5.9. Abschiednehmen von dem lieben Managerehepaar der Severin Safari Lodge und um 08.30 Uhr startet unser Flieger von der 40 Minuten entfernten Kilaguni Airstrip. Es steigen 4 Passagiere aus, doch wir sind die beiden einzigen im Flieger nach Nairobi.

Joseph bewältigt die Strecke auf der Strasse. Der Flug ist ziemlich ruhig, doch kurz vor Nairobi kommen wir in eine undurchsichtige Suppe rein. Erst ein paar Meter über Boden realisiere ich, dass wir nicht am lokalen Flughafen Wilson sind, sondern am internationalen JKIA! Keine Information kam vorher von den Piloten. Nun hiess es wir sollen warten, bis das Wetter besser werde. Wann? Ach das weiss man nicht. Also rufe ich Steve an, der am Wilson Flughafen auf uns wartete. Er schaffte es grade noch aus dem Wilson Areal rauszukommen, denn da Präsident Uhuru Kenyatta erwartet wird, wurde alles abgeriegelt. Nach etwa 45 Minuten findet uns Steve und wir starten die Fahrt Richtung Norden. Auf dem neuen Bypass zum Thika Superhighway verbringen wir 1.5 Stunden mit Meter für Meter vorwärts. Grund ein frontaler Unfall zwischen einem Personen- und einem Lastwagen. Das kleine Auto sieht schlimm aus. Es regnet immer noch, auch als wir in der Nähe von meinem Zuhause sind. Wir gehen eine Kleinigkeit zum Essen im Uchumi einkaufen, Aggrey bringt mir 3 Dinge, die nicht von selber mitgekommen sind und Steve holt seine Safaridinge, die er für einen Tripp in den Amboseli Nationalpark benötigt. In leichtem Regen setzen wir die Fahrt fort und geraten in einen weiteren Stau infolge eines Unfalles in der Nähe von Thika. Doch dieser kostet uns nur 30 Minuten. Bald wird die Strasse einspurig und kurvenreich. Einmal halten wir noch an, um kurz die Beine zu vertreten. Die Managerin von Lewa Wilderness ruft mich an, wo wir sind. Ich teile ihr die Situation mit. Die Zeit fliegt und erst um 17.30 erreichen wir den Eingang zu Lewa Downs, geplant war ca. 14.00 Uhr. Ein eisiger Wind vom Mt. Kenia begrüsst uns und ich ziehe an, was ich habe, um in das offene Auto zu sitzen. Francis, unser sehr grosser und homorvoller Laikipia Maasai Guide fährt uns nun in der Dämmerung zum Camp. Unterwegs begegnet uns ein Schabrackenschakal, der auch bei unserem Näherkommen nicht aufsteht. Endlich erreichen wir im Dunkeln unsere Unterkunft und begeben uns auch bald darauf zum Abendessen.

Das Haupthaus von Lewa Wilderness
6.9. Da meine Kundin lieber einen Tag in der Lodge bleibt, habe ich am Vorabend mit Karmushu, dem Maasai Manager vereinbart, dass ich mit dem Vogelspezialisten um 07.00 Uhr auf Vogelsuche gehe. Er ist ein älterer Masai und wir starten. Er versucht durch Kopieren des Rufes des Perlkautzes, diesen zu lokalisieren. Leider vergebens. Ich hätte diesen niedlichen kleinen Kauz gerne mal wieder zu Gesicht bekommen. Verschiedene Vogelarten huschen im Gebüsch rum, doch diese sind mir bekannt. Ein unscheinbarer Vogel sitzt nahe der Angestelltenquartiere auf einer Akazie. Keine Ahnung, doch mein Führer bestimmt ihn mit Leichtigkeit - Wahlberg’s Honiganzeiger. Toll! Schwarze Rabenvögel sitzen auf einem trockenen Ast. Fächerborstenraben, die ich sehr lange nicht mehr gesehen habe. Typisch ist, dass der Schwanz kürzer ist, als die Flügel. Eine kleine Gruppe von Pfirsichköpfchen (Agapornis) suchen am Boden nach Futter - welche Farben! Webervögel sind fleissig am Nester bauen und das geht nicht ohne viel Gezwitscher ab. Wieder neue Vogelarten gelernt und Namen für die Vogelregistrierwebseite gesammelt, die eine neue Datenbank für die Verbreitungsorte von Vogelarten in Kenia sein wird.

Wahlberg’s Honiganzeiger

Fächerborstenrabe, der nur in Kenia und weiter nördlich und stellenweise westlich vorkommt

Pfirsichköpfchen bei der morgendlichen Futtersuche

Steppenlerche beim Morgenlied
Nun zurück in den wunderschönen Garten mit tollen Pflanzen, Bäumen, Baumhörnchen, Klippschliefern u.a. Zum Mittagessen versammeln sich alle Gäste an einem Tisch, so dass rege Unterhaltungen stattfinden. Am späteren Nachmittag fahren wir auf Pirsch mit unserem Guide Francis. Während wir einen stolzen Defassa-Wasserbockmann fotografieren, bekommt Francis die Nachricht, dass Löwen gefunden wurden.

. Also wenden wir. Unserer Kundin sagen wir nur, dass wir eine Ueberraschung für sie hätten. Andere Autos sind bereits an der Löwenstelle. In Lewa Downs ist es erlaubt, offroad zu fahren, wenn Katzen oder Nashörner gesichtet werden. Ausser, wenn es schon dämmert sind nicht mehr als 2 Fahrzeuge erlaubt. Es heisst also warten. Doch es dunkelt schon langsam und somit dürfen wir auch hin. Erst sehen wir nur einen Papa im hohen Gras. Doch dann auch 7 junge Löwen. Gras und zu wenig Licht machen das Fotografieren fast unmöglich. Als alle Fahrzeuge weg sind, laufen die Jungen zum Papa, der lauthals knurrt. Erst dann sehen wir, dass er Beute hat, die sicher von den beiden abwesenden Müttern erjagd wurde. Ich musste den Blitz benutzen, was ich nicht gerne tue, aber ansonsten hätte man auf den Bildern gar nichts erkennen können.

Heute ist nach dem Abendessen eine Nachtpirschfahrt angesagt. Mit allen verfügbaren Kleidungsstücken bedeckt, setzen wir uns in ein nun geschlossenes Auto. Der Spotter mit dem Scheinwerfer steht auf dem Beifahrersitz. Bushbabies, Schakale und ein Spitzmaulnashorn, sowie viele Nachtschwalben finden wir.

Nach etwa 2 Stunden kehren wir heim. Schon etwas schläfrig sitze ich auf der Toilette und nehme die Toilettenpapierrolle. Etwas fällt aus der Rolle auf meinen Oberschenkel und reflexmässig wische ich es weg. Mein erster Gedanke, Spinne. Ein brennender Schmerz, wie von einer Feuerameise und ein komisch, betäubtes Gefühl - mmmhhh. Die Intamine Salbe trage ich sofort auf und sie lindert etwas. Dennoch ist es nicht einfach, eine Position im Bett zu finden, in der es nicht allzu weh tut. Ich begutachte das tote Tier. Doch keine Spinne, nur 6 Beine. Sorgfältig lagere ich die Leiche, um sie im Tageslicht fotografieren zu können. Der Manager in der nächsten Lodge identifiziert es - Raubwanze. Weltweit kommen etwa 7.000 Arten vor und die meisten injezieren ein Gift oder Verdauungssaft, als Verteidigung. Den Stich merke ich noch für ein paar Tage trotz der regelmässig aufgetragenen Salbe.

Joseph bewältigt die Strecke auf der Strasse. Der Flug ist ziemlich ruhig, doch kurz vor Nairobi kommen wir in eine undurchsichtige Suppe rein. Erst ein paar Meter über Boden realisiere ich, dass wir nicht am lokalen Flughafen Wilson sind, sondern am internationalen JKIA! Keine Information kam vorher von den Piloten. Nun hiess es wir sollen warten, bis das Wetter besser werde. Wann? Ach das weiss man nicht. Also rufe ich Steve an, der am Wilson Flughafen auf uns wartete. Er schaffte es grade noch aus dem Wilson Areal rauszukommen, denn da Präsident Uhuru Kenyatta erwartet wird, wurde alles abgeriegelt. Nach etwa 45 Minuten findet uns Steve und wir starten die Fahrt Richtung Norden. Auf dem neuen Bypass zum Thika Superhighway verbringen wir 1.5 Stunden mit Meter für Meter vorwärts. Grund ein frontaler Unfall zwischen einem Personen- und einem Lastwagen. Das kleine Auto sieht schlimm aus. Es regnet immer noch, auch als wir in der Nähe von meinem Zuhause sind. Wir gehen eine Kleinigkeit zum Essen im Uchumi einkaufen, Aggrey bringt mir 3 Dinge, die nicht von selber mitgekommen sind und Steve holt seine Safaridinge, die er für einen Tripp in den Amboseli Nationalpark benötigt. In leichtem Regen setzen wir die Fahrt fort und geraten in einen weiteren Stau infolge eines Unfalles in der Nähe von Thika. Doch dieser kostet uns nur 30 Minuten. Bald wird die Strasse einspurig und kurvenreich. Einmal halten wir noch an, um kurz die Beine zu vertreten. Die Managerin von Lewa Wilderness ruft mich an, wo wir sind. Ich teile ihr die Situation mit. Die Zeit fliegt und erst um 17.30 erreichen wir den Eingang zu Lewa Downs, geplant war ca. 14.00 Uhr. Ein eisiger Wind vom Mt. Kenia begrüsst uns und ich ziehe an, was ich habe, um in das offene Auto zu sitzen. Francis, unser sehr grosser und homorvoller Laikipia Maasai Guide fährt uns nun in der Dämmerung zum Camp. Unterwegs begegnet uns ein Schabrackenschakal, der auch bei unserem Näherkommen nicht aufsteht. Endlich erreichen wir im Dunkeln unsere Unterkunft und begeben uns auch bald darauf zum Abendessen.
Das Haupthaus von Lewa Wilderness
6.9. Da meine Kundin lieber einen Tag in der Lodge bleibt, habe ich am Vorabend mit Karmushu, dem Maasai Manager vereinbart, dass ich mit dem Vogelspezialisten um 07.00 Uhr auf Vogelsuche gehe. Er ist ein älterer Masai und wir starten. Er versucht durch Kopieren des Rufes des Perlkautzes, diesen zu lokalisieren. Leider vergebens. Ich hätte diesen niedlichen kleinen Kauz gerne mal wieder zu Gesicht bekommen. Verschiedene Vogelarten huschen im Gebüsch rum, doch diese sind mir bekannt. Ein unscheinbarer Vogel sitzt nahe der Angestelltenquartiere auf einer Akazie. Keine Ahnung, doch mein Führer bestimmt ihn mit Leichtigkeit - Wahlberg’s Honiganzeiger. Toll! Schwarze Rabenvögel sitzen auf einem trockenen Ast. Fächerborstenraben, die ich sehr lange nicht mehr gesehen habe. Typisch ist, dass der Schwanz kürzer ist, als die Flügel. Eine kleine Gruppe von Pfirsichköpfchen (Agapornis) suchen am Boden nach Futter - welche Farben! Webervögel sind fleissig am Nester bauen und das geht nicht ohne viel Gezwitscher ab. Wieder neue Vogelarten gelernt und Namen für die Vogelregistrierwebseite gesammelt, die eine neue Datenbank für die Verbreitungsorte von Vogelarten in Kenia sein wird.
Wahlberg’s Honiganzeiger
Fächerborstenrabe, der nur in Kenia und weiter nördlich und stellenweise westlich vorkommt
Pfirsichköpfchen bei der morgendlichen Futtersuche
Steppenlerche beim Morgenlied
Nun zurück in den wunderschönen Garten mit tollen Pflanzen, Bäumen, Baumhörnchen, Klippschliefern u.a. Zum Mittagessen versammeln sich alle Gäste an einem Tisch, so dass rege Unterhaltungen stattfinden. Am späteren Nachmittag fahren wir auf Pirsch mit unserem Guide Francis. Während wir einen stolzen Defassa-Wasserbockmann fotografieren, bekommt Francis die Nachricht, dass Löwen gefunden wurden.
. Also wenden wir. Unserer Kundin sagen wir nur, dass wir eine Ueberraschung für sie hätten. Andere Autos sind bereits an der Löwenstelle. In Lewa Downs ist es erlaubt, offroad zu fahren, wenn Katzen oder Nashörner gesichtet werden. Ausser, wenn es schon dämmert sind nicht mehr als 2 Fahrzeuge erlaubt. Es heisst also warten. Doch es dunkelt schon langsam und somit dürfen wir auch hin. Erst sehen wir nur einen Papa im hohen Gras. Doch dann auch 7 junge Löwen. Gras und zu wenig Licht machen das Fotografieren fast unmöglich. Als alle Fahrzeuge weg sind, laufen die Jungen zum Papa, der lauthals knurrt. Erst dann sehen wir, dass er Beute hat, die sicher von den beiden abwesenden Müttern erjagd wurde. Ich musste den Blitz benutzen, was ich nicht gerne tue, aber ansonsten hätte man auf den Bildern gar nichts erkennen können.
Heute ist nach dem Abendessen eine Nachtpirschfahrt angesagt. Mit allen verfügbaren Kleidungsstücken bedeckt, setzen wir uns in ein nun geschlossenes Auto. Der Spotter mit dem Scheinwerfer steht auf dem Beifahrersitz. Bushbabies, Schakale und ein Spitzmaulnashorn, sowie viele Nachtschwalben finden wir.
Nach etwa 2 Stunden kehren wir heim. Schon etwas schläfrig sitze ich auf der Toilette und nehme die Toilettenpapierrolle. Etwas fällt aus der Rolle auf meinen Oberschenkel und reflexmässig wische ich es weg. Mein erster Gedanke, Spinne. Ein brennender Schmerz, wie von einer Feuerameise und ein komisch, betäubtes Gefühl - mmmhhh. Die Intamine Salbe trage ich sofort auf und sie lindert etwas. Dennoch ist es nicht einfach, eine Position im Bett zu finden, in der es nicht allzu weh tut. Ich begutachte das tote Tier. Doch keine Spinne, nur 6 Beine. Sorgfältig lagere ich die Leiche, um sie im Tageslicht fotografieren zu können. Der Manager in der nächsten Lodge identifiziert es - Raubwanze. Weltweit kommen etwa 7.000 Arten vor und die meisten injezieren ein Gift oder Verdauungssaft, als Verteidigung. Den Stich merke ich noch für ein paar Tage trotz der regelmässig aufgetragenen Salbe.
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris