Ich weise nochmals auf die in einer der ersten Antworten genannten DKB-Bank hin.
Die bieten weltweit gebührenfreies Abheben (nicht bezahlen!) an allen Automaten die VISA akzeptieren. Der Kurs entspricht tatsächlich dem aktuellen Mittelkurs. Natürlich ist das ein Lock-Produkt damit man überhaupt DKB-Kunde wird, aber man muss ja nichts weiteres nehmen.
Es werden übrigens sogar Gebühren erstattet, welche ein Automat vor Ort berechnet. Muss man nur manuell anfragen, wird dann aber anstandslos gemacht.
Ich nutze das, obwohl ich in der Schweiz wohne: Erstens eröffnet die DKB gerne Konten für Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz - dieses kann man dann als EUR-Konto nutzen, und deckt so die gesamte EUR-Zone 1:1 ab. Ferner kann man seine Fränkli mit www.currencyfair.com extrem günstig von der Schweiz zur DKB verschieben... (oder mit transferwise, oder wie die alle heissen, ich mag halt currencyfair)
Last but not least kann man mit der www.kalixa.com Prepaid-Karte weltweit ohne Gebühren bezahlen (nicht abheben!). Die bekommt man in € aber nur mit Wohnsitz in Germany, Österreich oder Italien. Ich hab da mit Hilfe der Adresse eines Freundes in Germany etwas "getrickst" 😉 .
Zusammenfassung eines m.E. optimalen, kostenlosen, Zahlungspaketes:
- www.dkb.de zum weltweit kostenlosen abheben
- www.kalixa.com zum weltweit kostenlosen bezahlen
- www.currencyfair.com zum hin-und-herüberweisen zwischen den Ländern
Mag etwas umständlich sein die ganzen Anmeldeformalien zu durchlaufen, aber wenn alles einmal läuft ist es ganz einfach und lohnt sich
wirklich.
Zusatztipp:In letzter Zeit greift das sogenannte DCC "dynamic currency conversion" immer mehr um sich. Wenn man abhebt bzw. bezahlen will, erscheint auf dem Display die Wahl ob man in "lokaler Währung" oder "Heimatwährung" zahlen will - in Namibia also z.B. N$/Rand oder €/CHF. Kurz gesagt ist es
immer besser, die lokale Währung (=nicht die Heimatwährung) zu wählen.
Grund ist, dass die DCC-Umrechnung einen saftigen Umrechnungsaufschlag enthält, den man auf den ersten Blick nicht so leicht erkennen kann. Der Betrag in € (oder CHF) kommt einem vielleicht vertrauter vor, so dass man evtl. lieber diesen wählt.
Die Kreditkartenfirmen locken Händler damit, dass mit DCC für den Händler eine reduzierte Kreditkartengebühr anfällt und Kunden "dankbar" seien in ihrer Heimatwährung denken zu dürfen. Unverschämte Händler geben auf dem Terminal daher ungefragt bereits die (Heimat-)Währung ein. Wer dann doppelt verdient ist die Kreditkartenfirma, der Händler spart ein bisschen, und wer verliert bist DU! Merken tun´ den Beschiss nicht viele: Um das zu überprüfen müsste man nachhalten wieviel Rand es nochmal gewesen wären, und welchen Kurs man ohne DCC bekommen hätte. Später auf dem Kontoauszug ist das gar nicht mehr nachzuvollziehen - dort steht dann nämlich nur noch "xx €" (oder CHF).
>>Hier<< ein Beispiel wie man in einer Abhebung von £200 in London €13.35 verspielen kann, wenn man auf den "falschen" Knopf drückt...
Wünsche ein schönes Weltenbummeln!
Gruss,
Christian