Nachts werden wir wach, da es mächtig im Wasser planscht. Im Licht der Taschenlampe sehen wir eine große Büffelherde den Channel durchqueren.
Wir sind dann auch bei den ersten Anzeichen der Dämmerung aufgestanden und haben uns diesmal mit dem Frühstück sehr beeilt.
So können wir unseren morgendlichen Gamedrive sehr früh beginnen. Vorbei an einem riesigen Baobab fahren wir direkt in die östliche Savuti-Marsch.
Die Löwen sind alle noch an Ort und Stelle. Hier hat sich seit gestern nicht viel getan. Der Elefant wird sicher noch für etliche Tage die Ernährung des Rudels sicherstellen. Ich frage mich, wann die Ranger kommen, um die Stoßzähne zu bergen.
Nur ein paar Kilometer weiter südlich entdecken wir ein Rudel Wildhunde unter einem Busch, was leider nicht sehr fotogen ist. Auch ansonsten sind sie nicht sehr kooperativ, denn sie sind genauso verpennt wie die Löwen vorhin. Da bewegt sich keiner. Die Welpen sind dafür aber wirklich sehr niedlich, wie sie so aneinander gekuschelt schlafen.
Unser Plan ist es, die Marsch weiter im Süden zu queren, um dann auf die Marsch-Road zu gelangen, die uns in Richtung Moremi bringen soll. Das wird leider nix, da sich das Wasser des Channels hier weitläufig in der Ebene verteilt und ein ausgedehntes Sumpfgebiet geschaffen hat.
Aufgrund unserer Schlamm-Erfahrungen in Tansania habe ich frühzeitig aufgegeben und wir sind umgekehrt. Eine Gruppe Deutscher hat es versucht und steckt jetzt mit beiden Fahrzeugen fest. Ich taste mich so nah wie möglich an die Gruppe ran und dann kommt unsere Winde endlich mal zum Einsatz. Wenn wir sie schon selbst nicht brauchen, können wir damit zumindest eine gute Tat vollbringen.
Die Einladung zum abendlichen Braai, als Dank für die Rettung, müssen wir leider ausschlagen, denn die Gruppe bleibt in Savuti, während es uns in Richtung Moremi zieht.
Wir fahren wieder Richtung Norden, um dort eine Möglichkeit zu finden, die Marsch zu überqueren. Diese Gelegenheit bietet sich in Form einiger Furten, die ich vorher aber vorsichtshalber zu Fuß erkunde.
Die Strecke bis Khwai ist dann echt nervig. Ausgedörrte Landschaften, Bulldust und Potholes ohne Ende. Nur selten bietet sich mal ein schöner Blick in die Landschaft.
Kurz vor Khwai dann noch eine Furt, die aber locker zu fahren ist, wenn man die richtige Linie wählt. Es zahlt sich immer aus, wenn man mal schaut, welchen Weg die Einheimischen wählen. In diesem Fall einen weiten Linksbogen. Ein Südafrikaner entscheidet sich für die direkte Linie – sein Prado ist anschließend ganz ordentlich am stottern.
Der alte Knüppeldamm über den Khwai River ist durch eine solide Holzbrücke ersetzt worden.
Von der Brücke können wir schon unseren direkt am Flussufer liegenden Stellplatz auf der Khwai Campsite sehen. Er befindet sich bei dem großen gegabelten Baum, vor dem die dicken Äste auf dem Boden liegen.
Es handelt sich um Stellplatz Nr. 3 und der große Baum ist eine Sikamora-Feige. Die Lage ist ein Traum. Wieder haben wir das große Los mit unserer Campsite gezogen. Wir richten uns erst einmal häuslich ein. Während die Mädels duschen gehen, setze ich mich vor das Auto, lese und beobachte die Affen, wie sie auf der benachbarten Campsite einen Sonnenschutz-Pavillon als Turngerät entdecken und auseinandernehmen. Sie springen immer wieder aus den Bäumen auf das Dach des Pavillons, bis dieser unter der ständigen Belastung zusammenbricht. Auf unserer Campsite herrschte sofort ruhe, nachdem ich die Zwille gut sichtbar auf den Tisch gelegt habe.
Plötzlich kracht es direkt hinter mir im Geäst meines Schattenbaums. Ich drehe mich um und kann es nicht fassen. Direkt hinter mir steht ein Elefant und reckt sich, um an die untersten Äste des Baums zu gelangen. Unglaublich, wie gut sich diese Riesenviecher anschleichen können. Ich sehe erst einmal zu, dass ich mich auf die andere Seite des Wagens verdrücke und achte auch die nächste halbe Stunde darauf, dass sich der Wagen immer zwischen mir und dem grauen Riesen befindet. Die Mädels beobachten das Schauspiel von den Duschen aus, die Campsite ist für sie nicht zu erreichen.
Der abendliche Gamedrive führt uns in Richtung Osten entlang des Khwai. Wir sehen viele Tiere, aber nichts spektakuläres, wovon ich hier groß berichten könnte. Halt die üblichen Verdächtigen.
Als sich die Sonne dem Horizont nähert, kehren wir zurück zu unserer Campsite.
Den Sundowner genießen wir dann auf unserer Campsite. Direkt am Fluss sitzend beobachten wir zwei Elefanten beim Grasen am Ufer. Dazu noch Hippos, die an Land kommen, um zu fressen.
Zum Abendessen grille ich Warthog und dazu gibt es Gemüsereis. Es erfüllt mich mit ziemlichen Stolz, als die Mädels meinen, mein gegrilltes Warzenschwein wäre erheblich besser und saftiger, als das auf der Chobe Safari Lodge.
Ganz in der Nähe muss eine Fischeule in einem Baum sitzen. Wir können sie zwar nicht entdecken, hören aber ihre sehr charakteristischen Rufe.
Nach dem Essen schauen noch zwei Elefanten auf der Campsite vorbei. Zwischenzeitlich müssen wir ins Zelt flüchten, da sie auf beiden Seiten des Autos stehen und wir dadurch nicht mehr den Wagen zwischen uns und den Riesen haben.
Den Rest des Abends dann das Standardprogramm: Lagerfeuer, Tagebuch und GinTonic. Dazu der der Sound einer afrikanischen Nacht. Irgendwie schaffe ich Depp es noch, mir am Lagerfeuer kräftig die Finger zu verbrennen.
Nach dem spannenden Abend war die Nacht völlig unspektakulär. Wir sind wieder sehr früh aufgestanden und ohne Frühstück gleich zum morgendlichen Gamedrive aufgebrochen. Diesmal ging es entlang des Khwai River nach Westen. Das Licht war ein Traum.
Wir sahen sehr viele Lechwes. Die meisten liegen im Gras und lassen es sich gut gehen. Ich kenne keine andere Antilopenart, die man so häufig liegen sieht.
Auch Zebras sehen wir wieder. Die hatten wir längere Zeit nicht mehr gesehen.
Am Hide des Dombo Hippopools machen wir Frühstückspause. Was für ein schöner Ort. Wir sind die ganze Zeit allein und können beim Essen die Schönheit der Natur genießen.
Blöderweise schaffe ich es, mir am Gaskocher die Finger der anderen Hand zu verbrennen.
Ein kleines Stück können wir dem Khwai noch weiter folgen. Wir treffen noch einen neugierigen Schakal.
Dann geht es auf die Strecke nach Xakanaxa. Die Strecke ist eintönig. Es geht durch Mopanebusch. Tiere sind nicht zu sehen. Einzige Abwechslung ist eine Furt, die es zu durchqueren gilt. Kurz vor Xakanaxa machen wir noch einen Abstecher zu den Paradiese Pools, aber auch dort ist tote Hose.
Gegen Mittag kommen wir auf der Xakanaxa Campsite an. Hier liegen die einzelnen Stellplätze näher beieinander als auf den letzten Campsites.
Wir machen ausgiebig Siesta im Schatten der Bäume. Dabei ergibt es sich immer wieder, auch auf die kleinen Tiere einzugehen und sie zu beobachten. Bei den Gamedrives kommen sie oftmals zu kurz.
Schon früh sehen wir einen Elefanten entlang des Schilfsaums auf uns zukommen. Diesmal werden wir nicht überrascht. Als er unseren Stellplatz erreicht, verlassen wir vorsichtshalber unsere Stühle und postieren uns so, dass unser Auto sich immer zwischen uns und dem Elefanten befindet. Plötzlich knackt es hinter uns. Nur wenige Meter hinter uns steht ein zweiter Elefant, ein gewaltig großer Bulle. Verdammt, da haben sie es wieder geschafft, sich heimlich anzuschleichen und uns zu überraschen. Wir müssen uns ins Wageninnere zurück ziehen. Kein Vergnügen bei den hohen Temperaturen.
Bald darauf schaut ein Elefant durchs rechte Fenster und der andere durchs linke. Beide stehen nur einen Meter neben dem Auto. Sehr spannend. Wir werden inzwischen im Auto gekocht. Kurz bevor wir gar sind, haben die beiden Erbarmen mit uns und beschließen unsere Nachbarn auf dem nächsten Stellplatz zu besuchen. Dort machen sie dann ausgiebig für mehrere Stunden Mittagsschlaf, was dem älteren Paar einen heißen Nachmittag im Camper einbrockt.
Nachmittags machen wir uns auf den Weg nach Dead Tree Island. Die Insel ist nicht einfach zu erreichen. Die Furt ist die Anspruchste der ganzen Reise. Erst nach ausgiebigem Erkunden finde ich überhaupt eine machbare Linie. Dead Tree Island ist wirklich bizarr und lohnt allein schon der Landschaft wegen einen Besuch. Auf Fotos kommt das nur schlecht rüber, aber soweit man schaut, überall Baumskelette.
Tiere sehen wir dagegen so gut wie gar keine.
Wir verlassen die Insel über die gleiche Furt, wie beim Hinweg. Da wissen wir wenigstens, was uns erwartet. Der Rückweg von hier aus gestaltet sich dann aber als komplizierter, als erwartet. Immer wieder stehen wir vor Schlammlöchern oder Furten, die sich nach Erkundung als zu riskant herausstellen und uns zur Umkehr zwingen. Die Region zwischen 3rd Bridge und Xakanaxa ist ein Labyrinth mit vielen Sackgassen.
Unterwegs sehen wir einen Honigdachs durchs dichte Gras laufen. Der Ärmste ist an der rechten Vorderpfote verletzt und läuft nur auf 3 Beinen.
Zum Sundowner finden wir einen wunderschönen Platz an einem Hippopool. Die beruhigenden Lautäußerungen der dicken Tiere sind die perfekte Untermalung für einen stimmungsvollen Sonnenuntergang.
Wir grillen ein letztes Mal auf dieser Reise. Es gibt Rindersteaks mit Gemsquash. Das Fleisch aus dem Spar in Kasane ist wirklich zu empfehlen.
Es wird dann noch ein netter lauschiger Abend. Die Temperaturen sind ideal, um nur mit T-Shirt und Shorts bekleidet draußen zu sitzen.
Durch Löwengebrüll in der Ferne wachen wir an diesem Morgen auf. Es gibt die Raubkatzen also auch hier.
Wir beginnen den Tag nicht mit dem Frühstück, sondern mit einer Bootstour auf der Xakanaxa Lagoon
Unser Kapitän ist ein sehr ruhiger und angenehmer Begleiter. Er redet nur wenig, aber was er zu sagen hat, stellt sein gutes Auge und sein Wissen über das Delta klar unter Beweis.
Wir sind überrascht, wie riesig die Lagune ist. Von der Campsite sieht man nur am Bootsanleger einen Kanal und ansonsten riesige Schilfflächen. Erst bei der Bootstour zeigt sich das verzweigte Kanalsystem. Dazu gibt es noch riesige freie Wasserflächen, mit denen ich nie gerechnet hätte.
An Tieren sehen wir in erster Linie Vögel. Zu Anfang im ersten Licht des Morgens nur Schattenrisse.
Als die Sonne höher steigt, im besten Licht.
In der Ferne sehen wir auch ein paar Lechwes und natürlich gibt es auch Hippos. Die sind hier aber sehr scheu und verschwinden sofort, wenn wir uns nähern.
Kurz vor Ende der Tour steht ein Elefant direkt auf der Uferkante und weidet dort das Schilf ab. Unser Kapitän steuert das Boot direkt unter den Koloss, der aus unserer Froschperspektive noch beeindruckender wirkt. Wenn der einen Schritt nach vorn macht, fällt er uns ins Boot.
Dann gibt es erst einmal Frühstück auf der Campsite, was mir wieder die Gelegenheit gibt, mich den kleinen Tieren zu widmen.
Ich vermute, dass es ein Skink ist, kenne aber nicht die genaue Bezeichnung.
Nach dem Frühstück ziehen wir zur 3rd Bridge Campsite um. Wir nutzen die Fahrt als Gamedrive, sehen aber nur wenige Tiere. Außer Impalas; die sieht man hier im Delta immer und überall.
Und natürlich Wasservögel, wie diesen Löffler.
Gegen Mittag kommen wird in 3rd Bridge an und checken ein. Die Campsites sind alle geteilt und werden an zwei Parteien vergeben. Durch unsere frühe Ankunft konnten wir uns wenigstens noch die Seite mit dem Wasserhahn sichern.
Wie immer nutzen wir die Mittagszeit zu einer gemütlichen Siesta. Die ist hier auf der Campsite besonders kurzweilig, denn es wimmelt nur so vor zutraulichen Vögeln. Eine Schirrantilope treibt sich ebenfalls am Rande der Campsite umher. Bei der Hitze bin ich allerdings zu träge, um auf Fotopirsch zu gehen und so müsst Ihr jetzt Euer Kopfkino bemühen.
Unser nachmittäglicher Gamedrive führt uns dann nach Mboma Island, wo wir von der Boatstation aus eine Mokoro Tour machen wollen. Auf dem Gamedrive wieder nur die üblichen Verdächtigen Impalas, Warzenschweine und Giraffen. Die Strecke ist landschaftlich traumhaft schön, aber auch sehr tiefsandig.
Von der Mboma Boat Station aus machen wir eine 90min. Mokorotour auf einem ganz kleinen Kanal. Völlig unspektakulär, aber sehr, sehr schön. Die Ruhe, die Stille, die Langsamkeit – dazu noch alles aus der Froschperspektive. Da kann man die Seele baumeln lassen.
Die Sonne steht schon tief, als wir Mboma Island, mit seinen großen Grasflächen verlassen.
Den Sundowner legen wir unterwegs ein. Dafür muss immer Zeit sein und wir finden auch wieder einen sehr schönen Platz mit einem sehr fotogenen Baum.
Auf der Weiterfahrt in der Dämmerung meint Kathrin, dass Sie gerne noch einen Honigdachs sehen würde. Sie hat es kaum ausgesprochen, da sehen wir einen links von uns durchs hohe Gras laufen. Wir stoppen sofort, aber er ist schon weg. Da fällt uns ein Fellbündel in der Astgabel eines Baums, direkt neben unserem Auto ins Auge. Das Fellbündel plumpst gleich darauf zu Boden und entpuppt sich als weiterer Honigdachs. Er knurrt uns an, was aber eher niedlich, als bedrohlich ist und verschwindet dann leider auch im Gebüsch. Aufgrund der fortgeschrittenen Dämmerung sind die Fotos dieses Erlebnisses leider alle für die Tonne.
Das Fleisch ist alle, deshalb gibt es zum Dinner Nudeln mit Tomaten-Thunfisch Soße.
Geweckt werden wir an diesem Morgen von Pavianen, die auf unser Auto springen und auf Lucias Zelt kacken. Elende Mistviecher.
Nachdem ich sofort die Zwille rausgeholt und ein paar Warnschüsse auf die Affen abgegeben habe, machen sie einen großen Bogen um unsere Campsite. Die Nachbarn haben dafür umso mehr das Vergnügen mit der Bande.
Plötzlich taucht ein Hippo auf. Es hat anscheinend die Zeit vertrödelt und jetzt liegt der voll besetzte Campingplatz, auf dem gerade alle mit den Frühstücksvorbereitungen beschäftigt sind, zwischen dem Hippo und seinem Pool. Erst steht es eine Weile unschlüssig rum, bevor es auf direkter Linie zu seinem Pool stürmt. Direkt über die Site unserer Campnachbarn, die sich gerade noch mit einem Hechtsprung hinter ihrem Auto in Sicherheit bringen können. Ein paar andere Camper sehen die Chance auf spektakuläre Fotos und folgen dem Hippo in Richtung Pool, worauf hin sich das Tier plötzlich umdreht und die Verfolger attackiert. Sind die plötzlich schnell und haben Glück, dass der dichte Baumbestand ausreichend Deckung bietet.
Das war mal eine aufregende Ouvertüre für den Tag. Danach können wir aber ganz entspannt frühstücken. Wir brechen dann auf in Richtung South Gate. Die Fahrt dorthin wollen wir aber noch als Gamedrive nutzen.
Die für die Campsite namensgebende 3rd Bridge ist nur noch rudimentär vorhanden. Ein unter Wasser liegender Knüppeldamm, bei dem einige Abschnitte fehlen. Dort geht’s dann jeweils in ein tiefes Loch.
Im Bereich zwischen 3rd Bridge und 4th Bridge gibt’s heute keine Tiere, weshalb wir beschließen, uns hier nicht lange aufzuhalten und dafür lieber den Bodumatau Loop zu fahren. Hier gibt es dann wieder reichlich Tiere.
Zwischendurch gibt es immer mal wieder Furten zu durchqueren. In einer sehr tiefen Furt finde ich ein südafrikanisches Nummernschild. Ich deponiere es gut sichtbar neben der Furt. Vielleicht kommt der Besitzer ja zum suchen.
Highlights auf dem Loop sind ein Honigdachs, der sich erfolgreich jedem Versuch eines scharfen Fotos widersetzt und eine riesige Herde Büffel, durch die wir mitten hindurch fahren. Ich finde es immer schwierig solche Tiermassen zu fotografieren und konzentriere mich deshalb lieber auf die einzelnen Individuen der Herde.
Nachdem wir dann auf die Hauptpiste stoßen, führt uns diese durch kahle Mopane-Wälder zum South Gate. Kurz bevor wir dieses erreichen, sehe ich einen mit „Black Pools“ ausgeschilderten Abzweig. Da ich davon noch nichts gehört hatte und unser GPS keinerlei Pisten in dieser Gegend anzeigt, verzichten wir. Nach dem was ich danach hier im Forum über die Black Pools gelesen habe, sicher ein Fehler.
So schön es auch wieder im Delta war - unterm Strich war dies der Moremi-Aufenthalt mit den schwächsten Tiersichtungen. Ich weiss, das ist Jammern auf hohem Niveau.
Die Piste zwischen Vet.Zaun und Beginn des Asphalts ist eine Katastrophe, mit zahlreichen sehr tiefen Weichsandlöchern. Hier werden wir noch einmal ordentlich eingestaubt.
Unsere letzte Nacht in Botswana verbringen wir auf der Campsite der Thamalakane River Lodge. Die Campsite ist eine trostlose Sandfläche, aber die Sanitäranlagen sind sehr gut und sehr sauber. Der Rest der Lodge ist ein grünes Paradies. Aus diesem Grund verbringen wir auch einen großen Teil des restlichen Tages auf der Terrasse der Lodge, mit schönem Blick auf den Thamalakane River.
Während wir dort sitzen kommt plötzlich Wind auf und steigert sich innerhalb kürzester Zeit. Bald fliegen die ersten Sonnenschirme und alles andere, was nicht fest montiert ist. Ein kleiner Tornado zieht über uns hinweg. Über dem Wasser kann man ihn deutlich erkennen. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, bei dem in der Lodge aber einiges zu Bruch gegangen ist.
Vor dem Essen machen wir den Wagen abgabefertig und packen unsere Taschen für den Flug. Besonders eklig ist mal wieder der Kühlschrank. Die Brühe am Boden zu entfernen und ihn zu putzen bleibt an mir hängen.
Das Abendessen in der Lodge ist sehr gut. Botswana verabschiedet sich mit erstklassigem Rindfleisch.
Morgen dann noch ein letztes Highlight und dann ist auch diese Reise leider zu Ende.
Heute können wir ausschlafen, denn wir müssen erst kurz nach 8:00Uhr losfahren.
Im Gegensatz zum erstklassigen Abendessen, ist das Frühstück auf der Lodge nur Durchschnitt.
Vor unserem Rückflug nach Hannover steht noch ein Rundflug über das Okavango-Delta auf dem Programm, welchen ich Kathrin zum Geburtstag geschenkt habe. Ich habe extra einen kleinen 4-Sitzer gebucht, so dass wir 3 allein mit dem Piloten unterwegs sind.
War es beim Frühstück noch bedeckt, so reißt der Himmel jetzt pünktlich zum Start auf und die Sonne spiegelt sich auf den unzähligen Wasserflächen des Deltas.
Wir fliegen die ganze Zeit sehr niedrig auf nur 400ft. Das ist deutlich tiefer als die Verbindungsflüge zu den Unterkünften im Delta. Dadurch kann man auch viel besser Tiere sehen, viel besser als ich je gedacht hätte. Die Elefanten sind natürlich auch aus der Luft am besten zu erkennen.
Aber auch Hippos, Gnus, Büffel, Zebras, Lechwes und selbst die größeren Wasservögel sind gut zu erkennen.
Sehr beeindruckend ist es auch, wenn wir auf einer Höhe an großen Raubvögeln vorbeifliegen.
Es war ein herrlicher Abschluss einer gelungenen Reise. Die gewaltigen Ausmaße des Deltas und die gesamte Landschaftsform lassen sich nur aus der Luft wirklich erfassen. Viel zu schnell sind wir wieder zurück auf dem Boden.
Die Rückgabe des Autos erfolgt direkt am Flughafen und ist innerhalb von 5min. erledigt. Wir waren mit Bushlore sehr zufrieden, was sich auch daran zeigt, dass wir auch unsere nächste Afrikareise mit einem Fahrzeug dieses Vermieters durchführen werden.
Unser Abflug nach Johannesburg verzögert sich dann leider um 2 Stunden. Der Ausfall der zentralen Flugzeugbetankung auf dem Airport von Johannesburg bringt den gesamten Flugverkehr im südlichen Afrika durcheinander. Auch der Weiterflug nach Frankfurt verzögert sich entsprechend. Glücklicherweise gibt es vormittags eine Vielzahl von Flugverbindungen von Frankfurt nach Hannover, so dass wir hier problemlos auf eine spätere Maschine umbuchen können. Um kurz nach 9:00Uhr landen wir in der Heimat.