Namibia als Selbstfahrer

13 Antworten · 2'947 Aufrufe · gestartet 10. Juli 2013 von BaxFey
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201310. Juli 2013 · #1
Hallo liebe Gemeinde,

ich bin auf dieses Forum gestoßen und finde es super und sehr hilfreich.

Meine Freundin und ich überlegen Ende September/Anfang Oktober nach Namibia zu fliegen (knapp 3 Wochen) und dort mit einem Mitwagen rumzureisen...auch wenn es sehr kurzfristig ist...:)

Könnt ihr uns ein paar Tipps bzw. Erfahrungen geben?

1. Sollte man alle Unterkünfte vorab buchen oder findet man vor Ort i.d.R. etwas (halbwegs bezahlbar), so dass man an schönen Flecken spontan etwas länger bleiben kann bzw. nicht-so-schöne weniger lang besucht?

2. Für Botswana ist die Zeit wohl leider zu knapp, aber falls man doch einen Abstecher einplanen möchte: Ist die Grenzüberfahrt problemlos möglich?

3. Eine Überlegung ist, dass man am Anfang oder Ende per Flugzeug einen Abstecher zu den Victoria Fällen macht. War da schon jemand und kann uns sagen, ob sich das Ende September/Anfang Oktober überhaupt lohnt in Sachen Wassermenge?

4. Das Auswärtige Amt rät zur Vorsicht, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Ist es in Namibia wirklich so gefährlich?

5. Es gibt ja auch zahlreiche Anbieter für Selbstfahrer-Reisen. Macht es Sinn über solche Unternehmen zu buchen, da die ggf. Rabatte bei Eintritten, Unterkünften, Gebühren und Mietwagen bekommen oder ist es eigentlich besser und flexibler, wenn man das auf eigene Faust macht?

6. Es gibt auch Gruppenreisen. Vorteil ist, dass man sich um nix kümmern muss und immer eine Unterkunft hat. Allerdings bin ich eher der Meinung "Der Weg ist das Ziel" und ich möchte jederzeit anhalten und ein Foto machen können, vielleicht auch mal eine andere Straße nehmen. Habt ihr schonmal eine Gruppenreise gemacht? Gibt es genug Stops oder fährt man interessanten Landschaften auch einfach nur vorbei?

7. Neben der Landschaft wäre auch ein Besuch von alten afrikanischen Stämmen interessant. Habt ihr da Tipps?

Ich weiß, das sind jede Menge Fragen, aber ich hoffe, dass ihr uns dennoch etwas weiterhelfen könnt...:)

Viele Grüße,
Daniel
4'140 Beiträge · seit 200910. Juli 2013 · #2
Hallo Daniel,
viele Fragen kannst du schon klären, wenn du die Suchfunktion bedienst.
zur "Sicherheit" z.B. laufen gerade 2 Threads, wo sich die geister natürlich scheiden. Lies die mal durch und bilde dir ein Urteil.
Zuallererst meine ich aber, dass du für September reichlich spät dran bist. Diese Zeit ist Hauptreisezeit und es ist wenig wahrscheinlich, dass du z.B. in den Nationalparks noch gewünschte Quartiere bekommst. Da solltest du nämlich unbedingt vorbuchen.
Und überhaupt solltest du dir für 3 Wochen das "Südliches-Afrika-Gesdamtprogramm" mit Vicfalls und Botswana-Abstecher abschminken. Da unterschätzt du die Entfernungen gewaltig. Zum Einstieg ist die Standardroute mit Windhoek - Sossusvlei - Swakopmund - Damaraland - Etoscha gerade richtig.
Ob dir "Gruppenreisen"gefallen, musst du selbst entscheiden. Du hast dich ja auch nicht vorgestellt und gesagt, was du eigentlich bevorzugst. Overlander-Reisen im Bus mit Zeltübernachtung mit 20 Mitreisenden? Oder kannst du dir eine geführte Tour allein für zwei mit Fahrer leisten?
Ich rate dir:
1. Mal einen Reiseführer genau zu studieren.
2. Die Reise auf das nächste Jahr verschieben, damit ihr in Ruhe planen könnt und
3. im Forum mal alle möglichen Threads zu lesen und dann konkrete Fragen stellen.
Nix für ungut:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2013
33,1k Beiträge · seit 200610. Juli 2013 · #3
Hallo Daniel,

willkommen im Forum!

Du fragst Standardfragen, die Dir das Forum (Suche oben rechts) in tausenden Beiträgen beantwortet oder ansonsten auch jeder Reiseführer. Schau z.B. mal zu (1) hier: http://namibia-wiki.com/wiki/Reservieren_-_ja,_nein%3F

2) 3 Wochen reichen nicht einmal für Namibia...

3) siehe Forensuche

4) Siehe aktuelle und vergangenen 10.000 Threads (und Meinungen) dazu

5) Je nachdem wie viel Zeit und Lust Du zur Planung hast. Für mich gehört das selber planen/buchen immer irgendwie zu eine Reise dazu. Das fängt mit dem durcharbeiten durch dieses Forum an 😉

6) Richtig... Namibia ist ein Selbstfahrerland!

7) Living Museums (ww.lcfn.info) oder z.B. die Himba

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'140 Beiträge · seit 200910. Juli 2013 · #4
Das ist mir noch nie passiert!!! Ich war schneller als Christian! 🙂 🙂 🙂 🙂
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'060 Beiträge · seit 201310. Juli 2013 · #5
Hallo,

ich möchte mich hier nur zu deiner Frage 6) äußern, die mir etwas naiv erscheint. Bei einer Gruppenreise gibt es eine festgelegte Route. Stell dir vor, jeder Reisende würdejederzeit bestimmen können, dass diese kurzfristig geändert wird, das gäbe a) Mord und Totschlag und b) würde man nie rechtzeitig die Tagesziele erreichen.

Ebenso verhält es sich mit Fotostopps. Gewisse Dinge werden laut Reiseplan besichtigt, darüber hinaus gibt es Tank- und Toilettenpausen. Wenn es da etwas zu fotografieren gibt, kann man das tun. Aber ansonsten kann man bestenfalls aus dem fahrenden Bus heraus fotografieren.

Des weiteren ist zu unterscheiden, ob man die Gruppe selbst organisiert - dann hat man in der Hand, wer mitfährt - meldet man sich zu einer von einem Reisebüro organisierten Gruppe an, so kann es einem gehen wie in "Hummeldumm"! 😄
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'287 Beiträge · seit 200810. Juli 2013 · #6
Hallo Daniel,

Du wurdest bereits darauf hingewiesen, intensiver das Forum zu studieren. In der Tat wirst Du hier Antworten auf Deine Fragen finden.
Nichtsdestotrotz nehme ich mir mal eine heraus. 😉
BaxFey schrieb:
1. Sollte man alle Unterkünfte vorab buchen oder findet man vor Ort i.d.R. etwas (halbwegs bezahlbar), so dass man an schönen Flecken spontan etwas länger bleiben kann bzw. nicht-so-schöne weniger lang besucht?
Die Antwort ist (wie so oft): Es kommt darauf an. Als erstes auf Deine Einstellung dazu. In Namibia sind die Unterkünfte (ich nehme einfach mal an, Du willst in Lodges/Gästefarmen übernachten und nicht campen) teilweise extrem weit auseinander. Das heisst, es empfiehlt sich am Tag vorher oder gleich früh morgens telefonisch den Ort der nächsten Übernachtung zu reservieren. Da Ihr mehr oder weniger in der Hauptreisezeit unterwegs seit, kann das eben bedeuten, dass Ihr für eine bestimmte Gegend nur Absagen bekommt. Dann müsst Ihr eben flexibel sein und woanders hinfahren.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass so etwas durchaus ein bisschen anstrengend sein kann, wenn man erst nach der 10. oder 15. Anfrage eine Zusage erhält. Man muss halt kompromissbereit sein.
Halbwegs bezahlbar ist ja auch ein sehr dehnbarer Begriff. Wenn das Budget eingeschränkt ist, verschärft sich obiges Szenario noch ein bisschen, da dann einige Unterkünfte u.U. wegfallen, da sie zu teuer sind.

Als kurzum, wenn Ihr spontan seit und Euch nicht auf bestimmte Gegenden festlegt geht das durchaus. Aber "Highlights" wie Sousousvlei oder Etosha können dann eben auch ausfallen.

Viel Spaß bei Recherchieren und Planen
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2013
3'491 Beiträge · seit 200610. Juli 2013 · #7
Hallo Daniel,
vor allem anderen: ein herzliches Willkommen im Forum.
Ich finde, Christian hat das in aller Kürze völlig richtig gesagt: vergesst diesen Plan für dieses Jahr und verschiebt ihn auf das nächste Jahr !!
So eine Reise ist ja nun nicht gerade billig. Um so wichtiger erscheint mir daher eine intensive Vorbereitung und zwar auch mental. Das Forum hier kann dazu schon eine Menge beitragen. Wenn Ihr diese Quelle nutzen wollt, dann vergehen schon mal Wochen. Damit verringern sich die Chancen, Unterkünfte zu einem bestimmten Termin an einem bestimmten Ort zu bekommen, noch viel mehr - und die sind jetzt schon fast Null.
September/Oktober ist eine sehr gute Zeit für Namibia. Mit 3 Wochen kann man auch etwas anfangen - und zwar "Namibia klassisch", d.h. Windhoek-Sossusvlei-Swakopmund-Etosha-Windhoek. Das entspricht in etwa dem Standard-Programm aller Reiseveranstalter, heißt aber nicht etwa, dass es eine Reise "auf ausgelutschten Pfaden" wäre. Vielmehr hat sich diese Route in Jahrzehnten bewährt und gibt einen guten Gesamtüberblick über dieses wundervolle Land.
Zugleich heißt Standard-Programm auch, dass Ihr frei entscheiden könnt, ob Ihr das als Selbstfahrer oder in einer Gruppenreise machen wollt. - die einschlägigen Reiseveranstalter haben für beide Alternativen Angebote in nahezu allen Preisklassen ( nur nicht mehr für dieses Jahr !).
Gruß Joli
26 Beiträge · seit 201010. Juli 2013 · #8
Hallo Daniel,

wenn ich mir deine Fragen so ansehe, bin ich, wie die meisten Vorredner, auch der Meinung das du das ganze Vorhaben besser auf nächstes Jahr legst.
Die ganzen Fragen sind noch so allgemein, das man davon ausgehen kann und muss, das ihr euch noch nicht besonders viel mit Namibia beschäftigt habt.

Tut euch selbst den Gefallen und plant eure Reise ordentlich. Namibia ist zu einzigartig um es mal eben zu bereisen 😕 Der 3 Punkte Plan von Burschi erscheint mir sehr sinnvoll.
Und versucht bloss nicht in diesen drei Wochen auch noch Botswana oder Vic Falls einzubauen 😮

Wenn ihr das so macht werdet ihr schon von alleine zur Entscheidung kommen. ob ihr die Tour komplett alleine fahren wollt oder euch einen Anbieter für Selbstfahrerreisen oder eventuell Gruppenreisen sucht.

Falls ihr euch für Anbieter entscheidet, was ja schon beim Mietwagen anfängt, solltet ihr folgendes beachten:
http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/278726-nicht-registrierte-touristische-unternehmen.html#287507

Ich wünsche euch auf jeden Fall schon mal viel Spass bei der Planung.

Grüsse
Jolinar
Wenn du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn ein Moskito im Zimmer ist. (Dalei Lama)
461 Beiträge · seit 200811. Juli 2013 · #9
Hallo Daniel

Ganz so schlimm ist es auch nicht.
Meine erste Reise war auch 3 Wochen
Windhoek
Soussouvlei
Etosha
Caprivi
Kasane (von dort organisiert zu den Vic Falls)
und dann über Maun nach Windhoek

Habe einfach gierig die Höhepunkte reingezogen und ich fahre gerne Auto. War eine tolle Reise - ging dann halt nochmals mit etwas weniger Programm.

Ist natürlich auch immer eine Frage des Budget, dann lässt sich immer etwas finden.

Fahren etc alles kein Problem auch die Grenze nicht.
Würde aber ein gutes Fahrzeug mit Dachzelt nehmen - da findest Du immer wieder Unterschlupf

Es geht alles easy - aber wenn du detaillierter planst und das Frühzeitig hast Du sicher mehr davon.

Gruss
Tom
12 Beiträge · seit 201311. Juli 2013 · #10
Hallo Daniel,

oder vielleicht anders - erst mal Danke an Tom! Es ist ja sehr schön, dass viele aktive Mitglieder hier im Forum die absoluten Namibia Fans sind - das heißt, man bekommt auch Details von Insidern. Ihr müsst nur auch bedenken, dass es Leute gibt, die vielleicht ganz bewusst nach Botswana wollen und nicht in der ersten Reise alle Highlights von Namibia sehen wollen. Welche Strecken man täglich zurücklegen möchte, ist auch eine Einstellungsfrage. Mancher empfindet es als Stress, jeden Tag 5h Strecke zu machen, andere halt nicht. Sicherlich bekommt man so weniger vom Land mit, aber gewissen Landstriche erreicht man einfach nicht, wenn man nur 3 Wochen hat.

Aber zurück zu Daniel: Wenn Ihr unbedingt dieses Jahr fahren wollt, dann überlegt Euch zuerst mal wirklich, ob Selbstfahrer oder geführt. Wenn geführt, fragt an, ob es noch Plätze gibt (Vorteil hier: Man muss nur 1x buchen, Nachteile sind weiter oben schon beschrieben). Wenn auf eigene Faust, dann müsst Ihr flexibel sein und natürlich bei x Unterkünften, Autovermietungen etc. anfragen, wenn ausgebucht, Alternativen suchen usw. Das kann gern mal 3-4 Wochen dauern (nachdem Ihr die Route grob geplant habt) - wird also schon knapp. Wir haben im Dezember für September schon knapp 3 Wochen gebraucht, bis wir alles hatten. Das ist auch etwas anders als in Deutschland, wo man sofort die Verfügbarkeit sieht. Man fragt halt per Email an und bekommt meistens nach 1-2 Tagen eine Antwort. Kann aber auch mal 10 Tage dauern. Was Fahrzeiten angeht - Tracks4Africa ist das zuverlässigste Planungstool. Alternativ versucht Ihr es auf gut Glück, dann sind aber 3 Wochen ziemlich wenig, weil man eben im Zweifelsfall nicht immer so weit kommt, wie man will, weil es keine Unterkünfte gibt. Außerdem muss man einfach noch Zeit für das Finden von Unterkünften einplanen, die man bei Vorausbuchung nicht braucht. Natürlich sind die Unterkünfte untereinander vernetzt und wenn Du irgendwo übernachtest, hilft man Dir gern, eine Unterkunft für die nächste Nacht zu finden - vorausgesetzt, es ist noch was frei.

Grenzüberfahrt ist kein Problem. Muss man nur mit dem Vermieter des Autos abklären - da braucht es Papiere.

Vorsicht nach Anbruch der Dunkelheit heißt vor allen Dingen nicht mit dem Auto rumfahren. Die Straßenqualität und das wechselnde Wild ist halt was anderes als in Deutschland. Ansonsten muss man auch in Italien vorsichtig sein...

Zuletzt möchte ich mich aber doch meinen Vorrednern anschließen - überleg Dir, ob die 2 Monate Vorbereitungszeit wirklich ausreichen. Vielleicht findest Du im nächsten Jahr 3 Wochen Zeit und machst die Reise dann. Ein bisschen in den Sparstrumpf zu stecken ist insbesondere für Botswana auch nicht verkehrt - sowohl für komplett vororganisierte Reisen wie auch Reisen auf eigene Faust 🙂

Viel Spaß bei der Planung!

Christian
5'538 Beiträge · seit 200811. Juli 2013 · #11
Guten Morgen, Daniel,

erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum. Nachdem Du so viele Antworten bekommen hast, die Dir richtigerweise raten, die Reise zu verschieben, möchte ich doch einmal versuchen, die Sache anders anzugehen. Ja, die Zeit bis Ende September sind es noch kanpp 10 Wochen und das ist möglicherweise als Planungs- und Vorbereitungszeit sehr kurz.
Wenn es sich aber nun einmal nicht ändern lässt und Ihr bezüglich der Unterbringung flexibel seid, würde ich an Eurer Stelle wie folgt vorgehen:

1. Ich würde schauen, dass ich Flüge für den angedachten Zeitraum bekomme. Da man ja heutzutage die Flüge leider sofort fest buchen muss, wenn Dich mal www.fliege-preiswerter.de oder www.1a-afrika.de. Dort fragst Du Gerlinde oder Hans, ob sie zu den genannten Terminen überhaupt noch Flugtermine frei haben. Wenn ja - sofort zuschlagen.

2. Dann würde ich mich um ein Auto kümmern.

3. Wegen der Buchung des Wagens und der Unterkünfte würde ich mich per Mail an einen einheimischen (namibischen) Agenten oder Veranstalter wenden. Wenn Du hier mal unter Partner anklickst, dann findest Du eine Menge Adressen. Mein Favorit, über den ich (fast) alles buche, ist www.Abenteuer in Namibia.com , weil die sich ausschließlich mit Namibia und Botswana beschäftigen und deshalb sehr gut wissen, wovon sie reden. Aber auch die anderen Fomis wie Travelnamibia, Carsten Möhle von Bwana Tucke-Tucke und einige mehr bieten einen excellenten Service, weil sie das Land kennen. Dem würde ich meine Wünsche vortragen. Das beginnt zuerst einmal mit der Nennung des Budgets, das für die Reise zur Verfügung steht, denn dann kann der Agent gezielter die Unterkünfte aussuchen und Empfehlungen aussprechen. Rechne damit, dass das gesamte Buchungsprocedere über einen Agenten gut zwei bis vier Wochen in Anspruch nehmen kann.

Jetzt zu Deinen Fragen:

Sollte man alle Unterkünfte vorab buchen oder findet man vor Ort i.d.R. etwas (halbwegs bezahlbar), so dass man an schönen Flecken spontan etwas länger bleiben kann bzw. nicht-so-schöne weniger lang besucht?

Da September/Oktober Hauptsaison ist, halte ich es für sinnvoller, die Unterkünfte vorab zu buchen. Wenigstens in den Gegenden Sesriem/Sossuvlei und Etoscha ist das ein unbedingtes Muss, aber auch die erste Nacht in Windhoek bzw. in der Umgebung sowie die Nächte in Swakopmund - falls Du dorthin willst - sollten vorgebucht sein. Wie die Situation auf der restlichen Rundfahrt ist, kann ich Dir nicht sagen. Frage am besten Deinen Agenten.

Solltest Du nicht fest vorbuchen, dann eine Empfehlung: Mache Dir einen Streckenplan und notiere an jedem der angedachten Ziele die Telefonnummern von mindestens zwei Unterkünften in der Gegend. Rufe am Tag vor der Weiterfahrt von der letzten Unterkunft aus an und frage, ob da noch etwas frei ist. (Ich selbst würde das bei meiner ersten Tour nicht machen, denn wenn Du eine Absage bekommst, könnte es dann sehr stressig werden und das beeinträchtigt die Urlaubsqualität doch sehr)

Für Botswana ist die Zeit wohl leider zu knapp, aber falls man doch einen Abstecher einplanen möchte: Ist die Grenzüberfahrt problemlos möglich?

Man kann - wie Tom Swiss ja schon gesagt hat - alles. Aber ich rate Dir dringend, auf Botswana und Victoria Falls zu verzichten. Wenn Dir Namibia gefällt und Du Dir den Afrika-Virus einfängst, dann kommst Du sowieso wieder.

Eine Überlegung ist, dass man am Anfang oder Ende per Flugzeug einen Abstecher zu den Victoria Fällen macht. War da schon jemand und kann uns sagen, ob sich das Ende September/Anfang Oktober überhaupt lohnt in Sachen Wassermenge?

Das habe ich hier im Forum schon dem einen oder anderen Neuling so geraten. Aber im Oktober kann relativ wenig Wasser im Sambesi sein. Für mich die beste Zeit für die Fälle sind die Monate Juni - Mitte August. Aber da niemand weiß, ob der Wettergott die Regenzeiten einhält, kann das natürlich auch ganz anders sein.

Das Auswärtige Amt rät zur Vorsicht, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Ist es in Namibia wirklich so gefährlich?

Gerade im Moment wird hier viel über Sicherheit diskutiert. Christian hat auf einen ganz wichtigen Punkt hingewiesen. Möglichst ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang nicht mehr dort fahren, wo Wild ist. Die Gefahr, dass trotz hoher Weidezäune ein Oryx oder Kudu über die Straße geht, ist zu groß. Und die mit Wild verbundenen Unfälle sind sehr häufig sehr schwer bis tödlich.

Ansonsten gilt die normale Vorsicht. Überall - ob in Deutschland, USA oder Afrika - wo man sich nicht auskennt, sollte man die dunklen Stellen meiden und nicht unbedingt mehr zu Fuß gehen. Ich fühle mich auf jeden Fall in Namibia sehr sicher.

Es gibt ja auch zahlreiche Anbieter für Selbstfahrer-Reisen. Macht es Sinn über solche Unternehmen zu buchen, da die ggf. Rabatte bei Eintritten, Unterkünften, Gebühren und Mietwagen bekommen oder ist es eigentlich besser und flexibler, wenn man das auf eigene Faust macht?

Ja, wenn Du z. B. noch bei Tchibo oder Aldi - ich meine das sehr Ernst - einen Katalog von Berge und Meer findest, dann wirst Du zu unglaublich günstigen Preisen eine etwa 14-tägige Reise bekommen. Aber - dann bist Du natürlich völlig unflexibel. Die einzelnen Tagesstrecken sind sehr lang und der Busfahrer bestimmt die Stopps. Meist an sehr schönen Stellen und er weiß auch, von wo fotografiert werden muss. Aber flexibel bist Du da nicht. Individueller geht es, wenn Du einen Veranstalter wie Chamäleon-Reisen nimmst, der nur mit Klein-Gruppen unterwegs ist. Sieh mal hier: http://www.namibia-tourism.com/?zeige=reiseveranstalter&lang=de Da findest Du jede Menge Veranstalter, aber lange noch nicht alle. Aber viel Geld - wenn überhaupt - dürftest Du da gegenüber einer individuell geplanten Tour nicht sparen und wenn Du die Vorarbeiten von einer Agentur machen lässt, dann ist das schon in Ordnung.

Es gibt auch Gruppenreisen. Vorteil ist, dass man sich um nix kümmern muss und immer eine Unterkunft hat. Allerdings bin ich eher der Meinung "Der Weg ist das Ziel" und ich möchte jederzeit anhalten und ein Foto machen können, vielleicht auch mal eine andere Straße nehmen. Habt ihr schonmal eine Gruppenreise gemacht? Gibt es genug Stops oder fährt man interessanten Landschaften auch einfach nur vorbei?

Siehe Antwort zu der vorherigen Frage

Neben der Landschaft wäre auch ein Besuch von alten afrikanischen Stämmen interessant. Habt ihr da Tipps?

Das ist alles eine Zeitfrage. Es gibt in Namibia diverse "Lebende Museen", wo die San und andere Stämme ein wenig von ihrem früheren Leben zeigen. Dann gibt es außerhalb des Kaokoveldes auch noch einige Himbadörfer, die man besuchen kann. Es ist nicht jedermanns Sache, aber nur so kannst Du einen Einblick bekommen.

So, nun rate ich Dir, wenn Du es wirklich Ernst meinst, Dich sofort an die Arbeit zu machen, denn wie alle Vorredner gesagt haben - die Zeit ist knapp bis zum Abflugtag, wenn Du Ende September schon fliegen willst.

Viel Spaß bei der weiteren Planung und liebe Grüße
Gerd
5'538 Beiträge · seit 200811. Juli 2013 · #13
Hallo Daniel,

von der Streckenführung her eine gute Reise für das erste Mal. Viel Zeit für Tiere. Aber beachte, was alles nicht im Preis eingeschlossen ist:

Nicht eingeschlossen:

Anreise nach Namibia
Mietwagen
Eintrittsgelder und Aktivitäten wenn nicht speziell erwähnt
Die nicht erwähnten Mahlzeiten
Ausgaben persönlicher Art wie Getränke, Telefonate und Trinkgelder

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter2 Beiträge · seit 201311. Juli 2013 · #14
Hallo zusammen!

Ich danke euch vielmals für die vielen Tipps und Hinweise!

Eine perfekte Reise wäre wahrscheinlich wirklich erst nächstes Jahr realisierbar, aber dennoch versuchen wir das jetzt per Anfragen für gebuchte Selbstfahrer-Reisen.

Haben dort auch schon ganz gutes Feedback.

Haben bisher bei folgenden angefragt:
bwana.de, agenturafrica.com, abenteuer.in.namibia.com, dsar.de, thobareisen.de, tilman-touristic.de, ventertours.de, elefant-tours.de, relax-n-travel.de angefragt.

Ich hoffe, dass wir die wichtigsten und besten haben. Oder fehlt noch ein guter Anbieter? Bzw. würdet ihr von einem lieber die Finger lassen?

Viele Grüße,
Daniel