Reisebericht

Unter Geiern in Südafrika

von cfm2010 · begonnen 27. Sept. 2013 · 35 Teile

Teil 127. Sept. 2013
7 Nationalparks in 24 Tagen.
6.200km durch Südafrika. 😗

Wer möchte ist herzlich eingeladen hier zuzusteigen und wieder ein paar Safari-Erlebnisse zu teilen.
Hier schon einmal die Reiseroute:

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Reisebeginn war Mitte August 2013 und Ende Anfang September wieder in Kapstadt.
Also schnell einsteigen, bevor die besten Plätze wieder belegt sind. 🤪

VG
cfm
Teil 229. Sept. 2013
Tag 2: Safari im Mokala Nationalpark
Ca. 70km
Tagestemperaturen: 9°C - 19°C

Die Unterkunft im Lillydale Camp ist mit Klimaanlage, die auch zum Heizen verwendet werden kann, ausgestattet. Somit sind die Temperaturen in der Unterkunft erträglich, auch wenn mal nicht die Sonne scheint, wie an diesem Morgen.

Im Mokala leben keine Raubkatzen, so dass wir auf den Morningdrive verzichtet haben. Stattdessen ging es bei kühlen 9°C gegen 9:00 Uhr auf Safari. Man will ja nicht am ersten Safari-Tag der Reise gleich übertreiben. 😗

Unser „Tagesziel“ war es wieder die Breitmaul-Nashörner im Park zu finden, weshalb wir uns entschlossen haben bis in den anderen Parkbereich zur Mosu Lodge zu fahren, dort Mittag zu essen und auf dem Weg viele Tiere zu sehen. Gesagt getan.

Direkt beim Lillydale Camp befindet sich in der Graslandschaft ein etwas erhöhter Viewpoint mit überdachter Aussichtsplattform. Leider war der Wind sehr unangenehm und die Tiere waren auch nicht sehr zutraulich.
Aber unser erstes Weissschwanzgnu (Black Hartebeest) in freier Wildbahn war doch auch schon sehenswert.



Eine Herde Red Hartebeest (Kuhantilope) zog majestätisch über die Savannenlandschaft. Ebenfalls sehr sehenswert.



Danach ging es wieder an „unserem“ Erdmännchenbau vorbei und der kleine Wachmann von gestern Abend war wieder auf seinem Posten. Der Bau befindet sich kurz hinter dem Parkeingang (ca. 800m) auf der linken Seite in Richtung Lillydale.

Von der seltenen Pferdeantilope (Roan) hatten wir bei unserem letzten Besuch nur ein Exemplar zu Gesicht bekommen. Diesmal hatten wir mehr Glück, da wir eine ganze Herde mit ca. 20 Tieren direkt auf der Pad zu sehen bekamen. Allein diese Sichtung hat die lange Anreise schon mal mehr als „gerechtfertigt“.






Am Bird Hide gab es eine ordentliche Überraschung. Diesmal war der See ordentlich gefüllt und sehr viele verschiedene Tiere zu sehen:

Black-winged Stilt


Kudus


Nyala-Bock


South African Shelduck (Weibchen im Hintergrund)


African Red-eyed Bulbul


Glanzstar im Streit um den besten Platz...


Three-banded Plover



Danach ging es weiter in Richtung Mosu Lodge durch die Hügellandschaft.

Violet-eared Waxbill


Wer sieht die beiden Büffel?


Zielsicher steuerten wir das Restaurant in der Mosu Lodge an, wo wir freundlich und zuvorkommend bedient wurden. Auch waren die angebotenen und schmackhaften Gerichte zu empfehlen. Als dann noch ein Kamerateam vom staatlichen Fernsehsender SABC hereinkam und Filmaufnahmen für eine Nachrichtensendung machte, war für Abwechslung gesorgt.
Am Wasserloch waren noch eine Herde Red Hartebeest zu sehen und die Warzenschweine waren ebenfalls in der Nähe.





wird fortgesetzt
Teil 329. Sept. 2013
Tag 2: Safari im Mokala Nationalpark Fortsetzung


Erdmännchen am Tsessebe-Loop


Giraffe gab's auch diesmal wieder zu sehen. Er/Sie sollte jedoch die einzige für heute bleiben.


Tsessebes (Leierantilopen)


Red-crested Korhaan (Rotschopftrappe)


Blessbock


Die zwei Löffelhunde waren am Nachmittag auch auf Futtersuche.


Southern Pale Chanting Goshawk


Crimson-breasted Shrike (German Bird, sagen zumindest die Engländer)


Eland


Oryx


Wasserbock


Diesmal hatten wir richtig Glück was die Wasserböcke hier im Park anbelangt. Gleich eine ganze Herde zeigte sich uns auf der Rückfahrt nach Lillydale.


Nachdem wir noch eine Roan-Antilope sehen konnten standen plötzlich zwei Breitmaul-Nashörner neben der Pad. Vollbremsung.
Nun ein stehendes Ding bedeutet für die Tiere da hat uns jemand entdeckt. Also nichts wie weg und so kamen wir dann doch noch zu unseren Fotos von diesen imposanten Tieren.

In weitere Ferne sollten wir noch zwei weitere Nashörner sehen.

Bontebock

Der Unterschied zwischen Blessbock und Bontebock ist wahrlich minimal. Nur der durchgängige weisse Streifen zwischen den Augen ist das eindeutige Merkmal, wenn man die Tiere nur von vorn sehen kann.

In der Abendsonne konnten wir in aller Ruhe diese Büffelherde noch beobachten. Natürlich waren wir wieder erst kurz vor 18 Uhr im Camp.


Auch Zebras, Blue Wildebeest und Strauße konnten wir an diesem Tag sehen, womit sich der Zwischenstopp hier auf halber Strecke zwischen Kapstadt und Johannesburg wahrlich gelohnt hat. Wir werden sicher wiederkommen und den Mokala Nationalpark erneut besuchen. Die Ruhe, wenig Besucher und die vielen verschiedenen Tiere machen einen Besuch hier besonders.
Die Unterkünfte im Park, Mosu Lodge und Lillydale sind ebenfalls auf ordentlichem SANparks-Niveau und zu empfehlen.
Teil 403. Okt. 2013
Im Morgenlicht konnten wir sehr schön die Savanne mit den Tierherden beobachten. Irgendwann werden wir wieder in den Mokala NP kommen.

Tagesziel heute eine Unterkunft in der Nähe der Cradle of Humankind / Wiege der Menschheit bei Johannesburg, d.h. knapp 600km zu fahren.

Am Gate war ein Audi A4 aus Kapstadt vor uns. Auf Gravel Road haben wir diesen dann überholt, wozu fährt man einen 4x4…
Aber als wir auf der N12 in Richtung Norden abgebogen waren, da hatte der Audi uns nach kurzer Zeit dann auch wieder eingeholt und überholt. Die beiden Fahrzeuginsassen (südafrikanisches Paar) wollten wohl auch dem „Winter“ am Kap entfliehen…

Die N12 ist sehr gut ausgebaut und mautfrei. Nur die Stadtdurchfahrt in Kimberley war etwas überraschend (für das Navi), da man mitten auf der Nationalstrasse einen neuen Busbahnhof eingerichtet hat. Also folgte eher eine Stadtrundfahrt…

Nachdem wir die Stadt verlassen hatten konnten wir nach ca. 30 Minuten „unseren Audifahrer“ wiedersehen, wie er in einer Polizeikontrolle stand. War wohl zu schnell unterwegs gewesen…
In SA haben wir uns angewöhnt immer die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten. Mit den in DE üblichen plus 10 bis 20km/h ist man hier schon ständig am Bezahlen…

In Klerksdorp ging es dann auf die R30 gen Norden. Sehr ländlich , wenig Verkehr, daher gut zu fahren.

Unser Tagesziel war die Farm „Am Hang“, die Ferienwohnungen für Selbstversorger anbietet.



Auf der Farm wurden wir von Karin (aus Namibia) und Walter (gebürtig aus der Schweiz) sehr herzlich empfangen.
Lange hatten wir im Internet nach einer passenden Unterkunft in dieser Region gesucht. Wegen der unmittelbaren Nähe (Entfernungen sind relativ…) zur Cradle of Humankind und zu Sun City / Pilanesberg Nationalpark hatten wir uns hierfür entschieden.

Die Ferienwohnungen liegen direkt an der Route 24 zwischen Magaliesburg und Rustenburg. Landschaftlich eine sehr reizvolle Umgebung!



Die Zimmer sind geräumig und sauber, Küche und Bad funktional eingerichtet. Hier sollten wir für zwei Nächte im Schatten eines großen Zitronenbaumes bleiben.



Ausflüge nach Rustenburg, in das nahegelegene Brauhaus mit eigener Bierbrauerei und guter Küche können von hier aus problemlos unternommen werden. Auch die Nähe nach Pretoria und zum Hartbeespoort Dam bieten viele Ausflugsmöglichkeiten.

Die Ferienwohnungen "Am Hang" sind Ferienunterkünfte, die auch nach einem Übernachtflug vom Flughafen Johannesburg aus schnell und unkompliziert zu erreichen sind.







Ausgedehnte Wanderungen auf die direkt hinter den Ferienwohnungen liegenden Magaliesbergen sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Auf der Farm konnten wir Kudus sehen und hören, Warzenschweine ebenso. Bis zu 97 verschiedene Vogelarten leben hier (Birdliste auf der Webseite).
Teil 503. Okt. 2013
Tag 4: Cradle of Humankind / Wiege der Menschheit

Heute Stand eines der südafrikanischen Weltkulturerbestätten auf dem Programm. Die 30km Fahrt waren schnell vorüber, da es durch abwechslungsreiche Landschaft ging. Man fühlte sich fast ein wenig wie in Mitteleuropa. Nicht umsonst haben sich hier in den letzten Jahrhunderten auch viele Deutsche niedergelassen. Eine nahegelegene Missionstation kündet noch heute davon.

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Ein riesiges Besucherzentrum wurde hier errichtet, ausreichend Parkplätze inklusive. Ein Restaurant, kleinere Geschäfte und auch ein kleines Cafe/Imbiss gibt es hier. Um das leibliche Wohl braucht man sich also keine Sorgen zu machen.
Diverse Schulklassen wurden an diesem Morgen auch hierher gebracht um etwas über die eigene Geschicht zu lernen.

Höhlenfans (wir nicht) können auch verschiedene Fundstätten der humanoiden Vorfahren besichtigen.
Fazit: Alles in allem sehenswert.

Zurück zur Farm, dort hatten wir in der letzten Nacht ein Kudu gehört. Jetzt war der Kudubulle und zwei Weibchen auch im Tageslicht zu sehen. Abedns ging es dann auch ins nahegelegene "Brauhaus am Damm", einer Empfehlung von Karin und Walter folgend.
Gutes Essen und verschiedene Biersorten gibt es. Empfehlenswert.

Zurück in unserer Ferienwohnung war der Abend recht kurz. Schließlich haben wir morgen wieder eine Menge vor... 😗
Später in der Nacht gab es dann auch noch einen Schakal ganz in der Nähe zu hören.
Teil 606. Okt. 2013
Tag 5: Magaliesburg – Sun City – Pilanesberg Nationalpark – Marakele Nationalpark
8:30 Uhr – 16 Uhr am Parkeingang des Marakele NP, ca. 240km

Nach der Verabschiedung von unseren Wirtsleuten ging es zuerst nach Rustenburg. Das dortige Einkaufszentrum war unsere Anlaufstation um unser Vorräte bei Woolworths wieder aufzufüllen. Alles sehr sauber, und ordentlich. Wir waren sehr positiv überrascht. Auch die gesamte Stadt machte einen sehr ordentlichen Eindruck. Gesagt getan.

Danach weiter in Richtung Sun City. Die Zimmerpreise hatten uns im Vorfeld nicht überzeugt, dass es hier etwas zu sehen gäbe was die Preise rechtfertigen würde. Und so war es dann letztlich auch. Diese Kunstwelt passt einfach nicht in die wunderschöne Landschaft, eher ein „versuchtes“ Las Vegas, nur dass man irgendwann aufgehört hat zu bauen. Als Veranstaltungsort mag es ja ok sein, aber sonst? Dann doch lieber den Flieger nehmen und direkt nach Nevada fliegen…
Nun, wir haben es gesehen und das reichte dann auch für ca. 60 Minuten sightseeing.







Also weiter zum zweiten Nationalpark unserer Rundreise, dem Pilanesberg. Am Südeingang Bakubung eingecheckt und der Teerstrasse in Richtung Nordosten gefolgt. Am Lengau Dam hatten wir dann auch gleich Glück zwei Breitmaulnashörner sehen zu können und auch unser ersten Hippos überhaupt, die sich im Wasser um nichts und niemanden kümmerten.



African Darter





Die Landschaft ist in diesem ehemaligen Vulkankrater sehenswert, insbesondere wenn noch Giraffen, viele Zebras und auch Elefanten zu sehen sind.







Für unsere Mittagspause hatten wir den Picknickplatz am Mankwe Dam auserkoren, wir waren natürlich nicht die einzigen dort. Aber die Besucher waren dann doch an den verschiedenen Tischen gut verteilt, so dass wir uns unseren Sandwiches und der Beobachtung der hier heimischen Vogelwelt widmen konnten.

Natal Superfowl


White-throated Robin-Chat


Blackcollared Barbet


Forktailed Drongo


Lilacbreasted Roller


Gegen 14 Uhr verließen wir den Park bereits wieder in Richtung Moruleng. Hier könnte man sicherlich mehrere Tage problemlos mit Tierbeobachtung zubringen. Allerdings sollte man die Hauptstraße meiden. Die dort zu sehenden Reisebusse, in denen Touristen hinter der Scheibe „eingesperrt“ eine Fast-Food-Safari erleben dürfen, sind eindeutig nicht nach unserem Geschmack.

Die Fahrt zum Marakele Nationalpark war unspektakulär. Noch schnell einmal Volltanken in Thambazimbi und dann erreichten wir gegen 16 Uhr den Parkeingang.

Ab dem Parkeingang waren wir noch 90 Minuten im Marakele Park selbst unterwegs. Aber dazu mehr im nächsten Thread.
Teil 710. Okt. 2013
@Susi65: Schön von Dir zu lesen.
Hat das mit der Zufahrt zum Mapungubwe wie beschrieben funktioniert?

Ha, Geier im Marakele? Wir haben auch keinen einzigen gesehen. 🙁
Oder doch, an der Fensterscheibe der Küche am Zelt klebte ein Aufkleber, da war einer zu sehen.
Wohl so ein Marketing-Gag von SANparks??? 🤪


Tag 6: Marakele NP - Gamedrive
Die Nacht war doch recht frisch. So ein Zelt hat eben doch keine Wärmedämmung. Ein paar zusätzliche Decken haben es dann doch erträglich gemacht. Dass in den Betten elektrische Heizdecken vorhanden waren merkten wir erst am zweiten Abend. 🤩

Nachts gegen 3:15 Uhr hatten wir dann einen laut brüllenden Löwen zu Besuch am Camp. Keiner Erziehung der Kerl! Kann der nicht wie normale Leute nachts schlafen, anstatt wie wild herrumzubrüllen? 😗
Löwe #1 - das zählt!

Hier der Ausblick vom Tlopi Camp auf die umliegenden Berge.


Wir ließen es heute gemächlich angehen. Dieser freundliche Geselle kam mit seiner ganzen Verwandschaft immer mal wieder vorbei.


Langweilig wurde es nicht, zumal die Sonne schien und wir unsere Vorräte einsortierten.

Buschbock Dame:




Gegenüber von Zelt #10 tummelten sich die Tiere...


Aber auch bei uns war einiges los.
Water Monitor


Schwimmen konnte er auch. 😎


Arrow-marked Babbler (Braundrossling) - Danke an Sabine 🙂


Wasserböcke


White-fronted Bee-eater



Tagsüber erreichten die Temperaturen dann doch bis zu 31°C und das im Winter. Da kann man nicht meckern...
Am frühen Nachmittag machten wir uns dann auf um an diesem Tag doch noch ein paar Tiere zu suchen, oder auch Safari genannt. 😊

Tlopi Camp mit Umgebung


Man interessierte sich für uns...





Besonders stolz waren wir auf diesen African Grey Hornbill.

Damit hatten wir an diesem Tag alle drei Hornbills hier sehen können (Kein vorzeigbares Beweisfoto vom Southern Red billed Hornbill verfügbar...)

Aber auch ein paar verstreute Elis waren da.


Kurz vor dem Ende unserer Rundfahrt konnten wir auch noch dieses Buschbockmännchen sehen.
Teil 811. Okt. 2013
Diese Nacht war Dank "Vorglühen" mit der Heizdecke doch angenehmer. Dafür jedoch sehr windig, was bei den Safari-Zelten wackelnde Wände bedeutet. Naja, also zeitig los (7 Uhr) zum Gamedrive. Das Autothermometer zeigte 3°C an! Egal, hauptsache Tiere sehen. Gegen 11 Uhr waren dann auch schon wieder 25°C zu verzeichnen...

Nyala (w)


Zebras und Impalas gab es auch zuhauf.

Leierantilope


Diesmal gab es viele Tokkos, d.h. mehr als 15 Stück. Die Vögel sind meistens zu zweit unterwegs.
Souther Red-billed Hornbill


Groundsraper Thrush


Cardinal Woodpecker (w) - Kann das bitte jemand bestätigen. Bin mir da nicht ganz so sicher.





Bennets Woodpecker (m) ???


"Kung-Fu Tokko"


Southern Pied Babbler


Es gab aber auch noch weitere Säugetiere.
Nyala zum Beispiel. Den haben wir mehrfach immer in der Nähe der Unterführung in den zweiten Parkbereich gesehen.


Klippspringer


Zwei Elefanten frassen sich durch das Gebüsch. Wir konnten den beiden ca. eine halbe Stunde allein und damit ungestört zusehen.


Gegen 13 Uhr waren wir dann wieder zurück und haben den Tag in Ruhe mit Tierbeobachtungen direkt am Zelt verbracht.

Sonnenuntergang am Tlopi Camp


Heute gab es wieder KEINE Geier. Hat jemand hier aus dem Forum im Marakele NP überhaupt schon einmal Geier gesehen? 😐
Teil 911. Okt. 2013
@mamba: Danke für Dein Feedback. Eventuell gibt es da tatsächlich überhaupt keine Geier. 🤩
Und festhalten. Es geht schon weiter!

Tag 8: Marakele - Mapungubwe NP
ca. 480km

Der letzte Morgen im Marakele bricht an. Die drei Nächte sind wieder wie im Flug vergangen. Egal, auf zu neuen Zielen. 😗
Zuerst jedoch heist es die Küchenutensilien wieder einzupacken. Aber was ist das. Unsere pasteurisierte Milch, verpackt in kleinen (100ml) Tetras wurden über Nacht angeknabbert. Da hat sich die "auch so süsse" Maus dann doch noch gütlich getan. Da denkt man, dass eine Lage Plastik und der Tetrapack abschrenken sollte. Weit gefehlt.
Leider haben wir kein Foto von der Maus,daher auch kein Fahndungsfoto hier und heute!
Ergo, immer ALLES in den Kühlschrank packen.

Heute liegen ca. 500km vor uns, nur hatten wir uns das nicht bewusst gemacht... Im Hinterkopf waren so 300km, ist ja nicht so weit und auf der Karte schut es auch nicht so weit aus...

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Also gemütlich alles im Auto verstaut und gegen 8 Uhr zum Gamedrive bei 13°C gestartet.
Zu Beginn gab es heute Giraffen mit Zebras. Die Giraffen hatten sich an Knochen gütlkich getan. Immer schön Mineralien lecken, wenn die Knochenübereste da schon herumliegen. Allerdings schienen diese ein wenig sperrig zu sein, es sah eher wie ein Herunterwürgen aus... Was tut man nicht alles für die Gesundheit, Nahrungsergänzungsmittel! 😉






Auf dem Weg kam uns ein kleinerer Reisebus mit Schulkindern entgegen undzeigt uns ein Nashorn im Gebüsch. Die Tiere können sich doch richtig gut verstecken. Nur ein Ohr konnte man sehen. Daran fährt man ohne Schwierigkeiten gern vorbei...
Kurz vor dem Parktor waren dann noch diese beiden zu sehen. Klar, dass wir hier etwas länger gebleiben sind.





Die Wegstrecke gen Norden wirde immer länger, kommen wir denn nie an...
Aber zuerst gab es an der Strecke Warzenschweine satt. Auch sehr, sehr viele Tokks leben hier. Manche starteten auch einen Tiefflugangriff auf unser Auto. 🤩 Oder war es doch nur fliegerischen Unvermögen?

Nachdem wir die N1 gequert hatten (unser Navi wollte die Strecke - R572 - nach Alldays NICHT fahren!) stand ein 60km/h-Schild am Strassenrand. Hat wohl jemand vergseen, so unsere leichtgläubigen Gedanken. Irgendwann ging es dann los. Schlagloch an Schlagloch und das über 70km lang. Damit war die Durchschnittsgeschwindigkeit definitiv dahin, aber zumindest der Beifahrer kann die Landschaft ausgiebig beobachten.

Irgendwann hatten wir es dann doch noch bis Alldays geschafft, wo wir noch einmal vollgetankt haben. Gegen 17 Uhr dann endlich Ankunft im Mapungubwe NP. Wir hatten ein Chalet im Loekwe Maincamp für drei Nächte gebucht. Nach dem Check-In ging es dann noch ca. 30 Minuten bis zur Unterkunft durch den Park. Drei Klippspinger begrüßten uns und auch dieser wunderschöne Baobab.

Teil 1012. Okt. 2013
@Beate 2: Nur Geduld, ein paar Geier kommen noch. 🙂

@mere: Auch keine Geier. Dann ist das Parklogo vom Marakele doch nur ein Werbegag...

@Chrissie: Wer weiß, ob das tatsächlich Kapgeier waren. 🤪


Tag 9: Safari im Mapungubwe
Auch heute ging es zeitig los. Wilde Tiere sehen.
Erstes Ziel für den Vormittag war die Picnic Area am Limpopo River. Bei angenehmen 7°C ging es vom Loekwe Camp aus auf die Safari.

Am Picknickplatz kann man aussteigen und einen kleinen Fussmarsch zu vier nah beieinanderliegenden Aussichtspunkten unternehmen. Perfekt, wir waren die einzigen Besucher um die Uhrzeit.

Blick in Richtung Norden (Zimbabwe):


Dieser kleine Geselle hat auch die Aussicht am Morgen genossen: Mocking Cliff-Chat


Start aus dem Stand:


Zwei Kuhherden wurden durch den Limpopo zu den verbliebenen Wasserstellen getrieben:


Crested Barbet:


Impalas wollte ich doch auch mal zeigen:


Meve's Starling:


Danach ging es zurück in Richtung TreeTop-Walk.
Spannend zu sehen ist die Ansammlung an Fever Trees aber auch der kleine Bennett's Woodpecker konnte bei der Arbeit beobachtet werden:


Zurück in Richtung Camp kamen uns dann noch die drei Klippspringer vor die Linse, die wir bereits gestern abend gesehen hatten:


Blick aus unserer Hütte in den kleinen Canyon:


Beim Erkunden der Umgebung war plötzlich ein großer Vogel zu sehen:

Wieder kein Geier, dafür ein Black Eagle (Verreaux's Eagle)?
Das ist echt nicht einfach hier den richtigen Adler zu bestimmen. Was meint Ihr?

Die Hoffnung soll man nie aufgeben, schon gar nicht auf Safari!
Hier ist er - unser erster Geier auf dieser Reise! Endlich. Man muss nur Geduld haben und einfach auf der Terrasse warten. 😗

Cape Vulture
Teil 1113. Okt. 2013
Das Loewke Camp befindet sich im östlichen Bereich des Parks und kann vom Main Camp in ca. 30 Minuten Fahrzeit erreicht werden. Selbst ein Wohnmobil (Besucher aus Holland) waren im Park unterwegs. Ein 4x4 ist nur auf den ausgewiesenen Strecken erforderlich.

Im westlichen Parkbereich befindet sich das Forest Tent Camp, Hier sollte man jedoch beachten, dass man am Main Camp einchecken muss. Danach ist für die Fahrstrecke dorthin noch eine weitere Stunde einzuplanen! Diesen Parkbereich hatten wir nur von der Zufahrtstrasse einsehen können. Die vielen Baobabs dort machen Lust auf ein Wiederkommen.

Zurück zum Leokwe Camp.
Layout:
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Die Chalets von Nr. 9 aufwärts sind die mit dem "better view" und werden etwas höherpreisig von SANparks angeboten. Man schaut dort ein wenig näher an den "Flusslauf". Wir konnten dort Baboons im Abendlicht beobachten und z.B. eine Buschbock-Dame sehen.

Beim Studium des Gästebuchs fiel auf, das jemand von einem Caracal geschrieben hatte. Und tatsächlich. An jedem Morgen waren die Spuren rund um unser Chalet zu sehen. schade, dass die Katze immer nur nachts unterwegs war... 😐

Am Nachmittag stand Kultur auf dem Programm. Schließlich gehört Mapungubwe zum UNESCO Weltkulturerbe.

Auf der Fahrt zum Museum am Main Camp waren Zebras, Giraffen, Impals und unsere Klippspinger immer wieder zu sehen.
Am Museum/Restaurant und auch am Main Gate gibt es übrigens Handyempfang, nicht so im Loekwe Camp.
Zuerst war jedoch ein Kaffee plus Kuchen im Restaurant angesagt. Bei dem schönen Wetter konnte man auch im Freien sitzen.
Das Museum beherbergt leider nur eine Nachbildung des Golden Rhino, das Original befindet sich in der Unviersität von Pretoria. Aber es soll eine 1:1-Kopie sein, aber eben nur eine Kopie...
Trotzdem lohnt der Besuch um mehr über die kurze Blütezeit in dieser Region zu erfahren.

Kurz vor unserer Rückkehr ins Camp war dann noch eine Elandherde direkt vor uns unterwegs. Kaum einen Kilometer vom Camp entfernt zogen die Tiere gemütlich im Abendlicht vorüber.
Teil 1218. Okt. 2013
@ Beate2: Danke für die Unterstützung! 🙂

Tag 10: Mapungubwe NP - Heritage Tour

In dieser Nacht gab es insgesamt vier Mal Löwengebrüll, nur gesehen haben wir wieder keinen... Ob SANparks das Gebrüll nachts vom Band bzw. mp3-Player abspielt? 🤩

Um 9 Uhr ging es heute los, gemütlich zum Haupteingang. Unterwegs haben wir wieder Giraffen, Gnus, Impalas und Kudus gesehen. Um 10 Uhr startete die Heritage Tour, mal wieder Kultur während der Reise. Wir wollene etwas erfahren über das untergegengene Königreich, welches in der Gegend vor über 500 Jahren existierte.

Blick über den Nationalpark:


Umgebung beim K2


Letzlich gab es dort oben nur ein paar Felsen zu sehen. Aber die Erklärungen und die perfekte Aussicht lohnen den Trip (R 175 pP) auf jeden Fall.


Unser Guide: Johannes


Unterwegs gab es auch einen Schwarzstorch zu sehen.

Die Baobabs haben es uns angetan. Wie die wohl mit Blättern aussehen?


Baboons beim Klettern in den Felsen gegenüber dem Loekwe Camp:


Ab und an muss man die Kamera nur einfach in die Luft halten und man sieht die seltsamsten Vögel in 10.000m Höhe...
"Großer deutscher Vogel" - Tippe auf MD11 von Lufthansa Cargo 😗


Da es uns im Loekwe Camp so gut gefallen hat, haben wir an der Rezeption gefragt ob wir unsere Folge-Buchung im Krüger "umtauschen" könnten. Das hat problemlos funktioniert. Also insgesamt vier Nächte hier im Mapungubwe.
Ist schon ein schönes Plätzchen Erde...
Teil 1318. Okt. 2013
Tag 11: Mapungubwe NP

An unserem heutigen Verlängerungstag hier im Park steht eine Rundfahrt an. Zuerst geht es auf der 4x4-Strecke in Richtung Schroda Dam, danach über das Interpretive Center (Museum) wieder zurück ins Camp. Insgesamt waren wir ca. vier stunden unterwegs und haben den Tag genossen.

Impalas kann man auch mehrfach fotografieren. 😉


Tree squirrel (Buschhörnchen):


Wieder ein Lilacbreasted Roller:


Diese Kühe liefen uns auch über die Pad. Das waren wohl die, die wir vor ein paar Tagen im Flussbett des Limpopo gesehen hatten. Ob die Leute in Zimbabew kein Gras für ihre Kühe haben und deshalb in den Nationalpark mit den Tieren müssen? Wer weiss? 😈


Laughing Dove:


Wer mit diesen Steinen wohl gespielt hat? 🤨


In der Nähe von Schroda Dam haben wir diese Elefantenherde gefunden.




Endlich mal die Gelegenheit der Tieren etwas länger zuzuschauen, sonst rennen die immer so wahnsinnig schnell weg und sind im Busch verschwunden.

Als Zugabe gab es auf dieser strecke noch Kudus, Warzenschweine, Baboons und Gnus zu sehen.
Morgen geht es dann endlich in den Kürger. Aber dazu später mehr.
Teil 1425. Okt. 2013
Tag 12: Mapungubwe - Sirheni Bushcamp
Der Krüger Nationalpark, lang ersehntes Ziel der Reise steht heute auf dem Programm.
Tageskilometer: ca. 300

Start war um 6:30 Uhr bei 17°, so lasse ich mir den südafrikanischen Winter gefallen. 😉
Zuerst jedoch verabschieden uns die Tiere im Mapungubwe. Fast alle waren am frühen Morgen bereits unterwegs. Eine Impalaherde beim "Frühsport" - immer in Bewegung bleiben, zumal letzte Nacht der Löwe wieder gebrüllt hat... Aber auch Zebras, Giraffen, Gnus, Kudus, Paviane, Leierantilopen und Tokos konnten wir an diesem aussergewöhnlichen Morgen sehen.

Am Main Gate wurden wir freundlich verabschiedet und gegen 7 Uhr ging es auf der R572, der Baobab-Allee in Richtung Osten.

Richtung Musina ist eine Brücke nicht passierbar, so dass man über ein Farmgelände fahren kann.
In Musinaselbst schnell bei SPAR eingekauft und dann weiter auf der R525 zum Pafuri Gate. Unterwegs gab es in einer Ortsdurchfahrt plötzlich keine strasse mehr. die Brücke hatten die starken Regenfälle vor sieben Monaten "mitgenommen". Es waren weder Baufahrzeuge noch Leute zu sehen, die an er Strasse arbeiten würden. Nur ein Schild "Road closed". Erst nach Nachfragen haben wir dann einen Eingang zu einer Farm gefunden, über deren Gelände man das versandete Flussbett queren konnte. Ein 4x4 sollte man hier immer dabei haben.. 🤩

Um 11:00 Uhr sind wir dann am Pafuri Gate angekommen. Genügend Zeit also um im Krüger die ersten Eindrücke zu sammeln und Tiere zu sehen.

Los ging es mit einem Buschbock und weiteren Tokos.






Die Impala Damen beim Futtern:




An der Pafuri Picnic Site, zu erreichen über die S63, waren eine Nyalafamilie und mehrere Velvet Monkeys zu sehen.



Teil 1519. Apr. 2014
Danke an alle die geduldig auf die Fortsetzung gewartet und ordentlich gedrängelt haben. 😗

Nach der Mittagspause an der Pafuri Picnic Site hatten wir unseren am weitesten entfernten Punkt der Rundreise durch die sieben verschiedenen Nationalparks erreicht. Ein bisschen Wehmut wollte sich gerade breit machen da sitzt doch ein riesiger Fischadler auf dem Baum und schaut in das Flusstal. Den plötzlichen Start quittieren zwei Nilgans-Eltern am Flussufer lautstark um ihre Jungen zu verteidigen. Ist doch ein Fischadler, kein "Gansadler" dachte ich noch und schon hatte der Riesenvogel einen Fisch in den Fängen. Dieser schaute sich luftschnappend die Welt nun von oben an. Ein Perspektivwechsel der besonderen Art...








Auf der Rückfahrt zur H1-8 saß dann ein Purple Roller



und kurz danach ein Lilac Breasted Roller in den Bäumen am Straßenrand. Perfekt für's Fotoalbum. Das wir den letztgenannten in den kommenden 10 Tagen im KNP nach zigmal sehen würden, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.




Ein wunderschöner Baobab, gekrönt mit einem weiteren Raubvogel, gab ebenfalls ein schönes Fotomotiv ab.




Giraffen, Elefanten, Zebras und eine große Büffelherde säumten unseren Weg gen Süden.















Danke in diesem Zusammenhang an Aardvak hier im Forum für den genialen Tipp den Park von Nord nach Süd zu durchfahren. Damit hat man tagsüber nicht die Sonne ständig im Gesicht, sondern eher von hinten. Zusätzlich war dies perfekt für einen guten Sonnenstand beim Fotografieren.

Ein Fever tree mit seiner charakteristischen Farbe war hier ebenfalls zu sehen.



Und dann sahen wir sie - die Namensgeber für diesen Reisebericht - die Geier. Mehrere Dutzend kreisten am Himmel. Leider war deren Beute jedoch irgendwo im Busch so dass wir sie hier leider nicht aus der Nähe sehen konnten.




Irgendwann wechselte unmerklich die Straßenbezeichnung in die H1-7 und wir sahen einen weiteren Elefantenbullen die Pad queren.



Am Babalala Picnic spot haben wir dann die Hauptstrecke verlassen und sind auf der schmalen Pad in Richtung Sirheni gefahren.





Gegen 16:30 Uhr sind wir hier angekommen und konnten unsere Hütte auch sofort beziehen. Um noch das letzte Tageslicht zu genießen ging es gleich auf Safari-Pirsch, diesmal zu Fuß. Nach einem langen Tag im Auto ein Wohltat. Und wir wurden auch belohnt, Wasserböcke und auch das erste Krokodil hier im Park.





wird fortgesetzt! 🤩
Teil 1619. Apr. 2014
Tag 13: Sirheni Bush Camp

Die Nacht verlief sehr ruhig. Leider war unsere Hütte bereits sehr abgewohnt. Aber für die eine Nacht war es ok und man ist eben halt im Busch.



Bereits um 6 Uhr zur offiziellen Parköffnung ging es wieder los. Früher Vogel fängt den Wurm bzw. in unserem Fall den Sonnenaufgang. 8°C am Morgen und das im August, sprich' im "tiefsten südafrikanischen Winter" - hätte schlimmer kommen können. Insgesamt hat uns das Klima hier sehr gut gefallen. Kein Vergleich zum nasskalten Winterwetter am Kap.
An der S56 konnten wir eine größere Affenbande beim morgendlichen Ritual beobachten. Impalas und drei Eli's kamen in Sicht. Leider war die S56 an diesem bewölkten Morgen nicht besonders "tierisch". Aber dafür waren wir fast allein auf der Strecke, nur ein zwei Autos begegneten uns hier.

An der H1-7 ging es dann wieder gen Süden wo uns ein kleiner Vogel zum Anhalten animierte. Wir bremsen auch für Vögel...



Der kleine Kerl machte so ein Gezeter, dass sich plötzlich im Busch darunter etwas regte. Zwei Schakale hatten hier ihr Lager und wurden von dem Piepmatz glatt vertrieben. Wir konnten nur Danke sagen, denn sonst hätten wir die beiden mit ihrer hervorragender Tarnfarbe definitiv nicht gesehen.



Und mit unserem Glück hielt auch ein Fahrzeug aus der Gegenrichtung kommend an und gab uns den Tipp, das in ca. drei Kilometern Entfernung ein Leopard von den Insassen gesichtet wurde. Leider konnten wir den Leo trotz intensiver Suche nicht mehr entdecken.

Unterwegs gab es dann doch noch viel Tiersichtungen, hier nur ein paar davon.
Unser Freund war auch schon wach..














Frühstück gab es am südlichen Wendekreis (Tropic of Capricorn) wo wir einen Blue Waxbill beobachten konnten.



Den gab es dann auch noch in der roten Farbvariante... ohne Aufpreis versteht sich.




Entlang der H1 gab es viele abgebrannte Streckenabschnitte. Diese nutzte ein African Grey Hornbill zur Deckung und er war wohl auf der Suche nach frisch Gegrilltem...



Am Letaba River tobte dann der Bär. Ok es war dann eher ein geruhsames Krokodil, viele Hipposteine, Nilgänse, Fischadler und auch der Saddle-billed Stork. Ordentlich Abwechslung zur Mittagszeit.








Gegen 13 Uhr hatten wir unser Tagesziel erreicht, das Letaba Rest Camp.


Leider wurden die Hütten erst um 14 Uhr "vergeben". So nutzten wir die Zeit um uns im Restaurant ein wenig die Zeit zu vertreiben und von der Terrasse die super Aussicht zu genießen.

Etwas zum Beißen, ein Elefant, ein Hippo und auch ein Wasserwaran direkt am Zaun waren uns für den Moment Entschädigung genug und wir konnten die Mittagszeit bei 23°C hervorragend genießen.





Teil 1721. Apr. 2014
Tag 14: Rund um Letaba

Pünktlich um 6 Uhr standen wir vor dem Ausfahrtstor vom Camp, natürlich nicht allein. Aber bereits an der ersten Kreuzung zerstreuten sich die Fahrzeuge vor uns. Auf der H1-5 ging es wieder zur Brücke über den Letaba River und kurz danach rechts ab auf die S62. Endlich wieder Gravel unter den Rädern. Safari auf Asphalt ist doch nicht vergleichbar...

Unsere Entscheidung hier entlang zu fahren und vor allem unser Timing waren goldrichtig! Unsere ersten Southern Ground Hornbill überhaupt querten "einfach so" die Pad von rechts nach links.







Was für riesige Vögel und fliegen können die auch noch im Morgenlicht...



Nach diesem Erlebnis war der Tag "gelaufen". So seltene Vögel gleich am frühen Morgen zu sehen - wow! Es lohnt sich also doch zeitig aufzustehen...

Ziel unseres Morgen-Drives war der Matambeni Hide am Letaba River. Auf dem Weg dahin konnten wir diesen stattlichen Kudu Bullen beobachten.



Im Fluss war einiges los, Hippos mit Nachwuchs und vor allem Krokodile die gemächlich im Fluss schwimmend patrollierten bzw. sich am Ufer räkelten.



Verschiedene Vögel, u.a. wieder einen stolzen Fischadler, gab es hier ebenfalls zu sehen.



Danach noch ein kurzer Abstecher zum Longwe Lookout Point mit einem herrlichen Blick über das Flusstal und den Eberhard Dam in der Morgensonne wurden wir beim Frühstück belohnt.

Zurück ging es wieder zur H1, schließlich wollten wir den Game Drive heute Vormittag nicht allzu sehr ausdehnen. Aber wieder einmal hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Von der Brücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Fluss und in der Mitte der Brücke darf man sogar in einem markierten Bereich das Fahrzeug verlassen. Ein Krokodil hatte wohl einen unvorsichtigen Parkbesucher gefressen... 🤩



Spannend war eine Szene mit diesen tapferen Nilgänsen. Diese schnatterten solange in Richtung des im Wasser schwimmenden Krokodils, bis dieses entnervt aufgab und die beiden in Ruhe gelassen hat. Eine große Klappe - oder besser Schnabel - hat auch in der Tierwelt Vorteile...



Auf dem Weg zurück ins Camp wollten wir die S95 als kleine Nebenstraße nehmen. Gesagt getan und nach der Brücke links abgebogen. Irgendwann wurden wir von einem Südafrikaner angehalten, dessen Beifahrer sehr freundlich aber doch merklich aufgeregt uns auf ihre Leopardensichtung hingewiesen haben.

Was für ein Tag - ein Leopard in freier Natur zu sehen - einfach perfekt! Die kurze Beschreibung wo wir den Leo finden würden war sehr gut, jedoch ist es trotzdem äußerst schwierig gewesen das Tier überhaupt zu sehen. Wir sind bestimmt zweimal vorbei gefahren, welcher Busch ist es denn nun? Wo ist "unten am Wasser zwischen zwei Büschen"??? Aber das Safari-Glück war uns diesmal holt und wir haben ihn gefunden. Schön, dass wir diesen Tipp bekommen haben, ansonsten gäbe es die schönen Fotos hier nicht zu sehen...



Nachdem wir uns an der Poolposition platziert hatten kamen dann nach und nach bis zu acht weitere Fahrzeuge, die wie wild um uns herum kurvten um einen Blick auf den Leo zu erhaschen. Aussteigen wollte dann doch niemand. 😄



Ab und an kamen auch wieder ein paar Vögel vorbei, setzten sich auf einen Zweig direkt oberhalb vom Leopard und warnten die anderen Tiere, so kam es uns zumindest vor. Hier ein Regenpfeifer im Bild.







Der Leo war irgendwann von den Vögeln und den menschlichen Zuschauern genervt und kauerte sich nur noch tiefer ins Gebüsch bis keine Fotos mehr möglich waren. Nach ca. einer Stunde verließen wir dann auch die Szenerie und sind die kurze Strecke zurück ins Camp gefahren.

Teil 1821. Apr. 2014
@take-off: Schön, dass Du auch wieder dabei bist! Die Adler haben uns im KNP doch sehr beeindruckt - es kommen also noch weitere. Imposante Vögel und dazu die Größe, einfach schön anzusehen.

@Susi65: Gibt es doch tatsächlich Internet "hinterm Deich"! 🤩
Jaja, Euer Gedrängle und Geschubbse hat mich dann doch noch motiviert. Nein Spaß beiseite, RB schreiben macht doch einfach Spass. Da hat man die Reise doch gleich zweimal...

@Casimodo: Dank ordentlicher Optik wird das mit den Fotos inzwischen von ganz allein... Mal gut dass es den "Amortisationsdruck" gibt.

@Bele: Hier die Map vom KNP zum intensiveren Mitreisen. 🙂
http://www.sanparks.org/parks/kruger/tourism/map.php

Nach einem gemütlichen Restaurantbesuch, der Ausblick war derselbe wie am Vortag nur mit anderen Darstellern, ging es am frühen Nachmittag wieder auf Pirschfahrt. Diesmal auf der H1-5 ein kurzes Stück gen Süden und danach auf die S69. Leider gab es hier zu dieser Tageszeit(?) nur wenig Tiere. Deshalb kurz entschlossen auf die S47 eingebogen und die Nachmittagssafari um 40 km verlängert. 😉

Hier haben wir Impalas gesehen und der kleinen Herde gern etwas länger zugeschaut.



Der Bock hatte seine Damen gut im Griff, auf einen Ruf hin sprangen zwei der Impala-Ladies auf die andere Straßenseite und erkundeten dort die Umgebung und schauten das die Luft rein war. Erst danach querte die Herde die Pad. Auch das Beobachten der Impalas kann informativ und spannend zugleich sein. 😉

Eine Elefantenherde war noch zu sehen und eine weitere Pavian-Gruppe am Letaba River. Insgesamt war diese Strecke damit wenig bevölkert, schade. Aber so konnte sich die Fotoausrüstung an diesem Nachmittag auch mal ein wenig ausruhen.

Teil 1924. Apr. 2014
Im Camp angekommen wurden wir an der Rezeption sehr freundlich begrüßt. Ein Abend-Drive wurde angeboten - wir haben natürlich sofort für den kommenden Abend gebucht... Vielleicht sieht man da ja Löwen? 😕

Zuerst ging es jedoch in unsere Super-Luxus-Komfort Unterkunft für die kommenden zwei Nächte. Sehr geräumig, ordentlich ausgestattet. Kein Vergleich mit Sirheni oder Letaba. Hier kommen wir gern mal wieder. Und der Zaun zur Wildnis ist auch nur drei Meter entfernt. 🙂

Unser Häuschen wurde von diesem netten Kerl vom Dach aus "bewacht". Die Tiere sind neugierig, aber scheu.



Es gibt am Wasserloch einen großen Unterstand, den wir am Nachmittag gegen 17 Uhr besucht und vor lauter tierischen Besuchern erst spät nach Sonnenuntergang wieder verlassen haben. Eine Affenbande, auf die ich noch zurück kommen werde, hat die Nachmittagssonne sichtlich genossen. Neu war für mich, dass die Youngsters oben sitzen dürfen, nur die Minis müssen sich unten festklammern...





Drei Büffel machten ein wenig Stress, so dass sich die Gnus und Zebras nur sehr langsam an die Wasserstelle herangetraut haben.







Selbst ein Elefantenbulle musste sich seinen Weg lautstark frei trompeten...



Kurz vor Sonnenuntergang kam noch eine Eli-Family.


Insgesamt geht ein abwechslungsreicher und spannender Tag im Krüger zu Ende. Uns gefällt es hier sehr. Safari eben. 🤩
Teil 2024. Apr. 2014
Heute mit zwei Videos. 🤩

Tag 16: Rund um Talamati

Wild dogs sollten nördlich vom Camp an der H7 gesichtet worden sein. So zeigte es zumindest die Sichtungstafel, also wieder zeitig los. Unterwegs haben wir neben einem Bautrupp leider nur Kudus an der S140 gesehen. Unsere Rundstrecke sollte uns dann über die H7 und die S36 wieder zurück zum Camp führen.



Unterwegs fanden wir dieses Nashorn im Gebüsch, etwas aufgeregt querte es die Pad lief ca. fünf Meter hinter den nächsten Busch und war kaum noch zu erkennen.
Wer weiss an wie vielen Tieren (auch Löwen?) wir hier im Krüger schon vorbei gefahren sind... 😣

Ein kleiner Viewpoint lud zum Schauen über ein Flussbett ein, leider gab es nichts zu sehen. So dachten wir zumindest. Also Auto gedreht und plötzlich sehen wir nur vier "Stelzen". Na klasse - beinahe eine Giraffe umgenietet, die vielleicht zwei Meter neben uns stand. So ist das wenn man nur in die Ferne schaut... 😗
Schaute sie etwas mitleidig auf uns herab, oder täuschte das??? 🤩

Diesen gefiederten Gesellen kannten wir bereits. Aber immer wieder schön anzuschauen.




Eine große Büffelherde war dann am Ximangwaneni Dam zu bestaunen.






Auch ein Bateleur drehte hier am späten Vormittag seine Runden. Es hat uns hier ausgesprochen gut gefallen, also gab es kurzerhand Kaffee und Frühstück.



Natürlich hatten wir auch Zeit zum Fotografieren und für einen Videodreh:

Am Besten direkt bei Youtube schauen (bessere Auflösung):
http://www.youtube.com/watch?v=pIqkFBv6ekU

Zurück ging es wieder über die S145, wo wir eine Gruppe Giraffen mit Youngstern sehen durften.






Gegen Mittag waren wir dann zurück im Camp und haben erst einmal "den Löwen gemacht".

m Wasserloch vom Talamati Camp war am Nachmittag erneut die gestrige Elefantenherde zu sehen.
Die Alten nehmen Frischwasser aus dem Wassertank, und selbst der Mini hier versuchte bereits sein Glück. Aber es reichte noch nicht...



Die Midis müssen auch noch aus dem Teich trinken.




Der abendliche Game Drive war schön, endlich mal nicht selbst fahren. Nur der Erfolg war genauso mäßig wie bei uns am Vormittag. Insgesamt sind wir doch sehr viele Kilometer im Park gefahren um Tiere zu finden, sowohl im Norden als auch im Süden.



Landschaft mit typischer Vegetation

Mehrere Scrub Hare waren am Rande der Pad zu sehen.



Auch ein Elefant drehte uns den Rücken zu...


Das tierische Highlight des Abenddrive war dann doch noch diese "kleine" Ginsterkatze:

Am Besten direkt bei Youtube schauen (bessere Auflösung):
http://www.youtube.com/watch?v=Ks6i-uZC2dQ
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