Beste Reisezeit und Impfungen

17 Antworten · 21,1k Aufrufe · gestartet 02. Dez. 2006 von immer_fernweh
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Themenstarter3 Beiträge · seit 200602. Dez. 2006 ·
Hallo, ich möchte in 2007 das erste mal nach Namibia und Botswana. Ich bin absolut unschlüssig in Bezug auf die Reisezeit, da ich von angeblichen "insidern" die unterschiedlichsten, wiedersprüchlichen Aussagen bezüglich der Reisezeit habe.Ich habe die Möglichkeit im Januar, März, oder Mai/Juni zu fliegen. Was könnt ihr mir empfehlen? Es geht mir insbesondere um Tierbeobachtungen.
2. was könnt ihr mir zu Impfungen berichten? War jemand ohne Impfung dort? Ich schlucke seit ca. 10 Jahren keine Pillen mehr und fahre gut damit. Daher beabsichtige ich ohne Impfung dorthin zu gehen.<br><br>Post geändert von: immer_fernweh, am: 02/12/2006 18:36
496 Beiträge · seit 200602. Dez. 2006 ·
Nimm den Juni. Mit leichtem Risiko geht es auch mit einer Malerone -stanby. Matatu

Post geändert von: Matatu, am: 02/12/2006 18:53<br><br>Post geändert von: Matatu, am: 02/12/2006 18:56
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100 Beiträge · seit 200602. Dez. 2006 ·
Malaria ist lebensgefährlich .
Ein europäischer Tourist niemals ohne Vorsorge !
http://www.TickerFactory.com/
594 Beiträge · seit 200602. Dez. 2006 ·
Hallo,

für Tierbeobachtungen ist Mai/Juni ganz sicher die bessere Wahl. Ideal wäre zwar September/Oktober, aber da kannst Du ja wohl nicht.

Gegen Januar und März sprechen das höhere Malariarisiko (da Du ja keine Prophylaxe einnehmen möchtest), größere Hitze und auch weniger Tiersichtungen an den Wasserstellen, da die Tiere zu der Zeit anderweitig genug Wasser finden und auch wegen dem hohen Gras und dichtbelaubtem Busch schlechter zu sehen sind.

Besondere Impfungen sind für Namibia nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch die üblichen Impfungen gegen Tetanus, Polio usw. aufzufrischen, falls die letzte Impfung schon länger als 10 Jahre zurückliegt. Dieses Jahr gab es einige Polioerkrankungen in Namibia, danach wurden Massenimpfungen durchgeführt.

Viel Vorfreude bei der Planung!

AfricanDreams
Reisebericht April 2008
2’732 Beiträge · seit 200602. Dez. 2006 ·
Wir haben uns wegen südlichem Afrika auf gegen Hepatitis impfen lassen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
466 Beiträge · seit 200602. Dez. 2006 ·
Hallo,

hol´ Dir da aktuelle Info´s beim Tropeninstitut. Wichtig sind auf alle Fälle die schon genannten, wie Hepatitis und die Dreifachimpfung mit Polia, Tetanus..., und Typhus! Aber wie gesagt, frage die Fachleute, die sind am nähsten dran.

LG und viel Spaß beim Planen!
Jürgen
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387 Beiträge · seit 200603. Dez. 2006 ·
Hallo,

ohne Impfungen in ein Land wie Botswana zu fahren ist wirklich sträflicher Leichtsinn. Wenn du im Mai z.B. ins Delta willst, musst du auf jeden Fall mit der Möglichkeit einer Malariainfektion rechnen. Wenn dir das tägliche Schlucken von Pillen zuwider ist, kannst du notfalls auch Malarone als Stand By mitnehmen. Ist aber die schlechtere Wahl. Ich habe meine Magisterarbeit als Epidemiologin über Infektionsrisiken bei Auslandsreisen geschrieben und kann dir sagen, dass die meisten Erkrankungen durch eine "Nicht-Vorbeuge" Haltung zustande kommen.
Was die Reisezeit betrifft: Der Mai ist erfahrungsgemäß gut (fahren wir auch wieder). Es kann allerdings passieren, dass der Moremi wegen Überflutungen gesperrt ist (war dieses Jahr so). Im Juni kann es nachts schon langsam recht kalt werden.

Tu dir selbst einen Gefallen, lass dich mit Auffrischimpfungen für Polio (sind in Botswana neue Erregerstämme aufgetaucht - ganz übel, wenn man das bekommt), Diptherie und Tetanus versorgen und zudem Hepatitis A impfen (da bist du auch in Europa auf der sicheren Seite)
Annette
Neuerscheinung: "Sieben Monate Afrika - ein Reisebericht". 470 Seiten, 494 Farbbilder http://www.ja-louis-verlag.de Reiseberichte: http://www.afrika-2005.de
108 Beiträge · seit 200603. Dez. 2006 ·
du musst ja wisssen was du tust:S
ohne hepatitis a besser würde ich da unten keinen bissen essen.
selbst hier in europa ist die gefahr an gelbsucht zu erkranken ungemein hoch. (sh. italien: stichwort meeresfrüchte )
http://www.geonews.net
496 Beiträge · seit 200603. Dez. 2006 ·
Nicht nur die Moremim war im Mai Land unter, sondern es gab auch noch heftige Regenfälle in NAM. Matatu
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496 Beiträge · seit 200603. Dez. 2006 ·
Na ja, man muss die Kirche im Dorf lassen. Was machen denn all die Europäer und Asiaten, die in Afrika auf Zeit oder dauernd leben? Alle Entwicklungshelfer, die ich getroffen und mit denen ich mich über das Malariaprophylaxe-Problem unterhalten habe, sagten, dass es dem Köper auf lange Zeit nicht zuzumuten sei, diese mit Nebenwirkung behafteten Malariamittel einzunehmen. Mit stanby bleibt immer ein Restrisiko. Aber manchmal helfen auch die alten Mittel, jeden Tag ein oder zwei Tonic, mit oder ohne ........ Gruß Matatu
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1’455 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
Das ist ein Thema, da sollte man sich nicht auf die Meinung von Nichtmedizinern verlassen!
Du kannst Dich hier oder anderswo informieren, auf jeden Fall solltest Du wie Duwisib bereits schrieb Dich von Tropenmedizinern beraten lassen.
Nur die können Dir ganz genau sagen, welche Krankheiten wo auftreten (z.B. Polioepedemie dieses Jahr in Namibia, über 15 Tote), welche Risiken Du mit/ohne Impfung eingehst, welche Medikamente empfehlenswert sind und welche Nebenwirkungen sie haben.

Alles andere ist Leichtsinn!!!!!!

Ich habe zu dem Thema auch meine Meinung, aber Du solltest Dir Deine eigene bilden!
Ich bin jetzt das 6te Mal in Nam gewesen, allerdings nie ganz im Norden. Keine Malariaprophylaxe, aber dieses Jahr die beiden Massenimpfungen in Namibia gegen Polia gemacht.
LG Jens
3’491 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
Hallo Matatu,
Dein Hinweis "auf alte Hausrezepte" sollte aber wenigstens mit ein paar Smilies versehen werden. Es könnte sonst jemand ernst nehmen;) .
Gruß Joli
387 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
Hallo Matatu,

natürlich können Leute, die länger im Land sind nicht über Monate hinweg Malariaprophylaxe in Form von Medikamenten zu sich nehmen. In der Tat belastet dies den Körper zu sehr. Wer allerdings etwas vernünftiger ist betreibt in diesem Fall immer Prophylaxe durch die konsequente Nutzung von Repellents (d.h. sekundärer Schutz durch Imprägnierung der Kleidung bzw Schuhen und Kappi, langärmeliger Klamotten bei Abendanbruch, etc.). Auch und gerade Entwicklungshelfern wird dies nicht nur nahe gelegt sondern zumeist zur Auflage gemacht. Trotzdem haben ein großer Teil der Europäer, die länger in Afrika sind, Malaria Tropica. Die Einheimischen im übrigen sterben wahlweise als Kind daran oder entwickeln Teilimmunitäten, was zu abgeschwächten Malariaverläufen führt (ist aber bedingt durch den entsprechenden Genpool). Je nach Malariainfektion kannst du auch heute noch dein ganzes Leben lang immer wieder damit zu tun haben, das ist nicht besonders lustig oder auf die leichte Schulter zu nehmen. Tipps wie Tonic trinken ist da nicht wirklich hilfreich. Wenn wir als "reiche" Reisende die Möglichkeit haben uns zu schützen, warum sollen wir dann unser individuelles Risiko zu einer Belastung der Kassen bei Infektion machen? Nur, weil wir gerade keine Lust hatten diesen gesundheitlichen "Luxus" uns im Vorfeld zu leisten? Irgendwie ärgert mich das.
Annette
Neuerscheinung: "Sieben Monate Afrika - ein Reisebericht". 470 Seiten, 494 Farbbilder http://www.ja-louis-verlag.de Reiseberichte: http://www.afrika-2005.de
3’766 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
Annette schrieb:
Hallo Matatu,

natürlich können Leute, die länger im Land sind nicht über Monate hinweg Malariaprophylaxe in Form von Medikamenten zu sich nehmen. In der Tat belastet dies den Körper zu sehr. Wer allerdings etwas vernünftiger ist betreibt in diesem Fall immer Prophylaxe durch die konsequente Nutzung von Repellents (d.h. sekundärer Schutz durch Imprägnierung der Kleidung bzw Schuhen und Kappi, langärmeliger Klamotten bei Abendanbruch, etc.). Auch und gerade Entwicklungshelfern wird dies nicht nur nahe gelegt sondern zumeist zur Auflage gemacht. Trotzdem haben ein großer Teil der Europäer, die länger in Afrika sind, Malaria Tropica. Die Einheimischen im übrigen sterben wahlweise als Kind daran oder entwickeln Teilimmunitäten, was zu abgeschwächten Malariaverläufen führt (ist aber bedingt durch den entsprechenden Genpool). Je nach Malariainfektion kannst du auch heute noch dein ganzes Leben lang immer wieder damit zu tun haben, das ist nicht besonders lustig oder auf die leichte Schulter zu nehmen. Tipps wie Tonic trinken ist da nicht wirklich hilfreich. Wenn wir als "reiche" Reisende die Möglichkeit haben uns zu schützen, warum sollen wir dann unser individuelles Risiko zu einer Belastung der Kassen bei Infektion machen? Nur, weil wir gerade keine Lust hatten diesen gesundheitlichen "Luxus" uns im Vorfeld zu leisten? Irgendwie ärgert mich das.
Annette
@ Annette,

du sprichst mir aus der Seele, ich kann deine Worte nur unterstützen!
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
496 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
So ein bisschen ist das wie mit den Versicherungen. Man kann sich wirklich gegen alles versichern lassen. Gelbfiber und Pocken fehlen noch. Nichts für Ungut, aber müsste man sich vorher nicht auch noch vorsichtshalber den Blinddarm herausnehmen lassen? Es ist doch gar nicht das Problem, ob man das als Europäer bezahlen kann, sondern was man mit den Mitteln dem Köper zumutet. Ich habe in meinem Bekanntenkreis mindestens zwei Prophylaxenehmer, deren Sehkraft sich nach der Einnahme der Mittel erheblich verschlechtert hat und die jetzt eine Brille tragen müssen. Matatu

Post geändert von: Matatu, am: 04/12/2006 14:17<br><br>Post geändert von: Matatu, am: 05/12/2006 13:12
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382 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
Du mußt wissen was Du tust. Fakt ist, dass Du ein hohes Risiko eingehst wenn Du nix nimmst. Aber wie immer ist alles relativ. Wenn Du Glück hast wirst nix kriegen, aber ich mache mein Leben nicht von Glück abhängig - denn dafür ist es mir zu schade.

Ich habe einen Bekannten der an Malaria tropica erkrankt ist. War nicht lustig für ihn!

Für mich gilt: OHNE Malariatabletten ins trop. Afrika = große Dummheit:S
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
3’766 Beiträge · seit 200604. Dez. 2006 ·
Matatu schrieb:
So ein bisschen ist das wie mit den Versicherungen. Man kann wirklich gegen alles versichern lassen. Gelbfiber und Pocken fehlen noch. Nichts für Ungut, aber müsste man sich vorher nicht auch noch vorsichtshalber den Blinddarm herausnehmen lassen? Es ist doch gar nicht das Problem, ob man das als Europäer bezahlen kann, sondern was man mit den Mitteln dem Köper zumutet. Ich habe in meinem Bekanntenkreis mindestens zwei Prophylaxenehmer, deren Sehkraft sich nach der Einnahme der Mittel erheblich verschlechtert hat und die jetzt eine Brille tragen müssen. Matatu<br><br>Post geändert von: Matatu, am: 04/12/2006 14:17
Sei mir nicht böse Matatu
diese Ausage ist etwas zynisch!

Die Sehkraft verloren, davon habe ich noch nie gehört?

Natürlich kann man sich nicht gegen alles versichern, aber wer schmeisst schon freiwillig die Rettungsringe vom Schiff ?

Millionnen von Malaria Opfern weltweit die sich nicht schützen
konnten würden Deine Bemerkung wohl mit Erstaunen zur Kenntnisnehmen!

Geschweige denn die Todesopfer wenn Sie noch reden könnten!!

Das ist wie beim Sicherheitsgurt im Auto, gelegentlich stirbt Jemand daran, aber zu 99% rettet er leben!

Ich hoffe Du musst nie einem Malariakranken in die Augen schauen
der aufgrund Deiner Empfehlung auf die Vorsorge verzichtet hatt.

Ich finde es richtig das man ein Thema auch kritisch beleuchtet, jedoch finde ich eine solche Aussage nicht gerade verantwortungsvoll.

Gruss und allzeit ein malariafreies Leben, Kurt
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