wenn auch etwas "verspätet" so möchten wir nun von unserer Reise berichten.
1. und 2. Tag Frankfurt – Windhoek – Kalkrand (Di. 3.9. und Mi. 4.9.2013)
Unser Fahrer holt uns pünktlich ab und bringt uns und unser Gepäck zum Flughafen. Tagelang habe ich per Internet verfolgt, ob Air Namibia zu den geplanten Uhrzeiten fliegt,
Die Koffer sind gepackt, mein Mann Ralf hat eine halbe Autoreparaturwerkstatt eingeladen, Fotos, div Ladesgreäte usw.... Aber nun ist es soweit, wir werden fliegen - ich kann es immer noch nicht glauben, dass dieser Traum Wirklichkeit wird.
Das Abgeben der Koffer ist problemlos, leichtes Übergewicht, ist aber kein Thema. Wir kehren bei McDonald ein, damit der Magen etwas zu tun hat und schauen schon mal auf die Flugzeuge. Tja, dann beginnt das Abenteuer, wir verabschieden uns und steuern der Passkontrolle zu. Hier in Deutschland ist das alles kein Problem … In meinem Rucksack werden Batterien „entdeckt“.
Wir gehen gleich zu unserem Gate, dass offiziell noch nicht offen ist, wir dürfen uns aber trotzdem hinsetzen, um einige Zeit später wieder hinaus komplimentiert zu werden, damit wir wieder kontrolliert werden können.
Endlich dürfen wir ins Flugzeug steigen und irgendwann hat auch jeder seine Siebensachen verstaut. Wir stehen am Terminal 2 und schippern genüsslich 20 Minuten lang zur Startbahn West und heben ab. Kurze Zeit später werden Getränke gereicht, dazu ein leckeres Abendessen (Rindfleisch mit Bohnen und Kartoffelbrei, Hähnchen mit Bratkartoffeln und Spinat, zu beiden Gerichten Nudelsalat und zum Nachtisch Schokokuchen). Das Licht wird bald gelöscht und wir versuchen, irgendwie zu schlafen. Die Flugbegleiter gehen immer wieder herum und bieten Wasser an. Um 4.30 Uhr werden wir sanft geweckt, kurz danach wird das Frühstück serviert, dann landen wir kurz nach 6 Uhr bei rabenschwarzer Nacht in Windhoek.
Es ist etwas „frisch“ und wir sind froh, als wir das Flughafengebäude erreicht haben. Dank des Namibia-Forums haben wir uns bei der namibischen Botschaft die Einreiseformulare zuschicken lassen, so bleibt uns das Ausfüllen im Halbschlaf erspart.
Die Einreisebeamtinnen sind – im Gegensatz zum letzten Mal - recht freundlich. Eine Beamtin geht aus ihrem „Kabuff“ heraus, um eine junge Frau mit Kind vorzuholen und abzufertigen. Wir werden auch „abgestempelt“ und „dürfen“ bis 3.11.2013 in Namibia bleiben. Uns erwartet Efraim von unserem Autovermieter mit einer Tafel, auf der unsere Namen stehen. Wir waren begeistert. Er zeigt Ralf den Weg zum Bankautomaten und hilft auch, die Prepaidkarte „aufzutanken“. Wir sind die einzigsten Gäste und er fährt uns sicher nach Windhoek. Dort nimmt uns Bettina von Camping Car Hire in Empfang. Ralf bekommt einen gescheiten Kaffee. Sie freut sich sehr, über die mitgebrachten Bethmännchen.
Nachdem die Formalitäten erledigt sind, wird uns der Dachcamper in allen Einzelheiten erklärt und wir müssen üben, dass Zelt auf- und abzubauen …
Da Frauchen nicht so hart schlafen möchte, gibt es für uns beide noch zusätzlich Isomatten und für mich noch eine extra Klappmatraze. Da Koffer nicht ganz so praktisch sind, haben wir uns auf Grund eines Tipps aus dem Forum, noch Ikeataschen mit Reißverschluss gekauft. Nun beginnt das große Umpacken. Die Koffer werden deponiert und wir bekommen einen Plan, wie wir zur Maerua Mall kommen. Etwas kompliziert – irgendwie ist das Auto so lang - aber dann parken wir und betreten ein Einkaufsparadies. Der Wagen wird voller und voller und dann gibt es noch diese nette Essecke. Ich esse – sehr typisch für Nambia – Pizza, Ralf Lamm, Bratkartoffeln und Makkaroni . Und die erste AZ wird gekauft… Am Ende bezahlen wir 1290 NS – verhungern werden wir nicht. Im Bottleshop noch Angostura und eine Flasche Nederburg erwerben, vom Autovermieter haben wir auch eine Flasche Rotwein geschenkt bekommen, für den ersten Abend …
Schnell raus aus Windhoek, denn dies ist nicht „unser“ Namibia. Mein Göttergatte gönnt mir die ersten beiden Nächte in der Teufelskrallen Tented Lodge in Kalkrand. Unterwegs hören wir Hitradio Namibia, die gleich deutsche Songs für „uns“ spielen. Die Fahrt ist ereignislos. Ich döse ab und zu ein. Wir fahren als Erinnerung durch Rehoboth, unzählige Schulkinder sind unterwegs. In der Lodge werden wir mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt. Zum ersten Mal – und danach noch gefühlte 100 weitere Male - tragen wir uns ins Empfangsbuch ein. Irgendwann kann ich unser Autokennzeichen im Schlaf herunterbeten. Wir bekommen Zelt 6 zugewiesen, 3 km vom Alten Farmhaus entfernt. Welch ein Luxus (bitte nur die Zelte 4 -6 buchen …) Wir fühlen uns wie im Paradies. Kurz vor den Zelten beginnt der rote Kalahari Sand, einfach traumhaft.
Den Nachmittag dümpelten wir zwischen Bett und Terrasse hin und her und endlich gibt es Dinner: Salat, Gemüsesuppe, Springbock, Bohnen, Kürbis, Kartoffeln, Kuchen. Und dazu der erste Rock Shandy!!!
Übernachtung: Teufelskrallen Tented Lodge, sehr empfehlenswert. Preis pro Person Übernachtung Frühstück 1.160 NB je Nacht
Tageskilometer: 210
Ich würde gerne auch Bilder einfügen. Habe zwar jetzt eines irgendwie in meine Galerie bekommen aber das war es auch. Bitte nennt mir einen verständlichen Weg was ich tun muss. Vielen Dank
Petra
Teil 218. Nov. 2013
Liebe Mitleser und Mitfahrer, nun geht es weiter ....
3. Tag Teufelskrallenlodge/Red Dune Lodge (Do. 5.9.2013)
Die Nacht war gut, es war lustig über den Steg zur Toilette zu gehen und dabei den Sternenhimmel anzuschauen. Im Alten Farmhaus gibt es ein leckeres Frühstück, dazu Omelette. Die Teufelskrallenplantage ist aufgrund des Wassermangels nicht zu besichtigen, deshalb wird uns vorgeschlagen, eine Radtour auf dem Gelände der Red Dune Lodge (8 km entfernt) zu unternehmen. Okay, Mountainbike fahren in Namibia … Also fuhren wir zur Lodge, bekamen 2 Räder.
Ich bin gleich sanft zu Boden gegangen und mein Göttergatte mußte mich wieder aus dem Sand hochziehen.
Nach 3 Stunden kamen wir wieder zurück. Wir sahen Giraffen, ein Eland, Antilopen, Gnus, Strauße und einen Steinbock. Sehr erleichtert erreichten wir wieder die Lodge und bekamen etwas Ähnliches wie Rock Shandy und einen Apfel für mich, denn ich hatte Hunger.
Ich beklagte mich, dass wir keine Erdmännchen gesehen hätten. Keine Sorge, zur Kaffeezeit käme Toffy, ein zahmes Erdmännchen (Hummeldumm lässt grüßen!!!) Wir lagen am Pool, Wasser war eiskalt, aber zum Abkühlen der Füße reichte es aus. In der Ferne sahen wir Erdhörnchen. Dann gab es Kaffee, wir sitzen am Tisch und schwätzen (für die Nichthessen: Reden). Ralf will sich noch einen Kaffee holen und stolpert fast über Toffy.
Er hat sich bei Ralf sehr heimisch gefühlt und kuschelte sich in seinen Arm. Die anderen Gäste wollten ihn (… nicht meinen Mann) auch mal knuddeln, aber es gab keine Chance. Toffy ging immer wieder zu Ralf, bis er schließlich verschwand.
Wir kauften in der Lappa noch ein paar Souveniers und da kam Toffy wieder zur Tür herein. Dieses Mal kuschelte er mit mir, ich hätte vor Freude heulen können. Ich kann diese Momente mit ihm gar nicht beschreiben. Dann musste ich ihn dem Ranger überreichen und er meckerte vor sich hin – ich höre es immer noch.
Wir fahren zurück, duschen mit herrlichem Ausblick und freuen uns auf das Abendessen. Doch welch eine Überraschung - nach dem leckeren Salat gibt es Snitzel. Aber es schmeckt sehr lecker. Wir fahren unserem Zelt und verbringen eine gute Nacht – außer dass die Matratze für mich zu hart war …
Übernachtung: Teufelskrallen Tented Lodge
Tageskilometer: 34
Teil 319. Nov. 2013
Hallo Armin,
ja der Preis ist für das Zelt gewesen, Dinner und Getränke gingen extra. Wir empfanden die Teufelskrallen Lodge schön ruhig, allerdings ist schon zurecht gesagt worden, dass nach dem Essen die 3 km bis zum Zelt umständlich sind, denn erst fährt man ein Stück "normale" Straße, dann muss man ein Tor öffnen (und natürlich auch wieder abschließen), um auf das Gelände der Lodge zu kommen und dann noch ein bisschen fahren.
Und schlussendlich durch den schönen roten Sand leicht bergauf ins Zelt wanken ...
Doch nun geht es weiter mit unserem Reisebericht:
4. Tag Canon Roadhouse (Fr. 6.9.2013)
Ralf packt heute früh das Chaos zusammen und wir frühstücken noch einmal komfortabel. Während ich dies hier schreibe, umschwirren mich die Mücken und Ralf hat das Dachzelt am Canon Roadhouse aufgeschlagen. Erst stand das Auto etwas „doof“ unter dem Kameldornbaum, dass Zelt ließ sich nicht so wirklich aufklappen, aber mit etwas Rangieren klappte es. Es sieht alles sehr sauber aus und das Canon Roadhouse ist der Hammer.
Ich empfand die Fahrt lange und anstrengend. Kurzer Stopp in Mariental zum Einkaufen, Tanken und Besuch einer Bank (langwierig, ändert sich auch nicht im Laufe der Reise). Für heute ist Camping light angesagt, Dinner gibt es im Roadhouse. Nach der Ankunft trinken wir einen Rock Shandy, dieser bringt die Lebensgeister wieder zurück. Wir werden von einer Monster-Katze begrüßt.
Im Shop kaufen wir div. Souvenirs und für mich einen Hut. Die Souvenirpreise sind äußerst günstig.
Der Toilettengang ist recht lustig, dort hängen lebensgroße Bilder von Mann und Frau. Natürlich musste Frauchen schauen, was sich Hübsches in einem Kästchen an entsprechender Stelle verbirgt, dies löste allerdings den Alarm aus. Aus der Herrentoilette kam ein Mann, der sich vor Lachen kaum noch halten konnte, also gab es etwas ähnliches dort …
Zum Abendessen trinke ich Rotwein (17 NS das Glas, davon träumt man hier in Deutschland). Es gab Kürbissuppe, zuerst war ich skeptisch – schließlich esse ich nur die Suppe, die mein Mann kocht. Aber dann bestelle ich mir auch zum Nachtisch Suppe, sie schmeckte einfach köstlich. Als Hauptspeise gibt es Orxy oder Springbock mit Pommes, Kürbis und harten Bohnen. Das blieb auch während der gesamten Reise so, bis auf den letzten Abend. Irgendwie wird das Gemüse halb gar serviert, nun ja, muss man nicht mögen.
Als wir zum Zelt zurückkommen, stellen wir fest, dass ein Overlander neben unserer Campsite sein Lager aufgeschlagen hat. Oh je, denken wir, dies gibt eine laute Nacht. Aber nix da, sie waren leise und k.o. Es waren Studenten, die in einer Crashfahrt von Stellenbosch aus innerhalb von 12 Tagen durch Namibia und zurück fahren….
Die Nacht war erstaunlich gut auf unseren 1,20 Metern Breite, auch auf die Funktion des Nachttopfes wollte ich während unserer Reise nicht verzichten …
Übernachtung: Canon Roadhouse, Campsite, komplett 300 NS. Wunderbarer Zeltplatz, erstklassige Ablution blocks, Besuch des Roadhouses unverzichtbar.
Tageskilometer: 432
Teil 420. Nov. 2013
So, nun kommt der nächste Tag.
5. Tag Fiddlers Creek (Sa. 7.9.2013)
6.15 Uhr wurden unsere Nachbarn aktiv, also auch wir. Frühstück - wieder mit Mücken. Ralf baut das Zelt ab
Wir tanken, jedes Mal durch den Doppeltank wieder ein Erlebnis (12 NS pro Liter). Der erste Tank lässt sich gut befüllen, beim zweiten kommt es auf das Geschick des Tankstellenwarts an. Wir fahren weiter nach Hobas zum Eingang des Fish River Canyon (170 NS für ein Fahrzeug und zwei Personen). Das Licht wird schön, wir genießen den Ausblick in die Schlucht, ab und zu gibt es noch Wasserpfützen.
Wir fahren ein Stück weiter, um den Abstieg zu sehen (Puh),
genießen die Toilette (darüber schweige ich), fahren dann noch ein Stück Piste am Canyon entlang zu zwei weiteren Aussichtspunkten.
Weiter geht die Fahrt Richtung Ai-Ais, dann zur Grenze nach Noordoewer. Auschecken in Namibia - mit dem bewährten Formular, in Südafrika pendelten wir vom Schalter 1 zu 3 (Einreise, Polizeikontrolle und dann Fahrzeugkontrolle), schlussendlich kam noch eine weitere Polizeikontrolle. Blick in die Kühlbox, dann waren wir "schon" drüben..
Noch 10 km Fahrt über eine etwas anstrengende Piste, dann haben wir Fiddlers Creek erreicht. Per Mail hatten wir es gebucht und auch schon die Campsite zugewiesen bekommen, was ganz gut war, denn es war niemand Verantwortliches den ganzen Tag zu sehen.
Wir „stürzten“ uns ins Wasser des Oranje, herrlich erfrischend, vorher erklärten uns die Südafrikaner neben uns, wo wir schwimmen können. Anschließend duschen wir, wunderbar von Bambus umgeben. Ralf baut auf und bereitete das Abendessen vor. (Heute Hardcore Camping). Nudeln und Tomatensoße, mit dem Grillen des Rindfleisches haperte es noch ein wenig. Die Nachbarn kochten Potje (Poikie in Südafrika). Rindfleisch, Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Pilze, Mais, Zucchini) und ich neugieriger Mensch frage, ob ich Fotos machen dürfte, wenn es fertig ist. Sie riefen uns dann auch und boten uns eine kleine Portion zum Probieren an, die eine junge Frau uns später brachte. Einfach nur lecker. Um 20 Uhr kriechen wir ins Zelt.
Wir erklären hiermit Fiddlers Creek zum Schnarchzeltplatz, unser Nachbar sägte die ganze Nacht ordentlich.
Übernachtung: Fiddlers Creek, schöner Zeltplatz mit gut eingeteilten Parzellen und eigener „Küche“, 150 NS.
Tageskilometer: 218
Teil 521. Nov. 2013
6.Tag Kamieskroon (So. 8.9.2013)
Nach einem guten Frühstück (Omelett) zahlten wir – mit einigen Schwierigkeiten. Es ist etwas schwierig, die zuständige Vermieterin zu finden, aber wir wollen auch nicht die Zeche prellen. Ralf "drang" in die Privaträume ein und so konnten wir unsere Rechnung begleichen.
In Springbok kauften wir noch etwas ein und fuhren dann weiter nach Kamieskroon. Eigentlich wollten wir in den Goepab Park, aber die Südafrikaner sagten uns, dass die Campsite geschlossen sei. Nun gut, also Plan B. Der Ort ist zierlich, dass Hotel sieht von außen etwas heruntergekommen aus, aber Helmut, der Besitzer, ist sehr nett und zuvorkommend und spricht auch etwas Deutsch. Wir konnten uns einen Stellplatz aussuchen und „markierten“ diesen mit unseren Stühlen und Tisch.
Meine ganze Hoffnung lag in der Blüte. So fuhren wir auf guter Piste in den Namaqualand-Park. Ich musste bei dem herrlichen Anblick erst mal Heulen. Die orangefarbenen Blüten sind zwar teilweise geschlossen, da die Sonne nicht immer scheint, aber die Blütenteppiche sehen wunderbar aus.
Wir zahlten unseren Eintritt, bekommen an der Reception ein Informationsblatt und kauten eine Blumenbroschüre. Dann können wir mit dem Auto den Park erobern. 5 km ist die Strecke lang und der Fotoapparat muss ständig arbeiten …
Damit der 4 x 4 endlich mal zum Einsatz kam, fuhren wir noch ein Stück Richtung Soebatsfontein. Aber die 20 km einfach (wir mussten auch wieder zurück) hätten zuviel Zeit gekostet. Also wendeten wir und kehrten in den Shop ein, dort gab es einheimischen Ricoffy – Grüße an Helen – Tee, Suppe und Scones, alles für 60 Rand, unglaublich
.Auf der Rückfahrt nach Kamieskroon durfte ich auch mal fahren … hoffentlich fährt Ralf immer schön brav weiter! Dies ist doch ein großer Koloss, der da bewegt werden sollte.
Kurze Rundfahrt durch Kamieskroon. Mein Göttergatte zündet nun das Grillfeuer für die Boerewors an und klappt zwischenzeitlich das Zelt auf.. Ich bekomme heute Nacht den 2. Schlafsack. Die Bratwurst ist sehr gut, aber die Außemtemperatur ist kalt. Ich sitze da mit Fleece, Jacke, Mütze, Handschuhe und friere so vor mich hin. Später gehen wir zur Bar und wärmten uns am Kaminfeuer auf.
Im zweiten Schlafsack und Fleece ließ sich Nacht überstehen, allerdings drang Kondenswasser ins Zelt ein und tropfte auch ab und ins Gesicht …
Übernachtung: Kamieskroon Campsite, um diese Jahreszeit nur für Naturburschen (und -Mädchen) zu empfehlen!!!, 160 Rand pro Nacht.
Tageskilometer: 243
Teil 622. Nov. 2013
7. Tag Kamieskroon (Mo. 9.9.2013)
Um 7 Uhr sind wir aufgestanden, in der Nacht kühlt es auf 3 Grad herunter. Wir frühstücken in der Damendusche – draußen ist es einfach zu kalt und Ralf läßt die Schlafsäcke in der Sonne trocknen.
Alles ist klamm, auch die Matratze. Die nächste Nacht werden wir noch überleben, dann geht es in den Norden, in die WÄRME. Heute fahren noch einmal in den Namaqualand-Park. Ich bin vollgestopft von diesem Tag, ich weiß überhaupt nicht, wie ich alles beschreiben soll.
Die Blumenpracht ist heute überwältigender, da den ganzen Tag die Sonne scheint. Zuerst gehen wir den Skilpad (Schildkrötenpfad), 4 km. Einfach nur herrlich, zwischen der Pflanzen durch zu laufen. Wir bewundern und fotografierten ohne Ende. Zum Mittagessen treffen wir im „Restaurant“ ein, Ralf hat ein Sandwich, ich das Tagesmenue bestehend aus leckerem Rindfleisch, Kartoffeln, Soße und eine Art Reis. Sehr lecker, aber auch etwas scharf. Ralf darf mein Essen übernehmen, sonst hätte ich Feuer gespuckt.
Anschließend begeben wir uns auf den Korhaan Trail, 6 km. Dieser Trail ist anders angelegt, erst geht es auch durch Blumenfelder, aber dann über Steine, durch einen wasserführenden Flusslauf, ein Steinbock kreuzt unseren Weg - ich sehe ihn natürlich nicht.
Aber dann saust ein Rock Dassie an uns vorbei. Ich brauche eine Pause und schaue auf die schöne Eidechse auf dem gegenüberliegenden Felsen. Mein Mann bemerkt sie auch, sieht aber die Rock Dassie Babies. Erst eins, dann zwei, das dritte ließ sich dann auch noch blicken. Die Mama beobachtet uns.
Später erklärt uns der Ranger, dass ein Rock Dassie so viel frisst, wie ein Schaf. Unglaublich. Dieses Erlebnis war so schön, die Kleinen sahen so kuschelig aus. Der Rest des Weges ist „ereignislos“.
Zurück in Restaurant, diesmal gab es Boerewors mit Brötchen und Marmelade???, Ralf bestellt Pancakes und Ricoffy.
Eine ältere Dame mit Mann und zwei Hardrockersöhnen kommen auch. Sie hat ein I-Pad vor der Nase und fotografiert die Blumen. Ein Beispiel für meine Schwiegermutter …
Wir fahren noch die Runde mit dem Auto, dann verlassen wir den Park und halten am Pannekoek Palais an, das heute offen hat und essen 2 leckere Pancakes mit Zimt und Zucker, dazu gib es einen Tee. Eine ältere Dame mit Hilfe „schmeißt“ den Laden, es war lustig.
Zurück zu unserer Campsite, unterwegs sehen wir noch einen Springbock, einen Rock Dassie und einen weißen Wasservogel. Ralf baut das Zelt wieder auf und wir hoffen auf eine etwas trockenere Nacht. Später gehen wir wieder ins Hotel und bekommen Sandwich und Tomatensuppen zum Aufwärmen. Helmut entfacht dann auch wieder den Kamin für uns.
Ich denke, dass ich eine weitere Nacht überleben werde ...
Vielen Dank für die positiven Reaktionen, nun geht es in den Norden ...
8. Tag Augrabies Falls (Di. 10.9.2013)
Die Nacht war noch kälter und nässer als letzte Nacht. Ich bin fix und alle und bitte Ralf einfach nur alles zusammen zu packen und wegzufahren.
In Springbok tanken wir und dann gibt es bei Spar ein gutes Frühstück – im Warmen.
Die Fahrt zu den Augrabies Falls ist ereignislos und auch etwas langweilig. Am Anfang sehen wir noch Blumen (bis Springbok), doch danach ist die Landschaft recht karg. Wir kaufen in einem vergitterten Winkel Tomaten ein und fahren an großen Weinfeldern (Rosinentrocknung) vorbei.
Erst fuhren wir falsch weiter, da der Abzweig nicht richtig ausgeschildert ist oder wir nicht richtig lesen können, aber dann kommen wir doch noch auf die richtige Straße.
Wir campen – in der Hoffnung, dass die Nacht besser wird. Sonst sattele ich morgen in ein Chalet um!!! Der Wasserfall ist klasse. Auch wenn nur wenig Wasser drinnen ist.
Ich freue mich auf den Braai mit Chicken, Kartoffeln und Tomatensalat, falls uns nicht vorher die Rock Dassies, Vögel oder Baboons zuvorkommen.
Für morgen Abend haben wir uns zum Dinner angemeldet, etwas Luxus muss sein.
Übernachtung: Campsite Augrabies, 220 Rand
Tageskilometer: 378
Teil 824. Nov. 2013
9. Tag Augrabies Falls (Mi. 11.9.2013)
Die Nacht war erholsam, der zweite Schlafsack ist noch nötig, aber es ist trocken und auch etwas wärmer als in Kamieskroon.
Nachdem uns zuerst die Baboons und die kleinen gelben Felderbällchen beim Frühstück Gesellschaft leisten,
kommt eine Meerkatze direkt an den Campingtisch. Ich rufe nach meinem Göttergatten, aber bis er kommt … Ich habe mich sehr erschreckt - und der arme Affe auch.
Eine Rangerin kommt und sammelt den Müll ein. Zuvor hatten wir vom Zelt aus beobachtet, wie ein Baboon den mit einem großen Stein beschwerten Mülleimer öffnete und nach etwas Essbarem sucht!!! Unfassbar, was diese Tiere für Kräfte haben.
Wir begeben uns auf den Rock Dassie und Gorge Trail. Vom letzteren haben wir eine wunderbare Aussicht in die Schlucht.
Das Wetter ist bedeckt, keine Sonne, also angenehmes Laufen. Der Rock Dassie Trail ist auch schön, aber auch anstrengend. Wir queren öfters Bachläufe (mit viel Wasser), balancieren auf Steinen.
Der Weg führt ein Stück die Straße entlang, durch einen Flusslauf, für die Fußgänger gib es Steine, die teilweile auch mit Wasser bedeckt sind. Nach 3 ¼ Stunden sind wir zurück. Unterwegs sehen wir auch Rock Dassies und Baboons.
Als wir zurück sind, kocht mir Ralf erst einmal eine Bohnensuppe. Den Nachmittag verbringe ich mit Lesen, Ralf mit ausruhen
Wir melden uns nach dem Dinner zum Game Drive an (150 Rand pro Person). Das Essen ist sehr lecker, Kudupie und Kudugulasch, ein Gedicht.
Dann warten wir auf den Fahrer des Game Drives und kommen mit den Mitfahrern ins Gespräch. Er ist Australier, der seine südafrikanische Frau vor über 30 Jahren in London kennenlernte … Nun sind sie zu Besuch in Südafrika.
Die Pirschfahrt mit Mario und warmen Decken beginnt pünktlich, er steuert mit der linken Hand, die rechte Hand hält den Suchscheinwerfer. Ein anderer Mitreisender bekommt auch so ein Teil in die Hand gedrückt und leuchtet wild durch die Gegend. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden. Wir sahen Klippspringer, Antilopen, Kudus, Hasen, Löffelhunde, eine Eule und am Schluss lag nahe am Wegesrand ein riesiges Eland und kaute so vor sich hin.
Wir laufen noch zum beleuchteten Wasserfall, dann ist „Feierabend“.
Übernachtung: Campsite Augrabies, 220 Rand
Tageskilometer: 0
Teil 924. Nov. 2013
Da heute Sonntag ist und Ralf das Abendessen zubereitet (er ist halt der Koch ...) kann ich noch einen Reisebericht senden.
10. Tag Kgalagadi Lodge (Do. 12.9.2013)
Puh, was für ein Tag. Wir kamen gut weg, aber die Straße bis Upington hatte viele Baustellen.
Dort begann die Suche nach einer Bank, die Umtauscherei dauerte endlos, ich bruzzelte im Auto vor mich hin und mein Magen hing irgendwo. Nachdem ich einige Dinge zum Kauf angeboten bekam, ging ich auch in die kühle Bank. Endlich brachte mich mein Göttergatte zu Pick’n Pay, größerer Einkauf. Im nahe gelegenen Café dauerte es lange, bis endlich meine Riesenlasagne mit Salat und Toast kam. Aber es schmeckte sehr lecker, Ralf musste natürlich wieder meine Reste essen. Am Eingang von Pick’n Pay noch Pancakes zum Mitnehmen gekauft. Noch „kurz“, in den Bottlestore, noch ein bisschen Benzin und gefühlte Stunden später verließen wir Upington Richtung KTP.
In Askham besuchten wir das Café Diamant. Ralf bekam seinen Kaffee, ich einen Tee. Es war alles so schnuckelig, wir hätten da ewig sitzen können. Und da gab es wunderschöne Zuckerlöffel, aber leider nicht mehr zum Verkauf. Aber die Besitzerin war so nett und säuberte den ausgesuchten Löffel für uns und packte ihn liebevoll ein. Außerdem gab es noch Gamepie zum Mitnehmen, damit war das Abendessen gesichert.
Nun war es noch kurzes Stück Pad bis zum Park. An der südafrikanischen Rezeption fragten wir nach Campsites. Nix mehr frei, wir sollten doch mal in Botswana fragen Die Antwort war kurz und bündig. Schreck, unser Auto darf doch nicht nach Botswana. Nein, kein Problem, dies ist grenzübergreifend. Also zur Botswana-Dame gedackelt, die auch bedenklich den Kopf schüttelte. „No Reservations?“ „No“. Wir sollen morgen wieder kommen. Hatten wir sowieso vorgehabt, denn kurz vor dem Park gibt es die Kgalagadi Lodge mit Campsite. Sie hatten etwas frei, wir hatten unser eigenes Bad. Ralf überlegte schon, ob er die Matratze aus dem Zelt holt und wir dort übernachten, groß genug war der Raum (und warm …)
Aber wir entschlossen uns doch, im Zelt zu übernachten, außerdem krabbelte da so ein Zehntausendfüssler vorbei …
Übernachtung: Kgalagadi Lodge, Campsite 220 Rand
Tageskilometer: 358
Einen schönen Abend noch
Petra
Teil 1026. Nov. 2013
11. Tag Rooiputs, Botswana (Fr. 13.9.2013)
Oh je, was für ein Tag. Die Nacht war gut, Frühstück gab es im Duschraum (mal wieder, diesmal aber unkompliziert ,,,,). Ralf zahlte unsere Campsite und fragte auch gleich, ob für die nächste Nacht etwas frei wäre, falls …
Dann fahren wir die 5 km zum Park. Die Botswana-Dame gab sich alle erdenkliche Mühe und schlussendlich haben wir 2 Übernachtungen in Rooiputs, einmal auf Platz 6, dann auf dem Reserveplatz.. Die 3. Nacht in Polentswa, auch auf dem Reserveplatz. Wir kommen ins Plaudern, sie fährt zum 10. Hochzeitstag im Dezember nach Nürnberg, maybe we will meet us … Sie schreibt uns eine E-Mail.
Dann beginnt der weitere Papierkrieg. Zur South African Immigration gegenüber, um den Aus- und Einreisestempel für Namibia zu bekommen. Zur Polizei, wieder zurück nach Botswana. Wir unterhalten uns noch über Mma Ramotswe (Krimi von Alexender Mc Call Smith) welches Begeisterung auslöste. Tja, dann können wir endlich in den Park einfahren. In Twee Rivieren tankten wir und der Reifendruck wird abgelassen, dann fahren wir nach Rooiputs und belegen unseren Platz, sehen Orxys, Gnus, Antilopen, Strauße und Erdhörnchen unterwegs.
Das Plumsklo ist nicht so vertrauenserweckend, aber urig. Die Dusche wollen wir lieber nicht nutzen.
Wir starten eine Rundfahrt über Kiliekrankie, kommen zu einem kleinem Museum – sieht aus wie in Irland. Auf dem Picknickplatz nähern sich uns die Erdhörnchen und fressen begeistert Apfel.
Zurück zur Campsite, dass abendliche Geckokonzert beginnt. Wir trinken beide Ricoffy (ist genießbar), Ralf baut das Zelt auf und dann wird gegrillt.
Übernachtung: Rooiputs, 280 Pula/Rand für 2 Nächte.
Tageskilometer: 130
Teil 1127. Nov. 2013
12. Tag Rooiputs, Botswana (Sa. 14.9.2013)
Puh, die Nacht war kalt. Wir wollen am nächsten Rastplatz frühstücken
Da dort aber auf der Düne 2 Löwen liegen kommen wir erst später zu unserem Frühstück. Wir verzichten angesichts der Nähe der Löwen auf etwas Essbares.
Ralf brät uns 2 Spiegeleier, lecker.
Auf der Weiterfahrt sehen wir noch einen Geparden.
Etwas weit weg, aber immerhin ...
Am nächsten Rastplatz kocht Ralf heißes Wasser (für Suppe und Kaffee) und wir fütterten die Erdhörnchen. Ein Mann sagt uns, dass die Kinder eine Schlange hinter der Damentoilette gesehen haben. Ah ja. Wir machen ein Nickerchen auf der Picknickbank, war vielleicht sicherer …
Und zur Stärkung etwas "Einheimisches" ...
Ein "Schwätzchen" zwischen Vögeln (sorry, keine Ahnung welche das sind)
Etwas Ruhe - und Schatten - braucht der Schakal.
Tiere sahen wir: Oryx, Antilopen, Gnus, Schakal und Geier. Die Ausbeute ist also nicht so groß, wie wir es erhofft haben. Aber er gibt kaum Wasser und die Tiere sehen abgemagert aus.
Wir beziehen unseren Platz am Reservecamping, die Sonne geht so langsam unter und Ralf feuert an. Es ist schon eigenartig, so mitten im KTP, ohne Zäune, zu sein. Ralf stellt fest, dass die Alufolie zu Ende ist und läuft gefühlte 5 Minuten zum nächsten Nachbarn und bekommt dort auch Folie. Tja, hier würde man schnell zum Einkaufen fahren, aber in der Wildness geht es nicht - und eigentlich ist es wunderbar ...
Wir aßen Boerewors, Kartoffeln (im Feuer gegrillt) und Tomatensalat. Etwas ärgerlich finden wir, dass „unser“ Zeltplatz Nr. 6 unbesetzt bleibt.
Übernachtung: Rooiputs, Reservecampingplatz
Tageskilometer: 220
Teil 1229. Nov. 2013
13. Tag Polentswa, Botswana (S0. 15.9.2013)
Auch diese Nacht war wieder sehr, sehr kalt, aber trocken. Wir verlassen unseren schönen Stellplatz mal wieder ohne Frühstück, denn wir wollen schließlich endlich mal mehr Tiere sehen ....
An der nächstgelegenen Wasserstelle in Rooiputs (150 Meter vom Camp entfernt) sehen wir sehr nah einen Löwen und beobachten ihn eine ganze Weile. Endlich mal eine Mietze. Das Herz schlägt höher.
Ansonsten sahen wir: Maus (tja, wir sind auch mit Kleinigkeiten zufrieden ...) Oryx, Springböcke, Kuhantilope, Kudu.
Auf dem Rastplatz tummelt sich ein Schakal und genießt das Leben. Wir sind etwas vorsichtig, denn mit Schakalen kennen wir uns nicht so aus. Aber offensichtlich hat der arme Kerl "nur" Hunger.
Zu Hause werden wir von Stubentigen verfolgt, aber in Südafrika ist es halt ein Schakal ....
Verschiedene Greifvögel gib es auch noch im Angebot, Gnus, Strauß.
Im Camp Nossob , dass man nicht umfahren kann, huscht eine gelbe Manguste an der Picknickstation herum.
Hier tanken wir auch. Außerdem buchen wir einen Campingplatz für Mata Mata und zahlen auch gleich. Ralf bereitet unser Mittagessen zu (den „Rest“ Boerewors und Kartoffeln, Tomaten).
Bei 3 Damen im Reinigungsraum können wir mit heißem Wasser spülen, auch ein Topfkratzer wird angereicht- wir sind auf dem Weg in den Luxus. 😎
Weiter geht die Fahrt nach Polentswa, wir fahren erst einmal locker am Hinweisschild vorbei. Wir schauen am Wasserloch nach Vierbeinern, absolut nix zu sehen.
Zurück, den richtigen Abzweig gefunden und dann geht es per 4 x 4 durch tiefen Sand auf den Reservecampingplatz. Dieser ist absolut im Nirvana. Ralf schaufelt ein Loch für den Grill und sucht Steine, außerdem gibt es noch ein Loch für dringende Bedürfnisse. Immerhin haben wir Nachbarn, so fühlen wir uns nicht ganz so alleine.
Wir fahren nochmals zum Wasserloch, als Belohnung gibt es Warthogs. Wir geben auf, fahren zurück, Zeltaufbau und der „Grill“ wird angeworfen.
Unser Gepäck war sehr umfassend, denn darin befand sich - für alle Fälle - auch ein Wassersack, der sich tagsüber erwärmt. So hatten wir zumindest lauwarmes Wasser.
"Schnatternde" Petra .... Es ist halt kühl, auch mit Fleece und sehr nahem Feuer ...
Eine Mitleserin aus dem engsten Familienkreis merkte an, dass meine Texte immer kürzer werden, aber ich denke, dies liegt auch am KTP (und an mir) ... Also gibt es heute mehr Text.
14. Tag Terra Rouge, Namibia (Mo. 16.9.2013)
Wir sind wieder in Namibia. Juchuh, endlich wieder „zu Hause“.
Das Wasserloch in Polentswa war auch am Morgen tote Hose, ein Schakal jagte ein paar Vögel.
Okay, meine geliebten Erdhörnchen waren auch zu sehen.
Die Nacht war wieder kalt, so fahren wir ereignislos nach Nossob und frühstücken dort. Ich will gerne über Bitterpan fahren, aber dies geht nicht, da wir keine Buchung dort haben. Man kann es auch kompliziert machen!!!
Also wieder die bewährte Strecke zurück, unterwegs gepicknickt und schließlich Mata Mata – ohne Giraffensichtungen, im Reiseführer steht, dass sie dort stehen 🤢 - erreicht.
Der Campingplatz war so eng und voll, ich sah im Geiste Männer mit Sandalen, Socken, kurzen Hosen, Feingerippten und einer Flasche Bier in der Hand, darauf hab ich so gar keine Lust. Und außerdem hatten wir die Nase voll vom KTP. Wir sind enttäuscht, denn wir hatten uns nach vielen anderen Berichten mehr Tiersichtungen versprochen.
Im Nachhinein hat uns der KTP mit seiner Ungezwungenheit und den einfachen Zeltplätzen in Botswana besser gefallen, als Etosha - von den Tieren mal abgesehen. KTP immer wieder und immer wieder Stellplätze in Botswana, denn diese sind so unkompliziert und man ist mitten in der Natur, ohne Zäune und herrlich einsam. Und in diesem Jahr ist das Wasser sehr knapp, deshalb wahrscheinlich auch die wenigen Tiersichtungen. Uns hat es auch gut gefallen, dass man überall aussteigen konnte, natürlich in der Nähe des Autos, man ist nicht so "festgepappt" wie in Etosha. Und "Viecher" hatten wir im Laufe der Reise noch genug ...
Wir reisen zum Erstaunen der Beamtin aus, füllten brav die Formulare aus, bekommen wieder einen Stempel. Die nächste Kontrolle betrifft das Wageninnere, da wird das Feuerholz beanstandet. Es wird uns aber nicht abgenommen, wir dürfen über die Grenze fahren. Der namibische Beamte fragt Ralf, ob er Waffen am Gürtel trage. Nein, es ist nur das gute Schweizer Taschenmesser und ein Letherman. Es gib keine weitere Kontrolle und so fahren wir mit unserem Feuerholz endlich wieder nach Namibia. Vorher tanken wir noch und bekommen wieder mehr Luft auf unsere Reifen.
Nach ca. 40 km hinter Mata Mata erreichten wir das Paradies Terra Rouge. Die Besitzer sind nicht da, aber das Personal sagt uns, wo der Camping zu finden ist. Zuerst sind wir die einzigsten Gäste auf der Campsite, heiß duschen, auch die Toiletten sind sehr sauber.
Ein zweiter Camper stellt sich noch ein. Wunderbarer Sternenhimmel – leckeres Abendessen – was will Frau mehr? Terra Rouge - immer wieder!!!!
Für die wirkliche Wiedergabe reicht unsere Kamera leider nicht aus.
Übernachtung: Terra Rouge, 200 NS
Tageskilometer: 263
Teil 1402. Dez. 2013
Nun geht es weiter mit dem nächsten Tag, doch danach ist erst Mal Pause, da wir "leider" wieder in Urlaub fahren, immerhin in die Nähe von Afrika mit warmem Termperaturen ....
15. Tag Teufelskrallen Tented Lodge (Di. 17.9.2013)
Nach knapp 2 Wochen kehren wir zu unserer ersten Übernachtung zurück, um damit auch den Mittelpunkt unserer Acht zu erreichen. Dieses Mal bekommen wir Zelt 2 zugewiesen, dies ist doch wesentlich kleiner, als Zelt 4 bis 6.
Der Abschied von Terra Rouge fiel uns schwer. Morgens lernten wir unsere freundlichen Gastgeber, Fam. Möller kennen.
Gestern waren sie in Keetmanshoop, um ihre Kinder in die Schule zu bringen. Dies bedeutet, um 4 Uhr loszufahren (nachts) und am Abend zurückzukommen. Was für eine Strecke. Hanli Möller überlegt nun, homeschooling zu machen, denn die Fahrerei ist schon recht anstrengend, schließlich haben sie in erster Linie eine Schafzucht, die auch beaufsichtigt werden muss. Für 65 NS kauften wir jede Menge Springbock. Sehr, sehr lecker.
Über Pads fahren wir nach Kalkrand, in einem „Supermarkt“ in Stampriet wollen wir einkaufen und mein Göttergatte braucht einen Kaffee und mein Magen etwas Essbares. Alles ist möglich, bis auf den Kaffee. Die Managerin des Marktes fragt uns, ob sie uns helfen kann und Ralf fragt nach Kaffee und ob wir hier etwas essen können. Natürlich geht das, im Angestelltenbereich wird ihm der Kaffee und leckere warme Blätterteigtaschen serviert, no problem. (Mir natürlich auch ...)
In Kalkrand angekommen, brauchen wir einen Rock Shandy, den wir genüsslich am kalten Pool trinken.
Dann fahren wir die 3 Kilometer zum Zelt und setzten uns dahinter - mit Blick auf den roten Kalahari Sand.
Hier ist Schatten und wir können in Ruhe lesen und einfach loslassen. Das Abendessen ist dieses Mal leider nicht so gut wie die ersten beiden Male. Der Salat mit den Chicken Stripes ist noch lecker, dazu kommen dann weitere neuen Gäste - aus Sachsen. Herr im Himmel, 6 Sachsen auf einmal, dies ist schon hart.
Der Hauptgang (Beef) schmeckte nicht, dazu wieder halbgares Gemüse und Kartoffeln. Lediglich der Kürbis war wieder vorzüglich.
Wir kommen mit zwei netten Münchnern ins Gespräch, sie sind gerade in Namibia angekommen. Dann kommt unser Nachtisch, ein Fruchtkuchen, der leider noch arg gefroren ist. Aber gut, Ausrutscher kann es immer wieder geben.
Übernachtung: Teufelskrallen Tented Lodge, trotz des leicht missratenen Abendessen immer wieder gerne. 1160 NS für beide Personen
Tageskilometer: 321
Teil 1511. Dez. 2013
So, unser Urlaub nahe Afrika ist leider wieder vorbei, aber so kann ich den Reisebericht weiter schreiben.
16. Tag Okambishi’s Rest, Usakos (Mi. 18.9.2013)
Das Frühstück ist wieder gut. Wir verabschieden uns recht herzlich.
Als ich dieses Jahr im Büro erzählte das wir nach Namibia reisen, sagte meine Kollegin, dass sie Brigitte Förster interviewt hätte, eine Bad Homburgerin, die nun mit ihrem Lebensgefährten auf einem Plot in der Nähe von Usakos lebt, einen zahmen Geparden hat (JA!!!!!!!!) und 2 Wohnungen als Self-Catering vermietet.
Wir schauten uns die Website an und traten sofort in Kontakt. Aus 2 Nächten wurden 3, dann schließlich 4 Nächte und Tage in einer komfortablen Wohnung mit wunderbarer Küche, die keine Wünsche offen ließ, liebevoll eingerichteter Wohnbereich, schönes Schlafzimmer und eine eigene Dusche und Toilette. Auf der Terrasse stehen genug Liegen zur Auswahl, besonders begeistert mich die Holzliege mit dem Auszug für Getränke. Ralf findet natürlich den Grill am besten. Und da gibt es noch zwei halbzahme Zebramangusten, die sich gerne streicheln ließen und Kambishi, der Cheetah, der im abgezäunten Gelände herumspazierte.
Die Fahrtstrecke zu Okambishi ist anstrengend. Bis Windhoek ist alles okay, doch dann finden wir die richtige Ausfahrt nicht, machen mal eine kleine Stadtrundfahrt, das Hotel Kalahari Sands gibt es noch (dort waren wir vor 5 Jahren). Doch der Parkplatz davor ist eine Baugrube, die Parkplätze und die ganzen Holzstände sind weg. Die Christuskirche ist noch vorhanden, das Museum ist fertig und sieht jetzt richtig chic aus, der Reiter ist noch da.
Durch Zufall finden wir „unseren“ Spar wieder, kaufen wieder wie die Irren ein, Rotkraut und Klöße landeten u.a. auch im Einkaufswagen. Auch das Mittagessen wird dort eingenommen. Schließlich finden wir die C 28 um über den Bosua Pass zu fahren. Wer kam nur auf diese bescheuerte Idee??? Meine Wenigkeit.
Die Strecke ist wunderschön, aber die Pad ist in keinem guten Zustand. Ich fahre auch ein Stück, meinte aber zu meinem Mann, wenn ich in diesem „Tempo“ weiterfahre, erreichen wir Usakos heute nicht mehr. Also Fahrerwechsel, dann queren auf einmal Kudus und ein Junges die Straße, Baboons sehen wir auch, sowie Springböcke. Jubel, als wir den Pass endlich erreichen.
Ab der Region Karibib wirde die Pad deutlich besser und wir kommen endlich vorwärts. Auf der ganzen Strecke von Windhoek nach Karibib kommt uns ein Auto entgegen. In Karibib bekommt unser Auto erstmal Nahrung und ich entdecke in der Tankstelle Farmduddler, schmeckt wie Almduddler, herrlich erfrischend.
Herzlicher Empfang durch Brigitte in Okambishi, durch den Zaun sehen wir auch schon den 8-jähringen Geparden Kambishi. Er schnurrt so vor sich hin, ach, ich hätte ihn knuddeln können.
Zum Abendessen gab es Springbock, Knödel und Rotkraut, welch ein Genuss.
Übernachtung: Okambishi’s Rest, 3 km von Usakos entfernt, für 4 Nächte inkl. 2 Führungen 3600 NS für 2 Pers.
Tageskilometer: 478
Teil 1612. Dez. 2013
17. Tag Okambishi’s Rest, Usakos (Do. 19.9.2013)
„Ausruhetag“, kleiner Weg zu den halbzahmen Fuchmangusten, Herr und Frau Max, sind die putzig. Brigitte hat sie vor einigen Wochen aufgenommen und in Windeseile einen sehr großen Käfig für sie gebaut. Wenn sie richtig zahm sind, dürfen sie auch raus. Doch bisher musste sie "Lehrgeld" bezahlen, die Mangusten haben spitze Zähne und gute Krallen ... Aber jetzt lassen sie sich kraulen.
Bei Ralf fühlen sich alle "Viecher" wohl ....
Brigitte packt uns ins Auto und zeigt uns Usakos. Bei der etwas versteckt gelegenen Metzgerin schlagen wir gnadenlos zu, hungern wollen wir schließlich nicht. Leichtes Mittagessen, die Boerewors muss zur Abwechslung mal in die Pfanne.
Danach ist eine Mittagspause angesagt, bevor wir zu Brigitte, Jürgen und "Schmusetiger" Kambishi gehen.
Es gibt leckere Crépes. Ah, endlich ist leichtes Knuddeln angesagt.
Irgendwie fressen unsere Katzen zu Hause brav ihr Dosen- oder Trockenfutter, doch hier giert der „Stubentiger“ nach Crépes und Leberwurst. Es ist so schön.
Wir umrunden die Farm (Plot), dann wagen wir uns auf den Hausberg. Brigitte erklärt uns den ungefähren Weg.
Herrliche Aussicht von oben, auch ein paar hübsche Steine finden wir.
Und da schnauft auch noch die Eisenbahn vorbei.
Nach 1 ½ Std. kommen wir zurück, es gibt das restliche Abendessen von gestern (Weihnachten lässt grüßen ...)
Okay, kein weihnachtliches Bild ... aber trotzdem wunderschön!!!
Übernachtung: Okambishi’s Rest, 3 km von Usakos entfernt
Tageskilometer: 0
Teil 1712. Dez. 2013
Da das Wetter heute winterlich grau ist erfreue ich mich (und andere hoffentlich auch) mit noch einem Tag ...
18. Tag Okambishi’s Rest, Usakos (Fr. 20.9.2013)
Um 9 Uhr holt uns Brigitte ab.
Sie fährt uns zur Spitzkoppe.
Dort steigen wir an verschiedenen Stellen aus, am Rock Pool (ohne Wasser), am wunderbaren Felsbogen mit Blick auf die Spitzkoppe. Einfach wundervoll, dort zu sitzen.
Weiter zu einer Picknick-Felsplatte, Brigitte hat belegte Brote, Eier und Kuchen mitgebracht. Welch ein Genuss. Bisher mochte ich keinen Dill, aber diesen auf selbstgebackenes Brot mit Käse gelegt … Einfach nur lecker. Wir sehen viele Rock Dassies und auch Klippspringer, sowie Steinböcke?
Zum Ende der Tour laufen wir unter einer Felsplatte durch, ein unglaubliches Erlebnis.
Am Eingang zum Park ist shoppen angesagt, ein paar Mitbringsel wollten mit … (weil "Frau" es so will ...)
(Der Stein im Hintergrund gehört nicht dazu, dieser liegt immer noch bei Brigitte!)
Auf der Rückfahrt war in Usakos der Steinhändler da und Brigitte handelt zäh mit ihm. Auch wir kaufen einen Stein, sieht halt hübsch aus, wir haben da keine Ahnung. An der Tankstelle kaufe ich einen Hamburger und Kartoffelsalat (köstlich) und natürlich die AZ.
Abends sehen wir bei Kambishis Fütterung zu.
Unser Abendessen besteht Gott sei Dank nicht aus rohem Fleisch und Knochen, sondern es gibt Tomaten/Gurkensalat, Gnocchis (sehr afrikanisch) und Oryxfilet.
Übernachtung: Okambishi’s Rest, 3 km von Usakos entfernt
Tageskilometer: 0
Teil 1814. Dez. 2013
Danke an alle, die den "Danke" Button gedrückt haben und die "heimlichen" Mitleser, von denen ich immer wieder per Mail motiviert werde, weiter zu berichten.
19. Tag Okambishi’s Rest, Usakos (Sa. 21.9.2013)
Brigitte holt uns wieder um 9 Uhr ab, unser Tagesziel ist die Farm Ameib.
Liegt wirklich wunderschön, auch die gesamte Anlage sieht sehr einladend aus. Wir sehen Giraffen, Klippspringer, Warthogs und Kudus.
Zuerst fährt sie uns zu Elephants Head, sehr beeindruckend,
dann zu Bull’s Party. Unglaublich, wie die gerundeten Steinbrocken da so liegen.
Morgens ist es immer noch sehr frisch, doch im Laufe des Tages wird es warm. Das bewährte Picknick wird verzehrt, bevor es an den Aufstieg zur Philipps Cave ging, um den weißen Elefanten zu sehen. Ich schwächele an diesem Tag etwas und verdonnere meinen Mann mit Brigitte aufzusteigen.
(Nein, dies ist nicht der weiße Elefant ...)
(Auf Wunsch eines einzelnen Gatten stellen ich dieses Fotos nachträglich hinzu 🙂 )
Ich nutzte die Zeit um zu relaxen, innere Ruhe zu finden, es ist für mich traumhaft. Nach einer Stunde kommen Brigitte und Ralf wieder, wir fahren zur Farm zurück und gönnen uns in der Lappa einen Rock Shandy
Auf dem Rückweg sieht Brigitte aufgestapeltes Kameldornholz, welches zum Verkauf angeboten wird. Mein Mann bekam schon glasige Augen (wir haben einen Ofen zu Hause) und der Preis wird genannt. Es gäbe noch andere Interessenten. Doch wir können es nicht mitnehmen.
Zurück auf Okambishi gibt Ralf keine Ruhe, bis Brigitte und er mit dem anderen Fahrzeug zurückfahren und das wirklich schöne Holz einladen können. Wenn es gegangen wäre, hätten wir anstatt unseren Klamotten das Holz hier zu Hause ausgepackt …
Später gibt es Abendessen für Kambishi,
dann grillen wir zusammen mit Brigitte und Jürgen, sitzen auf ihrer Terrasse und geniessen den Abend. Nach dem Essen darf Kambishi zu uns, sonst hätten wir beim Essen keine Ruhe gehabt. Ich hätte auch gerne einen Cheetah im Garten!!!!!
Übernachtung: Okambishi’s Rest, 3 km von Usakos entfernt
Tageskilometer: 0
Teil 1915. Dez. 2013
20. Tag Otjitotongwe (S0. 22.9.2013)
Ach, der Abschied fiel uns schwer. Ohne die fachkundige Führung von Brigitte hätten wir die Gebiete Spitzkoppe und Ameib nicht so gut gefunden, es war herrlich, sich 2 Tage lang einfach nur bemuttern zu lassen. Und so viel Wissenswertes zu erfahren, dies steht in keinem Reiseführer. Liebe Brigitte, lieber Jürgen, wir wünschen Euch alles Gute weiterhin und verwöhnt Eure Gäste. Wir sagen ein dickes Dankeschön.
(Ein Bild von Usakos)
Wir fahren nach Omaruru. Als Einkaufsempfehlung bekommen wir Tikoloshe gesagt. Von den Holzschnitzern werden wir nett empfangen, können uns ihre Arbeiten ansehen. Dann kommt der Besitzer des Ladens und schnauzt die Schnitzer in unserem Beisein derart an, dass uns die Lust am Einkauf verging. Er hat wunderschöne Sachen in seinem Laden, aber mit uns ist kein Geschäft mehr zu machen.
Weiter zu Spar, heute gibt es keinen Alkohol, es ist Sonntag, dafür aber Kartoffelbrei mit Soße für mich.
In der AZ hatte ich gelesen, dass im Shoprite Rhinos (aus Stoff natürlich 😎 ) verkauft werden, um die Tierart zu schützen. Aber sie haben keines, dafür aber schöne Suppenschalen. Mein Mann stöhnt innerlich.
Wir queren einen nicht vorhandenen Fluss, darin waren blauen Flaggen und Holzdelphine gesteckt. Sieht schön aus. Später erfahren wir, dass an diesem Wochenende eine Künstlerausstellung an verschiedenen Orten in Omaruru ist.
Wir kommen ins Einkaufsparadies Kashana, dort werden wir nett beraten und kaufen jede Menge schöner Souvenirs.
Ich hatte einen Hinweis zu einer Primary School gesehen, Kinder hatten einen Malwettbewerb gehabt, die Besten durften ihr Bild unter Anleitung auf eine Blechtonne malen, diese wurden am Abend versteigert. Gekauft haben wir dort Weihnachtsbaumschmuck …
(in Omaruru)
Weiter nach Outjo, alles geschlossen, außer der Tankstelle natürlich. Im Schweizerhaus stärken wir uns mit Suppe (ich) und Blackforest Tarte (Ralf). Endlich haben wir die Gelegenheit, E-Mails zu schreiben. Gegenüber den Rechnern hängen so schöne Stoffeinkaufstaschen mit Cheetahs, die mussten natürlich mit. Unsere Tochter freut sich sehr über dieses Mitbringsel.
Auf der Weiterfahrt nach Otjitotongwe finden wir im Radio einen Sender, der Berichte über die Bundestagswahl bringt. Doch leider - zum entscheidenden Zeitpunkt – verschwindet der Sender ins Nirwana und wir wissen den Ausgang nicht. Dafür sehen wir immer wieder Warthogs, für uns ist das die Warthogsstraße.
Am Zeltplatz angekommen, können wir uns einen Platz aussuchen, Ralf grillt und danach sinken wir ins Zelt.
Übernachtung: Otjitotongwe, 200 NS pro Nacht. Tageskilometer: 391
Teil 2016. Dez. 2013
21. Tag Otjitotongwe Mo. 23.9.2013)
Wir sind morgens gleich zu den Cheetahs gelaufen, aber Roleen sagte uns, dass jetzt keine Besichtigung möglich ist, alle wären very busy. Ich war so fertig, dass ich mich einfach nur setzte und losheulte. Dies erwärmte ihr Herz und ihr Sohn Marco kommt kurz darauf und wir dürfen doch rein. Ein Cheetah ist 1 Jahr und 5 Monate alt. Er schleckte mich ab und warf mich fast um. Puh, dass war wieder mal Klasse.
Roleen fährt uns dann mit den Putzmädels zurück zum Camping. Ich versuche zu schlafen, doch es ist zu warm. Also ab zum Pool (FKK, ist sonst niemand da). Dies ist herrlich erfrischend. Auch Ralf traut sich ins Wasser.
(Die unanständigen Bilder bleiben unter Verschluss 😎 )
Als wir wieder am Auto sind, kam ein Overlander an.
Sehr nette Leute, einer der Boys unterhielt sich lange mit uns. Ralf schenkte ihm das gekaufte Oryx-Filet, denn wir bekommen die nächsten zwei Abende Essen. Er und seine anderen Boys waren happy. Sie kochen für ihre Mannschaft Potje.
Wir schauen mal nach den Leoparden - ja, richtig gelesen. Die Eigentümer haben einen fremden Cheetah vermutet und eine Falle aufgestellt. 3 Nächte hintereinander gingen erst ein großer, dann zwei kleine Leoparden in die Falle. Die Leoparden im Käfig knurrten und fauchen uns kräftig an, so dass wir uns schnell wieder verkrümmeln. Nun verhandeln sie mit einem Abnehmer, denn Cheetahs und Leoparden vertragen sich nun mal nicht.
Zur Cheetah-Tour werden wir à la Viehtransport abgeholt.
Ich setze mich auf den bewährten Hausvorsprung, „mein“ Cheetah entdeckt mich gleich und findet Gefallen an mir, besonders an meinem Hut, der nun gut durchgekaut wird. Auch die Fleecejacke hat es ihm angetan. Die Fütterung ist wieder sehr interessant.
Dann werden wir wieder auf den Transporter geladen und fahren zu den wilden Cheetahs, die auch ihre Fleischportionen bekommen.
(Tja, knapp daneben ist auch vorbei ...)
Dinner gibt es um 19.30 Uhr, Karotten, Tomaten- und Gurkensalat, Blumenkohl, Kartoffelbrei mit Gemüse, gefüllte Kürbisse und Oryxpie. Zum Nachtisch Obstsalat mit Erdbeerjoghurt. Danach musste unser mitgebrachter Cognac dran.
Wir erfahren noch, dass Tammy - die Giraffe - nun auf einer Nachbarfarm "wohnt", denn sie ließ sich durch Zäune nicht aufhalten.