Reisebericht

Kleiner Namibia Klassiker mit Kids & 2 Dachzelten

von libera · begonnen 25. Okt. 2013 · 14 Teile

Teil 125. Okt. 2013
So ich versuche es nochmal, hab mir vorhin so eine schöne Einleitung zu einem Reisebericht überlegt und getippt und beim Hochladen ist es dann leider verschwunden. Also, nochmals ein Versuch, jetzt aber halt etwas kürzer gefasst.

Liebe Fomis, herzlichen Dank für Eure Tipps und die Unterstützung bei der Vorbereitung der Reise. Es hat uns sehr geholfen alles gut vorzubereiten und es hat auch alles immer prima geklappt! Dieses Forum ist einfach toll:-)

Wir sind soeben zurück aus Namibia und haben auch dank der kompetenten Infos von euch Fomis einen richtigen Familien-Traumurlaub verbracht. Wir haben die 16 Tage rundum genossen und jeder ist auf seine Kosten gekommen. Wir, das sind mein Mann und ich und unsere beiden Jungs Tim und Nick.

Wir hatten 16 Tage im Oktober zur Verfügung und haben daher den Süden Namibias ausgelassen, damit es nicht zu grosse Etappen werden. Zudem war eine Bedingung unseres Jüngsten, dass wo immer möglich, nachmittags ein Pool zur Verfügung stehen muss. Wer also im Oktober dummerweise mal am gleichen Ort wie wir war und dachte, er/sie könnte nachmittags ruhig am Pool relaxen, den mussten wir leider enttäuschen. Unsere Jungs, vor allem der Jüngere mit der lauteren Stimme sind richtige Wasserratten und lassen es dann schon mal ein Weilchen krachen. Nick wurde am Ende der Reise eindeutig als Namibias erster Poolspezialist gekürt.

Hier nun also unsere Route:


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1. Zürich - Frankfurt - Windhoek -
2. Lake Oanob Camping
3. Sesriem, Sossus Oasis Campsite
4. Büllsport Guestfarm, Police Station Campsite
5. Solitaire Guest Farm, Camping
6/7/8 Swakopmund, Sam's Giardino
9/10 Damaraland, Bambatsi Guesfarm, Camp Biro
11/12 Etosha, Okaukuejo, Camping
13. Etosha, Fort Namutoni, Camping
14. Mount Etjo Safari Lodge
15. Pension Moni
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Teil 225. Okt. 2013
5.10. Windhoek - Lake Oanob Resort

Am Abend des 4. Oktobers wartet auf uns in Frankfurt der super-nagelneue A-irgendwas Flieger von Air Namibia. Wir sehen sie vom Fenster aus schon von weitem und ich denk noch, jetzt wär unser ebenfalls nagelneuer Canon-Feldstecher (mit Bildstabilisator) gut, den mein Mann sich extra für diese Ferien geleistet hat. Ich sag also so ganz locker "du, hast du den Feldstecher im Handgepäck?", da wird meine bessere Hälfte ganz bleich und blickt mich mit grossen Augen an und sagt nix. Da war mir sofort klar - wir haben ihn vergessen. Das darf doch nicht wahr sein. Minikrise vor dem Abflug, leichte Panik wie wir denn jetzt überhaupt Löwen und Nashörner entdecken können - ohne Bildstabilisator. Tim verdreht die Augen und liest weiter in seinem Fantasy Schmöker und Nick ist in seinen ipod vertieft. Solange die Adapter für ihre Gadgets dabei sind, ist die Welt noch in Ordnung.

Na ja, es ist wie es ist, wir schauen nach vorn und lassen uns die Freude nicht verderben. Im Flieger gibt es erst grosse Freude der Kids über das Entertainment System in den Sitzen. Fernbedienung raus - klack - wieder rein - klack - oder doch nochmal - klack - und so weiter. Bin mal gespannt wie lange diese Plastikteile das aushalten. Bald darauf leichte Ernüchterung bei den Kindern, dass alle Filme nur auf Englisch sind. Nun ja, dann schlafen sie wenigstens bald!
Die Nacht war sehr unruhig, der einzige, der wirklich gut schlafen konnte war mein Mann. Ich war am morgen ziemlich gerädert. Somit war auch gleich klar wer heute fährt.

Der Savanna-Mann erwartet uns bereits am Flughafen, noch kurz etwas Geld geholt, MTC Karte abgeholt und los gehts. Bereits auf dem Weg nach Windhuk sehen wir zwei Giraffen, ein paar Paviane und Warzenschweine.
Bei Savanna werden wir mit Kaffee empfangen, müsse aber einige Zeit warten, bis wir endlich unseren Hilux mit den Dachzelten in Empfang nehmen können. Der Wagen ist gut in Schuss und alles Tip Top, endlich kann es losgehen.
Einkaufen, Aufladen und ab nach Lake Oanob, wo wir erstmal richtig ankommen und uns von der Anreise erholen wollen.


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Bei der Ankunft werden wir freundlich empfangen und bringen Helena vom Resort einen Stapel frisch in der Schweiz gedruckter Flyer mit und erhalten gleich eine Einladung in die Poolbar. Das war das Stichwort für die Jungs, die sofort nach ihren Badehosen verlangen und in Richtung Pool losziehen, während wir uns erstmal einrichten und uns mit den Dachzelten abmühen. Anfangs war es noch etwas ungewohnt, ging aber dann von Tag zu Tag schneller. Wichtig war einfach am Morgen schnell genug abzubauen, bevor die Sonne hoch steht und man sich auf dem Dach verbrennt.
Das Poolwasser sah nicht soo einladend sauber aus, wie es bei den übrigen Gästefarmen der Fall war, hoffentlich schlucken die Kinder nicht zuviel davon!
Später machen wir unser erstes Grillfeuer und braten die eingekauften Steaks und ich geniesse ein erstes Savanna Dry, von dem ich im Forum immer wieder gelesen habe. Schmeckt wirklich nicht schlecht!
Kaum geht die Sonne unter, fallen wir auch schon todmüde ins Bett. Obwohl es tagsüber recht heiss war, kühl es nun massiv ab und ich bibbere in der Nacht und hätte gerne einen wärmeren Schlafsack, bin aber zu faul um aufzustehen und wärmere Sachen aus dem Auto zu holen.
Teil 325. Okt. 2013
6.10. Lake Oanob – Sesriem, Sossus Oasis Campsite

Die erste Nacht im Dachzelt war eigentlich ganz bequem. Ich nehme mir vor am Abend auf jeden Fall noch ein paar wärmere Sachen ins Dachzelt zu nehmen, falls es nachts weiterhin so kühl bleibt. Das Morgenlicht ist wunderschön und wir geniessen die Stille. Die Organisation unserer Taschen und Lebensmittel im Auto ist noch etwas umständlich. Zum Frühstück gibt's Müesli und Cornflakes und heissen Kaffee. Wir wollen bald los, denn heute ist eine grosse Etappe bis nach Sesriem.

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Wir nehmen die Route über den spektakulären Spreethootgepass und machen dort noch einen Fotostop. Es windet sehr stark und ist ziemlich heiss. An die extrem trockene Luft müssen wir uns noch gewöhnen. Der Wasserverbrauch ist ziemlich hoch.

Während der Fahrt testen wir unseren FM Transmitter und freuen uns, dass wir damit die auf's Handy geladenen Hörbücher perfekt einspielen können. Während der Fahrt hören wir das teils etwas skurrile Buch „Er ist wieder da“. Unser Lieblingssprecher Christoph Maria Herbst imitiert den deutschen Diktator so gut, dass uns des öfteren das Lachen im Hals stecken bleibt. Wir unterbrechen immer wieder mal für einen kurzen Diskurs in deutscher Geschichte, damit die Kinder, vor allem der jüngere auch verstehen worum es geht.

Gegen Mittag legen wir einen Stop in Solitaire ein und essen natürlich den feinen Apfelkuchen von Mosee. Mein Man findet den Ort so toll, dass wir in den nächsten Tagen dort noch weitere 2 Stopps einlegen müssen um uns mit Kuchen und Süssen Stückchen einzudecken.


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Bevor wir auf unserem Camping einchecken, fahren wir noch kurz auf der Sossus Oasis Lodge vorbei und buchen einen Sundowner Gamedrive und bestellen den legendären Frühstückskorb für den nächsten Morgen. Wir beschliessen nach dem Gamedrive gleich in der Lodge zu essen, damit wir nicht mehr im Dunkeln kochen müssen.

Auf dem Campingplatz wird natürlich als erstes der Pool eingeweiht. Das Wasser ist total sauber und angenehm abkühlend. Das Thermometer an der Tankstelle zeigt 40 Grad an. Man hält es nur im Schatten oder im Wasser aus.


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Um 17 Uhr finden wir uns auf der Lodge für unseren Gamedrive ein. Zum ersten Mal kommt so richtiges Afrika-Feeling auf. Wir sehen Springböcke, Oryx und sogar einen Capfuchs. Nur die Klippschliefer bei unserem Sundowner-Felsen lassen sich leider nicht blicken. Wir geniessen unseren ersten tollen Sonnenuntergang mit einem kühlen Drink und feinem Bilton und Crackers.

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Das Abendessen in der Sossusvlei Lodge war sehr lecker und wir konnten verschiedene Game-Arten vom Grill ausprobieren. Nick war allerdings so müde, dass er fast beim Essen am Tisch eingeschlafen ist und gar kein Dessert mehr wollte. Wir beschliessen auf den Kaffee zu verzichten und die müden Kinder ins Bett zu bringen, schliesslich wollen wir am nächsten Tag zum Sonnenaufgang bei den Dünen sein.
Teil 430. Okt. 2013
7.10. Sossusvlei – Büllsport Gästefarm, Police Campground

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, es ist noch dunkel. Rasch packen wir die Kinder im Schlafanzug und Schlafsack runter auf die Rücksitze, wo sie erstmal weiterschlafen und wir räumen alles zusammen. Dann gehts zur Sossusvlei Lodge um den Frühstückskorb abzuholen. Was uns da erwartete war ein Monstrum von Korb, den man zu zweit schleppen musste und noch zwei Extra Kannen mit Kaffee und Wasser. Unglaublich, was da wohl alles drin ist?

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Zwischenzeitlich ist es schon hell und das Tor zum Park ist bereits offen. Auf dem Weg zur Dune45 sehen wir unzählige Springböcke, Oryxe und Strausse.

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Erster halt bei der Düne45 und da schlägt natürlich ganz das Schweizer Blut meines Mannes durch, gleich losmarschiert auf den höchsten Punkt. Etwas Bewegung tut auch mal gut, wir sitzen ja sonst schon recht viel im Auto. Ganz oben geniessen wir den Rundumblick über das Dünenmehr. Die Kinder laufen zwischenzeitlich in den Socken. Anschliessend kullern die Jungs im Sand hinunter und ich muss daran denken, dass wir diesen Sand warscheinlich die ganzen Ferien nicht mehr aus unserem Auto/Zelt/Taschen bekommen werden. Am Fuss der Düne entdecken die Kinder einen toten Oryx, der aber schon einige Zeit da liegen muss. Das muss natürlich genauer begutachtet werden, ist aber nicht wirklich ein feiner Anblick, auch geruchstechnisch nicht so ein Vergnügen.

Nun machen wir uns weiter auf den Weg und versuchen uns auf der 4x4-Strecke in der Hoffnung am Ende des Weges auf einen Rastplatz zu kommen, wo wir unser Frühstück auspacken können.
Eigentlich sollte man ja Luft ablassen, wir sind auch ohne diese Massnahme gerade noch so durchgekommen. Bitte nicht vor dem Frühstück steckenbleiben und mit zwei unterzuckerten, hungrigen Buben schaufeln müssen. Das wäre wahrlich kein Vergnügen. Die Ungeduld unseres Jüngsten, jetzt endlich den Inhalt unseres Frühstückskorbmonstrums zu Gesicht zu bekommen, wurde bereits lautstark im Wagen kundgetan.


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Endlich erreichen wir den Rastplatz, leider war der einzige Steintisch unter einem Baum bereits von Overlander Gruppen besetzt, also suchten wir uns etwas weiter weg einen anderen Baum und holten unseren eigenen Tisch und Stühle raus.
Wir staunen, was alles in dem Korb war, das würde für 3 Familien locker reichen. Ganze Platte mit frischen Früchten, Fruchtsalat, Joghurt, Brot, Brötchen, Wurst, Käse, Kaffee, Tee, Saft, ........ Ich komme mir fast etwas dekadent vor, dies alles mitten in der kargen Wüste aufzutischen.

Nach diesem opulenten Frühstück wollte mein Mann sich noch auf ins Dead Vlei machen. Den Kindern und mir war es definitiv zu heiss und wir setzen uns in den Schatten vom Wagen und lesen Micky Mouse Hefte und ich mein Buch „Die Herrin der Savanne“. Letzteres handelt von der Erbauerin von Schloss Duwisib und gibt einen guten Einblick in die Kolonialgeschichte Namibias und ist erst noch spannend geschrieben.


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Langsam ist der Schatten des Wagens nur noch ein schmaler Spalt und ich hoffe, dass mein Göttergatte bald zurück kommt, bevor wir direkt in der Sonne schmoren müssen. Endlich taucht er auf und wir machen uns auf den Rückweg. An der Tankstelle stellen wir fest, dass es 41 Grad heiss ist. Die Klimaanlage läuft auf Hochtouren. Nochmals volltanken, Geld ziehen und weiter gehts zu unserem heutigen Übernachtungsziel, der Büllsport Gästefarm.

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Wir werden auf der Farm herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen und die Jungs verlangen natürlich zuallererst die Badehosen. Der Poolexperte gibt 10 Punkte. Das Wasser ist sauber, angenehm kühl und frische Handtücher und Liegestühle sind vorhanden.


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Wir erhalten eine Survivalkiste für den Wildniscamping bei der alten Polizeistation und bläut uns ein, auf keinen Fall irgendwelche Lebensmittel oder Abfälle herumliegen zu lassen. Es leben dort sehr viele Paviane, die aber scheu sind und sich nicht in die Nähe der Menschen trauen. Der Farmer legt grossen Wert darauf, dass dies auch so bleibt.
Als wir zum Camping entlang der felsigen Berge fahren, sehen wir bereits eine sehr grosse Gruppe von Pavianen zwischen den Bäumen und Büschen sitzen. Sie haben uns den ganzen Abend beobachtet, kamen aber tatsächlich nicht in unsere Nähe. Tim meinte, er kommt sich vor wie im Zoo, nur anders herum, dass wir nämlich beglotzt werden:-)

Es ist ein ganz schöner Abend, wir kochen Gulasch im Potje auf dem offenen Feuer, bestaunen den Sternenhimmel und versuchen die vielen Geräusche der Tiere um uns herum zuzuordnen. Nick ist ganz still und lauscht unseren Geschichten und Gesprächen. Ich habe fast den Eindruck ihm ist etwas mulmig zumute, was er natürlich nie zugegeben hätte. Nachts wache ich mehrmals auf, weil einer der Pavianchefs einen ziemlichen Radau macht und ich bin froh, dass es hier keine Löwen gibt.


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Der Campingplatz Police Station wird übrigens nur an eine Gruppe vergeben, so dass wir ganz allein dort waren. Es gibt einen sehr komfortablen und sauberen Ablution Block mit Warmwasser. Allerdings keinen Strom und damit auch kein Licht. Hat uns aber nicht gestört, im Gegenteil.
Hier steht noch die Ruine der ehemaligen Police Station, dazu gibt es auch noch eine ganz spannende Geschichte. Zur Zeit der deutschen sogenannten „Schutzmacht“ haben sich in diesem Gebiet öfter kämpferische Gruppen der Hottentotten (heute Nama) versteckt. In den Berichten von damals schreiben sie von "lichtscheuen Gestalten". Mit einer kleinen Polizeidelegation wurde versucht diese Rebellen aufzuspüren und ihnen die Rückzugsgebiete zu versperren. Es hat auf dem Weg zum Platz noch zwei Gräber von Polizisten, die bei diesen Gefechten umgekommen sind.


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Teil 502. Nov. 2013
08.10.2013 Büllsport – Solitaire Guest Farm

Heute gibt's ein sehr reichhaltiges Frühstück, weil wir eigentlich viel zu viel eingekauft hatten und die Sachen noch vor Swakopmund aufgebraucht sein sollten. Daher machen wir Rührei mit Zwiebeln, Tomaten und angebratenem Speck. Die Jungs hauen kräftig rein. Wir trödeln etwas herum, und als wir endlich das Zelt zusammenklappen wollen, ist es so heiss, dass wir das Auto kaum anfassen können ohne uns zu verbrennen. Die Etappe zur Solitaire Guest Farm ist kurz, so dass wir auf dem Weg nochmals einen Apfelkuchenstopp einlegen können. Zum 3. Mal.

Wir erreichen die Farm sehr zeitig und verbringen den Nachmittag am Pool. Zwei der vielen Hunde, weichen unseren Jungs nicht mehr von der Seite. Vor allem Nick haben es die beiden Hunde angetan, die von ihm kurzerhand auf Socki und Birki umgetauft wurden. Es war zu herrlich. Wenn Nick ins Wasser gesprungen ist, hat Socki immer sofort an der Stelle am Beckenrand gewartet, wo er auftauchen sollte. Wenn er dort nicht aufgetaucht ist, hat er sofort Alarm gegeben. Wir haben nachher vom Besitzer erfahren, dass die beiden Hunde auch immer auf seine eigenen beiden Jungs aufpassen, die aber unter der Woche im Internat sind.


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Um 17 Uhr brechen wir auf zum Cheetah Drive mit einem Guide und ein paar deutschen Gästen, die 10min vorher mit einem Bus angekommen sind und kaum Zeit hatten einen Kaffee zu trinken. Die Geparden machen sich heute rar und wir müssen fast eine Stunde suchen, bis wir 2 junge Männchen endlich faul unter einem Busch liegend entdecken. Einer war wenigstens so nett, sich nach ein paar Minuten noch etwas fotogen in Pose zu stellen.

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Nach der Rückkehr gibt es noch ein Sundowner-Fotoduell zwischen Tim und meinem Mann. Tim hat Glück und schiesst das bessere Foto:

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Abends im Restaurant sitzen wir am Tisch neben der Reisegruppe und stellen amüsiert fest, dass die beiden deutschen Paare, die mit uns auf Cheetah Tour waren, uns für Holländer halten 🙂 Wir lassen sie in dem Glauben und geniessen unser feines Abendessen.
Teil 607. Nov. 2013
9.10. Solitaire – Swakopmund, Sam's Giardino

Heute steht eine lange Autofahrt an und wir begnügen uns mit einem kurzen Müslifrühstück und wollen danach gleich los. Gerade als wir am zusammenpacken sind, kommt der Farmer angerannt um uns zu sagen, dass sich die Meerkatzenfamilie gerade neben der Farm aufhält und wir sie ansehen könnten. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und sprinten los. Natürlich nicht ohne unsere Kameras. Die Meerkatzen sehen aus wie Erdmännchen und mir ist bis heute der Unterschied noch nicht ganz klar. Kennt jemand den Unterschied? Wieder gibt's einen Familienwettbewerb, wer am nächsten an eine Meerkatze dran kommt. Plötzlich tauchen auch noch Erdhörnchen auf und es ist ein grosses Gewusel um uns herum. Die Tierchen sind auch wirklich ganz herzig.

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100 Fotos später reissen wir uns endlich los und machen uns auf den Weg nach Swakopmund. Aber natürlich nicht, ohne uns ein allerletztes mal in Solitaire mit Apfelkuchen einzudecken.

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Die Fahrt führt uns durch eine Art Mondlandschaft über den Kuisebpass, schliesslich nach Walvis Bay, wo wir am frühen Nachmittag ankommen.


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Es war wirklich sehr staubig und sehr trocken!

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Zwischendurch heisst es mal Reifen aufpumpen, da wir das Gefühl haben, dass einer etwas wenig Luft hat.

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Diese Flamingos bilden das Empfangskomitee und gleich tauchen auch die ersten Verkäufer mit den geschnitzten Makalani-Nüssen auf. Wir haben uns noch nicht nach den Preisen erkundigt und handeln ihn um die Hälfte runter und sind der Meinung wir hätten damit einen guten Deal gemacht. Später werden uns die Nüsse direkt für die Hälfte des bezahlten Preises angeboten und noch später erfahren wir, dass man üblicherweise noch viel weniger dafür bezahlt. Na ja, macht ja nichts.

In Walvis Bay setzen wir uns in ein Café am Pier und trinken einen sehr feinen Kaffee. Gegenüber im ersten Stock sehe ich einen Coiffeurladen, der sehr ordentlich aussieht und schaue Tim an. Er versteht sofort was ich meine und meint, er würde die Tiere warscheinlich schon besser sehen, wenn die Haare nicht mehr bis zur Nase reichen. Gesagt, getan und während wir gemütlich unseren Kaffee schlürfen, lässt er sich einen kürzeren Schnitt verpassen.

Schliesslich fahren wir entlang der Küste bei dunstigem Wetter nach Swakopmund und checken bei Sam ein. Wir fühlen uns sofort wohl und die Kinder jubeln, als sie das grosse Zimmer mit der riesigen Badewanne sehen. Badewanne und Fernseher im Zimmer werden von den Kindern als Poolersatz akzeptiert.
Auch der Garten mit den Fischen und vielen Vögel ist sehr liebevoll angelegt. Wir freuen uns auf die kommenden Tage mit etwas mehr Komfort und viel Platz im Zimmer.

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Wir trinken mit Sam an der Bar ein Glas Wein und besprechen mit ihm, wie wir die nächsten 3 Tage in Swakopmund verbringen wollen. Er bucht uns für den Abend einen Tisch im Erich's und organisiert auch gleich die Katamarantour für den übernächsten Tag.

Als wir das restliche Gepäck aus dem Auto ausladen wollen, entdecken wir, dass der hintere Reifen platt ist. Zusätzlich haben wir auch noch einen Defekt am Kühlschrank. Wir telefonieren mit Savanna Car Hire und sie teilen uns mit, zu welcher Garage wir wegen des Kühlschranks gehen sollen. Ganz in der Nähe ist auch eine Reifenwerkstatt. Wir haben ja 2 Tage Zeit in der wir den Wagen nicht brauchen, also können wir die Sachen in Ruhe reparieren lassen. Während die Kinder und ich im Zimmer chillen und die Kids gleich die Badewanne testen, bringt meine bessere Hälfte den Wagen in die Werkstatt.

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Das Essen abends im Erich's war wunderbar, das Restaurant war rappelvoll, erinnert aber vom Ambiente her schon sehr stark an eine etwas altmodische, deutsche Wirtschaft, wie es sie früher in jedem Dorf in meiner Heimat gab.
Teil 708. Nov. 2013
10.10. Swakopmund – Living Desert Tour

Wow, wie ist das schön, wieder mal in richtigen grossen bequemen Betten zu schlafen. Wir müssen allerdings zeitig raus, weil wir um 8 Uhr zur Living Desert Tour abgeholt werden. Wir freuen uns schon riesig drauf, endlich die Little Five zu sehen. Es ist noch recht kühl und wir schlüpfen alle in unsere warmen Jacken. Es stellt sich allerdings heraus, dass alle noch eine Schicht mehr vertragen hätten. Es ist regnerisches Wetter und morgens in der Wüste noch sehr kalt. Schlotternd lauschen wir Douglas' Erklärungen und hoffen, dass die Sonne bald durchkommt, was nach ca. 1 Stunde dann auch passiert.
Douglas führt die Tour zweisprachig, so bekommen auch die Kinder alles mit.

Es ist unglaublich, was die Guides alles aus dem Sand herausbuddeln:

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Hier die Dancing White Lady, die sich bei Gefahr zusammenrollt und den Sand hinunter kullert.

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Dieses Baby-Chamäleon hatte es mir besonders angetan!

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Wir essen in Swakopmund im Brauhaus zu Mittag und schlendern noch etwas herum und kaufen ein paar Souvenirs. Den Rest des Nachmittags relaxen wir im Hotel und geniessen den schönen Garten.

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Unsere Jungs machen Wellness und schauen dabei Phineas & Ferb auf Englisch.


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Ich lese in der namibischen Zeitung vom angeblich „irrtümlichen“ Abschuss eines mit Sender ausgestatteten Wüstenlöwens. Ein sogenannter Trophäenjäger (schon diesen Begriff finde ich unglaublich) erklärte, dass es sich hier wirklich nur um ein Versehen handeln konnte, weil kein Trophäenjäger einen Löwen mit Sender abschiessen würde. Denn das sei ja im Prinzip dann gar keine richtige Trophäe, also sei ein Jäger daran wohl kaum interessiert. Schade, dass es immer noch einen so grossen Jagttourismus in Namibia gibt. Es gibt doch so viele andere schöne Erlebnisse in diesem Land.

Ach ja, und was ich fast vergessen hätte: Am Abend hatten wir das beste Dinner unserer Reise bei Sam. Es war sehr, sehr lecker und wir haben jeden Gang genossen. Besonders den Swakopmunder Spargel fand ich sehr fein. Und dazu gab es von Sam's ausgesuchten Südafrikanischen Weinen.
Hier ein paar Appetitanreger:

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Teil 808. Nov. 2013
11.10. Swakopmund – Katamaran Tour

Auch heute geht's wieder um 8 Uhr los, diesmal mit Ocean Tours auf den Katamaran. Wir werden nach Walvis Bay gefahren, wo wir auf das Schiff umsteigen. Die Tour ist gut gebucht, aber es gibt genügend Platz und jeder kommt auf seine Kosten. Kaum hat der Katamaran abgelegt, kommen auch schon Pelikane und Seehunde aufs Schiff, was die Kids natürlich begeistert. Die Guide-Dame macht einen tollen Job und schliesst auch die Kinder immer mit ein, so dass diese auch gut zuhören. Wir sehen viele Pelikane, Seehunde, Delfine und sogar zwei verirrte Pinguine.


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Mir fallen zudem die riesigen verrosteten Hochsee-Fischerschiffe auf, oft mit Russischen oder Chinesischen Heimathäfen. Schon extrem wie weit die fahren um zu fischen.

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Auch an den afrikanischen Küsten steht es nicht mehr besonders gut mit den Fischbeständen. Auf einem der chinesischen Schiffe stehen unten an der Wasserlinie einige Männer und haben grossen Spass mit Seehunden. Wir denken erst, dass die mit denen spielen, werden aber dann aufgeklärt, dass die die Seehunde fangen, um sie anschliessend zu essen.


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Eine weitere komische Geschichte finde ich diese Yachtgarage mitten im Meer. Da hat sich ein reicher einfach um seine Yacht an der Boje diese hässliche Kiste gebaut.


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Auf der Rückfahrt unter Vollgas surft uns dieser schnelle Bursche auf der Heckwelle! Wir werden zudem noch mit Sekt, Austern und Fingerfood verwöhnt und die beinahe unterzuckerten Jungs können endlich reinhauen.

Nachmittags chillen wir wieder etwas im schönen Garten bei Sam und planen gegen Abend einen Spaziergang in die Stadt um dort noch in ein Restaurant zu gehen. Als es soweit ist, streiken unsere Jungs jedoch und wollen nicht mit. Das bequeme Hotelleben und vor allem der verfügbare Fernseher lässt sie immer fauler werden. Wir diskutieren hin und her und irgendwie habe ich keine Lust mehr mit quengelnden, fusskranken Kids durch die Stadt zu gehen. Schliesslich habe ich eine Idee. Ich frage Sam, ob die Jungs um 7 Uhr alleine in seinem Restaurant Spaghetti essen dürften. Er sagt kein Problem und der Abend war gerettet. Die Jungs können Disney Channel schauen und Spagetthi essen und wir gehen zur Abwechslung mal alleine in die Stadt und gönnen uns ein feines Abendessen im „The Tug“.

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Als wir zurück kommen versichert uns Sam, dass sich die Jungs im Restaurant gut benommen hätten, lediglich unser Jüngster hätte sich beklagt, dass ihm die Portion Spagetti etwas zu klein gewesen sei 🙂 Man muss allerdings dazu sagen, dass es sein Lieblingsessen ist und er fast unbegrenzte Mengen davon verschlingen könnte.
Teil 910. Nov. 2013
12.10 Swakopmund – Damaraland, Bambatsi Guestfarm, Camp Biro

Auf unser nächstes Ziel freue ich mich ganz besonders. Erst jedoch heisst es Abschied nehmen vom komfortablen Hotelleben, Taschen packen, Wagen beladen und Vorräte aufstocken.
Wir fahren zum Supermarkt und decken uns für die nächsten Tage gut ein. Zudem haben wir beim gestrigen Abendspaziergang einen Safariladen gesehen, der auch Ferngläser ausgestellt hat. Wehmütig dachten wir an unser extra gekauftes Bildstabilisator-Teil, das nun irgendwo zuhause liegt (wo nur?). Etosha ohne Fernglas, das geht irgendwie gar nicht. Deshalb haben wir am Vorabend beschlossen uns halt nochmal ein kleines Fernglas zu kaufen, in ebendiesem Safariladen.
Ich bin im Nachhinein sehr froh darüber, denn ich hätte im Etosha viele Tiere, vor allem die Löwen ohne Fernglas nicht entdeckt.

Gut ausgestattet, machen wir uns also auf den Weg ins Damaraland zur Gästefarm Bambatsi. Die Fahrt ist landschaftlich interessant, am Anfang jedoch noch ziemlich ereignislos. Wir verkürzen uns die Zeit mit einem Fantasy-Hörbuch. Das ist nicht so ganz mein Fall, aber Tim als erklärter Fantasy-Fan findet es super.

Auf der C39 zwischen Khorixas und der Farm wird es etwas anstrengend, weil es zwar eine sehr gute Strasse ist, auf der man zügig fahren könnte, es aber immer sehr viele Tiere direkt am Strassenrand hat, auf die man aufpassen muss. Die meisten Tiere bleiben zwar schön wo sie sind, aber mehrfach mussten wir wegen diesen Selbstmordhühnern scharf bremsen. Die scheinen stundenlang am Strassenrand zu stehen um genau dann loszulaufen, wenn ein Auto kommt.

Schliesslich erreichen wir die Farm und werden von Gerald und Inge herzlich begrüsst und gleich mit Kaffee und Kuchen versorgt. Nach 3 Tagen Poolabstinenz gab es für die Jungs dann aber kein Halten mehr, der Pool musste sofort in Beschlag genommen werden.

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Wir schnappen uns zwei Liegen mit Blick aufs Wasserloch und geniessen den tollen Ausblick. Die Farm liegt wunderschön auf einer Anhöhe. Gerald informiert uns, dass er uns um 17 Uhr zu unserem exclusiven Campingplatz für die nächsten 2 Nächte bringen wird. Wir fragen nach Grillfleisch und Inge hat ein schönes Stück Kudufleisch für uns, das wir zu kleinen Steaks schneiden lassen. Sie legt es in den Kühlschrank und ermahnt uns, das Fleisch später nicht zu vergessen. Wir doch nicht!

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Nach zwei Stunden relaxen am Pool und der Beobachtung von Kudus, Pavianen, Warzenschweinen und Giraffen wird es langsam Zeit zu unserem Camp aufzubrechen. Gerald fährt voraus und es ist eine ziemlich heftige 4x4-Strecke, die den Hügel hinauf zu unserem Camp führt. Oben angekommen bin ich gleich verzaubert. Dieser Platz ist ein Traum und für mich der Inbegriff von Wildniscamping in Afrika. Und der absolute Knüller, auch für unsere Jungs ist die tollste Badewanne der Welt (maximale Punktzahl unserer Poolexperten):

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Auch Dusche und Toilette haben einen unglaublichen Blick in die Ferne. Die Dusche ist total witzig mit Eimer und Seilzugkonstruktion. Das Wasser ist bereits angeheizt.

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Ich freue mich, hier heute Abend zu grillen. Apropos Grillen, da war doch noch was, ..... Mist! Gerald hat Erbarmen und fährt nochmals runter um das Fleisch für uns zu holen. An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank zu Gerald und Inge für diesen tollen Service!
Teil 1023. Nov. 2013
13.10. Bambatsi Guest Farm - Ausflug zur Vingerklip Lodge

So, nach einer etwas längeren berufs- und familien-bedingten Pause, geht es heute wieder weiter. Wir sind den 2. Tag auf unserem Camp Biro. Wir trödeln beim Frühstück wieder mal etwas herum, bis wir gejagt von Hunderten von kleinen Fliegen wieder mal in brütender Hitze unser Zelt zusammenschlagen müssen. Danach sind wir schon wieder reif für ein erfrischendes Bad im Pool der Farm. Wir fahren daher zuerst runter zur Farm und beobachten noch etwas das Wasserloch. Dort ist zwar nicht viel los, aber drum herum sehen wir viele Giraffen. Allerdings zu weit weg für wirklich gute Fotos. Dafür versuche ich noch ein paar Bilder der Toko-Vögel zu schiessen.

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Kurz vor Mittag machen wir uns auf den Weg zum Vingerklip. Die Fahrt dorthin ist toll und wieder sehen wir eine völlig neues Landschaftsbild.

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Auf dem Weg sehen wir die Ugab Terrace Lodge und stellen uns vor, wie fantastisch die Aussicht von dort oben sein muss. Das wäre etwas für den nächsten Namibia Trip.

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An der Lodge angekommen, stellen wir fest, dass es viel zu heiss ist um bis zum Vingerklip zu laufen. Statt dessen sehen wir uns die Vingerklip Lodge an und beschliessen dort zu lunchen. Es hat dort auch ein gut besuchtes Wasserloch zu sehen, an dem sich gerade Springböcke und Antilopen aufhalten.


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Am späteren Nachmittag kehren wir zur Farm zurück, wo wir bis zum Abendessen bleiben.


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Es ist ein wunderschöner Abend, wir sitzen mit Gerald und Inge und vier weiteren, sehr netten deutschen Gästen zusammen. Von den Angestellten gibt es vor dem Essen sogar noch eine Gesangseinlage. Später nehmen wir unsere Weingläser ans Lagerfeuer und plaudern noch etwas in die Nacht hinein. Als wir alle müde und schläfrig sind, fährt uns Gerald mit seinem antiken Geländewagen hoch zu unserem Camp.
Teil 1124. Nov. 2013
14.10.2013 Damaraland - Etosha NP, Okaukuejo

Heute morgen wissen wir, dass wir schnell machen müssen, bevor uns die Fliegen wieder zu arg nerven. Wir frühstücken daher zügig und packen rasch zusammen. Heute steht der Transfer zum Etosha an. Wir verabschieden uns noch kurz auf der Farm und machen uns auf den Weg. In Outjo legen wir einen Supermarkt-Stop ein und decken uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel und Savanna Light ein (ich werde es zuhause vermissen!). Wir haben vor, im Etosha vor allem selbst zu kochen.

Nachmittags erreichen wir das Gate, schreiben uns ein und fahren direkt nach Okaukuejo. Während wir darauf warten uns einzuschreiben, verlangen unsere Jungs, die den Pool bereits entdeckt haben ihre Badesachen und machen sich gleich auf zu "ihrem" Wasserloch. Nick bekommen wir dort erst wieder weg, als ihn gegen Abend der Hunger zu unserem Campingplatz treibt. Am Platz begrüssen uns zwei freche Erdhörnchen, die auf ein paar feine Häppchen hoffen. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht aus versehen drauf treten.

Unser Platz ist neben einem riesigen Webervogelnest, bei dem ein grosses Kommen und Gehen herrscht. Ich hoffe, dass die in der Nacht keinen Radau mehr machen. In dem Nest hausen hunderte Vögel und es erstaunt mich immer wieder, wie das ganze Konstrukt so stabil wird.

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Tatsächlich ist jemand zuhause!


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Ich gehe noch kurz beim richtigen Wasserloch vorbei, es ist aber gerade nicht sehr viel los. Wir lassen es heute daher langsam angehen und kriechen recht früh ins Zelt. Nick und Tim haben am Pool andere Jungs kennengelernt und sind nun todmüde vom herumtollen. Na ja, wir werden in den nächsten Tagen sicherlich noch genügend Tiere sehen. Hoffe ich zumindest.

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Teil 1224. Nov. 2013
15.10.2013 Etosha NP, Okaukuejo


So, heute solls jetzt endlich mal so richtig viele Tiere geben. Gleich nach Sonnenaufgang packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Schliesslich soll es auch nicht so heiss sein, wenn wir am Wasserloch stehen wollen um die Tiere in Ruhe zu beobachten. Den Motor sollte man dort ja abstellen, aber wenn es draussen 40 Grad hat, dann ist das nicht lange auszuhalten, also lieber früh los!

Es hat sich gelohnt:

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Der kleine Olifant, war ein freches Kerlchen, der alle Springböcke und Kudus um sich herum verscheuchen wollte, was ihm aber nur teilweise gelang. Zwischendurch ist er dann immer wieder zwischen seine Mama und seine Tanten gehuscht um sich zu verstecken.

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Plötzlich ändert sich die Stimmung am Wasserloch. Die Elefantendamen bilden eine Art Schutzmauer und nehmen den Kleinen zu sich in die Mitte. Die Springböcke und Antilopen hörten auf zu trinken und schauen sich nervös um.

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Ich ahne den Grund und suche mit dem Fernglas das Gestrüpp weiter hinten ab. Und genau, da sind sie und begutachten ihr Mittag- oder Abendessen. Sie halten sich aber im Hintergrund und legen sich ein Weilchen später unter die Büsche.

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Später auf der Rückfahrt zum Camp sehen wir noch diese beiden Damen, die aber nur faul herumliegen. Nach einiger Zeit geben wir die Hoffnung auf mehr Action auf und fahren zum Camp zurück.

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Am Wasserloch im Restcamp ist heute auch einiges los und während die Männer sich am Pool verweilen, geniesse ich die Szenerie am Wasserloch.


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Zum Abendessen haben wir heute noch einen Gast, der sich an den Krümeln bedient.


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Als es dunkel wird, gehen Tim und ich zum Wasserloch. Nick wollte eigentlich so gerne noch ein Nashorn sehen, aber er war einfach zu müde und wollte ins Zelt. Tatsächlich stehen am Wasserloch ein paar Elefanten und kurz darauf kommt auch ein Spitzmaulnashorn. Ich renne schnell zurück zum Zelt um zu sehen ob Nick noch wach ist. Er schläft schon fest und ich weiss, dass es keinen Zweck hat. Ich weiss aber auch, dass es am nächsten Morgen Tränen geben wird, wenn er erfährt, dass wir "sein" Lieblingstier gesehen haben und er nicht. Armer Bub.


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Teil 1324. Nov. 2013
16.10.2013 Etosha, Fort Namutoni
Wie erwartet, ist die Stimmung beim Frühstück heute morgen eher mies. Nick bricht erst in Tränen aus, als er von unserer Nashorn-Sichtung erfährt und dann kommt die Wut. Er will überhaupt keine Tiere mehr sehen, Autofahren sei sowiso doof und überhaupt bleibe er heute den ganzen Tag am Pool. Seufz....
Dabei haben wir heute die grösste Etosha Etappe vor uns, weil wir nämlich bis nach Fort Namutoni wollen, was bedeutet, dass wir umgehend aufbrechen sollten und er erst gegen Abend in Fort Namutoni in den Pool kann. Wenn überhaupt, der Himmel ist bedeckt und es sieht eher nach Regen aus. Wir sind froh, dass die Sonne nicht zu sehen ist, denn so können wir länger ohne laufenden Motor bei offenem Fenster stehen bleiben. Doch erst müssen wir Nick dazu bringen ins Auto zu steigen. Das Einzige was mir jetzt noch einfällt, erzieherisch nicht unbedingt das Sinnvollste, ist der ipod! Nick steigt also gnädig ins Auto und beginnt umgehend Angry Birds zu spielen, ohne nach rechts und links zu schauen.


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Erst beim Ausruf "Hyäne auf 11 Uhr" lässt er kurz den ipod sinken und schaut aus dem Fenster.

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Diese wunderschöne Tüpfelhyäne lässt sich direkt am Strassenrand nieder und wir können sie ein Weilchen beobachten. Als wir weiterfahren wendet Nick sich wieder demonstrativ dem ipod zu.


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Dieser Elefantenbulle scheint noch was Wichtiges vorzuhaben und muss sich erstmal stärken.

Plötzlich ein Aufschrei von Tim "STOOOOP NAASHOOORN". Nick lässt vor Schreck den ipod fallen und mein Mann tritt auf die Bremse und fährt zurück. Tatsächlich, direkt 3-4 Meter neben der Strasse hinter einem Busch steht ein grosses Nashorn. Das schickt uns wirklich der Himmel. Nick ist ganz aufgeregt und freut sich riesig. Ich bin total gerührt, es ist einer dieser speziellen Momente der Reise, die mir unvergesslich bleiben werden.

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Von nun an ist die Stimmung wieder gut und wir können alle unbeschwert die folgenden Tiersichtungen geniessen. Der ipod wird wieder verstaut.


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Wir essen in Halali etwas zu Mittag und merken, dass es draussen extrem schwül ist. So, als ob ein Gewitter in der Luft liegt.

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Auf einem der nachfolgenden Wege sehen wir einige Greifvögel. Unter anderem dieser wunderschöne Adler, der uns im Nachhinein noch einen gehörigen Schreck eingejagt hat. Wir stehen erst ein Weilchen vor seinem Baum, um ihn zu beobachten und ein schönes Foto zu schiessen. Als wir wieder fahren, kommt er unvermittelt von hinten oben angeflogen und lässt sich fast im Sturzflug in paar Meter vor unserer Windschutzschreibe herunterfallen um gleich wieder aufzusteigen. Wir schreien alle vor Schreck auf, der Vogel ist breiter als unser Auto, und ich bin froh sind wir drinnen und nicht draussen!

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Am späteren Nachmittag kommen wir schliesslich in Namutoni an und ich merke, dass mir die Schwüle etwas zu schaffen macht. Die Kinder zieht's gleich wieder zum Pool, während ich etwas schlaff herumhänge und mich zu nichts aufraffen kann. Als die Kinder vom Baden zurück kommen, fallen erste Regentropfen. Ich hab weder Lust zu kochen, noch Essen zu gehen. Am liebsten wäre ich jetzt alleine. Also schicke ich meine Männer ins Restaurant und lege mich mit meinem Buch ins Zelt und geniesse die Ruhe und die Tatsache, dass ich nun 2 ruhige Stunden vor mir habe, in denen niemand was von mir will.

Plötzlich kracht es und das Gewitter legt los. Aber so richtig. Ich bekomme Schiss und überlege mir ob es sicherer wäre, runter ins Auto zu sitzen. Manchmal kommt der Donnerschlag unmittelbar nach dem Blitz, es muss also sehr nah sein. Ich bleibe wo ich bin und hoffe, dass es schnell vorbei geht. Bald wird es wieder ruhiger und kurz bevor ich einschlafe kommt die Familie zurück. Ganz egoistisch stelle ich mich schlafend und überlasse es heute meinem Mann die Jungs ins Bett zu bringen 🙂
Teil 1428. Nov. 2013
17.10. Etosha, Namutoni - Mount Etjo, Mount Etjo Safari Lodge

So meine Lieben, jetzt geht es schon langsam zum Ende unserer schönen Reise zu. Nach einer unruhigen, gewittrigen Nacht packen wir am morgen zeitig zusammen. Zum letzten Mal steige ich auf das Dach um das Zelt zusammenzuklappen, denn heute werden wir uns noch etwas Luxus gönnen. Wir haben für eine Nacht ein grosses Familienzimmer in der Mount Etjo Safari Lodge gebucht und wollen früh ankommen um dort den Rest des Tages in schöner Umgebung zu relaxen.

Wir machen uns also auf den Weg in Richtung Otjiwarongo.

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Auf dem Weg dorthin sehen wir unzählige Warzenschweinfamilien am Strassenrand und auch ab und zu mal ein herziges DikDik. In Otjiwarongo legen wir einen Mittagessen-Stop ein und düsen gleich darauf hin weiter. Die Strecke ist nicht sehr abwechslungsreich.

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Bei Kalkfeld biegen wir von der geteerten Strasse ab auf die Pad in Richtung Mount Etjo und kommen so gegen 15 Uhr an. Die Begrüssung ist herzlich und sehr persönlich und wir sind einfach nur begeistert von dieser wunderschönen Lodge mit vielen Tieren, wohin man auch schaut. Mit einem Pritschenwagen wird unser Gepäck vom Auto zum Zimmer gebracht. Wir werden gleich gefragt, ob wir den Gamedrive mitmachen wollen. Wollen wir aber nicht - da hätten wir ja gar keine Zeit die Lodge zu geniessen. Wir wollen jetzt einfach nur relaxen! Nachts wollen wir dann allerdings noch zur Löwenfütterung mit.

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Als die Tür zu unserem Zimmer aufgeht, gibt's erst ein mal ein kollektives WOW, nach vielen Tagen Dachzelt können wir uns im Moment keinen grösseren Luxus vorstellen als dieses Zimmer in dieser tollen Umgebung.

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Direkt vor der Tür der Pool, der von unseren Experten auf der Stelle getestet werden muss. Auch hier, maximale Punktzahl auf der Bewertungsskala. 5 Minuten später sehen wir am Pool ein Pärchen sich die Augen reiben, als sie unsere Jungs entdecken. Die zwei waren bereits in Namutoni und auf Bambatsi gleichzeitig mit uns. Sie tun mir nun doch ein bischen leid, dass es ihnen einfach nie vergönnt ist, einen ruhigen Nachmittag am Pool zu verbringen. Ich mahne meine Jungs heute mal ein paar Dezibel runterzuschalten, was ihnen allerdings nur teilweise gelingt.

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Weil es hier so wunderschön ist, muss ich einfach einige Eindrücke zeigen. Alle Fotos wurden mehr oder weniger unmittelbar auf dem Gelände direkt vor den Zimmern aufgenommen.


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Gegen Abend als alle sich vor dem Sundowner im Zimmer etwas ausruhen, schnappe ich meine Kamera und will noch etwas nach draussen. Die Sonne und ein paar Gewitterwolken zauberten eine unglaubliche Stimmung und es zeigte sich zu alledem auch noch ein Regenbogen. Der ist auf dem Photo leider nicht ganz so gut drauf, in Echt war die Stimmung noch um einiges gigantischer:

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Da musste ich natürlich gleich die Familie wieder aus dem Zimmer holen damit sie das Naturschauspiel auch zu Gesicht bekommen.

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Nach dem leckern Abendessen im Stilvollen Ambiente gehen wir kurz auf's Zimmer um unsere Jacken zu holen und uns für die Löwenfütterung bereit zu machen. Wir werden mit einem offenen Safariwagen ca. 15-20 Minuten zur Fütterungsstelle gefahren. Dort ist eine Art Bunker mit Sehschlitzen hinter denen man unmittelbar das Geschehen verfolgen kann. Eine tote Antilope ist bereits am Boden, als das Löwenrudel hereinstürmt. Es gibt eine klare Hackordnung. Erst die Löwinnen, dann die jungen Männchen. Der Chef ein riesiger Löwenmähne lässt sich zwischendurch zwar mal blicken, scheint aber keinen Hunger zu haben. Wir erfahren vom Guide, dass der zur Zeit auf Brautschau sei und deswegen kaum frisst. Ob er wohl Liebeskummer hat?

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Irgendwann ist von der Antilope wirklich gar nichts mehr übrig und die Löwen verziehen sich wieder und wir fahren mit sehr müden Kindern zurück und schlafen wunderbar in unseren grossen, weichen Betten.
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