dinoThemenstarter727 Beiträge · seit 200812. Jan. 2013 · #1Hallo zusammen und Sorry, wenn ich dieses Forum hier mal kurz missbrauche.
Wir spielen mit dem Gedanken unseren nächsten Urlaub in Chile zu verbringen. Leider finde ich kein vergleichbares Forum wie dieses, wo man vernünftige Infos bekommt. Auch tue ich mich schwer damit einen Reiseveranstalter zu finden, der eine individualisierte Tour anbietet.
Ich wäre also für einen kleinen oder größeren Stupser in die richtige Richtung dankbar.
Gruß
Dino
Bazi2'721 Beiträge · seit 200612. Jan. 2013 · #2Hallo Dino
ich kenne zwar Chile nicht, aber vielleicht kannst Du hier
http://www.allchile.net/chileforum/etwas erfahren?
LG
Bazi
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #3Hallo Dino,
was möchtest du wissen?
Ich behaupte mal, ich kenne mich da recht gut aus.
Ich war bisher 4 x in Chile und Argentinien; 2 Reisen davon begrenzt auf Argentinien und einmal mit Brasilien.
Ich schreibe hier absichtlich beide Länder (Chile & Argentinien) rein, weil man beides super gut kombinieren kann.
3 der 4 Reisen waren jeweils immer 4 bis 5 Wochen. Alle immer individuell. Die langen Reisen immer mit - manchmal mehreren - Mietwagen und Zwischenflügen.
Du siehst in der Signatur meine Flugstatistik. Meine Lieblingsländer sind Chile & Argentinien (dicht gefolgt von Aus/NZ/Südsee).
Kannst du ein wenig Spanisch?
Mein Avatar ist übrigens am Paso de Jama entstanden 🙂
Viele Grüße
Sabine
dinoThemenstarter727 Beiträge · seit 200812. Jan. 2013 · #4Hallo Sabine,
danke für Deine Antwort. Ich bin momentan noch etwas unvorbereitet, deswegen auch die Frage hier.
Danke auch an Bazi für den Hinweis auf das Forum.
Wir hatten Chile eigentlich immer auf unserer Liste, aber haben es nie wirklich in Angriff genommen. Jetzt hab ich letztes Jahr überraschend viele Prämienmeilen gesammelt und beim Einlösen bietet z.B. Chile das beste "Preis-/Leistungs-Verhältnis". Also ist es auf einmal akut geworden.
Zeit haben wir 3 Wochen im November. Ich hab schon rausgefunden, dass das Land einfach viel zu groß ist und ich will nicht schon wieder den Fehler machen beim ersten Mal alles auf einmal sehen zu wollen.
Was ich also benötige sind Tipps, worauf man sich beim ersten Mal konzentrieren sollte.
Momentan spukt mir so die Idee im Kopf rum, dass wir einen Abstecher in die Atacama machen und uns dann auf den Süden mit Torres del Paine konzentrieren. Das sollte ja schon mal ein nettes Kontrastprogramm sein.
Ein anderes Problem ist, dass meine Reisebegleitung gesundheitlich nicht 100% auf dem Damm ist. Extreme Höhen (>4000m) würden wir da lieber erstmal meiden.
Argentinien klingt auch interessant. Wollte auch immer mal zu den Fällen. Aber siehst Du, jetzt fängt das schon wieder mit dem "alles auf einmal" an 😉
Leider steht das Spanisch lernen auch schon länger auf der Liste der nie angegangenen Vorhaben 🙁 Aufgrund zahlreicher Spanienurlaube in meiner Kindheit versteh ich erstaunlicherweise das ein oder andere. Sprechen kann ich es - bis auf ein paar Touristenfloskeln leider nicht.
Gruß
Dino
Werner_Ute544 Beiträge · seit 200612. Jan. 2013 · #5Hallo Dino,
wir waren im August 2010 für 4 Wochen in Nord-Chile und in Nord-West-Argentinien mit einem Geländewagen unterwegs.
hier der Link zum Chile-Forum
http://www.contactchile.cl/de/forum.php Ein guter Autovermieter ist:
www.holidayrent.cl
Ansprechpartner ist Ruth Henschel.
Hier kannst Du Dir auch Bilder anschauen.
Falls Du noch fragen haben solltest, schicke uns eine pm.
Liebe Grüße von
Ute und Werner
Namibia - Botswana - Zimbabwe - Südafrika - 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2014
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #6Hallo Dino,
3 Wochen sind leider nicht sonderlich viel, aber oft geht es ja nicht anders.
November ist meiner Meinung nach (wir waren bisher immer im Oktober/November dort) ideal, weil du dann meiner Meinung nach alle Regionen bereisen kannst.
Jetzt kommt es definitiv darauf an, was du wirklich gerne sehen möchtest. Bedenke auf jeden Fall, dass zusätzliche Kombinationen den Flugpreis durch zusätzliche Verbindungen in die Höhe treiben. Außerdem sind die Entfernung nicht zu unterschätzen; fliegst du von Calama (in der Atacama) nach Punta Arenas (chilenischer Ausgangspunkt bei Flug, um das südliche Patagonien zu erkunden), ist ein Tag schon einmal weg.
In San Pedro wohnst du auf ca. 2.400 Metern und wenn du das geschickt einteilst, schaust du dir die ersten ein/zwei Tage etwas auf entsprechender Höhe an und machst dann erst die Touren in die höheren Lagen, um dann wieder in San Pedro zu schlafen. "Climp high, sleep low" ist, wie ich finde, schon einmal ein guter Anhaltspunkt. Ich würde nur nie, von Meereshöhe auf 4.000 Meter fahren. Da wundern sich dann manche, dass es ihnen schlecht geht ... und es kann richtig schlimm werden.
Und wenn du Bedenken wegen einer Tour in die Höhe hast, mache eine Tagestour mit einem Veranstalter in San Pedro und frage, ob sie ein Sauerstoffgerät dabei haben. Bedenke auch, dass du, fährst du selbst, einen Wagen hast, der einigermaßen mit der Höhe zurecht kommt. Ist schon interessant gewesen, wie unsere Autos manchmal zu kämpfen hatten.
Leider wird das chilenische/argentinische Seengebiet oftmals mit unseren Regionen verglichen. Das finde ich jedoch nicht, denn wo hat es bei uns Aurakarien und aktive Vulkane mit fast perfekter Kegelform, bunte Holzhäuschen etc.
Aber deine Aufteilung wäre schon einmal ein guter Anfang:
- ca. 5 Nächte San Pedro de Atacama (gigantische Landschaften!)
- ca. 10 bis 14 Nächte südliches Patagonien (inkl. Calafate/Argentinien)
- Rest Nächte für An-/Abreise Santiago und
- evtl. mind. noch einen Tag Valparaiso (diese Stadt finde ich toll, ist aber sicherlich Geschmackssache)
Leider sind 3 Wochen zu kurz für eine Tour, die wir in 2010 gemacht haben. Ab Santiago via Valle Hurtado und Valle Elqui bis nach San Pedro via Paso de Jama und dann durch den Nordwesten Argentiniens südlich und am Aconcagua zurück nach Chile. Da sind mind. 4 Wochen erforderlich; allerdings sind ein wenig Spanischkenntnisse da nicht schlecht.
Bei der anderen Kombination hättest du etwas weniger Probleme, da in San Pedro schon öfter Englisch gesprochen wird, in Patagonien kommt es immer darauf an.
Du willst aber individuell mit Mietwagen, oder? Es kann auch dort passieren, dass in den Mietwagenstationen mal kein Englisch gesprochen wird. Was die Qualität der Mietwagen angeht, schreibe deine Ansprüche ganz nach unten, dann kannst du nur noch positiv überrascht werden.
... hmmhhh, was fällt mir noch ein? Ja, es gibt noch zig andere sehenswerte Punkte, wie z. B. die Iguazu Fälle, wo ich zweimal war, zuletzt vor zwei Monaten und - sorry - die Victoria Fälle kannst du dagegen vergessen (ist aber nur meine persönliche Meinung).
PN Valdez in Argentinien ist ein Tierparadies, gerade im Oktober/November. Hier habe ich die beste Whalewatching Tour (zum Vergleich, ich habe schon welche in Alaska, Neuseeland, Hermanus) gemacht. In Punta Tomba ist eine riesige Pinguinkolonie ... Buenos Aires gehört zu meinen Lieblingsstädten.
Dann gibt es noch viele, oft noch nicht so bekannte Orte, die nicht minder spannend sind. Aber ich bin überzeugt, du willst eh noch einmal hin, wenn du dort warst. Also ist für den Beginn, deine Idee wahrscheinlich gar nicht so schlecht.
Wenn du dich mehr für eine Route/Kombination entschieden hast bzw. definitiv weißt, dass es Atacama und südliches Patagonien werden soll, frag' einfach noch einmal, dann kann ich dir da gerne auch noch Tipps geben.
Ich stelle unsere Routen alle selbst zusammen, ich kann gerne dann auch noch Tipps zu deiner Route im Detail geben.
Liebe Grüße
Sabine
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200812. Jan. 2013 · #7Hallo Dino,
Chile ist ein großes Land und wenn Du nur drei Wochen hast, dann solltet Ihr Euch entweder auf Santiago de Chile - nördlich oder südlich beschränken.
Der Süden - das ist die Gegend um Puerto Mont - bzw. der äußerste Süden - das ist die Gegend um Punta Arenas mit Feuerland - hat mir wahnsinnig gut gefallen. Von Punta Arenas aus kann man tolle Mehrtagesausflüge in den Payne Park machen und nach Puerto Natales. Die Landschaften sind faszinierend und erinnern sehr stark an Alaska. Da man in den äußersten Süden nicht mit dem Wagen kommt, sind wir damals nach Punta Arenas geflogen und wollten uns dort für einige Tage einen 4 x 4 mieten. Der war aber so teuer, dass wir einen Taxifahrer angeheuert haben, der uns eine Woche rumkutschiert hat. Das war billiger und auch schöner, da wir nicht selbst fahren mussten.
Von Punta Arenas sind wir dann nach Puerto Mont geflogen und waren dort in der Gegend (einschließlich Osorno und Nilque) einige Tage. Super Landschaften. Besonders gut hat uns der Lago Todos los Santos gefallen und die Bootsfahrt über den See.
Die Gegend um Puerto Mont und Osorno ist ziemlich mit deutschen Einwanderern durchsetzt, das heißt, das wir sprachlich, obwohl wir keine spanischen Sprachkenntnisse hatten, ganz gut zu Recht gekommen sind. Von Puerto Mont sind wir dann in 7 Tagesetappen nach Santiago mit dem Leihwagen gefahren. Das würde ich heute wahrscheinlich nicht mehr machen, sondern von Puerto Mont nach Santiago zurückfliegen, obwohl es sehr interessant war. Dafür würde ich länger in Punta Arenas bleiben und von da einen Ausflug nach Feuerland machen, denn das haben wir damals verpasst. Außerdem würde ich die Gegend am Lagos Todos los Santos - wir haben dorthin nur einen Tagesausflug gemacht - länger genießen wollen.
Feuerland haben wir dann später anlässlich einer Antarktis Tour besucht. Es ist ja zweigeteilt und wir waren nur im argentinischen Teil um Ushuia(?). Auch dort sollte man möglichst zwei oder drei Tage bleiben.
Liebe Grüße und viel Spaß beim Planen
Gerd
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #8Hallo Dino,
ich miete das Auto immer von Deutschland aus wegen der Versicherungsbedingungen; außerdem können dich sich dann auch gleich von hier aus um die Grenzübertritt kümmern.
Viele Grüße
Sabine
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #9Hallo Dino,
im Gegensatz zu Gerd würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, unbedingt die Atacama einzubauen. Du wirst es nicht bereuen, da bin ich mir sicher.
Für den Fall, dass du das Seengebiet einbauen solltest, auf jeden Fall die argentinische Seite mitnehmen sowie in Chile die Insel Chiloe und im Mapuche Land den wunderschönen Conguillo NP. Dafür solltest du aber auch gut 2 Wochen einplanen.
Da müsstest du dich gegen südliches Patagonien entscheiden.
Tierra del Fuego war ich noch nicht, aber das würde ich nicht in meiner ersten Tour machen, dafür gibt es viel zu viel andere schöne Strecken.
Viele Grüße
Sabine
La Leona2'779 Beiträge · seit 200712. Jan. 2013 · #10hallo Dino
Wie Sabine schon geschrieben hat ist November ein idealer Reisemonat für eine Kombination Nord/Süd in Chile. Es ist aber zugleich Hochsaison der internationalen Rundreisetouristen (die Chilenen selber machen erst im Januar Februar Urlaub und dann vorweigend an den Stränden des Pazifiks). Ebenfalls ist es bereits Hochsaison der Kreuzfahrtschiffe, dies bedingt ausgebuchte Plätze auf Langstreckenflügen und teilweise Inlandflügen für Destinationen wie Puerto Montt, Calama, Punta Arenas.
Beste Infoquelle im Land selber sind die Reiseführer von "Turistel", aufgeteilt in Norte, Centro und Sur. Diese handlichen Reiseführer sind an Tankstellen, in Buchläden und oft auch in Hotels erhältlich.
Zwecks Reiseplanung lohnt es sich die Self-drive-sleep Programme der Südamerika-Spezialisten ein bisschen zu studieren.
Mietwagengebühren für Grenzübertritte sind seit kurzer Zeit enorm angehoben worden weil die beiden Länder Argentinien und Chile gegenseitig exorbitante internationale Versicherungen verlangen. Darum ist es günstiger diese Strecken mit dem Öffentlichen Bus zu machen. Zum Beispiel ganztägig: San Pedro de Atacama - Jama Pass - Purmamarca im Norden oder halbtägig: Torres del Paine - Cancha Carrera Grenze - El Calafate am Argentino See. oder in der Mitte die pittoreske Seenüberquerung zweitägig: Puerto Varas - Allerheiligensee - Bariloche. Alle drei Varianten habe ich in west-ost Richtung angegeben und sie sind selbstverständlich in beiden Richtungen empfehlenswert.
viele Grüsse und falls du konkrete infos brauchts dann sende mir eine pm
leona
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #11Gerd1942 schrieb:
Der Süden - das ist die Gegend um Puerto Mont - bzw. der äußerste Süden - das ist die Gegend um Punta Arenas mit Feuerland - hat mir wahnsinnig gut gefallen. Von Punta Arenas aus kann man tolle Mehrtagesausflüge in den Payne Park machen und nach Puerto Natales. Die Landschaften sind faszinierend und erinnern sehr stark an Alaska. Da man in den äußersten Süden nicht mit dem Wagen kommt, sind wir damals nach Punta Arenas geflogen und wollten uns dort für einige Tage einen 4 x 4 mieten.
Das ist so nicht ganz richtig, man kann es auf dem Land machen, muss dazu aber die Grenze wechseln und fährt u. a. die Carretera Austral (Chile) und die RN40 (Argentinien). 3 Wochen fände ich jedoch dafür zu ambitioniert, wenn man etwas sehen will.
Als Alternative zu einem 4x4 kann man auch einen Pickup 2WD mieten. Für mich gibt es in diesen beiden Ländern keine Alternative zum Selbstfahren.
Es heißt übrigens Paine und nicht Payne 😗, nichts für ungut, Gerd 🙂
Viele Grüße
Sabine
La Leona2'779 Beiträge · seit 200712. Jan. 2013 · #12hier noch ein link mit wertvollen infos
http://www.chile-reise.com/neu/de/chile-reise.php?iCategory=162&position2=03&our=&position=04&menuid=3"&title="Mietwagen-RundreisenTravel Art ist ein chilenischer Touroperator, von Deutschen gegründet und geführt, mit Sitz in Santiago. Ich bin mit der Firma in keiner Art und Weise verwandt, befreundet oder kommerziell verbunden!
VG leona
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #13Hallo Leona,
da wir ja ohnehin hier im Thread Off-topic sind:
Hast du schon einmal die Strecke zwischen Malargüe und San Martin de los Andes bereist? Das würde ich gerne noch einmal machen, habe schon einiges darüber gelesen, aber ist immer gut zu wissen, wen man noch einmal fragen könnte.
Im November war unser südlichster Punkt Malargüe mit der unglaublich beindruckenden Payunia.
... ich fände es übrigens schade, wenn man die Strecke via Paso de Jama nicht selbst fahren kann, wir haben unendlich viel angehalten, so atemberaubend war die Strecke. Allerdings käme für uns eine Fahrt mit dem Bus, obwohl es in beiden Länder ja sehr gute gibt, definitiv nicht in Frage.
Bzgl. der Touristensaison habe ich bisher noch nirgends im Okt./Nov. die Erfahrung gemacht, dass es voll wäre, oftmals eher das Gegenteil (außer Iguazu, wo sicherlich ganzjährig viel los ist und mit großen Abstrichen San Pedro, wobei wir dort auch an vielen Stellen in der umliegenden Umgebung fast alleine waren). Selbst Valpo fand ich ich nicht sonderlich überlaufen.
Viele Grüße
Sabine
La Leona2'779 Beiträge · seit 200712. Jan. 2013 · #14hallo Sabine
Der Nordwesten der Provinz Neuquén ist für begeisterte Selbstfahrer ein Paradies ;=) und ich bin gern im Paradies! Für folgenden Streckenbeschrieb ist 4x4 erforderlich.
Von Malargue südlich bis zur Provinzgrenze Mendoza/Neuquén, hier bei Barrancas rechts ab auf Vulkanstein-Schotter zur Laguna Tromen. Spektakuläre Mondlandschaft mit Steppengras und kleinen Lagunen, Schwarzhalsschwäne und anderes Vogelviech. Im Hintergrund der Vulkan Domuyo 4700m. Dann runter nach Chos Malal. Wenn Zelt dabei oben bei den Lagunen zelten, ansonsten gibts Übernachtungsmöglichkeiten in Chos Malal. Von hier ist ein Abstecher über Andacollo nach Varvarco und Aguas Calientes möglich. Retour entlang der westlichsten Piste entlang der Grenze Richtung Süden bis nach Copahue/Caviahue wo die Termalbäder sind und wunderschöner Araukarienwald. 2 Tage ausspannen, danach weiter über Las Lajas nach Zapala. Hier wiederum Stichstrasse Richtung Anden über den Primeros Pinos Pass zum Lago Aluminé (touristisch gut erschlossen). Umfahrung des Aluminé- und Moquehue Sees unbedingt machen hier sind die schönsten Araukarien und dann am Ñorquinco See wiederum schöner Campingplatz, oder beim Pulmarí See. Von hier weiter südlich gibts unzählige Stichstrassen Richtung Westen in den Nationalpark Lanín. Empfehlenswert ist Rucachoroi mit dem Mapuche Reservat und der Lago Quillen. Wobei jeder See im Nationalpark hat sein Gewisses Etwas, mal tieflbau, mal türkis, mal mit schneebedecktem Vulkan im Hintergrund, mit Kieselstrand oder mit steiler Böschung, es gibt alles. Gute Infrastruktur ab Lago Tromen südlich bis San Martin de los Andes. Je näher man an San Martin kommt umso Zivilisierter wirds. Detail infos gerne über PM, sonst kapern wir hier den Thread von Dino
liebe Grüsse leona
dinoThemenstarter727 Beiträge · seit 200812. Jan. 2013 · #15Oh mann, ich wusste ja das dieses Forum klasse ist, aber so viele fundierte Antworten zu einem "Off-Topic" Reiseziel: Ich bin begeistert.
Eben wegen der mangelnden Spanischkenntnisse würde ich gerne die Tour bei einem deutschen Veranstalter inkl. Mietwagen vorbuchen. Da hat man dann einen Ansprechpartner wenn es mal hart auf hart kommt.
PN Valdez liegt ja leider nicht wirklich auf der Route 🙂 Gibt es in Chile auch gute Gegenden wo man ein bisschen Wildlife-Watching machen kann? Ich habe gelesen in Torres del Paine sind die Chancen am besten einen Puma zu sehen. Mit der Wahrscheinlichkeit in Afrika einen Löwen zu sehen, aber wohl trotzdem nicht zu vergleichen.
Gruß
Dino
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #16Hallo Dino,
wenn du während einer dreiwöchigen Reise in Patagonien einen Puma siehst, schicke ich dir gleich mal einen Lottoschein, mit der Bitte, diesen für mich auszufüllen 🙂
Am Seno Otway gibt es eine Pinguinkolonie, nicht annähernd mit der von Punta Tombo zu vergleichen, aber schon sehr nett. Das kannst du dann wunderbar einbinden, wenn du von Punta Arenas (hier lohnt auf jeden Fall der Friedhof einen Besuch) nach Puerto Natales (nette Lage an einem Fjord, der Ort hat viele kleine nette bunte Holzhäuschen) fährst.
Im Torres del Paine wirst du aber viele Guanakos sehen, wir haben auch Füchse und Nandus gesehen und wenn du Glück hast, siehst du vielleicht auch einen Puma 😗. Dann würde ich um den Lottoschein bitten, gell?
Kondore haben wir auch im südlichen Patagonien gesehen.
Ich habe noch einmal darüber nachgedacht und ich finde, für die erste Reise dorthin mit 3 Wochen Zeit, wäre wirklich deine erste Idee die beste. Zeitaufteilung hatte ich dir ja schon einmal geschrieben.
Ich buche halt auch gerne unseren Mietwagen in Deutschland, weil wir schon des Öfteren vor Ort Probleme hatten. Hotlines haben bei uns oft nur Spanisch gesprochen. Außerdem konnten wir über unsere Agentur vor Ort von DerTour mal "Druck" machen, als es größere Probleme gab. Das war sehr hilfreich.
Mache dich aber, wenn du im TdP von der Lage her gut wohnen und nicht zelten willst, auf höhere Preise gefasst 🙂 . Wanderst du viel? Wenn nicht, würde ich sagen, plane mindestens 2 Nächte, besser 3 Nächte. Die Bootsfahrt zum Lago Grey unbedingt einplanen.
Im November lagen bei uns auf Land am Seeufer noch große Eisberge, was ein fantastisches Motiv mit den Cuernos im Hintergrund abgab.
Willst du eigentlich dieses Jahr dorthin? Hach, ich beneide dich ein wenig ...
... für einen Off-Topic Thread hat der hier schon recht viele Aufrufe in kurzer Zeit.
Hallo Leona,
vielen Dank, das sind super Tipps!
Nur noch eine kurze Frage, Dino sieh' es mir bitte nach 🙂 : Ich bin überhaupt keine Zeltreisende und habe es gerne ein klein wenig komfortabler. Hast du einen Übernachtungstipp für Chos Malal. In den meisten anderen Orten auf der Strecke, wie ich mir sie vorstelle, habe ich meist etwas gefunden, was mich angesprochen hat. In Chos Malal nicht so richtig. Die Homepages geben oft auch nicht so viel her.
Wenn ich dann mal wieder tiefer in eine Planung für diese Region einsteige, kann es gut sein, dass ich dich löchern werde 😗 --- per PN:
Liebe Grüße
Sabine
yyy777yyy137 Beiträge · seit 200712. Jan. 2013 · #17Also ich glaube es hat ja deswegen soviele Aufrufe, weil Chile / Argentinien sehr viele Leute interessiert und fasziniert, aber es tatsächlich deutlich weniger Informationsquellen als über Namibia / Botswana etc. gibt. Auch das an europäische Touristen gerichtete Angebot vor Ort ist wesentlich kleiner.
Aber jetzt mal für Dino:
Bei 3 Wochen ist sehr wichtig, dass du dir im Klaren wirst, was du sehen möchtest (und nicht zuviel). Willst du etwas im Süden und etwas im Norden wirst du von Santiago aus Inlandflüge brauchen, weil die Strecken sonst zu weit werden.
Mich fasziniert der Norden sehr, grandiose Landschaften, teils ganz für sich alleine, aber auch teilweise sehr wenig Infrastruktur, gute Planung nötig und auch sehr viel in grossen Höhen. Hier ist bei der ersten Reise unbedingt zu beachten, dass der Umgang mit der Höhe von Kondition, Alter etc. unabhängig ist. Manche Personen vertragen Höhe einwandfrei, andere gar nicht und damit ist nicht zu spassen, dass kann zum Tod führen.
Der Süden: die grossen Parks (Torres oder in Argentinien Glaciares, Fitz Roy) sind wunderbar, allerdings ist man dort alles andere als alleine und es wurde dort schon entdeckt, dass Touristen bereit sind sehr viel zu bezahlen um das zu sehen.
Der Südteil der Carretera Austral hat mir sehr gut gefallen.
Tiere: Vicunas, Alpacas, Guanacos, Straussenvögel, Condore und je nach Gegend Meerestiere wie Pinguine, Seelöwen, Delfine, Wale kein Problem aber ein Puma wäre ein Volltreffer...
Wenn du in der Planung etwas weiter bist kannst du dich mit konkreten Fragen gerne wieder melden.
P.S.: Bei meinem letzten Aufenthalt gab es sehr viele Strassenbaustellen, viele Schotterstrassen werden geteert, das hilft dann beim vorwärtskommen erheblich, allerdings hemmt eine 300 Km Baustelle wenn sie noch nicht fertig ist auch sehr.
Eto557 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #18Hallo Dino,
mir ist ein Reisebüro eingefallen, dass mir jahrelang Werbung für Südamerika geschickt hat:
http://www.ruppertbrasil.de/Gruß Eto
Sabine261'394 Beiträge · seit 200912. Jan. 2013 · #19yyy777yyy schrieb:Also ich glaube es hat ja deswegen soviele Aufrufe, weil Chile / Argentinien sehr viele Leute interessiert und fasziniert, aber es tatsächlich deutlich weniger Informationsquellen als über Namibia / Botswana etc. gibt. Auch das an europäische Touristen gerichtete Angebot vor Ort ist wesentlich kleiner.
Es gibt eine ganze Reihe deutsch- und englischsprachige Reiseführer für beide Länder und mit ein klein wenig Arbeit und Recherche kann man sich ganz einfach eine Reise dorthin selbst zusammenstellen.
Ich habe das schon gemacht, als ich noch in keinem Forum und viel weniger im Internet unterwegs war. Ich glaube einfach, es ist nicht so "mainstream" wie andere Ziele mittlerweile geworden sind - und ehrlich gesagt, ich hoffe, es bleibt so. Ein zweiter Punkt ist aus meiner Sicht auch noch die Sprache.
Da gibt es haufenweise andere Länder, wo ich es deutlich schwieriger finde, sich selbst die Reise zusammenzustellen.
Aber vielleicht könntest du, yyy777yyy, mal kurz schreiben, um welche 300 km Baustelle es sich gehandelt hast, wann du dort warst und welche Straßen jetzt geteert sind?
... und bzgl. der Höhe da bin ich ganz bei dir. Viele gehen da sehr leichtsinnig ran, dabei ist eine langsame Höhenanpassung extrem wichtig und längst nicht jeder verträgt die Höhe.
Viele Grüße
Sabine
yyy777yyy137 Beiträge · seit 200712. Jan. 2013 · #20Hallo Sabine,
ja natürlich es gibt ausreichend Literatur über die Reisegegend und ich habe auch meine Reisen in der vor-Internet Zeit mit anderen Informationsquellen selbst zusammengestellt, ich habe nur gemeint im Vergleich zu Namibia, Botswana etc. gibt es im Internet deutlich weniger Informationsquellen aber offenbar Bedarf danach, möchte jetzt aber nicht beurteilen ob das gut oder schlecht ist.
Ich bin auch voll bei dir, dass es viele Länder gibt, wo das noch schwieriger ist, aber viele davon sind dann doch eher für ich sage einmal "Profis", Chile und Argentinien hingegen sind für "Anfänger" geeignet und die benötigen einfach mehr Infos.
Mein letzter Aufenthalt war rund um Februar 2012 (5 Wochen), sehr viel wird an der Ruta 40 gebaut, soll irgendwann einmal vollständig geteert sein. Die Baustelle die uns am meisten gekostet hat waren die ich glaube 275 Km vor Tres Lagos von Norden kommend, war ein ganzer Tag Fahrzeit.
lg Ronny