Reisebericht

Doppeltes Glück (Safari + Klettern in Südafrika)

von Topobär · begonnen 11. Juni 2014 · 34 Teile

Teil 111. Juni 2014
Doppeltes Glück

…und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen hatten Kathrin und ich wieder einen herrlichen Afrikaurlaub. Zum anderen habe ich erstmals meine beiden größten Leidenschaften (Klettern und Safari) in einem Urlaub kombiniert.

Am besten funktioniert diese Kombination in Südafrika. Das passte auch in der Hinsicht sehr gut, dass wir noch nie in diesem Land Urlaub gemacht hatten. Also plante ich eine große Runde durch Südafrika, um sowohl die besten Klettergebiete, als auch viele der Sehenswürdigkeiten mit zu nehmen. Ein kleiner Schlenker nach Botswana kam auch noch mit rein, damit wir wenigstens etwas Wildnis dabei hatten, denn die südafrikanischen Nationalparks sind schon sehr domestiziert.

Ich muss Euch also vorwarnen, dass es diesmal erheblich beschaulicher zugeht, als bei unseren letzten Reisen, aber langweilig war es nie. Die Klettertage werden hoffentlich auch das Interesse des einen oder anderen Fomi wecken, denn ich habe im Laufe der Zeit mitbekommen, dass sich doch mehrere Kletterer hier im Forum rumtreiben.

Ich wünsche Euch allen viel Spaß bei der Lektüre und freue mich über jeden Kommentar. Für diejenigen, die auf die Kommentare verzichten wollen, scheint wieder die Sonne.

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Teil 213. Juni 2014
Anreise und 1.Tag (01.05.2014)
Hannover – Johannesburg – Waterval Boven
280km (mit dem Auto)

Wie üblich haben wir bis zur letzten Minute gearbeitet, um ja keinen der kostbaren Urlaubstage zu verschwenden. Für mich heißt das: Um 15:00Uhr Feierabend und nur eine Stunde später stehen wir am Check In. Da gibt es erst einmal eine größere Diskussion, denn die Lufthansa hat anscheinend die Gepäckbestimmungen geändert. Die einzelnen Gepäckstücke von Ehepaaren werden nicht mehr miteinander verrechnet. Es gilt jetzt für jedes einzelne Gepäckstück das Limit vom 23kg. Was soll denn der Schwachsinn? Versteht die Lufthansa so etwas unter Service-Offensive? Man macht es für die Kunden umständlicher, ohne dass die Lufthansa etwas davon hat, denn im Zweifelsfall würde ich immer eher umpacken, als die teuren Gebühren für Übergepäck zu zahlen. Wir können dies aber auch dem Bodenpersonal klarmachen und kommen somit ums umpacken drum herum.

In einem wilden Rodeoritt geht es dann durch mehrere Gewitter nach Frankfurt.

Der A380 steht schon bereit. Ich hatte mich schon seit langem auf einen Flug mit diesem Riesenvogel gefreut. Bevor es dann in die Luft geht, stehen wir allerdings noch 1 Stunde vor der Startbahn West im Stau. Der Start und auch der gesamte Flug sind dann so ruhig, dass man sich vorkommt, wie zu hause auf dem Sofa. So ein sanftes Fliegen hatte ich noch nie. Die Beinfreiheit ist selbst in der Economy für mich ausreichend. Die Bordunterhaltung lässt keine Wünsche offen und auch das Essen ist ok.

Pünktlich kommen wir in Johannesburg an und werden schon von Lukas, einem Fahrer unseres Autovermieters Bushlore, erwartet. Wir kaufen noch eine SIM-Card im Flughafen und dann geht es auch gleich zur Fahrzeugübergabe.

Auf dem Weg zum Vermieter sehen wir den ersten Bettler: Ein Weißer! Die ehemals klare Aufteilung des Wohlstandes in Weiß = reich und Schwarz = arm scheint sich mehr und mehr zu verwischen, denn gleichzeitig sehen wir auch Schwarze in Luxusautos.

Die Fahrzeugübergabe ist dann gewohnt umfangreich. Unser Wagen ist eine ziemlich alte Kiste – hat schon über 140.000km gelaufen.

Eigentlich wollten wir als nächstes einkaufen, aber aus dem Shoprite in Midrand fliehen wir gleich wieder. Schlechtes Angebot und vor den Kassen riesige Schlangen, die eine Wartezeit von fast einer Stunde verheißen.

Wir machen uns erst einmal auf den Weg und gehen dann auf halber Strecke in Witbank zum Pick’n Pay. Ein sehr gut sortierter Supermarkt und es ist fast nichts los. Wir bekommen beinahe alles, was auf dem Einkaufszettel steht. Einzig beim Alkohol sieht es schlecht aus, da heute Feiertag ist und der Verkauf von Alkohol deshalb verboten ist. Glücklicherweise zählt aber Wein anscheinend nicht zu den alkoholischen Getränken, denn den bekommt man in Südafrika auch an Sonn- und Feiertagen.

Inzwischen kennen wir auch schon die ersten Macken unseres Wagens. Der linke Außenspiegel lässt sich nicht verstellen und die Lüftungsverteilung lässt sich ebenfalls nicht mehr verstellen.

Die Strecke verläuft durch weites Acker- und Weideland. Das Gras ist größtenteils gelb. Ich komme mir eher vor wie in Zentralspanien, als wie in Afrika.

Im letzten Büchsenlicht erreichen wir unseren Zeltplatz für die nächsten 4 Nächte, die Tranquilitas Adventure Farm. Hier steppt der Bär. Es ist langes Wochenende und viele Südafrikanische Kletterer nutzen diese Gelegenheit für einen Kurzurlaub. Ich fühle mich sofort an die Übernachtungs-Hotspots in deutschen Klettergebieten, wie Bärenbrunner Hof, Oma Eichler und den Ith-Zeltplatz erinnert.

Wir finden aber trotzdem einen sehr guten Stellplatz direkt an der Grenze von der Zeltwiese. So steht unser Wagen mit dem Dachzelt korrekt auf der Parkfläche und wir können trotzdem schön auf der Wiese sitzen. Die Ausstattung des Platzes ist super. Die Sanitärgebäude sehr sauber, viele Grill- und Feuerstellen und als Highlight gibt es sogar einen Pool. Wer nicht Zelten will, kann auch Chalets mieten.

Zum Abendessen gibt es Boerewors. Für jeden eine Wurst, was eindeutig zu viel ist. Diese Kringel sehen viel kleiner aus, als sie tatsächlich sind. Dazu gibt es Salat. Ich schaffe gerade einmal eine Halbe Wurst, aber Kathrin springt für mich in die Bresche. Sie bringt es einfach nicht über sich, Lebensmittel wegzuschmeißen.

Damit wenigstens ein Foto dabei ist, hier schon einmal ein Bild unseres Gefährts auf der Tranquilitas Adventure Farm.

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Teil 316. Juni 2014
Die Reise begann mit ein paar Klettertagen – da müsst Ihr jetzt durch, bevor es die ersten Tiere zu sehen gibt.

2.Tag (Fr. 02.05.2014)
Waterval Boven
15km

Was haben wir gut geschlafen. Da merkt man dann doch, dass die Nächte im Flugzeug nicht allzu erholsam sind. Wir haben es aber auch nicht eilig, denn die Felsen sind nach Osten ausgerichtet und der Schatten kommt erst ab 11:00Uhr in die Wand. Um in der Sonne zu klettern ist es viel zu warm.

Wir fahren deshalb auch erst einmal in den Ort, um den Zeltplatz zu bezahlen und die für einen afrikanischen Abend notwendigen geistigen Getränke einzukaufen. Heute haben die Bottle Shops wieder geöffnet. Hier kann ich auch einen großen Karton ergattern, der sich hervorragend als Windschutz für den Gaskocher eignet.

Sehr gut an der Tranquilitas Adventure Farm ist, dass sich von dort die wichtigsten Kletterfelsen gut zu Fuß erreichen lassen. So geht man kein Risiko ein, das voll beladenen Auto den ganzen Tag unbeaufsichtigt an irgendeiner einsamen Straße stehen zu haben.

Für den ersten Tag haben wir uns den Baboon Buttres ausgewählt. Von den namens gebenden Affen war allerdings nix zu sehen. Schon nach 15min. Fußmarsch stehen wir unter den Felsen und ich bin begeistert. Beim warm klettern zeigt sich rasch, dass die Kletterei hält, was der Anblick versprochen hat. Das ist hier genau meine Kletterei. Leisten, Kanten, Sloper in steilem Gelände bei perfekter Absicherung und keine Fingerlöcher. Kathrin kommt mit dem Fels leider nicht so gut zurecht.

Mir gelingt gleich heute am ersten Klettertag eine Route, die 2 Grade schwerer ist, als meine schwerste Route auf der gesamten Jugendfahrt über Ostern nach Buoux. Was für ein Start.

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Nach diesem Erfolg beenden wir den Klettertag, denn ich bin echt platt und bräuchte ansonsten morgen erst gar nicht erst anzutreten.

Der erste Sundowner der Reise wird natürlich standesgemäß mit Savanna und GinTonic zelebriert.

Zum Abendessen schmeiße ich ein Paar Lammkotletts auf den Grill und mache dazu asiatisches Gemüse.

Anschließend sitzen wir gemütlich mit anderen Kletterern am Lagerfeuer. Übers klettern kann man sich stundenlang unterhalten und die einheimischen Kletterer sind sehr interessiert, wie es uns in Waterval Boven gefällt.
Teil 417. Juni 2014
3.Tag (Sa. 03.05.2014)
Waterval Boven
36 km

Für uns ist es ganz ungewohnt, bei einer Afrikareise lange schlafen zu können und sich auch danach in den Tag hinein zu bummeln. Wir haben es aber auch heute nicht eilig. Es geht wieder zum Baboon Buttres, denn dort habe ich gestern noch einige Touren gesehen, die mich reizen.

Schon allein die Wanderung zu den Felsen macht hier Spaß, obwohl ich normalerweise kein Freund von längeren Zustiegen bin. Es geht vorbei an einem kleinen Wasserfall und dann durch satt grünen Wald unterhalb der Felsen entlang.

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Bei Kathrin läuft es heute schon besser. Ich muss dagegen dem gestrigen Tag Tribut zollen. Schwere Touren gehen heute gar nicht. Also einen Gang zurück schalten. Es gibt hier schöne Routen in fast allen Graden. Zwischen den Touren sitzen wir unter den Felsen und lassen den Blick über die Landschaft und die umliegenden Felsen schweifen.

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Bis zur Dämmerung halte ich aber nicht durch. Irgendwann bin ich so platt, dass ich Krämpfe in den Armen bekomme und wir beenden den Tag vorzeitig.

Zum Abendessen fahren wir ins Elands Valley ins Aloe Country Inn. Eine urige Bikerkneipe an der N4 in Richtung Nelspruit. Es läuft Rugby und die Einheimischen fiebern mit. Spezialität der Region sind Forellen und wir werden nicht enttäuscht.

Zurück auf der Campsite noch ein bisschen Wein und ich falle todmüde ins Bett. Ich glaube, ich hab die Schlafkrankheit.
Teil 518. Juni 2014
Bald habt Ihr es geschafft. Noch ein Klettertag, dann geht’s in den Krüger Nationalpark.

4.Tag (So. 04.05.2014)
Waterval Boven
0km

Der Tag startet wie gewohnt gemütlich. Heute suchen wir einen anderen Felsen, die Hallucinogen Wall, auf. Dieser Fels liegt höher am Hang und steht freier, so dass wir einen weiten Blick über die Landschaft haben.

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Wirklich schwere Routen gehen am dritten Klettertag hintereinander natürlich nicht mehr. Heute geht es mir mehr darum viele Klettermeter in gemäßigtem Gelände zu machen.

Zwischendurch hören wir immer wieder die Rufe von Pavianen, können aber keines der Tiere erblicken.

Als wir in der Dämmerung zum Zeltplatz zurück kehren, steht außer uns nur noch ein weiteres Zelt dort. Für alle anderen ist das lange Wochenende vorbei – für uns beginnt der Urlaub gerade erst.

Zum Abendessen gibt es Nudeln mit Thunfisch-Tomaten Sauce. Man gut das wir im Urlaub sind und jede Menge Zeit haben, denn die Zubereitung zieht sich ziemlich hin. Wir müssen nämlich feststellen, dass der Kocheraufsatz für die zweite Gasflasche verstopft ist. So können wir nur auf einer Flamme kochen und dieser Brenner ist auch sehr schwach auf der Brust.

Der Camphund, welcher uns heute schon zum Fels begleitet hat, weicht auch am Abend nicht von unserer Seite. Ein echtes Knuddeltier.
Teil 624. Juni 2014
5.Tag (Mo. 05.05.2014)
Waterval Bowen – Krüger National Park (Pretoriuskop)
300km

Heute gilt für uns erstmals die „normale“ afrikanische Aufstehzeit, d.h. mit der Dämmerung verlassen wir auch das Zelt. Wir wollen die Ruhetage bis zum nächsten Mal Klettern im Krüger Nationalpark verbringen und möglichst früh dort ankommen, damit wir heute Nachmittag noch auf Gamedrive gehen können.

Nachdem wir Waterval Boven verlassen haben, fahren wir zunächst auf der N4 nach Nelsruit. Die Stecke durch das saftig grüne Tal des Elands River gefällt uns gut. Einzig die große Zellstoff-Fabrik auf halber Strecke stört, aber dass gehört dazu. Wenn ein Land wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss auch irgendwo Industrieproduktion stattfinden.

In Nelspruit steuern wir erst einmal den Superspar an. Der Laden ist sehr gut sortiert und wir bekommen alles, was wir für die Tage im Nationalpark benötigen. Im daneben gelegenen Sport- und Outdoor-Laden erstehe ich noch einen neuen Brenneraufsatz für die Gasflaschen, damit wir endlich vernünftig kochen können. Die Kosten für den Brenneraufsatz haben wir im Nachhinein problemlos von Buschlore erstattet bekommen.

Von Nelspruit aus wenden wir uns nach Norden. Wir wollen über das Numbi Gate in den Park fahren. Ich bin erstaunt, wie dicht hier die Gegend besiedelt ist. Hier wirkt alles ein wenig bunter, quirliger und chaotischer – erstmals auf dieser Reise bin ich auch gefühlt in Afrika.

Vom Gate sind es dann nur wenige Kilometer bis zum Restcamp Pretoriuskop, wo wir für die kommende Nacht eine Campsite reserviert haben. Dort checken wir ein und erstehen eine Wildcard. Die rentiert sich für uns enorm, da wir sie nicht nur für diese Reise, sondern auch noch für die Nächste über den Jahreswechsel nutzen können.

Die Campsite selbst ist so semi. Die Ablutions sind voll in Ordnung, aber die Stellplätze sind doch eher ungemütlich.

Dann geht es endlich auf Gamedrive. Es weht inzwischen ein recht starker Wind und leider ist es auch recht diesig. Wir beginnen mit dem Fayi-Loop (S14), was wir uns aber getrost hätten sparen können. Sollte es hier Tiere gegeben haben, so hatten sie auf jeden Fall beste Möglichkeiten sich im hohen Gras und im dichten Buschwerk zu verstecken. Wir sahen nix.

Weiter geht es auf der Albasini-Road (S3) nach Norden. Auch hier sehen wir keine Tiere, werden aber zumindest mit einer schönen Landschaft belohnt. Wir kommen vorbei an großen und kleinen Granit-Kopjes.

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Auf der Sabie River Road (S3) dann unser erstes Tier. Direkt vor uns auf der Straße. Überhaupt nicht scheu lässt es sich in aller Ruhe aus jeder Perspektive fotografieren.

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In der Folge sehen wir jede Menge Tiere links und rechts des Weges. Elefanten, Impalas, Warzenschweine und Giraffen entdecken wir. Meist jedoch im dichten Gebüsch, so dass sich ein Foto nicht lohnt. Aber glücklicherweise fällt es manchen Tieren etwas schwerer, sich zu verstecken.

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Außer den Tieren bietet sich auch immer wieder ein schöner Blick auf den parallel zur Straße fließenden Sabie-River.

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Am Panic Lake Birdhide bietet sich dann endlich mal wieder die Gelegenheit, den Wagen zu verlassen und sich ein wenig die Beine zu vertreten. Im Hide bietet sich uns der Blick auf den schönen, von dichter Vegetation umgebenen See. Wir sehen viele Vögel, vor allem Kingfisher. Darüber hinaus auch Hippos und Krokodile.

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Für den Rückweg entscheiden wir uns für die H1-1. Bei einem Abstecher zum Transport Dam sehen wir noch Zebras, Impalas, Wasserböcke und Büffel.

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Der Sundowner fällt heute aus, da sich eine große Gewitterwolke vor die Sonne schiebt. Ist aber nicht so schlimm, da die rigiden Camp-Öffnungszeiten in Kombination mit dem Verbot das Fahrzeug zu verlassen, einen gemütlichen Sundowner sowieso so gut wie unmöglich machen.

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Abends beschließen wir Essen zu gehen. Da das Restaurant-Gebäude gerade ein neues Dach bekommt, hat man ein Garten-Restaurant auf einer Grünfläche in der Nähe der Reception errichtet. Dort kann man gemütlich bei Kerzenschein unter freiem Himmel zu Abend essen. Aufgrund der lauen Temperaturen kommt uns das sehr entgegen. Wie es sich für ein typisch afrikanisches Restaurant gehört, ist das halbe Angebot der Speisekarte nicht erhältlich. Das was es gibt, ist aber sehr lecker.
Teil 727. Juni 2014
6.Tag (Di. 06.05.2014)
Krüger National Park (Pretoriuskop – Berg en Dal)
200km

Der Tag beginnt mit einem Schrecken. Ich kann meinen Fotoapparat nicht finden. Ich durchsuche hektisch den ganzen Wagen, aber er bleibt verschwunden. So langsam dämmert es mir, dass ich das gute Stück wohl gestern Abend im Restaurant liegen gelassen habe. Eine schwarze Foto-Tasche auf einem schwarzen Stuhl; das Ganze im Dunkeln bei schummrigem Kerzenschein und dann noch gepaart mit meiner latenten Schusseligkeit – keine gute Kombination! Aber wie heißt es so schön: „Das Glück ist immer mit den Dummen.“ Ich habe Glück und die Foto-Tasche wurde vom Personal gefunden und sichergestellt. So verlassen wir dann wie geplant um 6:00Uhr das Camp.

Kurze Zeit später geht dann auch schon die Sonne auf. Fotos davon gibt es nicht, denn zunächst ist immer das dichte Buschwerk im Wege und dann zieht der Himmel rasch zu und es bleibt den ganzen Tag über bedeckt. In Waterval Boven haben wir uns solche ein Wetter vergeblich gewünscht, um auch mal an den ansonsten in der Sonne liegenden Felsen zu klettern – hier sind wir nicht so begeistert.

Wir starten mit der Vortrekker Road (H2-2), wo aber so gut wie keine Tiere zu sehen sind.

Dann biegen wir auf die H3 in Richtung Norden ab und haben bald darauf unser erstes Highlight. Direkt neben der Straße liegen zwei Wildhunde. Leider im hohen Gras und zu mehr als einem müden heben des Kopfes sind die beiden auch nicht bereit.

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Dann geht es weiter zum Mathekenyane Granit-Kopje. Den Gipfel dieses Felsbuckels kann man mit dem Auto erreichen und hier oben ist es auch gestattet, dass Fahrzeug zu verlassen. Das es im Krüger Nationalpark so viele Punkte gibt, an denen man das Auto verlassen darf hat uns sehr gut an diesem Nationalpark gefallen. Vom Gipfel hat man einen grandiosen Ausblick in alle Richtungen. Durch den bedeckten Himmel fehlen in der Landschaft aber leider jegliche Kontraste.

Auf der (H4-1) geht es entlang es Sabie River. Wie schon gestern sehen wir entlang des Flusses eine Vielzahl von Tieren.

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Darüber hinaus sehen wir vor allem Massen von Impalas. Die sind im Krüger sicher die zahlreichste größere Tierart.

Viel Spaß hat uns eine kleine Hippo-Familie bereitet, die auf einer Sandbank am Flussufer ruhte. Genauer gesagt ruhten nur die erwachsenen Tiere. Dem Nachwuchs wurde es bald zu langweilig und er erkundete neugierig seine Umgebung. Sehr niedlich und witzig – ein echter Happy-Hippo.

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So langsam hörten sich unsere knurrenden Mägen an wie die Hippos vor uns. Es wurde dringend an der Zeit etwas zu essen, denn heute morgen hatten wir ohne Frühstück das Camp verlassen. Glücklicherweise lag die Nkuhlu Picknick-Site ganz in der Nähe. Hier bereiteten wir uns einen üppigen Brunch zu. Wie sich noch zeigen sollte, war das auch gut so, denn es sollte ziemlich dauern, bis wir unsere nächste Mahlzeit bekamen. Natürlich gab es auch auf dieser Picknicksite reichlich Affen, aber nachdem wir unsere Schleuder auf den Tisch gelegt hatten, verloren sie schlagartig jedes Interesse an uns.

Auf dem N’watimhiri Track sahen wir dann den ersten Löwen dieser Reise. Allerdings ziemlich weit weg und außer seinem Kopf, den er von Zeit zu Zeit aus dem hohen Gras hob, gab er auch nichts von sich preis.

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Nicht allzu weit entfernt trafen wir dann auch auf unsere erste Hyäne.

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Auch auf der S114, der wir Richtung Süden folgten gab es immer mal wieder Tiere zu sehen.

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Die vielen Vogelfreunde hier im Forum können mir sicher sagen, um was für einen Kibitz es sich hier handelt? Es ist ein Kronen-Kibitz (vielen Dank an Champagner).

An den Renosterkoppies bietet sich mal wieder die Gelegenheit, dass Auto zu verlassen. Der auf dem höchsten Hügel sichtbare Vermessungspunkt weckt in uns die Hoffnung auf eine kleine Wanderung. Wir werden aber enttäuscht, denn dort hoch führt kein Weg. Wir können lediglich den Kopje am dem wir geparkt haben, umrunden. Dabei werden wir misstrauisch von einem jungen Kudubullen beobachtet. Aber wenigstens ist er nicht so ängstlich wie die meisten seiner Artgenossen, die immer gleich flüchten.

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Sehr gut gefallen hat es uns am Biyamiti Wehr. Hier verläuft die Furt direkt unterhalb des Wehrs entlang, so dass man sich auf Augenhöhe mit dem Wasserspiegel des Biyamiti River befindet. Eine sehr ungewöhnliche Perspektive, die einem Fotografen natürlich besonders reizt.

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Kurze Zeit später höre ich merkwürdige Geräusche. Die scheinen vom rechten Vorderrad zu kommen. Die nähere Untersuchung zeigt, wir haben eine Schraube locker - genauer gesagt sind es sogar zwei. Nämlich die beiden Schrauben, die den Querlenker mit dem Rad verbinden. Die eine Schraube hat sich schon komplett verabschiedet. Ich finde sie hinter den Wagen auf dem Weg. Die andere Schraube ist schon halb draußen und steckt verkantet im Gewinde.

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Ein Weiterfahren ist mit dem Schaden unmöglich. Hier zeigen sich jetzt die Vorteile eines so zivilisierten Parks, wie es der Krüger National Park ist. In der Park-Broschüre gibt es eine Notfall-Nummer und in Skukuza sogar einen Abschleppdienst, der jetzt zu unserer Hilfe geschickt wird. Während wir auf den Abschleppwagen warten, informieren wir schon einmal Bushlore über den Schaden. So gut ich im Allgemeinen mit meinem Englisch in Afrika zurechtkomme, zeigen sich doch Probleme, wenn man einen Schaden erklären will und einem wichtige Fachtermini fehlen. Aber wer weiß schon, was Querlenker auf Englisch heißt. So hat es etwas gedauert, denn zu Anfang dachte man, wir hätten lediglich das Rad an den Radbolzen verloren (also der Schaden, den wir in Tansania hatten). Letztendlich können wir aber alles klären und man sagt uns zu, am nächsten Tag einen Mechaniker zu schicken.

Bedingt durch unsere Panne kommen wir in den Genuss eines Sundowners im Park. Leider sehen wir aufgrund des bedeckten Himmels aber die Sonne nicht untergehen. Um 19:00Uhr ist der Abschleppdienst bei uns. Es handelt sich um einen Pickup mit Trailer. Wir müssen aus eigener Kraft auf den Trailer fahren, was gar nicht so einfach ist, denn der Wagen reagiert kaum noch auf die Lenkung. Wir verabreden mit dem Fahrer, dass er uns nach Berg en Dal bringt, wo wir eine Campsite für diese Nacht gebucht haben. Da der Pickup ein Single Cabin ist, bleiben wir in unserem Wagen auf dem Trailer und erleben in der Folge aus erhöhter Position eine tolle Nachtsafari. Neben vielen anderen Tieren sehen wir unter anderem ein Stachelschwein und 6 Nashörner. Der Abschleppwagen-Fahrer hält wie ein Safari-Guide bei den Highlights extra für uns an.

Beim Abladen verabschiedet sich dann auch die zweite Schraube endgültig.

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Die Kosten für das Abschleppen haben wir im Übrigen problemlos von Bushlore erstattet bekommen.

Bis wir alles erledigt haben ist es auch schon fast 22:00Uhr. Zu spät um noch, wie geplant, ins Restaurant zu gehen. Da ist es gut, dass ich immer die Zutaten für ein Notfallgericht dabei habe. In diesem Fall gibt es Nudeln Bolognese.

Während wir kochen und essen schleicht die ganze Zeit ein Genet um uns rum Wir stehen direkt am Zaun und der hat Löcher, die für kleinere Tiere ausreichen, um auf die Campsite zu gelangen. Direkt hinter dem Zaun hören wir die Hyänen, sehen aber keine. Zumindest von der Geräuschkulisse sind wir hier in der Wildnis.
Teil 802. Juli 2014
7.Tag (Mi. 07.05.2014)
Krüger National Park (Berg en Dal)
0km

Ein seeeehr gemütlicher Tag. Morgens sind noch ein paar Telefonate mit Bushlore nötig, bis unsere Hilfsaktion Fahrt aufnimmt, aber dann ist Abhängen in Berg en Dal angesagt.

Als es uns zu langweilig wird machen wir eine Runde um das Camp. Immer innen am Zaun entlang. Ein bisschen wie die Tiere im Zoo, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Beobachten können wir dabei leider nur ein paar Vögel.

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Danach wird es unterhaltsam auf unserer Campsite. Wir können sehr genau den „south african way of camping“ beobachten. Auf unserer Nachbar-Campsite kommt ein großer Geländewagen mit ebenfall großem Trailer an. Dem Wagen entsteigt eine fünfköpfige südafrikanische Familie. Alle sehr adipös. Somit ist schon mal klar, weshalb es solch ein großes Auto sein musste. Dann dauert es eine Viertelstunde und Kofferraum und Trailer sind komplett entladen. Wir sehen einen Berg an Kisten und Taschen in dem wir wahrscheinlich unseren gesamten heimischen Hausstand untergebracht hätten. Innerhalb von 3 Stunden entsteht dann vor unseren Augen eine ganze Zeltstadt. Mehrere Wohn- und Schlafzelte und ein Küchen- und Ess-Zelt. Zwischen den Zelten wird der Boden mit Planen ausgelegt und es wird eine wahre Festbeleuchtung für die Nacht installiert. Wenn ich uns dagegen sehe: Zelt aufklappen, Tisch, Stühle und Kocher aus dem Canopy – in 5min. ist alles fertig, wenn ich mich beeile. Ich frage mich, welchen zusätzlichen Komfort der enorme Zeitaufwand der Südafrikaner bringen soll. Dafür überlegt man sich jeden Standortwechsel wahrscheinlich sehr gründlich.

Um 15:30Uhr ist dann der Mechaniker von Bushlore aus Johannesburg da. Er hat umfangreich Ersatzteile dabei, um die Vorderachse zu reparieren, was er auch sogleich in Angriff nimmt. Ich gehe ihm ein wenig zur Hand, denn einiges geht nur zu zweit und mit einer Menge Kraftaufwand. Nach einer Stunde ist der Wagen wieder fahrtüchtig. Trotzdem haben wir die Wahl, den reparierten Wagen weiter zu nutzen, oder auf den Hilux zu wechseln, mit dem der Mechaniker gekommen ist. Der hat nur halb so viel Kilometer auf der Uhr und ich habe Bedenken wegen Folgeschäden im Nachgang zu unserem kaputten Querlenker. Das Lenkgestänge sieht jedenfalls schon recht ölverschmiert aus. Das bedeutet allerdings, dass gesamte Equipment umräumen müssen, denn der neue Wagen ist komplett leer. Das nehmen wir aber gerne auf uns.

Eigentlich wollten wir ja am heutigen Tag schon wieder zurück nach Waterval Boven fahren. Das wird jetzt natürlich nix mehr. Wir streichen somit einen Klettertag und verlängern für eine Nacht in Berg en Dal, was glücklicherweise problemlos möglich ist.

Zum Abendessen gehen wir heute ins Camp Restaurant. Es ist noch angenehm mild und so können wir auf der Terrasse sitzen. Das Essen ist sehr lecker. Der Service ist typisch afrikanisch - ausgesprochen nett und freundlich und der Starter kommt nach dem Hauptgericht. 🤩
Teil 903. Juli 2014
8.Tag (Do. 08.05.2014)
Krüger National Park – Waterval Boven
378km

Nachdem wir gestern den ganzen Tag zur Passivität verurteilt waren, fällt uns heute das frühe Aufstehen besonders leicht. Bereits um kurz nach 6:00Uhr verlassen wir Berg en Dal. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und ein leichter Nebelschleier liegt in den Tälern.

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Von Berg en Dal fahren wir zunächst den Matjulu-Loop. Bis zum Sonnenaufgang dauert es nicht mehr lange und heute können wir ihn auch von einen perfektem Standort aus genießen. Tiere sehen wir dafür auf dieser Strecke nicht.

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Wir überqueren die H3 und setzen unseren Gamedrive auf dem Timfenheni-Loop fort. Plötzlich sehe ich vor uns eine Katze über den Weg springen. Als wir die Stelle erreichen, steht dort ein prächtiger Leopard in einem felsigen Bachbett. Er lässt mir aber keine Chance für ein Foto, denn kaum habe ich angehalten, verschwindet er auch schon zwischen den Felsen und lässt sich nicht mehr blicken.

Unser nächstes Ziel ist der Gardenia Birdhide. Bevor wir den erreichen entdecken wir aber noch 3 Rhinos im Flussbett des Mlambane River, wo sie sich leider zwischen dichten Büschen verstecken. Schon wieder eine tolle Sichtung ohne die Möglichkeit auf ein anständiges Foto. Dieses Thema sollte sich über die ganze Reise fortsetzen.
😈

Allzu viele Vögel sehen wir am Gardenia Birdhide nicht. Nur ein paar Nilgänse und zwei Geier. In der Mitte der Wasserstelle sonnen sich ein paar Schildkröten auf einem vermeintlichen Felsen, der sich bei genauerem Hinsehen als der Rücken eines Hippos entpuppt.

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Bei uns macht sich so langsam der Hunger bemerkbar und Kathrin wird aufgrund von Coffein-Entzug auch schon ein wenig unleidlich. So steuern wir als nächstes die Picknick-Site Afsaal an. Zu unserer Überraschung gibt es hier nicht nur einen Shop, sondern auch ein SB-Restaurant. Da sparen wir uns natürlich den Aufwand selbst das Frühstück zuzubereiten.

Da es uns vorgestern so gut am Biyamiti Wehr gefallen hat, wollen wir diese schöne Ecke auch einmal bei Sonnenschein kennenlernen. Somit steht unser nächstes Ziel fest und es hat sich gelohnt zurück zu kommen.

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Via H5, S102, S26 und S25 geht es dann dem Crocodile Bridge Gate entgegen. Unterwegs sehen wir immer wieder einmal Tiere, die sich auch gerne fotografieren lassen. Auffällig, dass hier die Warzenschweine mal nicht so scheu sind, wie ich es aus anderen Gegenden gewohnt bin. Ein Foto von einem Warzenschwein in seiner typischen Fresshaltung ist mir bislang nur sehr selten aus der Nähe gelungen,

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Fazit Krüger National Park:
Durch das dichte Buschwerk und das hohe Gras ist es meist schwierig Tiere zu entdecken und noch viel schwieriger diese dann auf den Chip zu bannen. Oft fährt man lange Zeit, ohne eine einzige Sichtung. Somit ist jede Begegnung etwas besonderes und sei es auch nur ein Impala. Kurios ist in diesem Zusammenhang das wir trotzdem die Big5 + Wildhunde in so kurzer Zeit gesehen haben, wie in keinem anderen Nationalpark zuvor.
Der Krüger National Park ist jetzt nicht unbedingt der Nationalpark, den wir unbedingt wieder besuchen müssten, wenn es rein um einen Safariurlaub mit dem Schwerpunkt Tiere und Landschaft geht. Da kennen wir genug Gegenden in Afrika, die erheblich mehr zu bieten haben. Auch weil die asphaltierten Straßen und die umzäunten Restcamps einem den Eindruck nehmen, sich in der Wildnis zu befinden. In Verbindung mit den fantastischen Klettermöglichkeiten von Waterval Boven ergibt sich jedoch eine einmalige Kombination unserer liebsten Hobbys, so dass wir sicher noch das eine oder andere Mal zurück kommen werden. Wir haben ja bislang auch nur einen kleinen Teil vom Krüger National Park gesehen – wer weiß, was für Eindrücke der Rest bietet.

Um 13:30Uhr verlassen wir den Nationalpark. Wir fahren durch die Schlucht des Crocodile River und ich bin begeistert von dieser grandiosen Landschaft. Leider ist die Straße in der gesamten Schlucht eine einzige Baustelle mit wechselseitiger Einbahnstraßen-Regelung. So besteht für uns keine Möglichkeit anzuhalten um Fotos zu machen.

In Nelspruit steht noch ein erneuter Einkauf im Superspar auf dem Programm, bevor es dann wieder nach Waterval Boven geht, wo wir erneut auf der Tranquilitas Adventure Farm übernachten. Auf der gegenüber liegenden Talseite wütet ein ausgedehnter Buschbrand, was besonders nach Einbruch der Dunkelheit sehr beeindruckend ist.
Teil 1004. Juli 2014
9.Tag (Fr. 09.05.2014)
Waterval Boven
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Schon gestern bei unserer Ankunft, wurden wir freudig von der Camphündin begrüßt. Als wir heute das Zelt verlassen liegt sie schon neben dem Auto und wartet auf uns. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es dann an die Felsen und auch hier weicht uns die Hündin kaum von der Seite. Mangels anderer Kenntnisse haben wir sie inzwischen „Wuffi“ getauft; irgendwie muss man sie ja ansprechen können. Für uns, die wir Hunde lieben, aufgrund unseres Lebenswandels aber keine eigenen halten können, ist das hier ein Traum.

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Ein Traum sind auch wieder die Routen, die wir heute klettern. Leider verweigert sich mir mein schwerstes Projekt aufgrund eines einzigen Zuges, den ich partout nicht hinbekomme.

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Auf der anderen Talseite brennt es noch immer. Man sieht auch keinerlei Aktivitäten dort. Es scheint sich niemand für das Feuer zu interessieren.

Zum Abendessen grille ich Lammkoteletts mit grünen Bohnen und Pfeffersauce. Wuffi kümmert sich um die Knochen.
Teil 1107. Juli 2014
10.Tag (Sa. 10.05.2014)
Waterval Boven – Johannesburg
230km

Nach dem Frühstück nehmen wir schweren Herzens Abschied von Wuffi, denn heute wollen wir an einen etwas weiter entfernten Kletterfelsen fahren und von dort dann gleich weiter nach Johannesburg. Unser Ziel für heute sind die Felsen im Sport Valley.

In Waterval Boven ist das Risiko von Autoaufbrüchen lt. Kletterführer ein Problem. Für uns besonders, da wir ja unser gesamtes Hab & Gut im Camper haben. Außer der Tranquilitas Adventurer Farm gibt es nur wenige sichere Parkmöglichkeiten. Eine davon ist es, beim direkt oberhalb der Sport Valleys gelegenen ACRA Retreat nachzufragen, ob man dort seinen Wagen parken darf. Bei uns war das kein Problem.

Die Felsen im Sport Valley werden anscheinend sehr selten besucht. Das zeigt sich schon daran, dass es keinen Weg zu den Felsen gibt, sondern man sich querfeldein durchs Gelände schlagen muss. Die Touren sind aber auch hier sehr schön. Allerdings steht die Sonne erheblich länger fch den Felsen, als gedacht. Auch meine mentale Stärke lässt heute arg zu wünschen über und so beenden wir relativ zeitig den Klettertag.

Wir nutzen die Zeit, die wir dadurch haben für ein erfrischendes Kaltgetränk auf der Terrasse des ACRA Retreat und schauen uns diese nette Unterkunft genauer an. Wirklich sehr gemütlich und die deutschen Besitzer sind ausgesprochen freundlich. Wer hier in der Gegend einen Zischenstop einlegen will und nicht zeltet, findet mit dem ACRA Retreat eine tolle Unterkunft.

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Am Nachmittag geht es dann nach Boksburg, einem Vorort von Johannesburg. Adolf (Cruiser), hier aus dem Forum, hat uns zum Braai eingeladen, was wir mit Freude angenommen haben. Schnell wird klar, woher er seinen Nickname hat, denn sein Firmengelände ist auch Sitz des örtlichen Landcruiser Clubs. Bewundernd stehen wir vor Landcruisern der verschiedensten Baujahre und Modell-Reihen. Alle top gepflegt und einsatzbereit für schwerstes Gelände.

Adolf ist gerade Strohwitwer und so gibt es ein echtes Männer-Grillen. Für jeden ein riesiges Stück bestes Rindfleisch. Dazu lediglich Oliven & Cornichons. Konzentration auf das Wesentliche, ohne Schickimicki. So lieben wir das. Dazu kaltes Bier und als Zugeständnis an die Damenwelt, Weißwein.

Bei interessanten und netten Gesprächen verfliegt die Zeit wie im Fluge. Es ist etwas ganz Anderes, sich mit Einheimischen auszutauschen, als mit anderen Touristen. Ein toller Abend – vielen Dank Adolf.

Die Nacht verbringen wir sicher auf dem geschützten Gelände des Clubs.
Teil 1211. Juli 2014
11.Tag (So. 11.05.2014)
Johannesburg – Garieb Dam
755km

Heute ist der Erste von zwei langen Fahrtagen, um an die Küste zu gelangen. Trotzdem nehmen wir nicht den kürzesten, sondern den landschaftlich schönsten Weg.

Unser erstes Ziel ist der Golden Gate National Park an der Grenze zu Lesotho. Auf dem Weg dorthin sehen wir über vielen Orten dichten Smog. Es scheint eine starke Inversion zu herrschen, so dass der Rauch der vielen Holzfeuer nicht abziehen kann.

Der Golden Gate National Park beeindruckt durch traumhafte Felsformationen, die sich aus den goldgelben Wiesen erheben. Hat der Park daher seinen Namen? Ob man hier auch klettern kann? Ich habe keinerlei Informationen dazu gefunden. In der Ferne sehen wir vereinzelt Antilopen und auch ein einsames Zebra. Die Straße führt uns bis auf über 2.000m Höhe. Es weht ein eiskalter Wind. Auch die Bäume zeigen sich schon in farbenprächtiger Laubfärbung. Es ist Herbst.

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Nach dem Golden Gate National Park fahren wir auf der Maloti Scenic Route weiter nach Westen. Die Strecke verläuft entlang der Grenze zu Lesotho.

Zum Lunch kehren wir im „The Cabin Farmstall“ ein, welcher an der R26 in der Nähe von Clocolan liegt. Hier isst man gut und reichlich.

Danach geht es weiter durch schier unendliche Grasebenen.

Kurz vor Erreichen unseres Tagesziels geht die Sonne unter. Wir wollen nicht auf unseren Sundowner verzichten und suchen uns einen netten Platz am Straßenrand. In der Ferne können wir schon das Wasser des Garieb Dam erkennen. Die Farbe des Grases wir immer intensiver und der Himmel gleicht sich farblich dem an. Eine tolle Stimmung hier in der einsamen Weite des Landes. Man muss für einen schönen Sundowner nicht unbedingt einen Nationalpark besuchen.

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Es ist noch nicht ganz dunkel, da erreichen wir unser heutiges Tagesziel, das „Forever Resort“ am Garieb Dam. Ein echter Luxuszeltplatz. Jeder Stellplatz hat seine eigene Sanitär- und Küchen-Unit.

Der Aufbau des Dachzeltes misslingt dann erst einmal. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Verschraubung am Zentral-Gelenk des Zeltes auf einer Seite fehlt. Zu unserem Glück finde ich die Schraube aber in der Abdeckung des Zeltes. Mit dem umfangreichen Bordwerkzeug ist die Reparatur dann kein Problem.

Zum Dinner gehen wir ins Restaurant des Resorts. Viel ist nicht los, denn die Wassersport-Saison ist lange vorbei.
Teil 1316. Juli 2014
12.Tag (Mo. 12.05.2014)
Gariep Dam – Addo Elephant National Park
450km

Heute morgen konnten wir erstmals bei Tageslicht erkennen, wie schön unsere Campsite von großen herbstlichen Bäumen umgeben ist.

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Bevor wir uns auf die Piste begeben, machen wir noch einen kurzen Ausflug und spazieren zu einem nahe gelegenen Aussichtspunkt, von dem aus man einen schönen Blick auf den Stausee hat.

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In Cradock machen wir einen kurzen Boxenstop, um unsere Vorräte im Spar Supermarkt aufzufüllen und zu tanken.

Danach zieht der Himmel immer mehr zu.

Wir haben die Farmstalls als sehr gute Gelegenheit für eine Mittagsrast schätzen gelernt und so machen wir alsbald am Daggaboer Farmstall Lunchtime. Die Spezialität hier ist Roesterkok mit Unmengen an extrem leckeren hausgemachten Zutaten. Es gibt die verschiedensten Dips, Currys, Chutney und eingelegtes Gemüse. Unter den vielen guten Farmstalls, die wir auf dieser Reise aufgesucht haben, stach der Daggaboer Farmstall noch einmal heraus – ein echtes Highlight. Kathrin hat so viel gefuttert, dass Sie erst einmal ins Fress-Koma fällt und die nächste Stunde Fahrt verschläft. Da war ich schon ein wenig neidisch, aber einer muss sich ja ums Vorankommen kümmern.

Als Kathrin wieder aufwacht, ist es komplett bedeckt und als wir die schöne Fahrt zum Olifants-Pass in Angriff nehmen, fängt es kräftig an zu regnen. Der Regen hält noch eine Zeit lang an und erst als wir den Addo Elephant Park erreichen hört es auf. Es hängt aber weiterhin eine dunkle Wolkendecke über uns.

Wir belegen schnell unseren Stellplatz und machen uns dann auf in den Park um noch einen kurzen abendlichen Gamedrive zu unternehmen. Am Domkrag Dam finden wir nur Vögel, die aber zum Teil sehr zutraulich waren. Dieser hier landete um ein Haar auf Kathrins ausgestreckter Hand.
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Kapweber

An den Hängen des Zuurkops trafen wir dann erstmals auf Elefanten. Alle sehr entspannt. Im Addo braucht man keine Angst haben, wenn einem die grauen Riesen mal zu nahe kommen.

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Besondes niedlich war eine Elefantenkuh mit einem noch sehr kleinen Baby-Elefanten. Knuffig, wie der Kleine lautstark protestiert hat, als die Milchquelle nicht wie gefordert zur Verfügung stand. Leider fand das Schauspiel im dichten Gebüsch statt, so dass ich den Fotoapparat gleich zur Seite gelegt habe um wenigstens das Live-Erlebnis zu genießen.

Zum Sundowner fuhren wir zur Gwarrie Pan. Erst sah es noch so aus, als würden uns die dichten Wolken einen Strich durch die Rechnung machen.

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Dann erlebten wir aber ein Feuerwerk an Farben, wie wir es bei einem Sonnenuntergang selbst in Afrika nur selten erlebt haben. Von uns aus durch Berge verdeckt tauchte die Sonne unter die Wolkendecke und beleuchtete diese von unten.

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Niemals hätten wir gedacht, ausgerechnet heute solch ein Schauspiel genießen zu dürfen. Da ich mich in einem unbeobachteten Moment auch über die Parkregeln hinweggesetzt habe, standen auch kaltes Bier und Savanna auf dem Armaturenbrett. Was will man mehr? Tiere will man und wir wurden auch in dieser Beziehung nicht enttäuscht. Es tauchten zum Ende noch eine Gruppe Zebras auf und ein Schakal lies sich ebenfalls noch blicken und heulte der Sonne einen Abschied hinterher. Ganz schön laut, die kleinen Räuber.

Zurück auf der Campsite richtete ich uns erst einmal häuslich ein. Die beiden GinTonic, die ich dabei vernichtete stiegen mir heute aber ganz schön in den Kopf. Zum Essen im Camprestaurant verzichtete ich deshalb lieber auf Alkohol. Das Camprestaurant hier im Addo war im übrigen mit Abstand das Beste aller Restaurants, die wir in den Sanpark-Restcamps besuchten. Die anderen haben uns auch alle gut gefallen, aber das hier war wirklich gehobene Gastronomie.
Teil 1418. Juli 2014
13.Tag (Di. 13.05.2014)
Addo Elephant National Park
135km

Wir werden von Löwengebrüll geweckt. Solange man im Zelt liegt, hat man zumindest akustisch das Gefühl in der Wildnis zu sein. Das legt sich allerdings rasch, wenn man ins Freie tritt. Die einzelnen Stellplätze sind hier im Main Camp dicht an dicht. Dafür sind die Ablutions aber echte Spitzenklasse. Fotos habe ich trotzdem nicht davon gemacht. 😎

Bei Öffnung des Gates sind wir am Start. Heute ist den ganzen Tag Gamedrive angesagt.

Als die Sonne aufgeht entdecken wir eine Löwin, die sich in den ersten Strahlen wärmt. Die Nacht war doch recht kühl.

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Nicht weit entfernt genießt das potentielle Frühstück ebenfalls die Sonne.

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Aber nicht nur von der Tierwelt her kann der Park glänzen. Auch landschaftlich gefällt es uns hier sehr gut. Die Hügel sind von saftig grünen Wiesen und Buschland bedeckt. An manchen Stellen zeugt die Erosion von den teils heftigen Niederschlägen in dieser Region

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Zum Frühstück fahren wir zu Jack’s Picknick Site. Eine niedliche Streifenmaus huscht die ganze Zeit zwischen unseren Füßen umher und versucht etwas von unserem Frühstück abzustauben. Ich kann Kathrin nur mit Mühe davon abhalten, sie zu füttern, denn das Füttern von Tieren ist hier auf der Picknick Site strikt verboten und wird von den Wardens streng überwacht. Als wenn sich die Maus dafür rächen will, hält Sie nicht ein einziges Mal für ein Foto still.

Dann geht es weiter Tiere suchen. Dabei liegt der Focus bei weitem nicht nur bei den Big5. Gerade die Kleinen machen uns auch immer wieder viel Freude. Die sind oftmals auch viel niedlicher als die großen Dreckstiere.

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Was auffällt ist, dass die Warzenschweine hier im Park viel weniger scheu sind, als in den meisten anderen Gegenden. So habe ich endlich die Gelegenheit, ein paar schöne Fotos dieser doch eher hässlichen Tiere zu machen. Meist sieht man sie ja nur mit hoch erhobener Antenne davon laufen.

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Von den Hügeln des Parks hat man immer wieder einen Blick zum Meer und was man da sieht, macht einen sehr guten Eindruck. So beschließen wir über die Mittagszeit einen Ausflug ans Meer zu machen. In der Nähe von Colchester kann man beim Sundays River mouth fast bis an den Strand fahren. Wir machen eine kleiner Wanderung durch die Dünen und am Strand entlang. So ein bisschen Bewegung ist ideal an einem Tag an dem man ansonsten das Auto nur selten verlassen kann.

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Zurück im Nationalpark sehen wir wieder viele Elefanten. Wie schon am Vortag sind sie sehr entspannt und man kann ohne Probleme dicht an ihnen vorbei fahren. Das ist auch gut so, denn die Dickhäuter halten sich bevorzugt direkt am Wegesrand auf und wandern anscheinen auch lieber auf den Wegen als durch die Büsche.

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Zum Sundowner suchen wir wieder die Gwarrie Pan auf. Ist auch heute wieder sehr schön, kann aber mit der Farb-Sinfonie des Vortages nicht mithalten. Dafür liegt ganz in der Nähe ein kapitaler Kudu in den Büschen und genießt gemeinsam mit uns den Sonnenuntergang.

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So gut wie uns gestern das Camprestaurant gefallen hat, hatten wir natürlich auch für heute wieder einen Tisch reserviert und sind erneut begeistert.

Danach sitzen wir noch eine Zeit lang vor unserem Zelt. Vom Sternenhimmel sehen wir aufgrund der Lichtverschmutzung durch unsere Nachbarn leider nicht sehr viel. Südafrikaner scheinen Angst vor der Dunkelheit zu haben, denn sowie es dunkel wird leuchten Sie Ihre Campsite taghell aus. Das hatten wir schon im Krüger National Park bemerkt. Dort war es aber nicht so störend, da die einzelnen Stellplätze deutlich weiter auseinander lagen, als hier im Addo Elephant National Park.
Teil 1521. Juli 2014
14.Tag (Mi. 14.05.2014)
Addo Elephant National Park – Montagu
650km

Über Nacht hat es kräftig angefangen zu regnen. Als wir das Zelt verlassen, ist der Himmel mit tief hängenden dunklen Wolken bedeckt. Zelt abbauen ist bei dem Wetter auch kein Vergnügen. Auf’s Frühstück verzichten wir erst einmal – das wollen wir lieber an einem trockenen Ort nachholen.

Dieser findet sich im Oudebosch Farmstall an der N2, wo wir sogar kostenloses WIFI haben.

Das schlechte Wetter bleibt uns erhalten. Die Garden Route erleben wir somit grau in grau und über lange Strecken im strömenden Regen. Ein hier von den Bergen gemachtes Foto könnte ich unter meine Schottland-Bilder mischen, ohne dass es auffallen würde. Trotz des schlechten Wetters deutet sich aber an, wie schön die Landschaft sein muss, wenn die Sonne scheint.

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In Knysna kaufen wir ein und haben das Glück, in einer kurzen Regenpause unsere Einkäufe trocken verstauen zu können.

Die Gegend macht einen sehr touristischen Eindruck. In der Saison muss hier ein ganz schöner Trubel herrschen.

Erstaunlich finden wir auch, wie viele schicke Villen direkt an der viel befahrenen N2 liegen. Die Südafrikaner scheinen noch keine Aversion gegen Verkehrslärm entwickelt zu haben.

Als wir die Küste verlassen und Richtung Nordwest in die Berge fahren, reißt der Himmel endlich auf und das Wetter bessert sich schlagartig. Nur an den Bergspitzen hängen noch letzte Wolken.

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In der Schlucht südlich von Montagu können wir dann die ersten Kletterfelsen sehen, an denen wir uns die nächsten beiden Tage vergnügen wollen. Sieht sehr gut aus.

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Wir übernachten auf der De Bos Guestfarm, welche direkt am Ortsrand liegt. Neben dem Zeltplatz kann man hier auch Zimmer mieten. Wir bleiben aber unserem Dachzelt treu. Zum Abendessen grillen wir Lamm, dazu gibt es einen frischen Salat.
Teil 1622. Juli 2014
15.Tag (Do. 15.05.2014)
Montagu
15km

Nach längerer Pause endlich wieder ein Klettertag.

Unser Ziel sind die Felsen in der Badkloof. Hier muss es aber nach dem Druck des Kletterführers ein starkes Hochwasser gegeben haben, das den Verlauf des Baches komplett verändert hat. Die Zustiegsbeschreibung stimmt jedenfalls vorn und hinten nicht. Einige Felsen lassen sich überhaupt nicht mehr erreichen, da der gesamte Wandfuß unter Wasser steht. Landschaftlich ist der Zustieg durch das Tal aber trotz der Widrigkeiten sehr schön und wir genießen die Umgebung.

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So schön die Felsen und Kletterlinien hier in Montagu auch aussehen, so beschissen lässt es sich klettern. Bislang habe ich Sandstein immer als sehr rauen griffigen Fels kennengelernt. Hier in Montagu ist der gesamte Fels jedoch mit einer spiegelglatten Patina überzogen. Es ist als würde man an Marmor klettern. Jeden Griff muss man voll zuballern und man weiss bei abschüssigen Tritten nie, ob sie halten.

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Unter den Bedingungen habe ich keine Lust auf schwere Routen und wir wechseln zum Sektor „Legoland“, welcher direkt an der Straße nach Ashton liegt. Hier gibt es viele sehr schöne gemäßigte Routen, wo der unangenehme Fels nicht so ausschlaggebend ist.

Zum Abendessen grillen wir sehr leckere Rindersteaks. Das Fleisch ist mal wieder hervorragend. Südafrika ist der Traum für Carnivore. Dazu gibt es Champignons in Pfefferrahm.

Kaum sind wir mit dem Essen fertig, fängt es leider wieder an zu regnen. Wo kommt das denn so plötzlich her. Als wir in der Dämmerung den Felsen verließen, war noch wolkenloser Himmel. 😠
Teil 1723. Juli 2014
16.Tag (Fr. 16.05.2014)
Montagu – Noordhoek
235km

Das Wetter bleibt undurchschaubar. Beim Frühstück tröpfelt es ein wenig, aber danach reißt der Himmel auf und die Sonne scheint. Wir wollen uns heute den Auf- und Abbau des Zeltes sparen und entscheiden uns für ein Klettergebiet, das wir zu Fuß von unserem Campingplatz erreichen können. Ein sehr schöner Wanderweg führt uns erst am Ortsrand und später an einem Bach entlang in die Cogman’s Kloof.

Der von uns ausgewählte Kletterfelsen macht einen guten Eindruck und die Warmmach-Routen trotz des glatten Gesteins Spaß. Knallt bei der ersten Route die Sonne noch mit aller Kraft auf einen nieder, so zieht es kurz darauf erstaunlich schnell zu und bei der dritten Tour fängt es an zu regnen. Echtes Aprilwetter.

Uns wird das hier zu blöd und da uns die Kletterei auch nicht überzeugt hat, beschließen wir schon heute nach Kapstadt weiter zu fahren. So sicher ich weiß, dass ich einige Klettergebiete in Südafrika wieder besuchen werde, so sicher bin ich, dass ich Montagu höchstens noch einmal zu einer Weinprobe besuchen werde.

Bei den Wetterkapriolen ist es klar, dass schon wieder strahlender Sonnenschein herrscht, als wir Montagu verlassen.

Die Strecke nach Kapstadt ist sehr spektakulär. In den schroffen Bergen hängen die Wolken. Licht und Schatten schaffen dramatische Szenerien.

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Es ist selbstverständlich, dass wir die Strecke über den Du Toit’s Kloof Pass wählen, anstatt die Berge mittels Tunnel zu durchqueren. Von der Passhöhe bietet sich ein beeindruckendes Panorama über die Ebene von Paarl.

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In Kapstadt stehen wir dann zum ersten Mal in diesem Urlaub im Stau – wir haben genau die Rushhour erwischt. Alles sehr chic hier. Das hat gefühlt nichts mehr mit Afrika zu tun.

Direkt in Kapstadt gibt es keine Möglichkeit zum campen. Wohl aber auf der Kap-Halbinsel. Wir fahren via Silvermine Pass nach Noordhoek. Hier hat es kurz zuvor heftig gewittert und wir kommen noch in den Genuss einen Regenbogen über Fish Hoek zu sehen.

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Die Chapmans Peak Caravan Farm in Nordhoek ist ein idealer Standort für Camper, die sowohl Kapstadt, als auch die Kap-Halbinsel erkunden wollen. Der Name lässt es schon ahnen, hier gibt es eine Menge Viehzeug. Unter anderem diese Krachmacher:
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Hagedasch

Da es abends mal wieder anfängt zu regnen, streichen wir das Kochen und gehen ins nahe gelegene Restaurant „The Foodbarn“ zum essen, welches wir bequem zu Fuß erreichen können. Beim „The Foodbarn“ handelt es sich um ein echtes Nobel-Restaurant. Selbst in unserem besten Outdoor-Outfit kommen wir uns ein wenig underdressed vor. Wir entscheiden uns für ein 4-Gänge Menü mit dazu gehöriger Weinreise. Sowohl Essen, als auch Wein sind exquisit. In Deutschland hätten wir für einen vergleichbaren Abend mindestens 150,-€ berappen müssen, hier sind es auch aufgrund des sehr günstigen Wechselkurses weniger als ein Drittel.
Teil 1825. Juli 2014
17.Tag (Sa. 17.05.2014)
Kapstadt
105km

Den heutigen Tag haben wir ganz Kapstadt gewidmet.

Unser erstes Ziel war die Victoria & Alfred Waterfront. Hier gibt es viel zu sehen und man findet problemlos auch für große Autos einen Parkplatz.

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Außerdem starten hier die Doppeldecker-Busse von City Sightseeing Tours. Mit diesem Unternehmen haben wir schon in zahlreichen Städten weltweit Stadtrundfahrten unternommen. Man bekommt so am besten einen ersten Überblick der Stadt, bevor man sich dann die Ecken heraussucht, die man genauer erkunden will. Über 2 Stunden waren wir unterwegs. Der Audiokommentar war ausgesprochen kurzweilig und informativ. Wir kamen an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Unter anderem an der Alten Festung.

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An der Talstation der Seilbahnstation auf den Tafelberg machten wir eine längere Pause, so dass wir in Ruhe das Panorama genießen konnten.

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Die Seilbahn fuhr an diesem Tag nicht, so wussten wir schon einmal, wo wir später nicht noch einmal hinfahren müssen.

Nach 2 Stunden im Bus sitzen, war uns nach Bewegung, so dass wir erst einmal zu Fuß die Victoria & Alfred Waterfront umrundeten. Sicher die erste Adresse für das Wohnen in Downtown Kapstadt.

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Zurück am Auto machten wir uns auf den Weg ins nahe gelegene Stadtviertel Bo-Kaap. Die bunten Häuser im ehemaligen Viertel der Kap-Malayen sind ein Augenschmaus. Nicht nur Hobbyfotografen, wie mich, begeistert die Gegend. Auch zahlreiche professionelle Fotoshootings finden hier statt.

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Weiter ging es in den Vorort Camps Bay. Hier lebt der Jetset von Kapstadt. Wir erlebten die Traumstrände bei einer steifen Brise und starker Brandung. Da gleichzeitig strahlender Sonnenschein herrschte, konnte man oft einen Regenbogen in der Gischt sehen.

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Nach so viel Vergnügen folgte die Pflicht. Wir mussten mal wieder einkaufen, um unsere Vorräte aufzustocken. Das war gar nicht so einfach. Es gab zwar jede Menge Supermärkte; die hatten aber alle nur Parkhäuser und in die kamen wir mit unserem Dachzelt nicht rein. Auf der Straße waren dagegen Parkplätze Mangelware. Wir mussten einige Runden um den Block drehen, bis wir endlich einen Supermarkt mit freier Parklücke vor der Tür gefunden hatten. Beim verpacken des Einkaufs am Gehsteig wurden wir dann natürlich auch gleich angebettelt.

Den Tag beendeten wir dann gemeinsam mit einigen hundert anderen Menschen auf dem Signal Hill. Die Aussicht auf die Stadt, die Bucht und den Tafelberg ist von hier oben wirklich genial.

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Kapstadt hat uns ausgesprochen gut gefallen. Die Stadt braucht einen Vergleich mit anderen modernen Hafen-Metropolen wie Sydney oder San Francisco in keiner Weise zu scheuen.

Zurück auf der Chapmans Peak Caravan Farm haben wir mal wieder gegrillt. Es gab Schaf und dazu Gemüse in Kokosmilch-Curry.
Teil 1930. Juli 2014
18.Tag (So. 18.05.2014)
Silvermine
16km

Auf unserem Campingplatz leben auch viele Vögel. Die Auswahl erfolgte anscheinend nach Lautstärke. Jedenfalls finden sich zahlreiche Hagedasch, Gänse und Pfauen. Einen Wecker braucht man sich hier nicht zu stellen.

Heute ist wieder Klettern angesagt. Wir entscheiden uns für das Gebiet Silvermine, welches im gleichnamigen Sektor des Table Mountain National Park liegt. Dank Wildcard ist auch hier der Eintritt für uns frei.

Von unserem Campingplatz sind es nur wenige Kilometer bis Silvermine und vom Parkplatz aus steht man in 15min. unter den Felsen.

Der Blick über den Großraum Kapstadt und die False Bay ist ein Traum. Solch ein Ausblick bietet sich einem nur in wenigen Klettergebieten.

Der Fels selbst begeistert ebenfalls. Bombenfester Sandstein. Schön rau und abwechslungsreich in der Struktur.

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Hier macht das Klettern riesig Spaß. Ich mache so viele Touren, wie schon lange nicht mehr an einem Tag und höre erst auf, als ich Krämpfe in den Armen bekomme.

Zum Dinner wollen wir mal wieder Essen gehen. „The Foodbarn“ hat leider Ruhetag und so entscheiden wir uns für die gleich nebenan gelegene Sportsbar „The Toad“. Wir starten mit einem ausgezeichneten Chicken-Avocado-Salat. Der Burger zum Hauptgang ist dann leider sehr trocken.

Vom anstrengenden Tag sind wir so platt, dass wir vom Abendessen direkt ins Zelt verschwinden.
Teil 2001. Aug. 2014
19.Tag (Mo. 19.05.2014)
Kap-Halbinsel
140km

Dieser Tag war ganz der Erkundung der Kap-Halbinsel gewidmet. Noordhoek liegt dafür ideal, da man nicht erst durch den Großraum Kapstadt fahren muss, um zur Halbinsel zu gelangen.

Unser erstes Ziel war der Boulders Beach in Simons Town.

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Dort wollten wir aber nicht bouldern (für Nicht-Kletterer: so wird das Klettern an niedrigen Blöcken in Absprunghöhe genannt), sondern die dort ansässige Pinguin-Kolonie besuchen. Pinguine sind nämlich unsere absoluten Lieblingsvögel. Die sind soooo witzig. Wenn die kleinen Frackträger über Land watscheln, erinnert mich das immer an Slapstick-Filme aus den 20er-Jahren.

Die Kolonie ist deutlich größer, als wir erwartet haben. Nicht nur am Strand finden wir viele der Tiere, sondern auch die Büsche ringsum wimmeln von Pinguinen.

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Es gibt auch reichlich Nachwuchs in allen Alterklassen. Vom Ei bis zum fast ausgewachsenen Jungvogel, der gerade sein Erwachsenen-Gefieder bekommt.

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Am schönsten ist es aber zu beobachten, wenn die Pinguine zum, oder aus dem Meer watscheln.

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Aber am Boulder Beach finden sich nicht nur Pinguine. Zwischen den Felsen huschen zahlreiche Dassies umher und vereinzelte große Möwen versuchen immer wieder ein Küken zu erbeuten.

Weiter geht es zur Südspitze der Kap-Halbinsel. Dieser Bereich ist komplett geschützt und Teil des Table Mountain National Parks. Man sieht der Gegend an, dass sie häufig Sturm umtost ist. Die Vegetation besteht überwiegend aus niedrigem Fynbos und alles was größer ist wir vom Wind gebeugt.

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Umso erstaunter sind wir, dass wir in der Ferne immer wieder größere Tiere wie Bontebok und Eland sehen. Die hätten wir hier nicht erwartet.

Unser erstes Ziel im Nationalpark ist das Visitors Center Buffelfontein. Hier gibt es alle wichtigen Informationen zur Natur und Kultur auf der Kap-Halbinsel.

Rings um das Visitors Center scheint der Fynbos in Flammen zu stehen. Es sind aber nur die zahlreiche Büsche mit ihren Unmengen feuerroter Blütenstände.

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Diese Büsche stehen bei Nektarvögeln hoch im Kurs. Zahlreiche verschiedene Arten schwirren umher. Über eine halbe Stunde lang pirsche ich mit dem Fotoapparat hinterher um ein gutes Foto dieser schnellen und hektischen Vögel zu bekommen. Ist wirklich schwierig, macht aber riesig Spaß.

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Malachit-Nektarvogel

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Kaphonigfresser

Weiter geht es zum Cape Point. Hier nutzen wir die Möglichkeit, uns ein wenig die Beine zu vertreten und wandern den Lighthouse Keeper Trail vom oberen Leuchtturm zum Leuchtturm ganz an der Spitze der Halbinsel.

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Zwischendurch ist es immer mal wieder am tröpfeln, aber dafür werden wir mit spektakulären Tiefblicken und in den Felsen lebenden Dassies entschädigt.

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Zur Stärkung nach der Wanderung teilen Kathrin und ich uns dann erst einmal eine Pizza, bevor es weitergeht zum Kap der guten Hoffnung. Auf dem Weg dorthin treffen wir auf eine Gruppe sehr zutraulicher Strauße. Normalerweise sind diese großen Vögel eher scheu und laufen davon, wenn man sich ihnen nähert. Ob diese Exemplare aus einer der Straußenfarmen am Rande des Nationalparks entwischt sind?

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Am Kap der Guten Hoffnung ist die Hölle los. Ein Reisebus nach dem anderen hält hier an, damit die Insassen sich vor dem berühmten Schild fotografieren lassen können. Es herrscht ein Trubel wie beim Sommerschlussverkauf. Da das Kap auch landschaftlich nix besonderes ist, würde ich am liebsten gleich wieder verschwinden. Aber Kathrin besteht auf ein Foto. Nach einer halben Stunde haben wir es geschafft, das Schild mal für zwei Sekunden für uns allein zu haben und können endlich von hier verschwinden.

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Den Abschluss des Tages bildet dann die Fahrt auf dem Chapmans Peak Drive. Hier suchen wir uns einen schönen Aussichtspunkt, an dem wir auf den Sonnenuntergang warten. Wir werden nicht enttäuscht.

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Als wir zurück auf unserer Campsite sind, ist es natürlich schon stockdunkel. Wir grillen mal wieder. In einem Urlaub im südlichen Afrika grille ich mehr, als in Deutschland das ganze Jahr über. Es gibt T-Bone und Filet-Steaks mit Blumenkohl & Brokkoli.

Danach lesen wir noch eine Zeit lang. Wir haben uns für diese Reise E-Reader gegönnt und sind begeistert. So kann man draußen am Campfire endlich ohne Stirnlampe lesen, was sehr angenehm ist.
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