Unsere zwölfte Afrikareise sollte sich ganz alleine auf den Krüger Nationalpark begrenzen. Für uns war die reine Tierbeobachtung und die Begrenzung auf einen Park Neuland. Inspiriert wurden wir durch Jaffles und Allesverloren und durch einige Reiseberichte hier im Forum.
Bei solch einer einseitigen Reise möchte ich auf einen klassischen, detaillierten Reisebericht verzichten und das diesmal anders angehen. Zuerst kommt eine allgemeine Einleitung. Dann möchte ich die einzelnen Reisetage durch eine Art wenig kommentiertes Bilderbuch beschreiben. Hier kommen auch die Unterkunftsbewertungen und Beschreibungen, sowie die Erläuterungen der gefahrenen Routen.
Die Planung der Reise hat wie fast immer Kerstin vorgenommen. Richtig weitergeholfen hat uns hier auch das SAN-Parks Programm von Hobi, das uns einen wunderbaren River View Bungalow in Lower Sabie beschert hat. Das Ziel der Reiseplanung sollte ein erholungsbringender Urlaub im Südteil des Krügerparks sein. Der Schwerpunkt solte Selbstversorgung in staatlichen Camps in Kombination mit fünf Nächten in Private Game Lodges sein. Die erste Nacht zum Ankommen und Einkaufen außerhalb des Parks. Herausgekommen ist folgende Reise :
26.09.2014 - Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Johannesburg 27.09.2014 - Flug mit SAA Airlink von Johannesburg nach Nelspruit 27.09.2014 - Serenity Eco Forest Lodge Melalane 28.09.2014 - Biyamiti 29.09.2014 - Biyamiti 30.09.2014 - Lower Sabie disabled River View Tent 01.10.2014 - Lower Sabie disabled River View Tent 02.10.2014 - Skukuza Riverside Bungalow 03.10.2014 - Hamilton Tented Camp / Hoyo Hoyo 04.10.2014 - Hamilton Tented Camp / Hoyo Hoyo 05.10.2014 - Tamboti 06.10.2014 - Satara 07.10.2014 – Olifants / Best View Bungalow 08.10.2014 – Olifants / Best View Bungalow 09.10.2014 – Tydon Bush Camp Sabi Sands 10.10.2014 - Tydon Bush Camp Sabi Sands 11.10.2014 - Tydon Bush Camp Sabi Sands 12.10.2014 – Flug mit SAA Airlink von Nelspruit nach Johannesburg 12.10.2014 – Flug mit Lufthansa von Johannesburg nach Frankfurt 13.10.2014 – Ankunft in Frankfurt
Zuerst einmal das allerwichtigste. Wir haben diesmal keinen Arzt besucht und kein Krankenhaus. In den letzten drei Urlauben war das ja leider nicht so 😉
Jetzt sind die Fotos gesichtet, bearbeitet und werde mich bemühen, den Reisebericht relativ schnell abzuhandeln. Rechtzeitig vor der Reise wurde die Fotoausrüstung aufgerüstet. Wir waren mit einer kleinen Powershot SX 260, einer neuen Canon EOS 70D und dem 100-400L und der EOS 60D mit dem nigelnagelneu angeschafften 2,8er 70-200L IS USM II unterwegs.
Viele Grüße Casimodo
Teil 228. Okt. 2014
26. und 27.09.2014 Flug und Ankunft Serenity Eco Forest Lodge
Gott sei Dank bleiben wir vom Lufthansa Pilotenstreik verschont und starten pünktlich. Der Bordservice im A380 ist diesmal außerordentlich gut und sogar das Essen sehr lecker.
Nach der Landung in Johannesburg gibt es dann eine Überraschung. Der Pilot ist auf seinem letzten Turn und die Flughafenfeuerwehr wird Salut stehen. Gerade noch so kann ich das bewegende Erlebnis mit dem Handy fotografieren.
Der Pilot steht dann sichtlich bewegt im Ausgang und sagt jedem Fluggast Tschüss.
Nach knapp 3 Stunden Umsteigezeit sitzen wir dann im SAA Airlink Flieger nach Nelspruit/Krüger Mpumalanga. 35 Minuten Flugzeit sind im Nu vorbei.
Der Flughafen ist gemütlich, das Gepäck Ruck Zuck da und bei Budget müssen wir auch nicht warten. Wir bekommen einen fast neuen Honda CRV, der für diesen Urlaub das perfekte Fahrzeug war. Innen sehr bequem mit ausreichend Platz. Vor allem die Ablageflächen waren sehr praktisch und 2 Zigarettenanzünder + USB Anschluss konnten wir gut gebrauchen. Und so ging es um die Mittagszeit los zu der ca. 70 KM entfernten Serenity Eco Forest Lodge.
Diese liegt ca 13 KM entfernt vom Gewerbegebiet in Malelane, die Fahrtstrecke vom Airport aus beträgt 71 km.
Die Pad führt uns zuerst durch Farmgebiet, dann wird es zusehends wilder.
Es geht um einen Stausee herum in ein hügeliges, wildromantisches Waldgebiet.
Die Lodge selbst liegt in einem kleinen, abschüssigen Tal, durch das ein uriger Gebirgsbach rauscht.
Man ist in einem richtigen Urwald, die schön eingerichteten, urigen Holzhäuser sind ausreichend groß und liegen durchs Tal verteilt oberhalb des Baches.
Über Holzstege gelangt man zum Restaurant und Poolbereich.
Wir verlieben uns sofort in diesen Ort, doch leider übermannt uns der Schlaf.
Das Abendessen ist sehr lecker. Bei Kerzenschein hören wir die Geräusche der Waldbewohner und genießen die Mahlzeit und den Wein.
Das Bett ist super bequem und nach einer traumlosen Nacht geniessen wir ein sehr köstliches Frühstück
Mit etwas Zeit könnte man hier sicher toll Vögel beobachten und fotografieren.
Leider haben wir hier nur eine Nacht. Hier würden wir definitiv wieder hinfahren, dann aber für zwei Nächte.
Teil 329. Okt. 2014
28.09.2014 von Serenity Eco Forest Lodge nach Biyamiti
Nach einem sehr, sehr leckeren Frühstück fahren wir zum Einkaufen in den Superspar nach Malelane. Er ist super ausgestattet. Gestern am Samstag hatten wir schon Alkohol und einige andere Sachen gekauft, Heute am Sonntag sind die Frischwaren dran. Leider bekommen wir keine große Kühltasche, sondern nur zwei kleine.
Erwartungsvoll geht es in Richtung Malelane Gate.
Von der Brücke aus machen wir erste Fotos.
Leider ist der Himmel bedeckt und das Licht wird den ganzen Tag lang nicht besonders sein.
Es geht die H3 hoch zu unserem Ziel, dem Renosterpan Wasserloch. Im SAN-Parks Forum wurde es empfohlen. Und tatsächlich ist es ein schöner Platz. Einige Elefanten halten sich in der Umgegend auf.
Von der Pole Position am Wasserloch aus beobachten wir in Ruhe diesen Saddle-billed Stork.
Und einige Black Stork's
Im Anschluss geht es zum Afsaal Picnic Spot. Hier ist einiges Los. Wir bestellen uns einen Cheeseburger, der sogar ganz lecker ist. Man könnte auch Gegrilltes kaufen. Etliche Südafrikaner nutzen die Gaspfannen und es riecht nach Boerewors, Eiern und Speck. Die heimische Kleintierwelt ist auch vertreten und hat sich komplett auf organisierte Diebstähle eingestellt.
Wie gewohnt geht dabei die Scheu vor dem Menschen verloren. Dieser südafrikanische Junge freut sich darüber.
Um uns herum lauern folgende, heimtückische Diebe :
Stellvertreten für die Glanzstare
Mr. Red Hornbill
Die Yellow Hornbill Bande
Die Mangusten Connection
und unser Favoritentier, dieses superknuffige Hörnchen
Wir entschließen uns zu einer Weiterfahrt nach Norden, um dann über die S23 wieder südlich in Richtung Biyamiti zu fahren. Unterwegs sehen wir die ersten Nashörner.
Die Pad entlang des Biyamiti River ist landschaftlich sehr schön.
Am Biyamiti Weir geniessen wir die ungewöhnliche Perspektive aufs Wasser. Man schaut dem Hippo hier praktisch auf Augenhöhe ins hübsche Gesicht.
An einer Steinformation stehen weitere Elefanten und noch ein Rhino.
Weitere Rhinos sichten wir auf dem letzten Stück Pad nach Biyamiti, das wir sehr zufrieden erreichen.
Das Camp Biyamiti liegt am Biyamiti Fluß und ist umgeben von kleinen Bäumen und Buschwerk. Nicht von allen Bungalows aus hat man Blick aufs Wasser. Links und rechts neben uns sind afrikanische Familien am Feiern. Innen ist unser Chalet typisch SAN-Pars sachlich, aber eigentlich ganz OK. Insgesamt haben wir uns das Camp etwas uriger vorgestellt, es ist aber Ok. Hier einige Eindrücke.
Am Abend wird gegrillt. Dabei hören wir die Nachbarn und das Grunzen zweier in der Nacht streitenden Rhinos. Gott sei Dank sind wir so müde, dass wir trotz der feiernden Südafrikaner Schlaf finden können.
Teil 430. Okt. 2014
29.09.2014 Biyamiti
Ihr kennt das Gefühl ! Man fliegt in Urlaub, ist im Nationalpark und stellt sich mal ganz locker morgens um 05:00 Uhr den Wecker. Ganz freiwillig und ohne dass man unter Zwang steht, oder irgendjemand einen mit einer Schusswaffe bedroht.....
Ok, ohne eine Thermoskanne Kaffee bekommen wir das nicht hin. Dank des guten alten Reisekaffeefilters ist die aber schnell fertig und so starten wir mit etwas Proviant voller Vorfreude in unseren ersten ganzen Gamedrivetag im Krüger.
Und ich nehme es vorweg, Heute ist Katzentag ! Wir haben uns eine Runde herausgesucht, die uns zum oft empfohlenen Gardenia Hide führt. Und so geht es nach links aus dem Camp heraus auf Pad. Die Rhinos scheinen sich hier in der Gegend wohl zu fühlen.
Ein haltendes Auto hat vor 5 Minuten einen Wildhund gesehen, der aber nicht mehr auftaucht.
Das schöne an einem längeren Aufenthalt in einem Park ist, dass man komplett ohne Zeitdruck unterwegs sein kann und auch die kleinen Sachen geniesst. Zum Beispiel die wunderschönen Impalas.
Oder diesen Grey Hornbill.
Dann erreichen wir den Gardenia Hide, den wir glücklicherweise für uns alleine haben.
Hier geniessen wir die Ruhe und einen Becher Kaffee. Der Hide liegt an einem kleinen Tümpel, wo ein Grey Heron auf Pirsch ist. Einige Francolins laufen noch herum und betteln nach Keksen.
Dann läuft völlig lautlos dieser Elefant an uns vorbei.
Nach ca. einer Stunde fahren wir weiter. An einer Kreuzung rangiert ein Auto herum. Wir fragen ihn, nach was er schaut. „There's a leopard in the tree!“ . Boaaa ! Ohne Ranger haben wir noch niemals einen Leopard gesehen. Der Leo liegt sehr ungünstig im Baum. Wir rangieren hin und her. Büsche, hohes Gras, echt schwierig. Deswegen war es mit fotografieren sehr schwierig.
Der Leo schaut immer mal hoch und räkelt sich herum. Sicher musste er auch früh aufstehen und ist jetzt ähnlich müde, wie wir.
Mit der Zeit bekommen wir immer neue Fans. Anfangs standen wir noch alleine da, als aber letztendlich so um die 15 Autos um uns herumstehen, verlassen wir den Platz.
Die Runde führt uns wieder zum Afsaal Picnic Spot, wo wir einen leckeren Cappu trinken. Wieder sind die Südafrikaner wild am Bruzzeln.
Unterwegs sichten wir allerlei übliche Verdächtige, zu denen wir inzwischen auch die Rhinos zählen.
Nach einem erneuten Stopp am Biyamiti Weir geht es gegen 12:00 zum Camp.
Doch ca. 2 KM davor fahren wir direkt in eine Büffel-Strassensperre. Wir stehen ca. eine halbe Stunde mitten in der Herde. Überall rund um uns herum sind die massigen Tiere am Grunzen.
Direkt neben uns im Baum turnen einige Affen herum.
Um 12:45 machen wir uns im Camp einen kleinen Lunch und legen uns aufs Ohr. Nach dem ausgiebigen Morgendrive geht es Abends nur noch auf eine kleine Runde.
Firefinch im Camp.
Nach ca einem KM sichten wir eine Löwenmama mit drei Jungen unten im Flussbett. Wieder müssen wir aus einiger Entfernung mitten durchs Gebüsch fotografieren. Ein toller Anblick.
5 KM weiter auf der Brücke über den Biyamiti bietet sich uns dann dieser Anblick :
Der verpennte Pascha steht gerade auf, wälzt sich herum.
Dann plumpst er etwas unmajestätisch die Böschung herunter, um seinen Kumpel herzlich zu begrüßen.
Wir finden es immer wieder faszinierend, wie sozial diese gefährlichen Raubtiere miteinander umgehen.
Auf der Rückfahrt verrinnt die Zeit wie im Flug.
Die ersten Löwen liegen immer noch da, jetzt haben sie noch Besuch bekommen. Dieses Motiv ohne Büsche, mit besserem Licht und etwas näher. Da hätte die Kamera geglüht.
Sehr, sehr zufrieden kehren wir zurück und geniessen das abendliche Braii.
Teil 531. Okt. 2014
@ Nane42
Bevor es in der Küche an die Arbeit für eine Steinpilzpfanne geht, flute ich den Thread mal mit ein Paar Oxpecker-Bildern 😉
Bisher hatten wir keine guten Pics von den schönen Vögeln. In diesem Urlaub hat sich das geändert.
Teil 601. Nov. 2014
30.09.2014 Biyamiti nach Lower Sabie
Heute ist Büffel- und No Cat Tag
Der letzte Tag in Biyamiti beginnt sehr, sehr erfreulich. Der Mann mit der Schusswaffe hat Heute Urlaub 😉 Wir schlafen aus und der Wecker klingelt erst irgendwann kurz nach 6. Heute wird gemütlich gefrühstückt. Toast, Papaya mit Zitrone, Salami, Marmelade, Ceres-O-Saft und frisch gebrühter Kaffee.
Beim Autopacken hüpft mir diese Erstsichtung eines Puffbacks vor die Linse.
Wir fahren Heute über das Restcamp Crocodile Bridge und den Nthandanyathi Bird Hide nach Lower Sabie. Auf den ersten Kilometern ist es Heute ruhig.
Dann treffen wir auf eine friedlich grasende Büffelherde.
Wenige Kilometer weiter bietet sich uns dann folgendes Bild :
Wir fahren langsam näher und beobachten diesen von Madenhackern genervten Büffel.
Wenige Kilometer weiter schälen diese Eles die Rinde eines Baumes ab.
Am Hippo Pools Waterhole (streng genommen der Crocodile River) gibt es Heute keine Hippos.
Nach einer kurzen Kaffeepause in Crocodile Bridge geht es weiter über die S28 nach Norden.
Jetzt ist es Zeit über ein trauriges Thema zu sprechen. Im Süden des Parks hat es vor einigen Wochen großflächig gebrannt. Immer wieder werden wir in den nächsten Tagen an völlig verbrannten Gebieten entlangfahren, z.B. hier entlang der S26.
Am Nthandanyathi Hide ist einiges los. Durch ein Loch im Gebüsch sehen wir diesen Elefantenbullen.
Und um uns herum passiert auch so einiges, wirklich ein schöner Platz hier.
Dann erreichen wir Lower Sabie und erhalten unseren Dank Hobis Notifier ergattertes disabled River View Tent Nr. 22. Es gefällt uns Super, die 2 Zelte nebenan haben aber einen noch besseren Ausblick. Es ist heiß und so geniessen wir den Blick auf die vorbeiziehenden Elefanten.
Kurz nach 4 starten wir dann in Richtung des nahen Sunset Dam's.
Und hier bietet sich uns ein Pavianschauspiel, das mir die Bilderauswahl sehr schwer macht. Mir ist es nicht möglich, die Anzahl noch weiter zusammenzudampfen. Zwei junge Affen balgen sich direkt vor uns.
Dieses ganz kleine Baby hat echte Mühe, sich an der loslaufenden Mama hochzuhangeln.
Von der Brücke über den Sabie River aus ist auch einiges zu sehen.
Die Büffelherde zieht vom Fluss aus weiter durch den Busch.
Und auch Elefanten gibt es hier in der Gegend massenweise.
Zufrieden kehren wir zum Camp zurück und testen das neue Mug&Beans Restaurant. Das Essen ist ganz OK, aber nach unserem Geschmack passt eine Fast Food Kette nicht in den Krüger Park.
Den Abend verbringen wir dann auf der Terrasse. Die Nachbarn sind alle ruhig.
So ein River View Tent in Lower Sabie gefällt uns ausgezeichnet. Es ist vom Platz her ganz OK und die Lage ist einmalig. Hier würden wir definitiv gerne noch einmal herkommen.
Teil 701. Nov. 2014
01.10.2014 ganzer Tag Lower Sabie
Heute morgen bekommen wir wieder Besuch von dem Mann mit der Schusswaffe, das heißt der Wecker klingelt erbarmungslos um 05:00 Uhr. Dafür werden wir beim Kaffeekochen mit dieser schönen Morgenstimmung belohnt.
Der heutige Drive soll uns zum Frühstück an den Mlondozi Picnic Spot auf der anderen Seite des Flusses führen.
An der S128 ist wenig los, hier hat es auch gebrannt. Doch plötzlich sehen wir diesen White striped Jacal. Ein schönes Tier, das wir vorher noch nie vor die Linse bekommen hatten.
Unterwegs sichten wir noch einige Giraffen, Antilopen und etliche Vögel.
Besonders freuen wir uns über diese kleine Eule.
Der Mlondozi Picnic Spot liegt wunderwunderschön auf einem kleinen Hügel oberhalb eines Sees.
Wir geniessen die Wärme und die herrliche Aussicht bei einer Tasse Kaffee, Müsli, Bananen und Keksen.
Und als ich diesen Yellow-billed Stork im Flug fotografiere weiß ich noch nicht, dass ich unbewusst eine Löwin im Bild habe.
Kerstin entdeckt sie erst etwas später mit dem Fernglas. Sie ist sehr weit weg und ohne optische Hilfsmittel nicht zu erkennen. Zu Hause sind wir wieder begeistert, was mit den neuen Objektiven so alles möglich ist.
Im schönen Licht lassen sich auch gut Vögel fotografieren.
Die Hippos plantschen im Pool.
Dann geht es zurück in Richtung Camp, wo wir diese Zebras beobachten.
Auf der Brücke über den Sabie River bieten sich uns auch wieder schöne Motive.
Und am Sunset Dam gelingt mir dieser Zufallstreffer mit dem springenden Fisch.
Zufrieden relaxen wir auf der Terrasse, wo uns etliche Vögel unterhalten.
Dann entdecke ich durch zufall diesen finsteren Gesellen unter unserer Terrasse. Er ist ca 1 Meter lang und mag uns nicht. Ein richtiger Dinosaurier.
Der Abendgamedrive führt uns die Teerstraße nach Norden entlang zum Nkuhlu Picnic Spot und zurück.
Sunset Dam
Unterwegs Rhinos.
Schöne Elefantenherde von der Brücke aus.
Auf einer Nebenstrecke.
Und dann doch noch einmal Löwen am anderen Flussufer.
Abends grillen wir dann eine mit Bacon umwickelte Schweinelende, Gemsquash mit Knobibutter und Butternutspiesse mit Knobi. Ein Festmahl 🙂
Teil 802. Nov. 2014
02.10.2014 Lower Sabie nach Skukuza
Heute wird ausgeschlafen 🙂 Umzugstag ist auf dieser Reise immer Ausschlaftag ! Und das bedeutet, dass ich gegen 6 Uhr ohne Wecker den Kaffee zubereite, während meine sehr, sehr urlaubsreife Esmeralda noch etwas schlummern darf.
Gemütlich genießen wir die letzten Augenblicke an diesem schönen Platz, der definitiv einer zum Wiederkommen ist. Lower Sabie bietet rundherum sehr abwechslungsreiche Gamedrivemöglichkeiten, liegt schön, hat einen gut ausgestatteten Shop, der Sunset Dam und die Brücke liegen jeweils um die Ecke und das Restaurant ist akzeptabel. Was mehr als akzeptabel ist, sind übrigens die Muffins und der Cappu !
Mit gewohnter Routine wird das Auto gepackt, die Arbeitsteilung klappt wie immer ganz problemlos. Für die heutige Fahrt nach Skukuza haben wir eine Nebenstrecke ausgewählt.
Und so stehen wir um kurz vor halb acht am Sunset Dam und knipsen die ersten Bilder.
Die Nebenstrecke ist einsam, landschaftlich sehr schön. Wir gleiten ganz langsam durch die Landschaft und geniessen die kleineren Sichtungen wie die kleine Impalaherde, die sich direkt an der Pad mit Genuss die Ohren säubern lässt.
Zusätzlich werden einige Vögel gesichtet wie dieser White crowned Shrike
Lilac Breasted Roller
und diesen Raubvogel habe ich noch nicht bestimmt.
Das letzte Stück der S21 in der Gegend um das Nlothini Waterhole ist landschaftlich ganz außergewöhnlich schön. Leider haben wir hier nur wenig Fotos gemacht, so fasziniert waren wir.
Da am Renosterkoppies Waterhole nichts los ist, geht’s direkt weiter zur Stevenson Hamilton Rock Heritage Site. Hier hat es einen dicken Felsen und eine ganz schöne Aussicht.
Der Transport Dam liegt sehr schön.
Als wir um die Mittagszeit in Skukuza ankommen, ist der Bungalow noch nicht fertig. Also geht’s direkt zum so vielfach empfohlenen Lake Panic Bird Hide. Da hier eigentlich nur 8 Autos halten dürfen und wegen der südafrikanischen Ferien hier die Hölle los ist, haben wir echte Bedenken, einen Platz zu ergattern. An der Zufahrt steht dieser Mr. Waterbuck.
Am Parkplatz am Lake Panic hat es ca 10 Autos, also 2 zuviel. Da das die Südafrikaner alle wenig schert und man mit brav Warten die Looserkarte zieht, gehen wir leicht wütend auch in den Hide, der natürlich voll ist. Da die meisten Gäste aber nur einen schnellen Blick auf den urigen See werfen, ergattern wir schnell einen Platz neben 2 Profifotografen. Und dann entdecken wir ihn. Den irrsten Vogel, den wir bisher in Afrika gesehen haben. In ordentlicher Entfernung in einem Baum sitzen 2 Puple-crested Turacos. Die Bilder hier sind sowas von vergrößert.
Rundherum passiert stets irgendetwas neues. Ein Heron fischt.
Ein fettes Croc kommt senkrecht aus dem Wasser und hat Lust auf einen Graureiher Lunch, aus dem aber nichts wird.
Diverse andere Vögel flattern oder laufen herum.
Und dann erfüllt sich ein langersehnter Wunsch. Zuerst sehr weit weg geht ein Malachite Kingfisher auf die Jagd. Er sitzt ohne Fernglas kaum zu erkennen auf einem Baum und zischt dauernd wie ein Torpedo ins Wasser. Dass auf den Bildern überhaupt etwas zu erkennen ist, ist fast ein Wunder.
Doch dann hat er ein Erbarmen und kommt direkt zu uns geflogen. Zwar wedeln im Vordergrund immer hohe Gräser durchs Bild, aber wir sind ganz ergriffen von der kleinen Schönheit.
Sehr, sehr zufrieden verlassen wir nach ca. 2 Stunden den Hide und checken in dem Riesencamp Skukuza ein. Wir haben ein schönes River View Chalet in erster Reihe am Fluss ergattert.
Es ist innen neu gestrichen, etwas dunkel, aber schöner als erwartet. Am Fluss laufen Büffel und Elefanten herum und wir beschliessen Heute nicht mehr raus zufahren.
Die außen liegende Küche hat die nötige Ausstattung und so brennt mit der Dämmerung das geliebte Feuer. Nach Satara wollten wir eigentlich gar nicht fahren, wurden aber von Jaffles fast dazu gezwungen 😉 Jetzt wissen wir warum !
Teil 902. Nov. 2014
03.10.2014 Skukuza bis Einfahrt Hamilton Tented Camp
Da wieder Umzugstag ist, gibt es ein gemütliches Frühstück. Im Anschluss starten wir nach Norden zu unserem Highlight, dem Hamilton Tented Camp. Der Weg dorthin ist ein ausgedehnter Gamedrive.
Am Fluss treffen wir auf eine Elefantenherde.
Fork-tailed Drongos
Brown-crowned Chagra
Er lässt es sich schmecken
Und die zwei mögen sich sichtbar
Dieses Bild mag ich sehr
Ihr haben wir viel Glück gewünscht. Sie hatte auf dem Rücken deutliche Angriffspuren einer Katze und wohl gerade noch so Glück gehabt.
Etwas weiter an der Brücke über den Sabie River steht dieser Goliath Heron im Wasser.
Hippos.
Und am anderen Ufer sitzen ohne erkennbaren Grund zig Geier im Sand herum.
Wisst Ihr, was das für einer ist ?
Auf der anderen Seite des Flusses waren große Flächen verbrannt. Es ist schon traurig die etwas ratlosen Tiere in der verbrannten Öde zu sehen.
Groundscraper Trush
Vor dem Wasserbassin liegen zwei Suchlöwen.
Die Asiaten im Auto waren wie wild, obwohl es eigentlich nichts zu sehen gab. Man beachte den Mundschutz 😉
Auch diese Zebras waren etwas ratlos.
Am Lugmag Dam bestaunen diese Wasserböcke das Croc.
Und in der Nähe des Nlhanquleni Picnic Spots liegt dieses schlafende Rhino.
Der Picnic Spot selbst liegt schön an einem Wasserloch. Es tut gut, nach der ganzen Herumfahrerei eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Paar Cashews zu essen.
Bis zu diesem Moment war mir nicht klar, dass Tokos wie wild auf Nüsse sind. Und ich muss es zugeben............ Die Tokos waren so wild, dass sie etwas abbekamen. Ich schäme mich etwas dafür, konnte aber nicht wiederstehen.
Der heutige Tag wird zweigeteilt sein, denn was wir im Hamilton Camp erlebten, benötigt einen eigenen Platz in diesem Bericht.
Teil 1003. Nov. 2014
03.10.2014 Kurzaufenthalt in Hamilton / Umzug Hoyo Hoyo und Löwen satt
Hamilton Tented Camp sollte der Höhepunkt unserer Reise werden. Unzählige Tripadvisor Empfehlungen machten uns sicher, hier richtig zu sein. Die Buchungsbestätigung von Expedia händigen wir dem netten Bediensteten bei der Ankunft aus. Er meint „are you just looking around?“ Wir „No, we have a booking“. Wir nehmen auf der tollen Kolonialstil- Verandah am Fluss Platz und sind begeistert.
Alles ist genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Kerstin geht aufs WC, der Angestellte zu mir. „Sorry, we have no booking!“ Als Kerstin zurückkommt und die Neuigkeit erfährt, fließen hemmungslos Tränen. Ich möchte es jetzt abkürzen, aber sie ist zu Hause an der Grenze Ihrer Belastungsfähigkeit angekommen und das kommt jetzt zum Ausbruch. Ich bin auch total enttäuscht. Nach einem Telefonat, sollen wir mit ihm zum Hauptmanager der drei Lodges Hamilton, Imbali und Hoyo Hoyo fahren. Er solle sehen, wie enttäuscht wir wären.
Was haben wir für eine Wahl ? Ferien, Wochenende und wir sind mitten im Krüger ! In Imbali angekommen erklärt uns ein kerniger Manager, er habe nur noch ein Zimmer in Hoyo Hoyo. Alles täte ihm furchtbar Leid. Vermutlich sei eine inzwischen entlassene Lady in seinem Booking Office verantwortlich. Es fließen immer noch Tränen.
Wir bringen unsere Enttäuschung nochmals zum Ausdruck, es gibt nur eine Lösung. Also folgen wir dem Angestellten aus Hamilton nach Hoyo Hoyo, das wenige KM entfernt ist. Das Camp ist vom Stil her nicht mit Hamilton zu vergleichen. Wir werden herzlich empfangen, die Angestellten tun ihr bestes. Die Lodge liegt an einem Trockenfluss, und ist nett eingerichtet.
Unser Chalet liegt leider direkt neben der Küche.
Es hat eine kleine Terrasse. Bei Dunkelheit dürfen wir sie nicht betreten, weil sie nicht umzäunt ist. Schatten gibt es auch keinen.
Kerstin kann sich nur schwer beruhigen. OK, der Game Drive bringt hoffentlich Abwechslung. Allerdings erfahren wir, dass wir als einzige in der Lodge auf ein anderes Fahrzeug kommen. Dort sitzen bereits zwei Inder aus Imbali drin.
Zuerst sehen wir einige Giraffen.
Dann ein Rhino.
Und dann kommt über Funk die Nachricht, dass wir zu einem Löwen kommen können. Der liegt natürlich direkt beim Hamilton Camp.
Dann erreichen wir ein absolutes Bilderbuch-Löwenmännchen. Er scheint gerade wach geworden zu sein.
Lange Zeit sind wir alleine und positionieren uns direkt neben ihm.
Raubtiertypisch nimmt er keine Notiz von uns und gähnt, was das Zeug hält.
Immer und immer wieder.
Die Fotos rattern nur so durch.
Dann streckt er sich.
Brüllt.
Läuft los und markiert sein Revier.
Legt sich wieder hin zum Putzen.
und verlässt uns nach ca. einer halben Stunde in den Krügerpark. Das hat die Stimmung verbessert. Weiter geht’s in die Dunkelheit, wo zuerst nichts passiert. Dann leuchtet der Ranger den Weg entlang auf einen Löwen, er hat wohl wieder einen Funkspruch erhalten.
Wir fahren etwas näher und erleben doch tatsächlich eine Löwenpaarung direkt vor uns im Scheinwerferlicht.
Das Schauspiel ist kurz und inzwischen sind zwei weitere Fahrzeuge da.
Naja, das war ja mal nicht so ganz schlecht !
In der Lodge zurück werden wir mit einem nach Vanille riechenden Erfrischungstuch empfangen und in diesen Raum mit Kamin geleitet. Am Feuer geniessen wir von den anderen Gästen separiert einen Drink. Der Tisch ist gedeckt, während alle anderen im Hauptraum speisen. Sicher gut gedacht, wir fühlen uns aber etwas ausgegrenzt. Etwas Abwechslung hätte uns gutgetan.
Das Essen ist sehr lecker. Der Tag mit der Aufregung war anstrengend und so fallen wir früh ins Bett.
Teil 1104. Nov. 2014
04.10.2014 Hoyo Hoyo Morgengamedrive Wildhunde
Nach dem Wake up call und einer Tasse Kaffee geht es los zum Morgengamedrive.
Wir steigen wieder zu den Indern ins Auto. Nach nicht mal 10 Minuten biegt der Ranger nach links auf eine Pad. Hier wären öfters die Wildhunde unterwegs. Und kaum hat er es gesagt, stehen wir vor ihnen.
Mehrere Wild Dogs nagen an den Resten einer Antilope herum.
Das trockene Gras ist an mehreren Stellen blutverschmiert.
Man balgt sich um die Knochen.
So sozial die Hunde sich untereinander verhalten, so brutal scheint der Kill von statten gegangen zu sein.
Jetzt sind nur noch Knochen, der Magen und die Därme übrig. Einige unappetitliche Bilder habe ich weggelassen.
Ich muss jetzt nicht erwähnen, dass wir komplett begeistert waren !
Die Hunde rennen dann über die Pad ein Stück weiter.
Nach ca. 100 Metern treffen wir dann auf den Rest des Rudels.
Und jetzt geht das Schauspiel erst richtig los. Mehrere junge Wildhunde jagen im Kreis um unser Auto herum und balgen sich um einen Knochen.
Wir schauen nicht auf die Uhr, aber wir beobachten das Schauspiel eine geschätzte Stunde lang.
Völlig euphorisch machen wir eine Kaffeepause und unterhalten uns etwas mit den Indern.
Dann fährt Jason ins Trockenflussbett und sucht nach Leoparden.
Die finden wir nicht, aber dafür dieses Löwen. Sie sind in keiner guten Verfassung.
Nach einigen Fotos geht’s zurück zum Camp, wo wir einleckeres Frühstück zu uns nehmen und dann etwas schlafen möchten. Die Aufregung von Gestern steckt trotz der tollen Sichtungen noch in uns.
Teil 1206. Nov. 2014
04.10.2014 Hoyo Hoyo Abendgamedrive
Nach der Rückkehr von dem Wahnsinns-Gamedrive mit den Wildhunden gibt es ein ausgiebiges und sehr leckeres Frühstück. Draußen erwische ich diesen Grey-headed Bush Shrike.
Erstmals eine Emerald-spotted Wood-Dove.
Dann geht es zum Bungalow. Leider ist Relaxen nicht gut möglich. Auf der Terrasse ist es ohne Schatten sehr heiß und Schlafen können wir leider nicht, weil Handwerker vor der Küche irgendwelche Arbeiten erledigen und sich dabei lauthals unterhalten. Gleiches gilt für das Küchenpersonal. Der Umzug steckt uns immer noch in den Knochen, aber in den Busch fahren wir eigentlich, um absolute Ruhe bekommen zu können.
Dafür zieht direkt eine Elefantenherde vorbei.
Zum Lunch, der aus einem kleinen Buffet besteht, gehen wir zurück zum Haupthaus.
Am Pool beobachten wir Glanzstare beim Trinken.
Und auch diese Schönheit nutzt den Schutz des Elektrozaunes und den Pool.
Der Gamedrive ist dann nicht ganz so spektakulär, wie der am Morgen und das ist auch echt OK so!
Wir sichten dieses stattliche Nashorn.
Giraffen
Eine schwer zu fotografierende Hyäne
und dann eine Elefantenherde, die in der untergehenden Sonne schöne Motive bietet.
Besonders dieser stattliche Bulle hat es uns angetan.
Zum Sundowner zischen wir einen Gin and Tonic und unterhalten uns mit einem Paar aus Chicago, die auch ihre seit Monaten bestehende Buchung in Hamilton verloren haben.
Kurz vor der Dunkelheit treffen wir im Flussbett auf diese Mama mit ihrem ganz kleinen Kalb.
Beim Abendessen treffen wir auf ein nach Los Angeles ausgewandertes Deutsches Paar. Er ist Weltraumingenieur und wir verbringen einen netten Abend zusammen.
Teil 1307. Nov. 2014
05.10.2014 letzter Morgengamedrive Hoyo Hoyo
Heute geht es zum letzten mal mit Jason auf Safari. Wir steigen zu den Amerikanern in den Landy . Jason bekommt nach einiger ereignisloser Rumkurverei einen Funkspruch, es seien Löwen an einem Riss an einem Wasserloch im Krüger..... und er rast los.
Jetzt ist glaube ich der richtige Moment etwas über die Art der Game Drives hier zu sagen. Wir haben stets den Eindruck, dass man hier einzig und alleine auf Raubkatzen aus ist. Jason rast in halsbrecherischer Geschwindigkeit an allen möglichen Antilopen vorbei. Onwohl viele Tiere direkt an der Pad stehen, heizt er ungedrosselt an ihnen vorbei. Ich bin die ganze Zeit angespannt, ein Grey Lourie lässt dabei sein Leben. Auch wenn wir gleich wieder eine tolle Sichtung haben werden, mögen wir diese Art von Gamdrive nicht so.
Ich muss an Jakes in Mashatu denken, der uns so ruhig, unspektakulär und geduldig mitten in Elefantenherden gebracht hat und man merkte, wie er das selbst genossen hat !
Jason rast unterdessen direkt an einem an der Pad stehenden, halbwüchsigen Elefanten vorbei. Und irgendetwas ist komisch. Selbst Jason merkt das, hält an und fährt zurück. Der halbwüchsige Elefant steckt mit einem vorderen Fuss in einer ganz blöden und sehr stabilen Astgabel fest. Er fürchtet sich, dreht sich panisch immer wieder langsam im Kreis und es scheint kein Ausweg für ihn zu geben. Wir sind alle ratlos und entsetzt. Aber was sollten wir tun ? Jason meint, „that's nature“, wirkt aber auch sehr nachdenklich und betroffen.
Wir fahren schließlich weiter zum Kumana Dam. Dort stehen schon etliche Autos, aber die angekündigten Löwen liegen gut sichtbar an einem ca. 50 meter entfernten Büffelriss.
Direkt vor uns unter einer Schatten soendenden Baumgruppe liegt der halbwüchsige Rest des Rudels.
Wir zählen insgesamt 12 Löwen.
Leider hat das 100-400er inzwischen irgendein Autofokusproblem. Die Bilder sind nicht 100% scharf und für das 70-200er ist es doch weit weg.
Wir wollten immer mal Löwen am Riss sehen, jetzt ist es soweit.
Insgesamt scheinen auch diese Löwen nicht ganz gesund zu sein.
Es sieht schon brutal aus, wie die Löwen am Büffelkopf herumfressen.
Zufrieden fährt uns Jason um die Ecke zu einem großen Baobab, dann geht es zurück.
Der Elefant steckt immer noch fest und James diskutiert mit seinem Rangerkollegen, ob sie doch etwas tun sollten. Dann funken sie mit der Lodge. Angeblich wollten sie etwas versuchen. Sich dem Elefanten zu Fuss nähern zu wollen sei absolutes no go und lebensgefährlich. Vermutlich ist er nicht mehr am Leben. Wir werden die traurigen Augen des Elefantenmädchens ewig in Erinnerung behalten. Auf dem Rückweg heizen wir an einer seltenen Sable Antilope vorbei und halten nicht einmal an........
Dann nehmen wir Abschied von Hoyo Hoyo, das wir eigentlich nicht sachlich bewerten können. Das Personal war bemüht, wir hatten wahnsinns Sichtungen, aber für uns hat es dort nicht gepasst. Und irgendwie sind wir jetzt auch froh über einen Tapetenwechsel.
Teil 1407. Nov. 2014
05.10.2014 Fahrt Hoyo Hoyo nach Tamboti
Wir lassen den Gefühlsmix in Hoyo Hoyo hinter uns. Vorab gesagt. Es wird ein angenehmt ereignisloser und entspannender Urlaubstag werden.
Unterwegs werden einige Normalos gesichtet.
Am Muzandzweni Picnic Spot vertreten wir uns die Füße. Etliche Südafrikaner sind am Braaien und mit einem netten Holländer tauschen wir Afrikalatein aus.
Ein Brown-headed Parrot frisst an Früchten herum.
Carps Tit ?
Und immer wieder nett, der Crested Barbet
Auf der weiteren Strecke treffen wir wieder auf verbrannte Gebiete. An der H7 checken wir einige View Points und treffen auf diese Elefanten. Nach mehreren Minuten sind wir sicher, dass der kleine, liegende Ele tot ist. Doch nach zig Minuten Bewegungslosigkeit und Fernglasbeobachtung wedelt er mit dem einen Ohr und wir sind glücklich 🙂
Nach einem kurzen Einkaufsstop in Orpen geht’s ins nahe Tamboti.
Und was soll ich sagen, unsere Nr. 34 in Tamboti war einfach ein Traum ! Der Bungi liegt direkt an einem Trockenfluss unter einem tollen, knorrigen Baum.
Innen ist der Bungalow zwar etwas abgewohnt, uns gefällt er aber.
Draussen tanken wir Ruhe und beobachten die Elefantenherde am anderen Ufer.
Im Baum wohnt dieses knuffige Hörnchen.
Abends gibt es Boerewors und griechischen Salat mit einem Shiraz.
Nach dem Dinner kommt eine Hyäne direkt am Zaun vorbei.
Wir geniessen die Stille und die Geräusche der Wildnis, bevor wir in einen tiefen Schlaf fallen. Tamboti ist genau unser Ding, hier wären ein, zwei Nächte mehr willkommen gewesen.
Der Schlaf ist so tief, dass wir den nächtlichen Tathergang von diesem hier verpasst haben.
In Tamboti sind wohl etliche Honeybadger schon Nachts ins Zelt eingebrochen und haben den Gästen einen ordentlichen Schreck eingejagt.
Nach einem gemütlichen Frühstück nehmen wir wehmütig Abschied vom schönen Camp.
Teil 1508. Nov. 2014
06.10.2014 Tamboti nach Satara
Schweren Herzens lassen wir Tamboti hinter uns. Wir wollen schnellstmöglich über die Teerstrasse H7 in Richtung Satara und dann eine Runde zum Sweni Bird Hide über die S100 zurück nach Satara fahren.
Wieder geht es an verbrannten Flächen vorbei an den üblichen Verdächtigen. Ich muss es zugeben, zu den üblichen Verdächtigen zählen für uns inzwischen auch Elefanten und halbversteckte Rhinos.
Halten tun wir an diesen Ground Hornbills.
Am Nsemani Dam steht diese Giraffe.
Im Wasser ist allerhand los. Nervöse Hippos, Zebras und Impalas rennen immer wieder falsch alarmiert durch die Gegend.
Diese Südafrikaner bieten ihren Kindern einen Gamedrive der besonderen Art 😉
Und Wasserböcke mögen wir besonders gerne.
In Satara kaufen wir bei Mug & Beans einen köstlichen Cappucino to go und hervorragende Muffins. Der Bungi ist noch nicht bezugsbereit und so geht es gleich weiter zu der geplanten Runde. Es soll ja Besucher geben, die diese Strecke 2 Wochen lang immer im Kreis fahren und sie sich dann vor lauter Raubtieren langweilen.
Unterwegs sehen wir etliche Elefanten.
Dann erreichen wir den Sweni Hide.
Und der wird in den nächsten ca. zwei Stunden in unsere Hall of Fame aufgenommen.
Wir schauen genau herunter auf eine Gruppe Hippos, die es sich gerne am Ufer bequem machen würde.
Leider oder für uns Gott sei Dank ist ein schlechtgelaubtes Hippo dabei, was immer wieder dafür sorgt, dass alle wild herumbrüllend kreuz und quer ins Wasser zurückgescheucht werden.
Für die kleinen scheint das nicht ganz ungefährlich zu sein.
Die Hippos dösen dann kurz im Pool, bevor es wieder ans Ufer geht.
Drumherum ist allerhand anderes los. Wasserböcke grasen.
Ein Affe wühlt im Schlamm herum.
Kroks warten geduldig auf einen Reihermahlzeit.
Elefanten kommen zum Trinken.
Zebras und Impalas auch.
Ein Goliath Heron ist erfolgreich auf Jagd.
Und das große Objektiv produziert nur noch Matsch :-(( Die Oxpecker picken besonders gerne in den offenen Hippowunden herum, Autsch !
Am Nwanetsi Viewpoint bewundern wir die schöne Aussicht und diesen Elefanten.
Überall fliegen und sitzen rote Libellen herum.
An der berühmten S100 ist es inzwischen so heiß, dass sich die Tiere verstecken.
So erreichen wir gegen 15:00 Uhr Satara, wo ich endlich, endlich schöne Fotos von meinen Favoritenvögeln, den Woohoopoes knipsen kann.
Unser Bungalow liegt wie alle in Satara an einem der großen Kreise. Es ist schon eine Umgewöhnung, in diesen großen Kreis zu schauen. Für eine Nacht ist es aber OK.
Der in Orpen gekaufte Springbockspieß ist etwas zäh, dafür gibt es aber lecker Gemsquash mit Knobibutter.
Am nächsten Morgen geht es nach einem Frühstück weiter in Richtung Olifants.
Teil 1609. Nov. 2014
07.10.2014 Satara nach Olifants
Nach einem kurzen Frühstück mit Toastbrot, Papaya und frischem Kaffee geht es noch einmal auf die Runde von Gestern und dann weiter nach Olifants.
Heute geht es anders herum, also zuerst auf die S100, wo im schönen Licht diese Zebras stehen.
Dann läuft uns auf der Pad diese Hyäne entgegen und an uns vorbei. Dank Rückwärtsgang bekommen wir doch noch einige schnelle Fotos von ihr.
Wir klappern all die kleinen Loops zum Fluss ab, ohne Erfolg. Doch dann steht die Pad voll mit Autos. Bestimmt 10 Stück. Ein Südafrikaner zeigt uns, wo angeblich ein Gepard liegt. Er ist sehr, sehr weit weg und zuerst gar nicht zu sehen, weil er liegt. Doch dann steht er auf und läuft einige Meter herum. Das Bild ist sehr stark vergrößert.
Stellvertretend für die Standardtiere unterwegs zeige ich diese Wasserböcke.
Ansonsten passiert nicht viel und so beziehen wir wieder den Sweni Hide. Bei Baumanns Tennis Keksen (seit 2002 bei uns sehr beliebt) und Kaffee geht es Heute etwas ruhiger zu, als Gestern. Die Hippos sind wohl noch müde. Dafür zeigt sich dieser Open billed Stork.
Ein Bateleur segelt über uns hinweg.
Ein Brown hooded Kingfisher setzt sich neben uns in den Baum.
Der Grey Heron stolziert herum.
Immer wieder irre finden wir, wie nah die Reiher den Crocs kommen.
Auf der anderen Seite des Tümpels entdecken wir einen Malachite Kingfisher. Er ist ohne Fernglas oder Tele eigentlich nicht zu erkennen und so gibt es nur ein extrem vergrößertes Erinnerungsfoto.
Auf der Weiterfahrt liegt diese etwas hoffnungslos wirkende Hyäne in der verbrannten Steppe.
Etwas weiter stehen einige stattliche Elefantenbullen.
Mit Cappucino und Muffins bewaffnet statten wir dem Nsewani Dam noch einmal einen kurzen Besuch ab. Ein Fisheagle setzt sich gerade in den Baum, sonst ist nichts besonderes los.
Am Girivana Waterhole laufen nur einige Giraffen und Gnus herum.
Wir essen hier unsere Muffins, dann geht es weiter. Unterwegs sitzt noch eine sehr schlecht sichtbare Eule im Baum und am Timbavati Picknick Spot ist es uns zu ungemütlich. Etwas weiter am Ratelpan Hide ist es umso interessanter. Um uns herum fliegen schwer zu fotografierende Firefinches herum. Im Fluss tümmeln sich die Hippos.
Dann beobachten wir eine faszinierende Interaktion zwischen Croc und einem Yellow billed Stork. Der Stork läuft direkt neben dem Schwanz des Crocs herum, der den Fluchtweg der Fische versperrt und fängt einen Fisch. Gleichzeitig fängt das Croc einen großen Fisch und verschlingt ihn.
Auf der Weiterfahrt sitzen diese Paviane im Schatten und verhalten sich wieder einmal sehr menschlich. Zuerst wird gelaust.
Und dann hält der Affe seine lichtschützend an die Stirn und schaut in die Ferne 🙂
Ein Eindruck von unterwegs, die Landschaft hier gefällt uns ausgezeichnet. Vielleicht ist die Roodewal Bush Lodge zukünftig eine Alternative.
Kurz vor Olifants liegt dieser schlafende männliche Löwe unter einem Busch. Es ist heute sehr heiß ! Mit ihm werden wir uns auf unvermutete Art noch weiter beschäftigen müssen.....
In Olifants sind wir mit unserer Nr. 13 sehr glücklich. Der Bungi hat einen ungehinderten Blick auf den Olifants River, der beruhigend rauschend unter uns in Richtung Horizont fließt.
Die Küche liegt aussen, innen ist er renoviert. Keine Schönheit, aber hier gilt: Lage, Lage, Lage 🙂
Hier können wir auch diesen Red-billed Helmet-Shrike fotografieren.
Red winged Staring
Nach einer ausgiebigen Siesta kaufen wir im Shop ein Greek Salad Package und Feuerholz,
dann geht es an dem immer noch schlafenden (?) Löwen vorbei (der Kopf liegt jetzt anders) auf einen Loop am Fluss entlang. Hier gibt es viele Elefanten.
Und den einzigen Bee Eater unseres Urlaubes.
Auf der Brücke über den Olifants steigen wir aus (erlaubt). Direkt unter uns laufen diese Elefanten herum. Die Perspektive ist faszinierend, sie nehmen keine Notiz von uns.
Die Abendstimmung ist Heute besonders schön, besonders der Mond.
Nach dem Braii geniessen wir das Rauschen des im Mond schimmernden Olifants.
Hier ist es einfach herrlich !
Teil 1710. Nov. 2014
08.10.2014 Olifants
Unser Plan Heute Morgen ist, am Fluss entlang bis nach Letaba zu fahren und dort zu Frühstücken.
Also entsteht dieses Bild um 5:32 Uhr. 😕
Die Strecke am Olifants entlang sind wir bereits zweimal gefahren, großes Sichtungsglück hatten wir hier nie. Auch diesmal bleiben die ganz spektakulären Sachen aus. Am Viewpoint haben wir einen schönen Blick aufs Camp.
Unterwegs gibt’s einige kleinere Sichtungen.
An einem Loop kurz vor Letaba treffen wir zuerst auf zwei große Büffel.
Dann auf Giraffen.
Und dann auf diese friedlich grasende Büffelherde am Fluss.
Die Fotojagd auf Vögel ist hier nicht so erfolgreich. In Letaba gibt’s ein zünftiges Frühstück beim Muggs and Bean. Man hat einen schönen Blick auf den Fluss, aber es ist voll und relativ laut hier.
Außerdem hat es inzwischen an die 40 Grad und so machen wir uns über die H1-5 auf den Rückweg.
An einem Viewpoint erzählt uns ein Engländer, unterhalb von Olifants läge ein inzwischen angefressenes,totes Löwenmännchen.
Mit gemischten Gefühlen nähern wir uns der Stelle. Der Löwe wurde einige Meter aus dem Busch herausgezogen und ist am Hinterteil angenagt. Es stinkt wie die Hölle und wir verzichten auf Fotos.
Im Camp bringt uns eine Truppe kleiner Mangusten Abwechslung. Sie sind überhaupt nicht scheu und lassen sich gerne fotografieren. Hier halten sie einen Toko in Schach.
Im Baum sitzt ein Cardinal Woodpecker.
Diese beiden Starlings haben sich ganz doof im Baum verheddert. Kerstin rettet sie zusammen mit dem südafrikanischen Nachbarn.
Beobachtet von diesem Molitor.
Dann geht es noch einmal auf Gamedrive, schnell am sinkenden Löwen vorbei.
Den Aasgeruch hat man minutenlang in der Nase. Ziemlich unlecker 🙁
Am Wananzi Viewpoint schimmert das Wasser rot im beginnenden Sonnenuntergang.
Etwas unterhalb hat ein Martial Eagle Spaß bei lunchen.
Unser einziges Ziel Heute Abend ist die Brücke über den Olifants, die ihrem Namen wieder gerecht wird.
Und dann, kurz vor Gatetime erreichen wir wieder den Löwen. Diesmal bleiben wir stehen.
Der Gestank ist fast weg, dafür frisst jetzt eine Hyäne an ihrem Erzfeind.
Dutzende Geier sitzen überall herum.
Der ehemals stolze Löwe schaut uns aus leer gepickten Augenhöhlen an.
Ein schauriges, trauriges Schauspiel. Die Hyäne war da bestimmt anderer Meinung.
Etwas unter Zeitdruck machen wir unsere Fotos und verabschieden uns dann nachdenklich.
Nach kurzem Shopping im Camp gibts das abendliche Braii.
An der Wand jagd eine kleine Spinne sehr erfolgreich.
Es ist wieder herrlich, den vom Mond beschienenen Fluss rauschen zu hören.
Teil 1811. Nov. 2014
09.10.2014 Olifants nach Tydon Safari – Abschied vom Krüger
Leider heißt es Heute Abschied nehmen von Olifants und vom Krüger. Das letzte Frühstück mit dem herrlichen Blick auf den Olifants verschafft uns doch ein wenig Wehmut. Da der Heute zu bewältigende Weg alleine gute 150 KM durch den Park führt, wollen wir einfach „Strecke“ machen und nur bei den ganz spektakulären Sichtungen anhalten. Und so etwas Vorahnung haben wir schon, denn an solchen Tagen passiert bei uns oft etwas besonderes.
Zuerst entdecken wir einen Martial Eagle mit einem Waran-Kill.
Baby Giraffen
Einen großen, uralten Elefantenbullen in schlechtem Zustand
Geier an den Resten eines Kills
Breitmaulnashorn
Ground Hornbill
Schildkröte auf der Pad
… und 1 KM nach Satara geht es dann so richtig los ! Neben der Strasse sitzen diese Geier (welche sind das denn ?) und nagen an einem Kadaver herum.
Wir halten kurz an und kurze Zeit später kommt diese Löwin aus dem Busch.
Und wieder einen Moment später die zweite.
Da sie sich hinlegen, fahren wir weiter ! Denn wir haben ja keine Zeit. Dann kurz ein paar Photos an der Büffelherde.
Wieder Ground Hornbills.
Und am Wasserloch Kumana wieder Löwen
Und dann erreichen wir Mazithi Dam. Hier stehen Massen an Autos, bestimmt 20. Wir rollen langsam näher. Alle schauen nach links, wir also auch. Links läuft ein Warthog herum. Wir halten an und der Fahrer des letzten Autos schüttellt genervt den Kopf und deutet mach Rechts. Ok, da sitzt 5 Meter neben mir eine Löwin unter dem Baum und sie war wohl kurz davor, das Warthog zu jagen.
Mann, Mann, Mann ! Wir haben sie echt nicht gesehen.
Dann erhebt sich die Löwin und läuft direkt an uns vorbei nach links über die Straße.
Hinter uns erscheint ein zweite Löwin. Als sie sich treffen und lostraben, nehmen sie Blickkontakt auf und laufen ins Gebüsch am See.
Wir schauen uns an und sagen beide „die gehen auf die Jagd!“
Spontan fahren wir an den Automassen vorbei bis fast ganz ans Ende und positionieren uns dort mit Blick auf den See. Rechts spritzen Zebras und Gnus weg.
Der Autofahrer Rechts von uns ruft uns zu „to the left, to the left!“ Und jetzt stockt uns der Atem ! Wir haben um vielleicht 5 Sekunden den Augenblick verpasst, an dem die zwei Löwinnen ein halbwüchsiges Gnu gerissen haben. Es steht noch auf den Beinen und wird gerade auf den Boden gedrückt.
Leider ist die Szene ein gutes Stück weit weg und gerade jetzt fehlt das 100-400er. Diese Bilder sind extreme Bildausschnitte.
Dann setzt die eine Löwin den Kehlbiss ! Wir sind gruselig fasziniert.
Die anderen Autos rangieren wild herum, wir haben mal wieder ein gute Nase gehabt. Im Hintergrund läuft das Warthog herum, welches uns evtl. sein Leben zu verdanken hat.
Die entkommen Gnus schauen aus sicherer Entfernung dem Drama zu.
Ach ja, direkt neben uns auf der anderen Seite steht ja noch diese Elefantenherde.
Dann sagt der Fahrer im Auto neben uns : „Have you seen the Cheetahs in front of that bush?“. Noooooo, we didn't!“ Und wahrhaftig, da sind sie !
Kopfschüttelnd ob unseres Glücks fahren wir zum Tshokwane Picknick Spot und essen eine Kleinigkeit.
So sieht übrigens ein sehr, sehr zufriedener Safaritourist aus :
Und so nehmen wir Abschied vom Krüger Nationalpark. Erst zu Hause werden wir richtig verarbeiten, welch wunderbare Sichtungen wir hatten.
Teil 1915. Nov. 2014
09.10.2014 Tydon Bush Camp
Schweren Herzens verabschieden wir uns Heute vom Krüger Nationalpark. Die kurze Anfahrt zum Sabi Sands Shaws Gate ist (und das ging schon einige Tage so) von der quälenden Frage geprägt :“Hat es in der Gegend um das Tydon Bush Camp gebrannt?“. Nach der Ausfahrt durch das Kruger Gate sind wir nicht gerade optimistisch. Lion Sands scheint komplett abgebrannt zu sein. Und im Netz hatten wir vor der Abreise gelesen, dass die großen Buschfeuer ihren Ursprung in Sabi Sands hatten.
Nach einigen Kilometern geht es nach rechts in eine pad ab, die ebenfalls abgebrannt ist. Am Gate werden wir nett eingecheckt und wundern uns, dass auf den Wegweisern kein Tydon verzeichnet ist.
Dann geht es an einer langen Pad entlang immer weiter an verbranntem Gebiet entlang. Doch nach einigen Kilometern konnte das Feuer scheinbar gestoppt werden. Es geht links in Richtung Nottens Bush Camp und Umkumbe, von Tydon immer noch keine Spur.
Doch dann erreichen wir ein kleines Schild, dass uns ins klein Tydon Bush Camp führt. Es liegt gegenüber der Umkumbe Lodge und ist nachträglich auf dem Gelände des Camps Ingwe errichtet worden. Dazu später mehr.
Wir werden sehr herzlich von Debbie, der Rangerin begrüßt. Tydon hat nur drei Safarizelte un Platz für höchstens 6 Personen. Das Camp liegt unspektakulär im Busch und gefällt uns sofort.
Im Baum fliegt ein Turaco herum.
Es ist wieder sehr heiß, aber das hübsch eingerichtete Zelt hat sogar eine Klimaanlage.
Beim Lunch unterhalten wir uns angeregt mit Debbie, dann kommt auch noch der Besitzer Gavin. Er ist ein fröhlicher, offener Mann und die Zeit vergeht im Flug.
Dann kommen die 2 weiteren Gäste an. Ein junger Mexikaner und eine ebenfalls junge Spanierin, die beide in London wohnen. Wir sind zwar nicht ganz auf einer Wellenlänge, vertragen uns aber gut. Für die beiden ist es die erste Safari und sie sind ganz aufgeregt.
Und so starten wir kurz nach 4 in bester Stimmung zum Abendgamedrive, wo wir gleich auf Giraffen treffen.
Dann kommt uns dieses Prachtexemplar von Warthog entgegen.
Ein Zebracrossing.
Magpied Shrike
Elefanten mit einem ganz kleinen Jungen.
Eine wie ich finde vielsagende Begegnung zwischen Umkumbe Lodge Gästen und einem Elefanten.
Kurz nach der Weiterfahrt diese Hyäne mit einem stinkenden Stück Aas.
Sundowner in bester Stimmung.
Das niedlichste Babynashorn ever.
Un der Unterschied zu Hoyo Hoyo. Debbie warnt die anderen Gamedriveautos, auf die auf dem Weg herumsitzenden Baby Nightingales zu achten und sie nicht zu überfahren.
Zufrieden erreichen wir das Camp und genießen das köstliche Dinner. Es geht früh ins gemütliche Bett. Was für ein aufregender Tag ! Leider können wir die tobenden Kinder und feiernden Eltern Im offensichtlich sehr nahen Haus des Besitzers der Ingwe Lodge hören, schlafen aber trotzdem schnell ein.
Teil 2016. Nov. 2014
10.10.2014 Tydon Bush Camp
Heute Morgen ist es kalt und der Himmel ist bedeckt. Wir quälen uns nach Debbies Weckruf aus dem Bett. Die Tasse Kaffee hilft uns etwas auf die Beine. Dann geht es mit dem Landy raus. Direkt neben dem Haupthaus von Ingwe liegt eine Büffelgruppe und ruht sich aus.
Ein Büffel ist blind.
Während des weiteren Drives gibt es nicht so viel zu sehen, bis wir diese Zebraherde erreichen.
Das kleine Zebra muss wenige Stunden vorher erst auf die Welt gekommen sein.
Die Hinterläufe der Mutter sind noch rot und es läuft sehr, sehr unbeholfen.
Lange beobachten wir das putzige Baby, selbst Debbie fotografiert und filmt permanent.
Dann geht es schon zurück. Ein unspektakulärer Drive, aber bei dem Wetter hatten wir auch keine großen Erwartungen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Dusche werden Bilder aussortiert. So richtig Lust haben wir nicht aufs Zelt, denn nebenan in Ingwe hört man die Kinder spielen.
Der Abenddamedrive steht ebenfalls unter keinem guten Stern, denn inzwischen tröpfelt es immer mal. Dafür ist inzwischen Jacques zu uns gestossen. Im Gegensatz zu ihm bin ich ein Hänfling. Er hat einen super Humor und nimmt hinter dem Steuer Platz. Debbie wechselt auf den Trackersitz.
Bei Regen kurven wir Kreuz und Quer durch Sabi Sands und sehen...... nichts !
Bis wir auf diese zwei Rhinos treffen.
Jacques meint zu Debbie. „We won't tell the others ! Not today!“ Inzwischen regnet es.
Während des sogenannten Sundowners, Heute ist der Begriff nicht angebracht, kümmert sich Jacques rührend um Debbie. Sie ist inzwischen sackenass.
Alle stimmen zu, dass wir den direkten Weg zurück in die Lodge nehmen und das ganze Heute wenig Zweck hat. Als kleine Abwechslung zeigt uns Debbie noch ein kleines Chamäleon.
Nach einer warmen Dusche gibt es wieder ein sehr leckeres Abendessen, bevor es ins warme Bett geht. Natürlich sind wir etwas enttäuscht. In Sabi Sands stehen die Katzen ja normalerweise Schlange ;-))