PAPaggyThemenstarter1 Beiträge · seit 201205. Sept. 2012 · Hallo,
wir planen gerade eine Tour von Windhoek bis Victoria Falls. Eigentlich sollte es eine Bustour sein mit Übernachtungen in Lodges oder ähnlichem. Hat jemand gute Erfahrungen mit einem Veranstalter gemacht? Die Tour sollte idealerweise 3 Wochen dauern. Alternativ würden wir wohl Namibia und teilweise Südafrika mit Mietwagen machen. Insgesamt werden wir 4 Wochen unterwegs sein - ab Anfang November.
Freuen uns über jeden Tipp.
Gerd19425’538 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · Hallo Paggy,
ich stelle Euch mal das Programm einer Kombi-Tour ein, die ich im Juni mit Freunden gemacht habe. Nicht ganz billig, aber sehr schön, sehr entspannend und trotzdem sehr erlebnisreich.
Wenn Ihr Fragen habt, dann schickt eine pm oder meldet Euch über diesen Thread.
Alternativer Reiseplan für Botswana-Caprivi für Juni 2012
Stand 18. April 2011
Sa 09.06.: gegen 20.00 Uhr Abflug mit Air Namibia ab FRA. Ankunft am 10. Juni in Windhoek am frühen Vormittag.
So 10.06.: Abholung durch den Leihwagenvermieter. Wir werden einen Toyota Quantum für 14 Personen anmieten. Als Fahrer lassen wir Heinz und mich eintragen. Danach fahren wir in die Heinitzburg. Wenn die Zimmer fertig sind, ruhen wir uns bis zum Mittagessen ein wenig aus. Danach machen wir eine ausführliche Stadtrundfahrt mit Red Earth Safaris (www.redearthsafaris.com) oder Bwana Tours. Das Abendessen genießen wir dann in der Heinitzburg.
Mo 11.06.: Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Norden. Über die B 1 fahren wir über Okahandja nach Otjiwarongo und von da aus dann weiter zur Farm Otjenga. Die alte Farm, die Ihr kennt, ist inzwischen verkauft und die neuen Hütten direkt am Wasserloch sind wirklich schön. Wir können am Nachmittag entweder einen Game Drive machen oder auch von der Terrasse aus die Tiere am Wasserloch beobachten oder die „Mutigen“ unter uns machen einen Rundflug mit dem Ultra-Light-Flieger dem Sonnenuntergang entgegen.
Di 12.06.: Wir haben viele Möglichkeiten, den Tag zu verbringen. Entweder wir wandern auf der Farm oder wir fliegen mit dem Ultra-Light oder wir machen einen Ausflug zur Cheetah Conservation Foundation – ca. 100 km entfernt. Diese Foundation hat sich der Rettung der Geparde verschrieben, da diese nach wie vor bei vielen Farmern als „Schädlinge“ massiv bekämpft werden. Die Tiere werden – sofern sich nicht mehr ausgewildert werden können – in großen Gehegen einigermaßen Art gerecht gehalten. Wir können an einer Fütterung teilnehmen und/oder einen Rundgang machen.
Mi 13.06.: Über Grootfontein fahren wir nach Rundu. Rund 450 km Asphalt-Straße, die uns zunächst durch unendliche Farmflächen führt. Später kommen dann auf einmal Makalani-Palmen in einer so großen Zahl, dass man denken könnte, diese seien künstlich angepflanzt. Nach der Hälfte der Strecke passieren wir den „Weidezaun“ und erreichen erstmals Afrika. Zwar ist die Straße immer noch bestens asphaltiert, aber in relativ kurzen Abständen sehen wir rechts und links die typischen Einheimischen-Siedlungen in traditioneller Lehm-/Schilfbauweise. Oft sehen wir an den Straßenrändern Schnitzereien und Töpferarbeiten ausgestellt. Meist ist da niemand dabei, aber wenn wir anhalten und uns die Ausstellungsstücke aus der Nähe betrachten wollen, kommen schnell die „Verkäufer“ - meist Kinder – und hoffen auf ein kleines Geschäft. In Rundu – da werden wir so gegen 14.00 bis 15.00 Uhr ankommen, können wir entweder erst einen „Stadt“-Bummel durch eine typisch afrikanische Stadt machen oder wir fahren gleich zur Hakusembe Lodge, die etwa 15 km außerhalb direkt am Okavango liegt. Abends können wir eine Sundownder-Bootsfahrt machen – immer zwischen Angola und Namibia. Außer vielen Wasservögeln werden wir kaum Tiere sehen, dafür aber viele Einheimische, die im Fluss baden oder Wäsche waschen oder sich selbst reinigen. Das Abendessen in der Lodge dürfte zu den besten gehören auf der Tour (wenn die Besitzerin und/oder der Koch nicht gewechselt haben).
Do 14.06.: Von Rundu aus fahren wir auf der ziemlich langweiligen B 8 über Bagani nach Kongola. Für die insgesamt rund 400 km lange Asphalt-Straße benötigen wir gute drei Stunden (Limit 120 kmh). Von Kongola biegen wir dann rechts auf die C 49 bis zur Namushasha Lodge oder noch 10 km weiter bis zum Camp Kwando. Beide Lodgen sind gute Mittelklasse. Camp Kwando kenne ich noch nicht, es wird aber immer wieder von Kennern gelobt. Die Namushasha Lodge liegt an einem Seitenarm des Kwando und man kann mit den Booten der Lodge schöne Ausflüge auf dem Kwando machen. Auch der Game Drive in den Mudumu Park kann sehr reizvoll sein. Ich habe noch nie so große Büffelherden gesehen wie dort. Aber das war im November. Wie es im Juni ist, weiß ich nicht.
Fr 15.06.: Ruhe- und Ausflugstag in der Lodge oder im Camp Kwando. Wenn die Wetterverhältnisse es erlauben, dann lohnt sich vielleicht ein Ausflug in den Mamili NP, aber dann darf der Kwando nicht zu viel Wasser führen. Wir können das nur vor Ort entscheiden.
Sa 16.06.: Heute fahren wir weiter nach Katima Mulilo, wo wir schon am späten Vormittag ankommen, so dass wir am Nachmittag noch einmal zur Sambesi Brücke fahren oder laufen können. Das hängt davon ab, wann wir den Mietwagen abgeben, denn ab heute „lassen“ wir fahren. Übernachten werden wir in der Caprivi River Lodge, etwas außerhalb von Katima.
So 17.06.: Morgens werden wir von einem Shuttle aus Kasane abgeholt. Kasane ist unsere erste Station in Botswana. Die Chobe Safari Lodge ist eine der älteren Lodgen dort. Da wir ziemlich früh dort ankommen, können wir schon am Nachmittag ein richtiges Highlight unserer Tour erleben. Wir machen eine Sundowner-Tour mit dem Ausflugsboot auf dem Chobe. Die Tiervielfalt dort ist unbeschreiblich – neben Elefanten, Hippos, Löwen (?), Büffeln, Giraffen und Krokodilen werden wir Tausende von Wasservögeln sehen. Übernachtung und Abendessen in der Lodge.
Mo 18.06.: Nach einem sehr frühen Frühstück machen wir einen Morgen-Game-Drive zu Lande, der etwa bis zum Mittagessen dauern wird. Wir sehen den Chobe Park aus der Landperspektive. Ich weiß nicht, was wir alles sehen werden, aber eins ist sicher – die Elefanten können und wollen wir nicht alle zählen (müssen).
Nachmittags lassen wir uns zum „Grenzübergang“ nach Namibia bringen, denn unser Hausboot Ichobezi, auf dem wir die nächsten 2 ½ Tage sein werden, fährt offiziell auf der namibischen Seite des Chobe. Die Tiere wissen das aber nicht.
Di 19.06.: Wir kreuzen auf dem Chobe und wer Lust hat, der kann das Hauptboot verlassen und mit Guide und Beiboot irgendwo auf dem Fluss rumschippern, angeln oder was auch immer machen.
Mi 20.06: Auch heute sind wir den ganzen Tag auf dem Schiff und wir lassen uns überraschen, wo wir hinfahren. Auf jeden Fall empfehle ich, dass wir – falls wir es nicht mit dem Hauptboot machen – einen drei- bis vierstündigen Bootstörn mit dem Beiboot durch die Schilfgebiete zum Sambesi rüber machen. Eine wirklich wunderbare, erlebnisreiche Fahrt.
Do 21.06.: Nach dem Frühstück fahren wir wieder nach Kasane und lassen uns dort entweder von unserem Hotel in Vic Falls (ca. 80 km entfernt) abholen oder wir fahren mit einem der örtlichen Ausflugsunternehmer weiter. Am späten Nachmittag oder am frühen Abend erreichen wir dann unser nächstes Ziel, die Ilala Lodge. Ob wir abends noch etwas unternehmen, das entscheiden wir mal wieder vor Ort. Ich könnte mir vorstellen, dass wir einen Dinner Cruise auf dem Sambesi machen, wenn dieser noch angeboten wird.
Fr 22.06.: Heute haben wir den ganzen Tag für die Victoria Fälle eingeplant. Zuerst fahren wir zu den Fällen und machen eine zwei- bis vierstündige Besichtigung. Je nach Wasserstand des Sambesi wird es feucht, sehr feucht oder klatsch nass – was ich vermute. Danach gehen wir bei Mama Afrika zum Essen und entscheiden uns, was wir im Verlauf des Nachmittags machen wollen. Wir können zum Beispiel einen Hubschrauber-Rundflug machen oder mit der Eisenbahn über die Brücke nach Sambia fahren oder einen Ausflug in die Schlucht unterhalb der Fälle machen oder wir lassen uns zum Markt der Einheimischen fahren.
Sa 23.06: Noch ein Tag an den Vic Falls, den wir frei verplanen können, da Air Namibia samstags von Vic Falls nach Windhoek nicht fliegt. Wir sollten das nach Absprache mit den Leuten der Lodge machen.
So 24.06.: Um 14.45 Uhr startet unser Flugzeug nach Windhoek, wo wir wegen der Zeitverschiebung schon um 15.30 Uhr ankommen. Vom Windhoeker Flughafen lassen wir uns zur Panorama Rock Lodge, 40 km entfernt, bringen, wo wir unseren Urlaub mit zwei Ruhetagen ausklingen lassen.
Mo 25.06.: Panorama Rock Lodge
Viel Spaß beim Planen und liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Di 26.06.: Panorama Rock Lodge – Flughafen und abends Rückflug nach FRA.