Namibia Selbstfahrer sicher?

25 Antworten · 6'281 Aufrufe · gestartet 17. Apr. 2013 von Maxx
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Themenstarter5 Beiträge · seit 201317. Apr. 2013 · #1
Grüß Euch,

da wir dieses Jahr heiraten haben wir uns als Hochzeitsreiese und Jahresurlaub für eine Selbstfahrer Tour durch Namibia entschieden.
Bis vor kurzem waren wir in freudiger Stimmung auf Oktober, da dies unsere Reisezeit sein wird, doch durch eine Reiseerfahrung einer Bekannten hat sich unsere Stimmung stark geändert.

Sie war vor ca 5 Jahren mit ihrem damaligen Freud in Namibia auf Urlaub, er hatte 10 Jahre lang dort gearbeitet und konnte Afrikaan sprechen. Sie schilderte von drei Zwischenfällen die sie dazu bewegte nicht mehr nach Namibia zu fahren da sie damals sehr um ihr leben fürchtete (zum Glück konnte ihr Freund durch die Sprache und Karate sich und Sie selbstverteidigen bzw war keine Schusswaffe im Spiel).
Die Einheimischen haben anscheinend keinen guten Draht zu den Touristen.
Ausländer die dort arbeiten werden "geduldet".

Wie sind Eure Erfahrungen?

Der Text von der Botschaft wegen Reiseinformationen liest sich mit den jetzigen Information ganz anders.
http://www.bmeia.gv.at/aussenministerium/buergerservice/reiseinformation/a-z-laender/namibia-de.html

Wir haben nämlich keine Lust auf unsere Hochzeitsreise immer auf der Hut sein zu müssen. 🙁
Und denken schon an eine Stornierung der Reise nach.

Achja dies wäre unsere Route:
Windhook Ankunft Stadt erkunden eine Übernachtung
1 Übernachtung nähe Marienthal
1 Übernachtung nähe Fish River Canyon
2 Übernachtungen nähe Aus
2 Übernachtungen nähe Sesriem
2 Übernachtungen Swakopmund
1 Übernachtung nähe Twyfelfonstein
1 Übernachtung nähe Grootberg Damaraland
2 Übernachtungen Okaukuejo
2 Übernachtungen Okonijma
Airport Abreise

danke vielmals für Eure Informationen

lg
Marku sund Chrisi
4'451 Beiträge · seit 200817. Apr. 2013 · #2
Hallo Markus,

willkommen hier im Forum. 🙂
Nur weil ein Mensch vor 10 Jahre mal ein schlechtes Erlebnis hatte , wäre es verherend deswegen Namibia oder Afrika zu meiden. 😈

Ich könnte Dir vieles schreiben was uns auf der ganzen Welt passiert ist und dennoch fliegen wir immer wieder irgendwo hin. 😁
Lese einfach was so in Deiner Umgebung sich tut und was sich so in der Welt abspielt, dann ist Namibia und für uns schon 7 Mal ,2 Mal Botswana und dieses Jahr SA eine wunderbare Reise gewesen. 🤩 🤩

Überal muss man seine 7 Sinnen beieinander haben . Das Auswärtige Amt ist verpflichtet eben über sämtliche Länder der Welt seine "Vorsichtigkeitswarnungen" zu posten.

Fahre hin , geniese es und lese einfach hier im Forum worauf zu achten ist.
Zu den Einheimischen kontakt zu bekommen , liegt ganz an einem selbst. Du brauchst dafür nicht Afrikaans , weil viele sprechen Deutsch oder Englisch.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2013
1'794 Beiträge · seit 201317. Apr. 2013 · #3
Hallo Markus,genießt eure Reise auch wenn sie mir einen Tcik zu streßig erscheint und lasst euch bitte,bitte nicht wegen irgendeinem schlechten Erlebniss abschrecken!

Man sollte selbstbewußt auftreten und die üblichen Maßnahmen ergreifen!

In Berlin fühle ich mich oft unsicherer als in Namibia!

Tolle REISE!!!!

LG NOGRILA
3'491 Beiträge · seit 200617. Apr. 2013 · #4
Hallo Markus,
wir bereisen seit 33 Jahren das Land - als Selbstfahrer und sind noch nie in eine bedrohlich erscheinende Situation geraten. Namibia ist - wie meine Vorposter ja auch schon zum Ausdruck brachten - ein überaus sicheres Urlaubsland. Meiner Meinung nach geht die größte Gefahr von dem selbstfahrenden Touristen selbst aus - nämlich dadurch, dass er sich uns seine Fahrkünste überschätzt und dass er sich zuviel zumutet. Zumindest letzteres scheint mir auch bei Euch vorzuliegen: in 14 Tagen quasi ganz Namibia bereisen zu wollen, ist Stress pur. Lasst den Süden ganz weg - also Fish-River und Aus - und fahrt von Windhoek nach Sossusvlei ( bei einer so kurzen Reise würde ich selbst Sossusvlei auslassen, aber damit würde ich Euch wohl zuviel Streichung zumuten ), fahrt anschließend nach Swakopmund. Von dort aus mit einem Zwischenstop von 2 Tagen an einem Ziel (z.B. Vingerklip-Lodge oder Omaruru Game Lodge) nach Etosha. Ihr seid zur besten Jahreszeit für Tierbeobachtungen unterwegs - also nutzt das auch aus, d.h. mindestens 2 Tage Okaukuejo, 2 Tage Halali und 2 Tage Onguma. Danach als krönenden Abschluss 2 Nächte Okonjima und dann Windhoek. Das wäre eine wirklich erlebnisreiche Hochzeitsreise. Noch ein Tipp: wer auch immer die Reise für Euch bucht - Ihr solltet nicht unerwähnt lassen, dass es Eure Hochzeitsreise ist; häufig hat das nämlich Auswirkungen auf die Zuweisung bestimmter Unterkünfte - und zwar positive.
Gruß Joli
Themenstarter5 Beiträge · seit 201317. Apr. 2013 · #5
Ich möchte mich recht herzlich bei Euch bedanken!!!

Wir würden ungern Namibia streichen, war halt der Erste Schock, klar bei uns in Wien sind in letzter Zeit auch einige Vorkomnisse die sicherlich ärger sind als in Namibia.

Danke für den Hinweis mit der langen Tour, werden das nochmals überdenken.
Laut Reisebüro (spezialisiert für Afrika) sollte es machbar sein in 17 Tagen 😕

lg
Markus
5'538 Beiträge · seit 200817. Apr. 2013 · #6
Hallo Chris und Markus,

auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum.

Das Thema ist für viele Fomis ein Reizthema, das wir schon oft hier diskutiert haben. Mein Fazit aus all den Diskussionen:
Namibia ist nicht (un-)gefährlicher als viele andere Länder der Welt - egal ob Europa, Amerika oder den afrikanischen Kontinent nimmst. Überall wo arm und weniger arm (nach unseren Begriffen Mittelstand) zusammenkommen, wecken die weniger Armen bei den Armen Begehrlichkeiten und es kann dazu kommen, dass die Armen ihre Begehrlichkeiten durch nicht legale Umverteilung befridigen wollen. Ich weiß, das klingt alles ein wenig gestelzt, aber ich meine, dass es zum Verständnis der Situation beiträgt.

Was das auswärtige Amt schreibt, stimmt (nicht) immer, aber sie müssen auch schon bei nur einem einzigen Vorfall eine Warnung herausgeben, damit sie nicht ersatzpflichtig gemacht werden. Du solltest diese Warnungen auch Ernst nehmen - genau so ernst wie die Warnung vor den Diebstählen in Köln auf der Domplatte, in München am Hauptbahnhof und in Berlin am KuDamm. Aber Du solltest sie nicht überbewerten.

Betätige mal die Suchfunktion - irgendwo findest Du ein paar Verhaltensregeln. Z. B. nicht mit der teuren Kamera um den Hals und dem offenen Portemonnaie durch die Gegend laufen, nicht die Hilfe Dritter am Geldautomaten in Anspruch nehmen, keine Anhalter mitzunehmen und, und, und..... Regeln, die wiederum für überall auf der Welt gelten. Ich selbst bin vor Jahren in Südafrika auch schon einmal überfallen worden. Warum? U. a. weil ich meine eigenen Grundsätze nicht eingehalten habe - gehe nie abends oder nachts in unbeleuchteten und unbewohnten Gegenden. Damit will ich den Räuber nicht verteidigen, aber wenn ich wie meine Freunde mit dem Taxi gefahren wäre, dann hätte ich dieses Erlebnis nicht gehabt. Also einfach ein wenig aufpassen.

Eure Route gefällt mir übrigens sehr gut. Und ich sehe bei keinem dieser Ziele eine überdurchschnittliche Gefahr. Eine Tour, auf der Ihr sehr viel erleben werdet und die für Einsteiger auf der Hochzeitsreise genau das Richtige ist.

Liebe Grüße
Gerd

PS: Mein Freund, der damals mit in Südafrika war, fährt dort nicht mehr hin, aber er besucht uns regelmäßig noch in Namibia.
5'538 Beiträge · seit 200817. Apr. 2013 · #7
Hallo Markus,

ich sehe eben erst die beiden letzten Einträge. Wenn die Tour noch nicht gebucht ist, würde ich wie Joli Mariental, Fish River und Aus weglassen. Sossusvlei/Sesriem würde ich aber keinesfalls streichen. Das gehört zu Namibia wie der Prater zu Wien.

Windhook Ankunft Stadt erkunden eine Übernachtung

Ich würde unbedingt eine geführte Stadtrundfahrt machen. Dauer etwa 3 - 4 Stunden. Möglichst mit Bwana Tucke von Carsten Möhle. Bei der Hochzeitsreise gönnt man sich ja meist etwas. Deshalb schlage ich Euch für den Einstieg die Heinitzburg vor.

1 Übernachtung nähe Marienthal
1 Übernachtung nähe Fish River Canyon
2 Übernachtungen nähe Aus


alle streichen

2 Übernachtungen nähe Sesriem

von Windhoek über Rehoboth und den Spreetshoogte Pass. Unterhalb des Passes ggfs. eine Zwischenübernachtung in Barchans Dune Retreat oder sofort durchfahren bis Sesriem. Wo wollt Ihr wohnen? Am nächsten außerhalb des Parks ist die Sossusvlei Lodge. Nicht billig, aber gut. Preiswerter ist das Desert Camp von der gleichen Firma - 5 km entfernt. Wenn Ihr Euch nicht selbst versorgen wollt, könnt Ihr in der Lodge essen. Es hat aber seinen Reiz, abends im Camp zu grillen. Das Fleisch wird auf Bestellung von der Lodge angeliefert.

2 Übernachtungen Swakopmund

Da würde ich jetzt noch eine Nacht dranhängen. Es gibt einfach zu viel zu tun. Sieh hier: http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/153694-freizeitgestaltung-in-swakopmund.html

1 Übernachtung nähe Twyfelfonstein

Die Fahrt von Swakop über Uis am Brandberg vorbei und dann über die D 2612 ist landschaftlich sehr reizvoll. Wenn Ihr Euch für die Felsgravuren interessiert (Weltkulturerbe), dann würde ich diesen Teil nicht streichen.

1 Übernachtung nähe Grootberg Damaraland

Wenn schon dorthin - tolle Landschaft auf dem Weg! -, dann sollten es 2 Nächte sein. Sowohl die Palmwag Lodge (40 km vor dem Grootberg) wie auch die Grootberg Lodge liegen in so schöner Umgebung, dass Ihr die auch wenigsten einen Tag lang genießen solltet.

2 Übernachtungen Okaukuejo

Joli hat natürlich Recht. Die Etoscha kommt eindeutig zu kurz. Deshalb würde ich die beiden restlichen Tage, die Ihr aus dem Südteil streicht, dort anhängen. Ob und wie lange in Okaukuejo oder Halali oder eine der schönen Lodgen im Osten (Onguma, Mokuti, Mushara und, und, und....) müsst Ihr entscheiden. Ich würde 2 Nächte Okaukuejo, 1 Nacht Halali und zuletzt 1 Nacht Mokuti machen.

2 Übernachtungen Okonijma

Als Schlussaufenthalt das richtige Highlight, wenn es nicht zu voll ist.

Liebe Grüße
Gerd

PS: Noch ein Tipp - auch wenn Ihr über ein Reisebüro bucht, solltet Ihr die Unterkünfte bald festmachen, denn Oktober ist Hochsaison.
63 Beiträge · seit 201317. Apr. 2013 · #8
Hallo!

Vor ein paar Wochen war bei uns der Tageszeitung eine Aufstellung der Länder nach "Sicherheitsstufen". Als sicherste Länder war da unter anderem Norwegen aufgeführt. In Gruppe 2 stand dort u.a. Deutschland und Namibia. Ich würde mir da gar keine Gedanken machen. Und wie immer, wenn man reist, sollte man die Augen aufmachen und sich mit der Kultur und den Eigenarten des Landes vertraut machen und nicht total ignorant durch die Gegend laufen. Dann passiert in Namibia genauso viel oder genauso wenig wie hier. Meine Einschätzung.

LG Anti
Viele liebe Grüße, Anti
64 Beiträge · seit 201017. Apr. 2013 · #9
Hallo Markus,

in Afrika ist es wie an vielen Stellen der Welt: Immer den gesunden Menschenverstand eingeschaltet lassen, keine teure Kamera in Städten auf dem Bauch tragen und nicht das gesamte Geld mit rumtragen. Die übergroße Anzahl der Einwohner ist ausnehmend freundlich, aber auch stolz. Daher darf das gesunde Selbstbewustsein beim Auftreten nicht mit Überheblichkeit verwechselt werden.

Wenn man in einer Gegend, oder beim Kontakt mit einzelnen Personen ein komisches Bauchgefühl hat, ist es am besten, zu gehen. Wir machen es auch so, dass wir bei Fahrten durch Städte mit Ampeln immer die Zentralverriegelung runtermachen. In SA sind wir vor ein paar Jahren mal fast einem Diebstahl zum Opfer gefallen, weil die ZV eben nicht unten war (klopfen an der rechten Seitenscheibe, bei schauen nach rechts und schwupps ist der 2.Mann an der linken Tür, macht sie auf und versucht zu klauen, was er gerade greifen kann).
Mit diesen "Regeln" im Hinterkopf fährt man gut und ihr werdet mit Sicherheit einen traumhaften Urlaub haben.
Themenstarter5 Beiträge · seit 201318. Apr. 2013 · #10
Ui, hab ja gar nicht bemerkt, dass es eine zweite Seite gibt 😄

Danke Gerd für deinen Input bezüglich der Reisegestaltung!

Ebenfalls herzlichen Dank für Eure Berichte, meine aktuelle Einstellung ist: Reiseziel bleibt Namibia jedoch werden wir die Tour etwas an Eure Tipps angleichen.

Wünsche Euch einen schönen Tag!

lg
Markus
649 Beiträge · seit 200718. Apr. 2013 · #11
Es ist kompisch - aber es gibt scheinbar sowas wie ein subjektives Sicherheitsempfinden.....

Wenn ich von unseren Urlauben im südlichen Afrika erzähe kommt immer wieder die Frage: "Habt Ihr da keine Angst? Da wreden die Autos mit Fahrer geklaut!"
Wobei diese Frage nach den Touren durch die USA noch nie vorgekommen ist..... Wie kommt es nur, daß wir die deutlich höhere Kriminaliätsrate in der USA - im Vergleich zu Deutschalnd - einfach ignorieren aber dagegen für jedes Vorkommnis in Afrika sehr sensibel sind????
309 Beiträge · seit 200918. Apr. 2013 · #12
Hallo Markus,ich bin im Januar/Februar fast 4 Wochen mit Auto und Zelt allein als Frau durch Namibia gereist und ich habe diese Alleintour sehr genossen. Nicht einmal gab es Gefahr oder Unsicherheit fürmich. Lest doch mal meinen Reisebericht: Namibia geht auch allein.
Im nach sten Jahr geht es zum 10. Mal in dieses tolle Land.
Ich kann Namibia nur empfehlen.Habt Augen und Ohren immer offen und den gesunden Menschenverstand immer an, dann geniesst auch Ihr Namibia!!!

Paula
98 Beiträge · seit 201219. Apr. 2013 · #13
Ich muss immer über Leute schmunzeln, die sich um ihre Sicherheit Sorgen machen oder die mich immer entsetzt ansehen, was ich doch nur immer für gefährliche Sachen mache (z.B. SELBER durch Namibia fahren 😮 ) 😄
Es kann doch überall etwas passieren. Es ist sicher gefährlicher, jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit zu fahren als in Namibia ne Weile Urlaub zu machen. Und wenn einem mal was geklaut wird - mein Gott, dann ist es eben so. Davon geht die Welt nicht unter. Kann einem in einer deutschen Großstadt aber auch passieren.
Das ist genauso wie mit der Angst vor einem Flugzeugabsturz - ok, das ist noch viel lächerlicher 😛

Leute, genießt doch einfach euer Leben und denkt nicht ständig an das Schlimmste... Leben ist tödlich! 😉
5'479 Beiträge · seit 200919. Apr. 2013 · #14
Ich halte jedenfalls Deutschland auch nicht für sicher. Bei uns haben sie letzte Woche zum zweiten Mal innerhalb von 3 Jahren ins Haus eingebrochen.

Ich denke, es ist ein eher subjetiver Eindruck, die Heimat für sicherer zu halten als die Fremde.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
709 Beiträge · seit 201119. Apr. 2013 · #15
Hi,

wirkliche Sicherheit hat man nie.

Auf unseren ganzen Reisen ist uns selber nie etwas passiert. Einmal sind bei Anderen in unserer Gruppe (4x4 Club Leipzig) in Marseille beim Warten auf die Fähre KFZs aufgebrochen wurden.

In D ist mir bisher 8mal in verschiedene unserer KFZs eingebrochen wurden und 1 KFZ wurde gemaust.

Als unser Schwager mit Familie und Wohnwagen vor ein paar Jahren nach Polen campen fuhren, haben alle gewarnt, daß ihnen dort alles gemaust würde. Als sie dann nach Haus kamen, hatte hier jemand versucht bei ihnen ins Haus einzubrechen.

Es soll Länder geben, welche offiziell vor Reisen nach D warnen.

Wer sich außerhalb seiner gewohnten Umgebung unsicher fühlt, sollt zu Haus bleiben oder professionelle Hilfe suche.

Wichtig ist weltweit eine gewisse Vorsorge bzgl. Taschen, KFZ, Parkplatz, Hotel, Rucksack, Gegenden, Auftreten, Tageszeiten, Geldautomaten, Kreditkarten usw. usf...

Allein beim Auftreten kann man schon viel falsch machen. Wenn man ängstlich und unsicher auftritt, ist man schneller ein Opfer. Wer sicher, jedoch nicht arrogant, und umsichtig auftritt, hat da schon bessere Karten. Auch an Bekleidung und Ausrüstung am Mann sieht man, ob jemand erfahrener Individualreisender ist oder nicht.

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2013
425 Beiträge · seit 200719. Apr. 2013 · #16
Hallo Rocky,

vorsicht: "mausen" wird in manchen Teilen Deutschland oft anders "interpretiert"! 😗

Davon abgesehen, gebe ich dir vollkommen recht.
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
72 Beiträge · seit 201219. Apr. 2013 · #17
Hallo Markus,

die selben Fragen habe ich mir vor unserer Fahrt durch Namibia voriges Jahr auch selbst gestellt.

Vorweg: Namibia ist wohl eines der sichersten (wenn nicht das Sicherste Land) in Afrika. Aber es ist halt anders als Europa oder USA.

Eine gute Idee wäre am Anfang eine Stadtrundfahrt Windhoek mit Bwana Tucke Tucke (Carsten Möhle), aber mit Ihm selber.
Da bekommt Ihr eine gute Einführung und könnt Fragen über die allgemeinen Verhaltenweisen stellen.

Zur Sicherheit:

Wir haben fast nur auf Gästefarmen übernachtet. Dabei haben wir viel Kontakt mit den meist deutschstämmigen Farmern gehabt und viel über das Land und Leute erfahren. Wenn man berücksichtigt, dass das Einkommensgefälle 1:10 oder mehr zwischen der "Oberschicht" und den "weniger Priviligierte" beträgt, die allgemeinen Preise sich aber auf Weltniveau bewegen, dann sollte klar sein das ein gewisses Gefährdungspoential vorhanden ist.

Die Farmer z.B. treffen in der Regel Vorkehrungen gegen Überfälle ( z.B. Rundruf über Funk), aber ich habe niemanden gesehen, der ständig im Auto eine Schusswaffe mitführt.
In Windhoek sind die besseren Häuser mit Mauern und Stacheldraht gegen Einbrüche gesichert. Parken möglichst innerhalb des gesicherten Bereiches.
Auf den einsamen Strassen gibt es vorgetäuschte Pannen, es wird empfohlen, bei unklaren Situationen (sofern es sich nicht klar erkennbar um Touristen handelt), im Zweifel nicht anzuhalten. Wir haben selber eine derartige merkwürdige (eindeutige) Situation erlebt.
Beim Einkaufen mit vollem Gepäck im Wagen, schadet es nicht, wenn eine Person im Fahrzeug bleibt.
Auf die (selbsternannten?) Parkwächter würde ich mich nicht unbedingt verlassen.
Geldautomaten werden oft bewacht und sind eigentlich sicher.
In den größeren Städten sollte man ab Samstag Mittag und Nachts in der Innenstadt nicht unbedingt herumlaufen.
Ansonsten sind die Städtchen wohl sicher, vor allem, wenn viele Menschen auf der Strasse sind.

Ich persönlich halte Vergleiche mit Europa für nicht zulässig, die Verhältnisse sind völlig anders und damit auch das Verhalten von "Tätern" und "Opfern".

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Reise !! Aber besorgt Euch ein Fahrzeug der SUV Klasse (hochbeinig).

Gruß

Andreas
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2013
1'086 Beiträge · seit 200919. Apr. 2013 · #18
Hallo zusammen,

schaut doch auch mal hier

Gruß Klaus
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2013
33,1k Beiträge · seit 200619. Apr. 2013 · #19
Hi Klaus,

die Angaben vom AA sind aber auch mehr abschreckend als sinnvoll, mal abgesehen davon, dass einige einfach faktisch falsch sind (z.B. mit den Ausweisen unter "Allgemeine Reisehinweise"). Die Diebstähle nehmen laut AA-Seite seit 5 Jahren zu - irgendwann können sie ja kaum noch zunehmen 😉

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
709 Beiträge · seit 201119. Apr. 2013 · #20
Stephan M schrieb:...vorsicht: "mausen" wird in manchen Teilen Deutschland oft anders "interpretiert"! ...
Mausen heißt bei uns soviel wie Diebstahl...
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/