wum01.deThemenstarter99 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #1
Hallo zusammen,
immer wieder stelle ich fest, dass sehr viele von uns ein eigenes 4x4 Fahrzeug besitzen. Da ich mit meinem fast fertig bin (auch wenn man eigentlich nie fertig wird/sein will), wollte ich mal nach Euren Tipps und Erfahrungen fragen: Was ist für Euch das absolute "must have" bzw. auf welches "nice to have" wolltet Ihr nicht mehr verzichten müssen?
Sicher sind das sehr individuelle Dinge und hängen stark vom Einsatz der Fahrzeuge und deren Verwendern ab…aber ich denke da könnte das ein oder andere Kleinod dabei sein.
Ich freu mich auf Eure Antworten und auch auf Fotos. Gruß wum01/Martin
nachdem wir seit neuestem einen eigenen Wohnwagen in Namibia haben, den wir auch in Deutschland renoviert/aufgebaut haben einige Tipps hinsichtlich der Wohnkabine.
Die Strassen Afrikas fordern früher oder später Tribut, daher sollte die Werkzeugkiste recht gut gefüllt sein. Ich habe mir auf der letzten Reise eine kleine Bohrmaschine zugelegt, um einige Hohlnieten zu erneuern, die sich gelöst hatten. Zur Fehlersuche in der Elektrik ist ein Multimeter recht nützlich. Ultimativ finde ich anständiges Panzerband, Kabelbinder und Draht, um loses zu fixieren. Wandhaken kann man eigentlich auch nie zu viel haben. Das absolut wichtigste Utensil ist und bleibt allerdings ein Handfeger, um den Sand, Staub und seine Freunde ein wenig in den Griff zu bekommen.
Viel Spaß Carl
P.S. Fall Du noch eine Unterstellmöglichkeit für den Wagen suchst, schreib mir eine PN.
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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Swakop19522'664 Beiträge · seit 201219. Nov. 2012 · #3
Das Meiste gibt es ja vor Ort. Was vor Ort entweder extrem teuer ist, oder nur in Schundqualität verfügbar, sind u.a. Luftkissen für das Fahrzeug, Geländewagen-Wagenheber (z.B. Bundeswehr-Ausführung gibt es häufig in eBay), Ersatzteile wie Lenkköpfe, Federungspuffergummis, Sprit- und Ölfilter, Keilriemensatz, Zahnriemen für Motor, Schnellreparatursatz für Reifen, kleines Stromaggregat. Qualitativ hochwertiges Werkzeug (keine deutsche Baumarktqualität aus China oder Indien!).
wum01.deThemenstarter99 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #4
Hi,
ja das mit dem Werkzeug ist immer so ne Sache... nun brauch ich für meinen Unimog ja die meisten Dinge auch immer in "etwas größer"...daher ist der Bestand an Werkzeug und "Spezial"-Werkzeug sowie die Liste der mitgeführten Ersatzteile schon recht groß.
Die Idee mit der Bohrmaschine finde ich gut, die wird heute Abend direkt mit einem Winkelschleifer auf die Liste gesetzt.
ich habe mal in deinem Blog ein wenig nach der Fahrzeugausstattung geschaut. Zunächst sind mir da die 80 Liter Waeco Kühlbox aufgefallen und dazu die 2x100 Ah Gel-Batterien. Waeco baut eigentlich für europäische Verhältnisse. Unter Pistenbedingungen haben die Produkte nicht den allerbesten Ruf (im Vergleich zu Engel, Kissmann oder den südafrikanischen Herstellern). Aber unabhängig davon wird die Waeco bei entsprechenden Außentemperaturen vergleichsweise viel Strom verbrauchen. Mit 2x110 Ah kommst du da nicht allzu weit. Ich würde also über eine Erhöhung der Kapazität nachdenken, zumindest wenn du wirklich mal irgendwo 3 Tage bleiben möchtest ohne am Ende mit aufgetautem Fleisch und warmen Bier dazustehen.
Auch ein kleines Stromaggregat (z. B. die gekapselten Handys von Honda) kann in verschiedenen Situationen hilfreich sein. Sonst nützt dir unter Umständen weder Bohrmaschine noch Winkelschleifer etwas.
In Bezug auf Ersatzteile für das Fahrzeug solltest du eigentlich alles in Namibia über M&Z bekommen. Manches ist aber deutlich teurer als in Deutschland. Das gilt z. B. auch für Reifen. Ich würde ein Fahrzeug nur mit neuen oder fast neuen Reifen verschiffen, damit man wenigstens erst mal ein paar Jahre Ruhe hat. Auch das Reifenzubehör (Ventile, Dichtringe, Reparatursets etc.) würde ich aus Deutschland mitbringen.
Gruß
Ulli
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wum01.deThemenstarter99 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #6
Hi Ulli,
das stimmt wohl... die Waeco's haben wohl nicht den allerbesten Ruf für die Rüttelpiste... Allerdings sind die Waeco Boxen in Australien sehr beliebt und daher hoffe ich da jetzt mal Das Beste.
Aber leider muss ich aber in der "Erst-Ausstattung" ein oder zwei Abstriche machen. Wir haben unseren Mog vor zwei Jahren gekauft und in Anschaffung, Um- und Ausbau sowie die ganzen Geräte geht eine ganze Menge Geld rein... Daher lautet der wichtigsten Ansatz jetzt erst einmal: der Bock muss nach Namibia 🙂
Dann werden die einzelnen Teile (so wie sie den Geist aufgeben) langsam ausgetauscht und durch entsprechende Produkte ersetzt. Aber für die ersten Jahre muss das jetzt mal tun.
Wegen des Stromverbrauch mache ich mir aber eigentlich wenig Sorgen. Zum einen stehen wir selten mehrere Tage und fahren überhaupt nicht und zum anderen habe ich zwei Büttner MT110 Solarpanele. (zwei, weil 24Volt Anlage) Damit sollte der Betrieb der Truhe eigentlich sichergestellt sein.
Aber davon abgesehen ist die Idee die Kapazität der Batterien zu erhöhen nicht verkehrt...das größte Problem wird dabei aber wohl der Platz sein.
Wenn Ihr erst mal unterwegs seid, merkt Ihr bald was man noch brauchen könnte / möchte - das ergibt sich von selbst, und lässt sich immer auch irgendwie organisieren.
Zu Eurem Fahrzeug möchte ich Euch gratulieren - Ihr werdet sicher viel Freude damit haben 🙂
LG Lumela
wum01.deThemenstarter99 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #8
Hi Lumela,
na mit Eurem Pinzgauer habt Ihr doch sicher auch viel Freude. Der ist deutlich leichter und sicher auch etwas wendiger.
Wegen der Ausruestung bzw. dem Beitrag...es ging mir weniger um Ersatzteile und Werkzeug, als denn um die kleinen Gimmicks, die jeder im Laufe der Zeit entdeckt...dachte da findet sich die eine oder andere Erfahrung im Forum. Es ging mir also mehr um die Kleinigkeiten, die das Leben noch schoener machen.
na dann fang ich mal mit den Gimmicks an. Nach unserem Urlaub haben wir eine kleine Liste gemacht, was wir noch so nett fänden.
1.) Termometer für innen und aussen Temperatur in der Wohnkabine (in unserem Fall Wohnwagen) 2.) Kleine Plane, die man vor den Eingang legen kann, um weniger Fegen zu müssen (siehe meinen ersten Beitrag hier im Forum). Plane muss sich natürlich mittels Erdnägeln am Boden fixieren lassen 3.) Spotscheinwerfer, um mal Nachts ein bisschen zu leuchten, aber da reicht eigentlich ne Taschenlampe 4.) Sikaflex, um Löcher abzudichten 5.) Einen anständigen Toastaufsatz für den Gasherd 6.) Funktionierende Solardusche
Natürlich kannst Du das alles auch in Windhoek bekommen, aber natürlich ist die Auswahl dort kleiner und der Preis in der Regel höher. (Obwohl man das bei den Campingausrüsterapothekerpreisen fast nicht glauben mag).
Wenn Du den Wagen stehen lässt, ist eine Inventarliste sehr hilfreich, da man über die Monate wirklich vergisst, was man so alles vor Ort hat.
Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200919. Nov. 2012 · #10
Ich misch mich mal ein, Liste ist gut, ich fotografiere immer die Kisten die ich unten lasse, ist noch sicherer, dann kann ich erkennen was ich habe und was ich nachkaufen muss...
lg sasowewi
PS: Das erwähnte Thermometer bring mal lieber von Europa mit, sowas kennen die Mega-Camper hier nicht, erstaunlicherweise...
Es ging mir also mehr um die Kleinigkeiten, die das Leben noch schoener machen.
Gruss Martin/wum01
- wie eine kleine Nespressomaschine 🙂 die Kapseln nehmen wir von zuhause mit . . . obwohl man sie auch in Kapstadt und Johannesburg bekommt, die Städte liegen aber meistens nicht am Weg.
- oder eine leichte Decke (Leintuch) für den Boden als Sand- und Schmutzfänger, lässt sich schneller und leichter ausbeuteln als ein Teppich.
und Danke für die Blumen, ja unser Pingauer macht auch grosse Freude.
LG Lumela
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Nov. 2012 · #12
Hallo Martin,
eine Markise habe ich auf den Fotos nicht gesehen. Sowas oder die Möglichkeit, ein Tarp anzubringen, sollte vorhanden sein, finde ich. Ein kleiner Scheinwerfer mit Anschluss für den Zigarettenanzünder, falls mal bei Dunkelheit was repariert werden muss, ist auch hilfreich. Einen Kompressor zum Aufpumpen der Reifen hat der Unimog vermutlich eh standardmäßig im Motorraum verbaut, oder?
Ich habe neulich mal über den Ausbau eines Landrovers gelesen. Da hat der Besitzer Standheizung, Kühlschrank, Kocher über Diesel betrieben, weil das eh an Bord war und dann lieber einen Zusatztank statt einer Gasanlage eingebaut. Fand ich eine interessante Lösung, aber ist bei Dir für den Moment ja eher uninteressant.
Was immer in Griffweite liegen sollte, ist ein kleines Heftchen mit 'nem Stift. Dort schreibt man gleich rein, was unterwegs nervt und geändert/optimiert werden kann und was man vergessen hat und nächstes Mal mitnehmen will. Sonst vergisst man es nämlich wieder ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
wum01.deThemenstarter99 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #13
Hallo Wolfgang,
eine Markise ist schon dran und ein Kompressor ist (wie Du richtig angenommen hast) schon beim Unimog dabei. Der dient fuer die Bremsanlage, hat aber einen extra Abgang zu Reifenbefuellen.
Das mit dem Schreibzeug ist ne gute Idee...das verdränge ich irgendwie immer und hab mich schon mehr als einmal geärgert.
Die Sache mit dem Diesel für alle Verbraucher hatten wir überlegt und uns bewusst dagegen entschieden. Das hat nicht nur Vorteile und ich wollte das Diesel zum Fahren haben.
Anbei noch ein Bild mit Markise 🙂
Gruss Martin
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Rocky1964709 Beiträge · seit 201119. Nov. 2012 · #14
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Nov. 2012 · #15
... hilfreiche Liste, nur "zehn" schreibt man in Ziffern jetzt mit 'ner Null am Ende.
Im Ernst: Ein Liter Wasser, aber Verpflegung für zwei Tage passen nicht zusammen. Zwei bis drei Tage ohne Essen hält jeder gesunde Mensch problemlos durch, aber mit einem Liter Wasser erlebt man im Sommer in der Wüste wohl nicht mal mehr den nächsten Morgen.
Gruß Wolfgang
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da der Mog ja schon einen Kompressor "onbord" hat - reicht die Puste für Pneumatikgeräte? - Bohrmaschine, Schlagschrauber, Flex usw. anstelle der Elektrogeräte? Eventuell noch einen zusätzlichen Drucklufttank?
LG Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200919. Nov. 2012 · #17
OT on:
@ Wolfgang, ich fand die Angelausrüstung und die Notraketen noch besser....
OT off.
@ rocky, die Liste ist nicht afrikatauglich, einmal Arbeitshandschuhe ist doppelt, die müssen wir leider abziehen (und was macht das in Schilling???)
Mal im ernst, was willst du mit Notraketen? Da wird mir übel wenn ich davon ausgehen muss das du solche Dinger im Koffer nach Nam fliegst und ich im gleichen Flieger hocke, bitte ermutige nicht andere Leute solchen Kram an Bord von Flugzeugen zu bringen, das ist gegen jede Vorschrift und den gesunden Menschenverstand.
Positiv fällt mir auf das ich keine Werkstatt brauche wenn ich dich unterwegs treffe, du hast wirklich an fast alles gedacht...
Dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint, wird Zeit das wir uns mal persönlich treffen damit du nicht denkst ich meine das alles todernst.
lg sasowewi
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Nov. 2012 · #18
... mit diesen Notraketen sind wohl diese 2 cm großen Signalpatronen gemeint. Die sind an Bord eines Flugzeugs zwar verboten, aber sind so verpackt, dass da nix passieren kann, wenn das Flugzeug nicht gerade abstürzt. Und wenn es abstürzt, sind mir die paar durch den Laderaum schießenden Dinger egal, falls sie überhaupt in einem solchen Fall zünden. Die brauchen einen mechanischen Einschlag an der richtigen, eng begrenzten Stelle. Für ein verschifftes Fahrzeug sind die Dinger allemal ok.
Und 'ne Angelausrüstung für den Notfall muss ja nur aus ein paar Haken und Schnur bestehen. Das ist schon auch ok, aber in Namibia eher selten hilfreich.
Gruß Wolfgang
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Rocky1964709 Beiträge · seit 201120. Nov. 2012 · #19
SASOWEWI schrieb:...was willst du mit Notraketen? Da wird mir übel wenn ich davon ausgehen muss das du solche Dinger im Koffer nach Nam fliegst und ich im gleichen Flieger hocke...
Hi,
Notraketen sind praktisch, wenn man sich nur mit einem KFZ abseits von Hauptpisten z.B. in der Wüste bewegt und es tritt ein Notfall auf. Wir haben vor Jahren mal rote Notraketen in der Sahara aufsteigen gesehen. Über PMR wurden die anderen Fahrzeuge unserer Gruppe informiert, angehalten, ein Fernglas herausgeholt, auf das höchste 4x4 geklettert und in die Aufstiegsrichtung gesehen, dann eine Peilung vorgenommen. Als wir alle wieder im KFZ saßen, um Richtung Aufstiegsort zu fahren, sahen wir bereits 2 Militärhubschrauber dorthin fliegen. Also alle wieder auf ein Dach geklettert und mit dem Fernglas nachgesehen. Einer der Hubschrauber landete nahe dem Aufstiegsort. Also sind wir weiter in unsere ursprüngliche Richtung.
Die Liste gilt für Anreise auf eigener Achse.
Vor ca. 20a haben wir in den Alpen ebenfalls mal rote Notraketen aufsteigen gesehen. Also haben wir die Bergrettung angerufen, die hatten die Raketen auch schon gesehen.
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 · #20
@ Wolfgang,
ich kann nur jeden warnen diese Notraketen ins Gepäck zu tun, ich persönlich habe den Fall erlebt das ein - sorry für den Ausdruck - Idiot eine Flasche Sagrotan in seinen Koffer getan hat, wahrscheinlich auch in dem Glauben es könnte nichts passieren.
Beim Ausladen des Koffers ist der Kollege der den Koffer rausholen wollte zusammengebrochen, die Feuerwehr trat mit Atemschutz auf den Plan, der Flieger wurde geräumt und es fielen einige Flüge aus. Und das alles nur weil sich das Sagrotan bei Temperaturen von über 28 Grad fast selbst entzündet hatte (steht übrigens sogar auf der Flasche). Das ganze fand im Hochsommer statt und die Fluggesellschaft hat dem Verursacher eine Rechnung in fünfstelliger Höhe für die Kosten präsentiert, das zahlte keine Versicherung, für das Geld hätte er einen Tanklaster Sagrotan bekommen.... Das Flugzeug war übrigens ein Regionalflieger. Jetzt rechne mal hoch was passiert wenn die Air Namibia unterwegs irgendwo landet weil im Laderaum was qualmt (dazu müsste man auch erstmal einen Platz zum Landen finden mit dem Dickschiff). Das wird richtig teuer. Und Feuer in Bord eines Flugzeuges ist der Super-Gau. Keiner der den Fall schon in real life hatte und nicht nach spätestens 15 Minuten gelandet war konnte hinterher noch was davon erzählen.
Also bitte lasst den Quatsch und gefährdet nicht euch oder andere mit solchen Ideen.