Reisebericht T A N Z A N I A im Sept./Okt. 2013

Reisebericht 42 Antworten · 11,7k Aufrufe · gestartet 08. Apr. 2014 von Bluna
Themenstarter238 Beiträge · seit 201108. Apr. 2014 ·
Hallo zusammen,

nach längerer Abstinenz melde ich mich im Forum wieder zurück. Der letzte ausführliche Beitrag war bereits im Juni 2012, als ich über unsere Selbstfahrertour Südafrika/Botswana/Zimbabwe berichtete.

Da wir Afrika nicht fremd gehen wollten 😉 , haben wir im September 2013 die nächste Tour (Tanzania) mit 2 Landrovern und 6 Personen gestartet: Annette und Jochen, die sich monatelang in den afrikanischen Gefilden herumtreiben und Bettina und Wolf. Beide haben wir 2012 im Moremi auf einer Campsite kennengelernt.

Im Gegensatz zum letzten Reisebericht wird es jetzt etwas schwieriger. Da bereits 1/2 Jahr vergangen ist müssen einzelne Erinnerungen erst einmal wieder aktiviert werden. Außerdem habe ich Erlebnisse diesmal auf einzelnen Zetteln notiert bzw. gekritzelt. Teilweise sind sie schlecht lesbar, weil ich manchmal auf Gravelroads geschrieben habe. Nun denn, ich werde mir Mühe geben. 🙂

Einige interessante Geschichten gibt's auf jeden Fall: Dazu später näheres im Reisebericht.

Erst einmal die Übersicht der Tour:

22.09.13 - 12.10.13

Bis auf das südliche Tanzania haben wir die Grenze des Landes quasi einmal umfahren.
Gefahrene Kilometer: etwa 4.500

Start: Dar Es Salaam
Weiter nach West Süd West nach Mikumi und in den Mikumi NP
Ruaha NP nördl. von Mbeya
Über Iringa nach Mbeya
Weiter über Sumbawanga nach Kipili am Lake Tanganyika im Westen Tanzanias
Katavi NP
Kigoma am Lake Tanganyika
Besuch des Gombe NP (Schimpansentrekking) am Lake Tanganyika südl. der burundischen Grenze
Weiterfahrt nach Biharamulo süd-westlich vom Lake Victoria
Weiter nach Mwanza und von dort in die West-Serengeti
Fahrt zum Lake Natron an der kenianischen Grenze
Fahrt nach Arusha und Rückflug nach FRA über Dar Es Salaam
zuletzt bearbeitet 08. Apr. 2014
Themenstarter238 Beiträge · seit 201108. Apr. 2014 ·
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Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
21.09. AUF GEHT’S NACH AFRIKA!!!

Wir sind heute morgen schon früh auf den Beinen. Wir stehen um 04:00 Uhr auf. Zwar geht der Flug ab Frankfurt mit Turkish Airlines erst gegen Mittag, aber wir wollen es ruhig angehen lassen und ohne Zeitdruck den Flug erreichen. Außerdem fahren wir nicht direkt Frankfurt an, sonern machen einen Umweg über die Mosel, um uns dort von Bettina und Wolf mitnehmen zu lassen. Gg. 07:00 Uhr geht’s Richtung Flughafen. Wir haben alle Unterlagen dabei, sind gut in der Zeit aber...ups! Vor einigen Monaten haben wir bereits einen Parkplatz in der Nähe des Flughafens gebucht; einen weiteren in Düsseldorf für Dezember, da wir von dort einen Flug auf die Azoren gebucht haben. Wir haben die Parkbestätigung für Düsseldorf eingepackt. Da muß jetzt unser Nachbar um 07:00 Uhr morgens herhalten. ...der frühe Vogel... 😈 Per Telefon lotsen wir ihn in unser Arbeitszimmer um uns den Namen und die Anschrift des Parkplatzes geben zu lassen. Perfekt! Nachdem wir das Auto abgestellt und uns mit dem Shuttle zum Flughafen fahren lassen, lassen wir den Abflug mit einem Frühstück im “Connect” näher rücken. Gg. Mittag fliegen wir zunächst mit TK1588 Istanbul an. Dort werden wir nach einem 2 1/2-stündigen Aufenthalt den Anschlußflug TK 0603 nach Dar Es Salaam antreten. Für Raucher gibt es in Istanbul erfreuliches: 2009 gab es im Transitbereich keine Möglichkeit, eine Zigarette zu rauchen. Das hat sich geändert. In den Restaurantbereichen auf der oberen Ebene ist eine offene Terrasse. Da diese im freien liegt, wird man auch nicht vom stehenden Qualm erschlagen. Apropos rauchen: Eine 2-er Stange Gauloises kostet 38 EUR. Um 19:10 Uhr treten wir unseren 7-stündigen Flug nach Dar Es Salaam an. Wir überfliegen Kairo, Luxor, den Assuan-Staudamm und Addis Abeba. Dann schlafe ich im 737-900 mit viel! Beinfreiheit ein. Auch das Essen an Bord ist völlig o.k., ebenso das Entertainment-Programm.
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
22.09. HELLO AFRICA, TELL ME HOW YOU'RE DOIN'

So angenehm der Flug ist....einen Nachteil hat Turkish Airlines: Alle Flüge nach Afrika gehen gegen Abend ab Istanbul los. Die Ankunft als auch die Rückflüge sind mitten in der Nacht. Das schlaucht! Dar Es Salaam erreichen wir um 02:35 Uhr. Wir haben Glück -denken wir- weil wir als einer der ersten das Gepäck bekommen und uns gleich zum Zoll aufmachen. Dort werden unsere Pässe nebst handschriftlich ausgefülltem Visum und 50-US-$ in cash (alternativ nimmt man auch 50 EUR) 🙂 entgegengenommen.

WICHTIG!!!
US-$-Scheine werden nur mit Druckdatum AB 2009 genommen! Scheine mit 2008 und davor werden im ganzen Land NICHT AKZEPTIERT!!!
In Dar Es Salaam kann man mit der Kreditkarte tanzanische Schilling an ATM’s abheben. Das ist aber im landesinneren nicht selbstverständlich.

Auf unsere Pässe werden viele die der nachkommenden Fluggäste gelegt. Dieser Stapel wandert dann an einen Schalter und wird dann von oben nach unten abgearbeitet. Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten”. So ist’s. Nach 1 1/2 Stunden können wir den Schalter verlassen. Um 04:00 Uhr lassen wir uns mit einem Taxi zum in der Nähe gelegenen Transitmotel “Ukonga” fahren (Taxi: 10 US-$). Das Motel sieht von außen zunächst ganz o.k. aus und wird bewacht. Ein Rolltor verhindert das Eindringen Fremder. Innen schaut’s anders aus: Zwar darf man für 36 US-$ pro Zimmer inkl. Frühstück vllt. nicht allzu viel erwarten...aber das Bett macht keinen richtig sauberen Eindruck und das kleine Bad hatte auch schon einmal bessere Zeiten. Außerdem sind die Betten mit 1,80 Mtr. viel zu kurz. Die Zimmer sind sehr hellhörig und alle Türen quietschen. An einen guten Schlaf ist daher nicht zu denken. Die Rezeption ist derart unorganisiert, daß ich nach 15 Minuten aufgebe: Man findet meine Anzahlung (zuvor im www getätigt) nicht und kann mit meinem Ausdruck als Nachweis nicht so viel anfangen. Wegen der 5 EUR Anzahlung mache ich auch jetzt mittlerweile sehr übermüdet kein "tamtam" mehr. T.I.A: This Is Africa
Nach 3 Stunden Schlaf (ein Lautsprecher der in der Nähe sich befindenden Moschee war direkt auf unser Zimmer gerichtet) 😣 treffen wir vier um 08:00 Uhr im Frühstücksraum auf Jochen und Annette. Die beiden sind bereits gestern Nachmittag angereist. Das “HALLO” ist groß. Patricia und ich sind ja bereits 2008 und 2009 mit den beiden unterwegs gewesen. Um 09:00 Uhr starten wir mit den beiden Landrovern über die A7 Richtung Mikumi. Die Hauptstraße bzw. die Stadt umfahren wir über eine Pistenstrecke. Die Stadt selbst ist ein einziges Verkehrschaos. Über den Nebenweg scheint es schneller zu gehen. Wir durchfahren eine sehr abwechslungsreiche Gegend...und gefährliche! Die Straßen und insbesondere unsere Campsite (Name entfallen), die wir am Nachmittag erreichen, liegt an einem Fluß inmitten von Baobabwäldern. Eine grandiose Natur!


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zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
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STRASSENVERHÄLTNISSE UND POLIZEI, POLIZEI, POLIZEI

Das Fahren auf Tanzanias Straßen ist schon eine kleine Herausforderung. Ich habe schon einige Straßen der Welt befahren, aber Tanzania gehört bei mir in die top 3 wenn nicht top 1. Die Asphaltstraßen (wenn asphaltiert ist) haben tiefe Spurrillen; seitlich dieser hat sich der Asphalt “zu Hügelchen” häufig aufgetürmt. Alles was fahren kann, fährt, egal wie, egal in welchem Zustand. Uns kam z.B. ein Bus bergab in voller Fahrt ohne Frontscheibe entgegen. Der hintere linke Reifen löste sich bereits in Wohlgefallen auf und die Gummierung klatschte mit voller Wucht gegen den Radkasten. Dahinter Gummigeruch in der Luft und eine bläuliche Wolke. An ein Anhalten des Fahrers wurde nicht gedacht. Wenn man die häufig in üblem Zustand zugerichteten verunfallten Fahrzeuge sieht kann man sich ausmalen, was mit diesem Bus nach einiger Zeit samt Insassen geschah.

Polizei: Eine Plage! Alle paar Kilometer wird mit einer Laserpistole gemessen (wohlgemerkt aus der freien Hand und meist dort, wo man von 80 km/h auf 50 km/h reduzieren muß). Das Bußgeld endet meist mit einer Bezahlung ohne Quittung. Einheimische zahlen um die 1.500 Schilling; Touris entsprechend mehr. Manchmal hilft auch eine lebhafte Diskussion. Ich zeigte mit meinem Navi dem Polizisten unsere Durchschnittsgeschwindigkeit, die anfänglich knapp unter 50 km/h lag. Manchmal klappte es (???!?), manchmal war aber die Kaffeekasse wichtiger.
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
2’780 Beiträge · seit 200709. Apr. 2014 ·
Bluna schrieb:

WICHTIG!!!
US-$-Scheine werden nur mit Druckdatum AB 2009 genommen! Scheine mit 2008 und davor werden im ganzen Land NICHT AKZEPTIERT!!!

Stand Feb 2014 war es so dass keine US-dollar Scheine mit Serien Nr. vor 2006 akzeptiert wurden. Eventuell wird dies im Süden des Landes anders gehandhabt, auf der Nordroute hatten wir nirgends Probleme.

viele Grüsse
Gruss Leona
1’739 Beiträge · seit 201009. Apr. 2014 ·
Hallo Bluna

Gern reise ich mit Euch durch Tanzania. Es wird viele Erinnerungen wecken, da wir selbst von Mitte Oktober bis Mitte November teile Eurer Tour bereist haben. Schon mal vielen Dank für Deine Mühe im Voraus.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
3’700 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Hallo Bluna,

auch ich springe mit auf. Waren ebenfalls im Februar im Norden und werden Dar mit Turkish im Juni für die Südtour anfliegen. Für eine Gesamttansaniatour ist mir das Land doch zu groß. 😉 Wir hatten im Norden nur Schwierigkeiten alte Dollarscheine vor 2000 los zu werden. Alle anderen funktionierten oder sind ev. übersehen worden.

Vielen Dank für die Erinnerung an die langwierige Visumsprozedur in Dar. Wir werden uns das Visum wieder direkt bei der Botschaft in Berlin besorgen. Am Kili-Airport ging´s nämlich mit Visum im Pass super schnell.

Lautstärke in ostafrikanischen Städten und ugandischen Nationalparks: Oropax! 🤪

Freue mich auf die Fortsetzung.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
6’391 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
Hoi Bluna

Bin auch dabei und hab Deinen Reisebericht gleich in der 'Zusammenfassung Reiseberichte Tansania' (klick mich) eingefügt.
Bluna schrieb:Das Fahren auf Tanzanias Straßen ist schon eine kleine Herausforderung. Ich habe schon einige Straßen der Welt befahren, aber Tanzania gehört bei mir in die top 3 wenn nicht top 1.
Uiuiui, dann geh besser nie nach Kenya...Tansania ist im direkten Vergleich wirklich harmlos, selbst im wilderen Süden! 😎
Aber auch Kenya ist mit vorausschauender Fahrweise gut überlebbar und wunderschön! 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
5’484 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Bei Tansania bin ich natürlich auch dabei.

Wo habt Ihr denn Eure Autos gemietet?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
8’057 Beiträge · seit 200809. Apr. 2014 ·
Hoi Bluna,

Ich begleite euch natürlich auch.

Freue mich schon riesig auf dein Feed Back.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
116 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Ich komm natürlich auch mit.
Momentan verschlinge ich sowieso alles was mit T- anfängt und auf -ansania endet 😁

Daniel
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Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
Hallo zusammen,

der weitere Tourverlauf kommt heute noch mit der nächsten Episode.

@Topobär:

Wir hatten das Glück, daß Annette und Jochen die Landrover bereits unten haben. Das Anmieten der Autos ist tatsächlich schwierig, vor allem teuer. Ad hoc habe ich leider keine Adresse parat. Das ist ja wirklich mitunter der schwierigste Teil (m.E.) einer Reise in diese Länder.

@ Picco: Da Kenia auch auf unserer Liste steht, wird Kenia vllt. eines Tages Tanzania toppen 😉.
@Gawan, Annick, Butterblume und Botswanadreams: Wenn die Arbeit es zuläßt, kann ich, wenn ich zeitig zuhause bin, weiter schreiben 🙂
Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
22.09. MIKUMI NATIONALPARC -Nachtrag-

Bevor wir unsere Unterkunft, (s. gestrigen Bericht) erreichen, durchfahren wir unseren ersten Nationalpark, den Mikumi über Asphalt. Bereits jetzt sehen wir im Vorbeifahren schon viele Tiere: Elefanten, Impalas, Giraffen, Warzenschweine, Paviane, Perlhühner...alle geben Ihr Stell-Dich-ein. Die Durchfahrt des NP ist kostenfrei, da die Asphaltstraße die Hauptverkehrsstraße von und nach DAR zum Ostteil des Landes ist. Interessant sind - wegen der Nichtzahlung – die Hinweisschilder: “Free Game viewing or photography is stricktly prohibited. Strict legal actions will be taken against Offender”. Naja, dann haben wir die Elefanten, Impalas & Co. dann lieber doch nicht gesehen und sie hier frei erfunden. Smiley. Ferner gibt es weitere Hinweisschilder auf der 50km langen NP-Strecke: Auf einem stehen unterschiedliche Bußgelder in US-$, die man zu bezahlen hat, je nachdem, welches Tier man überfährt (Roadkills). Der Baboon dürfte beleidigt sein: Er kostet lediglich 110 US-$, die spottet Hyeana schon 550, der Löwe 4.900 und Giraffe und Elefant führen die Hitliste mit 15.000 US-$ an. Vernünftig ist der Hinweis des Überschreiten der Mindestgeschwindigkeit: 50.000 Schilling; immerhin + - 25 Euro.

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Das Parken von Fahrzeugen ist ebenso verboten. Dennoch sehen wir sehr viele liegen gebliebene Fahrzeuge....auch verunfallte. Hoffen wir mal, daß sie nichts mit einem dieser tollen Wildtiere zu tun hatten.
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
23.09. - 25.09. RUAHA NATIONALPARC

Die Strecke zum Ruaha NP ist anstrengend: Wir fahren über eine Waschbrettpiste. Wir sehen auffallend viele orthodoxe Kirchen der Griechen. Sie haben sich vor geraumer Zeit in dieser Region niedergelassen. Gegen 14.45 Uhr erreichen wir den Eingang des NP: TOLL!!! Auf einer Brücke haben wir einen wunderschönen Blick auf die Tiere, die sich unter uns im Wasser aufhalten: Hippos, Krokodile, Elefanten am Ufer, Paviane und...ein Goliathreiher. Er wird bis zu 1,50 Mtr. hoch, ist aber trotzdem zwischen den dunklen Felsen am Ufer schwer zu erkennen. In Tanzania schätzt man die Population auf 2.500 - 4.000 Tiere. Wow. Da haben wir Glück! Aber nicht nur die Brücke, auch die Campsite ist wahres Afrika: Als wir unsere Zelte aufgebaut, das Feuer für das Abendessen anfachen und uns zum Sundowner niederlassen, können wir an einer steilen Böschung auf das ausgetrocknete, aber grüne Flußbett schauen: Hippos....nur 30 oder 50 Meter entfernt. Wegen der steilen Böschung besteht keine Gefahr einer unschönen Begegnung. Während wir gegen Abend den Rufen der Tiere lauschen, können wir immer noch die grasenden Hippos im Sonnenuntergang beobachten. Die Waschhäuser sind für tanzanische Verhältnisse in Ordnung. Als wir im Zelt liegen, lauschen wir weiter den Rufen der Löwen und Hyänen.



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zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2014
1’739 Beiträge · seit 201009. Apr. 2014 ·
Hallo Bluna

Da Ihr durch den Mikumi nur auf der Fernstrasse durchgefahren seit, habt Ihr sicher im Baobab Valley Camp ca. 50 km vor Iringa übernachtet, bevor Ihr in den Ruaha seit. Wir haben nur das Schild gesehen. Ist diese Campsite am Ruaha River schön?

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
Hallo Christa,

es könnte das Baobab Valley Camp gewesen sein. Neben campieren konnte man auch in Rundhütten übernachten mit Blick auf den Ruaha River. Ferner gab's dort eine wirklich nette Bar und die Besitzer nebst Personal waren superfreundlich und sehr, sehr hilfsbereit. Ich kann es ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

LG

Sven
Themenstarter238 Beiträge · seit 201109. Apr. 2014 ·
24.09. RUAHA GAMEDRIVE

Wir sind bereits um 05:45 Uhr auf den Beinen und machen uns auf den Weg zu einem Game-Drive. Der Ruaha Park ist trotz seiner Abgeschiedenheit im mittleren Osten Tanzanias im Gegensatz zu den allgemeinen Touri-Ecken wie Zanzibar, Arusha nebst Ngorogoro (darauf komme ich noch zurück) nicht preiswert: Ein Fahrzeug bis 3.000 kg kostet 150 US-$ und eine Person 50 US-$ pro Tag! Mit 6 Leuten und 2 Autos für 48 Stunden (die Gates achten genau auf den Zeitpunkt der Einfahrt und des Zeitpunktes des Verlassen des Parks (bei Überschreitung Nachzahlung!)) ein stattliches Sümmchen. Egal, der Park bietet so vieles und wir haben den Park direkt beim Eintritt liebgewonnen! Marabus, Büffel, Zebras, ein Kamerateam der BBC und...Löwen! Die Tiere machen auf uns einen eher schlechten Eindruck. Hoffentlich keine Tuberkulose! In Botswana begegneten Jochen und Annette auch einem mehr toten als lebenden Löwen. Die Ranger wollten ihn dennoch nach Kenntnisnahme nicht erschießen, Stattdessen ließen sie das Ganze Rudel Gefahr laufen, sich anzustecken, was wahrscheinlich auch geschehen ist. Einen ordentlichen Respekt haben wir vor den Elefanten. Zwar haben wir in Botswana (wie bei allen anderen Tieren auch) ordentlich Abstand gehalten, um diese möglichst wenig bis gar nicht zu stören...hier sind wir jedoch noch vorsichtiger und halten noch mehr Sicherheitsabstand, weil die Tiere richtig nervös und etwas aggressiv erscheinen. Eigentlich wollten wir mit beiden Autos an einen einfachen Picknickplatz fahren...aber wir werden getrennt. Zwischen unseren Landrovern hat sich eine Elefantenherde geschoben. Während Wagen 1 weiter fährt, wenden wir und verabreden uns mit Walkie-Talkie am Picknickplatz. Während wir das Frühstück genießen, halten wir weiterhin Ausschau. Der Platz liegt zwar schön am ausgetrockneten Flußufer, ist aber wegen der vielen Büsche unübersichtlich. Würde man von uns hier ein Foto machen (wie das mit mir und dem Hippo oben)....wir würden wahrscheinlich in die “Hall Of Shame” aufgenommen. Aber da ist das hier noch o.k. Einige Tage später wird es anders ausschauen...dazu ebenso später... Am späten Nachmittag treffen wir auf eine recht große Büffelherde in einem Waldstück. Eine Migration? Da würde aber die Jahreszeit und der Ort nicht passen.... Am nächsten Morgen werden wir es besser wissen. Mit einem wieder guten Abendessen beenden wir den Tag.



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25.09. RUAHA IRINGA UND RTG. MBEYA
Wir sind wieder sehr früh unterwegs. Wir sind noch keine 1/4 Stunde unterwegs....da treffen wir auf eine riesige Büffelmigration. Die Büffelschlange scheint kein Ende zu nehmen. Wir halten großzügig Abstand und beobachten die riesige Herde, wie sie sich Richtung Wasserstelle bewegt. Was für ein Schauspiel! Auch heute in der Früh sehen wir wieder viele andere Tiere. Ein toller Park! Wir müssen uns leider auf den Weg machen. Gg. Mittag müssen wir den Ausgang des Parks erreichen. In unseren Papieren wurde schließlich die Uhrzeit des Betreten des Parks eingetragen.
Löwen! Schon wieder! Leider müssen wir nach kurzer Zeit weiter. Einen letzten Stop machen wir noch an einer wunderschönen Wasser- oder eher Seen- bzw. Poolstelle. Krokodile, Hippos, Kudus...in einer wunderbaren Kulisse. Ich wiederhole mich: Der Ruaha-Park ist äußerst sehenswert.
Gegen 14:00 Uhr verlassen wir leider den Park. Wir wären gerne noch geblieben, aber wir müssen weiter. Wir fahren die Waschbrettpiste wieder zurück, halten jedoch unterwegs in einem kleinen Dorf. Dort gibt es einen Souvenirladen. Vllt. können wir etwas für zuhause kaufen. “Booma-Art” heißt das Lädchen. Die Preise sind ordentlich und ist definitiv nichts handgemachtes....Naja, Fabrikware wollen wir auch nicht und fahren daher weiter über Iringa Rtg. Mbeya. In Iringa parken wir unsere Landies ggü. einer Polizeiwache und gehen auf der anderen Straßenseite in eine große Markthalle zwecks einiger Besorgungen. Die Markthalle wurde während der deutschen Kolonialzeit gebaut. Wir können nicht einfach “drauf los” fotografieren. Viele der Menschen mögen das nicht. Nach unseren Einkäufen und Eindrücken geht’s weiter nach Mbeya. Übernachten werden wir heute auf einer Transit-Campsite “old Farmhouse”: S 08° 08.760” E 035°24,663” auf 1.675 Meter Höhe. Die Umgebung ist geprägt von holzverarbeitenden Betrieben. Überall sind kleine Bars, Friseure und Garküchen, meist für die LKW-Fahrer. Die Campsite ist sehr o.k., ebenso die Duschen und Toiletten. Nur Feuerholz sollte man ggf. mitbringen. Unser Holz ist recht feucht und läßt sich schwer anzünden. Es ist recht frisch und kühl hier oben.


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OLD FARMHOUSE WASCHHÄUSCHEN:

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zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2014
408 Beiträge · seit 201410. Apr. 2014 ·
Auch ich kann nur bestätigen, dass Dollarscheine ab 2006 angenommen werden. Es sieht so aus, als ob da jemand einen Mzungu abzocken wollte. Es gibt in Arusha sogar die Möglichkeit, selbst Scheine mit 1999 und älter umzutauschen, soweit sie noch in den USA gültig sind, allerdings zu einem geringeren Kurs (meistens den für USD 1 & USD 2).
Johannes (hat sehr oft damit zu tun)
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
5’484 Beiträge · seit 200910. Apr. 2014 ·
Bluna schrieb: Ein Fahrzeug bis 3.000 kg kostet 150 US-$ und eine Person 50 US-$ pro Tag!
Hattet Ihr Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen? Tansanische Fahrzeuge kosten nur 35.000 TSH.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"