · #11Vielen Dank für die Infos! Ob es ein HZJ75 ist, weiß ich nicht. Welchen Unterschied macht das?
Der km Stand ist tatsächlich ein 'km' Stand.
Liebe Grüße,
Dietmar
Alex380129 Beiträge · seit 201304. Mai 2015 · #12Ein HZJ75 und ein HZJ80 sind zwei verschiedene Fahrzeuge, zumindest bzgl. der Karosse. Die Technik ist bei beiden eigentlich gleich.
giraffenmog649 Beiträge · seit 200704. Mai 2015 · #13KTM schrieb:Vielen Dank an Christian, Alex und Johannes
für die Antworten! Eine Frage noch an Alex: Die 2000-3000 sind Einmalkosten, oder? Nicht dass wir das jährlich hätten... Für uns kämen dann sowieso auch noch die Kosten für die Ausrüstung dazu, da kommen vermutlich auch einige Kosten zusammen, oder?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Dietmar
Vielleicht überinterpretiert ich ein bisschen, aber solltest Du ein Auto kaufen wollen, um die Kosten gegenüber einem Leihwagen zu senken, dann lass es lieber! Ok, wir liegen bezüglich der Reparaturkosten und der Ersatzteile in einer anderen Preiskategorie - aber wir rechnen pro Jahr mit 4.000€ pro Jahr bei gefahrenen 12.000 km ohne den Kosten für neue Reifen. Wenn wir weniger fahren, sinken die Kosten für Verschleißteile und die Kosten für die Schäden durch langes Stehen steigen..... Da ich nicht im Hoarusib mit kaputten Motor oder defektem Getriebe stehen will, wird unser Dicker vor und nach jeder Tour durchgecheckt. Ich staune immer wieder, welche Schäden durch das dauernde Gerüttle entstehen. Hätten wir diese Dinge bei den Checks nicht gefunden, wäre uns längerfristig der Motor verreckt. Aktuelles Beispiel: Bruch der Aufhängung des Ventilators. Man kann ohne ihn fahren, aber wenn er vollständig ausfällt überhitzt der Motor.Reparaturkosten über 2.000€ Und das passiert beibringen alten Auto immer mal wieder!
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201404. Mai 2015 · #14Hallo Giraffenmog,
ist das ein 1300er? Da sind aber schon andere Systeme verbaut als am LandCruiser, Druckluftsystem, etc?
Aber recht hast Du: Günstiger als ein Mietwagen ist es erstmal nicht mit eigenem Auto, nur auf lange Sicht, bei vorsichtiger Fahrweise, vernünftiger Wartung und wenn man die Versicherungsprämien einrechnet bei den Mietwagen lohnt es sich meiner Meinung nach.
Wir waren beim G auch überrascht, als wir mal "tiefer" nach 10 Jahren und 50.000 km nachschauten... z.B. die Gummis an den Schaltklauen komplett aufgelöst...
Viele Grüße
Alex
KTMThemenstarter185 Beiträge · seit 201004. Mai 2015 · #15Hallo Giraffenmog und Alex,
vielen Dank für die wertvollen Hinweise! Vielleicht sind wir tatsächlich etwas naiv an die Sache herangegangen, was die Kosten betrifft. Wir wollen mit einem eigenen Auto nicht unbedingt Geld sparen, sondern dachten, daß wir am Ende so etwa pari aussteigen können. Denn natürlich will man das eigene Auto gut in Schuß halten, dann macht es ja einfach mehr Spaß.
Habt Ihr denn Erfahrung mit dem Durchchecken vor/nach der Tour? Klappt das auch in anderen Ländern wie Zim, Zam oder Tansania? Denn unser Fernziel ist schon, mit dem Auto auch in andere Länder zu fahren, und dort würden wir es auch gerne für die jeweils nächste Reise dann stehen lassen. Haltet Ihr es für realistisch, daß die Betreuung und Wartung dort auch ordentlich gemacht werden kann?
Vielen Dank!
Dietmar
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201404. Mai 2015 · #16Hallo Dietmar,
grundsätzlich hast Du mit einem Saugdiesel (und Toyota) gute Chancen, dass das alles leicht reparabel ist. Und die Technik ist robust, wie andere schon schrieben. Der Diesel selbst muss eben hin und wieder geprüft werden, idealerweise jede Tour Ölwechsel (bei uns 5-7000 km), wir lassen dann noch alles abschmieren von unten. Bewegliche Teile können sicher einige Werkstätten auch gut prüfen, eben auch Sichtprüfung, ob z.B. Dichtungen etc. leicht eingerissen sind, oder ob etwas losgerüttelt ist. Ersatzfedern (hinten immer noch Blattfedern?) können getauscht werden, das sollte alles machbar sein. Sobald viel Elektronik dazukommt (CDI...), kann es eben speziell werden.. geht aber sicher auch.
Wenn wirklich was kaputt geht, das evtl. sogar importiert werden muss, dauert es eben. Aber grundsätzlich sollen die LCs schon noch wartungsfreundlich sein und v.a. zu verstehen ohne Elektronikerausbildung (kenne ich nur von einigen Bekannten, selbst fahre ich noch was Älteres und lasse meinen Vater reparieren 😉 ).
Gruß
Alex
giraffenmog649 Beiträge · seit 200705. Mai 2015 · #17@Alex: klar ist der Unimog was anderes als der Landcruiser deswegen sagte ich ja, das wir in einer etwas anderen Preiskategorie liegen.....Leider!
@Dietmar
Wir sind mit dem Abstellen des Fahrzeugs sehr vorsichtig. Immerhin möchte ich alles, was ich dort gelassen habe auch wieder vorfinden. Selbst in Namibia soll es schon vorgekommen sein, das Solarpanels Beine bekommen haben. Und die sind nicht in 2 Minten abzuschreiben und wegzuschaffen! Wenn Dein Wagen irgendwo steht, haben “Interessent“ monatelang Zeit, sich den Wagen innen und außen anzusehen. Ich bin sehr froh, dass wir einen Stellplatz haben, wo auf die Wagen geachtet wird und er für Unbefugte nicht erreichbar ist. Dann muss der Betreuer des Wagens gerade längeren Standzeiten die Batterien regelmäßig laden. Liegengelassen Batterein können Dich bei der Anfahrt schon mal einen ganzen Tag kosten, da Du einen anderen Wagen brauchst, neue passende Batterien kaufen und die alten entsorgen musst. Ach ja, anschliessen musst Du die Dinger auch noch... Kontrolle der Reifen muss ebenfalls regelmäßig erfolgen. Kleinere Löcher merkt man manchmal erst nach Wochen. Wenn der Wagen lange auf einePlattfuß steht, geht auch allerlei kaputt! Viele Inhaber der Autohotels brauchen aus Platzgründen Deinen Wagenschlüssel, damit das Auto für andere Einsteller aus dem Weg gefahren werden kann. Prinzipiell ist es nicht schlecht, wenn der Wagen kurz bewegt wird. Aber: uns wurden schon Stellplätze mit dem Nebensatz “dann können wir den Wagen auch mal für eine Tour nutzen“ angeboten........!!!!! Ist bei Carnet Autos überging illegal und der Besitzer des Wagens, nicht der Fahrer zahlt die Zollstrafe!
Auch Werkstätten sind ein Thema für sich. Du solltest von Fahrzeugtechnik Ahnung haben und während die Arbeiten ausgeführt werden daneben stehen. Wir haben das auf die teuere Art gelernt: Völlig überzogene Preise, Ersatzteile die nicht eingebaut aber abgerechnet wurden und Getriebeöl im Motor. In Windhoek haben wir jetzt eine gute, zuverlässige Werkstatt, die uns als Sofort- und Barzahler sehr bevorzugt behandelt - und außer den Jungs von M&Z darf niemand mehr an den Wagen dran.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Diskussionen mit den Vermietern gar nicht so nervig sind und Mietwagen echte Vorteile haben!