Bush walk + Leoparden + Hyänen = safe?

6 Antworten · 2'542 Aufrufe · gestartet 12. Feb. 2014 von Guido.
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ThemenstarterGast12. Feb. 2014 · #1
Hallo,

Matamba Bush Camp, Leshiba Wilderness, Jembisa (Waterberg) und andere Reserves in Südafrika gelten als "safe" für Bush Walks. Man darf da überall ganz offiziell ohne Guide oder sonstige Begleitung allein durch den Bush wandern. Meistens auch mit kleinen Kindern. In diesen Reserves gibt es zwar keine Löwen und Elefanten, aber jeweils Leoparden und Braune Hyänen. Ich kann verstehen, dass man z.B. Geparden nicht als besonders gefährlich einstuft. Aber ich staune immer ein bisschen, wenn man Leoparden, die bis zu 90 kg schwer werden können, als komplett ungefährlich einstuft. Weiß jemand, woher das kommt? Gibt es dazu eine Richtlinie in Südafrika oder ist das die Entscheidung der jeweiligen Betreiber?

Das soll keine Kritik sein. Es ist absolut großartig dort zu Fuss umher zu streifen und Tieren auf wenige Meter nahe zu kommen. Auf Leshiba kommt man z.B. zu Fuss auch bis auf ca. 20 Meter an Nashörner heran, was ein fantastisches Erlebnis und etwas völlig anderes als ein Game Drive mit dem Auto ist. Ich wundere mich eben nur ein bisschen und würde gern den Hintergrund kennen.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200612. Feb. 2014 · #2
Hi Gudio,

ich stimme Dir da absolut zu. Es sind und bleiben wilde, d.h. unberechenbare Tiere. Aus diesem Grund wurde das "Geparden-Streicheln" in Namibia ja verboten (ob sich Harnas & Co nun daran halten ist ne andere Geschichte). Erindi z.B. bietet nun Kinder-Game-Drives an, bei denen trotz Guide und der Tatsache, dass man im Auto sitzt, keine Tiere wie Elefanten, Löwen, Hyänen, Leoparden etc. angefahren werden.

Wobei man natürlich sagen muss, dass auf z.B. fast allen Farmen Geparden und Leoparden vorkommen und dennoch das Wandern erlaubt ist. Das Risiko ist natürlich insgesamt gering, aber es besteht weiterhin!

Viele Grüße aus dem heute sonnigen Windhoek
Christian
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7'287 Beiträge · seit 200612. Feb. 2014 · #3
Hallo Guido

Ich war schon oft zu Fuss im Busch unterwegs. Auch in Gebieten mit Leoparden, Hyänen und Löwen. Was mir immer wieder auffällt, ist dass diese Tiere sich sehr schnell verziehen, sobald ein Mensch zu Fuss und nicht in einem Fahrzeug daher kommt. Es ist also eher ein grosser Glücksfall überhaupt einem Raubtier zu begegnen.

Natürlich gibt es ein gewisses Risiko. Die Chance, dass Du auf dem Weg zu so einer Lode einen Autounfall hast, schätze ich aber als deutlich grösser ein.

Herzliche Grüsse
Chrigu

P.S. Ich stand letzte Woche bei Lang Rambuka (Polentswa-Trail, Botswana) 20 Meter vor einem Löwen als ich auf der Suche nach einem guten Platz für ein Klo war 😄 Der hat unser Camp ganz ruhig beobachtet und sich anschliessend langsam verzogen.
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zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2014
ThemenstarterGast12. Feb. 2014 · #4
Hallo,

ich bin ja wie gesagt auch sehr froh, dass es so etwas noch gibt, weil das eben etwas ganz anderes als der 137. Game Drive mit dem Auto ist. Viel intensiver. Vielleicht ist es auch dumm, so eine Diskussion hier überhaupt zu führen. Aber mich wundert es halt ein bisschen und vielleicht weiß ja jemand, ob es dazu irgendwelche offiziellen Vorgaben in Südafrika gibt.

Beste Grüße

Guido
3'080 Beiträge · seit 200912. Feb. 2014 · #5
Hallo Guido,

offizielle Richtlinien gibt es meines Wissens nach nicht. Ich bin auch schon of zu Fuss unterwegs gewesen (Rhino Tracking, Elefanten im Krügerpark zu Fuss begleitet, Leopard ausserhalb des Autos getroffen,usw, usw). Ganz aktuell habe ich letzten Monat unser Auto im Beisein einer Löwin beladen.

Meine Erfahrung ist auch die dass die Tiere sich zurückziehen, bei dem von dir angesprochenen Leoparden gehören wir einfach nicht ins Beuteschema. Braune Hyänen würden dich nie angreifen, sie haben Angst vor Menschen. Ich habe das Glück gehabt braune Hyänen über längere Zeit beobachten zu können, allein die Augen zeigen ängstliches Verhalten wenn sie am Wasserloch erscheinen und meistens schnell wieder verschwinden.

Der Leo den ich ausserhalb des Autos getroffen habe hat mich angesehen und dann in Ruhe weitergefressen, für den war ich nicht interessant.

Vielleicht ist das der Grund warum es keine Vorschriften gibt, bis auf einen Vorfall am North Gate wo ein Leopard ein Kind verletzt hat das unbeaufsichtigt trotz Warnungen der Ranger im Dunkeln umherlief, das so gut wie nie etwas passiert.

lg sasowewi
2'530 Beiträge · seit 201112. Feb. 2014 · #6
Leoparden gibt es überall, speziell auf den Farmen in Limpopo, in der Gegend um Vaalwater, Welgevonden etc.
Wir laufen dort immer auf der Farm, auch nachts, und mein Kumpel hat zwei kleine Kinder die ständig alleine los laufen. Er hat aber auch genug Game, und ab und zu fehlt ein Kalb.

Aber, Thabazimbi hatte vor zwei Jahren etwa ein Leopardenproblem wo laufend kleine Hunde nachts aus den Gärten verschwanden, bis man dann Leoparden dafür ausgemacht hat. Ich denke es kommt sehr auf die Gegend an und wie sich die Tiere an das menschliche Verhalten gewöhnen.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
1'155 Beiträge · seit 200612. Feb. 2014 · #7
Cruiser schrieb:

Leoparden gibt es überall, speziell auf den Farmen in Limpopo, in der Gegend um Vaalwater, Welgevonden etc.

..das stimmt, die nette Dame -ich glaube es ist ein Weibchen- habe ich auf einem Morgenspaziergang dem Limpopo entlang getroffen. Das Überraschung war gegenseitig, der Abstand etwa 4 Meter, die Situation etwa 30 Sekunden, dann trottete die schöne Katze ganz relaxed davon..


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