Reisebericht

Dünen, Sand und wilde Tiere Namibia 2014

von Maecs · begonnen 09. Juni 2014 · 19 Teile

Teil 109. Juni 2014
...es war im Weihnachtsurlaub 2012, wir lagen aufgrund des mäßigen Wetters im Thermalbad im steirischen Bad Mitterndorf, und sinnierten so vor uns hin. Afrika wäre doch mal was, am besten Namibia, warf ich so in den Raum, worauf Sylvia sofort begeistert ausrief: "Ja, Wüste, Dünen und wilde Tiere! Das wäre toll!!!"

So wurde die Idee geboren, und ich begann, mich mit dem Thema zu befasssen. Irgendwann bin ich auf dieses Forum gestoßen, und habe hier viele Stunden verbracht, und viele viele Tipps und Infos gefunden. Für Neulinge wie uns kann ich mir nichts hilfreicheres vorsstellen! Es war schnell klar, dass wir in Namibia selbst fahren wollen, schließlich habe ich zwischenzeitig auch Hummeldumm als Hörbuch genossen... !

Es wurde also recherchiert, geplant, wieder umgeplant, und nochmals geplant. Irgendwann stand dann die Route und auch der Termin, alles war fixiert. Jetzt begann die lange Zeit der Vorfreude. Am Schluß haben wir uns so sehr (vor-) gefreut, dass ich schon befürchtete, am Ende entäuscht zu sein, weil es doch nicht so schön wurde als erwartet. Doch es kam ganz anders. Am 17.Mai 2014 begann unser 3-Wochen-Trip, und hier ist der zugehörige Bericht:


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Da waren wir also angekommen, am Frankfurter Airport. Dank Rail&Fly gingen wir zuhause zu Fuß zur örtlichen Bimmelbahn, stiegen dann in den ICE und brausten los. Wir flogen mit SAA, irgendwie schien mir das die sicherer Variante zu sein, was die Pünktlichkeit anging, und wir wurden nicht entäuscht. Der Flug nach Johannesburg verlief ruhig, allerdings war das Wetter gar nicht nach meinem Geschmack. Wolkenverhangen und ziemlich kühl, ich dachte doch wir sind in Afrika!!! Wir sagten uns was soll's, auf nach Namibia, da kann es nur besser werden. Der Transfer in Johannesburg war in 1,5 Stunden locker zuschaffen, und so kamen wir gegen 11 Uhr in Windhoek an. Gott sei Dank, das Wetter war hervorragend, Sonne und warm. Afrika halt...

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Dort hat die Sylvia als unsere Fotobeauftragte gleich mal den Flughafen abgelichtet, was Mecker vom dortigen Bodenpersonal gab. Naja, nicht so schlimm, rein ins Empfangsgebäude. Wir haben bereits im Fliegen den Einreisezettel bekommen und nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt. Ein paar Fragen habe ich irgendwie nicht richtig verstanden und einfach ausgelassen. Wir stellten uns also gut gelaunt in die Schlange vor den Einreisebeamten. In vielen berichten wurden die Damen und Herren ja als sehr mäßg gelaunt beschrieben, also war ich auf alles gefasst.
Als wir an der Reihe waren, legte ich mit einem freundlichen "Good Morning, how are you?" unsere Pässe und die halb ausgefüllten Einreisezettel auf die Schaltertheke und siehe da, mit einem ebenso freundlichen "Fine, how are you?" wurden uns ein paar Stempel in die Pässe gedrückt und wir waren durch. Aha, dachte ich mir, geht doch, die sind doch sehr nett hier! Wir holten noch unsere beiden Koffer ab, die auch zeitgleich mit uns in Windhoek ankamen, und gingen schwups durch die Türe in die Ankunfthalle.

Da stand auch schon ein lächelnder Herr mit einem Schild, auf dem mein Name stand, der Fahrer von Savannah Autovermietung. Da er meinte, wir müssen noch kurz auf zwei weitere Passagiere warten, ging ich zuerst an den ATM Bargeld abheben, was mit der VISA-Card problemlos funktionierte (dazu später mehr), und dann zum MTC-Stand, um eine Traveller-SIM-Card zu kaufen. Die Sylvia bewachte derweil unsere Koffer und vor allem den Savannah-Mann, nicht dass der ohne uns losfährt. Vor mir waren nämlich am MTC-Stand zwei Deutsche, die auch mit uns angekommen sind. Ich weiß ja nicht, in wieweit die beiden in Ihrem bisherigen Leben schon mal ein Mobiltelefon in der Hand hatten, und welche Probleme daraus erwachsen können, jedenfalls haben die ewig gebraucht. Naja, irgendwann stand ich dann mit Barem und SIM-Karte wieder bei dem Savannah-Mann, Sylvia und den Koffern, und auch die anderen beiden Mitfahrer waren da. Also, los gings, rein in einen Minibus und ab in die Stadt zum Savannah-Büro.

Hier mache ich mal eine kurze schöpferische Pause und drücke mal auf Absenden. Ich will erst mal sehen, wie der Bericht dann ich echt aussieht, bevor ich weiterschreibe!
Teil 209. Juni 2014
Weiter geht's:

Wie sich der geneigte Leser wohl schon gedacht hat, war der Autovermieter unserer Wahl die Fa. Savanna. Ich fühlte mich dort von Anfang an gut aufgehoben, und auch die Erfahrungen aus dem Forum wiesen in diese Richtung. Im Büro wurden wir herzlich begrüßt und gleich mit Kaffee versorgt. Olli, der Mechaniker, wie uns in unser Auto ein, ein Doppelkabiner-Hilux mit Dachzelt. Wir erfuhren also im Schnelldurchgang, wie man das Zelt auf- und wieder abbaut, wo im Fahrzeug was verstaut ist und so weiter. Daneben, wurde dem mit uns angekommenen Ehepaar ein Hilux erklärt, der wesentlich martialischer aussah, als unserer. Grobstollige Bereifung, Luftansaugschnorchel, Alu-Aufbau mit Schubladensystem und auch einem Dachzelt. Ich dachte mir so, wo die wohl hinwollen...
Irgendwann hat der Mann dann ganz bleich im Gesicht erklärt, dass ihm das Auto viel zu groß ist, da hätte er ja Angst beim Fahren, so eines wie unseres wäre ihm viel lieber. J, uns so kamen wir dann kurzfristig und ohne Aufpreis in den Genuß des toll ausgestatteten Autos, und die zwei zogen mit unseren Standard-Toyota los. Jetzt nur noch schnell die Kaution und die Miete zahlen, dachte ich, und da gings los...meine VISA-Karte ließ zwar noch die 28000N$ für den Selbstbehalt blockieren, allerdings ist sie beim bezahlen der Miete dann ausgestiegen. Wir standen dann ziemlich dumm da, und wussten erst mal nicht so Recht was jetzt zu tun wäre. Die Savannah-Frau Romy nahm das ganz gelassen, und meinte lapidar, das kommt schon mal vor. Ich rief bei den Bank in Deutschland an, nachdem ich mir telefonisch von Sylvias Papa, der bei uns zuhause auf Hund und Haus aufpasste, meine Telefonbanking-PIN geben ließ, die dieser natürlich erst mal durch Sylvia telefonisch geführt in unserem Arbeitszimmer suchen und finden mußte, und die Bank erklärte dann, das wäre kein Problem, ich liege nur über dem Tageslimit, und sie setzt das jetzt hoch, damit das funktioniert.

Der letzte Satz wurde von mir bewusst so verschachtelt und lang formuliert. genauso fühlten wir uns, und es dauerte ewig!

Romy probierte die Buchung also erneut, ohne Erfolg. Ich sah uns schon, mittellos in Afrika gestrandet, am Flughafen auf den Rückflug warten! Romy meinte dann, ist doch alles ganz easy, wir sollen jetzt mal los fahren, sie würde die Buchung einfach später oder morgen früh nochmal probieren. Wenns wieder nicht geht, irgendwann müßten wir ja wieder kommen, und das Auto zurückgeben.

Um das Ganze jetzt abzukürzen: Die Buchung funktionierte auch am nächsten Früh nicht, wie ich per SMS von Romy erfuhr, also haben wir von zuhause eine Überweisung veranlasst, damit war das Problem gelöst, und die VISA-Karte verrichtete im restlichen Urlaub gute Arbeit!

Romy fertigte noch schnell ein Protokoll der am Auto vorhandenen Kratzer und Steinschläge an und entließ und mit einem Lächeln in den Linksverkehr. Mit unserem Miet-Hilux
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hatten wir unterwegs keinerlei Probleme, er lief super und brauchte ungefähr 10 Liter Diesel auf 100 km, was für den 3,0-Liter-Motor ok ist. Lediglich die Abdeckung vom Dachzelt ist uns beim ersten Drüberstülpen (da waren wir halt noch Anfänger) an einer Ecke eingerissen, was ich natürlich fachmännisch mit dem mitgebrachten Panzerband reparierte. Die Reparatur hielt dann ungefähr bis zum nächsten Stop, wo ich Sie dann erneut durchführte. Nach dem dritten oder vierten Versuch gab ichs auf, dann haben wir halt eine eingerissene Abdeckung, es gibt schlimmeres! Ganz toll war im übrigen der herausziehbare Engel-Kühlschrank, der über eine Zweitbatterie oder wahlweise per Verlängerungskabel (bei Fahrzeugstillstand 😉 ) betrieben wurde. Der war echt Gold wert, es gab nichts schöneres als ein gut gekühltes Getränk bei Ankunft am Tagesziel.

Unser Quartier für die erste Nacht war die Pension Maison Ambre (http://www.maisonambre.de/deutsch.html). Das war sehr schön, alles tip-top gepflegt, das kann man ohne Einschränkung empfehlen. Ich konnte sogar am Ende des Tages noch 15 min deutsches Fernsehen kucken, und miterleben, dass die Spielvereinigung Greuther Fürth doch nicht in die erste Bundesliga aufsteigt, und der HSV nicht absteigt, obwohl mir das lieber gewesen wäre. Zuhause hätte mich das unter Umständen viel mehr aufgebracht, doch wir waren ja im Urlaub, in Afrika, ganz weit weg von zuhause. Der Tag war aber ja noch gar nicht zu Ende, vorher sind wir noch zu Joes Beerhouse gebraust und haben was gegessen und getrunken. Naja, das Essen war ok, uns ists dort aber irgendwie ein bisschen wie am Ballermann vorgekommen. Da war ich zwar noch nie, am so stell ich mir's vor. Sehr touristisch, aber wie gesagt, gutes Essen und es gehört dazu.
Wir haben uns dann an einer Tankstelle schnell noch Wasser und ein paar Chips gekauft, und sind schnell in die Pension gefahren, weil es eigentlich schon dunkel war. Dabei haben wir unseren ersten namibischen Sonnenuntergang erlebt:
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Teil 310. Juni 2014
Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstückim Maison Ambre starteten wir unseren Toyota und fuhren in die Maerua-Mall zum Einkaufen. Wir gingen in den Superspar und trauten unseren Augen nicht, was es hier alles zu kaufen gibt. Nicht dass wir gedacht hätten, in Afrika gibts nichts zu kaufen, aber die Vielzahl an deutschen Produkten (EDEKA, Gut und Günstig etc) hat uns schon etwas überrascht. In dem Laden gabs wirklich alles, was es auch in Deutschland zu kaufen gibt, und dazu noch ein paar regionale Dinge dazu.
Es wanderten also Kartoffeln, Zwiebel, Wasser, Gewürze, Käse, Getränke und vieles mehr in unseren Einkaufwagen, der sich zusehends füllte. Ich dachte dabei dauernd an unser Auto, das wir auf dem Parkplatz gelassen haben, da waren schließlich unsere ganzen Sachen drin. Nicht zuletzt deswegen drängte ich beim Einkaufen etwas zur Eile. An der Kasse wurden unsere ganzen Waren in lauter kleine Plastiktüten verpackt. Sogar mein Sixpack (also das kleine Tragerl Bier meine ich, nicht dass es hier zu Mißverständnissen kommt...) bekam eine eigene Tüte. Wir packten die Tüten und eilten aus dem Laden zu unserem Auto, welches Gott sei Dank noch unversehrt da stand.

Unsere Tour führte uns dann auf die B1 in südlicher Richtung, dann noch vor Rehoboth links weg auf unsere erste Gravelroad.

Wir steuerten kreuz und quer durch die Gegend in Richtung unserer nächsten Logde, die Bagatelle Kalahari Game Ranch. Unterwegs gabs schon viel zu sehen, vor allem viele Webervogelnester. Es ist schon erstaunlich, was die kleinen Piepmätze da zusammenkonstruieren. Dann geschah es: Ich erspähte neben der Strasse einen Springbock. Sofort brachte ich den Toyota zu stehen und ordnete mehrere Fotografien an, was die Sylvia nach anfänglicher Widerrede auch machte. Sie meinte, das wird nichts gescheites, der Zaun dazwischen ist im Weg und außerdem sehen wir von dem Tier ja nur den Hintern. Ich ließ mich auf keine Diskussionen ein, was wir haben haben wir, wer weiß, ob wir nochmal einen Springbock sehen. Wie gesagt, irgendwann drehte sich das Tier mal um und es machte Klick.

Bei der Ankunft auf der Bagatelle Ranch wurden wir mit einem Begrüßungsgetränk empfangen. Wir bekamen den Schlüssel zu unserem Campingplatz und fuhren dort auch gleich hin, nicht ohne für den Abend die Cheetah-Feeding-Sundowner-Fahrt und für den Morgen den Buschman-Walk zu buchen.

Der Campingplatz iist eine Wucht, man wähnt sich wirklich mitten in der Wildnis, und die Dusche sowie WC und Waschtisch sind sauber und, da absperrbar, sehr praktisch.
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Unser Zelt bauten wir noch nicht auf, da wir ja noch zur Tour mussten. Als wir wieder zum Haupthaus fuhren, zog ein Unwetter herauf und es begann zu donnern und blitzen, und immense Regenmassen stürzten vom Himmel.

Das Ganze war so schnell es gekommen war auch wieder rum, und wir bezogen Stellung auf dem offenen Pirschwagen.
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Unser Fahrer wuchtete noch eine große Schüssel mit Fleisch auf den Beifahrersitz, und los gings. Wir warn ganz schön nah dran an den Geparden, das war ein etwas seltsames Gefühl. Der Fahrer meinte nur, wir sollten auf keinen Fall wegrennen, sondern immer ruhig stehenbleiben...na dann!

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Beim Sundowner konnten wir unseren zweiten afrikanischen Sonnenuntergang beobachten, der dank des Gewitters und der noch vorhandenen Restwolken sensationell war, und den ersten in Windhoek selbstredend um ein Vielfaches übertroffen hat!! Wir haben dann auch noch ein Pärchen aus dem Nachbarort getroffen, lustig lustig. Mitten im Nirgendwo, 8500km von zuhause weg, und dann steht quasi der Nachbar vor Dir...

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Als es dann dunkel war und auch ziemlich kühl wurde, sind wieder zurück zum Zeltplatz und haben zum ersten Mal unser Dachzelt aufgebaut. Das hat ganz gut geklappt, viel kann man ja auch nicht falsch machen. Zum Abendessen haben wir dann im Schein unserer Stirnlampen ordentlich gevespert und haben dann unser Zelt bezogen.
Teil 420. Juni 2014
So, es wird höchste Zeit, den Bericht weiterzuschreiben. Ich musste die letzten Tage hier unsere Kirchweih überstehen, was mir scheinbar gelungen ist...

Nach unserer ersten Nacht im Dachzelt wurden wir sehr früh wach, einerseits gabs jede Menge Federvieh unbekannter Art, die meinten, Ihre Meinung zu uns nicht bekannten Themen bekanntgeben zu wollen. Andererseits wars auch ganz schön frisch. Glücklicherweise hatten wir uns für 7 Uhr früh an der Rezeption zum Bushman-Walk verabredet. Nach einer Tasse Kaffee gings los, in Pulli und Fleecejacke eingehüllt. Am Tor erwarteten uns 5 (fast) nackte San-Männer, denen man die Kälte schon auch ein bissle ansah. Jedenfalls marschieren wir hinter denen her durch die Gegend, und lernten vieles über die traditionelle Lebensweise, verschiedene Pflanzen und deren Verwendung sowie einige Jagdarten. Zum Schluß hin kamen wir an ein San-Dorf, wo uns der Rest der Familie (Opa und Oma, Frauen und Kinder) schon erwartete. Der Opa erzählte uns noch, wie er damals die Oma geangelt hatte, dann gabs eine Shoppingmöglichkeit für selbstgebastelte Ketten und Armbänder.

Die Sankinder haben wir etwas später nochmal wiedergesehen, beim Rumtoben auf den Dünen, da sahen die auf einmal ganz anders aus...


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Naja, ich hab mir das schon irgendwie gedacht, dass das im Grunde eine Touri-Show war. Dennoch war das ein lohneswerter und informativer Spaziergang, den wir in jedem Fall empfehlen können.

Zuhause angekommen, habe ich uns erstmal Frühstück gemacht, Eier mit Speck und Butterbrot. Da war es grade mal 10 Uhr und wir haben schon viel erlebt. Untertags wurde etwas gefaulenzt, zwischendrin in der Lodge ein kühles Savannah Dry gezischt. Den Sonnenuntergang haben wir heute ganz alleine auf eine Düne erlebt, ohne Gin-Tonic. Zuhause gabs dann Sylvias scharfen Nudel-Bohnen-Topf. Nach dem Essen saßen wir noch lange am Feuer, und beobachteten die Elandantilopen, die immer näher zu uns her zogen. Eine sprang dann sogar über das Zäunchen um unseren Zeltplatz, huihui, ganz schön groß!


Also, da ich irgendwie immer nur ein Bild pro beitrag hochladen kann, werden das jetzt eben mehrere kurze Einträge. Ich hoffe, das stört Euch nicht weiter!!!
Teil 520. Juni 2014
Die Nacht wurde sehr kalt, ich schätze mal irgendwo um die minus 3-4 Grad, jedenfalls mußte ich früh die Scheiben freikratzen. Das hätte ich jetzt in Afrika nicht unbedingt erwartet, aber naja, wir haben eben alles mitgenommen.

Wir haben unsere Sachen gepackt, an der Rezeption noch bezahlt und sind dann losgefahren. Zuerst ging es nach Mariental, Bares aus dem ATM holen, und dann unsere Vorräte aufstocken. Von Mariental aus sind wir dann erst ein Stück auf der Teerstrasse nach Norden gefahren, und dann links ab immer Richtung Spreetshoogte-Paß. Irgendwo dort wollten wir unsere nächste Nacht verbringen. Die Landschaft wurde zunehmend bergig (klar, ohne Berge kein Paß...) und irgendwann standen wir dann vor dem Schild "Spreetshoogte-Pass". Aha, dachten wir uns, so spektakulär ist das hier aber nun auch wieder nicht. Was die Leute da nur sooo toll dran finden? Naja, 2 Kurven später hats uns schier die Sprache verschlagen. Dieser Ausblick war nun wirklich außerordentlich spektakulär! Der Blick hinab in die Ebene, das weite Land und im Hintergrund wieder Berge. Irgendwann konnten wir uns dann doch wieder losreißen, und begannen, den Paß hinunterzufahren. Nicht mehr weit war es dann zum Camp Gecko, welches ich für die Nacht ins Auge gefaßt habe. Dort wurden wir von einer netten Dame mit deutlichem schweizer Dialekt empfangen, die uns die freien Plätze aufzählte. Wir wählten den "Hilltop-Camping"-Platz, und das war gut so. Der einzelne Stellplatz liegt auf der Spitze eines Hügels (daher auch der Name...) neben dem Camp, und ist eine absolute Empfehlung. Der Ausblick war vergleichbar mit dem vom Paß, wir waren ganz alleine und hatten zu gegrillten Steaks einen Wahnsinns-Sonnenuntergang. Nochmal: Eine absolute Empfehlung!


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Die Nacht war ziemlich stürmisch, so dass wir schon befürchteten, am nächsten Morgen unsere Handtücher und Badeschlappen irgendwo im Busch suchen zu müssen. Diese Sorge erwie sich als unbegründet, alles war an seinem Ort. Und erfreulicherweise war die Nacht auch relativ warm, da macht das Campen eindeutig mehr Spaß!

Wir haben den Ausblick auf frühmorgens genossen, und haben noch gemütlich gefrühstückt, ehe es weiter ging. Unser nächstes Ziel war Sesriem, denn es war höchste Zeit für Dünen und Sand (siehe Titel), die wilden Tiere waren etwas später dran. Wir fuhren also über Soitaire (dazu später mehr) weiter nach Büllsport und von dort Richtung Sesriem. Gebucht haben wir dort auf dem Sossus Oasis Campingplatz, eine schöne Anlage, verständlicherweise aufgrund der hohen Touri-Konzentration nicht ganz ruhig. Wir waren hir drei Nächte, von daher war der Shop und die Tankstelle in der Nähe ganz praktisch. Die Stellplätze waren in gepflegtem Zustand, eigene Dusche/WC/Küche und Stromanschluß. In der Mitte der Anlage gibts einen Pool, den die Sylvia gleich ausgetestet hat. Tja, scheinbar war das Wasser ziemlich kalt, jedenfalls konnte Sie nach dem Bad erst mal 10 Minuten die Füße nicht mehr bewegen...

Am Abend haben wir wieder gegrillt, und wollten - wenn wir schon mal Strom haben - noch ein wenig am Feuer sitzen und lesen. Irgendwie hat uns dabei aber der Wind, und mit ihm der Qualm des Feuers ständig verfolgt. Nachdem wir also dreimal in Etappen ums Feuer rumgerutscht sind, haben wir aufgegeben und sind ins Zelt. Am nächsten Morgen war ja auch Sylvias erstes Highlight geplant, der Ausflug ins Sossusvlei.
Teil 620. Juni 2014
Heute war also unser erster Tag im Sossusvlei angesagt. Noch vor Sonnenaufgang war aufstehen und Zähneputzen angesagt, Zelt zusammenklappen und im Shop einen Kaffee mitgenommen standen wir auch schon in der Schlange der wartenden Autos.

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Überpünktlich so ungefähr gegen halb 7 öffnete das Gate, wir rein und gleich rechts rangefahren, um ein Permit zu kaufen. Irgendwie hat uns da keiner so richtig für voll genommen, und irgendwann hat uns eine nette Dame erklärt, wir sollten am besten erst mal losfahren und das Permit abends kaufen, jetzt wäre noch keiner da... Auch ok, wir also los auf die 60 km lange Strecke in die Dünen. Irgendwie kamen wir uns vor wie auf dem Weg zum Sommerschlußverkauf. Alle gaben voll Gas, das Tempolimit hat irgendwie niemanden groß interessiert. Als die Sonne hinter uns langsam über die Berge kroch, haben wir - wie alle anderen auch - ein paar Bilder geknipst, und sind dann gleich weitergefahren.
Am "normalen" Parkplatz wollte die Sylvia nochmal zur Toilette, wenn schon mal eine da wäre. Als sie wieder zurückkam, war ihr schon anzusehen, dass das wohl kein Genuß war... Die restlichen 5 km waren mit unserem Toyota kein Problem. Man hört und liest ja manchmal die abenteuerlichsten Geschichten über festgefahrene Autos usw. Vielleicht kam mir zugute, dass ich auch zuhause oft abseits der Strassen in tiefem Schnee und Matsch unterweg bin.

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Aha, es haben also gleich 2 Fotos geklappt, also weiter...

Am hinteren Parkplatz wußten wir erst mal nicht so Recht, wos jetzt hingeht. Wir haben ein bisschen nach links geschaut, dann nach rechts, und haben uns dann entschlossen, einfach den anderen Touris nachzulaufen. Wir sind also die erste Düne hochgelaufen und hatten von dort oben einen tollen Blick auf die umliegenden Dünen und aufs Dead Vlei. Ein atemberaubender Blick, die Sylvia war hin und weg. Wir sind dann die Düne runter ins Dead Vlei und waren dort unten ganz alleine!

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Die Aussichten dort waren einmalig, ich hätte nicht geglaubt, dass die aus dem Reiseführer bekannten Bilder in der Realität wirklich so aussehen. Unglaublich schön! Wir sind im Dead Vlei hin und hergelaufen und haben wahrscheinlich jeden der abgestorbenen Bäume zweimal fotografiert. Uns war klar, morgen müssen wir hier noch mal her, und dann klettern wir auf die große Big-Daddy-Düne rauf. Auf dem Rückweg am Nachmittag haben wir nochmal an der Düne 45 Halt gemacht und sind da auch noch raufgestiegen, diesmal Barfuß, ich dachte mir, das ist einfach praktischer. der Sand war dann aber ganz schön heiß, ich habe mir beim runterrennen fast die Fußsohlen verbrannt...huihuihui...
Zuhause auf dem Zeltplatz gabs gleich wieder Sylvias scharfen Nudel-Bohnentopf und diesmal kein Lagerfeuer, so konnten wir ungestört lesen und die Zeit genießen!

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Teil 720. Juni 2014
So, das mit den Bildern scheint wieder zu funktionieren. Ich mache jetzt mal einen Ausflug in den Biergarten, ich versuche heute spät am Abend ein bissle weiterzuschreiben!

LG Maecs
Teil 820. Juni 2014
Der nächste Tag brach an, und wir spielten das gleiche Spiel. Jedoch waren wir im Vergleich zu gestern wesentlich gelassener, da wir ja jetzt schon halbe Sossusvlei-Profis waren! 😉

Also wieder Zelt abbauen, Kaffee bei der Tanke...

kleiner Einschub: Falls sich jemand wundert, dass wir so oft ohne ein vernünftiges Frühstück, das doch so wichtig ist in den Tag starten: Wir haben oft einfach unterwegs etwas Obst und Kekse gegessen. Ich bin auch zuhause kein Frühstücks-Typ, ich bekomme immer erst so um 9 oder 10 Uhr Hunger, so haben wir das dann auch im Urlaub on the road gemacht.

...wo waren wir stehen geblieben, ach ja, Kaffee bei der Tanke und dann in der Schlange eingereiht. Wir waren heute aufgrund unserer Entspanntheit eine Viertelstunde später dran, die Schlange war demzufolge auch deutlich länger. Macht ja nix, haben wir uns gesagt, wir halten heute nicht an zum Sonnenaufgang fotografieren und überholen so die anderen ganz easy. Wir hatten heute ja großes vor, die Tageserstbesteigung der Big-Daddy-Düne war geplant. Also wir so in der Schlange neben dem Auto standen und unseren Kaffee nippten (sehr heiß!!!), hörte ich ein paar Gesprächsfetzen der hinter uns wartenden Touris. Ein Kauderwelsch aus Deutsch, Schweizerisch...na, das kommt mir doch bekannt vor. Ich bin da also mal hin und habe die 2 Paare gefragt, wo sie denn her sind, und diehe da, aus dem schönen Vorarlberg in Österreich. Schnell stellte sich heraus, dass wir in Bludenz gemeinsame Bekannte haben, wir hatten also ausreichend Gesprächsstoff, bis das Gate wieder so um ca. halb 7 geöffnet wurde. Die Österreicher sind uns dann immer nachgefahren, am hinteren Parkplatz ausgestiegen und uns weiter nachgelaufen. Als wir dann auf dem Weg zum Einstieg in den Big-Daddy-Klettersteig stehenblieben, weil wir eine Schabrackenhyäne gesehen haben, haben Sie zu uns aufgeschlossen und gemeint, sie wollten den Aufstieg auch wagen.

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Also begannen wir mit dem Aufstieg, ich voran, Sylvia als zweite und die 4 Österreicher hinterher. Gottseidank war es an dem Tag etwas wolkig, und die Sonne brannte nicht allzu stark. Anfangs gings noch, aber das Balancieren auf dem "messerscharfen" Dünenkamm war ziemlich anstrengend. Den Nachfolgenden fiel das schon wesentlich leichter, weil ja schon eine Spur da war.

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Naja, einen der Vorarlberger mußten wir unterwegs zurücklassen, die anderen drei haben es aber tapfer hinter uns her bis zum Gipfel geschafft. Dort oben war es wirklich schön, eine Rundumsicht auf das Dünenmeer, die Mühe hatte sich in jedem Fall gelohnt.

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Teil 922. Dez. 2014
Huihuihui, wie die Zeit vergeht! Ich bin ja schon sehr lange nicht mehr hier gewesen, und hab vor allem nicht am Reisebericht weitergebastelt. Beruflich gabs bei mir in der letzten Zeit viel viel neues, und nur gutes vor allem. Naja, jetzt ist bald Weihnachten und es wird wieder etwas ruhiger. Ich will nun weiterschreiben, irgendwie soll der Bericht ja auch mal fertig werden.

Im kommenden Jahr fliegen wir nach Kanada, um Sylvias Verwandschaft zu besuchen, was super schön ist. Onkel und Tante haben nördlich von Vancouver ein tolles Haus mit großem Grundstück direkt am Meer. Insgeheim sehnen wir uns aber unheimlich nach Afrika. Meine Eltern waren im November 2 Wochen mit einer Gruppe in Namibia, und gestern haben wir die Diashow gesehen, wir bekamen fast feuchte Augen... Darum wird jetzt unser Bericht fertiggestellt, und schwupps, beginne ich hiermit auch mit der Planung unserer Reise Namibia-Botswana 2016. Mehr dazu in einem separaten Thema!

Viele Grüße und fröhliche Weihnachten an alle Leser!!!

Marcus
Teil 1023. Dez. 2014
So, es geht weiter. Fotos lade ich separat hoch!

Sonntag, 25. Mai 2014:

Nachdem wir die Namib zwei Tage lang intensiv von innen betrachtet haben, machten wir uns um halb neun gemütlich auf den Weg Richtung Atlantik, um uns die Sache auch von der anderen Seite aus anzusehen. An der Oasis-Tankstelle hat uns noch so ein schwäbische Augsburgfan die Vorzüge seiner bevorzugten Fußballmannschaft erläutert, naja, wir haben ihn dann "in die Wüste geschickt". (Was für ein Wortspiel!!!)
Unterwegs sind uns am Strassenrand 4 Geparden über den Weg gelaufen, das war schon toll, die Tiere in freier Wildbahn zu sehen.
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Unser zweites Frühstück nahmen wir in Solitaire zu uns, klar, Apfelkuchen. Die Stücke waren derartig groß, mir hat das bis zum Abend gereicht.
Um ein Haar hätten wir in Solitaire noch eine ungeplante Übernachtung einlegen müssen. Sylvia konnte sich fast nicht von den unzähligen Kaphörnchen trennen, die rund um den Parkplatz auf Leckerbissen lauerten.
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Irgendwann, nach einigen Hinweisen meinerseits auf die für den nächsten Tag geplante Tour nach Sandwich Harbour, konnten wir dann doch noch weiterfahren.
Die Strecke nach Walvis Bay war geprägt von immer wieder anderen, unterschiedlichen Landschaftsformen, zum Teil hatten wir wirklich atemberaubende Ausblicke. Zum Schluß war dann gar nichts mehr da, nur noch Steine, Sand und Sonne. Gigantisch!
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Die Sylvis hat mich in Walvis Bay zielsicher und ohne größere Umwege direkt zu unserer Unterkunft gelotst. Wir nächtigten in der Oyster Box, direkt an der Waterfront. Ein empfehlenswertes Hotel, die Zimmer sehr sauber, freundliches Personal und ein leckeres Frühstück. Die Empfangsdame hat uns zum Dinner in ein Restaurant geschickt (Lyons de Sable), welches der Hammer war. Ich genoß ein Oryxfilel, Sylvia eine Fischsuppe ( 🤢 ) und einen Kabeljau. Der Fisch war bestimmt einen halben Meter lang... Alles war excellent und wir waren schon ziemlich satt, dann gabs aber noch "Death by chocolate" zum Nachtisch. Das wars dann...

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Nach einer ruhigen Nacht in einem echten Bett und einem ausgiebigen Frühstück spazierten wir an der Waterfront entlang, und kamen 1,5 Stunden zu früh am Ausgangspunkt unserer Tour an. Wir haben bei Sandwich Harbour 4x4 eine Ganztagestour nach - ja, der Name sagts schon - Sandwich Harbour gebucht. Vorher haben wir uns noch zwei Nüße mit unseren eingeschnitzten Namen für viel zu viel Geld andrehen lassen, und die Sylvia hat in einem Shop ein Tuch gefunden, man könnte auch Schal dazu sagen. Das sollte nicht der letzte bleiben. Irgendwie waren Tücher gerade in, scheinbar!
Also weiter, unser Guide hieß Jan, und als alle an Bord waren brausten wir los, zuerst nach Pelikan Point, wo noch ein paar Touris einstiegen, und die Sylvia sich an eine Robbenherde ranpirschte. Ein Gestank war das...
Außerdem waren als Sehenswürdigkeit noch einige BMW X5 mit Münchner Kennzeichen am Stand aufgereiht, dazu ein Cateringzelt wo wir allerdings nicht zu essen bekamen. Vielleicht lag das ja daran, dass wir mit Landrovern unterwegs waren...
Irgendwann ging die Veranstaltung dann richtig los und die Dünen kamen immer näher. Jan und sein Kollege brausten auf und ab, hin und her, das war lustig, die Französin auf dem Rücksitz fand das glaube ich nicht ganz so... Und dann waren wir am Ziel von Sylvias Träumen angekommen: Die Dünen fallen ins Meer, da wollte Sie gar nicht mehr weg (fast wie bei den Kaphörnchen in Solitaire).
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Praktisch, dass Jan einen langen Tisch aufbaute und einen Lunch mit feinem Essen und Getränken aller Art aufbaute. War schon toll, vor so einer Kulisse zu sitzen und zu schlemmen.
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Nach dem Essen gings weiter querfeldein, auch für den einen oder anderen Sprung in die Dünentäler war Zeit. Jans Kollege hat einen kleinen Wüstengecko gefangen und uns den gezeigt, auch die spärlich vorhandenen Pflanzen wurden uns erläutert. Alles in allem war das ein super Ausflug in eine wahnsinnige Dünenlandschaft. Abends waren wir ziemlich geschlaucht, und haben im Hotel ein Steak gefuttert und sind bald ins Bett gekrochen.
Teil 1118. Mai 2015
Hallo zusammen!

Ich muß mich mal zusammenreißen, und den Bericht zuende bringen. Vor lauter Planungen für die anstehenden Reisen habe ich das total verdrängt. Ich gelobe also Besserung und hoffe, in den nächsten Tagen voran zu kommen! 😗
Teil 1211. Okt. 2015
Es ist Sonntag, meine Liebste ist auf Messe, das ist die Chance!

...27. Mai 2014

Von Walvis Bay fuhren wir Richtung Norden nach Swakopmund. Das hatten wir uns nur als kurzen Zwischenstopp auserkoren, und so gingen wir etwas shoppen bei Safaribekleidung Siebold und checkten den Playmobil-Store.

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Für den Welwitscha-Drive besorgten wir uns noch das nötige Permit, und dann ging es auch schon wieder weiter. Wir waren uns jedoch gleich ziemlich sicher, dass Swakopmund bei unserer nächsten Reise eine deutlich wichtigere Rolle spielen wird!

Aus dem "Großstadtgetümmel" führen wir wieder rein ins "Nichts", und besichtigten die Welwitschas einschl. der vielen Strassenbaustellen dort. Beides war höchst interessant, für den einen dies, für die andere das...

Unsere Übernachtung hatten wir im Tsaobis Nature Park gebucht.

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Dort wusste zwar niemand so recht Bescheid, aber irgendwie kamen wir sogar in den Genuß eines extra für uns kreierten Dinners. Das wurde uns direkt in den Topfen auf dem Tisch serviert, während direkt daneben die zahllos vorhandenen Hunde aller Rassen miteinander kopulierten. Naja, auch das war eine interessante Erfahrung für uns!
Teil 1311. Okt. 2015
Also das mit dem Bilderhochladen klappt nicht so richtig heute... also erstmal weiter mit Text:

Mittwoch 28. Mai 2014

Wir fuhren heute nach Karibib, wo wir uns mit Lebensmitteln versogten, und dann weiter Richtung Uis. Dort habe ich unser Auto mit frischem Diesel befüllt, was aufgrund der zwei Tanks immer einige Zeit in Anspruch nahm. Sylvia hat sich die Warterei mit einigen Einheimischen verkürzt, und ist in intensive Verkaufsverhandlungen über zwei Amethyst-Steine eingestiegen. Anscheinend nicht sehr erfolgreich, ich glaube die Steine waren teurer als der Diesel... Die Jungs haben auch ganz schön gegrinst und zum Abschied gewunken. Naja, welche Frau kann bei Edelsteinen schon widerstehen...

Unser Etappenziel war für die nächsten zwei Nächte die White Lady Lodge. Wir haben dort am Campingplatz logiert, das war soweit ok, die sanitären Einrichtungen wären vielleicht ein bissle verbesserungswürdig. Auf dem Weg dorthin haben wir noch bei der White Lady vorbegeschaut und für den nächsten Tag ein Date mit der Rangerin Patricia vereinbart. Nachmittags waren wir im Swimmingpool, der war saukalt, und am Abend haben wir gegrillt, und uns gegen hunderte kleiner schwarzer Ritter gewehrt.

Am nächsten Morgen nach überschaubarem Frühstück (der Gaskocher hatte scheinbar Urlaub...) fuhren wir zum Date mit Patricia. Das war eine schöne Wanderung hinauf zur White Lady, wir waren ja sehr früh dran, daher fast alleine unterwegs. Patricia erklärte uns alles, Pflanzen usw, und fragte uns, ob wir Lust hätten, nach Wüstenelefanten zu suchen. Und wie wir die hatten!
Also kletterten wir wieder vom Berg runter und Patricia setzte sich hinten bei uns rein und lotste uns quer durch die Prärie. Zuerst noch kurz bei ihr zuhause vorbei nach Mann und Kind sehen, und dann weiter über Wege, die ich so nicht erkannt hätte. Es hat schon etwas gedauert, so ungefähr eine Stunde, da kamen wir zu einer Art "Bauernhof". Der Hirte dort zeigte uns Fußspuren von Elefanten und meinte, die wären in der Nacht hier vorbei gekommen. Patricia meinte, wir sollten am besten jetzt im Flußbett entlang fahren, ich dachte o,k, mal sehen, hoffentlich kommen wir da auch wieder raus! Also wir wühlten uns jedenfalls immer weiter durch den lockeren Sand, und befragten noch ein paar Hirten, und auf einmal, völlig unerwartet tauchet direkt neben und eine Herde Elefanten auf. Wow, das war ein super Erlebnis, wir sind dann eine ganze Weile immer neben den Elis hergefahren, Sylvia hat wie wild fotografiert und Patricia war glaube ich auch ganz erstaunt.
Irgendwann sind die Elefanten im Busch verschwunden, da haben wir Patricia wieder zur Arbeit gefahren, und sind zurück zur Lodge gefahren. Und dann, was war denn das! Direkt neben unserem Platz, quasi unter unserer Wäscheleine war die Herde und wirbelte Staub auf. Tsss, und wir fahren dazu stundenlang durch den Busch. 😉

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Am Nachmittag waren wir wieder am Pool, da hat uns die Managerin der Lodge eine tolle Elefanten-Tracking-Tour angeboten, die mußten wir leider absagen...
Abends haben wir in der Lodge gegessen und uns mit Dietmar und Evi unterhalten, zwei sächsiche Dachdecker, die in Winhoek leben. Das war ein netter Abend!
Teil 1411. Okt. 2015
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Das war der Baby-Wüstenelefant!
Teil 1511. Okt. 2015
Nach der White Lady ging es für uns auf direktem Weg Richtung Etosha. Jetzt waren wir gierig auf viele Tiere! Auf dem Weg dorthin versuchten wir in Khorixas Bares abzuheben, was wir dann aber aufgrund der langen Schlange vor dem ATM verworfen haben. Wir wollten noch in Outjo vorbei kucken, da würde es dann schon klappen... Jedenfalls kamen wir durch dieses hin und her zweimal in die gleiche Polizeikontrolle. Der Chef hat uns zwar wieder erkannt, aber er wollte dennoch alles noch mal wissen und sehen. War lustig, wir haben nett gewitzelt mit den Polizisten. Ist halt alles etwas entspannter in Afrika!
Während ich also in Outjo Geld abheben wollte, begann Sylvia schon wieder Verkaufsgespräche. Diesmal ging es um geschnitzte Nüsse. Sie betätigte sich dabei auch als Unternehmensberatung, weil einer der Nußschnitzer nach den Verdienstmöglichkeiten als Nußschnitzer in Deutschland fragte. Naja, zwei Nüße wechselten den Besitzer, und ich kam unverrichteter Dinge vom ATM zurück, der hat den Geist aufgegeben, kurz bevor ich dran war. Der zweite hatte dann aber Erbarmen mit uns und spuckte Bares aus.

Was dann folgte, war das Highlight unserer Reise!

Wir hatten 5 Nächte bei den Brands auf Vreugde gebucht, und wir haben keine einzige Minute davon bereut. Wir wurden von der ersten Minute an mit einer derartigen Herzlichkeit aufgenommen, wir haben so etwas noch nie und nirgends erlebt. Elsie schaffte es bis zur Perfektion, immer extrem aufmerksam zu sein, und jedes Bedürfnis sofort zu erkennen, jedoch nie aufdringlich oder übertrieben zu wirken. Dort hätte ich auch 3 Wochen verbringen können. Ich kann es jedem Namibia-Reisenden nur ans Herz legen, dort einen Stopp einzulegen, und auch mal ein bissle länger zu bleiben als nur die üblichen 1-2 Tage. Es ist einfach alles super, Essen, Unterkunft, Leute... Wir haben von Vreugde aus den Etosha-Park besucht, einmal zusammen mit Danie sen., der hat uns den ganzen Tag rumgefahren, das allein war es schon wert, und zweimal auf eigene Faust. Wir waren mit Danie jagen, um Fleisch fürs Dinner zu bekommen, ein wahnsinnig tolles Erlebnis für mich! Wir sind auch mal nur faul am Pool gelegen, ach, ich werde beim schreiben ganz sentimental! Es war einfach das Highlight. Alles danach war irgendwie nur noch das Ende unseres Urlaubs...

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Teil 1611. Okt. 2015
Ja, früh ist es schon frisch, auch in Afrika!
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Das war die beste Sichtung: der Löwe war direkt am Wegrand, ca. 1,5 m von mir entfernt, und ich hinten auf Danies offenem Truck...
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Teil 1711. Okt. 2015
Mittwoch 4. Juni 2014

Ja, die wunderschöne Zeit auf Vreugde ging zu Ende, für uns stand fest, da müssen wir wieder hin! Und während ich das so schreibe, tickert mein Afrika-Countdown immer weiter runter. Im Juni fliegen wir wieder hin, und natürlich auch zu Elsie, Rachel und den beiden Danies.

Von Vreugde aus fuhren wir nochmal in den Park, wir hatten (dank der vielen Infos hier im Forum) auch eine Nacht in Okaukuejo gebucht, wieder mal im Dachzelt. Das war schon toll, erst am Wasserloch die vielen Elefanten und Nashörner, und in der Nacht das Gebrüll der Löwen.
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Insgesamt ist Etosha schon toll, wenn man Tiere sehen will. Die Sylvia hat unheimlich viele und unheimlich schöne Fotos geschossen, ich bin grade am überlegen, ob ich die irgendwie online bekomme...

Das Essen im Camp war eigentlich ganz ok, nach Elsies Delikatessen allerdings schon deutlich unter dem Durchschnitt.

Am nächsten Tag fuhren wir Richtung Waterberg. Unterwegs haben wir in Otjiwarongo noch eingekauft. Der Superspar wurde von maschinengewehrbestückten Soldaten bewacht. Hm, da haben wir uns nicht allzuviel Zeit gelassen. Am Waterberg wurden wir von einer winterlich gekleideten Mitarbeiterin empfangen, die uns die Campgrounds zeigte. Wir entschieden und für Nummer 3 und schürten gleich mal ein Feuer an. Ich habe dann für uns zwei riesige Steaks gegrillt, das war ja schon fast sowas wie unser letzter Abend in der Wildnis... Die Nacht wurde bitterkalt, ich war froh, als ich am nächsten Morgen wieder aufgetaut war!
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Teil 1811. Okt. 2015
Freitag, 6. Juni 2014

Heute ging es zu unserer letzten Station, wir hatten uns dazu entschlossen, noch eine Nacht in der Nähe von Windhoek einzuplanen. Düsternbrook ist es geworden. Aufgrund der nächtlichen Temperaturerfahrung am Waterberg haben wir kurzfristig von Camping auf Chalet umgebucht, und das war gut so. Am Nachmittag haben wir einen Gamedrive gemacht, der war sehr schön. Sogar die Hippos im farmeigenen See haben sich in bester Manier gezeigt.

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Zum Diner gabs dann Wildebeest-Fleischküchle mit Reis, Brokkoli und Soße. Das war ok, doch wir mußten gleich wieder an Elsies Küchenmannschaft denken...
Unsere Tischgenossen waren zwei Hamburger unklarer Beziehungskonstellation, die die unserer Meinung nach sinnloseste Namibiareise aller Zeiten unternommen haben. Mit dem öffentlichen Bus einmal um Windhoek rum, 2 Wochen lang, 3 Stationen. Nach unseren Erzählungen haben sie dann gemeint, beim nächsten Mal wollen sie dann doch auch noch was vom Land sehen...für die beiden gibt es viel zu tun!
Teil 1911. Okt. 2015
Samstag, 7. Juni 2014

Heute ist Abreisetag! Immer noch froh über das warme Bett anstelle des Schlafsacks sind wir aufgestanden und packten unser Zeugs zusammen. Das Thermometer zeigte da immerhin -5 Grad! Von den Campern war nicht viel zu sehen, die waren wahrscheinlich noch nicht bewegungsfähig...

In Windhoek hatten wir ja noch etwas Zeit, und sind ein bissle rumgebummelt. Am Ende haben wir in der Marua-Mall noch gegessen, und haben dann das Auto abgegeben. Das war total problemlos, die haben es eigentlich gar nicht angeschaut. Kurze Frage, ob alles ok war, wir ja, und los gings mit dem Shuttle an den Airport. Tja, und hier endete unsere Reise und damit auch dieser Bericht. Der hat sich ja nun doch noch ganz schön hingezogen, aber heute mußte ich ihn fertig bekommen. Ich werde ihn jetzt noch mit Bildern versorgen, und dann kann ich mich ganz entspannt auf die nächste Reise freuen! Diese beginnt am 12.6.2016, ich werde berichten!
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Ich hoffe, es hat euch ein bissle gefallen, und evtl. dem einen oder anderen bei seiner Planung geholfen.

Viele Grüße, Marcus und Sylvia
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