Schlafen, Camping

27 Antworten · 5'726 Aufrufe · gestartet 07. Juli 2014 von morgana
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201407. Juli 2014 · #1
Hallo,
ich lese, vergesse (sorry), lese und vergesse nun schon seit einem guten dreiviertel Jahr hier.

Da mir nun aber vor zwei Tagen in einem kleinen Albtraum aufgegangen ist, dass es nur noch 4 Wochen bis zu unserer ersten Namibiareise sind, fühlte ich mich nun doch gezwungen, mich hier registrieren zu lassen, um vielleicht kurzfristig noch ein paar sonderbare Fragen stellen zu können.

Darf ich mich vorstellen? Ich bin das weibliche Oberhaupt 😈 einer vierköpfigen Familie, zwei Jungs, eigentlich fast erwachsen, die aber, weil Afrika, doch nochmals mit den Eltern in Urlaub reisen:

Toyota Hilux mit zwei Dachzelten, 3 Wochen im August 14, Tour seit Sonntag (!) einigermaßen geplant: leider nur Rundreise zwischen Etosha und Sossusvlei, mit Zeit zum Anhalten.

Jetzt hoffe ich, dass sich jemand hier erbarmt und mir bei meinen Überlegungen weiterhilft:

Wie läuft das Campen praktisch ab? Dachzelt aufbauen, klar, Tisch, Stühle, sonstige Utensilien ausräumen und nach Gebrauch sofort wieder einräumen. Nichtessbares nachts stehen lassen? Wie sieht es bei Tagesausflug aus? Muss man alles ins Auto laden oder kann man auch etwas stehen lassen? Muss ja auch erkennbar sein, dass der Platz belegt ist. Oder ist da eh alles leer??? Diebstahl??

Kann eine Person auch im Laderaum des Toyota nächtigen? Das Dachzelt ist sicherlich sehr eng.

Danke, Danke, Danke für Eure Hilfe. Freu mich schon auf nette Antworten.
Einstweilen,
wie sagt man in Afrika?...

"Antworte dem der dich ruft" (Tansania)

Nein, ich bin kein Klugscheißer 😉 aber ich rufe Euch alle ;-)))
Themenstarter7 Beiträge · seit 201407. Juli 2014 · #2
Also,
wenn ein einziger zumindest noch "Piep" sagen könnte,
dann würde ich mich jetzt in die Nacht verabschieden.

Geht das? 😉
103 Beiträge · seit 201208. Juli 2014 · #4
Hallo morgana,
keine Angst, campen in Namibia ist kein Grund Alpträume zu kriegen.
Wir waren bis jetzt immer nur im März in Namibia und da war meistens alles frei. Ja ich würde schon alles bis auf Stühle und Tisch wieder ins Auto räumen bevor du ins Dachzelt schleichst.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass man gemütlicher im Toyota schlafen kann als im Dachzelt, weil da ja meistens auch noch der Kühlschrank und das Gepäck. Entweder muss man das alles umpacken oder es ist einfach kein Platz und schon gar nicht, wenn man zu viert fährt.
Eine tolle Fahrt und viel Spaß
Liebe Grüße
Rudi
http://www.TickerFactory.com/
Themenstarter7 Beiträge · seit 201408. Juli 2014 · #5
Super, das freut mich, dann fühl ich mich nicht so einsam :-))

Also dann: gute Nacht allerseits
Piep, piep 😉
Themenstarter7 Beiträge · seit 201408. Juli 2014 · #6
Ach Mist,
der Kühlschrank. Alles nur wegen dem Bier 😉

Danke jedenfalls.

PS. Albtraum nicht wegen campen, sondern fehlenden Planungen.
74 Beiträge · seit 201108. Juli 2014 · #7
So jetzt mal im Ernst,

also für je zwei Personen in einem Dachzelt ist unserer Meinung nach genug Platz.
Bei unseren ersten zwei Touren haben wir das so gemacht und das war gut so.
Danach waren wir immer nur zu zweit unterwegs schlafen aber trotzdem in einem Dachzelt.
Auf Grund unserer Afrikaerfahrungen haben wir seit dem auch in Deutschland und wirsind begeistert ist einfach eine saubere Variante. Ich weiß hier gibt es viele die Dachzelte ablehnen aber das sind immer Gefühlsfragen.
Klar man muss es bei jedem Drive ab- bzw aufbaauen aber das dauert bei ein bischen Übung keine 5 Minuten.
Tagsüber lassen wir dan immer den Tisch und die Stühle stehen und bei jetzt 5 Touren war nur einmal in Sambia der Tisch von einer Overlandertruppe "ausgeliehen" 😈 damit sie mehr Abstellfläche haben.

Schlafen im Laderaum wird wohl nichts werden denn enn ihr zu viert unterwegs seid könnt ihr nachts das Gepäck in die Fahrerkabine räumen aber ihr unterschätzt den Platz für eure Vorräte, Wasser, Lebensmittel, Sundowner...
Ich hoffe ich konnte etwas helfen

Liebe Grüße

Matthias
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7'296 Beiträge · seit 200608. Juli 2014 · #8
morgana schrieb:
PS. Albtraum nicht wegen campen, sondern fehlenden Planungen.
... je genauer man plant, desto schlimmer wird man vom Zufall überrascht.

Ich plane daher seit Jahren gar nichts mehr außer evtl. die erste Übernachtung. Und da ich das bewusst so mache, gibt es auch keine Alpträume wegen fehlender Planung oder dass ein Teil des Plans fehlschlägt. Wo kein Plan ist, kann auch keiner schiefgehen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
74 Beiträge · seit 201108. Juli 2014 · #9
@BikeAfrica

Kann dir nur zustimmen.
Wir fahren die letzten drei Jahre auch auf Nase. Das gibt uns die Möglichkeit einfach dortzubleiben wo es
uns am Besten gefällt,wo die meisten Sichtungen sind .....
Allerdings muss man natürlich seinen Rückflugtermin immer schön im Auge behalten 🤩
So haben wir es jetzt bis hoch zum Malawisee gehalten und als uns dort eine deutsche Overlandertruppe (Studenten) so richtig auf den Zeiger ging weil sie so richtig gegenüber ihrer Köchin haben den Macker raushängen lassen haben wir eben das Camp gewechselt. Natürlich nicht ohne uns zu outen und unser Missverständis zum Ausdruck zu bringen. Der begleitende Herr Professor war allerdings der Meinung er hat alles mit bezahlt (Kopfschüttel). Daswar zwar jetzt etwas abseits vom Thema aber ein Argument oder unser Argument ohne Planungsstress unterwegs zu sein.

LG

Matthias
http://www.TickerFactory.com/
3'080 Beiträge · seit 200908. Juli 2014 · #10
Moinsen morgana,

ähnliche Fragen habe ich mir beim ersten Mal auch gestellt, ich erinnere mich. Tische und Stühle kannst du draussen lassen, bei Essbarem wäre ich vorsichtig. Da würde ich dann dazu eine Infrarot-Kamera aufstellen und den Scheinwerfer mit ins Zelt nehmen damit ihr sehen könnt wer sich die Reste geholt hat. Meistens Schakale, auf den nicht eingezäunten Campsites in Botswana auch gern mal eine Hyäne.

Dachzelt, ja das ist so eine Sache, ich tippe jetzt mal dass ihr die Standard-Version mit 1,20m Breite bekommen werdet, die haben fast alle auf ihren Autos. Geht, bequem ist anders. Ich persönlich habe 1,40m Breite auf meinem Auto und das ist bequem, das hängt aber von der Körperlänge und vom Körperumfang ab, ich bin in einem Alter in dem der Körper den Klamotten entgegeneilt.....oder anders ausgedrückt ich bin klein für mein Gewicht, aber was ich auch esse, ich werde nicht grösser.

Und ohne grossen Plan zu reisen ist ziemlich entspannt, nur würde ich eine Strichliste führen damit der Rückflug nicht ohne euch startet. In diesem Sinne

gute Reise

sasowewi
7'296 Beiträge · seit 200608. Juli 2014 · #11
SASOWEWI schrieb:Und ohne grossen Plan zu reisen ist ziemlich entspannt, nur würde ich eine Strichliste führen damit der Rückflug nicht ohne euch startet. In diesem Sinne
... ich führe Tagebuch, weil ich mir die ganzen spontanen Begegnungen sonst gar nicht merken könnte. Ansonsten hat man nach drei Tagen schon keine Ahnung mehr, welcher Wochentag gerade ist. Das ist besonders in Regionen mit großem Anteil an Muslimen so. Da ist für die einen Freitag der besondere Tag und für die anderen Sonntag. Da kommt man schnell aus dem Takt, zumal in Moscheen und Kirchen oft an jedem Tag Betrieb ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3'175 Beiträge · seit 200608. Juli 2014 · #12
Also das Problem mit dem Platz loese ich wie folgt: ich schlafe unterm Baum. Das Himmelszelt ist gross genug und im August regnets wohl eher nix!
Das mach ich seit 34 Jahren so
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
2'610 Beiträge · seit 200708. Juli 2014 · #13
Hallo Morgana,

willkommen im Forum!

Mach dir keine großen Sorgen, nach ein paar Tagen hat sich alles eingespielt. Wir lassen Tisch und Stühle meist draußen (nachts räumen wir die Stühle nur rein, wenn es ein Camp ohne Zaun im Nationalpark ist, wg. Löwen und Hyänen 😉 ). Lasse dir vom Auto-Vermieter 1-2 leere Boxen mitgeben, da kannst du deine Einkäufe gut verstauen und nichts fliegt im Auto herum. Das Dachzelt ist - wie schon geschrieben - wirklich sehr bequem, auch für uns, die keine Modelfiguren haben 😎 . Wir führen im Afrika-Urlaub Tagebuch, wirst froh darüber sein; Kleinigkeiten kommen dir später wieder in Erinnerung, wenn du es liest.

Viel Spaß auf eurer Tour
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter7 Beiträge · seit 201408. Juli 2014 · #14
Ich fall um!!
Erstmal herzlichen Dank für Eure Nachrichten.
Am Liebsten hätte ich ja gar nichts gebucht, aber irgendjemand hat mich auf den Trichter gebracht, dass es im August zu viert gelegentlich eng werden könnte mit Übernachtungen.
Und nachdem ich letztes Jahr (eigentlich wollten wir ja 2013 gehen) schon Flug und Mietwagen verschlafen habe, wollte ich kein Risiko eingehen.

Na ja, ich gehe davon aus, dass bei der zweiten Reise eh alles besser wird 😉

@Jörg: unterm Baum? Auf dem Boden??? Feldbett?
Nein, ich glaub, dazu schmecke ich zu gut 😉

Andererseits 1,20 m Breite ein Dachzelt. Das kann nicht sein, oder??

Wir werden sehn.
@ Jambotessy: Ja, das mit dem Tagebuch habe ich vor, das ist schön.
1'450 Beiträge · seit 200608. Juli 2014 · #15
morgana schrieb:

Andererseits 1,20 m Breite ein Dachzelt. Das kann nicht sein, oder??

.
Das klingt zwa wirklich wenig, aber nachdem Du nicht rausfallen kannst, reicht das auf jeden Fall.

Wobei: wir hatten immer ca. 140 cm.

Beate
1'450 Beiträge · seit 200608. Juli 2014 · #16
Jambotessy schrieb: Lasse dir vom Auto-Vermieter 1-2 leere Boxen mitgeben, da kannst du deine Einkäufe gut verstauen und nichts fliegt im Auto herum.
Jambotessy
Anstelle dieser Boxen tuts auch ein grösserer stabiler Karton vom Supermarkt (etwa eine leere Obstkiste etc.) Und die bekommt man ganz kostenlos.

Beate
3'883 Beiträge · seit 201108. Juli 2014 · #17
morgana schrieb:

Toyota Hilux mit zwei Dachzelten, 3 Wochen im August 14, Tour seit Sonntag (!) einigermaßen geplant: leider nur Rundreise zwischen Etosha und Sossusvlei, mit Zeit zum Anhalten.
Dein Problem wurde inzwischen hinreichend beantwortet. Du wirst sehen, alles wird gut.

Was heißt: Leider nur Rundreise zwischen Etosha und Sossusvlei? Das ist eine ausgezeichnete Einsteigertour für 3 Wochen Zeit.
Für Etosha und Sossusvlei würde ich versuchen, Campingplätze zu reservieren. Während der europäischen Sommerferien ist Hauptreisezeit in Namibia. Entweder machst du das selbst oder über einen Reiseveranstalter.

Viel Spaß und keine weiteren Alpträume beim Planen wünscht
freshy
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22 Beiträge · seit 201410. Juli 2014 · #18
Hi, jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu 🙂

Wir waren im letzten Jahr auch 3 Wochen mit unseren Jungs(18;19) in Namibia/ Botswana unterwegs. Ausser der 1. Nacht in Windhuk, 2 Nächte Waterberg und Etosha haben wir nichts gebucht, sd. immer schön bei Thomas Richter nachgelesen und dann von unterwegs angerufen. Das hat meist prima geklappt und wir haben unterwegs immer wieder mal die Leute nach Tipps gefragt. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht und das gemeinsame Planen hat dazu geführt, dass es UNSERE Reise wurde und keiner maulte, wenn wir mal z.B. früh aufstehen mussten, um Strecke zu machen und trotzdem was vom Tag zu haben.

Zum Campen: 2 Dachzelte, das ging prima, und da die Zelte zwar nicht sehr breit, aber relativ lang sind, hat man auch nicht das Gefühl, eingesperrt zu sein.
Die Jungs haben wg. breiter Schultern nach 1 Nacht zwar beschlossen, " Kopf an Fuss" zu nächtigen ( mit der Massgabe: Füsse bleiben im Schlafsack!" 🙂 ), aber IM Auto hat keiner geschlafen!
Das wär auch gar nicht geangen, wir haben abends immer unsere Reisetaschen auf die Sitze gestellt, damit wir an unser Zeug rankommen. ( dabei hatte ich null Sicherheitsbedenken- bei den einsamen Camps war weit und breit niemand). Auf der Ladefläche hätte ich nicht gern übernachtet, denn erstens war das alles voll Gepäck ( Essen...) und ausserdem ists da sehr/ zunehmend staubig 😉

So, soviel zu den praktischen Dingen- hilft das weiter?

Vieles spielt sich unterwegs ein- bei uns hat z.B. immer der selbe den Job des " Kofferraumeinräumers" gehabt, und deshalb hat wenigstens immer einer von uns gewusst, wo wir was verstaut hatten 🙂
und die gemeinsame Reise wurde von Tag zu Tag gechillter. Wir haben es sehr genossen mit 2 erwachsenen Kids gleichberechtigte Entscheidungen zu treffen und gemeinsam Afrikas Süden zu geniesen.
Wir haben aber nicht nur neue Länder, sondern auch uns als Familie neu erlebt!
In diesem Sinne: viel Spass und viele tolle, gemeinsame Erfahrungen in Namibia!!!
Sanasananina
20 Beiträge · seit 201410. Juli 2014 · #19
Hallo Morgana,
wir fahren am Samstag nach Namibia und kommen am 3. August zurück.
Ebenfalls mit 4WD udn Dachzelt.
Wenn Du da noch da bist kann ich gerne berichten 🙂
LG
Ziggy
32 Beiträge · seit 201426. Aug. 2014 · #20
Jetzt häng ich mich einfadch mal an diesen Beitrag an, da die Frage in eine ähnliche Richtung geht und ich nicht schon wieder einen extra Beitrag aufmachen möchte 🙂 Dann heißts nur wieder "nutz doch die Suchfunktion" 😛



Kann man denn z.B. Gepäck bei einem 4x4 mit Doppelkabine auf der Rücksitzbank lassen wenn man es mit einer Decke abdeckt oder immer generell alles aus dem Fahrgastraum raus wegen der Diebstahlgefahr?
Also gelesen habe ich, dass man im Fahrgastraum gar nichts belassen soll da auch versteckte Objekte angeblich Diebe anziehen und neugierig machen. Man solle sogar das Handschuhfach auflassen dass man von außen sehen kann dass dort nichts ist und ein Einbruch zwecklos ist.

Wie handhabt ihr das bzw. welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Viele Grüße

Alexander