Heute bin ich NETT und schreibe gleich weiter, außerdem strapaziere ich euch ausnahmsweise nicht mit zu vielen Fotos. 🙂 😐
25.8.2013 Sango Safari Camp Teil 2
……….Punkt 15:30 sitzen wir wieder auf dem Landy - es geht wieder ins das Khwai Konzessionsgebiet.
Als erstes begrüßt uns diese schöne Red Lechwe
Ein Ibis schreit markerschütternd
Wir sehen junge Hippos die im Nachmittagslicht am Ufer stehen
Mal wieder Botswanas Nationalvogel
Hier ein junges Eulentier. Kann Jemand beim Bestimmen helfen? Weissgesichts-Ohreule. Danke Matthias 🙂
Wir haben heute Nachmittag 2 Australierinnen mit an Bord und so fahren wir wieder dahin wo wir die Wildhunde gesehen haben, in der Hoffnung sie sind noch da. Eigentlich wäre ich ja jetzt lieber eine andere Route gefahren, aber man ist ja nett und nimmt Rücksicht auf die anderen Gäste. 🤨 🙄 Und Frau HIRN nebst Gemal sind auch noch nicht so blasiert, dass sie da nicht nochmal hinschauen! 🤩 Die Hunde sind da, aber ein bisschen weiter weg im Gras. Da sieht man was ein paar Meter und ein bisschen Glück ausmacht. Es ist schwierig zu fotografieren, es ist immer Gras oder Büsche im Weg. Da ich heute Morgen jede Menge Fotos gemacht habe, schaue ich jetzt nur zu.
Schon wieder Hippos beim Spatzieren gehen
Ein Krokodil zeigt die Beißerchen
Hübscher Dickhäuter
Dieser läuft auf 5 Beine(müsste eigentlich der Zensur zum Opfer fallen) 🤩 😣
Wir fahren weiter durch diese bizarre Wasserlandschaft und finden eine wunderschöne Stelle zum sundownern. Dieses gleißende Licht, das noch bis vor wenigen Augenblicken alles gestochen scharf erscheinen ließ und nun, kurz vor Sonnenuntergang einem weichen Schimmer weicht.
Um uns pulsiert das Leben, und doch ist hier nichts als Ruhe und Frieden. Diese Magie; ich stehe hier mitten im Afrika und beobachte wie die Sonne untergeht. Das empfinde ich nicht als selbstverständlich und ich fühle mich privilegiert es erleben zu dürfen.
Das Zentrum unseres Sonnensystems senkt sich hinter dem Horizont hinunter und färbt dabei den Himmel blutrot. Dann erscheint Khwai als Scherenschnitt.
Die Dunkelheit legt sich wie eine blauschwarze Decke über Khwai und wir fahren in totaler Finsternis zurück.
Kurz vor halb 8 sind wir da, nichts ist mit duschen und sich ausgehfein machen. Wir bekommen 15 Minuten um auf Toilette zu gehen, Hände und Gesicht waschen. Wir haben dann noch Zeit ein GT auf ex zu trinken 🤩 😉
Die Barkeeper Tony, Joel u. JJ Joel JJ & Joel
Schon sind wir beim Abendessen.
Das finde ich heute besonders lecker. Blumenkohlsuppe mit Kokosmilch, Eintopf aus Schweinefleisch und Gemüse – ich wurde es Gulasch nennen- und dazu ein leckeren Roten. Der Nachtisch ist mal wieder ein warmer Kuchen mit Vanillesoße – mag ich immer noch nicht so.
Es ist eine Gesellige Runde am Tisch, außer den 2 Mädels aus Down Under ist alles fest in Deutscher Hand. Etwas angeschickert werden wir von Joel ins Zelt gebracht. Wir wollen morgen früh noch den Gamedrive mitmachen, bevor wir wieder abfahren. Mike ist diesmal unser Fahrer; er hat die 2 Australierinnen heute gebracht.
H. Hirn liest, ich schreibe noch Tagebuch und lese Ein ganzes halbes Jahr zu Ende. Anschließend weine ich mich in den Schlaf………………
Teil 2203. Nov. 2013
26.8.2013 Sango Safari Camp – Thamalakane River Lodge.
Ich bin halb tot als der Weckdienst kommt; das ist die Rache für das lange lesen. Es gibt aber kein Pardon und ich quäle mich aus dem Bett. 😵 Ich frühstücke wieder Porridge mit Honig und Butter und 20 min. später sitzen wir schon auf dem Landy. The early bird catchest the worm, heißt es! 😗 😣 Wir überqueren wieder „die Brücke am Khwai“, heute fahren wir wieder in den Moremi, diesmal in westlicher Richtung.
Ein Warzenschwein, einer der uglys, muss auch mal fotografiert werden. 🙄
Nach kurzer Zeit sehen wir ein großer Mähnenlöwe im goldenen Gras liegen. Das war auch noch ein Wunsch von mir, HÜBSCHER Mähnenlöwe ohne Blut im Gesicht. Das hatten wir vor 3 Jahren zur Genüge.
Er schläft zunächst. Macht dann mal ein Auge auf um zu gucken was los ist. Ah, ha, schon wieder Touris.
Ich schlafe trotzdem noch eine Runde
Keine Ruhe zu bekommen, tu ich ihnen ein Gefallen… Frau Klum könnte ja auch in der Nähe sein - you never know - es ist aber nur Fr. Hirn mit Gefolge.
Ich richte mich auf und poose ein bisschen für sie.
Frisch geföhnt: Ich hab die Haare schön…………
Ich schau dir mit meine Bernsteinaugen in deine Kleines…………..
Dieses Footoshooting ist sooooooo anstrengend. Ich muss mal wieder eine Runde schlafen….
Nach einer Weile reißen wir uns los, fahren ein Stückchen weiter. Jetzt sind so ziemlich alle meine Wünsche für diesen Urlaub in Erfüllung gegangen und ich denke nur DANKE, DANKE! 😄 🤪 😄 Wem auch immer………….. 😗
Hübsche Impalas gucken uns mit ihren großen Augen an……
Ein paar Kurven weiter sitzt eine Cheeta unter einem Baum. Joel muss echt Adleraugen haben und er freut sich riesig. Chetas sind wohl hier auch eine Seltenheit. Für meine Kamera zu weit weg, es gibt aber trotzdem ein Beweisfoto.
Sie denkt aber nicht mal daran sich zu bewegen. Wir kommen hier noch ein Paarmal vorbei und sie sitzt immer noch in gleicher Position da, bewegt nur ab und zu den Kopf.
Wir versuchen die Damenriege von Löwenpascha zu tracken, haben aber kein Glück. Außer den Spuren sehen wir nichts. Wir konzentrieren uns dann auf andere Sachen. Zebras gucken ist auch nicht schlecht 😉
Ein Rotschnabeltocko sitzt im Baum
Und wieder Zebras
Red Lechwe vor dem golden bis rosa schimmerndem Gras
Ein Schreiseeadler schaut nach Beute
Eine Gabelracke posiert auf einem Termitenhügel
Wieder Zebras mit Fohlen
Die Hippos winken mit den Ohren goodbye
Eine große Gruppe mit Zebras und Impalas sind unsere letzten Eindrücke von Khwai
Es war ein sehr schöner Gamedrive und krönender Abschluss unser Aufenthalt in Sango.
Um 11 sind wir zurück und können noch ein bisschen relaxen bevor es Lunch gibt. Das ist mal wieder sehr lecker. Wir verbringen noch eine letzte gemütliche Stunde am Tisch. Nachher werden sich die Leute in alle Winde verstreuen. Es hat und hier sehr gut gefallen und wir haben wirklich sehr schöne Sichtungen gehabt. Die Wasserlandschaften in Khwai gefallen mir besonders gut. Auch die Ruhe die hier herrsch, ganz anders als in das sehr busy Chobe, ist so ganz nach meinem Geschmack. Man sieht nicht oft ein anderes Fahrzeug und da ist kein Massenauflauf wenn man was Besonderes sieht. Das Camp vermittelt Africa-Feeling und ist nicht überkandidelt. Wir hätten es hier noch gut eine Nacht ausgehalten.
Wir verabschieden und von alle und um 13 Uhr sind wir wieder startklar. Mike, können wir auch Schumi nennen, drückt auf die Tube, und fräst in 55 Minuten von North – bis South Gate. Er fährt aber gut und wir fühlen uns überhaupt nicht unwohl. Nach 2,5 Stunden sind wir schon wieder in der Thamalakane River Lodge.
Jetzt sitzen wir vor unseren Bungi, H. Hirn hat beschlossen eine Flasche Merlot aufzumachen, was keine schlechte Idee ist. Wir schlotzen den Wein, sinnieren ein wenig über den Urlaub nach, lesen, schreiben und schauen wie der Thamalakane träge vorbeifließt. Die Sonne steht immer tiefer und wir erleben wieder einen wunderschönen afrikanischen Sonnenuntergang.
H. Hirn mahnt jetzt aber zum Aufbruch. Er hat schon seit 2 h tropfende Zähne wegen dem 300 g Filetsteak, dass er gedenkt zu verdrücken!
2 h later. Boah, super lecker, yammi, yammi. Ich habe mich mit der kleineren Version – 200 g- begnügt. Vorher hatten wir Salat mit Avocado und Räucherlachs und das alles haben wir mit St. Louis Bier hinuntergespült.
Total vollgefuttert liegen wir aufs Bett, lesen und schreiben.
Tausende Frösche sorgen für die abendliche Geräuschkulisse
Herr und Frau HIRN geht es ziemlich gut………………..
Teil 2306. Nov. 2013
27.8.2013 Thamalakane River Lodge – Thakadu Bush Camp.
Heute Morgen haben wir auf gemütlich gemacht. Die paar Sachen die wir aus den Taschen geholt haben, wieder hineingesteckt und das war es dann schon. Wir gehen Frühstücken, die Angestellten haben heute nicht den schnellsten Gang drin. Nach 20 min. haben wir 2 Spiegeleier vor uns stehen, dafür fehlt immer noch der Toast und die Butter. 😐 Es gibt dann nach einer Weile warmer Toast und kalte Eier – egal – ´Cause this is Africa. 😄
TRL hat uns gut gefallen, es ist unheimlich schön nur da zu sitzen, was Gutes im Glas zu haben und zusehen wie der Thamalakane vorbeifließt. 😗 Die Lodge eignet sich gut als Ausgangspunkt für das Delta und Khwai. Die Bungis sind schön, die Betten gut. Steaks können sie hier 1 A braten! 😛 Es macht aber alles einen etwas schmuddeligeren Eindruck als vor 3 Jahren. Die Auflagen der Poolliegen und die Sitzkissen in den Stühlen vor den Bungis sehen nicht gerade lecker aus und benötigen dringend Wäsche oder Erneuerung! 😵 Und der Pool selber ist auch nicht gerade einladend – nicht, dass ich hinein wollte. 🙄
Wir machen uns wieder auf dem Weg, zuerst durch Maun, das immer noch ohne Schilder jeglicher Art ist. Mit Hilfe von T4A sind wir dann aber in der Spur Richtung Ganzi und Thakadu Bush Camp. Das ist als reiner Fahrtag/Pit Stop gedacht, damit die Etappe nach NAM nicht so lang ist.
Ich habe hier nicht viele Erwartungen gehabt und das ist auch gut so!! 😠 Es heißt dieses Gebiet ist der „Wilde Westen“ von Botswana. Wir haben an der Strecke vermehrt Pferde am Wegesrand gesehen und auch ein schwarzer Cowboy im vollem Galopp kreuzt die Straße. Im Nachhinein weiß ich genau, dass er auf Jolly Jumper geritten ist........ 😗 6 Km nach Ganzi biegen wir ab, fahren 3 km über spitze Steine und dann sind wir da; bei den Daltons!
Unser Zeltchalet steht in einer trockenen, staubigen, trostlosen Landschaft. Seit Januar hat es nicht mehr geregnet.
Der Bungi sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, im Vergleich zu ES gut. Aber es stinkt. 🤢
In der Kloschüssel hängt ein Pinkelstein – ich mag nicht hineingreifen und das Teil entfernen- und es riecht wie in einem Pissoir. 😣 An der Wand ist ein Duftspender angenagelt, der auch nicht gerade Veilchenduft verströmt. Wir machen Tür und Fenster auf um zu lüften.
Wir gehen dann vor Richtung Hauptgebäude und schauen das Wasserloch an. Das ist das einzige hier das ein bisschen nett aussieht, es sind aber keine Tiere da.
Wir sind die einzigen Gäste und nehmen dann auf der Terrasse, auf einer wackeligen Bank- die breit, aber nicht tief genug für mein Allerwertesten ist - Platz. 😐 Wir bestellen bei einer der Daltons Bier und Malawi Shandy. Hinterher gehen wir wieder den steinigen, staubigen Weg zurück ins Bungi.
Wir wissen hier nicht so richtig was mit uns anzufangen, zum Lesen haben wir auch keine Lust. Wir schauen nach einer Weile auf die Uhr ob nicht bald Zeit für ein GT ist, und beschließen dann, dass irgendwo auf der Welt immer 18 Uhr ist 🤪 und ich gehe wieder den staubigen Weg zurück und lass mich von Papa-Dalton Eis geben. 😛
Wir tun dann unser Bestes die Gegend schön zu trinken, schaffen es aber nicht! 😗 😮
Auf wackeligen Beinen (hier wackelt irgendwie alles!) gehen wir dann zum Abendessen. Wir sind überhaupt gespannt wo das stattfinden soll. Was Restaurantähnliches habe ich noch nicht entdeckt. Das Rätsel ist dann schnell gelöst; an dem gleichen wackeligen Tisch und auf die noch wackeligere Bank wo wir heute Nachmittag saßen. Passt jetzt zu unseren etwas „wackeligen“ Zustand gut. 😉 Es tauchen immer neue Daltons auf, jetzt ist auch Baby-Dalton da, und auch Rantanplan, der Hund der dümmer ist als sein Schatten, liegt in der Ecke und pennt. 🙄 Wir bestellen Takadu Fillet mit Pilzsoße und Pommes, dazu ein St. Louis. Gerechterweise muss ich sagen, dass das Essen nicht mal schlecht war 🙂 und die GT´s haben verhindert, dass ich an den Zustand in der Küchenabteilung gedacht habe. 😣 Serviert wird von Oma-Dalton, sehr sprechfaul, was eigentlich für die ganze Daltonbande gilt. Nur Lucky Luke himself, nämlich Papa-Dalton, redet freiwillig ein paar Sätze. Er trägt Stetson über die langen Zoten, dazu 4 Hemdknöpfe offen, damit das graue, krause Brusthaar zur Geltung kommt. 🤢 Meine gute Erziehung verbietet es mir die Typen zu fotografieren, hier der Ersatz!
Mit Taschenlampe gehen wir zurück und ab ins Bett. Ich wache in der Nacht auf weil ich Kopfschmerzen habe; ob es an die 3 Gt´s und dem anschließendem St. Louis oder der Geruch von Pinkelstein lag? 😕 😗
Teil 2409. Nov. 2013
28.8.2013 Thakadu Bush Camp – Kalahari Bush Breaks
Am Morgen sitzen wir wieder an den Wackeltisch, und auf die Frage wie das mit dem Frühstück so abläuft, zeigt Oma-Dalton mit dem Kopf - ja nicht sprechen mit den Gästen - Richtung Servierwagen. Da stehen ein paar Sachen darauf, nicht wirklich einladend. 😐 Es kommt dann noch eine Camperin vorbei und beschwert sich lauthals über den Zustand der Ablutions. Wir gucken, dass wir Land gewinnen – nur weg hier. 🙄 Papa-Dalton verabschiedet sich, er ist ja immer noch der einzige der spricht. Er gibt einer der Dalton-Bande Order, hinter uns herzufahren bis zur Hauptstraße. Das war schon mal echt nett! 🙂 Hier waren wir wirklich „Lost in translation“ und ich brauch wohl nicht erwähnen, dass H. Hirn wenig begeistert ist. Hätte ich aber gesagt wir sollen durchfahren bis KBB, wäre das auch nicht gut gekommen. 😠 Aus heutiger Sicht wurden wir das aber so machen und den gewonnenen Tag in Sango daranhängen!
H. Hirn hat jetzt Angst, dass die nächste Unterkunft auch so ´ne Absteige ist und es gelingt mir nicht wirklich ihn zu beruhigen. 😗 Es läuft gut, an der Grenze ist auch nichts los und durch die erneute Zeitumstellung sind wir um 11:30 in Kalahari Busch Breaks. H. Hirn ist total zufrieden und wir bekommen Bungi Nr. 5 mit direktem Blick auf das Wasserloch.
Nach dem Minimalfrühstück in Dalton City bestellen wir etwas zum vespern und ein kühles Windhuk dazu. Wir verbringen den Nachmittag völlig relaxed, sitzen draußen und lesen und schauen uns den schönen Garten an.
Dort finden wir auch diesen Baumstamm – sieht doch aus wie eine Hekse, oder?
Das Haupthaus ist uhrig eingerichtet, uns gefällt es.
Ich mache auch Klappjagd auf den Rotbauchwürger (danke Bele), der hüpft aber dermaßen unruhig umher so dass die Jagd nicht unbedingt von Erfolg gekrönt wird. Das Resultat ist nicht wirklich prickelnd, but anyhow…..
Ein paar andere Bipperle sind auch noch zwischen die Antilopenkacke herumgehüpft.
Wir sitzen dann auf unsere Terrasse und trinken den kläglichen Rest aus der Gin-Pulle und schauen auf das Wasserloch. Bis jetzt waren Wasserböcke, Kudus, Impalas, Strauße und Warzenschweine da. Das ist ein bisschen zu weit weg um schöne Fotos zu machen,es ist aber auch so schön zum zuschauen.
Um 18:30 gehen wir zum Abendessen. Es ist unter dem großen Reetdach gedeckt. Wir sind übrigens auch hier die einzigen Gäste, aber 2 Camperinnen haben auch Essen bestellt, so sind wir zu 4. Hier ein paar Fotos vom Nachmittag - Abends bin ich meisten ohne Foto unterwegs.
Um den Besuch bei den Daltons zu vergessen, wollen wir uns den Abend so schön wie möglich machen. H. Hirn geht mit in den Weinkeller und sucht ein 2006 Groenländer Shiraz aus. 😛 Zum Essen gibt es gemischten Salat mit Feta und Oliven, dann Kudusteaks (hervorragend) mit 3erlei Gemüse und Rosmarinkartoffeln. Richtig lecker war das. Nachtisch ist mal wieder warmer Kuchen mit Soße – not my cup of tea. Wir nehmen unseren Wein mit und sitzen an der Feuerschale, schauen auf das Wasserloch wo immer noch ein kommen und gehen ist und lassen den Abend gemütlich ausklingen.
H. Hirn macht Hirnjogging (Soduko), Fr. Hirn schreibt Tagebuch…………
Teil 2511. Nov. 2013
29.8.2013 Kalahari Bush Breaks – Heinitzburg/WDH
Wir haben gut geschlafen und schauen dem Sonnenaufgang von Bett aus zu. Am Wasserloch sind viele Wasserböcke, das verwundert ein bisschen, ich habe gedacht sie leben eher in Wasserreiche Gebiete.
Das Frühstück wird ganz liebevoll für uns 2 serviert. Besonders gut haben die selbergemachten Wassermelone- und Tomatenmarmelade geschmeckt. 🙂
Wir verabschieden uns dann und starten unsere letzte Etappe nach Windhuk. Das läuft gut und unsere Augen erfreuen sich über jeden gewellten Bergrücken der ein bisschen Abwechslung bringt. Um 1 Uhr sind wir in Windhuk bei Savanna. Das Auto abgeben dauert keine 10 Minuten und wir werden von dem Fahrer der uns HIRN getauft hat, mit unser Pic-Pack in die Heinitzburg gebracht. Morgen Früh holt er uns ab und bringt uns auf dem Flughafen.
Yes, das gefällt uns! Hier werden wir einen wunderschönen Urlaubsabschluss haben. Wir bekommen Zimmer Nr. 1, das nicht ganz so viel Bling-Bling hat wie manche Zimmer im Prospekt.
Wir lassen unser Gepäck ins Zimmer bringen und dann gehen wir alles anschauen. Auf der Terrasse werden wir dann mit ein Sekt nebst Küchengruß begrüßt.
Der spektakuläre Panoramablick von der Restaurant-Terrasse über die Hauptstadt Windhoek hat der Heinitzburg den Ruf als weit und breit bester Ort für "Sundowner" eingebracht. Die gibt es in Windhoek in schöner Regelmäßigkeit zu bestaunen: auf 340 Sonnentage mit teils spektakulären Sonnenuntergängen komme man im Durchschnitt jährlich.
Es ist auch ganz logisch warum die Stadt Windhuk heißt – es weht ein ziemlich kräftiger Wind, nicht nur hier oben, sondern in der ganzen Stadt.
Reiterdenkmal, Kristuskirche und Tintenpalast sind nicht weit weg und so laufen wir hin um ein paar Fotos zu machen. Reiterdenkmal von hinten
Und von vorne
Kristuskirche
Der Tintenpalast
Der schöne Garten
Nach einer guten Stunde sind wir zurück und es ist Zeit für ein Windhuk Lager um sich den Staub aus der Kehle zu spülen. Da die Trottoirs sogar hier auf dem Luxury Hill meistens nicht geteert sind, wird ganz schön viel Sand aufgewirbelt.
Ich finde es eigentlich ein Affront gegen den Rest der Einwohner hier so ein Schild aufzustellen…
Wir gehen in den Rittersal unser Bier trinken und eine Kleinigkeit essen wir auch dazu. H. Hirn Currywurst mit Pommes, ich 4erlei Crostinis. Noch nie wurde eine Currywurst so vornehm serviert... 😗 😉 Wir gehen dann unser schönes Zimmer ein bisschen abwohnen. H. Hirn duscht gleich und fläzt sich dann aufs Bett und guckt das erste Mal seit 3,5 Wochen TV; Nachrichten auf ZDF. Was man da erfährt, kann man auch gut darauf verzichten. Nur Sachen die einem aufregen. 😈 Dann kommt aber die Ziehung der Champions-League-Gruppen und das ist dann gaaaanz wichtig! 🙄 Für mich aber nicht. Ich leere unsere ganzen Tüten und Taschen aus und packe alles für die Heimreise – wieder 3 PIECES. 🙁 😣
Dann gehört das Luxusbad mir. Wir haben gleich bei der Ankunft einen Tisch im Restaurant Leo´s at the Castle“ bestellt auf 19 Uhr.
Wir bekommen einen der besten Tische mit wunderbarer Aussicht über das nächtliche Windhuk. Als Foodfotografen müssen wir allerdings noch üben…………SORRY 🙁
Zuerst mal ein Champus als Apero. Wir wählen dann beide das 4-gängige Leo´s Spezialmenü und bestellen dazu ein wunderbarer Merlot.
Es sieht nicht nur alles sehr schön aus, es schmeckt auch hervorragend. Bis auf eine Ausnahme, das Fleisch im Hauptgericht hat nicht den Erwartungen entsprochen und nicht zu den hohen Maßstäben gepasst die sie sich hier selber auferlegen. 😕 🙄 Das alles zu einem Preis von 380 N$ pp. Kann man eigentlich nicht meckern! Nevertheless, wir genießen trotz der kleinen Einschränkung beim Hauptgericht, den Wunderschönen Abend. Die Bedienung ist sehr aufmerksam, fast zu viel des Guten. 😛
Wir trinken unseren Wein aus und genießen noch ein letzter Blick über das Lichtermeer unter uns.
Dann gehen wir ins feine Bettchen und machen ein bisschen American way of life – TV gucken. 😗 Die Nachrichten sind immer noch nicht erbaulich. Danach beharken sich die Politiker in irgendeine Talk Show – es ist Wahlkampf. 😈
Ich beschließe lieber zu schlafen und ein bisschen von Afrika zu träumen; ich schreibe auch nicht Tagebuch. H. Hirn glotzt noch……….
Teil 2612. Nov. 2013
30.8.2013 WDH - FRA
Es ist 6:15 Uhr im Turmzimmer als der Wecker klingelt. Wir machen uns präsentabel für die Heimreise und verwandeln uns wieder von HIRNS in HIRTS. Was ein falscher Buchstabe nicht alles ausmacht! 😄
Um 7 sind wir im Ritterzimmer beim gediegenen Frühstück. Alles nur von Feinsten, richtig, richtig gut ist das. Es steht auch eine Flasche Nederburg Sekt im Kühler. Damit sie den nicht um sonst aufgemacht haben, sonst will oder traut sich keiner, prosten wir uns schon morgens kurz nach 7 zu. 😛 😗 Wir begleichen dann die Rechnung und dann kommt auch schon unser Fahrer der uns auf dem Flughafen bringt. Wir checken ein und bezahlen mit stoischer Ruhe das 3. Gepäckstück. 😵 Der Flug nach JNB ging schnell und um die Wartezeit dort so angenehm wie möglich zu gestalten, zahlen wir den Eintritt in die Bidvest Lounge. Dort suchen wir uns ein gemütliches Plätzchen, knabbern a little bit of this and a little bit oft that. Ich trinke ein Chenin Blanc und führe mein Tagebuch zu
Wir haben einen ganz tollen Urlaub, mit kleinen Abstrichen, gehabt. Wunderschöne Unterkünfte, gutes Essen, dito Trinken und haben nette Menschen begegnet. Vor allem aber, durften wir ganz „close to nature“ sein und haben wunderbare Tiersichtungen gehabt. Wir können ganz ohne Wehmut in unser normales Leben zurückkehren, denn all die schönen Momente in Namibia und Botswana gehören uns für immer……….
Ich habe bei meinem Intro hier im Forum erwähnt, dass Karen (Tania) Blixen mit Schuld an meine Sehnsucht nach Afrika ist. Ich möchte mein Reisebericht diesmal mit einem Abschnitt aus „Afrika- dunkel lockende Welt“ (Jenseits von Afrika) abschließen. Ich fand diesen Abschnitt so schmerzlich schön, und es hat mich ganz weit weg von meiner Fischerinsel getragen als ich es gelesen habe. Darin beschreibt Karen Blixen zwei gefangene Giraffen auf einem Schiff im Hafen von Mombasa, die an einem europäischen Wanderzirkus verschickt werden sollen:
„Werden die Giraffen in den vielen Jahren, die vor ihnen liegen, wohl je von ihrer verlorenen Heimat träumen? Wo mag sie sein; wohin sind sie verschwunden, die Weiden und die Dornbäume, die Flüsse und die Wassertümpel und die blauen Berge? Wo sind die anderen Giraffen hin, die bei ihnen waren, als sie aufbrachen und dahingaloppierten über die wellige Ebene? Fort sind sie alle, geflohen, und kommen wohl nicht zurück. Die Giraffen kommen zu sich und erwachen in der Karawane der Wanderschau, im engen Stall, in dem es nach modrigen Stroh und Bier riecht. Lebt wohl, lebt wohl. Ich wünsche euch, ihr möchtet auf der Reise sterben, alle beide, damit keiner von den zwei zierlichen edlen Köpfen, die sich jetzt staunend über den Rand des Verschlags in den Himmel von Mombasa recken, dazu verurteilt werden, einsam, hin und her, hin und her zu schauen im fremden Hamburg, wo kein Mensch etwas von Afrika weiß. Und wir Menschen – wir müssen schon jemand finden, der sich ganz arg gegen uns versündigt hat, ehe wir die Giraffen reinen Herzens bitten können, uns unsere Sünde zu vergeben“
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle die uns auf unsere Reise begleitet haben.