Chobe National Park/Moremi Game Reserve

8 Antworten · 4'913 Aufrufe · gestartet 30. Mai 2014 von Golf1
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Themenstarter9 Beiträge · seit 201230. Mai 2014 ·
Hallo,

wir würden nächstes Jahr im Mai/Juni gerne von Kasane nach Maun duch die beiden o.g. Nationalparks fahren.
Wir waren letztes Jahr bereits in beiden Parks als Selbstfahrer unterwegs, haben jedoch eher Tagestrips hinein gemacht.

Nun würden wir gerne wissen wie eure Erfahrungen sind in diesem Reisezeitraum was Wasserdurchfahrten und tiefen Sand angeht.

Bisher sind wir nämlich (zu dritt) mit nur einem Fahrzeug unterwegs und fragen uns ob das eher waghalsig ist,,,
Könnt ihr bestimmte Camps und Routen empfehlen?

Wir sind schon 4x4 Fahren erprobt, aber Wasserdurchfahrten wollen wir alleine nicht riskieren.

Gleichzeitig würde uns interessieren wie es im nördlichen Teil des Central Kalahari Game Reserve im Mai/Juni um die Straßenbedingen steht? Dort würden wir nämlich evtl noch gerne einen Abstecher rein machen.

Und zu guter Letzt suchen wir noch nette Leute, die Lust haben uns bei einer derartigen Tour zu begleiten (Thema deshalb auch bei "Reisepartner gesucht" reingestellt).


Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus,

Katharina.
276 Beiträge · seit 201130. Mai 2014 ·
Hallo Katharina

Günstig wäre es uns zu verraten mit welchem Auto ihr fahren wollt.
Wo wir noch mit dem höhergelegten Toyota Hilux durchkamen war für andere 4WD schon Endstation und wir mussten sie herausziehen.

Wir werden auch heuer Ende Nov. Anfang Dez. wieder durch Botswana fahren, wie in Vorjahren. Kann dir daher leider nicht sagen wie es im Mai/Juni dort aussieht.

Alle drei Einzelfahrer, die wir in den letzten Jahren herausziehen mussten waren selber schuld. Wenn man nur ein Auto hat, dann überquert man nicht einen Wasserarm im Moremi ohne vorher durchzugehen und die Tiefe zu prüfen. Oder in der Central Kalahari durch bei Regen durch ein Schlammloch zu fahren, wenn man es außen in der Pan umfahren kann. Oder wenn es schon tiefsandig auf der Piste genug ist noch auf tiefsandige Nebenpiste zum Meer zu fahren (West Coast 4WD Route in SA), um dann in einer tiefsandigen Senke stecken zu bleiben.

Wir haben letztes Jahr auch nur mit einem Auto (kein 2. gefunden) in 4 Tagen die Central Kalahari von S kommend zum Matswere Gate durchquert, davon die ersten 2 Tage bei Regen. Die Pans waren aber nicht voll Wasser, nur die Schlammlöcher.

Auch im Chobe und Moremi hat es immer wieder Gewitter gegeben und wassergefüllte Schlammlöcher, die man schwierig im Gelände umfahren musste. Der Tiefsand, war nicht so schlimm, denn wenn er feucht ist, dann ist er viel fester und leichter zu befahren. Allerdings war Anfang Dez. der Wasserstand des Okavango Deltas noch nicht sehr hoch. Hängt sehr davon ab, wie hoch er im Mai/Juni noch ist.

Wenn man mit einem Auto fährt, sollte man jedes Risiko nach Möglichkeit meiden und hoffen, dass man keine Panne hat.

GPS-Routen der Strecken, die wir durch den Chobe, Moremi und die Central Kalahari gefahren sind, könnte ich schicken.

Campsites die uns gefallen haben: Ihaha und Linyanti im Chobe, Savuti nicht, da werden wir heuer durchdüsen (kaum Tiere) und 3rd Bridge Camp im Moremi.

Grüße
Norbert
3'883 Beiträge · seit 201130. Mai 2014 ·
Hallo Katharina,
zu deiner wichtigsten Frage, ob und wie tief die Wasserdurchfahrten in den beiden NPs im Mai und Juni sind, kann ich dir keine Antwort geben. Im Oktober 13 war das meiste trocken, aber wir steckten dann in der einzigen tiefen Durchfahrt fest zwischen Xakanaxa und Khwai. Aber wir hätten sie umfahren können. Wie es im Moment bei 3rd Bridge aussieht, kannst du dir in dem kleinen Video von Hans Schoelink ansehen: http://www.namibia-forum.ch/forum/19-routen/282901-third-bridge-moremi-gr-may-22-2014.html

Was den tiefen Sand angeht, lernst du, damit umzugehen, ein paar Mal schaufeln gehört dazu. 😠

Falls du keine BegleiterInnen findest: Wir haben mehrere Fahrzeuge (Dachzelt und Bushcamper) getroffen mit je 2 Frauen darin, die allein unterwegs waren. Warum nicht?

Unsere konkreten Erfahrungen in den beiden NPs inclusive Streckenverlauf in der entgegengesetzten Richtung erfährst du in unserem Reisebericht ab hier: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/281100-zwei-gruftys-in-botswana.html?start=6

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter9 Beiträge · seit 201213. Aug. 2014 ·
Hallo und vielen Dank für Eure Antworten. 🙂

@ Norbert: Wir wollen auch einen Toyota Hilux mieten, damit haben wir im letzten Jahr schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

Da wir bisher leider keine passenden Reisepartner gefunden haben, haben wir jetzt eine Route geplant die wir gerne mal vorstellen würden und euch um eure Meinungen bitten würden. Es geht uns um Verbesserungsvorschläge und auch Einschätzung ob wir das mit einem Fahrzeug bewältigen können.

Es ist uns bewusst, dass viel davon abhängt wieviel Regen in der Trockenzeit fällt.
Wir denken nur trotzdem, dass wir langsam mal reservieren müssen, da die Anzahl der Campingstellplätze ja auch (sehr) begrenzt ist, oder was sagt ihr dazu?

Hier mal die Route (bzw, die Camps, die wir ansteuern wollen. Teilweise sind es nur kurze Strecken, da wir ja in Ruhe Tiere beobachten wollen und nicht auf der Flucht sind, also nicht wundern. Aber gerne mit Verbesserungsvorschlägen kritisieren, deshlab schreiben wir es ja hier rein! 😉

mi Ankunft Maun und Übernachtung ??
do Kori Campsite Central Kalahari
fr Deception Valley Campsite
sa Leopard Lengau Pan Campsite
so Kukama Pan Campsite
mo Fahrt nach Maun Übernachtung ??
di Savuti Campsite Chobe Nationalpark
mi Ihaha Campsite
dazwischen Tank-Stopp in Kasane
do Ihaha Campsite
fr Savuti Campsite
sa North Bridge Campsite oder Khwai Campsite
so Xakanaxa Campsite
mo Third Bridge Campsite
di Maun ??


Vielen Dank für Eure Antworten!

LG Katharina
276 Beiträge · seit 201113. Aug. 2014 ·
Hallo Katharina

Wir werden Abfang. Dez. folgende Strecke zu fahren versuchen:
Kasane - Ihaha Camp - Lynyanti Camp - Khwai Camp (neu für uns) - 3rd Brigde Camp - Maun
Für mehr reicht die Zeit nicht, da wir noch durch die Ntwetwe Pan (Kubu Island) fahren wollen und zurück nach SA.

Für Maun kann ich dir, wenn du möchtest, ein B&B empfehlen. Leider ist es seit 2012 deutlich teurer geworden.

Das Savuti Camp hat uns nicht besonders gefallen, daher lassen wir es aus und versuchen dafür das Khwai Camp.

Das Lynyanti Camp wäre eine Empfehlung. Da ist 2012 der Elefant im Camp von der einen Seite ums Auto gebogen und meine Frau von der anderen. Meine Frau hat vor Schreck die offene Heckklappe zugeworfen, aber den Elefanten hat das nicht erschüttert und er ist einfach weitermarschiert.

Im Moremi solltet ihr auf alle Fälle den Abstecher (Wegweiser) zum Dombo Hippo Pool machen. Bei uns damals im Dez. waren dort viele Hippos und anderes Getier bis zu Raubvögeln.

Grüße
Norbert
487 Beiträge · seit 201214. Aug. 2014 ·
Hallo,

als Auto würde ich Euch mindestens einen Hilux, am besten 3L oder einen Landcruiser empfehlen, damit habt Ihr keine Probleme bei Tiefsand. Lenkt nicht soviel gegen und lasst den Wagen laufen, wir haben uns bei ca. 7000 km Botswana Sandpisten, auch im trockenem Jahr 2013 nicht einmal festgefahren, solltet Ihr merken der Wagen buddelt sich ein, nur kein Gas mehr geben, lieber rückwärts wieder raus. Wir fahren auch nicht mit niedrigem Reifendruck, das schont die Reifen (wir waren bisher pannenfrei), bei sehr hohem Gewicht kann es beim Hilux aber auch mal angebracht sein, den Druck zu reduzieren. Achtet aber darauf richtig gute Sand und Mudreifen zu bekommen, dann schafft man sogar von Elefantenhorden zerpflügte Pisten.
Wir hatten die letzten beiden Jahre einen hohen Wasserstand des Khwai Rivers vor dem Northgate (Khwaivillage), von Savuti aus kommend, deshalb ist ein Schnorchel nicht schlecht. Seit so fair nach tiefen Durchfahrten (Kniehöhe)es eurem Fahrzeugvermieter zu erzählen, das Achsenöl sollte dann bei Abgabe des Wagens gewechselt werden, dann wird der nächste Kunde keine Probleme bekommen.
Ihr könnt auch am Fluss warten, dort kommen viele Gamedrives durch, die Guides können Euch dann die beste Route durch das Wasser zeigen. Wenn ihr nicht warten wollt, solltet ihr durchwaten, notfalls abstecken. Man kann auch nicht immer den Spuren am Rand trauen, oft gibt es Löcher am Grund oder mal einen Stein, Ast. Immer den Lastgang einlegen und langsam durchfahren, Schwung hilft im Wasser nicht.

Von Decptipn Valley Richtung Maun solltet ihr eine Ausflug zu Tiaans Camp am Boteti River zu machen, dort ist sehr viel Wildlife und im Juni kaum ein Mensch, es liegt auf eurem Weg.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
Themenstarter9 Beiträge · seit 201215. Aug. 2014 ·
Wow. Vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Toll!
Oh je wenn wir das mit dem Schnorchel und so lesen, machen wir uns wirklich Sorgen ob wir das alleine wagen können!? Wir wollen auf keinen Fall das Auto zu Schrott fahren, obwohl ich betonen muss dass wir sehr vorsichtige Autofahrer sind und niemals etwas riskieren würden.
Gibt es denn auch grundsätzlich immer (Um-)Wege um Wasserdurchfahrten vermeiden zu können?
Eure Tipps bzgl Linyanti und Tiaans Camp werden wir auf jeden Fall beherzigen.
Wir hatten Linyanti nur von der Liste gestrichen, da in unserem Reiseführer stand, dass es dort sumpfig sein kann und wir wie gesagt Angst haben das Auto zu versenken.

Schade, dass wir bisher noch niemanden gefunden, der mit fahren möchte. Es würde uns doch etwas beruhigen. Aber vllt habt ihr ja noch ein paar weitere Tipps.

Vielen Dank und LG
276 Beiträge · seit 201115. Aug. 2014 ·
Hallo Katharina

Wegen des Schnorchels würde ich mir wegen der paar Wasserdurchfahrten keine Sorgen machen, hatte noch nie einen am Hilux und bin bisher auch ohne ausgekommen. Jedoch wenn du in den Moremi willst musst du dich auf Wasser einstellen. da hat es schon bei Normalwasserstand eine Stelle gegeben, wo einer Mitfahrerin, die testweise durchgegangen ist, das Wasser bis zum Schritt reichte. Ein Nicht-Hiluxfahrer ist dort auch prompt stecken geblieben und wir mussten ihn herausziehen (immer Wassertiefe und Untergrund testen bevor man durchfährt) bei tieferen Stellen.

Linyanti Camp und sumpfig ist für mich nicht nachvollziehbar, weder von Norden (Ihaha) her, noch Richtung Savuti, da war allerdings tieferer Sand.

Unangenehm war jedoch die Sandrigeroad (im Dez. 2012) Richtung Süden nach dem Savuti Camp, vollgefüllt mit Wasserlachen und etlichen Umfahrungen durchs Gelände, die tiefsumpfig waren. Da ist einem nicht klar, ob es nicht besser gewesen wäre durchs Wasser zu fahren und nicht die Umfahrung zu nehmen.

Bleibt auf der Hauptstrecke und meidet sumpfige Wiesen und natürlich jeweils sich am Gate erkundigen, wie die Streckenbeschaffenheit der von euch gewählten Route ist bzw. ob es Alternativen gibt.

Kann ja einen Bericht geben, wie unsere Strecke durch den Chobe/Moremi war, wenn wir diesen Dez. durchgefahren sind.

Grüße
Norbert
487 Beiträge · seit 201215. Aug. 2014 ·
Im Mai hast Du keine Wasserpfützen und Sumpf auf der Sandridgeroad. Wir waren im Mai auch ohne Schorchel im Moremi unterwegs aber am Khwai war es halt grenzwertig, flachste Stelle bis über die Haube, da saugt sich schnell mal Wasser an.
Am besten gehst Du jede Reifenspur ab, manchmal ist die eine Spur gut und in der anderen Spur bleibst Du an einem Felsen hängen. Eine Umfahrung an der Stelle bedeutet ca. 80 km Umweg. Jetzt müssten es mehr sein, da Du südlich von Mababe einen neuen See umfahren musst, der geht mitten durch die Hauptstraße, leichte tektonische Bewegungen.
Von Northgate zur 3rd Bridge fragst Du halt vorher nach und kannst dann immer noch die Dryroad nehmen.
www.save-wildlife.org www.sptr.de