Reisebericht

Unter Geiern in Südafrika

von cfm2010 · begonnen 27. Sept. 2013 · 35 Teile

Teil 2127. Apr. 2014
Was für eine Nacht!

Gegen 2:30 Uhr morgens wurde ich von lautem Gezeter geweckt. Wie bereits beschrieben war der Zaun zur Wildnis nur ca. drei bis vier Meter von der Hütte entfernt, so dass man alles hören konnte. Schon klasse, wenn man in der ersten Reihe sitzt...

Unsere Affenbande, die wir vor zwei Tagen am Wasserloch gesehen hatten, schlief nämlich direkt in den Bäumen hinter dem Zaun. Schlafen? Nicht wenn ES Furcht einflößend faucht. Und damit meine ich richtig "faucht"!!! Das Ganze dauerte zwar nur ein paar Minuten, danach war Totenstille und wenig später waren brechende Knochen zu hören! 🤩

Leider war die Suche mit der Taschenlampe nicht erfolgreich, da die Blätter der Bäume und Büsche keinen Durchblick gestatteten, weshalb ich nur auf mein Gehör angewiesen war.

Bevor hier jetzt jemand schreibt ich hätte das geträumt, dann bitte erst weiterlesen. 😘

Als die erste Morgendämmerung gegen 5 Uhr anbrach ging es so richtig los. Mehrere Affenmännchen haben sich äußerst lautstark bemerkbar gemacht und das Fauchen war auch wieder da! Scheinbar hatte ES doch die restliche Nacht hier verbracht und wohl auf weitere Beute gewartet!?

Ist von Vorteil, wenn man den angestammten Schlafplatz von seiner Leibspeise kennt. 😮

Die Affenmännchen haben dann doch ihr Revier verteidigt und fast zwei Stunden gebrüllt. Frustabbau oder Methode um ES zu vertreiben!? Auf jeden Fall waren wir und die Bewohner der Nachbarhütte natürlich bei dem Gebrüll bereits zu dieser frühen Zeit hellwach. Der fauchende Räuber konnte aber von uns auch in der Morgensonne nicht gesichtet werden.
Teil 2227. Apr. 2014
@ Michael: Andere Leute hatten an diesem Tag wohl auch ihre Löwen-Sichtungen dort... 😈

@ Kerstin: Aber gerne doch. Hoffe Deinem Fuss geht es besser?! Habe vorhin erst Euren RB zuende gelesen... Das neue Restaurant auf Murati und auch Carstens "Lieblingsrestaurant" in Franshoek müssen wir nun kommende Woche auch erkunden... 😗


Tag 17: Talamati - Skukuza - Berg-en-Dal

Nach dieser unruhigen Nacht (Danke an den unsichtbaren+gefrässigen -vermutlichen- Leo) und dem lautstarken Morgengebrüll der Paviane haben wir uns schweren Herzens wieder auf den Weg zu unserem nächsten Ziel gemacht. Mit frisch gebrühtem Kaffee im Gepäck haben wir unser Lieblings-Camp bereits gegen 6:45 Uhr verlassen. Die Temperatur von 16°C war an diesem Morgen sehr angenehm.

In der aufgehenden Sonne war die Landschaft schöne Gelbtöne getaucht. Zeitiges Aufstehen lohnt hier allemal. Gleich an der ersten Weggabelung hatten wir ordentliches Safari-Glück, man muss eben nur anhalten. 🙂

Adler, Giraffen und Zebras - alle gaben sich hier ein Stelldichein, natürlich nur für uns.







Über die S145 und S36 ging es an diesem friedlichen Morgen gen Süden. Dieses monströse "Einhorn" mit ihrem Jungtier verabschiedeten uns.



Die Umgebung hier hat uns neben der Unterkunft doch sehr gefallen. Aber auch auf unsere Hornraben war wieder verlass. Die "Fünferbande" vom Anreisetag patrollierte erneut an der Pad. Im Gegensatz zu Letaba waren diese hier jedoch "No-Flying Birds"...



Am Wegesrand fiel uns dann dieser Schwarzstorch auf. Also schnell einen kurzen Fotostopp eingelegt, auch wenn die Lichtverhältnisse und die Entfernung nicht optimal waren.



Wie vor geraumer Zeit in einem anderen Reisebericht beschrieben ist ein Auto mit Schiebedach von Vorteil. Dieser niedliche Jung-Adler (kennt hier jemand den Namen?) schaute uns die ganze Zeit "von oben herab" zu. Im Nachhinein haben wir gelesen, dass die Jungvögel bis zu vier Jahre von ihren Eltern umsorgt und gefüttert werden. Vier Jahre! Kein Wunder, da muss man schon "echt süß" dreinschauen um durchgefüttert zu werden. Hotel Mama in Reinkultur ...



Positiv ist uns ein entgegenkommendes Rangerfahrzeug vom Hamiltons Tented Camp aufgefallen. Dieser wartete in ca. 100m Entfernung bis wir mit unserer Fotosession fertig waren, und das hat gedauert... Erst als wir wieder losgefahren sind ist auch er gestartet. Da kann man nur Danke sagen, da ansonsten die Vögel sicherlich weggeflogen wären!

Am Nhlanguleni Picnic Spot haben wir dann unsere Frühstückspause eingelegt. Die Hornbills gab es hier in den Farben gelb und rot. In Summe sicherlich 20 Vögel, die auf "Lieferanten" wie uns, bereits ungeduldig warteten. Hier kann man für kleines Geld auch einen Gaskocher ausleihen und sich mit selbst mitgebrachtem Rührei oder Braai den Tag gemütlich machen.



Eine Zebraherde mit 27 Tieren war hier zu sehen; aber auch eine Herde mit ca. 50 Büffeln, die an das Wasserloch heran kamen. Immer wieder beeindruckend wie vielfältig die Fauna hier ist.

Etwas weiter südlich stand plötzlich unsere "one and only" Rappenantilope unserer gesamten Rundreise im Gebüsch. Schön anzuschauen, zumal in freier Wildbahn.




Danach ging es weiter nach Skukuza, wo wir mittags bei 31°C angekommen sind. Wir kamen uns vor wie im falschen Film! Nach allen den Tagen in relativer Einsamkeit war der Menschenauflauf schon fast beängstigend. Besonders auffällig waren die Fahrzeuge, die sahen so aus als ob sie direkt aus der Waschstraße gekommen wären! Unser Auto dagegen hatte nach fast 4.000km schon ordentlich "Safari-Patina" angesetzt...
Was wir bereits in Letaba und Satara gesehen hatten, es gibt tatsächlich die Möglichkeit sein Auto in den großen Camps an den Tankstellen waschen zu lassen... 😮

Der Besuch hier in Skukuza war an diesem Tag ein richtiger Kulturschock für uns. Gepflegte Beete, gemähter Rasen - das passte überhaupt nicht zu unserer Vorstellung einer "natürlichen" Safari. Also kurzerhand den sehr gut ausgestatteten Shop aufgesucht - dort natürlich ein Vogelbestimmungsbuch gekauft 😉 - und dann nichts wie weiter.


Über die H3 ging es am frühen Nachmittag nach Berg-en-Dal, dem Ziel unserer heutigen Etappe. Am Wegesrand "lauerte" eine Tüppfelhyäne. Naja, sie hielt wohl eher Mittagsschlaf.



Als wir dann kurz vor Berg-en-Dal bereits in der Ferne bewirtschaftete Felder, Autobahn (N4) und damit die Parkgrenze sehen konnten, war dies für unser Empfinden doch störend. Erneut kein Vergleich mit dem KTP-wir mögen wohl doch eher die natürliche Wildnis.

So kam uns ein Elefant kurz vor dem Camp gerade recht. Kurz vor 15 Uhr waren wir dann auch im Camp angekommen und haben unser Cottage mit Perimeter-View bezogen. Man kann zwar den Zaun vom Camp sehen, nicht jedoch weiter. Dafür gibt es dort viel Vegetation, die mit vielen bunten Vögeln "bestückt" war. Ideal für Fotografen... 🙂



Ein individueller Abenddrive musste dann doch noch sein, schließlich waren wir heute noch nicht genug gefahren. 😣 Wir waren nicht die Einzigen, die auf diese Idee gekommen waren! Sorry, aber die Süden des KNP ist uns doch zu busy...

Am Matula Wasserloch kam dann in der Abendsonne diese Fata-Morgana zum Vorschein.



Ein ereignisreicher Tag ging am Grill mit den typischen Geräuschen Afrikas zu Ende.
Teil 2330. Apr. 2014
@Hobi: Ist durchaus eine Überlegung wert. 🙂 Uns hat besonders die Abwechslung dort sehr gut gefallen.


Tag 18: Rund um Berg-en-Dal

Wer heute auf eine Raubkatze hofft wird wieder enttäuscht werden. 😈 Wo sind die nur alle, wahrscheinlich doch nur auf Tonband oder eventuell schon etwas moderner auf mp3-Playern?...
Aber der Reihe nach. Um 6:15 Uhr ging es etwas später als gewohnt los auf unsere heutige Rundtour, die wilde Hatz hatte das Camp bereits verlassen, so dass wir ganz in Ruhe das Tor passieren konnten.
16°C zeigte das Thermometer an und wir konnten den wunderschönen Sonnenaufgang genießen.



Ein "Einhorn" war zwischendurch der einzige Vertreter der Big Five für den heutigen Game Drive.



Ein Duiker schaute neugierig zu uns herüber.



Was soll's, wozu gibt es hier diese netten, bunten und gefiederten Freunde. Die Auswahl war groß und wir konnten doch etliche bislang noch nicht in unserer Sammlung befindliche Vögel fotografieren.

African Green Pigeon - gut getarnt im Baum. Ich hätte diese Taubenart doch eher auf dem Boden erwartet. Weshalb eigentlich? 😗



Unterwegs gab es noch ein paar Kudu's zu sehen. Das war's! Wer sagt, dass es im Süden des KNP mehr Tiere als im Norden gäbe??? 🤩

Zurück im Camp war Fotosession für die vielen verschiedenen Vögel angesagt, die uns an unserer Hütte einen Besuch angestattet haben.
Ein African Hoopoe war sehr geduldig mit dem Fotografen.



Besonders schön anzusehen UND anzuhören ist dieser hier, ein Eastern Black-headed Oriole.



Auch eine Nilgans ist doch ganz nett anzusehen, die Farbenpracht hatte es uns angetan. Auch wenn man die Tiere doch häufig antrifft, dieses Exemplar fanden wir besonders schön.



Highlight des Tages war dann doch noch ein Spaziergang im Camp. Nein, nicht Shopping! obwohl der Shop sehr gut sortiert war. Auch der Cappuccino mit einem Eis in der Cafeteria war es nicht - schmeckte übrigens sehr gut und erinnerte uns an die Zivilisation. So etwas gab es in den letzten Wochen schließlich für uns nicht zu sehen.

Nein, das Highlight war ein kleine Elefantenherde mit Nachwuchs, die sich mutig direkt zwischen der Terrasse am Kiosk und dem kleinen See entlang arbeitete. Hier mussten das Gras und die Blätter besonders gut schmecken! Die Tiere waren "zum Greifen nah", da dieser befestigte Bereich vielleicht fünf Meter ausmachte. Dahinter kam bereits das Wasser. Es war schon zu sehen, dass die Elefanten Stress hatten, aber sie ließen sich von uns gern fotografieren. Ein tolles Erlebnis, den Elefanten so nah zu sein, und das ohne "schützendes" Auto...

Teil 2403. Mai 2014
Alle sprachlos, ob unserer Erlebnisse im KNP? 😄


Tag 19: Berg-en-Dal - Lower Sabie - Skukuza

Heute 10 Minuten vor der Toröffnung am Gate in Berg-en-Dal, trotzdem NUR Platz 3. 🤩 schnell sammelte sich eine riesige Schlange am Tor an. Einige hatten es dann so eili, dass wir im Park noch überholt werden mussten... Heute sollte es zuerst nach Lower Sabie (LS) gehen. Auf den 80 km (S110 - H3 - S114 - S25 - H5 - H4-2) gab es doch einiges zu sehen, vor allem die üblichen Verdächtigen.

Gar nicht so einfach die Perlhühner hier zu fotografieren, immer in Bewegung diese kleinen "Blauhelme".



An der Brücke über den Bume River war dann dieser Giant Kingfisher beim Frühstück zu sehen.









Fertig! War was? Hier gibts nichts zu sehen. Weitergehen! 😄




Zwei, Nashörner, zwei Giraffen, Kudus und viele Impalas waren zu sehen. Aber auch Zebras mit Oxpecker.



Kurz vor LS kreuzte dann eine Gnu-Herde unseren Weg.



Und auch Warzenschwein Nummer 24 war heute auf den Beinen. Ja, wir zählen Warzenschweine im Nationalpark... Wenn es schon keine Löwen gibt muss man sich schließlich anderweitig beschäftigen..
Seit über einer Woche im KNP und durchschnittlich nur zwei Warzenschweine pro Tag. Eine magere Ausbeute.



In Lower Sabie gab es dann gegen 9:30 Uhr auf der Terrasse des Restaurants ein zweites Frühstück. Das internationale Publikum hier ist uns aufgefallen. Hier scheinen die Reisebüros ihre Kunden unterzubringen. Der Ausblick hat uns sehr gefallen, viele Hippos und auch 15 Krokodile.



Schnell noch tanken in LS. Der Tankwart war die Motivation in Person. Zur Krönung stand auf unserer Tankquittung dann noch das Datum des Vorjahres...! 🤩

Weiter sollte es in Richtung Skukuza gehen. Eigentlich wollten wir dort nicht übernachten, aber in unserem bevorzugten Camp Biyamiti war nur noch für die darauf folgende Nacht eine Übernachtung zu bekommen. Auch tägliche Besuche auf der SANparks-Webseite über den Zeitraum von vier Monaten brachte keine weitere passende Übernachtung in Biyamiti. Ist wohl sehr beliebt das Bush Camp. 😗

Erster Stopp an der H4-1 war der Sunset Dam mit Krokolien, Kudus, Hippos und diesen Yellow billed Stork. Warzenschwein #25 und #26 war auch schon da...







Und natürlich 'zig Autos. Hier ist also der Touri-Auflauf in Aktion zu bewundern.

+++ wird fortgesetzt +++
Teil 2512. Mai 2014
Nachdem wir genügend "große Tiere" geschaut hatten, ging es auf der H4 weiter gen Skukuza. Aber ca. 10 km nördlich von Lower Sabie war ein Fahrzeugauflauf ungeahnten Ausmaßes auf der asphaltierten Straße zu sehen. Vielleicht sollte man beim nächsten Mal nicht gerade an einem Wochenende hier sein? PKWs, 4x4s und auch Safari-Fahrzeuge tummelten sich hier. Zum Glück haben sich alle sehr umsichtig verhalten.

Es musste also etwas Besonderes geben! Und wir waren auch dabei! Eine Katze? Vielleicht???? 🤩
Daumendrück! Sollten wir doch noch Katzen im KNP zu sehen bekommen? Und da war sie - unsere erste Löwensichtung im Krüger! Dann doch keine Tonbänder oder mp4-Dateien ...



Irgendwann hatten wir uns auf die absolute Poolposition vorgearbeitet und konnten in aller Ruhe, trotz des ganzen Andrangs ringsum, unsere Fotos machen. Leider bliebt die Löwendame wie angewurzelt sitzen. Keine Reaktion, kein Aufstehen. Aber man ist ja schon mehr als Happy!



Wir haben unseren Löwen im Krüger gesehen!!! 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩

Und die Geier kreisten über uns! 😉



Die wollten wohl etwas von dem vermutlichen Riss abbekommen?

Unser Lilac Breated Roller hat diesmal noch einen Kumpel mitgebracht...




Ein kurzes Stück weiter. Elefanten wollten zum Fluss und mussten dazu die Straße queren. Mit aller Vorsicht und dann ganz schnell war die Herde zwischen den Autos hindurch. Die kannten das schon.



Farbenprächtige Vögel gibt's hier! Ein besonders schönes Exemplar ist dieser Woodland Kingfisher.



Diesmal war Skukuza (gefühlt) nicht so "busy" oder wir hatten uns schon an die vielen Parkbesucher gewöhnt... Aber da in Biyamiti für diese Nacht definitiv nichts zu bekommen war...

Natürlich musste ein Abenddrive noch sein. Die Strecke ging über H11 in Richtung Paul Kruger Gate, danach weiter auf der S3-S4 und zurück auf der S1. Ziemlich ruhig die Gegend, zumindest was die Tiere anging. Dafür kamen uns jedoch viele Busse mit den Camp-Angestellten entgegen. Kein Wunder, dass ich die Tiere hier nicht gezeigt haben.



Dafür gab es jedoch noch zwei Vogelpaare zu sehen, Bateleur und ?-Eagle. Kann bitte jemand bei der Bestimmung helfen? Leider war kaum noch Licht zum Fotografieren vorhanden, so dass wir mit diesem Foto auskommen müssen. Danke.

Teil 2621. Mai 2014
Tag 20: Skukuza-Biyamiti

Auch heute sollte ein erlebnisreicher Tag auf uns warten. Kurz vor 6 Uhr standen wir vor dem Gate und mussten nicht mehr allzu lang warten bis wir zu unserem Morning Drive losfahren durften.
Kurz nach dem Camp - eine Wegkreuzung, d.h. drei Möglichkeiten die Tierwelt zu erkunden. Wo sind heute die Katzen? 🤪

Wir haben uns für ein kleinere Rundstrecke über die H1-2, H12 und zurück über die H4-1 entschieden. Viel war an diesem Morgen jedoch nicht los, ein paar Kudus, Impalas, ein Buschbock war in der Morgensonne auf dem Marula Loop zu sehen.
An der Kreuzung von H1-2 zur H12 war dann bereits das erste Highlight des Tages zu sehen. Eine Hyänenmutter mit ihren zwei Jungen beim Säugen. Da lag sie einfach so da, direkt am Straßenrand. Was für eine perfekte Szene.



Die Jungen hatten guten Appetit und als nach ca. 30 Minuten die Mutter aufstand ging das Fiepen los. Die Kids hatten wohl noch Hunger und mehr erwartet... Herzzerreißend!



Die Mutter hatte sich jedoch in dem Wasserrohr unter der Straße in ihren Bau verzogen. Die Kleinen standen jetzt zusammen oben und wollten noch mehr zum Frühstück...

Während wir in Ruhe die drei beobachteten, kamen bestimmt 20 Autos vorbei. Manche hielten überhaupt nicht an, andere machten nur ein kurzes Foto und dann schnell weiter. Fast-Food-Safari? 😈
Oder hatten die den Geheimtipp wo die Katzen an diesem Morgen zu sehen waren??? 😕

Egal, wir haben uns von der Hektik nicht anstecken lassen und die Szene im Morgenlicht richtig genossen.
Als auch die beiden Jungen im Bau verschwunden waren ging es dann auch für uns weiter. auf der Brücke über den Sabie war auf dem Brückengeländer ein Pied Kingfisher kurz zu sehen. Leider zu kurz für ein Foto. 🙁

Gegen 8 Uhr gab es dann selbst zubereitetes Frühstück in unserer Hütte im Camp und um 9:15 Uhr ging es dann an unserem vorletzten Tag im Krüger gen Süden in Richtung Biyamiti Bush Camp.

Als wir das Camp verlassen hatten war direkt an der ersten Kreuzung eine Giraffe am Straßenrand zu sehen. Also erst einmal anhalten. Fotoapparat war nicht in Position, schließlich hatten wir ja schon einige Giraffen gesehen. Auch der Gegenverkehr hatte in gebührendem Abstand angehalten. Nachdem sie die Straße in Ruhe gequert hatte wollten wir bereits weiterfahren, aber was kam da aus dem Busch? Eine Mini-Giraffe im Galopp! So schnell konnten wir kaum schauen, geschweige denn die Kamera hervorholen. Der Knirps war noch so klein, dass der Kopf nicht einmal den Rücken der Mutter überragte. Was für ein Erlebnis! Wer braucht da schon noch Katzensichtungen? 😗

Heute wählten wir die S114 und bogen auf die S26 ab. In dieser Gegend war eine wilden Affenbande (Paviane) bei der Suche nach Frühstück und allen anderen morgendlichen Aktivitäten zu sehen.



Unterwegs im verbrannten Gras waren insgesamt drei von diesen "Einhörnern" zu entdecken. Nur ein Wort ist uns zu diesem Bild eingefallen: "gestrandet"...




Drei Elefanten konnten wir dann an der Pad eine Weile bei der Futtersuche beobachten. Einige Baumstämme wurden dabei unsanft aus ihrer Verankerung gerissen. Ein kurzer Abstecher auf die S102 zum Mpondo Dam war an diesem Vormittag auch noch drin. Da heute nicht allzu viele Kilometer vor uns lagen. Und es sollte sich lohnen.



African Jacana (Blaustirn-Blatthühnchen)
Wer hat sich nur diese (lustigen) deutschen Vogelnamen ausgedacht??? 🤪

Am Wasserloch waren dann im Zeitraum von einer halben Stunde eine Herde mit zehn Wasserböcken zu sehen. Danach kam eine andere Herde, bestehend aus 20 Zebras und drei Gnus für nur drei Minuten zum Wasser.

Auf dem Rückweg waren dann im Flussbett des Bume, am Wasserloch Buffeldorings, diese Tieransammlung zu finden. Warzenschwein Nummer 45 auf unserer Rundreise...

Teil 2721. Mai 2014
Nachdem wir die Kudus und Warzenschweine kurz beobachtet hatten ging es dann weiter über die S26 und S25 in Richtung Biyamiti.

An der Brücke über den Bume River konnten wir diese hübsche Lesser Striped Swallow sehen.



Über dem Flusslauf des Biyamiti, der zu unserer Reisezeit ausgetrocknet war, kreisten zwei Adler.



Nachdem wir diese auf die Speicherkarte gebannt hatten, hatten wir nun ein wenig Zeit uns intensiver umzuschauen und entdeckten dieses bedauernswerte Geschöpf als Ursache für die neugierigen Adler.



Da waren wohl ein paar Raubtiere zugegen gewesen und hatten das Nilpferd so zugerichtet. Wir schauten es an, es schaute zurück. Ob es wohl die Verletzungen überstehen würde? Aber so ist das nun einmal in der Wildnis, es kann ja nicht jeder seine Nahrungsmittel bei Aldi & Co. kaufen...

Gegen 13 Uhr waren wir dann auch schon in unserem Lieblings-Wunschcamp angekommen. Leider nur für eine Nacht für uns buchbar. In einem Reisebericht hier im Forum hatte mal jemand geschrieben, dass man auf der Zufahrtstrasse nur auf und ab patroulieren muss um alle Tiere in Überfluss zu sehen. Nicht so bei uns, war wohl doch die falsche Jahreszeit.

Aber als gnadenlose Optimisten haben wir dann doch gleich den Abenddrive gebucht... 😣

Vor unserer sehr schönen Hütte gab es dann auch gleich die hiesige Vogelwelt zu bestaunen.

Green Wood-Hoppoe


Eastern Black-headed Oriole



Und ein paar neugierige Vervet Monkeys schauten vorbei um sich zu vergewissern, dass wir auch wirklich nichts unbeaufsichtigt liegen lassen würden.
Teil 2821. Mai 2014
An unserem m letzten Abend im Krüger Park haben wir uns den Abend Drive gegönnt.
Wir waren nicht die einzigen und so war das gesamte Fahrzeug bis auf den letzten Platz belegt. Zeitiges erscheinen sicherte auch die besten Plätze für uns - zum Fotografieren. Direkt hinter dem Fahrer hat man zwar viel Fahrtwind aber eben auch die beste Sicht nach vorn.

Wir wurden gleich von unserem Guide darauf eingestimmt, dass wir ein paar Kilometer fahren würden. Aha, also doch kaum Tiere in dieser Gegend! Wir hatten also doch richtig geschaut...

Letztlich war die Strecke enorm lang, vom Biyamiti Bush Camp ging es über die S25 bis kurz vor das Crocodile Bridge Rest Camp, danach nördlich auf die H4-2, weiter über die H5 und zurück über die S25 nach Biyamiti. Und das alles in 3,25 Stunden. Danach waren wir gut geschüttelt, nicht gerührt... 🤩

Aber die Strecke von insgesamt 60 km hat sich doch gelohnt. Zuerst die gute Nachricht. Das verletzte Hippo vom Nachmittag war nicht mehr anwesend, hatte sich also aus eigener Kraft weg bewegt. 🙂

Danach gab es im Abendlicht ein Nest von Familie Hammerkoop zu sehen und kurz darauf saß dieser hübsche Bursche fotogen auf einem Baum am Wegesrand. Nur gut, dass wir direkt hinter dem Fahrer saßen und diesen in seinem Bewegungsdrang ein wenig bremsen konnten...



Irgendwie war das der "Vogeltag", heute...

Kurz danach war ein "Einhorn" zügig, von rechts aus dem Busch kommend, beim abendlichen Jogging zu beobachten. Glücklicherweise hat er nicht auf seinem Vorfahrtsrecht Gebrauch gemacht...
Aber Einhörner kennen wir ja nun schon zur Genüge, deshalb diesmal kein Foto. 😗

Unterwegs waren Zebras, Gnus und Impalas diejenigen, die etwas verwundert, den Kopf über unseren rasenden Fahrer schüttelten. 😉

An der H4-2 hatten wir dann in der Dunkelheit zwei Tüpfelhyänen ausmachen können. Aber die waren wohl "auf dem Weg zur Arbeit" und hatten deshalb keine Zeit mit uns zu Plauschen... 🤪

Irgendwann war dann auf der Straße (H4-2) schemenhaft eine Straßensperre zu erkennen. Wahrscheinlich von SANparks aufgebaute eine Löwen-Attrappe, um den zahlenden Game Drive Gästen doch noch etwas zu bieten. 😈

Dieser etwas ältere Geselle war aber doch lebendig und hatte es sich auf der warmen Teerdecke gemütlich gemacht. 🙂 Wahrscheinlich war der jeden Abend hier zu finden, weshalb sich unser Fahrer so beeilt hatte...



Der Game Drive aus Lower Sabie kam auch dazu...! 🤪



Was für ein Erlebnis, sollte es hier doch noch Katzen für uns geben? Eine Löwin gestern und heute am letzten Abend im Park ein ausgewachsenes Löwenmännchen! So stellen wir uns Safari vor! Wir waren versöhnt. 🙂

Leider nicht lange! Von den hinteren Plätzen kam die Aussage im schönsten schwäbischen Dialekt: "Da haben wir ja heute die Big Five alle gesehen."
Bitte!? An einem Tag!? Und wir turnen tagelang durch den Park um unsere Tiere "aufzusammeln" und diese Safari-Anfänger auf der Rückbank haben an einem Tag die Big Five gesehen!? Oh wie ungerecht ist (auch) die Safari-Welt... 😈

"Unsere" Schwaben waren am Morgen in Lower Sabie gestartet, da scheint es zu dieser Jahreszeit wohl doch die größte Wahrscheinlichkeit für Tiersichtungen zu geben...

Aber zurück zu unserem Löwen. Nachdem alle ihre Fotos gemacht hatten ist der Game Drive von Lower Sabie langsam an ihm vorbei gefahren und wir waren mit ihm wieder allein.



Als auch wir an ihm vorbei wollten, stand er doch etwas verärgert auf und zeigte sich in seiner ganzen Größe. Dies führte jedoch dazu, dass die ältere Dame auf dem Beifahrersitz den Löwen auf Augenhöhe direkt anschauen konnte. 😕
Ergebnis?
P-A-N-I-K!!!
Der Fahrer sollte plötzlich gaaaaaaaaaanz schnell weiter fahren. Die Situation war ihr nun überhaupt nicht mehr geheuer. 🙂
Wir hatten unseren Spaß... Der Abenddrive hatte sich also mehr als gelohnt. 😉

Nachdem wir uns langsam entfernt hatten, war es dem Löwen dann doch zu langweilig und er verzog sich ins Gebüsch. Ob der doch von SANparks ferngesteuert wird??? 🤪

Etwas später konnten wir eine Elefantenherde im Scheinwerferlicht beobachten. Die Fressen auch Tag und Nacht. Da müssen sie sich dann aber auch nicht über ihre Figur wundern... 😗

Civit, Buschbabies, Scrub Hare, eine Wildcat und eine Weissschwanzmanguste waren dann doch noch zu sehen.



Zum Abschluß der Tour gab es auf der Brücke über den Biyamiti River - unter dem wunderschönen afrikanischen Sternenhimmel - noch ein paar Erklärungen unseres Guides zum Ausklang dieser lohnenswerten Rundtour. Ein perfekter Tag ging damit schon wieder zu Ende.
Teil 2925. Mai 2014
Tag 21: Der letzte Morgen im Krüger

Auch an diesem Morgen ging es zeitig wieder los. Tiere schauen, hoffentlich! Um 6 Uhr war das Auto bereits wieder im Dunkeln gepackt und auch wir waren wieder startklar. Schließlich hatten wir heute ein paar Kilometer vor uns. Die heutige Reiseroute geht bis nach Vereeniging, südlich von Johannesburg. Insgesamt fast 500 km und ca. sieben Stunden Fahrtzeit. Den Krüger Park wollten wir über das Malelane Gate im Süden verlassen.

Auf dem Biyamiti Loop, den wir in Richtung Westen befahren, war an diesem Morgen nichts los. Nicht nur, dass wir das einzige Auto waren, die anderen Gäste hatten wohl nicht unseren Ehrgeiz... es gab an diesem frühen Morgen auch keine Vierbeiner zu sehen.

Dafür wurden wir für unser zeitiges Aufstehen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang mit Blick auf den Biyamiti belohnt. Die Farben in Afrika sind einmalig.



Kurz vor der S 114, in der Nähe vom Biyamiti Dam hatten wir dann doch noch Glück und konnten einen Bateleur und einen Tawny Eagle in den Bäumen sehen. Am Dam selbst - nichts los, aber das kannten wir ja bereits.





Vier kleine Mongoose waren dann die ersten Vierbeiner an diesem Morgen, klein zwar aber nicht minder sehenswert. Wie diese kleinen, putzigen Gesellen wohl überleben, wenn es mal wieder ein "high temperature fire", verursacht durch die Parkverwaltung, ansteht?



Aber auch die Squirels waren schon beim Sonnenbad. Die Morgensonne wurde zum Aufwärmen gern genutzt.



Weiter ging es danach gemächlich die S 114 gen Süden. Links und rechts alles verbrannt, wegen der erst kürzlich durchgeführten Brandrodung...

In Gedanken waren wir dabei uns vom Park und den einmaligen Erlebnissen zu verabschieden, die vielen Vögel hatten uns besonders gefallen. Aber was war das? Irgend so ein Knäuel an gelbraunen Körpern am Rand der Pad? Hyänen? Dachten wir zuerst auf große Entfernung.

Nein, ein ganzes Löwenrudel von insgesamt elf Tieren!



Wow, was für eine geniale Sichtung und was für schöne Tiere auf einem Fleck. Und das Beste, wir waren ganz allein mit den Löwen! 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂



Einer hatte sogar seine Trinkflasche dabei... 🤩



Wir waren einfach sprachlos! 🙂
Das wir das doch noch erleben durften... Einfach genial.



Zehn Tage im Krüger herumgefahren und "nur" zweimal je einen Löwen aus großer Entfernung gesehen, und nun dies hier...



Es hatte sich wieder bestätigt, dass man nie die Hoffnung aufgeben darf! Für eine Viertelstunde hatten wir die Löwen für uns. Zwar mit viel Sicherheitsabstand, wir wollten die Tiere nicht stören, aber Dank Teleobjektiv kein Problem.



Irgendwann kam dann doch ein Auto aus Richtung Süden, den wir per Lichthupe auf unsere Sichtung aufmerksam machen konnten. Auch er blieb glücklicherweise in ordentlichem Abstand von den Tieren stehen, so dass sich diese uns in der Morgensonne ordentlich zeigen konnten. 🙂





Leider geht aber auch die schönste Löwensichtung einmal zu Ende. Hinter uns tauchte ein kleiner Reisebus auf, dieser machte soviel Stress - wollte so nah an die Tiere heran, das er zum Vorbeifahren an uns ansetzen wollte. Nicht mit uns! Das ist "unsere" Löwensichtung! 😗

Also sind auch wir ein paar Meter näher heran gerollt und der Kleinbus blieb hinter uns, in Fahrtrichtung, stehen.
Aber was war das!? Der Fahrer hinter uns zwängte sich nun mit seinem Teleobjektiv aus dem Seitenfenster, d.h. der Oberkörper ragte samt schwarzem Objektiv aus dem Wagen.
Das hätte man auch cleverer anstellen können! Einfach den Wagen um 90° auf der Pad drehen, dann hat man den besten Ausblick, zumal mit Gegenverkehr wahrlich nicht zu rechnen war!

Diese Situation war der Löwenrudel dann doch zu viel und sie verzogen sich gemächlich ins Gebüsch. Nach einer knappen Minute waren dann bereits alle verschwunden. Und unsere perfekte Löwensichtung damit endgültig vorbei...



Am liebsten wäre ich ausgestiegen und hätte dem Typen mal ein paar Spielregeln "erklärt"! Aber die Freude an unserer Sichtung, wir hatten die Tiere für fast eine halbe Stunde sehen dürfen, war größer als der Frust über diesen "übermotivierten Safari Enthusiasten"... 😈

Ein paar Kilometer weiter südlich war dann wohl der "Flughafen" der hiesigen Geierkolonie.



Die Thermik in der Morgensonne war wohl nun stark genug zum starten und wir hatten über dreißig dieser großen Vögel in direkter Bodennähe beim Ausnutzen der Thermik.



Aber auch hier, nach nur fünf Minuten waren sie in alle Winde unterwegs und nicht mehr zu sehen.

Zum Abschied kreuzte noch eine Elefantenherde die Pad und dieser junge Bursche wollte uns unbedingt auf Abstand halten... was ihm natürlich auch gelungen ist. 😉





Am Parkausgang haben wir dann noch unsere Löwensichtung auf dem Sichtungs-Board vermerkt und sind mit einem lachenden und einem weinenden Auge über den Crocodile River zurück in die Zivilisation gefahren.
Teil 3028. Mai 2014
Hallo Dagmar, hallo Nane,
Afrika ist schon etwas besonderes und hält immer wieder Überraschungen bereit. Schön, dass Ihr auch weiterhin dabei seit.


Tag 21: Zurück in Richtung Westen
Der Krüger Park hat uns sehr gut gefallen, insbesondere die "fliegende Zunft" war sehr bunt und vielfältig. Auf jeden Fall ein Grund mehr wieder einmal hinzufahren. Dann werden wir aber sicherlich an einigen Stellen für längere Zeit verweilen und nicht soviel im Park herum fahren.

Nachdem wir den Park verlassen hatten konnten wir uns auf unser Tagesziel konzentrieren- Vereeniging, knapp südlich von Johannesburg. Unterwegs in Richtung Johannesburg gab es von der N4 einiges zu sehen, schöne Landschaft und geschäftiges Treiben, aber auch Baustellen waren dabei...
An dem Abzweig von der N4 zur N12 haben wir dann noch ein größeres Shopping Center geentert, Vorräte auffüllen und Mittag im Ocean Basket.

Da wir jedoch nicht durch Johannesburg im Feierabendverkehr fahren wollten haben wir die N12 in Delmas verlassen und sind über die R42 weiter gefahren. Leider auch keine sehr gute Idee, da hier Massen an Kohle-Trucks unterwegs sind, die die umliegenden Kraftwerke versorgen. Auch waren die Straßen nicht im besten Zustand, wen wundert's. Aber irgendwann sind wir dann doch noch in unserer Unterkunft für diesen Abend - der Three Rivers Lodge - angekommen. Freundliches Personal und saubere Zimmer, deshalb sehr empfehlenswert dort zu übernachten.

Ein kleiner Tipp. Es gab günstigere Konditionen, wenn man dort vorab telefonisch bucht. Unsere Online-Buchung war teurer und einen Nachlass nicht möglich. So etwas hinterlässt dann einen komischen Nachgeschmack. Aber - andere Länder andere Sitten. 😉

Morgen früh steht die Strecke zum Mountain Zebra Nationalpark an, knappe 800km Ein reiner Fahrtag also. Deshalb heute (mal wieder) zeitig "den Löwen gemacht"... 🤪
Teil 3128. Mai 2014
Tag 22: Von Vereeniging zum Mountain Zebra Nationalpark

Die Fahrt gen Süden verleif unspektakulär. Nachdem wir den Grossraum Johannesburg hinter uns gelassen hatten war auch kaum noch etwas los auf der N1. Ab und an kamen wir bei den modernen raubrittern vorbei und zahlten freundlich lächelnd unsere Mautgebühr. Aber auch das hatten wir irgendwann hinter uns als wir auf die Schlussetappe auf N9 eingebogen waren. Die Straße war recht neu und damit in sehr gutem Zustand. Diesen Umstand nutzte ein lokaler Autobesitzer mit seiner etwas in die Jahre gekommenen S-Klasse auch für einige Hochgeschwindigkeitsübungen aus. Mal wurden wir überholt, dann hatte er gewendet und dann wurden wir erneut überholt. Der hatte seinen Spass und in dieser abgelegenen Gegend war auch niemand in Uniform zu sehen. 😉

Den Mountain Zebra NP hatten wir uns als Zwischenstopp ausgesucht um die ca. 2.000 km vom KNP nach Kapstadt etwas aufzulockern. Drei Tage nur im Auto zu sitzen - was wir ja nun mehr oder weniger seit drei Wochen getan hatten 🤪 - und nur stumpf die Kiometer abreiten, das wollten wir dann doch nicht. also hatte sich dieser kleinere Park sehr gut angeboten, zumal wir diesen noch nicht kannten.

Um es vorweg zu nehmen, der Park hat uns ausgesprochen gut gefallen. Die Landschaft, die Tiere, wenig Besucher obwohl alles ausgebucht. Alles in allem ein stimmiges Gesamtpaket.



Bereits auf dem Weg zu unserer Unterkunft konnten wir einige Bekannte auch hier wieder sehen.





Hier der Namensgeber für den Park:


Aber auch ein schwarzes Nashorn mit Nachwuchs konnten wir in dem Flusslauf an diesem Nachmittag bereits entdecken.
Teil 3229. Mai 2014
Hallo Susi,
der MZ liegt ja auch in der Nähe von der Gardenroute und bietet sich von daher auch gut an. Und als wir noch um einen Tag verlängern wollten war alles ausgebucht...


Tag 23: Im Mountain Zebra Nationalpark
Der Mountain Zebra ist der immerhin sechste Nationalpark auf unserer Rundreise. Im Park selbst soll es als Highlights die folgenden Tiere geben: Aardwolf, Kapbüffel, Geparden, Mountain Zebra und Blue Crane. Des weiteren hatte man ein Löwenrudel im Park neu angesiedelt um der überbordenden Population an Geparden wieder Herr zu werden. Mal sehen, welche dieser Tiere uns heute vor die Linse kommen sollten.

Das Rest Camp liegt ca. 12 km vom Eingangstor entfernt und wir hatten uns hier für drei Nächte einquartiert. Der heutige Morgen begann jedoch mit einer Überraschung - einer vereisten Frontscheibe - bei minus 2°C.

Wer hat in Afrika schon einen Eisschaber dabei? 🤩
Wir jedenfalls nicht. Die Kreditkarte verwenden - no go. Die Karte ist viel zu klein und wenn sie danach nicht mehr funktioniert!? Nein danke.
Also die altbewährte Methode nach langer Zeit mal wieder angewendet. Den Wasserkocher mit kaltem(!) Wasser gefüllt und über die Frontscheibe geschüttet, damit waren die Eiskristalle weg und die Heizung im Wageninnern lässt dann auch keinen neue Eisschicht mehr zu. Auch positiv, man kratzt damit auch keine Staubpartikel über die Scheibe...
Mit freiem Blick ging es dann endlich los.

Steil bergan über den Kranskop Loop, danach den Rooiplaat Loop und über die Link Road und Ubejane Loop zurück auf die "Main Pad" zurück zum Camp. Für den Morning Drive eine sehr schöne Strecke um den Tieren nah zu sein.



Sehr gut hat uns hier wieder das "KTP-Feeling" gefallen. Weite Landschaften mit wenig Büschen, die einem wie im Krüger die Sicht versperren. Hier zum Glück nicht. Endlich wieder einen freien Blick auf die beeindruckende Landschaft und die Fauna...

Blessbock:


Was gibt's denn hier zu sehen?


Eland Antilopen, sind auch hier sehr scheu:


Weissschwanz-Gnus - Wir konnten an diesem Morgen mit Glück eine große Herde von ca. 50 Tieren hier sehen.



Und hier nun wieder die Highlights aus der gefiederte Fraktion.

Cape Longclaw:


Black Eagle:


Zurück in unserer Hütte war dann dieser White-browed Sparrow Weaver sehr neugierig und wurde sofort abgelichtet.
Teil 3330. Mai 2014


Der Park hat zwar keine Tankstelle, die nächste befindet sich in Cradock ca. 30 km entfernt, dafür jedoch ein Restaurant und einen kleinen Shop für ein paar Lebensmittel und Souvenirs.

Heute ging es deshalb ins Restaurant, als Abwechslung zur fast ausnahmslosen Selbstverpflegung der letzten Wochen. Die Speisen waren gut und das Restaurant hatte auch ein paar weitere Gäste. Frisch gestärkt sollte es am Nachmittag auf einen weiteren Game Drive gehen. Diesmal der 4x4-Trail "Juriesdam Trail". Man fährt hier ein kurzes Stück steil bergan auf das Hochplateau, auf dem einige Huftiere u.a. Zebras und Red Hartebeest zu finden waren.





Wir wurden doch immer wieder neugierig betrachtet. Hier scheint wohl eher selten ein Fahrzeug vorbei zu kommen... Wenn man im Park mit einem Allrad-Fahrzeug zu Besuch ist, dann ist das Befahren der 4x4-Trauils sehr zu empfehlen. Nicht zu schwierig zu befahren und viele schöne und teilweise spektakuläre Ausblicke auf die Umgebung.





Der Tag ging ruhig in unserem Chalet zu Ende. Die Unterkünfte sind sogar mit einem Fernsehgerät ausgestattet (südafrikanische Sender).
Teil 3431. Mai 2014
Tag 24: Kranskop Loop

Heute ging es etwas gemütlicher los. Den Kranskop Loop hatten wir uns für den Vormittag ausgesucht. So viele Strecken gibt es hier ja nun auch nicht, deshalb etwas gemütlicher. Zwar ungewohnt, aber trotzdem schön. 🙂
Die Rundtour selbst kann auch von normalen PKW befahren werden, nicht jedoch von Bussen. Als Erstes begrüßten uns diese beiden Eland Antilopen. Das diese in solch bergiger Landschaft auch leben, das hatten wir auch noch nicht gesehen.



Neu in unserer Foto-Sammlung ist dieses Bergriedbock-Weibchen (Mountain reedbuck):



Da hatte sich der Tag doch schon gelohnt.

Der Ausblick auf dieser Panorama-Höhen-Strecke ist schon beeindruckend. Dazu die Stille, einfach wunderbar. Nur ein Auto kam uns irgendwann entgegen. Also ideal um zu relaxen. Auch dieser Park von SANparks ist definitiv einen Besuch wert.



Zurück im Tal gab es dann auch noch Erdmännchen zu sehen...





Blick auf das Camp:



Mit Teleobjektiv:

Teil 3504. Juni 2014
Für den Nachmittag haben wir uns erneut eine 4x4-Strecke ausgesucht, diesmal sollte es der Sonnenrust Loop im Norden des Parks sein. Bis auf ein paar holprige Stellen war die Strecke fahrerisch kein Problem, die Aussicht über die Hochplateaus und am Aussichtspunkt dafür umso überwältigender.

Im Park gibt es Springböcke zu sehen - ideales Futter für die Geparden.


Farbenprächtige und imposante Vögel gibt es ebenfalls.



Blessbockherde auf der Hochebene


Belssbock in Action.


Damit ging auf unserer Rundreise der letzte volle Tag in einem Nationalpark bereits wieder zu Ende. Schon beeindruckend wie schnell die Zeit vergeht, wenn man viele Erlebnisse hineinpackt. Morgen geht es dann zum siebenten und damit letzten Nationalpark unserer Tour.
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