MIMiveaThemenstarter12 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #1Hi Hi ihr!
Ich weiss, es ist schon sehr viel hier über Malaria-Prophylaxe geschrieben. Aber wir stehen trotzdem vor einem Problem, was wir mit nehmen sollen? Eine Freundin von uns war im Herbst letztes Jahr in Südafrika unterwegs und meint Ariane nehmen in afrika viele als Stand by mittel....kennt jemand Ariane?? Und hat damit schon Erfahrung gemacht...gibt es anscheinend nur in der schweiz...habe im Internet leider gar nichts darüber gefunden....grüssle<br><br>Post geändert von: Mivea, am: 04/01/2007 15:00
African Traveller449 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #2Das Mittel ist mir nicht bekannt. Wir haben uns seinerzeit ein Privat-Rezept über RIAMET/COARTEM (Stand-by-Produkt) vom Arzt geben lassen und dieses dann in Swakopmund gekauft. Es ist dort auf jeden Fall günstiger als hier.
Bitte bedenke dabei: Über die Art eines Malaria-Schutzes informiert Dich am besten das Tropeninstitut bzw. Dein Hausarzt. Wir sind ja hier nun (fast) alle medinzinische Laien, unsere Tipps ersetzen keinen fachkundigen medizinischen Rat ! 🤔<br><br>Post geändert von: African Traveller, am: 04/01/2007 15:27
Gruss A/T
AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort)
Namibia-die Perle Afrikas
BABaliHai382 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #3Eine Beratung in einem Tropeninstitut ist unerläßlich! Mit Malararia spaßt man nicht und nur ein Tropenmediziner kann Dich richtig beraten und das für Dich geeignete Medikament verschreiben!
Würd mich hier auf keinen Fall auf das Internet verlassen...
Ich nehme gerade Doxycyclin weil ich vor 2 Wochen aus Uganda zurückgekommen bin. Muß man leider bis 4 Wochen nach Heimreise nehmen...
MIMiveaThemenstarter12 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #4ja, des habe ich schon auch vor mich beraten zu lassen.....aber die Nebenwirkungen sind manchmal ja grösser wie malaria selber.
Hab halt von diesem Homöopathisches Mittel gehört.....möchte ich gerne mehr darüber wissen.Kann mir jemand weiter helfen????
Grüssle Mivea
BABaliHai382 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #5Hallo Mivea!
bitte vergiß die homöopatischen Mitteln und vergiß auch die Nebenwirkungen am Beipackzettel zu lesen.
Malaria ist sehr gefährlich und endet öfter tödlich als Du glaubst...
Das Schlucken eine Malariamittels ersetzt aber nicht den konsequenten Moskitoschutz wie Moskitonetz, imprägnieren der Kleidung etc...
Sanne2'462 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #6Hallo Mivea,
habe leider noch nie gehört, dass ein homöopathisches Mittel eine Erkrankung wie Malaria verhindern soll bzw. kann. Ich bin zwar kein Arzt, glaube aber, dass das ein Ammenmärchen wäre.
Je nach Reisezeit und Route ist eine Malariaprophylaxe sicher sinnvoll. Die Nebenwirkungen sind ganz unterschiedlich, nur Dein Arzt kann Dir wirklich ein für Dich passendes raten.
Wir hatten durchaus Nebenwirkungen bei Lariam - dennoch sind diese Nebenwirkungen sicher NICHT schlimmer als die Krankheit selbst. Ist zwar unangenehm, aber kaum tödlich 🙂
Nichts für ungut und herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
joli3'491 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #7Hallo Mivea,
da kann ich BaliHai nur zustimmen - diese klugen Ratschläge bezügl. irgendwelcher Wundermittel oder auch homöopathischer Mittel sind eigentlich schon fast kriminell zu nennen, weil sie glauben machen wollen, dass sie irgendeine Wirkung hätten und damit den Gang zum Arzt verzögern oder gar verhindern. Und dann kann Malaria wirklich sehr ernste Folgen haben. Deshalb auch mein Rat: lass Dich von einem Tropenmediziner beraten und entscheide danach.
Sehr, sehr wichtig ist die "Verhaltensprophylxe", mit der man ganz gut verhindern kann, dass einen die Mossis überhaupt stechen - also richtige Kleidung und Sprays für Haut und Unterkunft. Wenn man das richtig handhabt, dann hat man einen zumindest gleich hohen Malariaschutz wie mit einer medikamentösen Prophylaxe - aber keinen 100%-igen !! Und gleichfalls sehr wichtig ist die "Nachsorge", d.h. bei jeglicher erkältungsähnlichen Krankheit nach der Reise den Arzt auf den Namibiaaufenthalt hinweisen, damit er überhaupt auf die Idee kommen kann, in diese Richtung zu denken. Bei mir ist die Malaria ein Jahr nach dem Aufenthalt in Namibia erstmals aufgetreten - die viel beschworene 14-Tage-Frist ist also zu kurz !!
Gruß Joli
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #8Was du mit Homöopatischem Mittel meinst, sind warscheinlich die verschiedenen Arten der Gattung Artemesia. Das hat rein gar nichts mit Kriminalität oder Wunderheilerei zu tun, sondern verspricht gute Malariaprofilaxe auf kostengünstiger Basis. Aufsehen hat die Entdeckung einer besonders wirksamen Pflanze in China erregt, die nun in großem Stil angebaut wird. Mao hat sie im Vietnamkrieg verwendet und konnte damit auf die Methode der traditionellen chinesischen Medizin zurückgreifen.
Viele Entwicklungshilfeprojekte auf Mikroebene im subsaharischen Raum unterstützen den Anbau von Artemesiapflanzen, auch zur Heiilung anderer Krankheiten. Die Pflanze hat ein wissenschaftlich anerkanntes hohes Potential !
Ein ausgereiftes Medikament auf dem europäischen Markt ist mir allerdings neu, das gibt es nämlich noch (?) nicht.
Es gibt ein Südafrikanisches Medikament, das als Kombo eingenommen wird. Es gibt zwei unterschiedliche Zusammenstellungen. Als ich in einer anderen Apotheke in Windhoek nach Nachschub für die Kombination fragte, die ich bis dahin eingenommen hatte, schlug der Apotheker die Hände über dem Kopf zusammen und meinte, wenn man dieses mehr als 2 Wochen einnimmt, geht man ein hohes Risiko von Darm und MAgengeschwüren ein.
Was ich damit sagen will: JEDER wird dir was anderes sagen, besonders hier im Forum. Wie immer sage ich: Ab zum Telefon und die Nummer des Tropeninstituts gewählt. DIE haben am meißten Ahnung 😉
@Armin: Ich warte auf deinen Kommentar und auf den nächsten Kapitalen Vertreter deiner Big 4. (oder waren es 3?) 😄
MIMiveaThemenstarter12 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #9Das heißt wenn ich mich für das Homoöpatischem mittel entscheide,
bekomme ich des dann in Windhoek? Wir gehen 3 Wochen nach Namibia.
Danke übrigens für deinen Beitrag...grüssle Mivea
ULUlli931 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #10Artemesine werden seit geraumer Zeit zur BEHANDLUNG von Malaria eingesetzt (in der Regel als Kombinationspräparate, also zusammen mit anderen Wirkstoffen). Und obwohl der Grundwirkstoff aus Pflanzen extrahiert wird handelt es sich um ganz normale Medikamente, das hat mit homöopathisch nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Das ist leider der gleiche Trugschluss der immer wieder verbreitet wird (Pflanzlich = homöopathisch = gut).
Zur Prophyhaxe sind diese Medikamente nicht geeignet.
Ich persönlich bin übrigens der Meinung das sogenannte Standby Medikamente in Namibia sowieso blödsinnig sind. Auf den normalen Touristenrouten ist immer innerhalb eines Tages ein Arzt zu erreichen. Und den sollte man im Verdachtsfall ohnehin aufsuchen.
Letzlich kann ich mich nur den schon x-mal gemachten Empfehlungen diverser Vorredner anschließen: lasst euch von einem Experten beraten. Und das ist in der Regel nicht der Hausarzt sondern ein Tropenmediziner.
Ulli
Armin2'346 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #11@konno
Da du auf meinen Kommentar wartest, möchte ich dich nicht enttäuschen. Will zu diesem Thema allerdings wirklich nichts mehr sagen. Habe ich an anderer Stelle zu anderer Zeit schon getan.
Es waren übrigens nur "Big 3". Warte nun innerhalb der nächsten Stunden auf das ebenso ergiebige Thema "4x4 - ja oder nein", dies aber dann sicher nicht im "Malaria-Thread" und auch nicht im "Internationaler Führerschein Thread".
Gruß
Armin
Axel1'130 Beiträge · seit 200604. Jan. 2007 · #12Warum glauben nur immer die Leute, dass diese/irgendwelche Medikamente vor Malaria schützen?
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
ENEnyuku29 Beiträge · seit 200605. Jan. 2007 · #13Hi Leute!
Ich bin eigentlich ein absoluter Verfechter der chemischen Malariaprophylaxe-Keule, aber nach meinen neuesten Infos kann ich Konno Recht geben. Das "alternative" Anti-Malaria-Mittel "Artemisia afra" wurde erfolgreich in Windhoek verkauft (Vertrieb aus Südafrika) und auch von Tourguides empfohlen. Dieses Mittel hilft (angeblich) gegen Fieber und eleminiert die gefährlichen Parasiten. Man behauptet, das Mittel habe kurative und prophylaktische Wirkung. Nur leider verschwand das Mittel recht schnell aus den Regalen der Windhoeker Apotheken. Man sprach vom Druck seitens der Pharmaindustrie (erinnert bisschen an das Buch "Der ewige Gärtner" 😮 )
Irgendwie bleibe ich diesen "alternativen" Mitteln gegenüber sehr skeptisch, aber so ganz verdammen würde ich sie nicht, denn vielleicht wäre schon so manche Urbevölkerung ausgestorben, wenn es nicht doch ein heimliches Mittel gegen Malaria gäbe.
Das Internet bietet diverse Links - zum Einstieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Artemisia_(Pflanze)
na denn gute Nacht - ohne Fieberträume wünscht
Enyuku 😈