Reisebericht

Auf Pad

von reisetiger · begonnen 26. Mai 2014 · 29 Teile

Teil 2105. Juni 2014
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Fazit: Am Canyon sollte man auf jeden Fall mit dem Sonnenaufgang sein und die Bewegungen der Schatten im Canyon filmen. Wir waren 1,5 Stunden nach Sonnenaufgang dort, es hätte aber ruhig deutlich früher sein dürfen. Ich hatte im Vorfeld leider von zu vielen Leuten gesagt bekommen, das der Fisch Canyon nicht so dramatisch ist. Dies habe ich aber genau gegenteilig empfunden und finde, dass er schon ein lohnendes Ziel darstellt. Leider haben wir uns an den Vorschlag unseres Buchungsbüros gehalten und sind nicht weiter über Ais Ais und dem Orange River nach Aus gefahren, sondern wieder zurück über die C13 zur B4. Damit haben wir uns um weitere sehenswerte Highlights gebracht, wie man in vielen Reiseberichten sehen kann.
Teil 2206. Juni 2014
Etappenziel Aus

Die Strecke nach Aus erfolgte weitestgehend auf Teer. Aber allen Unkenrufen zum Trotz, auf Teer fahren macht auch mal Spaß und es fasziniert genauso wie auch auf "normal" Pad, wenn sich das Straßenband im Horizont verliert.

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Aus war von mir bewusst nur als Streckenbrecher geplant. Die Anlage und die Campsite hat uns begeistert und wir haben auch noch eine kleine Wanderung machen können.
An der Rezeption ließen wir uns die Campsite geben und bestellten das Grillpaket, wovon hier im Forum immer mächtig geschwärmt wird und buchten auch eine Wanderung dazu.
Die Zubereitung für unser Dinner benötigte ein paar Minuten Zeit, so dass wir ein wenig ab zu hängen, in tollen Folianten blättern und uns in das Gast-WLan ein wählen konnten. Von hier funkten wir das erste Mal via Internet ein Lebenszeichen von uns in die Welt. Zuvor hatten wir in Aus ganz "old school" Postkarten aufgegeben.
Zufrieden und bepackt mit Schüsseln und Tellern machten wir uns auf zu unserer Campsite 19.
Dort angekommen, habe ich schnell den Kamerarucksack für das Wanderungs-Setup umgepackt und schon ging es los in die steinige Welt um Aus. Wir hatten aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Zeit die kleinste Route gewählt. Dies war durchaus richtig, denn selbst die Viewing Point Tour benötigt viel Zeit zum Schauen, gerade weil es auch kurz über den Grat geht und man in die Ebene mit den Inselbergen schaut. Die Tour rund um den Talabschluß ist trotz der Kürze wunderschön und alle paar Schritte gab es etwas tolles zu entdecken.

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Dann wurde Geschlemmt. Mit einem griechischen Salat ging es los. Der Hauptgang bestand aus einer guten Fleisch und Wurstportion mit Kartoffeln und Gemüse. Alles super schön delikat mariniert und gewürtzt. Zum Abschluß gabe es Kuchen und Fruchtcreme.
Wir blieben noch mit einem Glas Rotwein zum Nachklang sitzen.
Dann haben wir uns ganz gemütlich mit Fernglas, iPad und Kamera dem Nachthimmel gewidmet.

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Nachdem wir uns mit unserer Technik verausgabt hatten, sanken wir für den Rest der Rotweinflasche darnieder und genossen diesen Ort, diese Stille und die Wärme, bis es um 21:00 in unsere Vogelnester ging.
Mein Wecker wurde auf 5 Uhr gestellt, denn diesmal mußte es doch mal mit dem Filmen des Sonnenaufgangs klappen, oder sollte dieses Projekt eine "Never ending story" werden? 😐
Teil 2326. Aug. 2014
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Am nächsten Morgen geht es früh weiter. Wir fahren auf der B4 nach Lüderitz mit einem Stopp bei den Wildpferden, wo wir pünktlich zum Frühstück eintreffen.
Morgens um halb zehn in Namibia 😉

Wir haben Glück, denn mit uns treffen mehrere Herden am Wasserloch ein. Da ich die meiste Zeit Filme wie die Pferde planschen und anschließend ein Staubbad nehmen, bleiben nicht viele Bilder für diesen Moment zum herzeigen.

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Nach dem wir vom vielen Filmen und Fotografieren müde sind und die Weiterfahrt antreten, gehen auch die Pferde wieder dahin woher sie gekommen sind:
In die grenzenlose Weite.

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Teil 2426. Aug. 2014
Es folgen viele weitere Stopps entlang der Bahnlinie, die momentan neu aufgebaut wird.

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Neben Relikten aus längst vergangenen Tagen, ist sehr gut zu beobachten, welchen Naturgewalten der Bau und der Betrieb trotzen muß.

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Teil 2526. Aug. 2014
Den versandeten Schienen, folgen versandete Häuser. Wir nutzen die frühe Ankunftszeit auf Kolmannskuppe für unseren Einkehrschwung und spazieren durch die skurrile Kulisse.

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Teil 2626. Aug. 2014
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Nach Kolmannskuppe fahren wir direkt zu Safari & Tours um für den nächsten Tag eine Fahrt mit der Zeepad, einem als reines Motorboot umgebauten Katamaran zu buchen. Im Vorwege habe ich eine Fahrt mit dem Schoner Sedina gebucht, allerdings eine Absage erhalten, da sich die Sedina nicht mehr im Einsatz befindet. Der Betreiber hat kein Interesse mehr die hohen Kosten der Instandhaltung zu tragen. Wir bekommen noch zwei Plätze auf der Zeepad.
Nach erfolgreicher Arbeit folgt das Vergnügen: Einem ausgiebigen Bummel über die staubigen Sandstraßen dieser putzeligen Hafenstadt. Das quirlige Leben aller Schattierungen und die bunten Häuser begeistern mich auf anhieb. Mit der untergehenden Sonne fahren wir zum Campingplatz auf Shark Island, wo wir den Sonnenuntergang auf dem toll angelegten Campingplatz genießen. Lange nach dem die Sonne und der schlafsüchtige Mond untergegangen sind, sitzen wir da und genießen unseren Braai.


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...
Teil 2727. Aug. 2014
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Teil 2828. Aug. 2014
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Der Ausflug mit der Zeepad beginnt früh. Lüderitz und die Bucht liegen noch still klar und ruhig dar. Vorsichtig manövriert der Motorkatamaran von seinem Ankerplatz an den Schwimmsteg. Mit uns steigen noch zwei weitere Herren mit an Bord. Ein Einheimischer und sein südafrikanischer Bekannter. Später ergeben sich interessante Gespräche über lokale Fragen und Ereignisse.
Nachdem wir in gemächlichem Tempo die Bucht verlassen hatten, beschleunigt der Katamaran zügig. Trotz des mittlerweile hohen Tempos umspielen uns Delfine.
Die klare Morgenluft und der Geruch von Meer ist toll. Faszinierend ist auch das glatte Wasser und die Namibische Küste mit seinen Sanddünen der Namib.
Bald erreichen wir den Diaz Point. Die Delfine verschwinden und die Kormorane auf den Felsen bekommen unsere Aufmerksamkeit. Auch hier geht es vorbei. Unser Ziel ist die Pinguin Kolonie auf der Halifax Insel. Mit abgeschalteten Motoren treiben wir an der Insel vorbei.

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Neben den Pinguinen gibt es noch eine kleine Gruppe von Flamingos. Die Menschen, die hier ihre Relikte liegen gelassen haben leben hier schon lange nicht mehr, nachdem der Guanoabbau verboten wurde. Der Guanoabbau wirkte sich negativ auf die Pinguinkolonie aus, da der fehlende Guano die Gelege nicht mehr gegen den kalten Fels isolieren konnte.
Auf der Rückfahrt erhasche ich noch das übermütige Spiel eines Delfins im rechten Moment, wenn auch leider nur von hinten.

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Teil 2928. Aug. 2014
Nach der Bootstour fahren wir mit dem Wagen zum Dias Point. Eine wirkliche Straße gibt es nicht. Ein Wegweiser am Ende von Windhuk schickt uns auf eine Straße die bald mit der Landschaft verschmilzt. Fahrspuren und ein wenig gescrapte Flächen deuten Wege an. Ab und zu liegen hier Häuser in dieser bizarren Landschaft aus Felsen, Salz, Lagunen, Sand und menschlichen Überresten. Zum Beispiel einer verlassenen Wahlfangstation mit verrosteten Trankochern. Die Möglichkeiten über Felskuppen und zu abgeschiedenen Buchten und Sandstränden zu fahren sind vielfältig.

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Ab und an befinden sich markierte Kreuzungen in der Einöde. Auf kleinen Betonpöllerchen sind Ziele und Entfernungen vermerkt, so ist dass komplette Verfahren nicht möglich. Am Diaz Point machen wir einen Rundgang und sitzen lange auf der Terasse des urigen Cafes. Uns fasziniert natürlich das maritime Dekor. Neben Takelzeugs gibt es auch ein paar alte Radargeräte und Grenzwellenfunkgeräte.
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