Dachzelt vs. Bodenzelt

56 Antworten · 11,7k Aufrufe · gestartet 21. Mai 2014 von reisetiger
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Themenstarter281 Beiträge · seit 201421. Mai 2014 · #1
Hoi, Moin,

ich bin zurück von meiner ersten Campingreise (Reisebericht ist in Vorbereitung). Ich war mit zwei klassischen Dachzelten unterwegs. Gestört hat mich die Unflexibilität, oder der Aufwand, wenn man spontan beschließt doch noch mal zum Tieregucken, oder zum Sonnenunterganggucken los zu fahren.
Da die nächste Reise kommen wird, würde mich Eure Meinung zum Sheel Tent und Bodenzelt interessieren.

Lodge
Vorteil: Bequem und schön Nachteil: Teuer und oft Gastroküche und Buffett.

Klassisches Dachzelt
Vorteil: Toll, "richtiges" Bett, schöne Campingplätze Nachteil: Abbau fummelig.

Bushcamper mit Sheel Tent
Nachteil: teuer

Bodenzelt
Nachteil Bodenbeschaffenheit, Schlafsack
--------------------------------------------- carpe diem
3'080 Beiträge · seit 200921. Mai 2014 · #2
./.
zuletzt bearbeitet 15. Mai 2015
256 Beiträge · seit 201221. Mai 2014 · #3
Ich war letzten Sommer 5 Wochen in Botswana (eben auch in Savuti, Moremi usw ... ) unterwegs (2 Erwachsene+ 3 mehr oder weniger erwachsene Kinder) mit 2 Dachzelten und einem Bodenzelt (von daheim mitgenommen).
Wir hatten das volle "Programm": Mehrfach Elefanten nachts am Zelt, 2*Löwen und auch Leoparden auf dem Stellplatz, mehrmals Hyänen und auch Hippos am Ufer 3 Meter entfernt.
Dennoch war immer die Diskussion, wer im Bodenzelt schlafen darf, da es geräumiger und bequemer ist und auch das Raumklima besser. Ein Dachzelt war somit komplett ungenutzt dabei!
Wichtig ist nur, dass nie Kinder ohne Erwachsene im Zelt übernachten wegen deren Ängste, wenn Tiere hörbar sind und wenn ein Kind mal auf "den Topf" muss.

Ich habe folgendes Bodenzelt, das ich uneingeschränkt empfehlen kann:
http://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Zelte/5-und-mehr-Personen-Zelt/Campo-Family-5P-linen.html
Das Zelt steht in 10 Min. Nur die Erdnägel/Heringe sollten gegen massive Stahlstifte ausgewechselt werden.
Dazu selbstaufblasbare Isomatten und eigene Schlafsäcke. Das Fluggepäck vermehrt sich und die Ladefläche des Autos wird natürlich voller.

Eindeutige Empfehlung: Bodenzelt!
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2014
7'263 Beiträge · seit 200621. Mai 2014 · #4
Hallo

Wir selber sind schon mit vielem gereist. VW-Bus zum drinnen schlafen, diverse Dachzelte, diverse Bodenzelte
Aktuell verwenden wir meist ein grosses Bodenzelt aus Canvas (3x3x2.5 Meter). Da haben wir Feldbetten, Matrazen, richtige Decken und Kissen drin. Das ist sehr bequem wenn wir mehrere Tage an einem Ort bleiben. Das haben wir in den letzten Jahren auch oft so gemacht.

Für Touren bei denen wir jeden Tag das Camp verlegen, bevorzugen wir ein Dachzelt oder ein leichtes kleines Bodenzelt mit einer Matte aber ohne Feldbett.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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6'369 Beiträge · seit 201121. Mai 2014 · #5
Hoi zämä

Ich bin wenn möglich mit Bodenzelt unterwegs, Dachzelt kenn ich nicht so wirklich, ich lag schon mal drin, aber hab noch keine Nacht drin verbracht und habs auch nicht vor.
Das Bodenzelt sollte mindestens die doppelte Menge Personen als Grössenangabe haben als effektiv drin schlafen werden, dann hat man genug Platz für sich und das Gepäck.
Als Matte hab ich meist einen Schaumstoff vom Tour-Guide, machmal, vor allem wenns auch mal kühler werden kann meine sehr bequeme Exped Downmat 7 LW (klick mich) mit integrierter Pumpe.
Mit der hab ich auch schon auf 5350müM direkt auf dem Gletscher geschlafen ohne von unten kalt zu haben.
Von den 'selbstaufblasenden' Matten halte ich gar nichts.
Erstems hat noch keine die ich hatte, auch nicht die über sFr.100.- teuren, je die angegebene Dicke erreicht und zweitens ist das Packmass extrem gross.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
256 Beiträge · seit 201221. Mai 2014 · #6
picco schrieb:
Erstems hat noch keine die ich hatte, auch nicht die über sFr.100.- teuren, je die angegebene Dicke erreicht und zweitens ist das Packmass extrem gross.
🙂 Was meinst du? Natürlich muss man schon ein paar wenige Pusterer noch zum Schluss machen, damit die Matte ganz prall ist , aber dann hat sie die angegebene Dicke.
Größer als eine dicke Decke oder eine Luftmatraze ist sie auch nicht.
1'450 Beiträge · seit 200621. Mai 2014 · #7
Hallo Reisetiger,

hier meldet sich ein absoluter Fan des Dachzeltes.
Wir haben bisher jede Tour in Afrika mit einem (gemieteten) Dachzelt gemacht und naturgemäss aus diesen Gründen schon die verschiedensten Modelle getestet. Trotzdem hat der Abbau nie über 10 Minuten gedauert, der Aufbau geht ja noch schneller. Matratzen und Schlafsäcke haben wir immer im Dachzelt gelassen, hat eigentlich immer gepasst.

Für mich hat das Dachzelt zumindest einen grossen Vorteil: da kommt nicht so schnell irgendein Krabbeltier rein. Und ausserdem ist es ein toller Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang mit einem sundowner in der Hand.

Gruss Beate
6'369 Beiträge · seit 201121. Mai 2014 · #8
Hoi Toni
Toni_1962 schrieb:Was meinst du? Natürlich muss man schon ein paar wenige Pusterer noch zum Schluss machen, damit die Matte ganz prall ist , aber dann hat sie die angegebene Dicke.
Ich hatte mehrere sich selbst aufblasende Matten mit offiziell 5cm Dicke, von denen hat nicht eine nach dem aufpusten mehr als 4cm gehabt, alle waren etwa 70cm breit und wurden zu einer Rolle mi etwa 22cm Durchmesser oder mehr und etwa 70cm Länge gerollt.
Ich hab sie alle zurückgegeben, da nicht eine die angegebenen Masse erreichte.
Das war eine davon, das angegebene Packmass hab ich nie erreicht: Klick mich!
Meine Downmat hat gepackt etwa 14cm Durchmesser und 25cm Länge. Selbst gepackt und nachgemessen, ohne würgen und stopfen...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2014
1'667 Beiträge · seit 200921. Mai 2014 · #9
reisetiger schrieb:Hoi, Moin,

Bodenzelt
Nachteil Bodenbeschaffenheit, Schlafsack
Moin, Reisetiger
schläfst du im Dachzelt ohne Schlafsack ??????

Spaß bei Seite.
Wir sind eingefleischte Bodenzeltler.
Du baust es einmal auf, und es steht, und du fährst auf Gamedrive.
Von der Größe hat es auch Vorteile. Im 3-Mannzelt hast du sogar Stehhöhe.
Und nach einiger Übung steht es auch in 7 Minuten.

LG
Birgitt
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333 Beiträge · seit 201422. Mai 2014 · #10
hi. also wir benutzen nur dachzelt, sind auch sehr begeistert davon. auf dem boden würde ich gar nicht schlafen aus angst das die tiere es umhaun oder sonstiges 😵
3'080 Beiträge · seit 200922. Mai 2014 · #11
./.
zuletzt bearbeitet 15. Mai 2015
1'450 Beiträge · seit 200622. Mai 2014 · #12
SASOWEWI schrieb:Also ich habe keinen Schlafsack im Dachzelt, es soll doch bequem sein, wir haben eine Decke mit 1,60m Breite bei einer Zeltbreite von 1,40m, bequemer gehts nicht.
Und wir haben von beidem das Beste:
Wir haben "Steppdecken-Schlafsäcke". Die kann man ganz aufmachen (haben dann eine Grösse von 210/160) und sie sind damit eine normale Decke. Dann legen wir einen als "Unterbett" auf die Matratze, damit ist die Liegefläche weicher, und einer ist zum Zudecken.

Beate
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2014
256 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #13
Beate,

genaus so macht man das 🙂

LG
Toni
785 Beiträge · seit 200822. Mai 2014 · #14
Hi,

Dachzelt oder Bodenzelt: Keins von beiden, schlafe tief und fest im Festbett hinten im Auto.

Wollte aber jetzt eigentlich keiner wissen, oder? Hihi


Gruß


Markus
2'664 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #15
Dach- oder Bodenzelt ist alles eine Lebensphilosophie.
Da ich nur mit nacktem Oberkörper schlafe heißt das Dachzelt wegen weniger Viechern.
Aufgestellt, Decken und Kissen ausgebreitet (Spannbettlaken bleibt im Zelt mit Matratze), ausgesprüht mit Doom, und alle Gaze dicht. Aufgezippter Schlafsack oben und unten wie Decken. Abbau 10 Minuten.
Der optimale nächste Schritt wäre der Anhänger mit Dachzelt. Problem ist nur, daß das Dachzelt immer perfekt staubdicht sein muß, da ansonsten alles verdreckt.
Vorteil Dachzelt: immer Durchzug mit frischer Luft da vorn und hinten öffenbar mit Schutzgaze davor.
Nachteil: Man kann auch mal verschlafen neben eine Sprosse treten und herunter fallen.
Psycho-Vorteil vom Dachzelt: Man sieht alle Viecher in der Umgebung
Psycho-Nachteil gegenüber Bodenzelt: Man kann sich nicht "verkriechen" wenn man etwas hört 🤩 🤩
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2014
112 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #16
Wir hatten beim letzten Trip einen Camper auf Hilux-Basis mit Pop-Top-Dach, das heißt man schläft oben im Auto, hat den Vorteil der guten Rundumsicht, des Luftdurchzugs und der Abwesenheit von Krabbeltieren, und ist gleichzeitig binnen 1 Minute abfahrbereit - man muss nur das Dach runterziehen und mit Schnappverschlüssen befestigen. Wir haben immer das Bettzeug drin gelassen - war kein Problem!

Nachteil: ich habe (in Afrika) noch kein solches Fahrzeug auf Basis eines Landcruisers gefunden, was auf mancher Strecke durchaus wünschenswert wäre.

Hier sind ein paar Bilder vom Fahrzeug:
Africamper Bushcamper GEN4

Have fun!

pc_espe
Wohnen, wo andere Urlaub machen, Urlaub machen, wo keiner wohnt!
Themenstarter281 Beiträge · seit 201422. Mai 2014 · #17
Vielen Dank für Eure Antworten. Ich finde die verschiedenen Sichtweisen sehr interessant. Danke für die vielen details auf die ihr eingeht. Danke für die Produktinformationen. Am liebsten würde ich es wie chrigu machen und beides dabei haben. Aber zuviel Geraffel ist lästig 😕

@Beate
Wie lange dauert der Zusammenbau und das Verstauen des Zeltes?

@maggus
solche Typen gibt es immer, einfach ungefragt... 😛 Nein, schmarrn. Vielen Dank auch für Deinen Einwurf. Ich wollte es mit in die Frage aufnehmen, hatte es aber verworfen. Das größte was ich fahren werde, ist ein double cabin und da hat man nicht genug Platz für Madratze und Gepäck auf der Ladefläche, es sei denn ich würde alleine reisen. Das traue ich mich aber wegen einer Autopanne nicht. Ich habe heuer aber zwei deutsche Touris getroffen, die alleine unterwegs waren und eine Madratze "hintendrauf" hatten.

Wir hatten zu zweit zwei Dachzelte mit richtiger Bettwäsche von Asco. Alles blieb im Zelt.
Mich hat halt das staubdichte Verpacken "für mal eben schnell" generft und mich daher andere "Systeme" im Vergleich interessieren. Packmaß von Schlafsack und selbstaufblasbarer Isomatte finde ich eher suboptimal. Zum Schlasack knöpfbare Steppdecke kenne ich nur von meiner Großmutter und die ist sauschwer und rieseig. gibt es da was moderneres? 😎

@Swapok
Ja, aber dagegen hilft Vorsicht, Mut und ein Wecker.
--------------------------------------------- carpe diem
2'664 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #18
Für 20 Euronen bekommst Du im Versandhandel erstklassige Schlafsäcke, die man aufzippen und wie Decken verwenden kann. Bei Bedarf warm, nicht zu heiß, federleicht. Ergänzend kaufst Du Dir im PEP Store Ovambodecken für N$ 40,00 und hast alles was wärmt, hinterher kannst Du sie verschenken. Die ganz Eifrigen können sich einen Deckenbezug mitnehmen und über diese Decken ziehen.
Den Kauf dieser Decken würde ich jedem Reisenden in der ohnehin jetzt beginnenden Winterzeit raten, denn im Dachzelt kann es nachts eh arschkalt werden, und diese Decken isolieren besser nach unten als mitgenommene Isomatten.
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2014
Gast22. Mai 2014 · #19
Hallo,
reisetiger schrieb:Das größte was ich fahren werde, ist ein double cabin und da hat man nicht genug Platz für Madratze und Gepäck auf der Ladefläche, es sei denn ich würde alleine reisen.
Wir reisen zu dritt (2 Erwachsene plus Kind). Der Kofferaum unter der Canopy des DoubleCab hat ganz grob ein Volumen von rund 1.500 Litern. Gepäck, Bodenzelt, 3 Matratzen, 6 Schlafsäcke, Stühle und das ganze sonstige Equipment bekommen wir unter die Canopy. Die ist dann auch voll, aber ein größeres Problem ist das nicht. Wir sind alle schlank, aber die Platzverhältnisse im Dachzelt finde ich trotzdem furchtbar, deshalb ist unsere erste Wahl so etwas wie die AHA-Canopy. Wenn es die nicht gibt, nehmen wir ein Bodenzelt.

Neben den schon genannten Argumenten pro Bodenzelt, verbessert das abseits von Komfortüberlegen auch das Fahrverhalten des Autos. Die Neigung zum Rollen nimmt etwas ab, weil man anders als bei 1 oder 2 Dachzelten eben nicht bis zu 150kg Gewicht am höchsten Punkt des Autos oben drauf sattelt.

Auch wenn es in diesem Thread recht viele Stimmen pro Bodenzelt gibt: Wir haben das Thema Dach- oder Bodenzelt hier im Forum schon vielfach diskutiert. Die Dachzelter sind hier und ganz allgemein unter den Touristen im südlichen Afrika in der Mehrheit. Das spiegelt sich auch in den Angeboten der Autovermieter. Standardmäßig haben ausgestattete Fahrzeuge eben 1 oder 2 Dachzelte. Die Option Bodenzelt wird bei vielen Vermietern nirgends auf der Website erwähnt und gibt es höchstens auf Anfrage. Das reflektiert sicher in gewisser Weise die Nachfrage.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2014
6'369 Beiträge · seit 201122. Mai 2014 · #20
Hoi zämä
Guido. schrieb:Die Dachzelter sind hier und ganz allgemein unter den Touristen im südlichen Afrika in der Mehrheit. Das spiegelt sich auch in den Angeboten der Autovermieter. Standardmäßig haben ausgestattete Fahrzeuge eben 1 oder 2 Dachzelte. Die Option Bodenzelt wird bei vielen Vermietern nirgends auf der Website erwähnt und gibt es höchstens auf Anfrage. Das reflektiert sicher in gewisser Weise die Nachfrage.
So unterschiedlich kann es in anderen Regionen sein, in Ostafrika ist das Bodenzelt das Übliche und das Dachzelt die Ausname. 😉 😄
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)