MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201302. Jan. 2013 · #1
Hallo zusammen, ich bin neu hier!
Nachdem ich seit rund einem dreiviertel Jahr das Forum mit wachsender Begeisterung -allerdings nur lesenderweise- durchstöbere, hab ich mich jetzt mal angemeldet. Ist übrigens mein erstes Forum, aber ich bemühe mich...
Die vielen tollen Beiträge und Tipps von euch haben mir bei der Planung unserer Namibiareise im letzten Jahr (drei Wochen mit dem Dachzelt) sehr geholfen. Und da uns die Tour so begeistert hat, möchten wir dieses Jahr natürlich wieder mit dem Dachzelt los, am liebsten nach Botswana.
Ideal wären für uns drei Wochen im Oktober und es soll auf jeden Fall ins Okavango gehen- das allerdings nicht zwingend mit dem 4x4. Moremi, Chobe und die Pans wären weitere Traumziele der Route. Das müsste nach den bisherigen Recherchen auch in drei Wochen -und im Oktober- machbar sein.
Ich bin nun etwas verunsichert, ob wir nicht doch zu blauäugig an die Sache rangehen. Wir sind relative Allrad-Newbies und vor Tiefsandpisten, Wasserdurchquerungen etc haben wir durchaus Respekt. In Namibia hatten wir Tiefsand, wenn auch nicht kilometerlang und keine Probleme damit. Ich bin mir bewusst, dass Botswana da deutlich anspruchsvoller ist. Ich würd ja auch gerne ein Offroadtraining machen. Kann mir jemand was in D empfehlen? Beim googeln bin ich noch nicht wirklich fündig geworden.
Sollten wir uns ggf. auf andere Gebiete beschränken, die besser befahrbar sind? Wie schauts da z.B. mit dem CKGR oder dem Kgalagadi Transfrontier Park aus?
Ich finde du solltest die Chobe Region und das Okavango Delta auf keinen Fall auslassen, denn für uns ist es immer eines der absolutes Highlights auf unserern Afrika Touren. Auf unsere ersten Tour sind wir gleich ins Okavango Delta gefahren, mit nur einwenig Erfahrung von Sossusvlei und haben es geschaft. Aber wenn du ein 4 by 4 Training machen möchtest, dann ist dies bestimmt nicht fehl am Platz. Im nördlichen Teil der Central Kalahari und im südafrikanischen Teil des KTP waren wir auch schon und haben hierführ beidemale kaum Allraderfahrung gebraucht.
Freundliche Grüße
der Leopardenfan
Tour Planung für Jedermann.
Schreibt mir eine PN und ich erstelle euch eure persönliche Route durch das südliche Afrika.
AFAfrik@ner6 Beiträge · seit 201304. Jan. 2013 · #3
Hi Mabe,
Bin auch neu hier! Drei Wochen reichen gut fuer eine Tour in den Moremi, Savuti March und Chobe. Empfehlenswert ist ausserdem eine Mokorotour (Einbaum) ins Delta ab Maun, kostet ca. 140 Euro pp fuer 2 Tage. Laesst sich guenstig bei der Old Bridge Backpackers 10km ausserhalb von Maun buchen. Und ein einstuendiger Rundflug uebers Delta ist auch toll, wenn du nicht so leicht seekrank wirst🤢
Fahrtainings: Schau mal in der Zeitschrift OffRoad, da muessten Anbieter verzeichnet sein. Ansonsten solltest du den Vermieter schon bei der Buchung des 4x4 darum bitten, euch bei Ueergabe eine detaillierte Einweisung ins Fahrzeug zu geben. Da gibt's naemlich einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen Permanenter/zuschaltbarer Allradantrieb, Freilaufnaben/manuell verschliessbare Naben...).
Wasserdurchfahrten sind im Oktober, Ende der Trockenzeit, allenfalls im Moremi zu erwarten, aber du erfaehrst am Parkeingang von den Rangern, ob sie durchfahrbar sind oder nicht. Weichsand war bei unserer Tour im Juni eigentlich nur auf der Strecke von Savuti nordwaerts Richtung Parkausgang Ghoha North Gate etwas laestig. Luft ablassen auf ca. 1,5 bar wirkt da Wunder!
Jedenfalls sind alle Strecken in dieser Gegend mit den ueblichen 4x4 Mietfahrzeugen gut befahrbar. Das Auto solltet ihr in Windhoek oder Johannesburg anmieten, in Botswana ist es viel teurer und es gibt wenig Auswahl.
Im Oktober ist es oft sehr heiss, bis 40 Grad im nicht vorhandenen Schatten. September ist angenehmer, November eher noch heisser.
Ins Okavango Delta mit dem Fahrzeug heisst automatisch Moremi und nur mit 4x4! Allenfalls einige Lodges am Panhandle (Pfannenstiel) in der Gegend von Shakawe sind mit einem normalen PKW anfahrbar.
CKGR wuerde ich als Neuling vielleicht nicht alleine befahren, 2 Fahrzeuge sind da besser. Sand ist dort nicht soo schlimm, wir sind jedenfalls nie stecken geblieben. Kgalagadi Transfrontier fahre ich selbst erst im Februar/Maerz und kann dann mehr dazu sagen. Da gibt es jedenfalls die Hauptrouten, die auf suedafrikanischer Seite mit jedem PKW befahren werden koennen wo es auch Lodges mit Shops und Tankstellen hat. Die Trails Mabuasehube und Polentswa auf botswanischer Seite duerfen nur mit mindestens 2 Fahrzeugen im Konvoi befahren werden und muessen je nach Saison lange im Voraus vorgebucht werden. Dort hat es derzeit nur Campsites ohne jeden Komfort, aber es werden gerade Lodges gebaut - leider.
Soviel fuers erste,
Viel Spass bei der Planung!
yyy777yyy137 Beiträge · seit 200704. Jan. 2013 · #4
Hallo Mabe,
meiner Ansicht nach wäre für 3 Wochen im Oktober eine Route Windhoek - Caprivi - Chobe - Savuti - Moremi - Windhoek gut machbar und wunderschön. Kann sich durchaus mit keinem bis wenig Regen ausgehen, zumindest noch keine grossen Mengen, also normalerweise keine schlimmen Wasserquerungen. Sand hingegen gibt es an einigen Stellen, aber nicht so, dass es nicht schaffbar wäre (Ich musste mich noch nie ausschaufeln oder ähnliches, auch nicht beim Umdrehen oder Ausweichen bei Gegenverkehr in einer Sandspur). Ein bischen mit dem Fahrzeug umgehen (Allrad, Untersetzung, Sperren - wann verwende ich was)können, Reifendruck anpassen (am Besten kleinen Kompressor vom Verleiher mitgeben lassen, denn wenn man wieder auf Teer kommt, sollte man den Druck wieder erhöhen und das möchtest du bei 40 Grad im nichtvorhenden Schatten nicht mit der Handpumpe machen). Wenn du deine Strecke gewählt hast, lässt sich recht genau sagen, wo tiefere Sandpassagen zu meistern sind (immer dort wo Ridges zu queren sind) und dann so planen, dass man diese Stellen gleich am Morgen fahren kann, ist dann wesentlich leichter. (Erklärung auf Wunsch) Von Kasane aus kann man einen Tagesausflug zu den Vic Falls machen (kostet nicht die Welt und ist viel einfacher als selbst fahren), haben allerdings im Oktober nur wenig Wasser, schauen nicht so aus wie auf den meisten Fotos. Wenn man das Geld hat und es auch dafür ausgeben möchte kann man zur Belohnung als Abschluss von Maun aus ein Fly-in ins Delta für 2 Nächte machen, sehr teuer, aber auch Luxus pur. Im Caprive gibt es mit Mamili einen Nationalpark der auch sehr schön ist und dem Delta sehr ähnlich. Das Wetter wie gesagt, sehr heiss 40 Grad ganz normal aber die Nächte noch erträglich um die 20 Grad, da die Luftfeuchtigkeit noch nicht so hoch ist.
lg
Ronny
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201304. Jan. 2013 · #5
Vielen Dank für die ersten Rückmeldungen!
Über Namibia (oder SA) einzureisen, hatten wir auch mal überlegt. Dass das erheblich billiger ist, würd ich so nicht sagen. Immerhin ist man deutlich länger unterwegs bis in die gewünschten Traumregionen. Und hat dabei noch Grenzverkehr/-formalitäten. Wobei Caprivi oder die anderen "Übergangsstrecken" bestimmt auch sehr schön sind... Ach, ich glaub, wir haben noch viele Afrikareisen vor uns 🙂
Luft rauslassen, Kompressor nutzen etc haben wir zwar noch nicht gemacht, wir sind auch so durch den wenigen Sand gekommen. Aber wir hätten es zumindest gewusst. Theorie und Praxis sind aber doch zwei unterschiedliche Dinge. Ich bin mittlerweile überzeugt, auf jeden Fall mal so nen Offroad Training zu machen (ich such mal weiter...hab da was über alten Tagebau Nähe Cottbus gehört). Es gibt ja tolle Beschreibungen, wie man durch Wasser oder Schlamm fährt. Wenn man das aber noch nie gemacht hat, ist der Respekt davor extra hoch. Und ich hab/hatte halt Sorgen, dass das nicht immer nur überschaubare Passagen sind, sondern sich eben kilometerlang zieht.
Die hohen Temperaturen schrecken mich eigentlich nicht ab. Ist mir ehrlich gesagt lieber als nachts im Thermonachthemd zu schlafen. Evtl ziehen wir den Start der Reise etwas in den September vor. Uups, da haben die Südafrikaner Ferien. Merkt man das? Isses dann deutlich voller?
Die Routenplanung bleibt erst mal so: Okavango, Moremi, Chobe und eigentlich auch die Pans. Kann noch jemand was zu den Pans sagen? Wär das dann insgesamt zu viel für drei Wochen? Sind die Pans im September/Oktober ok?
Schönen Abend
Mabe
AFAfrik@ner6 Beiträge · seit 201304. Jan. 2013 · #6
Hallo Mabe,
Von Johannesburg nach Gaborone sind's ca 400km. Das macht die Ersparnis bei der Fahrzeugmiete dort im Vergleich zu Gaborone mehrmals wett.
Im Oktober ist wie gesagt Ende der Regenzeit: Es hat dann 5-6 Monate keinen Tropfen mehr geregnet und dementsprechend trocken ist alles. Interessanterweise kommt die Hochwasserwelle aus Angola aber erst im August im südlichen Okavangodelta an. Deswegen ist dort dann, zum Höhepunkt der Trockenzeit, der Wasserstand am höchsten.
Bei den Wasserdurchfahrten handelt es sich im Moremi und Umgebung aber meist nur um wenige Meter, also keinesfalls um längere Strecken.
Ja, so bis ca Mitte September sind noch relativ viele Südafrikaner unterwegs, aber in den Parks verläuft sich das. Die einzige Schwierigkeit könnte sein, auf den begehrten Campsites im Moremi (Third Bridge, Xakanaka...) und an den Savuti Marshes zum Wunschtermin noch einen Platz zu bekommen. Da würde ich als erstes nachfragen und um diese verfügbaren Termine den Rest der Reise stricken.
Die Pans sind im Oktober - falls es nicht ausnahmsweise schon ein erstes starkes Gewitter gegeben hat - am trockensten und am besten befahrbar im Jahr. Aber auch hier sollte man besser mit 2 Fahrzeugen und vor allem GPS mit "Tracks for Afrika" Karten unterwegs sein. Wir haben von Gweta aus den falschen Einstieg auf die Ntwetwe Pan erwischt und sind dann (hatte mein GPS im Moremi verloren😊 ) viel auf den Pfannen rumgeirrt. Leider weiß man nie, wie dick die Kruste aus Staub und Salz ist, deswegen kann man nicht einfach wie man es gerne würde kreuz und quer über die Pfannen brettern, sondern sollte sich an frische (!!) Spuren halten und sich immer in der Nähe eines rettenden Ufers aufhalten. Wenn man nämlich einbricht in den Batz, dann sieht es nämlich schlecht aus, zumindest für das Auto.
Tipp für eine dreiwöchige Tour ab Jo'burg: Da der Südosten Botswanas stocklangweilig ist, direkt über Pretoria nach Norden über die N1 und die N11 und über Martins Drift nach BW einreisen. Dann über Serowe nach Letlhakane (20km N von Serowe bietet sich ein Besuch mit Übernachtung des Khama Rhino Sanctuary an!). Von Letlhakane nach Norden bis Mmatshumo, wo die Teerstraße endet. Ab da sind es ca 50km teils rauer Piste aber mit tollen Ausblicken nach Kubu Island in der Sua-Pan. Dort lohnt es sich, eine Nacht, am besten bei Vollmond, zwischen den Baobabs zu campen. Und von dort fährt man dann auf gut erkennbaren Spuren, teils über die Pfanne, nach Gweta, wo Planet Baobab als Campsite zu empfehlen ist. Seit ca. 2 Jahren ist die dortige Tankstelle trocken und nach Maun sind es ab da noch 200km. Also vorher in Letlhakane randvoll tanken.
In Maun kann man dann entweder den Flug über oder (bei entsprechendem Kleingeld) in eine Lodge des Deltas machen und/oder die besagte Einbaumtour ins Delta. Dafür wird es aber im Oktober fast zu heiß sein.
Von Maun kann man dann erst den Moremi ansteuern, der für mich der schönste Park Botswanas ist, ich würde mindestens drei Nächte dort einplanen! Dann fährt man zur Savuti Marsh, die bereits im Chobe NP liegt und auch sehr schön ist. Von dort entweder durch sehr weichen Sand zum Linyanti (= Chobe River) oder direkt Richtung Kachikau , wo wieder die Teerstraße Richtung Ngoma Bridge-Kasane beginnt,beim Ghoha North Gate aus dem Park raus. Alternativ kan man sich durch einsame Weichsandstrecken auch durch den Chobe bis Kasane quälen, aber da muss man vorher in Maun viel Sprit gebunkert haben, denn der Verbrauch kann da um 50% steigen.
In der heißen Zeit hält sich ein Großteil der 100.000 Chobe-Elefanten in der Nähe des gleichnamigen Flusses auf. Somit ist eine Safari entlang der Chobe Riverfront ein Muss, ebenso die Sundowner-Bootstour, die von jedem Hotel in Kasane angeboten wird. Der Tagesausflug zu den nur 80km entfernten Vic-Fals wurde ja schon erwähnt.
Von Kasane aus ist man, wenn es sein muss, in 2 Fahrtagen wieder in Johannesburg oder in Windhoek. Falls dann immer noch Zeit übrig sein sollte, würde der Tulli-Block einen Besuch lohnen. Er liegt praktisch auf dem Weg und ist sehr reizvoll im Bergland, ganz anders als die anderen Parks, die ja alle im flachen Kalaharibecken liegen. Tip dort: Molema Campsite, direk am Limpopo gelegen, der um die Jahreszeit aber trocken ist.
Wir haben diese Tour im Juni gefahren, waren sogar noch drei Nächte im CKGR. Aber dann wird's ein bisschen viel...
Viel Spaß!
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200904. Jan. 2013 · #7
Irgendwo oben steht man solle die Ranger fragen, vergiss den Tipp, die haben uns abgeraten eine bestimmte Strecke zu fahren, da ich mir eh nix sagen lasse haben wir es trotzdem probiert und mal eben 100km Umweg gespart, frag lieber Leute die dir entgegenkommen wo sie herkommen, war für uns hilfreicher als jemanden zu fragen der "nur" am Gate sitzt.
lg sasowewi
PS: Wir sehen uns im Oktober im Delta...
MIMichaela1234 Beiträge · seit 201206. Jan. 2013 · #8
Hallo Mabe,
ich würde nicht von Maun aus ins Delta fahren. Viel schöner von Xaxanaka aus. Von Maun aus, kommt man nicht besonders weit ins Delta.
Liebe Grüße
Michi
CyberMicha167 Beiträge · seit 201207. Jan. 2013 · #9
Hab gerade mal geschaut was die Lodges auch im Okavangeo so kosten. Das ist ja mal gar nicht ohne. Alle min 200€
Gibt es igendwo eine gute Übersicht über die Lodges, die per Auto erreichbar sind? Die Strassenkarte von Google lässt sehr zu wünschen übrig.
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201316. Jan. 2013 · #10
Guten Aabend,
nach den vielen Tips und auch den ähnlichen Threads...die Route steht!
Los geht´s jetzt etwas früher als gedacht, schon Ende September. Von Joburg über Khama Rhino und die Pans nach Maun, Moremi, Chobe bis Kasane inkl. VicFalls. Von dort nach Nata, tja und dann..?
Ich bräuchte jetzt noch ein paar kreative Tips für die Gestaltung des Rückwegs nach Joburg. Vier volle Tage stehen zur Verfügung.
Der Tuli Block wurde schon mal vorgeschlagen. In einem Reiseführer hab ich jetzt gelesen, dass es Beschränkungen für Selbstfahrer gibt (nur Transit, keine eigenen Pirschfahrten). Hat da jemand Erfahrungen?
Auch Pilanesberge und Marakele bzw. Waterberg sind noch in der engeren Wahl. Sind diese Gebiete landschaftlich eher ähnlich? Wie isses denn da mit Aktivitäten? Kann man dort evtl auch mal ein wenig wandern?
Ach apropos Beschränkungen. Die angekündigten Einschränkungen am Chobe hat ja anscheinend noch niemand selbst zu spüren bekommen (s. bisherige Threads hierzu). Gibt es evtl. schon neuere Erkenntnisse? Wie ist denn das dann wohl, wenn ich eine Reservierung für Ihaha habe? Kann ich dann auch nur in der "Selbstfahrerzeit" dort hin und muss mich ggf sogar vorher "anstellen" und ein "Nümmerchen ziehen"?
Salü Mabe
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200917. Jan. 2013 · #11
Hi Mabe,
da werden wir uns vielleicht unterwegs treffen, wir sind auch ab Joburg unterwegs in der Zeit, allerdings "andersrum". Tuli ist nett aber selbst fahren ist ein Problem.
Marakele kann ich empfehlen, bin gerade erst dagewesen, schenk dir Tlopi, auf der Bontle Campsite rennen die Rhinos zwischen den Zelten rum und die Zebras schauen dir wie die Strausse auf den Grill.
Zu Chobe, die Meinungen gehen auseinander aber mit einer Reservierung für Ihaha gibt es keine Einschränkungen, habs aber selbst noch nicht probiert ob es wirklich so ist. Wir haben extra zwei Nächte dort gebucht um auf der sicheren Seite zu sein und die Riverfront zu normalen Zeiten fahren zu können.
lg sasowewi
AFAfrik@ner6 Beiträge · seit 201317. Jan. 2013 · #12
Hallo Mabe,
Schoen, dass eure Reise nun steht! Ja, im Prinzip stimmt es schon, dass man im Tulli Block kaum selbst fahren kann und die Unterkuenfte auch recht teuer sind. Eine Ausnahme ist das Molema Bush Camp: ein Campingplatz direkt am Hochufer des Limpopo unter riesigen, schattenspendenden Baeumen mit Braai-Platz, Duschen und WC. Daneben gibt es auch ein paar Cottages aus Holz, da schlaeft es sich noch komfortabler. Auch hier bekommt man mangels Zaun abends Besuch: Bei uns waren es Elefanten und eine selten zu sehende Ginsterkatze.
Es gibt einen sehr netten Fuehrer dort, mit dem wir dann eine Tagestour gemacht haben – mit unseren eigenen Fahrzeugen! Wir sind viel gelaufen, haben Loewenspuren verfolgt und haben Elefanten, Elen-Antilopen und natuerlich jede Menge Kudus und Impalas (die zaehlt man irgendwann nicht mehr) gesichtet. Und: Einen Leoparden, nachdem wir dessen frischen Spuren gefolgt waren. Der Fuehrer meinte, das wir eher mehr gesehen haetten als die Leute, die sich in der recht teuren Tulli Lodge einmieten. Ohne ihn haetten wir weder die Piste zum austrockneneden Wasserloch noch den Leoparden gefunden.
Am Waterberg war ich erst vor drei Wochen. Auch eine sehr schoene Gegend und wie bereits geschrieben wurde, gibt es im Marekele Park Rhinos. Man kann dort mit dem 4x4 auf bis zu 2050m hoch fahren und hat einen sehr schoenen Blick ueber das Umland.
Dennoch wuerde ich persoenlich den Tulli Block vorziehen, weil mir die Landschaft dort noch besser gefaellt und ich die Gegend als unerschlossener empfunden habe. Aber das ist Geschmackssache. Im Pilanesberg NP war ich noch nicht, der soll auch schoen sein. Aber er ist PKW-tauglich und sehr nah an den Grossstaedten Rustenburg, Pretoria und Jo’Burg gelegen, also vor allem wochenends und in den Ferien sehr gut besucht. Ausserdem liegt er am Rand von Sun City, einem kleinenn Las Vegas, was man als Vor- oder Nachteil empfinden kann.
So oder so, wenn man gerade den Moremi und den Chobe Park gesehen und die Pans durchquert hat, faellt es allen anderen Parks schwer, dagegen „anzustinken“.
Zum Chobe: Die angekuendigten Restriktionen an der River Front scheinen immer noch nicht in Kraft getreten zu sein. Und wenn, dann merkt man nichts davon. Freunde von mir waren vor zwei Wochen dort und konnten sich voellig frei bewegen. Umso besser!
Gruss,
Afrik@ner
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Jan. 2013 · #13
Vielen Dank für eure Antworten !
hier wird man ja wirklich schnell und kompetent geholfen 🙂
Eine Frage hätte ich da noch : Macht es Sinn neben den Campsites auch die Eintritte in die Parks vorab zu organisieren?
Ich dachte, das macht man, wenn man tatsächlich in einen Park reinfährt.
Irgendwo hab ich jetzt gelesen, dass man das nach Möglichkeit vorab in Maun machen sollte, bevor man nach Moremi, Chobe etc fährt.
Viele Grüße
Mabe
AFAfrik@ner6 Beiträge · seit 201318. Jan. 2013 · #14
Hi Mabe,
Richtig, wenn du die gueltige Reservierung fuer einen Campsite hast, kannst du entweder in Maun bei DWNP oder direkt am Gate die Parkgebuehren bezahlen. Ohne Reservierung lassen sie dich gar nicht in den Park, bzw. nur fuer eine Tagestour.
Hallo. Auch ich kann mich nur anschliessen.... Tuli Block ist ein Muß, weil ein so anderes Botswana. Wir waren im August letzten Jahres dort und hatten zwei Nächte im Molema Camp. Toll über dem ausgetrockneten Limpopo. Sicher... viele Möglichkeiten umher zu fahren gibt es nicht. Aber die als Transitstrecke bezeichnete Pist nach Pont Drift war voller Tierleben. Nachts riss ein Leopard in unmittelbarer Nähe unseres Wagens ein Impala. Die Spuren sowie das Opfer konnten wir am nächsten Tag sehen. Der Riss wurde erst am Abend weggebracht. Auch den Marakele kann ich empfehlen. Waren dort im August 2011, bevor wir unsere Tour durch Zimbabwe und Botswana unternahmen. Hier Bilder vom Tuli Block. Liebe Grüße vom Alm
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201323. Jan. 2013 · #16
Hallo liebe Fomis, Wie ist den das mit den VetGates und den Kontrollen? Gibt es irgendwo eine aktuelle Übersicht, was man von wo nach wo nicht mitnehmen darf? Ich hab ja schon die Suchfunktion genutzt, aber nichts passendes gefunden... Da wir gerne mit den "kritischen Gütern" reisen -also eher nicht aus der Dose leben- ,würde ich natürlich gerne wissen, wo ein Großeinkauf lohnt. In Namibia fand ich es ja stellenweise schwierig an Fleisch oder Milch zu kommen.Botswana ist da wohl nicht viel besser,oder? Viele Grüße Mabe
Nunanani521 Beiträge · seit 201123. Jan. 2013 · #17
Gerade, wenn man kaum oder wenig Erfahrung hat, macht das schon Sinn. Ich habe genügend Touristen in Afrika besonders Botswana rumfahren gesehen, die keine Ahnung hatten, wie so ein Allrad zu handhaben ist und was man wie fahren kann, erstaunlich waren auch welche, die sich einen 4 x4 gemietet hatten und nicht wußten, wie man überhaupt in 4x4 schaltet...
Ansonsten ist Botswan auf jeden Fall eine oder auch mehrere Reisen wert...
AFAfrik@ner6 Beiträge · seit 201323. Jan. 2013 · #18
Hi Mabe,
Die Bestimmungen an den Gates können sich von heute auf morgen ändern, wenn mal wieder irgendwo im Norden die Maul- und Klauenseuche ausbricht. Das ist der größte Horror für die Rinderzüchter, die Fleisch nach Europa exportieren. Momentan ist es relaxed, aber das kann im September schon wieder anders aussehen. Generell ist es aber nicht nötig, Fleisch über hunderte Kilometer mit sich herumzufahren. Inzwischen kannst du fast überall frisches Fleisch kaufen. So z.B. in Serowe (20km S von Khama Rhino), in Letlhakane (Letzte Stadt vor der Sua-Pan) und natürlich auch in Maun und Kasane. In jeder dieser Städte gibt es mehrere Supermärkte, Liquor Stores etc.
Den ersten Großeinkauf machst ihr am Besten in Gaborone, falls ihr dort vorbeikommt oder in Francistown, das ist die zweitgrößte Stadt.
Wenig bis nichts bekommt man in Nata und Gweta.
Schöne Grüße,
Afrik@ner
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201324. Jan. 2013 · #19
Ah, okay, also erst mal nur für SA einkaufen und dann scheint die Versorgungslage ja nicht soo schlecht zu sein. Mittlerweile gibt es ja doch je ganzeReihe von Fomis, die zu der Zeit unterwegs sein werden. Ich bin ja mal gespannt,wen man so trifft... Viele Grüße Mabe (Die derzeit die ganzen tollen Reiseberichte verschlingt)