BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201218. Okt. 2013 · #1
Hallo,
wer hat schon 'mal daran gedacht sich einen gut ausgestatteten 4x4 Camper für den Standort Windhoek anzuschaffen und mit Gleichgesinnten zu teilen? Nutzung und Kosten entsprechend zu teilen?
Bin mal gespannt was für Ideen und Vorschläge kommen.
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200719. Okt. 2013 · #2
Hallo Bernd,
ja , daran haben wir schon vor Jahren gedacht. Aber wir sind dann davon abgekommen, weil wir unter anderem keine passenden Mitkäufer in unserem Bekanntenkreis gefunden haben. Da wir beide noch berufstatig waren, hätte sich ein Kauf für uns alleine nicht gelohnt.
Aber es gab noch andere Punkte, warum wir die Idee nicht weiter verfolgt haben: z.B. was passiert, wenn Einer /Eine der Mitkäufer verschweigt, dass etwas defekt ist am Wagen und darauf vertraut, dass der/die Nächste es schon richtet. Was, wenn alle zu gleichen Zeitpunkt reisen wollen (wir würden z.B. nie in der kalten Jahreszeit reisen -Weicheier 😉 ), Oder wie rechnet man ab (Unterhaltskosten, Verschleiß usw.), wenn die eine Partei mal 3 Monate im Jahr unterwegs sein will und die andere zwar nur 6 Wochen, aber viel mehr KM fährt?
Das war uns dann zu kompliziert und wir haben aufgegeben. Aber an sich finde/fand ich die Idee eigentlich gut.
Grüße Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201219. Okt. 2013 · #3
Theoretisch ist die Idee gut, in der Praxis führt sie binnen Frist zu handfesten Krächen ums liebe Geld.
Und ein eigenes Fahrzeug ist alles andere als kostengünstig, denn man muß auch die Reparaturen bezahlen, die der Autovermieter normalerweise trägt, einschließlich Wartung, Versicherung und sicherer Unterstellmöglichkeit. Das rappelt ganz schön.
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201119. Okt. 2013 · #4
Carsharing hört sich gut an ist aber in der Praxis nicht wirklich sinnvoll, wie auch schon oben genannt.
Ich habe 4 voll ausgestattete Land Cruiser, davon verleih ich einen ab und zu mal an sehr gute Freunde, auch aus DE, es gibt aber hin und wieder Differenzen und man muß 100% Vertrauen haben , zB nicht mit 160km/h auf Teer unterwegs zu sein, trotz Stollenreifen, Roof Top Tent etc. (ist passiert, GPS hat das aufgezeichnet), sonst ist eine Freundschaft sehr schnell hin. An Fremde würde ich gar nicht verleihen.
Wenn Carsharing, dann nur zwischen zwei Parteien und beide zahlen einen monatlichen Betrag in ein Konto, von dem alle weiteren Unkosten und auch eventuelle unvorhergesehenen Reparturen beglichen werden können.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Okt. 2013 · #5
... ich sehe das genauso wie die bisherigen Antwortschreiber. Da kommt es schnell zum Streit. Und selbst wenn man sich im Vorfeld über die Finanzierung von Reparaturen einig wird, streitet man vermutlich schnell über die unterschiedliche Fahrweise, die mehr oder weniger schnell zu Verschleiß führt.
Ich würde den wenigsten meiner Bekannten in Deutschland meinen Pkw für die Straße ausleihen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200919. Okt. 2013 · #6
Ich habe mir auch Gedanken über das Thema gemacht und habe mal ein privates Angebot gehabt für die Nutzung eines privaten Fahrzeuges in Namibia. Habe mich dagegen entschieden weil mir das Risiko zu groß war das Vorschäden vorhanden waren die dann eventuell auf der Endabrechnung gestanden hätten.
Ich habe mehr als 15 Jahre ein ähnliches Modell für die Nutzung eines beweglichen Gegenstandes mit getragen, da haben wir es genau so gehandhabt wie oben, jeder zahlt einen festen monatlichen Betrag für die fixen Kosten und die Wartung, dazu einen festgelegten Satz für den Treibstoffverbrauch (wurde bei uns nach Minuten abgerechnet). Unvorhergesehene Reparauren wurden aus der Gemeinschaftskasse gezahlt bzw. am Ende eines Jahres wurde ggf. eine Umlage zu gleichen Teilen unter den Nutzern gemacht. Zu letzt waren es 8 Nutzer und während der Jahre hat sich die Zusammensetzung der Gruppe immer mal geändert, es gab aber nie Streit wegen der Finanzen. Vertrauen gehört in jedem Fall dazu und wir haben alle selbst nicht geglaubt das es so lange harmonisch funktionieren würde.
Hallo Bernd, die Idee an sich ist gut und nachvollziehbar. Ist ja vom Grunde her wie Mietwagen, nur dass keiner dran verdient. Dennoch - und das wurde hier ja schon recht deutlich - ist die Umsetzung recht schwierig und ein ziemlich sicherer Weg, Freundschaften und gutes persönliches Einvernehmen nachhaltig zu zerstören. Ich habe mich sogar mal hingesetzt und einen Vertrag dazu entworfen - nur rein theoretisch. Wer den allerdings gelesen hat, hat sofort abgewunken. Ich habe versucht an alle Eventualitäten zu denken und dafür eine Regelung zu schaffen - aber das war wohl ein Fehler. Man könnte natürlich auch an eine Alternative denken: ein Kfz kaufen und nach Ende der Reise wieder verkaufen. Es gibt da inzwischen Händler, die einen garantierten Rückkaufwert bieten. Für einen Langzeitaufenthalt kann sich so etwas schon lohnen. Gruß Joli
Ja, die Idee an sich mag gut sein, aber problematisch.
Hatten uns auch kurz überlegt nächstes Jahr im Sommer von Freunden ein Auto zu leihen, da sie zu dieser zeit nicht dort seinn werden. Aber weiter wie zur Überlegung kam es nicht. Denn das Auto steht hier mehr, als das es gefahren wird und jedes Mal, wenn diese Freunde hier sind müssen sie ersteinmal Reperaturen vornehmen. Mal ein reifen, dann die Baterie, das nächste Mal Filter und Dichtungen usw.
Hat man ein Fahrzeug von einem richtigen Vermieter und es passt etwas nicht, dann teilt man es dem Vermieter mit und dieser kümmert sich dann, oder sagt, dies passt so schon und gut ist.
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BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201219. Okt. 2013 · #10
Ich denke wenn man den Wagen durch 4 Parteien teilt kann man auch wieder besser mieten. Auch der Service bei Pannen würde mir fehlen, zwar bin ich auf allen Strecken bisher völlig pannenfrei geblieben aber das kann jederzeit passieren. Ich gehe mit den Leihwagen immer sehr besonnen um aber ich habe schon viel anderes gesehen. Aber Regeln und Kostenmodelle sind sicher möglich.
Hallo, ich habe mir das sehr lange überlegt, hatte ja über 4 Jahre jetzt ein Auto in Namibia stehen. Ich habe aber niemanden damit fahren lassen. Mein Hauptvorteil war u.a. jede Menge egene Sachen eben im Auto zu belassen. Richtig gute Schlafsäcke, Klappbetten und Matratzen sowie die eigene Kleidung. Ich konnte fast ohne Klamotten runterfliegen und hatte das Fluggepäck für Dinge, die ich runterbringen wollte. Aber: Wer mit einem Privatauto unterwegs ist, der muss vor Ort alle anfallenden Probleme auch selbst lösen. Die Wagenübernahme ist nicht wie beim Vermieter, sondern du musst das Auto service machen und Batterien sind sehr anfällig bei längeren Standzeiten. Gebe ich das einem Fremden, hat der kein Interesse an nachhaltigen Maßnahmen, ihm reicht kurzfristige Wirksamkeit. Da ich auch schon mit privaten Fahrzeugen anderer Eigentümer ("Freunde") unterwegs war, kenne ich das Problem der mittelfristig fast unvermeidbaren Glasschäden nur zu genau. Ich war nur relativ kurz mit einem Farmauto unterwegs und bekam einen langen Riß in die Scheibe. Gerissen war ein Sternschaden, der schon vorher da war. Aber um Ärger zu vermeiden habe ich dann die neue Scheibe bezahlt. Wäre der erste Schaden korrekt geklebt worden, hätte ich den großen Schaden gar nicht gehabt... Und die Lebensdauer von vielen Teilen hängt eben von der Fahrweise ab: Mit dem eigenen Auto zahle ich auch langfristige Schäden, das schert den Mitnutzer, der nur ein oder zwei Jahre dabei ist eher wenig. Und alles steht und fällt mit der Ehrlichkeit. Entsprechend unterschiedlich ist oft der Umgang und entsprechend schlecht der Zustand von Mietwagen. Für mich wäre es nur vorstellbar, wenn ich dann jemanden vor Ort hätte, der das Fahrzeug übergibt und nach Rückkehr warten und prüfen würde. Aber den muss ich bezahlen und die anderen würden ja nicht mit meinen Klamotten durch die Gegend fahren wollen etc. Letztlich habe ich für mich die Idee völlig verworfen. Wenn ich so gute Freunde hätte, die die Leidenschaft für Namibia teilen und mit denen ich so viel Vertrauen hätte, dann wollte ich auch lieber mit denen zusammen Urlaub machen als nacheinander ein Auto zu nutzen. Und wenn die Freundschaft nicht so gut ist, dann geht es solange gut, bis ein größerer Schaden passiert. Dann geht das Verhandeln los, was war vorher da und was ist neu....beim Geld hören eben viele Freundschaften auf, reine Zweckbündnisse sowieso.
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
wüstenfee749 Beiträge · seit 200620. Okt. 2013 · #12
hallo Bernd,
auch ich habe schon vor vielen Jahren und des öfteren darüber nachgedacht .
die Gegenargumente haben inzwischen alle aufgezählt. Das muss sehr gut überlegt sein. Ich denke so lange man noch zur arbeitenden Bevölkerung gehört, lohnt sich das nicht.
Wenn mal man so viel Zeit ( und Geld) hat, dass man mehrere Monate dort leben und Urlaub machen kann, schaut das ganze vielleicht anders aus.
Und es gibt ein altes Sprichwort : bei Geld hört die Freundschaft auf .
also, ich habe ja meinen LKW in ZA stehen und hatte auch schon den Gedanken gehabt diesen auch Anteilsmäßig fremd nutzen zu lassen, denn das Auto steht die meiste Zeit nur rum und wird von uns max 2 - 3 Monate im Jahr selbst bewegt.
Bis jetzt ist es allerdings daran gescheitert, jemanden zu finden, der mit so einem größeren Gefährt klar kommt und der eventuell verursachte Schaden kann dann viel größer sein wie der finanzielle Vorteil der Fremdnutzung.
Vom Prinzip her bin ich jedoch hier nach wie vor nicht ganz abgeneigt, es müsste halt wirklich 100 % passen, oder ich müsste mich als Fahrer dann noch selbst mit vermieten 😉 dann währe es natürlich kein Problem!
1) Man weiß genau, wie zuverlässig der Wagen ist und was wann zuletzt gewartet wurde. 2) Bettzeug, Matrazen, Toilette haben den eigenen Stallgeruch und sind in dem hygenischen Zustand, den man bei der Ankuft erwartet (weil man das Ganze vorher selber sauber gemacht hat) 3) Man kann es sich sparen, den ganzen Kram wie Schuhe, Sonnenhut ect. hin- und her zu schleppen. Teil man sich einen Wagen mit mehreren parteien, dann haben sich diese Vorteile schon mal erledigt.
Was man komplett vergessen kann: Mit einem eigenen Wagen kann man kein Geld sparen! Und auch wenn man sich die Kosten teilt, dürfte das nicht funktionieren, weil eben diese Kosten durch den höheren Verschleiß mitsteigen. Zum Thema Kosten dürfte unser Wagen am oberen Ende der Skala liegen - aber auch bei einem kleineren Wagen dürfte diese Aussage immer noch zutreffen. Und das gilt ganz besonders dann, wenn man die Urlaubstage monitär bewertet, die man dank notweniger Wartung/Reparatur in irgend einer Werkstatt rumhockt.
ich kann den Punkten von Giraffenmog nur zustimmen und möchte es um einen Punkt ergänzen. Ein weiterer Vorteil eines eigenen Autos ist die Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit und/oder Preispolitik von Mietwagen. Ich muss "nur" nen Flug buchen und kann los. Mit einem geteilten Auto müsste ich die Zeiten abstimmen und ggf. Kompromisse in der von mir gewünschten Reisezeit eingehen.
Gruß Carl
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Chrigu7'269 Beiträge · seit 200621. Okt. 2013 · #16
giraffenmog schrieb:Was man komplett vergessen kann: Mit einem eigenen Wagen kann man kein Geld sparen!
Das kommt etwas darauf an. Ich habe mir das vor einigen Jahren mal durchgerechnet. Das Resultat war, dass es sich ab etwa zwei Monate / Jahr finanziell durchaus lohnen kann ein eigenes Fahrzeug zu haben. Das bedeutet aber auch ganz klar, wer nicht Jahr für Jahr min. zwei Monate unterwegs ist, für den ist es finanziell sinnvoller Fahrzeuge immer wieder zu mieten. Hinzu kommt, dass man dadurch auch die Möglichkeit hat, an verschiedenen Orten zu starten (JoBurg Kapstadt, Windhoek) oder auch mal ein Jahr zu pausieren.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
BerndWThemenstarter487 Beiträge · seit 201222. Okt. 2013 · #17
Andreas8734 Beiträge · seit 201225. Okt. 2013 · #18
Ich würde gerne noche einen Gedanken hinzufügen der mich selber nämlich beschäftigt hat.
Was ist wenn eine der Parteien das Auto komplett zerlegt bei einem Unfall. Das vielleicht sogar passiert bevor die andere Partei überhaupt die Chance hatte das Fahrzeug zu nutzen. Noch schlimmer wäre es nur wenn Partei A einen Unfall hat auf Grund eines Mangels den Partei B verschwiegen hat.
den vollständigen Verlust sollte man auf jeden Fall vor Anschaffung eines Fahrzeugs in der "Eigentümergemeinschaft" haftungstechnisch klären und entscheiden wie dann verfahren wird und Kosten verteilt werden. Das gilt für Diebstahl, eigenverschuldete Schäden (z.B. Wasserdurchfahrt mit Motorschaden), unvorhergesehene Reparaturen (z.B. Achsschaden unterwegs, Abschleppkosten?) und Fremdeinwirkung ohne das ein Dritter haftbar gemacht werden kann usw.
Die Bedenken wegen verschwiegener Mängel halte ich für ein bisschen weit hergeholt, denn am Ende einer jeden Fahrt sollte eine Durchsicht in einer Werkstatt stattfinden um das Fahrzeug wieder startklar für die nächste Reise zu machen.
Sicher geht man ein Risiko ein wenn man ein Fahrzeug gemeinsam anschafft und nutzt. Letztlich sollte man aber im Hinterkopf behalten dass man nur mit einem Anteil beteiligt ist und im Fall eines Schadens auch nur mit dem vereinbarten Anteil dabei ist. Als Alleineigentümer müßte man alles alleine tragen... Man sollte sich halt vorher überlegen und abwägen ob man sich das leisten kann und will...
Geldsparen kann man als "Normalurlauber" m.E. nach nicht mit einem eigenen Fahrzeug im südlichen Afrika.
Viele Grüße Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...