Malaria in Namibia

5 Antworten · 2'398 Aufrufe · gestartet 26. März 2014 von Guido.
Antworten
ThemenstarterGast26. März 2014 · #1
Hallo,

Malaria ist hier eines der am meisten diskutierten Themen. In der AZ gibt es heute einen Artikel mit der aktuellen Malaria-Statistik in Namibia.
http://az.com.na/gesundheit/nur-vier-malaria-tote-im-jahr-2012.416908

Vor rund 10 Jahren gab es noch hunderttausende Infizierte und eine 4stellige Zahl an Malariatoten pro Jahr in Namibia. Im letzten Jahr gab es nur noch 200 Malariafälle und 4 Malariatote in Namibia. Damit ist Namibia nah an einem Status, wo man sagen kann, dass Namibia malariafrei ist. Ich habe gelegentlich bei Vorsorgeempfehlungen für Namibia das Gefühl, dass diese sehr positive Entwicklung der letzten Jahre noch nicht überall hinreichend berücksichtigt wird. Wenn so gut wie keine Malariainfizierten mehr herum laufen, dann können einen hunderte Anophelesmücken stechen, ohne das sie dabei Malaria übertragen können.

Und falls nun der Einwand kommt "Da ist Schönfärberei dabei und es gibt Dunkelziffern": Ja, vermutlich gibt es auch nicht erfasste Fälle, aber es werden nicht zigtausend nicht erfasste Fälle sein. Im jährlichen Welt-Malariareport der WHO werden nicht nur Daten erfasst, sondern auch Datenvollständigkeit und Datenqualität bewertet und dann Korrekturenwerte für Dunkelziffern eingerechnet. Auch in deren Reporten ist der äußerst positive Trend ablesbar.

Früher wurde der Kampf gegen Malaria in Namibia vor allem von ausländischen Organisationen finanziert. Mittlerweile bezahlt Namibia das vor allem aus eigener Tasche, weshalb Namibia für diese positive Entwicklung besonders viel Anerkennung verdient. Und wenn Namibia in einigen Jahren mit "malariafrei" werben kann, wäre das sicher auch ein großer Pluspunkt im Kampf um Touristen. Wie man auch hier im Forum immer wieder sehen kann, bewegt das Thema viele Touristen und Kenia, Tansania, Sambia usw. können auf absehbare Zeit sicher nicht mit "malariafrei" werben.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 26. März 2014
2'610 Beiträge · seit 200726. März 2014 · #2
Hallo Guido,

danke für deinen Beitrag.

Ich bin mir fast sicher, dass der Beitrag so auch stimmt. Wir selbst haben 2011 auf einer Farm in der Nähe von Grootfontein mitbekommen, wie eine Gruppe staatl. Angestellter von Farm zu Farm gingen und Proben von Mückenlarven entnahmen zur Untersuchung (aus Pfützen, Dämmen...). Damals wurde uns schon versichert, dass die Gegend um Grootfontein Malaria frei sei nach ihren Untersuchungen.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
3'175 Beiträge · seit 200626. März 2014 · #3
Wie ist es denn dazu gekommen,bzw was hat man vor Ort getan dass das so

gekommen ist. Zumindest angeblich. Da haette ich ja die letzten Jahre irgendwie

wohl ziemlich viel uebersehen, frag mich bloss was??????
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
2'664 Beiträge · seit 201226. März 2014 · #4
Hallo Jörg,
wir verpassen wohl alle etwas, und die Ärzte kennen wohl andere Zahlen.
Dabei ist Malaria in Ortschaften ganz einfach zu bekämpfen.
Denn vor der Unabhängigkeit schickte jede Stadtverwaltung Arbeiter los um in Zisternen (Wassertanks, Bassins) und Speicher nur ein paar Tropfen Mineralöl zu träufeln, und schon brüteten keine Moskitos mehr darin.
Tatsache ist daß es schon immer Malaria gab und geben wird, daß die Todeszahlen natürlich im Vergleich zu Aids nur ein Bruchteil dessen sind. Die Statistiken im heutigen Namibia sind doch nur eine Traumfabrik.
Auch die der WHO kannst Du in die Tonne kippen, denn deren Zahlen sind nur soviel wert als das was sie von den Nationalstaaten gemeldet bekommen.
H.
2'060 Beiträge · seit 201326. März 2014 · #5
Wir waren Dez./Jan. 2010/11 im Caprivi, man sagte uns damals schon, dass die Malaria zurück gegangen sei, weil sich die Regenzeiten verschoben hätten. Es gäbe in der Zeit, in der die Moskitos brüten, nicht mehr so viel stehendes Wasser wie früher.

Ob was dran ist, weiß ich natürlich nicht.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
545 Beiträge · seit 200626. März 2014 · #6
Hallo,

leider werden diese sehr positive Zahlen wieder mal angezweifelt!

Die sehr erfreulichen Zahlen über den Rückgang von Malaria, ist wirklich einer seriösen Quelle zu verdanken.

Der gute Dr. Richard Kamwi hat leider vergessen zu erwähnen, das ganz exklusiv bei Ermittlung der Zahlen der ADAC die Statistik und die Auswertung der Zahlen durchgeführt hat.

Mit seriösen Grüßen