Reisebericht

14 Tage im KTP - ein kleiner Reisebericht?

von Mabe · begonnen 18. März 2015 · 18 Teile

Über diesen Reisebericht

Ab Mitte Februar sind wir gut zwei Wochen im Kgalagadi Transfrontier Park unterwegs, mit einem gemieteten Hilux samt Dachzelt, fast ausschließlich auf Campingplätzen. Vor dem Parkeingang bei Twee Rivieren übernachten wir im Kalahari Trails Bush Camp, wo uns zahme Erdmännchen auf Schritt und Tritt begleiten und die Besitzerin viel über die Kalahari erzählt.

Im Park fahren wir von Nossob aus über die holprige, sandige Route nach Mabuasehube und zurück, campieren mitten im Nichts und erleben in Mapayathutlawa einen Löwen nur 30 Meter vom Zelt entfernt, der die halbe Nacht brüllt. Bei Polentswa sehen wir mehrfach Löwen am Wasserloch und erleben ein eindrucksvolles Gewitter; in den Wilderness Camps Gharagab und Bitterpan wohnen wir in einfachen Bungalows mit Blick auf die Pfannen. Auf dem Weg nach Mata Mata und weiter durchs Auob-Tal sehen wir noch Honigdachse und eine Wildkatze, dazu Kapfuchs, Geparden und Giraffen aus der Ferne.

Nach dem Park schließt sich in Augrabies ein Wandertag an den Wasserfällen an, während freche Paviane und grüne Meerkatzen den Campingplatz plündern.

Reisezeitraum
Ab Mitte Februar 2015, rund 20 Tage
Länder
Südafrika, Botswana
Reiseart
Selbstfahrer, Dachzeltcamping
Fahrzeug
Gemieteter Toyota Hilux mit Dachzelt (Bushlore)
Unterkunftsart
Campingplätze im und um den Park, zwei Nächte in Wilderness-Camp-Bungalows (Gharagab, Bitterpan)
Route
Bloemhof Dam – Kalahari Trails Bush Camp – Twee Rivieren – Nossob – Bosobogolo/Mabuasehube – Mapayathutlawa – Lesholoago – Nossob – Polentswa – Kaa – Gharagab – Polentswa – Bitterpan – Mata Mata – Augrabies – Upington
Fahrstrecke
Keine Gesamtkilometer im Bericht; einzelne Etappen genannt, z. B. rund 160 km an einem Tag nach Mabuasehube
Flug/Anreise
Fahrzeugübernahme in Johannesburg, Rückgabe in Upington, weiter über Johannesburg nach Pretoria
Besonderheit
Erdmännchen-Habituierungsprojekt im Kalahari Trails Bush Camp; nächtlicher Löwenbesuch nur 30 m vom Zeltplatz in Mapayathutlawa
Gebiete
Kgalagadi Transfrontier Park · Mabuasehube · Auob-Tal · Nossob-Tal · Kalahari · Augrabies Falls Nationalpark
Orte
Twee Rivieren · Nossob · Polentswa · Mata Mata · Kaa
Unterkünfte
Kalahari Trails · diverse Campsites im KTP · Bungalows · Gharagab · Bitterpan · Augrabies
Reiseart
Selbstfahrer · Dachzeltcamping
Bedingungen
Wellblechpiste · Tiefsandpiste · Gewitter
Natur
Erdmännchen · Löwen · Braune Hyäne · Tüpfelhyäne · Geparden · Giraffen · Honigdachs · Kapfuchs · Warzenschweine · Wildkatze · Oryx · Riesentrappe · Schakale
Teil 118. März 2015
Guten Abend,
besteht noch Bedarf an Berichterstattung aus dem KTP?

Nachdem mich das Forum oft so gut unterhält und so wertvolle Informationen liefert, möchte ich doch einen Teil zurückgeben.
Es wird kein vollständiger, ausführlicher Bericht, soll aber die Route beschreiben und ein wenig die Erlebnisse und Erfahrungen wiedergeben. Ab und an gibbet dann Bilderkes dazu.

Wenn Fragen sind, dann bitte fragen 🙂

Wir waren ab Mitte Februar unterwegs und haben bis auf zwei Nächte in den Wilderness Camps ausschließlich auf campsites übernachtet.

Tag 1
Ankunft Johannesburg, die Fahrzeugübergabe findet am Flughafen von statt 🙁
Wir haben den Eindruck, dass es schnell gehen soll, lassen uns aber nicht hetzen, uns alles zeigen, packen aus, bauen auf. Sicher ist sicher… Nicht, dass wir nachher in der Pampa sind und z.B. ein Stuhl unbrauchbar ist. Alles schon mal dagewesen.
Es ist wie gewünscht ein Hillux mit bewährtem Dachzelt. Die Ausstattung lässt bis auf die Tischdecke und die abgewetzten Kaffeebecher aus Plastik nichts zu wünschen übrig. Gut, ergänzen wir das beim ersten Einkauf, ein bisschen Stil muss sein.

Ziel heute sollte eigentlich Kuruman oder zumindest Vryburg sein. Wir unterbrechen die Fahrt durch die eintönige Gegend (Minen) mehrfach, um erste Einkäufe zu erledigen. Schließlich müssen wir uns für rund 14 Tage eindecken und zumindest Alkohol gibt es morgen (Sonntag) nicht. Dennoch zieht es sich und wir entscheiden -nachdem wir auch noch eine Abzweigung von der N12 verpasst haben- am Bloemhof Dam zu übernachten: ein großer See, viele Angler, aber überschaubar belegt. Nur die Sanitärräume lassen zu wünschen übrig.

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Teil 218. März 2015
Ohje, ohje...Miezekatzen...das könnnnnte schwierig werden...gehen auch erst mal Erdmännchen?

Tag 2
Heute stehen die Großeinkäufe auf dem Programm. Man weiss ja nicht, was es in den Hauptcamps im Park so gerade gibt.
Wir berauben unter anderem den Spar in Upington um rund 22 5 l-Kanister Wasser, fallen natürlich damit auf und werden prompt vom Sicherheitsmenschen bis zum Auto begleitet. Ansonsten ist der Spar eher sparsam bestückt, könnte aber daran liegen, dass Sonntag ist. Der Pick ´n´Pay in der Kalahari Mall bietet zum Glück ein umfangreiches Sortiment, so dass wir auf nichts verzichten müssen: 30 Dosen Stoneys, Kartoffeln, Gemsquash, diverses Grillgut, allerlei Frischwaren, Kaffeetassen, der Einkaufswagen wird schön voll...nur Tischdecken machen sich rar.

Am späten Nachmittag erreichen wir kurz nach der ersten flüchtigen Erdmännchensichtung auf der R360 rund 35 km vor dem Eingang zum KTP bei Twee Rivieren das Kalahari Trails Bush Camp. Bei der Suche nach der Besitzerin stossen wir auf drei herumwuselnde Scharrtiere. Man muss aufpassen, dass man nicht über die Drei stolpert.


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Wir sind die einzigen Camper, haben einen Platz mit Wind- und Sonnenschutz, ein altes Fass als Grill- und Feuerstelle sowie die ablutions ganz für uns alleine.
Teil 319. März 2015
@serengeti
Danke für die Richtigstellung. Wir haben in mehreren Läden unterwegs und in Upington halt gemacht. Da war ich mir schon sicher, dass das Pick ´n´ Pay war...Nun gut

Tag 3
Der Tag ist der Einstimmung auf die Kalahari gewidmet. Mit der Eigentümerin des Bush Camps und der Begleitung der Erdmännchen Tina und BB machen wir einen Morgenspaziergang und erfahren viel über die Gegend und betreiben Spurenlesen. Absolut lohnenswert, die Frau hat viel zu erzählen!
Jedes Mal, wenn uns Anne Rasa mit einem Zeigestock z.B. eine Bodenfalle von Spinnen oder die Unterschlüpfe von Skorpionen zeigen will, fangen die beiden wie verrückt an zu graben.


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Es sind rund 40 Grad, aber da es trockene Hitze ist, lässt sich das ganz gut verkraften.
Den Rest des Tages relaxen wir und versuchen die Großeinkäufe vernünftig im Auto zu verstauen. Tina und BB leisten dabei Gesellschaft, untersuchen alles ausgiebig, graben hier und dort, um dann von jetzt auf gleich umzufallen und einzuschlafen. Eine bessere Unterhaltung kann man sich kaum vorstellen.


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Teil 419. März 2015
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Teil 519. März 2015
Gut, dass ich heute etwas Tagesfreizeit habe 🙂

Neben Erdmännchen gibt es hier auch noch Fuchsmangusten...
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Aber nach wie vor der Hit sind natürlich die Erdmännchen. Sorry, aber ein paar davon müsst ihr noch aushalten .
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Im Dunkeln gehen wir eine Runde, um nach nachtaktiven Tieren Ausschau zu halten, finden ausser Skorpionen aber nichts. Kann mir mal jemand erklären, warum die im UV-Licht so leuchten? Ohne, wären die nicht zu erkennen gewesen.

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Teil 619. März 2015
@fordfahrer
Danke für den link!

Tag 4
Das Kalahari Trails kann ich absolut zur Einstimmung in die Kalahari empfehlen und natürlich besonders, wenn man mal Erdmännchen-Naherfahrungen machen möchte 🙂

Heute geht es via Twee Rivieren in den Park.
Die Übernachtungsplätze sind komplett vorgebucht und wir kaufen uns eine wildcard. Für den Besuch im KTP gibt es einen "Laufzettel", der bei Ankunft in den südafrikanischen Camps jeweils abzugeben ist. Bei Abfahrt wird dann die nächste Destination vermerkt. So richtig erschliesst sich mir der Sinn nicht, weil die botswanischen Camps hier nicht eingetragen werden (da ist ja auch niemand Offizielles).

Im gleichen Gebäude sind auch die botswanischen Behörden angesiedelt. Wir lassen nur unsere Buchungsbestätigungen hier und das war es schon.
Da wir den Park an gleicher Stelle auch wieder verlassen werden, müssen keine Grenzformalitäten erledigt werden. Reisen kann so einfach sein… Der Reifendruck wird noch von knapp 3 auf 1,5 bar abgesenkt und auf geht´s.

Tagesziel ist Nossob, eines der großen Restcamps. Unterwegs gibt es die ersten Antilopen, insbesondere Oryxe, Strausse, Riesentrappen und Sekretäre. Nichts spektakuläres aber ganz nett für den Einstieg.

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Mangels größerer Objekte, richten wir den Blick auf kleineres...Vögel z.B.

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Nossob bietet eine gute Infrastruktur und trotz der 40 Campsites ausreichend Platz. Es ist vielleicht ein Drittel belegt. Im Laden könnte man fast alles bekommen, außer Frischwaren und 5 L-Kanistern Wasser. Ein großer Kühlschrank ist mit tiefgefrorenen Fleischwaren gefüllt (Rind, Lamm, Boerewoorst...). Aber wir sind ja versorgt.
Es gibt einen Pool, der die Mittagshitze erträglich macht.
Ein „spätnachmittags Gamedrive“ bringt keine besonderen Sichtungen, auch der Besuch im Hide nicht.
Teil 719. März 2015
Tag 5
Heute geht es ganz in den Osten des Parks, auf die botswanische Seite nach Mabuasehube. Es gilt auf einer einspurigen, schön sandigen Strecke mit ordentlich Wellblech gleich am Anfang einige Dünen zu queren. Sie sind nicht sonderlich hoch, aber die Spuren sind zum Teil gut ausgefahren und man muss mit Schwung hinauf, um nicht stecken zu bleiben. Für die ersten 20 km brauchen wir gut eine Stunde…und wir haben 160 km vor uns… Eine Düne stellt sich als Übungsobjekt zur Verfügung und verlang drei Anläufe. Im Gebüsch versteckt, beobachtet ein Steinböckchen unser lustiges Treiben. Der Rest der Strecke ist nicht ganz so langwierig, aber dennoch tierarm. Ein paar Oryxe und Steinböckchen, Tokos in Matopi 1.

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Nach 5 Stunden erreichen wir Bosobogolo. Boso 1 ist belegt, wir campieren auf Boso2, ein paar hundert Meter weiter. Ansonsten ist weit und breit niemand. Wir haben ein Plumpsklo, eine Duschvorrichtung, die mit selbst mitgebrachtem Wasser funktioniert, ein Schattendach und einen schönen Blick auf die Pan.

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Die holprige Anreise hat einige Verluste mit sich gebracht: nicht alle Joghurts im Kühlschrank haben überlebt, ein, zwei Stoneys sind undicht und in einer Kiste ist eine Tüte Mehl geplatzt. Ergo, besser packen.

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(Kalahariheckensänger)

Morgen wird es spannender..da kommen dann auch mal Miezekatzen...
Teil 820. März 2015
Tag 6
Morgens schauen wir beim Hellwerden noch ein wenig aus dem Dachzelt und – das gibt´s doch gar nicht!- eine braune Hyäne läuft direkt an unserem Stellplatz vorbei.

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Wir wollen mal eine Frühpirsch versuchen (sind sonst eher die Spätaufsteher) und finden kurz vor dem Abzweig nach Nossob …Erdmännchen! Zahlreiche Löcher mit den putzigen Mangusten. Gar nicht scheu präsentieren sie sich direkt am Wegesrand neben unserem Auto und unterhalten uns für eine Weile – Juhu!

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Nach ausgiebigem Frühstück steht nur eine kurze Wegstrecke nach Mapayathutlawa, der Nachbarpfanne, auf dem Programm. Die Pan hat ein Wasserloch, an dem sich überwiegend Raubvögel (Geier, Gaukler…) herumtreiben. Die großen Vögel schrauben sich hoch in die Lüfte und die Schwingen machen ordentlich Krach, wenn sie wieder heruntersausen.
Mpaya 1 ist mit drei südafrikanischen Fahrzeigen belegt, wir ein paar hundert Meter entfernt, stehen für uns. Das Camp hat ein Plumpsklo, eine Dusche mit Wasser, einen Spülstand, ein Schattendach in ca. 30 m Entfernung und Löwenspuren 🙄 .
Die Mittagshitze treibt uns zur Siesta und wir lesen unter dem Schattendach. Dumpfe, hustenartige Geräusche lassen uns aufhorchen, man sieht aber nichts. Kurz darauf fahren einige Fahrzeuge um unsere Dusche…kommen dann zu uns und fragen, ob wir den Löwen gesehen hätten…!!!!! Schwups sitzen wir im Auto und fahren die 30 m…mir wird ganz übel, wenn ich daran denke, dass ich dort kurz zuvor noch zu Fuss herum gelaufen bin.

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Wir drehen eine Runde zum Wasserloch, der Löwe liegt bei Rückkehr immer noch dort. Gut, duschen wir halt nicht heute.

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Man arrangiert sich und bereitet, geschützt von Auto, Schattendach und Lagerfeuer das Abendessen. Mit Beginn der Dämmerung fängt der langhaarige Mitbewohner an zu brüllen. In nur 30 m Entfernung ist das ganz schön laut und ich esse im Auto zu Ende. Der Sundowner kommt mit ins Zelt, in dem wir relativ schnell verschwinden. Im Laufe der Nacht brüllt der Langhaarige auch mal von der anderen Seite des Zeltes, er ist also in Bewegung. Da möchte man keine Antilope sein... Irgendwann schläft man auch darüber ein…
Teil 920. März 2015
Ohje...schlechte Zeit zum Weiterschreiben...alle beim Forumstreffen in Kronau.
Na gut, dann gibt´s für die Daheimgebliebenen noch ein paar Bilderkes...

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und ich verabschiede mich auch ins WE...
Teil 1023. März 2015
Danke an alle Danke-Button-Drücker und Kommentatoren. Macht doch gleich mehr Spass, wenn es ein bisserl Feedback gibt 🙂

Tag 8
Morgens beobachten wir dann –mal wieder- eine braune Hyäne und zur Abwechslung eine Tüpfelhyäne in der Pfanne. Dann geht´s über die Rüttelpiste zurück nach Nossob. Von Ost nach West fahren sich die Dünen leichter..

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Tag 9
Wir machen zunächst kleinere Aufräumarbeiten: der Wassertank hat geleckt, der Hahn vom Schlauch hat sich verabschiedet und das Licht im Cab hinten ging nicht mehr.
Am späten Vormittag geht´s auf den kurzen Weg nach Polentswa. Unterwegs gibt´s ein paar nette Raubvögel


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- ist das ein Zwergadler (wegen der behaarten äh gefiederten Beine) oder eher ein junger Kampfadler??-

und Löwen.

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Wir beziehen unser nahegelegenes Camp und geniessen den Blick über das Nossob-Flussbett.
Teil 1124. März 2015
Später fahren wir noch mal an das Polentswa Wasserloch und sehen -schon wieder- Löwen.

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Ein paar andere Autos sind auch schon da und die Löwen erfreuen sich am gewonnenen Schatten…


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Teil 1225. März 2015
Tag 14
Heute geht´s nach Gharagab. Früh brechen wir auf und sehen immer wieder Erdmännchen, Erdmännchen und Erdmännchen!

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Über Unions End (Namibia ist auf der anderen Seite vom Zaun) und eine anfangs schöne Dünenstrecke (oneway) geht es in eines der Wilderness Camps (feste Unterkunft), nach Gharagab.

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Schlappe sechs Stunden sind wir unterwegs und sind froh, auch diese Rüttelstrecke hinter uns zu haben.
Vier Bungalows mit Blick auf ein Wasserloch. Dort gibt es braune Hyäne, Schakale, Pfeifratten, Streifenmäuse und Fledermäuse im Bungi.

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Ganz nett eingerichtet, mit eigenem Bad und Küche, aber trotz der Entfernung zum nächsten Bungi hört man seine Nachbarn und jeden Schritt.
Teil 1326. März 2015
Tag 15
Heute geht´s wieder nach Polentswa

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Dieses Mal hat´s keine Löwen am Wasserloch, die Campsite gefällt uns aber ausnehmend gut. Wir sind relativ früh mit allem fertig heute (Essen), warten aber noch mit dem Zeltaufbau. Und das ist gut so. Erst kommt wie aus dem nichts ein Sturm, dann wird es wieder weniger. Dann wird es zum Sonnenuntergang richtig schön dunkel, mit Blitz und Donner, Wetterleuchten und tatsächlich ein bisschen Regen. Wir sind vom Schauspiel fasziniert und flüchten ab und an ins Auto.

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Tag 16
Polentswa-Bitterpan
Heute steht das zweite Wilderness Camp auf dem Programm – Bitterpan. Wir fahren über Nossob, verbringen den Mittag im Pool und lassen uns dann das Tor für den Zugangstrail öffnen. Wieder eine oneway Route durch Dünen mit Holperstrecke. Die Wasserlöcher auf dem Weg sind trocken, sehen tun wir außer der hübschen Landschaft nicht so viel.

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Teil 1427. März 2015
Bitterpan hat vier Bungis, die alle miteinander über einen Steg verbunden sind. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und einen Gemeinschaftsgrill.
Eine ältere einzelne Dame ist mit einem Guide unterwegs, der sich nicht nur sehr breit in der Küche macht, sondern auch direkt den Grill belegt. Er macht sich gar nicht die Mühe, das Holz aus dem Sack zu nehmen und kunstvoll aufzuschichten...nein, der Plastiksack wird als Ganzes angezündet. Gibt jedenfalls n schönes großes Feuer...
In den Bungis stehen nur zwei Betten, aber man hat einen eigenen Balkon/ Garten mit Blick auf die Pan. Das Bad ist auf dem Gang…
Eigentlich ganz hübsch. Am lokalen Wasserloch passiert allerdings nicht viel. Es gibt Schakale, Oryx und Hartebeest. Konstruktionsbedingt hört man auch hier die Nachbarn…

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Tag 17
Uns fehlt noch das Auob-Flussbett und damit der Südosten des Parks. Wir fahren nach Mata Mata an der namibischen Grenze.
Auf dem Weg entdecken wir zwei Honigdachse, die sich im Gebüsch mit zwei Falken heftig um etwas streiten.

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Später noch zwei Löwen (undokumentiert).

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In Mata Mata genießen wir die Mittagshitze im Pool. In rund 300 m Entfernung, schon auf der namibischen Seite soll es einen farmstall mit gutem Fleisch geben. Der nette Grenzer lässt uns ohne Formalitäten zu Fuss rüber gehen. Der Laden ist leider geschlossen (Sonntag) und auch auf der dazugehörigen Farm treffen wir niemanden an. Also gibbet wieder leckere Booreworst.

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Teil 1527. März 2015
Ohje, ohje, jetzt bin ich doch glatt ein bisserl durcheinander gekommen und hab das Highlight des Vortages verschwitzt...

An einem dieser Wasserlöcher, die als geschlossen gekennzeichnet, waren, sich aber aufgrund des Regens wohl doch eine natürliche Pfütze gebildet hatte...

ein Brownie und das ganz nah und ausführlich...!!

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Teil 1628. März 2015
Abends in Mata Mata hören wir fauchende Geräusche...aus der Luft ?! Nach ein wenig Sucherei finden wir dann auch tatsächlich die Verursacher: drei junge Perlkäuze, die noch nicht richtig sprechen können...

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Tag 18
Ein langer Fahrtag nach Augrabies steht auf dem Plan. Wir brechen früh auf, um auch noch ausreichend Zeit an den Wasserlöchern des Auob zu haben.

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Insgesamt ein etwas übersichtlicheres Gebiet ohne hohe Seitenwälle an der Strasse. Wo hier vor ein paar Tagen Regen fiel ist es ganz schön grün!

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Insgesamt ist die Ausbeute für den letzten Tag nicht so schlecht:

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Ein Kapfuchs vor seinem Bau. Leider ziemlich weit weg, aber immerhin

und endlich einmal Hoepoes, die nicht sofort abhauen...
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Achja und Löwen und Warzenschweine, die für ein Foto wieder viel zu scheu sind.
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und dann noch ein Highlight: eine wildcat! Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man es auch für eine gemeine Hauskatze halten 🙂

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Zur Abrundung des Ganzen gab es noch Geparden (weit weg und gerade so im hohen Gras zu entdecken) sowie ein paar Giraffen (leider ebenfalls viel zu weit weg). Aber immerhin gesehen!

Wir verlassen den KTP, fahren via Upington durch die hübsche und erstaunlich grüne Orange River Wine-Region und kommen nach Augrabies. Nach der relativ flachen Kalahari sind die Berge und Felslandschaften eine schöne Abwechslung.
Auf der großzügigen Campsite sind noch zwei, drei andere Gäste. Die zahlreichen Chalets wirken größtenteils unbewohnt. Wir haben die Sanitärräume fast für uns und zwei Pools zur Auswahl. Die Pools sind leider etwas ungepflegt und es gibt viel zu viele Fliegen...
Ein erster Besuch der Wasserfälle ist schon beeindruckend.

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Im Abendlicht verfärben sich die Felsen wunderschön und Tausende von Fledermäusen fliegen durch die Schlucht.

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Tag 19
Auf Rumfahren haben wir keine Lust, obwohl der Augrabies NP einiges am Kilometern zu bieten hätte. Wir machen einen Wandertag und gehen in den noch etwas kühleren Morgenstunden zuerst den gut ausgeschilderten Dassietrail. Nicht ganz einfach, mit ordentlich Kletterpartien, aber sehr schön.

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Teil 1830. März 2015
Nachmittags gehen wir noch den Ebonytrail, der durch dichtes (verbranntes?) Strauchwerk geht. Ein schönes Gebiet zum Verlaufen. Es gibt scheue Elands und in den Büschen rascheln immer wieder die Affen.

Ach ja, die Affen...das einzig lästige in Augrabies. Marodierende Affenbanden ziehen fast den ganzen Tag durch das Camp: Paviane und grüne Meerkatzen haben sich den Tag aufgeteilt. Sie tun zunächst unbeteiligt, schicken ihre Kleinen zur Ablenkung vor, um dann blitzschnell irgendwas an Nahrung abzugreifen. Wir sind präpariert und haben keine Verluste zu beklagen. Anders die Nachbarinnen, die nach einer Komplettdurchsuchung der draussen stehen gelassenen Gegenstände (Kühlbox!) mit anschliessender Verwüstung nichts gelernt haben und Abends auch noch Diebstahl vom Grill verzeichnen müssen.

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Sie haben so schöne blaue ...Augen?!

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Das sind die deutlich putzigeren Gesellen, nicht alle haben so einen markanten Überbiss.

Abends sind die Fälle übrigens beleuchtet..

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Tag 20
Nach Upington ist es heute nicht weit. Die Fahrzeugrückgabe verläuft problemlos in 15 Minuten. Am Flughafen (beschaulich) vertreiben wir uns die Zeit, machen eine Weinprobe und kaufen ein paar Flaschen als Mitbringsel für unsere Freunde in Pretoria. Flüssigkeiten oder gar Flaschen mit ins Flugzeug nehmen-kein Problem. Fliegen kann so einfach sein.

Damit ist meine kleine Berichterstattung beendet. Sie ist dann doch länger geworden als eigentlich gedacht. Aber wenn man erst mal anfängt... 🙂

Zum besseren Verständnis will ich doch hier noch unsere komplette Reiseroute einstellen, da das Hin und Her etwas verwirrend sein könnte. Wir wollten auf jeden Fall nach Mabua und nach Kaa sowie das Nossob und das Auob Flussbett besuchen. Bei Ein- und Ausreise über Twee Rivieren gar nicht so einfach, das alles unter einen Hut zu kriegen.
Letztlich ergaben sich nach Ankunft und Fahrzeugübernahme in Johannesburg so folgende Übernachtungsplätze:

Bloemhof Dam

Kalahari Trails Bush Camp (2x)

Nossob

Bosobogolo

Mapayathutlawa

Lesholoago

Nossob

Polentswa

Kaa Thupapedi

KaaSwartpan

Kaa Gate

Gharagab

Polentswa

Bitterpan

Mata Mata

Augrabies (2x)

Fahrzeugrückgabe in Upington und via Johannesburg nach Pretoria

Fazit:
Insgesamt würden wir es weitestgehend wieder machen. Nur den Bosotrail würden wir vermeiden und keinesfalls 2 x fahren wollen. Wenn es irgendwie geht auf der Mabua-Seite rein, dann die cutline hoch nach Kaa und von dort wieder südwärts.

Sodele und als nächstes wollen wir in den Caprivi/Zambezi...Da muss ich als Reiseleitung erst mal gaaanz viel Reiseberichte lesen 😁

Tschö
Mabe

und natürlich "Danke" an alle Mitlesenden und Danke-Button-Drücker!
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