Reisebericht

Tansania - Oktober/November 2014

von Bebbl · begonnen 17. Nov. 2014 · 12 Teile

Teil 117. Nov. 2014
Hallo liebe Formis,

ich war letzten Monat nochmal ganz ganz kurzfristig in Tansania. Dabei besuchte ich nur die Nationalparks Tarangire und Serengeti. Da ich allein gereist bin habe ich leider keine Anekdoten ala HummelDumm zu berichten. Auch bin ich in beiden Nationalparks von einem Standort aus gestartet, so dass ich auch keine Toilettenbilder zum Besten geben kann. Da ja bereits schon unzählige Formis sowohl den Tarangie wie auch die Serengeti besucht haben, stellt sich mir nun die Frage:

Soll ich euch tatsächlich mit den hundertsten Löwen, Leoparden, Geparden, Elefanten und Migrationsbildern langweilen?


Ich bin mir tatsächlich unschlüssig, da es drumherum nicht wirklich viel zu erzählen gibt und der Reisebericht dann sehr bildlastig werden würde. Also wäre ein kurzes Feedback diesbezüglich nett!

VG
Andy

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So, auch wenn jetzt die Resonanz nicht so riesig war fang ich dann mal an mit meinem Reisebericht. Wenn ich nämlich noch länger warte krioeg ich womöglich die Reihenfolge nicht mehr zusammen. Da ich ja alleine gereist bin, habe ich jede Menge Platz im Auto und hoffe, dass einige begeisterte Ostafrikainteressierte Platz nehmen.

Tag 1 - Usa River
Ganz kurzfristig entschied ich mich nochmal für 2 Wochen nach Tansania zu fliegen. Geplant waren 3 Tage Tarangire Nationalpark und 9 Tage Serengeti. Da ich alleine unterwegs war, ließ ich den Krater diesesmal ausfallen. Die Preise sind für eine einzelene Person schon exorbitant hoch und ich war ja bereits zweimal dort. Im Vorfeld hatte ich mich schlau gemacht wo sich die Migration befinden würde. Eigentlich sollte sie Ende Oktober im Norden der Serengeti sein, deshalb war geplant 3 Tage in der Seronera Region zu verbringen und danach in Richtung kenianische Grenze zu fahren. Ich hatte mich kurz mit Sikoyo, unserem Guide vom Februar, kurzgeschlossen und er hatte mir einen Wagen reserviert. Also den Flug gebucht und schon ging´s los!
Der mit KLM gebuchte Flug führte mich über Amsterdam nach Kili Airport. Zwar fliegt man mit KLM mit der Kirche ums Dorf, da ich ja in Stuttgart losflog und dann in Amsterdam umsteigen musste aber trotzdem war die Gesamtzeit kürzer als z.B. mit Turkish Airlines und preislich war´s auch billiger. Der Flug startete und landete pünktlich, so daß ich wie angekündigt um 19:45 Uhr am Kili Airport ankam.
Dort wartete auch schon Lazaro, mein Guide mit dem ich bereits im Februar gute Erfahrungen gemacht hatte. Wir fuhren zu Johannes` Lodge wo ich mit seiner Frau Happy noch einen Absacker trank. Happy war Tage zuvor in der Serengeti und erzählte mir, dass die Migration in der Seronera Region angekommen sei. Ich war etwas verwundert aber, wie sich später herausstellte, war es tatsächlich so. So konnte wir uns das auf- und abbauen der Zelte und den Umzug in den Norden der Serengeti ersparen. Glück gehabt!

Tag 2 - Arusha/Tarangire Nationalpark

Am Morgend es nächsten Tags hollte mich Sikoyo ab und wir machten uns auf den Weg nach Arusha um unseren Koch Prosper und die Lebensmittel abzuholen, den Wagen vollzutanken und mich mit Getränken einzudecken. Gegen 11 Uhr gings los in Richtung Tarangire Nationalpark. Die Fahrt über die gut ausgebaute Teerstraße bis zum Park ging ziemlich schnell vorbei. Nur das letzte Stück, ungefähr 8 oder 9 Kilometer bis zum Parkeingang war dann wieder Rüttelpiste.
Am Parkeingang angekommen erledigte Lazaro die Formalitäten und ein Parkbediensteter sprühte unser Fahrzeug mit einem Mittel gegen die Tse Tse Fliege ein. Warum er allerdings die Reifen einsprühte bleibt wohl sein Geheimnis. Vielelicht hatte er Angst die Fliegen würden ein Loch in den Reifen beißen.
Nach der Parkeinfahrt waren es nur wenige Kilometer bis zum Zeltplatz. Dort angekommen sah ich mit Schrecken, dass bereits eine Vielzahl an Zelten in Reih und Glied aufgebaut waren. Mindestens 25 Zelte standen dort nebeneinander. ich ahnte Schlimmes ... es stellte sich jedoch heraus, dass die erwartete große Reisegruppe erst in 3 Tagen kommen würde, just an dem Tag an dem wir abreisen werden. Wieder Glück gehabt! Es war also so, dass zwar unheimlich viele Zelte auf dem Platz standen jedoch am ersten Tag nur zwei Gäste hier waren ... das waren ich und eine Amerikanerin aus Pennsylvania.

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Nachdem die Zelte aufgebaut waren, machten wir uns noch auf den Weg in den Park zu einem Game Drive. Und schnell merkte ich, dass der Park seinen beiden Beinamen alle Ehre machte ... Park der Tse Tse Fliegen und der Elefanten. Beide Spezies kamen in Massen vor. Wobei mir die Elefanten naturgemäß lieber waren. Wir waren also noch nicht weit gefahren als schon die ersten Dickhäuter unseren Weg kreuzten. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich persönlich noch nie soviele Elefanten in einem Park gesehen habe. Sie waren wirklich allgegenwärtig. Vielleicht lag es an der Trockenheit, denn der sonst so vielgepriesene immer wasserführende Tarangire Fluß war zu einem Rinnsal zusammengeschrumpft und teilweise oberirdisch völlig ausgetrocknet. Dadurch traten die Elefanten natürlich am Fluß geballt auf.

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Man sah wie die Elefanten Löcher gruben um an das begehrte Naß zu kommen. Wobei es aber immer wieder Stellen gab an denen der Fluß noch Wasser führte. Also so ganz verstand ich die Beweggründe der Dickhäuter nicht, Löcher zu buddeln wenn doch nen Kilometer weiter der Fluß Wasser führte. Aber erstens bin ich kein Elefant und zweitens muss ich ja auch net graben 🙂

An einer Stelle wo der Fluß eine Biegung machte hatten wir ein komische Situation als wir viele Elefanten die wirkliche steile Uferböschung mühsam empor "klettern" sahen.

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Als ein Bulle oben angekommen war, hat ihn irgendwas im Hintergund so dermaßen erschreckt, dass er wie von der Tarantel gestochen (oder war´s doch ne Maus?) wieder den Hügel hinterstürmte. Und die gesamte Herde hinterher. Wild trompetend im Schweinsgalopp... Wer oder was der Grund für den plözlichen Richtungswechsel war konnten wir leider nicht feststellen...


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Auf unserer Weiterfahrt kreuzte ein Schakalpärchen unseren Weg, die man schon von weitem durch den ausgetrockenten Fluss rennen sah und eine Giraffe beäugte uns misstrauisch in ihrer Hanglage.

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Der Tarangire Nationalpark ist ja besondersw für seine zahlreichen Baobabs bekannt und wir konnten in den Folgetagen unzählige dieser riesigen und eindrucksvollen Bäume entdecken. Sie geben dem Park irgendwie ein urzeitliches Aussehen. ich fand sie jedenfalls sehr beeindruckend. Auf den Bildern kommt das nie so richtig rüber...

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Dann entdeckten wir noch tatsächlich einen Leoparden. Am ersten Tag! Echt Glück gehabt! Der Leo lag auf einem Termitenhügel in sehr großer Entfernung.

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Wir blieben ziemlich lange dort stehen und warteten, dass er sich doch bewegen würde. Mit uns nur ein weiteres Fahrzeug, das aber schnell aufgab und so waren wir alleine. Aber langsam wurde es schon dämmrig. Wir fuhren ein Stück weiter und suchten eine Möglichkeit für eine bessere Position. Dabei steißen wir auf zwei Impalas, die sich genau auf den Leoparden zubewegten. Auch der Leopard sah die beiden Impalas und begann sie zu bejagen. Leider war das Licht schon zu schlecht zum fotografieren. Letztendlich haben die Imapalas die Raubkatze jedoch entdeckt und der Leo musste unverrichteter Dinge abziehen ... doch das positive war, er kam genau in unsere Richtung. So trottete er langsam auf unser Auto zu ... und schlurfte direkt hinter unserem Auto an uns vorbei. ich habe davon nur ein einziges Bild welches auch nur zu Beweiszwecken taugt, da es schon recht dunkel war. Was mich beeindruckte war die Lautlosigkeit. Da der Motor aus war, hörte man absolut ... nichts, aber rein gar nichts. Jeder Tritt der Katze war wie auf Wolken absolut geräuschlos. Ein faszinierendes Erlebnis!

Auf dem Rückweg genoss ich noch den herrlichen Sonnenuntergang im Tarangire der mir bereits am ersten Tag ein solches Erlebnis bescherte.

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Teil 225. Nov. 2014
Tag 3 - Tarangire Nationalpark

Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns schon früh auf den Weg um einen ersten Game Drive vor dem Frühstück zu machen. Der Park begrüßt uns mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Die Luft ist frisch und klar. Die Temperaturen lagen in der Nacht um die 15° und ließen einen angenehmen Schlaf zu.

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Oberhalb des Tarangire Fluß hat man einen traumhaften Blick über den Park. Im Gegensatz zur Serengeti, die aus weitläufiger Grassavanne besteht befinden sich im Tarangire Nationalpark viele Bäume. Und immer wieder sieht man die mächtigen Baobabs die einzeln dastehen.

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Der Legende nach hat der Teufel aus lauter Wut den Baum ausgerissen und wieder verkehrt herum in die Erde gesteckt. Ich kann mir net helfen, aber genauso sehen die riesigen, steinalten Bäume auch aus. Manche haben riesige Löcher, die von Elefanten auf Wassersuche verursacht wurden.

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Nach zwei Stunden kehren wir zurück zum Camp um zu frühstücken. Danach geht es wieder in den Park.

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An einer Weggabelung entdecken wir die Überreste einer Gepardenmahlzeit. Zuerst mutmaßen wir ob es ein Leopard gewesen sei, da die Überreste jedoch nicht auf einen der naheliegenden Bäume geschleppt wurde war wohl ein Gepard der Verursacher. 2 Adler warten in einem Baum direkt am Tatort auf eine Gelegnheit sich über die Reste her zu machen. All zu lange kann der getöte Buschbock noch nicht hierliegen, denn das Blut sieht noch sehr frisch aus. Wir warten in einiger Entfernung und hoffen, dass die Raubkatze zum Riss zurückkehrt. Aber es tut sich nichts und so fahren wir irgendwann weiter.

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Als wir am späten Nachmittag zu der Stelle zurückkehren lag der tote Buschbock unverändert da. Unglücklicherweise hat sich ein toter Geier zu ihm gesellt. ich nehme an, dass er von einem Auto angefahren wurde. Der Anblick des toten Geiers machte mich sehr wütend... weil so sinnlos.
Auf dem Nachmittags Game Drive beobachteten wir lange Elefanten auf ihrer Suche nach Wasser. Es war einfach schön diese Tiere mehr als eine Stunde zu beobachten ohne ein weiteres Fahrzeug zu sehen. Überhaupt war im Tarangire Nationalpark nicht viel los. Im Gegensatz zur Serengeti geradezu leer. Und so hatte man viele Sichtungen für eine gewisse Zeit für sich alleine. Bei den meisten Safariguides ist ja sowieso Hektik angesagt weil sie versuchen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel reinzupacken. Ich wollte das nicht und habe das auch so Lazaro kommuniziert. So kam es, dass wir oft Stunden an einer Sichtung verbrachten und es einfach genoßen ohne stressig von einem Höhepunkt zum anderen zu jagen.

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Viele der Dickhäter suchten in der Mittagshitze Schatten unter den Affenbrotbäumen. Obwohl die Nächte kühl waren stieg die Temperatur im Lauf des Tages schnell an und erreichte um die 30° C.

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Einer meiner größten Wünsche war es einmal eine Giraffe beim Trinken zu fotografieren. Klar, ist jetzt nicht so ausgefallen aber ich hatte das leider noch nie Live gesehen. Und tatsächlich machte uns am Nachmittag einer dieser grazilen Pflanzenfresser die Freude und beugte sich nach langem Kontrollblick nieder, um das frische Naß aufzunehmen. Das sieht einfach zu witzig aus. Wie leicht man doch manchmal zufrieden sein kann. Glück gehabt!

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Mit einem grandiosen Sonnenuntergang verabschiedete uns der Tarangire Nationalpark in die Nacht. Am nächsten Tag wollten wir den ganzen Tag im Park verbringen und so verzogen wir uns nach einem hervorragenden Abendessen frühzeitig in die Schlafsäcke.

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Ich habe vereinzelt die Strecken aufgezeichnet. Vielleicht interessiert das ja jemanden. Ich hangs einfach mal mit dran wo ich was habe 🙂

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Teil 326. Nov. 2014
Tag 3 - Tarangire Nationalpark

In der Hoffnung Wildhunde zu finden machen wir uns heute den ganzen Tag auf den Weg den Tarangire Nationalpark zu erkunden. Leider konnten wir keine der sehr seltenen Wildhunde entdecken. Diesesmal kein Glück gehabt. Aber wir drangen weit in den Süden des Parks vor und je südlicher wir fuhren desto tierreicher wurde der Park.
Zum Frühstück begrüßten uns erstmal einige Zebramangusten, die sich in der Nähe des Zeltplatzes rumtrieben. Sie waren allerdings sehr scheu ... ich habe das in der Serengeti schon anders erlebt wo die Tiere die Mülleimer plündern und dabei ziemlich rigoros und auch laut vorgehen.

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Als erstes entdeckten wir zwei Löffelhunde die es sich unter einem Strauch bequem gemacht hatten. Und nur wenige Meter entfernt ein süßes Dik Dik.

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Als wir in Richtung Tarangire Fluß fuhren begleiteten wir eine große Elefantenherde, die auch in Richtung Fluß zog. Je näher wir dem Fluß kamen desto schneller wurden die Elefanten. Die letzten Meter rannten sie regelrecht. Sie waren wohl sehr durstig.

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Der Fluß führte an dieser Stelle noch überirdisch Wasser wobei er allerdings bereits zu einem Rinnsal verkommen war. Das machte wohl so einigen Tieren im Park zu schaffen, vorallem den zahlreichen Elefanten. Wir sahen einige Kadaver von verendeten Dickhäutern die komischerweise alle in Flußnähe lagen. Wahrscheinlich sind sie zu spät zum kühlen Naß gekommen. Die Geier hat´s gefreut.

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Auf unserem weiteren Weg und je später der Tag wurde, es war allerdings immer noch morgens, sahen wir unzählige Tiere in Richtung Fluß wandern. Gnus, Elenantilopen, Zebras und natürlich riesige Elefantenherden.

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Danach hörte Lazaro von einem befreundeten Guide, dass sich ein Gepard unter einem Baum ausruhte. Wir fuhren also dorthin und fanden die Katze tatsächlich. Sie lag in 200 Meter Entfernung unter einem Baum und hatte ihre zwei Geschwister dabei. Wir blieben also einige Zeit stehen in der Hoffnung es würde Bewegung in die Raubkatzen kommen. Zuerst tat sich allerdings nichts aber nach einiger Wartezeit und reichlichem Wechsel der Mitwartenden standen die Drei doch auf und wechselten den Platz. Zuerst kamen sie auf uns zu um dann plötzlich hinter einem Hügel zu verschwinden und sie waren nicht mehr gesehen. Tja, wieder kein Glück gehabt.
Dafür entdeckten wir auf unserer Weiterfahrt eine Löwin, die es sich unter einem Baum gemütlich gemacht hatte. Und zwar nur etwa 100 Meter vom Rastplatz entfernt, den wir eigentlich anfahren wollten. Man konnte von der Stelle an der wir standen, deutlich die Menschen sehen (und hören), die dort rumstanden und teilweise frühstückten. Das war schon etwas skurill.

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Wir enschieden uns dann doch gegen deine Rast und stießen nur wenige hundert Meter auf eine weitere Löwin, mutmaßlich vom selben Rudel, die gerade versuchte ihren Kill zu verstecken. Dabei kam sie langsam einen Hügel herunter direkt auf unser Fahrzeug zu. Leider bog sie kurz vorher nach links ab und verkroch sich in einen Busch wo man sie nur noch schwer entdecken konnte. Das Glück schien uns verlassen zu haben...

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Wir blieben noch einige zeit aber nachdem die Löwin keinerlei Anstalten machte wieder aus dem Busch zu kommen und anfing zu fressen entschieden wir uns weiterzufahren. Und wiederum einige hundert Meter weiter trafen wir auf die nächste Löwin, die es sich diesesmal in einem Baum gemütlich gemacht hatte. Ich musste daran denken wie so viele Nationalparks mit den "einzigartigen" Baumlöwen werben. Ich hatte sie jetzt bereits im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda, in der Serengeti und eben hier im Tarangire gesehen. Nur im dafür berühmten Lake Manyara Nationalpark blieben sie mir bisher verwehrt. In der Nähe der Löwin zupfte eine Giraffe Blätter von einem Baum. Die Giraffe hatte die Raubkatze nicht bemerkt und bewegte sich langsam in Richtung Löwenbaum. Dann entdeckte sie die dösende Katze doch und rannte grazil davon. Die Löwin schaute ihr verwundert hinterher. Wir blieben auch einige Zeit bei dieser Löwin in der Hoffnung auf etwas Action. Aber es war wohl schon zu heiß. Mittlerweile waren wir bei ca. 28 - 30°C angelangt.

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Mittlerweile war es Mittag geworden und wir machten an einer Flußbiegung unsere Mittagspause bei der wir das von Prosper hervorragend vorbereitete Lunchpaket vertilgten. Dabei unterhielt uns ein Kingfisher prächtig. der versuchte eine junge Schlange zu verspeisen. Irgendwann hatte er es auch geschafft und musste sich erstmal ausruhen.

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Wir fuhren immer weiter südlich in den Park und die Anzahl der Tiere nahm stetig zu. Wieder entdeckten wir 2 Geparden in viel zu weiter Entfernung unter einem Baum. Auch diese beiden wollten sich nicht rühren. Genauso wenig wie die Löwen, die es sich am Fluß, oder dem was davon übrig war, gemütlich gemacht hatten. Das Tierleben kam zum erliegen, obwohl ich es gar nicht als so heiß empfand. Allerdings saß ich ja auch im Auto mit einer Wasserflasche 🙂

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Bereits wieder auf dem Rückweg sah ich aus dem Augenwinkel etwas über die Straße in einen Busch huschen. Wir fuhren langsam an den Busch heran und schreckten zwei Löffelhunde auf die sich sich dort ausruhen wollten. Die armen Kleinen rannten kurz weg um aber dann schnell wieder im Busch zu verschwinden. Wir beobachteten sie noch eine Weile aber auch sie waren völlig bewegungslos und schienen müde zu sein.

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Einige Zeit später machte uns ein anderer Fahrer auf einen Nilwaran aufmerksam, der zielstrebig durch das Gras auf einen Baum zulief. Ebenselbigen kletterte er dann auch hoch, was bei Lazaro die Frage aufwarf, was er denn dort oben wollte. Vielleicht gab´s ein leckeres Vogelnest zu plündern oder dergleichen. Nichts genaues weiß man nicht. Schnell entschwand der Waran aus unserem Blickfeld und wir machten uns auf die Rückfahrt zum Camp. Irgendwo begann es zu regnen und uns bot sich ein tolles Farbenspiel mit der untergehenden Sonne.

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Dsas Abendessen war wie die ganze Zeit hervorragend und viel zu viel. Todmüde und mit zahlreichen Tse Tse Fliegenbissen verkrümmelte ich mich in meinen Schlafsack und schlief schnell ein. Morgen geht´s in die Serengeti...


Strecke

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Teil 401. Dez. 2014
Tag 4 - Tarangire --> Serengeti

Heute lassen wir es mal langsam angehen. Wir stehen recht spät auf, bauen das Zelt ab, beladen das Auto und machen uns auf den Weg in die Serengeti.
Gestern habe ich irgendwo auf der Piste mein Beanbag verloren und so halten wir in Mto wa Mbu wo ich mich ein neues schneidern lasse. Das geht ruckzuck, hat eine Top Qualität und kostet mich gerademal umgerechnet 3 Euro. Und gleich nebendran kann ich es mir Getreidekörnern füllenlassen. Das alles geht unproblematisch und rasend schnell.

Vorbei am Lake Manyara, über Karatu, wo wir ein letztes Mal volltanken, kommen wir zum Eingang in die Ngorongoro Conservation Area. Ab jetzt isses vorbei mit der schönen Teerstraße. Auf uns warten viele Kilometer "African Massage". Vorbei am Ngorongoro Krater und der Olduvai Schlucht erreichen wir gegen 12:30 Uhr das Naabi Hill Gate. Lazaro erledigt alle Formalitäten während Prosper und ich uns über das Lunchpaket hermachen. Ich komme dabei mit anderen Fahrern ins Gespräch, die sich alle über den Rückgang der Buchungen beklagen. Ebola zeigt auch in Ostafrika seine Auswirkungen. Viele Touristen, anscheinend vorallem Amerikaner, haben ihre Reise kurzfristig abgesagt. Als wir später in der Serengeti unterwegs sind spüre ich davon nciht viel. Der Andrang an den Hotspots scheint mir genauso groß wie schon im Februar.

Nachdem alle Formailtäten erledigt sind, machen wir uns auf den Weg in Richtung Seronera Region. Die Fahrt dort hin ist als Game Drive geplant und so nehmen wir nicht den direkten Weg. Wir verlassen die Hauptsraße schon nach wenigen Kilometern und biegen nach links in Richtung Moru Kopjes ab. Tatsächlich befindet sich die Migration schon auf dem Weg in Richtung Ndutu. Wir sehen Unmengen an Gnus, Zebras und Büffeln.

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In langen Trecks marschieren die Gnus bereits in Richtung Süden, um im Februar ihre Jungen in der Ndutu Region zur Welt zur bringen. Ich habe in meiner Zeit in der Serengeti unzählige Bilder der Migration gemacht. Aber kein einziges spiegelt die ungeheueren Ausmaße und atemberaubende Kulisse wieder. Man muss das einfach gesehen haben. Ich stand immer wieder mit offenem Mund im Auto. Ich war ja bereits im Februar in der Serengeti als sich die Migration noch im Süden, in der Ndutu Region, befand. Das war auch schon beeindruckend, aber diesesmal empfand ich es noch viel extremer. Ich kann leider nicht sagen warum ... aber die Migration sollte wirklich jeder Afrikabegeisterte mal erlebt haben. Einfach grandios!

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Am Zeltplatz "Pimpi" angekommen, hatten wir Glück, denn es waren nicht viele Gäste da und so konnten wir uns einen guten Platz aussuchen. Das sollte sich noch ändern, denn wir hatten Tage da waren sehr viele Camper auf dem Platz. Es gab aber auch Tage, da waren wir fast alleine. Die meisten bleiben eh nur eine oder höchstens zwei Nächte. Die sanitären Anlagen am "Pimpi" Campingplatz waren in Ordnung und wurden auch gereinigt. Dabei lagen die Duschen und Toiletten doch etwas abseits. Ansonsten gab es noch zwei überdachte und vergitterte Gebäude zum Kochen und Essen. Tierischen Besuch hatten wir in den 9 Tagen jede Menge. Direkt neben dem Campingplatz zogen die Gnus vorbei, was einer Dauerbeschall glich. Ständiges Muhen war sowohl tags- und nachts zu hören. Mehrmals hatten wir Elefanten auf dem Platz. Zebramangusten und Paviane gehören ja schon zum Standard. Einmal nachts Löwen und einen Leoparden direkt im Camp. Jede Nacht Hyänen, die sich lautstark ankündigten und über den Abfall hermachten. Ich hatte aber nie ein ungutes bzw. unsicheres Gefühl...

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Teil 508. Dez. 2014
Tag 5 - Serengeti

Heute ist unser erster vollständiger Tag in der Serengeti. Nach einem ausgiebigem Frühstück machen wir uns auf den Weg die Seronera Region zu erkunden. Alles ist grün und wir sehen Unmengen von Gnus und Zebras. In riesigen Herden ziehen Sie in Richtung Süden. Teilweise sind sie aber auch wieder in der Rückwärtsbewegung. Also so richtig entschieden können sie sich nicht, da es immer wieder regnet.

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Dieses Gnu hatten einen witziges Stirnzeichen. Die V-Form machte das Tier irgendwie einzigartig. Ich hatte sowas jedenfalls noch nicht gesehen.


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Auf einem Baum entdecken wir einen Leoparden. Wir bleiben hier lange stehen und beobachten sowohl die Katze wie auch das Kommen und gehen der vielen Safarifahrzeuge. Da wir aber eine gute Position haben verbringen wir mehr als 1,5 Stunden an diesem Platz in der Hoffnung, dass Bewegung in die gefleckte Schönheit kommt. Aber nichts da ... nicht mal ein Positionswechsel ist drin... also entschließen wir uns zum Mittagessen wieder auf den Zeltplatz zurückzukehren.

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Gegen 12.30 Uhr sind wir wieder auf dem Zeltplatz "Pimpi" der seinen namen übrigens von diesen niedlichen Gesellen hat, die überall am Zeltplatz unterwegs sind:

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Strecke:

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Zwischen Kochgebäude und Essgebäude befindet sich ein von Webervögel beschlagnahmter Baum, die einen immensen Krach machen und sich beim Frühstück, in einem unbeobachteten Moment über Brot- und Kuchenreste hermachen. Das geht so schnell, dass keine Zeit zum Abräumen bleibt.

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Nach dem Essen setzte ich mich mit dem Tablet an einen schattigen Platz um etwas zu lesen. Nach einiger Zeit hörte ich Lazaro rufen und dann sehe ich den Elefantenbullen der quer durch unseren Zeltplatz lief. Ich hatte bis dahin absolut nichts gehört ... er ging völlig geräuschlos direkt in Richtung Küchengebäude.

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Das grüne Zelt ist meins!


Am Küchengebäude machte er sich über die Abfälle her und biess auf Plastikflaschen herum. Ich hatte große Befürchtungen, dass er das Plastik herunterschluckte aber Gottseidank spuckte er die Flaschen wieder aus. Aber das Geräusch war schon schrecklich anzuhören. Immer wieder beäugte er die Köche innerhalb des Gebäudes und spekulierte auf Küchenabfälle. Die Köche blieben ziemlich gelassen was sich bei einem späteren Besuch allerdings ändern sollte.

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Ich blieb auf meinem Platz sitzen und beobachtete den Elefanten aus ca. 20 Meter Entfernung. Nachdem er feststellte, dass es nichts zu holen gab machte er sich auf den Weg und bestieg eine hinter dem Zeltplatz liegende Kopje. Man hörte dann nur noch das Rascheln und gelegentliches Ästeknacken. Ich konzentrierte mich wieder auf meinen Lesestoff als nach weiteren 45 Minuten der Bulle plötzlich direkt neben mir von der Kopje herunterstieg und sich über einen Baum hermachte. Der Elefant war jetzt keine 5 Meter von mir entfernt und zerlegte mit ohrenbetäubendem Krach den Baum. Ich beobachtete das Tier ... ich denke, dass er mich wohl gesehen hatte. Nach einer halben Stunde hatte der graue Riese genügend von dem Baum und machte sich auf seinen weiteren Weg. Das war schon ein tolles Erlebnis diesen wunderschönen Tiere so nah zu sein ohne Gitter oder Autoblech dazwischen...

Um ca. 15:30 machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren Game Drive.
Auf einem großen Baum hatten sich viele Geier versammelt. Wir vermuteten einen Riss oder dergleichen konnten aber leider nichts entdecken.

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Auf unserem weiteren Weg entdeckten wir eine einsame Löwin, die es sich auf einem abgestorbenen Baum gemütlich gemacht hatte. Aufmerksam überwachte sie die nähere Umgebung. War sie auf der Jagd? Oder nur einsam? Wir beobachteten sie eine Weile aber auch sie war nciht wirklich bewegungsfreudig. Mittlerweile lagen die Temperatruren so um die 30° C und die meisten Tiere standen oder lagen bewegungslos im Schatten.

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Gegen später fanden wir dann noch ein Löwenrudel, das am Wegesrand lag. Je später der Tag desto mehr Bewegung kam in die Katzen aber desto dunkler wurde es auch. Das Rudel hatte mehrere Jungtiere dabei und diese hatten natürlich nichts wie spielen im Kopf. Wir blieben noch einige Zeit bei den Löwen aber als es zu dunkel zum fotografieren wurde entschieden wir uns für den Rückweg.

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Das war ein toller erster Tag in der Serengeti!
Strecke:

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Teil 610. Dez. 2014
Tag 6 - Serengeti

In der Nacht hatten wir tatsächlich Löwen auf dem Campingplatz. Ich wachte irgendwann in der Nacht auf und hörte dieses leise Knurren. Ich öffnete mein Zelt leicht, um hinaus zuspähen und sah die Löwen. Ein ganzes Rudel durchquerte den Platz. In dieser Nacht waren nicht sehr viele Zelte aufgebaut. Die Löwen liefen nicht weit an meinem Zelt vorbei. Ich weiß nicht wieviele es waren aber man konnte immer wieder Geräusche und leises Knurren hören. Das Ganze dauert nicht lange, war aber sehr aufregend.

Auch Lazaro hatte die Löwen in der Nacht bemerkt und so drehte sich uinser Gespräch am Morgen nur um den nächtlichen Besuch. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg neue Entdeckungen in der Seronera Region zu machen. Nur hundert Meter vom Zeltplatz entfernt entdeckten wir einen Löwen der es sich auf einer Kopje gemütlich gemacht hatte. Lazaro vermutete, dass es das Rudel der Nacht sei. Das war schon irgendwie komisch zu wissen, dass wir vor 10 Minuten noch unwissend ganz in der Nähe gefrühstückt hatten.
Vorbei an einem nächtlichen Riss fanden wir uns plötzlich in einer riesigen Gnuherde wieder. Es war kein Weiterkommen möglich und so standen wir fast eine Stunde gefangen inmitten unzähliger Leiber und genoßen die Geräuschkulisse.

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Als wir dann endlich weiterfahren konnten, verließen wir das Gebiet um den Seronera River und bewegten uns in südlicher Richtung in die weiten Serengeti Plains. Man konnte in diesen endlosen Weiten sehr schnell die Orientierung verlieren und bereits nach wenigen Minuten wusste ich nicht mehr wo wir waren. Das ging mir übrigens auf jedem einzelnen Game Drive so und das obwohl ich eigentlich einen guten Orientierungssinn habe.
An einem einzelen Baum entdeckten wir zwei Löwenpaschas, die es sich dort gemütlich gemacht hatten. Wir waren völlig alleine mit den beiden Löwenmännchen, die es sich direkt neben dem Auto bequem gemacht hatten. Wir verbrachten hier eine lange Zeit. So jetzt kommen viele Löwenbilder 🙂

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Als ich so aus dem Autofenster hinaus fotografierte hatte ich mich wohl etwas zu weit hinausgelehnt und einem der Löwen war das wohl zuviel des Guten. Er fauchte mich regelrecht an und ich erschreckte mich fast zu Tode 🤩 🤩 🤩 😛

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Wir verbrachten viel Zeit bei den beiden und hatten sie die meiste Zeit für uns alleine. Nur ab und zu kam ein Auto, deren Insassen jedoch meist keine Geduld hatten und da die Löwen die meiste Zeit nur da lagen, sich immer wieder schnell auf und davon machten. Ich hatte Zeit ... das ist eben der Vorteil wenn man nicht nur 2 Tage in der Serengeti verbringt sondern 8 oder 9 Tage ... alles ist viel stressfreier weil man Zeit hat. Ich würde das immer wieder so machen. Lieber weniger Nationalparks und dafür länger an einem Platz.
Wir verließen "unsere" Löwen und kehrten zum Campingplatz zurück um uns mit einem Mitaggessen zu stärken...

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Strecke:

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Nach einem wieder einmal hervorragenden und viel zu üppigen Miattagessen machten wir uns gegen 15:00 Uhr auf den Weg zum Nachmittags Game Drive.
Einige Elefanten verursachten mal wieder einen Stau auf dem Serengeti Highway (der hoffentlich niemals zustande kommt 😉 )

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Vorbei an schier endlosen Zügen von nach Süden wandernden Gnus und einer schlafenden Hyäne kamen wir zu einer Gruppe Kopjes wo sich bereits mehrere Fahrzeuge im Wartezustand befanden. Dort mussten also Katzen sein...

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Tatsächlich lagen auf einem Felsen mehrere Löwen und genoßen die nachmittägliche Sonne. Komischerweise standen die meisten Fahrzeuge aber an einer anderen Felsengruppe nur ca. 50 Meter entfernt. Nachfragen ergaben, dass sich im Felsen versteckt eine Leopardin mit zwei Jungtieren versteckte. Wir blieben mindestens 1,5 Stunden dort stehen mit der Hoffnung dass die Leopardin aus ihrem Versteck kommen würde. Aber durch die Löwen in unmittelbarer Nachbarschaft war da wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Ob die Löwen von der Leopardin gewusst haben, kann ich nicht sagen. Sie machten jedenfalls keine Anstalten nach ihr zu suchen...

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Irgendwann verließen wir die Katzenansammlung um uns in Richtung Camp zurück zu bewegen. Am Seronera River trafen wir auf einen weiteren Leoparden mit einem Riss im Baum. Dieser lag faul auf einem Ast und bewegte sich überhaupt nicht. Wir verbrachten auch hier einige Zeit und plötzlich kam Bewegung in die Großkatze. Elegant wechselte sie die Position und begann an dem Kadaver zu fressen. Immer mehr Autos kamen an, wir hatten jedoch eine hervorragende Position und so konnten wir den Leoparden gut beobachten.

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Es dauerte nicht lange bis die ersten Neider auftauchten. Eine Hyäne hatte den "Braten" wohl gerochen und positionierte sich unterhalb des Baums in der Hoffnung ein Stück abzukriegen. Das veranlasste den Leoparden sein Beutestück etwas höher in den Baum zu verfrachten. Es wurde jetzt schnell dunkel und so verließen wir die Szenerie mit einem Grinsen im Gesicht in Richtung Campingplatz.

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Strecke:

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Teil 711. Dez. 2014
Tag 7 - Serengeti

In der Nacht wachte ich auf, da ein schier endloser Zug von muhenden Gnus an unserem Zeltplatz vorbeimarschierte. Die montone Geräuschkulisse der vorbeiziehenden Antilopen lies mich aber schnell wieder einschlafen. Überhaupt muss ich sagen, dass ich bisher recht gut geschlafen habe. Das war im Februar leider nicht so ... woran das lag kann ich leider nicht sagen.

Nach einem hervorragenden Frühstück machten wir uns auf den Weg und kamen schon bald an einem nächtlichen Löwenriss vorbei. Alles was in der Aasfresserpartei Rang und Namen hatte war anwesend. Der Kadaver war noch ziemlich frisch und so blieben wir einige zeit stehen, in der Hoffnung der Verursacher würde zurückkehren. Dem war leider nicht so und so machten sich Schakale, Hyänen und geier über die Überreste her.

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Auf der gegenüberliegenden Seite zogen einige Büffel an den wartenden Geier vorbei.

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Dann trafen wir wieder auf riesige Gnu- und Zebraherden.

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Nicht weit entfernt vom Kadaver trafen wir auf ein Rudel Löwen mit Jungen. Diese lagen zuerst faul im Schatten unter einem Baum. Man sah meistens nur die Jungen spielen und ab und zu eine Schwanspitze einer älteren Löwin. Wir blieben hier lange stehen und als plötzlich eine Gnuherde am Horizont vorbeizog wurden die Löwen schlagartig aufmerksam und inspizierten die Lage.

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Sogar die Kleinsten mussten mal nachsehen was da so einen Lärm machte. Wir hofften auf einen Jagdversuch. Aber die Löwen beobachteten nur. Wahrscheinlich waren sie die Verursacher des zuvor gefundenen Gnukadavers.

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Nachdem wir eine lange Zeit bei den Löwen verbracht hatten rissen wir uns schweren Herzens los, da es sicherlich noch mehr interessante Sachen zu entdecken gab.
Zwei Elefanten maßen ihre Kräfte.

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Dann fanden wir einen Leoparden, der es sich sich dekorativ auf einem Ast gemütlich gemacht hatte.

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Nach einiger Zeit verließen wir auch diese Katze und fuhren weiter in südlicher Richtung. Vorbei an wunderschönen Kopjes entdeckten wir einen Geparden, der wenige Minuten zuvor eine Thomson-Gazelle erlegt hatte.

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Wir waren völlig alleine. Der Gepard lag nur wenige Meter von der Straße entfernt und fraß hastig. Immer wieder hielt er aufmerksam Ausschau und vergewisserte sich, dass ihn niemand überrascht. Den Grund dafür sahen wir kurz darauf. Nur hundert Meter weiter, nur durch einen Flüßchen getrennt, lagen zwei Löwen die sich ihrem Liebesspiel hingaben. Der Gepard schaute immer wieder aufmerksam zu den Beiden hinüber und vergewisserte sich, dass sie noch an Ort und Stelle waren. Aber die Löwen hatten Besseres zu tun. Leider war die Stelle wo sich die Löwen befanden mit dem Auto nicht erreichbar und so blieben wir bei dem Geparden. Wir waren ziemlich lange mit ihm alleine und wenn Autos kamen, blieben die meistens nicht sehr lange. Achtung! Jetzt kommen sehr viele Fotos...

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Irgendwann war die Raubkatze dann vollgefressen und trottete träge in einen Busch. Wir machten uns auch auf den Rückweg. Der Tag verging wie im Flug und wir hatten noch eine ziemliche Strecke vor uns.

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Strecke:

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Ich hoffe, das waren jetzt net zuviele bzw. zu blutige Bilder 🙂 🤩 🤩
Teil 816. Dez. 2014
Tag 8 - Serengeti

Heute starteten wir nicht ganz so früh und ließen uns Zeit beim Frühstück. Mal kurz nicht aufgepasst und schon fielen die zahlreichen Webervögel über unsere Brotreste her.

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Um etwa 8 Uhr starten wir in die nördliche Seronera Region. Je nördlicher wir kommen desto weiter und flacher werden die Plains. Gibt es in der zentralen Region noch viele Bäume rund um den Seronera Fluß sieht man jetzt nur noch vereinzelte Bäume inmitten der unendlichen Grassavanne. Unterbrochen werden die weiten Ebenen von gelegentlich eingestreuten Kopjes.

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Nachdem wir eine junge Giraffe passiert haben, die uns misstrauisch beäugt entdecken wir einen Geparden der aufmerksam eine wandernde Gnuherde beobachtet.

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Als wir näher kommen stellt sich heraus, dass der Gepard erst vor kurzem gefressen haben muss, denn er ist kugelrund und sieht ziemlich geschafft aus. Wir bleiben einige Zeit bei der Katze, die sich jedoch zu keiner Aktion aufraffen kann.

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Nachdem wir dadurch mehrere Fahrzeuge angelockt haben entscheiden wir uns weiterzufahren. Es geht immer weiter in nördlicher Richtung. Immer wieder kommen uns große Gnu- und Zebraherden entgegen. Der Strom scheint nicht abzureißen. Ich dachte dass der große Teil der Migration bereits in der Seroneraregion angekommen sein muss. Aber das war wohl ein Trugschluß...
Unterwegs finden wir noch diesen schönen Adler.

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An einer der unzähligen Kopjes entdecken wir ein Löwenmännchen und zwei Weibchen, die sich allerdings tief in die Felsen zurückgezogen haben.

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Nur 50 Meter weiter liegen auf einer weiteren Kopjes nochmals drei Löwendamen wie auf dem Präsentierteller. Wir verbleiben hier eine ganze Weile und beobachten eine freche Agame, die immer wieder versucht Mücken vom Löwenfell zu schnappen.

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Dann macht uns ein befreundeter Fahrer auf ein Löwenpärchen aufmerksam dass sich ca. 100 Meter entfernt in einem kleinen Sumpf befand. Anscheinend sind dort zwei Männchen die sich um ein Weibchen streiten. Alle drei haben sich aber in den tiefen Sumpf zurückgezogen. Der Fahrer meint, dass die Männchen um das Weibchen kämpfen würden und so fuhren wir in Richtung Sumpf um uns dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen.
Auf dem Weg zum Sumpf entdecken wir doch tatsächlich unter einem Baum einen weiteren dösenden Geparden. Dieser liegt entsprannt genau zwischen den Löwen, jeweils nur 50 Meter entfernt. Aber weder die Löwen auf den Kopjes noch die Löwen im Sumpfgebiet scheinen die gefleckte Katze registriert zu haben oder sind einfach nur desinteressiert. Der Gepard ließ sich auch durch uns nicht stören und döst friedlich weiter.

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Wir verbringen den gesamten restlichen Nachmittag an dieser Stelle und pendeln zwischen Löwen und Gepard. Leider bleibt die erhoffte Löwenaction aus und so machen wir uns irgendwann auf den Rückweg.
Bei der Rückfahrt stoßen wir auf drei Mitarbeiter des Research Centers, deren Fahrzeug kaputt gegangen ist. Leider hatten sie auch kein Telefonnetz und so waren sie froh als wir auftauchen. Daß Lazaro ein wahres Improvationstalent in Sachen Kfz Mechanik ist, konnte ich im Februar schon feststellen. Und auch jetzt brachte er das Fahrzeug wieder zum Laufen. Zumindest konnten zwei der Mitarbeiter im Schritttempeo den Heimweg antreten. Einer der Mitarbeiter fuhr bei uns mit.
Als wir so dahinfuhren meinte Lazaro plötzlich "Do you see the leopard?". Parallel zu unserem Auto rannte vielleicht 30 Meter vor uns ein Leoprad direkt auf eine Kopjes zu. Als wir dort ankamen sah ich noch einen zweiten Leopard über die Felsen verschwinden. Der zuvor entdeckte Leopard suchte aufgeregt die Felsspalten ab. Bei genauem Hinhören meinte ich ein leises Fiepen zu hören. Ich vermute, dass der davonrennende Leopard ein Weibchen mit Jungen war und dieses hier ein Männchen. Mit Sicherheit konnte ich es aber nicht sagen. Wir beobachteten den Leoparden noch eine Weile aber dann wurde es schnell zu dunkel und wir hatten noch eine ordentliche Strecke vor uns.

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Auf dem Zeltplatz hatten wir wieder Besuch von unserem Elefanten. Frisch angekommene Franzosen waren total aus dem Häuschen und rücktem dem Bullen immer weiter auf die Pelle. Ein wahres Blitzlichtgewitter ging auf den Rüsselträger nieder. Irgendwann wurde es dem Elefanten zu viel und er ging schnellen Schrittes quer durch den Zeltplatz. Dabei mussten die Spannseile zweier Zelte dran glauben. Aber selbst auf dem Rückzug verfolgten die Franzosen den Bullen noch. Für mich unverständlich!
Aber ich dachte mehr über diesen tollen Tag nach an dem wir alle 3 Großkatzen aus nächster Nähe beobachten konnten. Das war ein wirkliches Big Cat Diary!
Teil 918. Dez. 2014
Tag 9 - Serengeti

Nach einer lauten Nacht, weil sich einige Hyänen über den Abfall des Camps hergemacht haben starteten wir etwas später wie sonst in den Tag. Wir wollen heute den ganzen Tag draußen bleiben und so führt uns unser Weg weit in südwestliche Richtung.
Noch in der Nähe des Camps entdecken wir eine Schakalfamilie die uns eine Zeit lang unterhalten. Die zwei Jungtiere hatten irgendetwas gefunden (ich konnte leider nicht erkennen was es war), das beide gerne haben wollten und so entbrannte immer wieder Streit zwischen den beiden Geschwistern. Dann erregte ein frischgeborene Kuhantilope die Aufmerksamkeit der Schakale.

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Nur wenige hundert Meter weiter saß ein Gepard im Schatten eines Baumes. Wir blieben einige Zeit an dieser Stelle in der Hoffnung, dass die katze etwas näher kommen würde. Aber leider tat sie uns diesen Gefallen nicht und so fuhren wir irgendwann schweren Herzens weiter.

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Irgendwann trafen wir dann auf unser obilgatorisches Löwenrudel 🙂
Diese lagen faul in einem Busch. Aber es kam immer wieder etwas Bewegung in die Tiere weil ständig jemand die Position wechselte. Die witzigste Situation war als einer der Löwen seinem Harndrang freien Lauf ließ und seinem Bruder, der zu seinen Füßen lag, direkt auf den Kopf pinkelte. Dieser war davon nicht ganz so amüsiert und suchte schnell das Weite.
Wir blieben einige Zeit bei den Löwen.

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Pinkelpause 🙂

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Weiter ging es über die schier unendlichen Weiten. Wir durchquerten ein kleines bewaldetes Gebiet und trafen dann wieder auf die Migration. Erst sah man nur einige Gnus, dann aber nahm die Zahl ständig zu. Und dann standen wir wieder innerhalb riesiger Herden.

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Die großen Herden zogen natürlich auch Fleischfresser an und so entdeckten wir auch in diesem Gebiet viele Löwen, die es sich allerdings alle auf den Kopjes gemütlich gemacht hatten und sehr weit weg waren. Auch Hyänen waren unterwegs.

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Dann hörte Lazaro von einem Fahrer, dass sich ein Spitzmaulnashorn in der Gegend herumtreiben würde. Wir entschieden uns nach dem Nashorn zu suchen. Leider konnten wir es nicht entdecken. Irgendwann fingen wir uns dann einen Platten ein und während wir den Reifen wechseln bekamen wir Besuch von drei Rangern, die uns den Aufenthalt des Nashorns bestätigten. Wo es allerdings wäre wollten oder durften sie nicht verraten und so blieb unsere Suche erfolglos. Wir machten uns langsam auf den Rückweg. Dabei statteten wir dem Lake Makiadi (kleiner Salzsee) noch einen Besuch ab. Dort waren unzählige Flamingos und andere Vögel zu finden.

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Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir wieder das Camp, wo wir zum dritten Mal Besuch von unserem Elefanten hatten.

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Strecke:

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Teil 1019. Dez. 2014
Tag 10 - Serengeti

Langsam neigte sich der Urlaub in der Serengeti dem Ende zu. Ich hatte eine unruhige Nacht und saß etwas unausgeschlafen am Frühstückstisch. Langsdam spürte ich die Tage im Zelt obwohl ich bisher doch immer gut geschlafen hatte. So saß ich etwas mürrisch frühmorgens am Essenstisch nichtahnend, dass der, für mich persönlich, aufregendste Tag auf mich warten würde.
Wir starteten früh und fanden schon bald eine Elefantenherde am Fluß, die sich bei ihrer Morgentoilette befand. Die Jungtiere der Gruppe hatten sichtlich Spaß an diesem neuen Tag und zogen eine regelrechte Show ab. Ständig wurde irgendjemand bestiegen. Ich hatte das Gefühl man sah den Dickhäutern regelrecht an wieviel Spaß sie hatten und manchmal meinte ich sogar ein Grinsen zu sehen ... 🙂

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ich hatte unglaublichen Spaß bei den Elefanten und hätte sie stundenlang beobachten können. Es machte einfach Spaß und so blieben wir lange bei den Rüssleträgern stehen und verbrangen fast den ganzen Vormittag in der Nähe. Es war schön ohne Hetze die Tiere zu genießen. Wen ich da an andere fahrzeuege denke, die maximal 3 - 5 Minuten an der Stelle blieben und dann weiter hetzten.

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Irgendwann verabschiedeten wir uns dann aber doch und fuhren weiter in die Seronera Plains.

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Dann entdeckten wir ein Hyänenrudel bei dem wir auch einige Zeit verbrachten. Sie waren ziemlich aktiv und hatten wohl in der Nacht zuvor gefressen, da einige noch blutverschmierte Schnauzen hatten. Es war interessant zu beobachten wie sich die Tiere sozial verhielten. Manchmal ging eine Hyäne weit weg und wenn sie wiederkam begrüßte sie alle Mitglieder einzeln.

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Strecke:

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Wir starteten an diesem Tag zu unserem nachmittags Game Drive etwas früher und das war gut so. Zuerst sahen wir ein Löwenpärchen, dass sich für sein Liebessspiel in das hohe Gras zurückgezogen hatte. In der Hoffnung, dass die beiden näher kommen würden blieben wir einige zeit dort stehen. Es wurde aber schnell klar, dass die beiden sich nicht von ihrer auserwählten Stelle wegbewegen werden würden.

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Zum großen Glück trafen wir diese Entscheidung, denn nur 20 Minuten später fanden wir ein grpßes Löwenrudel, dass nur wenige Minuten zuvor ein Zebra gerissen hatte. Für mich war das der absolute Höhepunkt, denn ich hatte solch eine Sichtung noch nie gehabt. Vorallem war das Rudel direkt an der Straße und wir mussten es am Anfang nur mit 2 anderen Fahrzeugen teilen, so daß wir wirklich eine hervorragende Position hatten. Natürlich kamen im Laufe des Nachmittags viele weitere Fahrzeuge zu dem Riss. Die Löwen waren die ganze Zeit sehr aktiv und agil. Daher konnte ich viele Bilder schießen, die für mich einzigartig sind. Ich hoffe, dass die nun folgenden Bilder nicht zu brutal und blutig sind. Sollte jemand das Blut nicht vertragen dann bitte weiterscrollen!

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Irgendwann bei der Beobachtung mussten wir leider feststellen, dass das gerissene Zebra schwanger war. Einer der jüngeren Löwen spielte mit dem ungeborenen Zebra. Das war schon sehr hart anzusehen...

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Einige der Löwen zogen sich dann in den Schatten eines baumes zurück um das Gefressene zu verdauen
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Dann sah eine der Löwin einige Warzenschweine in der Nähe vorbeilaufen. Anscheinend hatte sie noch nicht genug und urplötzlich wurde ihr Jagdinstinkt geweckt und sie schlich sich an die Schweine an. Wir hofften auf eine weitere Jagdszene. Leider vereitelten umherfahrende Safarifahrzeuge den Plan der Löwin und so musste sie aufgeben.

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Den Abschluß dieses, für mich, unvergesslichen Tages bildete ein goldgelber Sonnenuntergang.

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Strecke:

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Ich hoffe, das waren jetzt nicht zuviele Bilder. ich hätte noch weitaus mehr einstellen können 🙂
Teil 1122. Dez. 2014
Tag 11 - Serengeti

Schon kurz nach Verlassen des Campingplatzes kam uns ein Rudel Löwen entgegen, dass sich in Richtung einer Kopje bewegte. Langsam und mit vollgefressenen Bäuchen schlurften die Tiere in der Dämmerung in Richtung Hügel. Nur wenige Meter weiter fanden wir den Grund. Dort lag ein gerissenes Gnu in den Büschen über das sich gerade Hyänen und Geier hermachten. Wir blieben einige Zeit dort stehen um einen guten Blick zu erhaschen was uns aber nicht wirklich gelang. So entschieden wir weiter zu fahren und entdeckten nur zweihundert Meter weiter einen weiteren Kadaver inklusive Bewacherin und bereits unzähilgen wartenden Geiern.

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Wir beobachteten einen vorwitzigen Schakal der es auf einen Frühstückshappen abgesehen hatte. Der Mut des Schakals war wirklich bewundernswert aber die Löwin ließ sowohl ihn wie auch das erlegte Gnu nicht aus den Augen und so blieb dem Schakal nichts weiter übrig als zu warten.

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Nach einiger Zeit in der sich nicht wirklich viel getan hatte verließen wir die Löwin und bewegten uns in südlicher Richtung in die Plains.

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An einem kleinen bewaldeten Hügel versperrte und eine riesige Elefantenherde den weiteren Weg. Und so warteten wir in aller Geduld bis sich die Dickhäuter endlich bequemten den weiteren Weg frei zu machen. Auf beiden Seiten der Straße kam es zu einem wirklichen Stau und viele der ankommenden Fahrzeuge drehten wieder um, um einen anderen Weg zu suchen.
Immer wieder hörte man lautes Krachen als die Elefanten mehrere Bäume zerlegten. Es war ein überwältigendes Gefühl inmitten der Herde zu stehen.
Die Elefanten ließen sich wirklich Zeit und so dauerte es mehr als 1,5 Stunden bis wir wieder freie Bahn hatten.

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Strecke:

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Nach dem Mittagsessen machten wir uns am Nachmittag wieder in dieselbe Region auf in der wir bereits am Vormittag unterwegs waren. Wir kamen wieder am Löwenriss vorbei bei dem sich allerdings nicht viel getan hatte außer dass inzwischen immer mehr Geier und Marabus ankamen. Die Löwin schien aber dadurch überhaupt nicht beeindruckt.

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In der Nähe des vormittaglichen Roadblocks durch die Elefanten entdeckten wir einen Leoparden, der aber in ziemlicher Entfernung in einem Baum saß. Die Katze hatte einen Riss im Baum hängen und so blieben wir einige Zeit dort stehen um zu beobachten ob es irgendwelche Aktion geben würde. Tatsächlich fing die Katze irgendwann an zu fressen. Leider war der Leopard für wirklich gute Bilder zu weit weg deshalb hier nur ein Beweisfoto.

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Zum Abschluß des Tages wollten wir noch dem Hippopool einen Besuch abstatten. Über uns zog sich der Himmel zu und es fing leicht an zu regnen. Als wir am Hippopool ankamen schüttete es wie aus Kübeln. Das war schon irgendwie witzig, ich war nun das dritte Mal an diesem Hippopool und jedesmal hatte es geregnet. Diesesmal war der Schauer aber nur kurz und so war es doch noch möglich einige Bilder zu schießen. Die Anzahl der Flußpferde war viel geringer als bei meinem letzten Besuch im Februar.

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Auf der Rückfahrt kreuzte eine Pantherschildkröte unseren Weg. Wieder begann es zu regnen und die Schildkröte suchte schnell das Weite. Dabei konnte man sehen wie schnell Schildkröten tatsächlich sein können 🙂

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Dann besuchten wir nochmal den Löwenriss und was soll ich sagen, die Situation war unverändert. Nur die Anzahl der Aasfresser hatte sich weiter erhöht. So verbrachten wir die restliche Zeit am "Kill" und beobachteten den wunderschönen Sonnenuntergang bis wir ins Camp zurückkehrten.

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Teil 1223. Dez. 2014
Tag 11 - Serengeti - Arusha

Da wir um ca 13 Uhr die Serengeti verlassen mussten planten wir unsere Rückfahrt zum Naabi Hill Gate als Game Drive und fuhren quasi parallel zur Hauptverbindungsstrecke B144 in südlicher Richtung. Je südlicher wir kamen desto weniger Tiere konnte man entdecken. Die östliche Seite der Seronera Plains schien wie ausgestorben. Während wir in den Tagen zuvor eher in westlicher Richtung unterwegs waren und immer wieder auf Teile der Migartion gestoßen waren.
Wir entdeckten zuerst ein Rudel Hyänen, das sich nicht weit von einem Rudel Löwen aufhielt. Wahrscheinlich hatten die Löwen in der Nacht einen Kill und so die Hyänen angelockt. Überreste des "Kills" konnten wir allerdings keine entdecken.

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Auf unserer Weiterfahrt kamen uns 5 einsame Löwen entgegen (2 erwachsene Weibchen, 3 Jungtiere), die mit schleppendem Gang in nördlicher Richtung unterwegs waren. Wir begleiteten die Katzen langsam in der Hoffnung, dass sie sich näher zur Straße hin bewegen würden. Zuerst sah es auch so aus ... aber irgendwann wurde es doch zu anstrengend und sie ließen sich irgendwo im Nirgendwo der Savanne nieder.

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Ca. 2 Kilometer vor dem Naabi Hill Gate bogen wir wieder auf die B 144 ein und fuhren direkt zum Gate. Nach nur wenigen Metern auf der Hauptstraße lag ein großes Rudel Löwen unter einem Busch direkt am Straßenrand. Komischerweise gab es keinen Massenandrang an Fahrzeugen. Wir standen sogar einige Zeit alleine dort oder allerhöchstens mit 2 weiteren Autos.
Die Löwen waren allerdings ziemlich bewegunglsos und suchten Schatten vor der Hitze ... dabei zogen sie sich immer tiefer in den Busch zurück. Wir bleiben noch einige Zeit dort stehen und machten uns dann auf die Serengeti zu verlassen.

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Wir erreichten pünktlich das Gate und Lazaro erledigte den Papierkram. Die Rückfahrt entlang des Ngorongoro Karters über Karatu und Mto Wa Mbo verlief bis auf einen platten reifen kurz vor Arusha ereignislos. So erreichte ich um kurz vor 17 Uhr Arusha wo Lazaro und ich noch etwas trinken gingen und die vergangen Tage Revue passieren ließen. Es waren erlebnisreiche Tage. Tansania und insbesondere die Serengeti ist immer wieder eine Reise wert. Auch wenn der Andrang an den Hotspots machmal schon fast unerträglich hoch ist sind die Chancen auf spektakuläre Sichtungen schon extrem hoch. Ich werde jedenfalls wiederkommen ... es gibt noch viel zu sehen und zu entdecken!

Ich hoffe dem einen oder anderen hat das Mitreisen Spaß gemacht auch wenn ich keine Kommentare gelesen habe.
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