Reisebericht

Zwei Neulinge zu Besuch bei Batman

von Hobi · begonnen 06. Apr. 2014 · 24 Teile

Teil 2119. Apr. 2014
Tag 19, 02.04.2014 - Swakopmund
Für heute hatten wir bei Chris die Living Deser Tour gebucht. Wir wurden vom Hotel (ich glaube um 08:00) abgeholt. In unserem Auto saßen bereits 3 Mitfahrer aus Bayern. Chris war mit einem zweiten Auto unterwegs, in dem nochmal 5 Mitfahrer unterwegs waren. War also von der Anzahl der Teilnehmer sehr OK.
Zu Beginn erzählte Chris sehr viel interessantes über die Wüste und das Leben darin. Ausgeschmückt immer mit sehr viel Humor. Ist doch recht unterhaltsam und mal ganz was andres.

Hier einige Fotos - war echt ein super Erlebnis (wie erwartet) und wir hatten sogar das Glück zwei Schlangen zu sehen.

Wüstengecko
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Burrowing Skink
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Wüsteneidechse
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Hornotter
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Chamäleon
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Sidewinder
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In der Wüste
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Nach der tollen Tour und einer kurzen Pause im Hotel spazierten wir durch Swakopmund. Wirklich nett hier - im sehr zu empfehlenden Village Cafe aßen wir eine Kleinigkeit. Wir spazierten weiter und besuchten das ein oder andere Geschäft. Wirklich nett hier ein wenig zu stöbern.
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Am Abend gingen wir auf einen Sundowner ins The Tug und setzten uns dann an unseren reservierten Tisch. Heute wollten wir unbedingt frische Austern probieren.

So ... also ich behaupte jetzt einfach mal im The Tug sind Austern gut. Wir werden uns jedenfalls nie mehr Austern bestellen. Das ist nicht unser Ding. Überhaupt nicht unser Ding. Gottseidank haben wir uns nur 6 Stück bestellt. Danach genossen wir die tollen Muscheln und die Hauptspeise (Garnelen).
Teil 2219. Apr. 2014
Tag 20, 03.04.2014 - Mount Etjo Safari Lodge
Heute ließen wir Swakopmund hinter uns und machten uns auf den Weg in die Mount Etjo Safari Lodge. Diese Unterkunft haben wir erst relativ kurz vor der Abreise reserviert.
Wir haben da extrem lange herumgesucht welche "Safari Lodge" wir vor der Heimreise in der nähe von Windhoek noch besuchen wollen. Und im Endeffekt fiel die Wahl dann auf die Mount Etjo Safari Lodge. Der Preis ist ein Wahnsinn - also das ist richtig teuer (für unsere Reisebudget). Aber wir haben uns entschlossen uns das zu gönnen. Insbesondere das Rhino Tracking hat uns sehr interessiert - das erhöht den Preis dann nochmal ordentlich.
Lange Rede kurzer Sinn - wir haben uns das gegönnt. Also auf Richtung Mount Etjo.

Vorher noch einen Blick aus dem Hotelzimmer in Swakopmund.
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Bevor wir losfuhren, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp beim Superspar. Wir mussten einen Vorrat an der leckeren Braai Sauce von Wellington für zu Hause besorgen 🙂
Dann fuhren wir los - kurz vor Mount Etjo hatten wir eine nette Begegnung.
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Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Mount Etjo an. Die letzten Kilometer sind etwas beschwerlich - mit unserem Hilux aber kein Problem.
Auf der Lodge wurden wir freundlich begrüßt und erfuhren, dass wir heute die einzigen Gäste sind. Das ist natürlich ein Wahnsinn - auch in Hinblick auf den Privat-Game-Drive der uns nun also erwarten sollte 😗

Dann wurde uns das Zimmer gezeigt - naja das ist echt Wahnsinn. Sehr sehr schön und exquisit.
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Die ganze Anlage ist wunderschön gelegen und direkt an einem riesigen Wasserloch. In der Trockenzeit kommen die Elefanten anscheinend hier direkt zum Trinken her. Jetzt sind oft Hippos hier - im Moment waren aber keine zu sehen.
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Um 16:00 startete dann unser Privat-Game-Drive. Echt super! Die Tierdichte im riesigen Gebiet ist wirklich toll und wir hatten schöne Sichtungen. Hier einige Impressionen.
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Um 19:00 kehrten wir glücklich zur Lodge zurück und gingen dann etwas später zum Abendessen. War richtig lecker.

Danach machten wir noch die Löwenfütterung mit - natürlich wieder nur zu zweit. Das war nicht so schön - ist zwar beeindruckend welche Kraft diese Tier haben, aber die Löwen werden halt gefüttert und warten darauf. Die Löwen werden zwar in einem sehr großen eingezäunten Gebiet gehalten und jagen anscheinend auch noch selbst, sind aber an die Fütterung gewöhnt. Würde ich jetzt kein zweites Mal mitmachen.
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Nach diesem Erlebnis gingen wir zu Bett - für den nächsten Morgen hieß es bald aufstehen. Wir hatten das Rhino Tracking geplant.

Hier noch wie gewohnt das Video zu Mount Etjo:
http://youtu.be/IHDtBc5Dp9E
Teil 2320. Apr. 2014
Tag 21, 04.04.2014 - Mount Etjo Safari Lodge
Unser letzter richtiger Tag in Namibia 🙁
Der Urlaub musste mit einem Highlight enden - so buchten wir also am Vortag das Rhino Tracking. Wir standen bald auf und fuhren nach dem Frühstück mit unserem Guide raus in den Busch. Er suchte vom Auto aus auf der Straße frische Rhino-Spuren. Nach einer Weile wurde er fündig, wir parkten den Wagen und gingen zu Fuß weiter. Der Guide zeigte uns hin und wieder die Spuren die er fand - er war aber nicht sehr gesprächig. Trotz Nebel war es wunderschön mal einfach zu Fuß durch den Busch zu wandern. Nach etwa einer dreiviertel Stunde hieß es ganz leise sein. Er meinte wir seien jetzt ganz in der Nähe - sprechen gab es nicht mehr.

Und dann tauchte das erste Rhino hinter einem Baum auf. Wir bewegten uns nun im Zeitlupentempo.
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Rhinos sehen ganz schlecht - dafür riechen und hören Sie umso besser. Riechen war kein Problem - wir waren frisch geduscht. Nein - wir gingen gegen den Wind. Hören war natürlich schon ein Problem und wir schlichen uns ganz langsam und geduckt im Deckung eines Baumes an die Rhinos heran.
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Die drei ahnten etwas und schauten immer wieder in unsere Richtung. Dann verhielten wir uns völlig leise und machten halt. Irgendwann legte sich der Bulle hin und die beiden anderen (Mutter mit Kalb) taten Ihm gleich. Die drei schliefen dann sogar ein und wir hörten den Bullen schnarchen 😗
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Es ist schon ein tolles Gefühl diesen majestätischen Tieren zu Fuß so Nahe zu kommen. Wir gingen dann noch ein Stück näher an die drei heran bis zum nächsten Baum der uns als Versteck diente. Bei den Fotos merkt man sofort den Unterschied zwischen erhöhtem Fahrzeug und zu Fuß unterwegs. Aber das persönliche Erlebnis ist dafür umso intensiver.
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Nachdem wir die drei ca. eine Stunde beobachtet hatten, versuchten wir noch etwas näher ranzukommen. Die Mutter war mittlerweile schon wieder munter und hörte uns dann offenbar. Mutter mit Kalb nahmen sofort reißaus und liefen davon. Der Bulle hatte noch geschlafen und brauchte etwas länger um den Beiden zu folgen.

Wir drehten um und gingen glücklich zurück Richtung Auto.
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Es war wirklich ein tolles Erlebnis und ist nicht mit einem Game Drive zu vergleichen. Leider hat das ganze seinen Preis. Vor allem wenn man es mit dem Privat-Gamedrive vom Vorabend vergleicht. Aber man ist halt auch sehr selten alleine in so einer Lodge. Das sollten wir etwas später noch miterleben 🙂

Zurück in der Lodge ruhten wir uns etwas aus. Für den Pool war es etwas zu kühl - der war aber wirklich wunderschön. Wir setzten uns ans Wasserloch und der Safarigott war uns wieder gnädig gestimmt. Die Hippos waren zurück beim Lodge-Wasserloch (auf dem Gelände gibt es unzählige Wasserlöcher und die 6 Hippos wandern umher).

Ein tolles Erlebnis - die beiden gingen immer wieder ins Wasser und kamen wieder heraus. Und man sitzt ganz entspannt auf einer Bank und kann den beiden zusehen.
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Wir genossen die schöne Umgebung der Lodge und konnten beobachten wie immer mehr Gäste anreisten.
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Trotzdem buchten wir den Nachmittags Game-Drive - sollte ja unsere letzte Ausfahrt sein. Es fuhren gar nicht so viele Gäste mit - drei Russinen nahmen ganz vorne Platz und neben uns war noch ein weiteres österreichisches Paar mit. Die Sicht während dem Drive war natürlich wesentlich schlechter als am Tag zuvor. Wir saßen ganz hinten - das ist halt leider der schlechtere Platz.

Wir genossen die letzte Ausfahrt trotzdem und machten gar nicht mehr allzu viele Bilder.
Rhinos sahen wir auch wieder - dafür leider keine Elefanten. Naja - man kann nicht alles haben!
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Den letzten Abend verbrachten wir mit tollem Abendessen in der schönen Lodge. Die Löwenfütterung machten wir heute nicht mehr mit - einmal reicht.
Teil 2420. Apr. 2014
Tag 22, 05.04.2014 - Heimflug
Jetzt war es leider so weit. Wir machten uns auf die Heimreise. Gegen 09:00 fuhren wir von der Lodge ab - beim Bezahlen der Rechnung ächzte unsere Kreditkarte 🙂

Am Weg sahen wir eine Gruppe Paviane auf der Straße - das freute uns. Die hatten wir bisher auch nur einmal sehr weit entfernt.
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Gegen 12:00 waren wir in Windhoek - wir hatten noch eine Stunde Zeit und etwas Hunger. So fuhren wir zur Wernhill Shopping Mall.

Dort war so viel los wie bei uns am letzten Samstag vor Weihnachten. Wir kamen uns nun wirklich nicht vor wie in Afrika. Naja - einen gemütlichen Platz fanden wir auf die Schnelle nicht und so gingen wir zum Pick'n'Pay und kauften uns dort einen kleinen Imbiss.

Nachdem wir diesen zu uns genommen hatten, gingen wir wieder zurück zum Auto (mittlerweile waren wir ja "alte Afrika Hasen" und machten uns keine Sorgen mehr um unser Auto. Vor allem wenn so viel los war - so verändert man sich in 3 Wochen 😗).

Dann fuhren wir zu Caprivi Car Hire und gaben sehr unkompliziert das Auto ab. Um 13:00 fuhren wir Richtung Flughafen los und checkten schnell und unkompliziert Richtung Johannesburg ein. Noch durch die Sicherheitskontrollen und dann gings schon über Johannesburg zurück nach München. Viel gibt's zum Flug nicht zu sagen. Müde aber auch froh landeten wir in München. Obwohl es nicht regnete, benutzte ich unter lautem Gelächter von der Beifahrerseite ca. dreimal den Scheibenwischer. Wenigstens fuhr ich zumindest meistens auf der rechten Spur 🤨

So - das war also unser erster Namibia Trip. Vom Afrikavirus sind wir sicher nicht geheilt. Eher noch mehr infiziert. Es war wirklich toll und wir kommen wieder.

Nochmals ein großes Dankeschön an alle im Forum - die Tipps und Ratschläge (aus direkten Fragen und Reiseberichten) sind wirklich goldwert und mit nichts zu Ersetzen.

Vielleicht kann auch durch unseren Reisebericht der eine oder andere profitieren.

Frohe Ostern!
Melanie & Robert
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