OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200721. Juli 2013 · #1
Nachdem wir 2008 den Süden von Namibia, 2010 die Mitte von Namibia breitschlagen, haben wir uns diesmal aufgemacht nach Botswana und in den Capriviund in die Etosha. Bei allen drei Reisen hat mir bei der Planung das Forum geholfen. Nun möchte ich das zurückgeben. Ich werde alle drei Reisen etwas beschreiben, Route, Dinge, die passiert sind und so weiter. Wir waren jedes mal als individualtouristen mit zwei Jungs ( Jahrgang 99 und 98 ) unterwegs. Sollte vor meinen Erzählungen schon mal jemand direkte fragen haben, nur zu! Ansonsten bis später.
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200723. Juli 2013 · #2
Nachdem wir 2008 südwestlich und 2010 nordwestlich von Windhoek unterwegs waren, haben wir den Tip von Johann von der Düsternbrook Farm angenommen und sind im August 2012 in die Reiseplanung für das Projekt Caprivi 2013 eingestiegen. Aus Caprivi 2013 wurde dann aber sehr schnell Namibia und Botswana 2013. Einzelne Reisebausteine mussten tatsächlich umgeplant werden, da manch Aktivität oder Lodge bereits im September 2012 ausgebucht waren!
Irgendwann stand die Reise und dann passierte lange nix. Im Mai ist Orgula dann doch mal zum Tropeninstitut gegangen. „Sie denken doch nicht ernsthaft darüber nach, keine Malariaprophylaxe zu nehmen, wenn Sie dahin reisen, oder?“ „Äh, doch.“ Es wird erläutert, wie tödlich diese Krankheit ist und wie verantwortungslos keine Prophylaxe sei. Nun denn. Dann her mit dem Rezept.
Und mit dem Rezept auch her mit den Forumsbeiträgen. Da ist die Rede vom Teufelszeug, von tiefen Depressionen, Albträumen und Angstzuständen. Wir trauen uns trotzdem. Nach 2 maliger Einnahme noch in Deutschland: keine Nebenwirkungen. Ach und dann brauchen wir natürlich trotzdem noch jede Menge No bite und auch das Zeug, mit dem man die Klamotten einsprüht. „Mindestens eine Flasche No bite für jeden“, sagt der Fachmann von Globetrotter. Kost ja fast nix das Zeug, also her damit! Alles zusammen kostet uns die Mückenvorsorge dann schlappe 300 €. Egal: we will survive!
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200723. Juli 2013 · #3
Abreisetag: Unsere Freundin holt uns ab und bringt uns zum Bahnhof. Von hier aus geht es pünktlich um 10.47 Uhr Richtung Frankfurt Flughafen. Der Zug scheint unerwartet voll, fast alle Plätze sind reserviert. Wir wollen ein Abteil für uns alleine! Wir finden eins, in dem nur ein belegt ist und hoffen, dass der Reservierer bei unserem Anblick woanders hingeht. Tut er aber nicht: Beschwingt wuchtet er seinen Koffer rein und nimmt Platz. Er entpuppt sich als extrem aufgeschlossener Entertainer und scheint sich zu freuen in Theo und Faxe 2 Kartenspieler zu finden, denen er das lustige „Arschlochspiel“ beibringen kann.
Schon im Februar hatte Orgula versucht, eine der beiden Reihen mit mehr Beinfreiheit zu reservieren. Das ging aber nicht so einfach von wegen „falls noch Babys mitkommen“.
Wir sind ja sehr früh in Frankfurt, weil die Bahn ja ausnahmsweise mal gar keine Verspätung hatte. Also checken wir auch früh ein. Reihe 19 ist natürlich noch nicht belegt „falls noch Babys mitkommen“. Astrid verspricht mit großem Ehrenwort, die Plätze in der Babyreihe 19 sofort freizugeben, sollte unerwartet ein Brüllmonster zusteigen. Tut es aber nicht und so erreichen wir doch relativ entspannt Windhoek bei Sonnenaufgang.
Alles ist vertraut und alles geht ganz fix. Unser Auto finden wir überraschend groß, aber gut. Wir machen uns auf Richtung Gobabis. Auch Gobabis finden wir überraschend groß. Dann müssen wir erstmal am Mopanebaum picknicken und obwohl wir uns echt Zeit lassen und müde halbstündig Fahrerwechselstops, machen erreichen wir schon um 11.30 Uhr unser Ziel:
Die Kalahari Bush Break Lodge.
Die Gastgeberin schein überrascht uns so früh zu sehen und freut sich sichtlich, dass wir nicht lunchen wollen. Wir poolen und sporteln und beim abendlichen Schnack an der Bar wird deutlich, dass wir natürlich gern gesehene Gäste sind, aber eigentlich gar nicht passen, weil nämlich irgendjemand aus der Familie 85 wird und deshalb die ganze Sippe da ist.
Wir erhalten ein opulentes Dinnerbuffet, und wie die Heuschrecken essen wir alles auf. Wir merken: Es ist kalt, ziehen uns zurück und die Familienparty beginnt.
Mücken: keine!
29.6.:
Wir wachen früh auf und nach einem leckeren Frühstück geht’s nach Botswana, auf der B6 immer geradeaus. Erste Grenzposten: Ausreise Namibia Zweiter Grenzposten: Einreise Botswana Schon hier wird deutlich, um wieviel schlechter englisch gesprochen wird. Je weiter wir fahren, umso deutlicher wird auch: Afrika für Anfänger liegt jetzt hinter uns, willkommen Afrika 2.0.
Wir erreichen unser Ziel kurz hinter Ghanzi: die Teutona Lodge.
Statt einem Familybungalow werden wir zu einem Doppelzimmer geführt, den Schlüssel für das zweite Zimmer hatte die Dame vergessen. Das zweite Zimmer liegt im anderen Stockwerk. Das kann nicht geändert werden, denn angeblich sind alle Zimmer belegt. Ist ja nicht so schlimm, die Jungs sind ja schon groß.
Orgula will mal den Balkon checken, die Tür ist verschlossen. An der Rezeption, an der übrigens 6 Leute sitzen, hören wir, dass der Schlüssel leider verloren gegangen sei. Ist ja nicht so schlimm, die Jungs haben ja eine Terrasse. Aber auch der Schlüssel ist verloren gegangen.
Dann gehen wir eben polen. Wir ergattern die beiden einzigen Liegestühle. Das es nur zwei gibt, scheint daran zu liegen, dass diese Lodge hauptsächlich von Einheimischen besucht wird. Und wer hat schon mal einen Afrikaner gesehen, der sich in die senkrecht stehende Sonne legt?
Nach einem 4 x 4 selfdrive, einem Sundowner auf dem Parkplatz in der Heckklappe
und einem leckeren Buffet mit vielen Einheimischen finden wir es gar nicht mehr so doof hier. Nur die Zimmer bleiben dunkle Löcher. Und warum 20 Löwen eingesperrt sind, haben wir leider nicht herausgefunden. Mücken: 2
Topobär5'479 Beiträge · seit 200923. Juli 2013 · #4
Mal eine ganz bescheidene Frage: "Wie siehts denn mit Fotos aus?"
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200725. Juli 2013 · #8
machmichpassig?lade ich das runter?
Topobär5'479 Beiträge · seit 200925. Juli 2013 · #9
Nein, das ist ein Internet-Tool. Du lädst dort Dein zu verkleinerndes Foto hoch, verkleinerst es und speicherst dann das verkleinerte Foto wieder bei Dir auf dem Rechner ab. Supereinfach! Hab selbst ich geschafft und ich stehe mit Computern echt auf dem Kriegsfuß.
Orgula schrieb:kommen, bin noch zu ungebildet, wie das geht
Hi Orgula
Das Bild darf nicht mehr als 800 x 600 Pixel aufweisen! Besser 800x600 Pixel, da dabei das Format rechteckig bleibt. Die Größe muss unter 150 kb liegen.!
Dann „Bild zum Anhängen auswählen“. Das entsprechende Bild aus dem eigenen Rechner aussuchen, auf „öffnen“ 1. Möglichkeit klicken, anschließend [img] anklicken/hinzufügen und schon hast Du ein Bild hochgeladen. In der Vorschau ist das Bild allerdings noch nicht sichtbar. Das eingestellte Bild kannst Du erst sehen, wenn Du den Button „Absenden“ angeklickt hast.
2. Möglichkeit
Wenn Du ein Bild unter Album einstellst, dann darf es max. bis 8 MB groß sein. Wenn Du das Bild dann unter Album betrachtest, steht unten links die Nummer des Fotos und zwar in eckigen Klammern statt runde: z.B. (foto: 19517). Wenn Du diesen Text mit der Nummer in eckiger Klammer in Deinem Beitrag einfügst, dann wird das Bild nach dem Absenden eingeblendet.
Solltest Du noch kein Album haben, dann geh auf „Meine Fotos“ (bei Design 1 links unten), anklicken, dann oben „Neues Album erstellen“ anklicken und zu guter letzt dann das Album benennen und zum Schluss auf den Button „Album erstellen“ klicken. Schon hast Du Dein eigenes Album erstellt.
ob dieses so noch aktuel ist ? Versuchs mal . 😁 Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200725. Juli 2013 · #12
Montag geht's weiter und dann (hoffentlich) mit fotos
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200728. Juli 2013 · #13
30.6.
Das Frühstück in der Tautona Lodge ist sehr englisch, das Publikum durchweg farbig, wir glauben einheimisch. Und alle essen unfassbar viel. Für uns waren die beiden ersten Nächte Fahrstrecke und deshalb geht das Abenteuer heute richtig los. 285 km nach Maun. Das sollte zu schaffen sein. Zumal sich die Fahrt wirklich unterhaltsam gestaltet. Was alles die Strasse überquert! Tiere laufen von links nach rechts, von rechts nach links. Und die, die es nicht schaffen, werden sofort verwertet.
Und dann haben wir Lust auf ein Picknick am See. Und da ist ein Schild „Lake Ngami“. Wir fahren auf die Strandpiste, aber Hernok will nicht so recht. Erst als ein Touri 4 x 4 auch dahin rollt, schließen wir uns an. Es ist wie nach einem Atomangriff: alles grau, selbst die Vögel sehen irgendwie angefressen aus. Einheimische angeln und wollen uns auf den See fahren. Wir lehnen dankend ab und bleiben beim Picknick.
Später lernen wir, dass in diesem See der noch von zu bereisende Okavango endet!
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200728. Juli 2013 · #14
hat geklappt! Aber anders: mit i photo auf den Schreibtisch in klein exportiert!
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200728. Juli 2013 · #15
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200728. Juli 2013 · #16
Die Maun Backpackers (oder auch Old Bridge Backpackers) scheinen ein Volltreffer zu sein! Die Eltern beziehen das Tent en suite, mit Flussblick, die Jungs das Zelt ohne View. Abends treffen wir die deutschen Tramper wieder, und siehe da: Man kennt sich, einer war auf der Schule von den Jungs. Mücken: keine!
Montag, 1.7. Um 6.00 Uhr aufstehen, damit Rafiki uns mit etwas Verspätung durch die old Bridge zum eigentlichen Boot shutteln kann. Da übernehmen Palladi und Machedi das Kommando.
Schon nach kurzer Zeit sehen wir am Ufer das erste (und auf diesem Trip letzte) Krokodil,
Der gemeine Botswana Tourist fliegt 20 Minuten und checkt dann in einer teuren Lodge ein. Dann macht er Gamedrives und wird von Kopf bis Fuss verwöhnt. Wir fahren über 6 Stunden Boot, um dann ein Zeltlager auf Chief Island zu errichten. Das kriegt einen Daumen!!! Machedi wird sofort von einer Wespe angegriffen und ein ganzen Nest ist in heller Aufruhr. Glücklicherweise beruhigen sich die Tiere wieder, denn Wespen sind ja nun nicht das, was wir wollen.
Das Lager liegt direkt an einem Hippo Pool und während unsere Guides mit Hernok die Zelte aufbauen, beobachten wir gebannt das Spiel der Dickhäuter. Hernok meint sogar, ein großes schwarzes Tier im Gebüsch zu sehen. Bei näherem Hinsehen stellt sich aber heraus, dass das große Tier Machedi ist, der die Bushtoilet aufbaut! Während Machedi lecker Abendessen über der Feuerstelle kocht, ziehen wir mit Palladi nochmal los in den Sonnenuntergang.
Gegen 20.00 Uhr gehen wir total erledigt ins Zelt. Die Geräuschkulisse ist extrem fremd und wir malen uns die unheimlichsten Szenarien aus. Mücken: keine gesehen, aber….
2.7.
aber Faxe zählt an der Ferse 75 Stiche. Orgula vermutet eher, dass dies Bisse von Termiten sind, denn gesehen haben wir keine Mücke. Aber wer weiss das schon genau? Theos Stich am Ellenbogen ist jedenfalls definitiv keine Mücke.
Das ist jetzt der letzte Kommentar über Mücken, wir haben keine einzige mehr gesehen!
Um 6.00 Uhr hören wir endlich Machedi an der Feuerstelle. Das heisst für uns: Aufstehen. Die erste Nacht ist geschafft.
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200728. Juli 2013 · #17
„Kompanie, ein Lied!“ da stapfen die Fanten doch direkt durch unser Camp! Aber sind ja Vegetarier, zum Glück!
Nach einem schnellen Kaffe bringt Palladi uns zur Nachbarinsel. Hier sollen wir in einem Mokoro gefahren werden und einen Bushwalk machen. Wir sind überrascht, dass hier im Delta tatsächlich richtige Dörfer angesiedelt sind, auch Palladi ist hier geboren.
Um halb elf sind wir zurück. Machedi hat Mittagessen fertig. Wir finden das zwar sehr früh, aber unwichtig. Dann folgt Palladis Ansage: „At three o`clock you get some hoffe and at half past three we go by boat again.“ Okay, ist ja ne lange Siesta, aber wir haben ja was zu tun. Palladi nutzt unsere freie Zeit schamlos aus und baut als Verlockung eine Shoppingmall. Selbstverständlich werden wir einen Korb und ein Mokoro völlig überteuert erwerben. Ist doch klar!
Um halb drei fragt Palladi an, ob wir bereit seien. Wir sind natürlich sehr irritiert, aber da wir grad keinen anderen Termin haben,…Und dann cruisen wir durch den Okavango. Zum Glück macht uns Palladi mit „is Elephant, joo“ auf die grauen Riesen aufmerksam.
Mittwoch, 3.7. Natürlich stehen wir um 6.00 Uhr auf. Die Baboons und die Hippos sind ja auch schon wach. Ein weiterer Bushwalk mit Palladi wartet auf uns. Dieser Ausflug bietet uns allerdings kein einziges Landtier, lediglich Spuren zeigen: Das Delta lebt!
Und auf der langen Rückfahrt zurück ins Basecamp stellt Hernok fest: „Vor einer Woche war ich noch im B5 Center in Berlin.“ Ja wirklich Schatz, einfach unglaublich!
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200708. Aug. 2013 · #18
Donnerstag 4.7.
Donnerstag ist der Prophylaxetag, und obwohl wir Mücken nicht mehr erwähnen, weil es keine gibt, nehmen wir artig Lariam. Nach einem kurzen Shoppingstop in Maun geht’s auf der A3 Richtung Greta. Abenteuerlustig wie wir sind, wollen wir einen kleinen Umweg fahren. Und was passiert: Der Boteti, der übrigens aus dem Okavango Delta gespeist wird, hat Hochwasser und die Strasse ist gesperrt. Dann machen wir eben wieder Picknick und beobachten die Flucht der Kuh vor ihrem Besitzer.
Planet Baobab ist die nächste Station und nicht zu übersehen. Nicht zu übersehen ist auch, warum die Lodge so heisst.
Aber der eigentliche Grund unseres Aufenthaltes bei den Baobas ist eine Quadfahrt in der Salzpfanne. Und Erdmännchenn wollen wir sehen..
Kost natürlich so ein Ausflug und der vernünftige Hernok und der sparsame Theo beschließen, darauf zu verzichten. Die verschwenderische Orgula und der abenteuerhungrige Faxe hingehen beschließen, morgens um 6 die Pfanne zu erobern. Dumm gelaufen: Exkursion findet nur alle 2 Tage statt. Morgen ist der falsche Tag. Schade. Die Lodge scheint ein bisschen unorganisiert. Vielleicht liegts am Stromausfall.
Freitag, 5.7.
Wenn man vor der Heuschreckenfamile beim Frühstück war, hat man ein nettes Buffet mit Obstsalat, Quarkbällchen und Joghurt vorgefunden. Wer nach uns kommt, kann immerhin noch Eier in allen Variationen bestellen. Auch ohne Quad wollen wir die Salzpfanne sehen, Bei der Parkentrance wird extrem schlechtes englisch gesprochen und Hernok braucht relativ lange bis er klargemacht hat. dass wir tatsächlich in den Makgadikgadi Pans National Park wollen.
Das Fahren ist mühsam, ein Glück, dass Hernok soviel Spass daran hat. Irgendwann drehen wir aber trotzdem lieber um, denn die Schleife zu fahren würde den ganzen Tag dauern. Halber reicht, wir wollen poolen und sporteln.
Samstag, 6.7.
Der Tag fängt gut an: Der Ford Ranger Testfahrer findet, wir seien eine lovely family. Der Tag wird noch besser: es gibt Omelett ohne Käse mit Schinken, Omelett mit Schinken und Käse, Omelett mit Schinken, Käse und mit Zwiebeln. Und natürlich wieder Quarkbällchen. Und wir fragen uns: Wenn der Esel auf der Strasse niemandem gehört, ist der dann gehörlos? Hä? Wir fahren Richtung Kasane. Und nachdem wir viele Haufen von Elefanten gesehen haben, würden wir gerne einen Haufen von Elefanten sehen. Und da auf der Strecke mit Fanten zu rechnen ist, muss die Scheibe erstmal gesäubert werden. Faxe ist so lieb, und der Tankwart putzt gleich hinterher!
Und tatsächlich: Vollkommen unbeeindruckt spazieren die Elefanten über die Hauptverkehrsstrasse zwischen Nata und Kasane.
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200708. Aug. 2013 · #19
Gegen Mittag erreichen wir die Kwalape Lodge. Wir erfahren, dass es gegen drei Uhr eine Bootstour auf dem Chobe River gibt. Da wollen wir dabei sein, da es auf Orgulas Uhr erst halb zwei ist, kann Theo vorher sogar noch sein Sportprogramm durchziehen.
Aber kaum sind wir im Haus eingezogen, kommt auch schon die Dame von der Rezeption und erkundigt sich höflich, wann wir denn kommen, es würden schon alle warten. Es beginnt eine Diskussion über die Uhrzeit, Orgula zeigt ihre Uhr und besteht darauf, das es erst zwei ist. Die Dame denkt wahrscheinlich, wir sind leicht irre und kommt mit ihrem Handy und der dazugehörigen Zeit zurück. Da haben wir doch tatsächlich eine Woche eine Stunde zu früh gelebt! Oder zu spät? Es ist nämlich gar nicht zwei Uhr sondern schon drei Uhr hier! Das erklärt auch das frühe Mittagessen bei Machedi und das frühe Ablegen am Nachmittag und überhaupt sämtliche Überpünktlichkeit, meist eine Stunde, die wir in Botswana erlebt haben. Theo ist leider unterwegs und so gehen Faxe und Orgula alleine an Bord. Es gibt jede Menge Hummeldumms, Krokodile, Elefanten, Hippos, Büffel, Baboons und Springböcke. Und natürlich Fish Eagle at 12 o`clock.
Hernok und Theo fahren selber auch zum Chobe River, Fanten gucken.
OROrgulaThemenstarter86 Beiträge · seit 200719. Aug. 2013 · #20
Montag, 7.7.
Der gestrige Tag wurde abgerundet mit einer Tanzshow von Einheimischen, bei der Hernok mächtig mitgestampft hat. Die Nacht war leider sehr laut: Zu den Tiergeräuschen haben sich Flug- und Autolärm gemischt. Stadt eben. Beim Frühstück wird die Eibestellung akribisch mitgeschrieben, damit auch nichts falsch gemacht wird. Wird nicht, nur das Theo sein Ei schon gegessen hat als seine Zwiebeln kommen.
Um 8.00 Uhr werden wir abgeholt. Mit 2 Deutschen, einer Österreicherin und 2 what evers zuckeln wir im Kleinbus Richtung Simbabwe. An der Grenze ist es wie immer: Formulare müssen ausgefüllt werden und irgendwie fühlt man sich schuldig. 80 km landeinwärts werden wir beim großen Wasser abgesetzt.
Wir stellen fest: Die Viktoriafalls sind der Gran Canyon in nass: Viel zu viele Touris wandern auf der Rim und staunen. Lohnt sich trotzdem irgendwie!
Dem Größenwahn scheinen keine Grenzen gesetzt sein. Überall will jeder Geld verdienen. Wir machen mit und handeln ein Hippo von 75 US $ auf 22 €. Scheint den Verkäufer zu freuen. Minuten später sichten wir ihn im Supermarkt.