Savanna GPS-Tracking per car chip

9 Antworten · 2'608 Aufrufe · gestartet 19. Dez. 2013 von RT-Treiber
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Themenstarter123 Beiträge · seit 201319. Dez. 2013 · #1
Hallo,

habe bei der Mietwagen Übergabe vor 4 Wochen mit erstaunen festgestellt, dass Savanna in Windhoek seine Mietwagen alle mit GPS tracking ausrüstet um bei Unfällen gegebenenfalls nachweisen zu können, dass man die vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten, Teer 120 km/h Gravel 80 km/h eingehalten hat, andernfalls Verlust der Haftpflicht Versicherung. Zusätzlich kann man natürlich auch die gefahrene Strecke genauestens nachverfolgen; sein Einverständnis muß man per Unterschrift bestätigen.
Meiner Meinung nach sollte man der Fairness halber seinen Kunden vor Vertragsabschluß zur Kenntnis bringen und nicht erst bei der Übergabe....
Anscheinend ist das Datenschutz Verständnis in Namibia ein Anderes als in Deutschland. 😉

Wie ist Eure Meinung dazu

Gruß
Peter

NB: Ich habe kein grundsätzliches Problem damit, nur möchte es vorher gerne wissen.
Der restliche Ablauf und auch das Fahrzeug und Service waren einwandfrei, ohne Probleme
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2013
Gast19. Dez. 2013 · #2
Hallo,

das haben fast alle Vermieter seit Jahren verbaut und es ist eigentlich allgemein bekannt. Es ist mittlerweile wohl auch schlicht eine Voraussetzung, damit der Vermieter einen bezahlbaren Versicherungstarif für seine Autos bekommt.

Der Spruch "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten." ist bei Datenschutzaspekten zwar meistens äußerst dümmlich, aber hier geht es auch nicht primär um Datenschutz. Es gab eben zu viele Kunden, die sich für besonders clever hielten und dann mal den van-Zyls "heimlich" gefahren sind oder die bei Schäden am Auto immer die abenteuerlichsten Lügen-Geschichten präsentiert haben.

Relevant wäre für mich höchstens noch, ob das System auch von unterwegs regelmäßig Positionsdaten übermittelt oder ob nur nach der Reise die aufgezeichneten Tracks ausgelesen werden.

Beste Grüße

Guido
1'523 Beiträge · seit 201119. Dez. 2013 · #3
Guten Tag Guido,

die aufgezeichneten Tracks werden nicht übermittelt, aber bei Unfällen etc. zur Auswertung herangezogen,

was eigentlich Sinn macht.......(bei unserem Mietwagenvermittler)

mit Grüssen,

BMW
Gast19. Dez. 2013 · #4
Hallo BMW,

es gibt auch Blackbox-Lösungen, die regelmäßig Posititionsdaten per Mobilfunknetz oder Satellit übermitteln (wie die Löwen-Sat-Halsbänder). Das ermöglicht teilweise auch eine Stilllegung des Fahrzeugs, wenn dieses z.B. unerlaubt außer Landes gebracht werden soll (Geo-Fencing). Versicherungen honorieren solche Systeme wohl teilweise mit einem Extra-Rabatt bei der Diebstahlversicherung des Fahrzeugs. Insofern ist immer die Frage, welches System der Vermieter im jeweiligen Auto verbaut hat. Track-Aufzeichnung ist als Basisfunktionalität eigentlich immer dabei.

Sofern regelmäßig aktuelle Daten übermittelt werden, kann das theoretisch zusätzliche Gefahren bergen, wenn diese Daten in die falschen Hände gelangen. Man kann z.B. den Touri, der mit 10.000 EUR Kameraausrüstung angereist ist, dann ganz gezielt überfallen, wenn er auf einer abgelegenen Campsite nächtigt. Irgendwo vorhandene Daten wecken immer Begehrlichkeiten, diese auch zu nutzen. Für Südafrika sind auch Fälle dokumentiert, wo bei der Einreise am Flughafen beim Zoll deklarierte größere Bardgeld- oder Schmuckwerte als Info an kriminelle Banden weiter gegeben wurden und zu gezielten Überfällen führten. Anderseits können solchen Positionsdaten bei diversen Notfallszenarien auch von großer Hilfe sein.

Beste Grüße

Guido
1'523 Beiträge · seit 201119. Dez. 2013 · #5
........sehe das Problem und teile Deine Ansicht....

BMW
Gast19. Dez. 2013 · #6
Guido. schrieb:
Sofern regelmäßig aktuelle Daten übermittelt werden, kann das theoretisch zusätzliche Gefahren bergen, wenn diese Daten in die falschen Hände gelangen. Man kann z.B. den Touri, der mit 10.000 EUR Kameraausrüstung angereist ist, dann ganz gezielt überfallen, wenn er auf einer abgelegenen Campsite nächtigt.
Also auf diesen Gedanken waere ich nie gekommen. Normalerweise hat nur einer Zugriff auf die Daten - er muss sich mit Passwort etc anmelden. Das Ganze sollte normalerweise im Buero stattfinden, wo nicht jeder Zutritt hat. Also fuer mich ist das nicht besonders realistisch, wenngleich ich natuerlich deinen Punkt sehe.
Guido. schrieb:Anderseits können solchen Positionsdaten bei diversen Notfallszenarien auch von großer Hilfe sein.
Genau.

lg
IWoMa
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2013
1'455 Beiträge · seit 200619. Dez. 2013 · #7
Wir haben in unseren Bussen seit etwa 2 Jahren auch GPS Tracking.

Die daten werden via GPRS (Empfang vorausgesetzt, sonst Pufferung im device und spaetere Uebertragung) an das zantrale System in SA uebermittelt. Die Positionen, gefahrenen Strecken, Geschwindigkeit,.... kann ich an JEDEM Computer ueber den Browser abrufen. Dazu braucht man natuerlich die Login-Daten, aber Datenschutz ist anders...

LG aus Windhoek
Jens
Gast19. Dez. 2013 · #8
Naja, aber come on - es steht ja nicht drin, dass Herr und Frau Mueller nun mit dem Fahrzeug NxxxxW unterwegs sind und jede Menge Wertsachen dabei haben.
Man sieht die Fahrzeugnummer und die dazugehoerige Strecke mit Geschwindigkeit, jedenfalls ist das bei uns so. Evtl noch Start/Stop, Ignition on/off, Battery low usw, das haengt vom Tracker ab. Also wo ist da bitte der Datenschutz verletzt?

lg
WoMa
Gast19. Dez. 2013 · #9
Hallo,
WoMa schrieb:Also auf diesen Gedanken waere ich nie gekommen.
Darauf, das Leute beim südafrikanischen Zoll kriminelle Banden instruieren, wäre ich auch nicht gekommen.

Ich sehe das auch nicht als akkute Bedrohung für massenweise Touristen. Aber irgendwann wird es wohl zumindest mal Einzelfälle nach dem Schema geben, zumal bei den Vermietern vermutlich teilweise die Sensibilität für Datensicherheit fehlt. Und das Erbeuten solcher Daten kann auf mehreren Wegen erfolgen. Man kann jemanden beim Vermieter schmieren. Oder man greift die Daten durch einen Angriff ab. Die Logins bei diversen südafrikanischen Anbietern von Tracking-Lösungen erfolgen komplett unverschlüsselt, was ein Ausdruck völliger Sorglosigkeit ist. Das ist dann nicht so schwer, da mal ein Passwort abzugreifen. Na, wenigstens hat die NSA bei unverschlüsselten Passwörtern überhaupt keinen Stress, auch mitzureisen 😎

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2013
Gast19. Dez. 2013 · #10
... und dann müssen wir künftig auch sehr genau darüber nachdenken, was wir auf den Einreiseformularen vermerken,
wenn es darum geht, wie viel Geld wir in den nächsten Tagen ausgeben möchten

... und wir sollten es ggf. auch mit Zolldeklarationen (sofern auszufüllen) nicht so genau nehmen

Grüße baboon