Air Namibia ist zufrieden

12 Antworten · 3'261 Aufrufe · gestartet 30. Jan. 2014 von piscator
Antworten
Themenstarter1'483 Beiträge · seit 200930. Jan. 2014 · #1
Guten Morgen!

Ich weiß nicht, ob man es so sehen kann, aber Air Namibia klopft sich an die Brust.

Pünktlichkeit


Piscator
Gast30. Jan. 2014 · #2
Hallo,

die Pünklichkeit und noch viel mehr die allgemeine Zuverlässigkeit hat sich verbessert und das kann sich Air Namibia auch zurecht positiv anrechnen lassen. So ganz langsam scheint das Vertrauen zu steigen und die Passagiezahlen sich wieder dem Niveau vor der akuten Krise anzunähern. Die im letzten Jahr wegen dem Air-Namibia-Chaos gescheitere Werbetour mit Dertour scheint nun auch dieses Jahr stattzufinden.

Für den Tourismus in Namibia ist Air Namibia meines Erachtens weiterhin kontraproduktiv. Die Preise für Flüge nach Namibia sind im Wettbewerb mit Südafrika einfach zu hoch. Namibia steht beim Tourismus eher im Wettbewerb zu Südafrika als zu Botswana. Man kann in der Nebensaison zuverlässig für 500-600 EUR und in der Hauptsaison für 700-800 EUR nach Johannesburg fliegen. Für Namibia werden in der Nebensaison 800-1000 EUR und in der Hauptsaison 900-1100 EUR fällig. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Touristenzahlen - insbesondere wenn mit Kindern gereist wird.

Ich bin auch bereit, einen gewissen Aufpreis für Namibia zu bezahlen. Aber wenn mich der Spaß zu dritt 1.000 EUR oder mehr Aufpreis kostet, überlege ich schon, ob ich nicht auch eine nette Runde durch Botswana, Zimbabwe etc. zusammen bekomme oder möglicherweise die Reise um 2 Tage verlängere und von Südafrika aus nach Namibia starte. Dann gehen eben wieder ein paar tausend Euro für Mietwagen und mehr an den Tourismusanbietern in Namibia vorbei und landen in Südafrika. Und weil ich mit dieser Ansicht offenbar nicht allein bin, wächst in den letzten Jahren eben der Tourismus in Südafrika und in Namibia ist er stagnierend bis leicht rückgängig und das obwohl die globalen Ausgangsbedingungen (Wechselkurs etc.) nicht besser sein könnten.

British Airways und Air France bieten gerade Südafrika mit A380 für 540 EUR inkl. für uns günstigem Zubringerflug ab Hamburg. Mit Air Namibia inklusive Anreisekosten nach Frankfurt zahlen wir 1.100 EUR mehr. Wir müssen nicht den letzten Cent aus der Reisekalkulation pressen, aber es stellt sich die Frage, was wir für 1.100 EUR mehr denn eigentlich mehr geboten bekommen? Das mit den 1.100 EUR vor allem strategische Fehlentscheidungen der Politik in Namibia zu bezahlen sind, ist vielleicht nicht das allerbeste Werbeargument im Wettbewerb um Touristen.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200630. Jan. 2014 · #3
Hi Guido,
Die Preise für Flüge nach Namibia sind im Wettbewerb mit Südafrika einfach zu hoch.
aber da vergleichst Du auch Äpfel mit Birnen. Du kannst nicht den Preis einer Kleinstfluggesellschaft ohne Konkurrenz mit denen von weltweit agierenden Großfluggesellschaften in ganz erheblichem Konkurrenzkampf vergleichen. Den einzigen Vorteil den AN hat ist die kürzere Flugzeit da direkt - dem einen ist es was wert, dem anderen nicht. Man wundert sich wie viele Leute mittlerweile von Fra via Wdh nach CPT die Air Namibia nutzen. Hätte ich auch nie gedacht, aber da scheinen die Preise, da ein Konkurrenzkampf herrscht, durchaus konkurrenzfähig zu sein. Meine Mutter fliegt im Mai mit AN nach Windhoek. Kostet retour von/bis FRA €660, hinzu kommen €99 für den Zubringer mit LH von HAM nach FRA und retour. Das finde ich, in der Übergangssaison einen guten Preis. Der gleiche Spaß kostet aber im Oktober 300 Euro mehr.

Viele Grüße aus dem wieder bewölkten Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast30. Jan. 2014 · #4
Hallo,
travelNAMIBIA schrieb:aber da vergleichst Du auch Äpfel mit Birnen. Du kannst nicht den Preis einer Kleinstfluggesellschaft ohne Konkurrenz mit denen von weltweit agierenden Großfluggesellschaften in ganz erheblichem Konkurrenzkampf vergleichen.
Doch, natürlich kann ich das vergleichen. Es ist mein Urlaub und mein Geld. Ich möchte als Tourist primär eine schöne Zeit haben, "wilde" Tiere und nette Landschaften im südlichen Afrika sehen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da mein Reisebudget wie bei den meisten nicht unbegrenzt ist und ich über das Jahr auch noch andere Reisen mache, vergleiche ich dann. Dummheiten und Unfähigkeiten namibischer Politiker muss ich dabei nicht honorieren oder im Vergleich herausrechnen. Und genau diesen ist die IST-Situation geschuldet, dass Namibia von Europa aus nur von einer Kleinstfluggesellschaft angeflogen wird; das Wettbewerb für Air Namibia durch die Politik vorsätzlich behindert wird; das ein Quasi-Monopol geschaffen wurde. Und welch ein Wunder: Es treten dann die für Monopole völlig typischen Zustände ein: Nämlich mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und hohe Preise.
travelNAMIBIA schrieb: Man wundert sich wie viele Leute mittlerweile von Fra via Wdh nach CPT die Air Namibia nutzen. Hätte ich auch nie gedacht, aber da scheinen die Preise, da ein Konkurrenzkampf herrscht, durchaus konkurrenzfähig zu sein.
Der Flugpreis von 700 EUR ist für Air Namibia ja garantiert unrentabel und Air Namibia eigentlich überhaupt nicht konkurrenzähig. Air Namibia müsste dann FRA-WDH kostendeckend für gut 500 EUR fliegen können um FRA-WDH-CPT für 700 EUR anbieten zu können. Hahaha. Die scheinbare Konkurrenzfähigkeit wird durch namibische Steuergelder hergestellt, die British Airways, Lufthansa und andere nicht bekommen. Die Politiker in Namibia sind halt so blöd, mit namibischen Steuergeld den Tourismus in Südafrika zu befeuern. Das Thema hatten wir ja schon.

Ansonsten bin ich bereit für Namibia ca. 200 EUR pro Nase mehr zu zahlen. Das reicht aber meistens nicht. Ja, man kann über Südafrika fliegen. Aber das kostet dann eben auch schon 200 EUR pro Nase mehr als der Flug bis JNB, von Hamburg aus kommt man dann auf ca. 20 Stunden Anreise und bei mir ist bisher beide Male Gepäck in Johannesburg hängen geblieben. Gerade mit Kind nicht so attraktiv. Michael Iwanowski hatte sich dazu im letzten Jahr auch eindeutig geäußert.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200630. Jan. 2014 · #5
Hi Guido,
Es treten dann die für Monopole völlig typischen Zustände ein: Nämlich mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und hohe Preise.
genau - und entweder man zahlt die oder man sucht sich eine alternative Anreise oder ein alternatives Reiseziel. Wie viele Reisende Namibia nicht bekommen hat, lässt sich nur sehr schwer nachvollziehen (ich persönlich kenne niemander, der wg. €300 pp nicht nach Namibia gereist wäre).

Die Subvention/Unterstützung/Zuwendung für Air Namibia liegt übrigens im kommenden Finanzjahr, nach aktuellen Berechnungen/Informationen aus dem Parlament bei 50 Millionen Namibia Dollar - ich glaube in diesem Finanzjahr sind es 1,2 Milliarden. Es scheint also, dass die Wirtschaftlichkeit, auch dank der höheren Preise, langsam sichergestellt werden kann. Wenn man dann natürlich den Markt nicht öffnet und sich der Konkurrenz stellt, sehe ich auch schwarz. Air Namibia, scheint mir, wird hier momentan wie eine sogenannte "infant industry" behandelt (so wie z.B. Milch, Hühnchen, Zement). Jegliche Importe werden erschwert/verboten um das namibische Unternehmen auf eine konkurrenzfähige Grundlage zu bringen. Dann - in aller Regel nach 8 Jahren - werden die Märkte wieder geöffnet.

Aber wenn wir mal ehrlich sind, weiß ja keiner ob sich der namibische Markt für Direktflüge aus Deutschland überhaupt lohnt (Dank des aus aller Welt gut erreichbaren Hubs namens Johannesburg). Lufthansa damals und auch Air Berlin hätten die Flüge kaum eingestellt, wenn man damit richtig Kohle machen könnte. Die Gerüchte, die ich ja auch gehört habe, dass z.B. KLM nach Windhoek fliegen will, sind ja seit 3+ Jahren auch nur Gerüchte. Wir wissen ja alle, das die Business Class die Flugkosten zahlt. Und nicht mal Botswana, mit 90 % Business-Class-Touristen erlaubt/leistet sich eine Direktverbindung nach Europa, den USA oder so. ICh habe schon häufiger dafür plädiert, dass an AN (so ähnlich wie Air Botswana, Swazi Airlink) alle zwei Stunden JNB anfliegt und die Verbindung nach Frankfurt lässt.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2014
Themenstarter1'483 Beiträge · seit 200930. Jan. 2014 · #6
Ich danke euch Beiden,
habe wieder dazugelernt. Guido, mit deiner Expertise hatte ich gerechnet. Schön, dass du, Christian, immer zusteuern kannst.

Gruß Reinhard
195 Beiträge · seit 201330. Jan. 2014 · #7
Kann Guido nur voll und ganz zustimmen.
travelNAMIBIA schrieb:
(ich persönlich kenne niemander, der wg. €300 pp nicht nach Namibia gereist wäre)
Für viele Singles mag das vielleicht noch gelten. Für Familien mit Kindern, wo das Geld ohnehin nicht so locker sitzt kommt da schnelle eine ganz schöne Summe zusammen, die dann das Reiseziel in eine andere Richtung verschiebt. Wenn ich keine Bindungen nach Namibia hätte würde ich mir das auch überlegen. Die Preise die aufgerufen werden sind schon sehr hoch, auch im Vergleich mit anderen weltweiten Zielen. So gesehen ist AN auch nicht konkurrenzlos. Auch der Tourismusmarkt ist globalisiert und wenn Namibia nicht attraktiv ist dann fliegt man halt woanders hin.
travelNAMIBIA schrieb:
ICh habe schon häufiger dafür plädiert, dass an AN (so ähnlich wie Air Botswana, Swazi Airlink) alle zwei Stunden JNB anfliegt und die Verbindung nach Frankfurt lässt.
Wenn ich über JNB fliege komme ich dort meist mit einem Star Alliance Flieger an. Dann fliege ich am liebsten auch gleich mit SAA weiter. Die fliegen Windhoek auch mehrmals täglich an. Ich weiß nicht, ob das das Geschäft mit europäischen Touristen für AN verbessern würde.
Als Keinstfluggesellschaft, die kein Mitglied in einer Allianz ist hat man auch auf diesen Strecken immer einen Nachteil gegenüber SAA und Co. wenn diese auch das Endziel anfliegen.
zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2014
Gast30. Jan. 2014 · #8
Moin 😉
travelNAMIBIA schrieb:genau - und entweder man zahlt die oder man sucht sich eine alternative Anreise oder ein alternatives Reiseziel.
Mit Blick auf die Flugstatistiken lässt sich feststellen, das ziemlich viele in den letzten Jahren das gemacht haben: sich ein alternatives Reiseziel gesucht. Für viele Tourismusanbieter in Namibia ist das alles andere als gut und es ist insgesamt schade, was Namibia da an Potential liegen lässt. Namibia hat meines Erachtens ansonsten fantastische Bedingungen für mehr Tourismus und kaum eine Branche kann so viele Jobs auch für die Leute mit eher geringer (Aus-)Bildung generieren wie der Tourismus.

Wenn die Leute weniger nach Namibia kommen, kommt zwangsweise die Frage auf, warum das so ist.
Gab es in Namibia politische Unruhen? Nein. Hat Namibia Visumbedingungen verschärft? Nein.
Hat sich die Sicherheitslage (auch im Vergleich zu SA) verschlechtert? Nein. Das Mietwagenangebot in Namibia ist mittlerweile super und außer der deutlich schlechteren Fluganbindung fällt mir wenig ein, warum sich Namibia in Sachen Tourismus schlechter entwickelt als Südafrika. Siehst Du noch andere mögliche Ursachen?

Südafrika ist größer, hat viel mehr Einwohner, eine sehr deutlich größere Wirtschaft. Das die mehr Flüge auf andere Kontinente haben, ist logisch und Namibia wird das nie einholen können. Aber so wie jetzt müsste die Situation eben auch nicht aussehen.
travelNAMIBIA schrieb:Wie viele Reisende Namibia nicht bekommen hat, lässt sich nur sehr schwer nachvollziehen (ich persönlich kenne niemander, der wg. €300 pp nicht nach Namibia gereist wäre).
Ich liebe nach wie vor das Kaokoveld und Damaraland und das ist das, was mich überhaupt noch nach Namibia zieht. Aber wir waren eben auch schon mehrfach in Namibia, Botswana, Südafrika usw. Ich muss mich dann nicht mehr zwangsweise auf ein Land festlegen und um jeden Preis dahin. Bei 1.100 EUR Mehrkosten im Wunschdatumsbereich fange ich dann ernsthaft an zu überlegen.
travelNAMIBIA schrieb:Die Subvention/Unterstützung/Zuwendung für Air Namibia liegt übrigens im kommenden Finanzjahr, nach aktuellen Berechnungen/Informationen aus dem Parlament bei 50 Millionen Namibia Dollar - ich glaube in diesem Finanzjahr sind es 1,2 Milliarden.
Im Rahmen der Rettungsaktion im letzten Jahr wurden für dieses Jahr eigentlich bereits 362 Millionen NAD an neuen Subventionen für AN budgetiert und für 2015/2016 auch wieder 304 Millionen. Würde mich sehr wundern, wenn das auf 50 Millionen eingedampft werden kann. Plausibler wäre fast, dass der damals berechnete Bedarf durch die geänderten Wechselkurse wieder nicht reicht, denn fast alle Ausgaben von AN fallen in USD und EUR an und die damals als notwendig erachteten 362 Millionen NAD sind in USD jetzt ein Viertel weniger geworden. Von den groß angekündigten Untersuchungsberichten hat man übrigens noch bemerkenswert viel gehört. 😉
travelNAMIBIA schrieb:Aber wenn wir mal ehrlich sind, weiß ja keiner ob sich der namibische Markt für Direktflüge aus Deutschland überhaupt lohnt (Dank des aus aller Welt gut erreichbaren Hubs namens Johannesburg). Lufthansa damals und auch Air Berlin hätten die Flüge kaum eingestellt, wenn man damit richtig Kohle machen könnte.
Ja, genau weiß das keiner. Lufthansa ist aber sehr lange her und Air Berlin musste das wohl auf Geheiß von Etihad aufgeben. Das südliche Afrika und Asien sind das Hoheitsgebiet von Etihad. Air Berlin darf in der Kooperation fast nur noch Europa, Nordafrika und Amerika bedienen, weil das nicht sinnvoll über Abu Dhabi zu routen ist. Lustig ist in gewisser Weise, dass da quasi der Schwanz mit dem Hund wedelt. Denn Air Berlin ist (noch) größer als Etihad. Aber wer die Kohle hat, hat eben das Sagen.
travelNAMIBIA schrieb: ICh habe schon häufiger dafür plädiert, dass an AN (so ähnlich wie Air Botswana, Swazi Airlink) alle zwei Stunden JNB anfliegt und die Verbindung nach Frankfurt lässt.
Sehe ich auch so. Eine Existenz als Regionalairline ist auch meines Erachtens die realistischste Zukunftsoption für Air Namibia. Für Lufthansa und Co. ist es dann auch interessanter WDH zu bedienen, weil sie dann nicht mehr in Wettbewerb zu einer Airline treten müssen, die Zugriff auf Subventionen in unbegrenzter Höhe hat. Und wenn andere Airlines Windhuk anfliegen, dann werden auch sinnvolle Codesharings oder gar die Einbindung in eine Allianz möglich, weil die dann gern einen regionalen Partner haben, der ihnen mit Zubringerflügen die Langstreckenmaschinen füllt. Heute kann keine externe Airline groß etwas mit dem Regionalnetzwerk von Air Namibia anfangen, weil keine andere Airline Air Namibias Basis Windhoek auf Langstrecke bedient.
piscator schrieb:Guido, mit deiner Expertise hatte ich gerechnet.
Ich liefere bei dem Thema zuverlässig und ohne Überraschungen 😈

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2014
545 Beiträge · seit 200630. Jan. 2014 · #9
Hallo,

na wenn Air Namibia zufrieden ist, dann bin ich das auch 😵 !

Und der nächste Flug geht dann wieder mit der SAA, weil zuverlässiger und viel günstiger als AN.

Ich finde 300.- € p.P. sind richtig viel Geld, ich muß da schon ne Weile für Arbeiten.

In Namibia glauben viele Menschen wohl, das es in D jedes jahr zweistellige Lohnerhöhungen gibt, ich kann mich schon gar nicht mehr an meine letzte Lohnerhöhung Erinnern!

Einträchtliche Grüße
33,1k Beiträge · seit 200630. Jan. 2014 · #10
Hi Guido,
Siehst Du noch andere mögliche Ursachen?
spontan fällt mir nur ein, dass Südafrika jeder auf der Welt kennt, bei Namibia ist das anders (selbst gebildete haben zu einem Großteil keine Ahnung was, wie und wo Namibia ist). Die Bekanntheit Namibia ist einfach - v.a. außerhalb des deutschsprachigen Marktes - gering.
Wenn die Leute weniger nach Namibia kommen, kommt zwangsweise die Frage auf, warum das so ist.
Internationale Wirtschaft, Eurokrise? Klar, das betrifft auch Touristen die nach Südafrika reisen/gereist sind, nur muss man auch ganz klar sagen, dass eben Südafrika (nicht nur die Flüge) um ein vielfaches günstiger als Namibia ist - Lebensmittel, Unterkünfte usw.
Ich muss mich dann nicht mehr zwangsweise auf ein Land festlegen und um jeden Preis dahin.
Absolut, das kann ich nachvollziehen. Ich meinte bei meinen salopp gesagten 300 Euro auch eher die Ersttäter, die unbedingt einmal nach Namibia wollen.
budgetiert und für 2015/2016 auch wieder 304 Millionen.
Wo hast Du die Zahlen her? Ich habe gerade von Abgeordneten eben die 50 Mio für 2014/2015 gehört (wird im März verabschiedet).
weil keine andere Airline Air Namibias Basis Windhoek auf Langstrecke bedient.
Die NAC hält ja aber immer noch an ihren Plan fest, eine zweite Bahn und ein zweites Terminal zu errichten. Entweder soll AN das alles auslasten oder es werden doch neue Fluggesellschaften "angelockt" werden?

Nichts genaues weiß man nicht - und da stimme ihr Dir absolut zu - am wenigsten weiß AN selber 😉

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2014
Gast30. Jan. 2014 · #11
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:
Ich muss mich dann nicht mehr zwangsweise auf ein Land festlegen und um jeden Preis dahin.
Absolut, das kann ich nachvollziehen. Ich meinte bei meinen salopp gesagten 300 Euro auch eher die Ersttäter, die unbedingt einmal nach Namibia wollen.
Wie heißt die oberste Marketingregel: Einen Neukunden zu gewinnen ist 10 mal teurer als einen Stammkunden zu halten. Namibia geht manchmal nicht so pfleglich mit Stammkunden um. Wenn so Stammkunden-Programme wie die Nam-Leisure-Card von NWR aufgelegt werden, kann man sich als Deutscher schon mal ins Gesicht getreten fühlen. 50% mehr zahlen und dafür 80% weniger Rabatt bekommen, ist in Sachen Marketing wirklich eine dreiste Nummer und gleichbedeutend mit "Hau ab".

Wurde das Programm eigentlich mittlerweile modifiziert? Auf der NWR-Website ist immer noch der Flyer verlinkt, laut dem es nur 10% Rabatt für Internationals gibt. Im Antragsformular selbst stehen zwar die unterschiedlichen Kartenpreise für Namibian, SADC und International, aber nur eine "50% discount" - Angabe ohne Unterscheidung zwischen den 3 Gruppen. Das wäre dann ja durchaus interessant und würde sich z.B. mit 2 Nächten Dolomite schon rechnen.
http://www.nwr.com.na/pdf/namleisure_form.pdf
travelNAMIBIA schrieb:Wo hast Du die Zahlen her?
«Indes werden in der Mittelfristigen Finanzplanung der Regierung schon jetzt die Subventionen für die Fluggesellschaft in den kommenden Jahren genannt: 362,2 Mio. N$ (2014/15) und 304,1 Mio. N$ (2015/16).»
http://www.az.com.na/kommentar/air-namibia-rettung-auf-zeit.163846.php
Stand damals auch in anderen Zeitungen als der AZ.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200631. Jan. 2014 · #12
Hi Guido,
gescheitere Werbetour mit Dertour scheint nun auch dieses Jahr stattzufinden.
ja, und zwar genau jetzt.
Mehr als 100 Reise-Agenten aus Deutschland, Österreich und Belgien sind im Zuge einer Vermarktungstour unterwegs in Namibia. Vor einem Jahr war das so genannte DER-Tour-Länderspecial kurzfristig abgesagt worden.
Quelle: Hitradio Namibia-Schlagzeilen
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
33,1k Beiträge · seit 200603. Feb. 2014 · #13
OFF TOPIC
----------------
Moin Guido,

ich nutze mal diesen Thread, da hier ja auch die Expedienten-Reise von Dertour als Thema auf kam. Hierzu hat die DERTOUR-Vorsitzende für u.a. Afrika ein kurzes Statement (Tourismussituation in Namibia) abgegeben, denn sie befindet sich gerade mit 100 Reiseexperten in Namibia. Vielleicht interessiert es Dich.

http://www.hitradio.com.na/programm/interviews/

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!