Reisebericht

Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi

von Kathy_loves_Africa · begonnen 23. Juli 2012 · 24 Teile

Teil 123. Juli 2012
MIT DEM FEUERROTEN SPIELMOBIL DURCH BOTSWANA/CAPRIVI!

Wer von euch kennt es noch, das „Feuerrote Spielmobil“??? Ein Kleinbus, der zu einem Kamerawagen umgerüstet wurde und durch Stadt und Land fuhr. Irgendwie war es der erste Gedanke, als wir unser knallrotes Auto am Flughafen in Joburg erhielten, irgendwie war es aus Kindheitstagen noch im Hinterkopf, irgendwie passte es zu DIESEM Auto…

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Es ist zwar kein „Klein-Bus“, aber ein „Klein-4x4“ und mit dieser Farbe eine Seltenheit im ganzen südlichen Afrika. Zuerst stellten wir nur fest, dass es das einzige knallig-bunte Auto im Parkhaus war, doch es sollte unser „Erkennungszeichen“ werden, denn immer wieder wurden wir auf unser “Feuerrotes Spielmobil“ angesprochen 😄 Knallrotes Auto - super für Gamedrives, denn unübersehbar!!! Alle Tiere mussten ja nur so auf uns zulaufen 🤪

Auch das mit dem „Kamerawagen“ passte, denn zumindest zu Beginn der Reise hatten wir noch eine tolle Ausrüstung… Zwischenzeitlich hatten wir überlegt den Reisebricht „Terios rot- Kamera tot“ zu nennen, denn ein nasser, sandiger Zwischenfall zwang uns dazu, ab der Hälfte der Reise mit dem Handy, mit ausgeliehenen Kameras und unserer alten, nur mit großem Objektiv versehen Kamera zu fotografieren 😣

Doch zuerst einmal ein kleiner Überblick über unsere Tour:
Los ging es in Frankfurt nach Joburg und von dort direkt an die botswanische Grenze Martin´s Drift in die Kwa Nokeng Lodge. Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Nata (Nata Lodge) und dann nach Kasane (Senyati Safari Camp). Natürlich machten wir einen Abstecher an die Vic-Falls und besuchten den Chobe-Park. Danach fuhren wir weiter durch den Caprivi mit Stopps im Camp Kwando (Besuch Mudumu NP) und dem Ngepi Camp (Besuch Mahango NP). Über Maun (Discovery B&B ) fuhren wir für 4 Nächte zur Dombo Farm, was ein wirklich tolles Erlebnis war! Zurück ging es über Francistown (Woodlands Stop-over), Martin´s Drift und zum Abschluss das Pilanesberg GR.

Seit Sonntagmorgen sind wir nun wieder zurück und wie nach jeder Reise in diese Regionen noch immer im „Afrikafieber“.

Wer Lust hat „mitzureisen“, bitte aufspringen auf das „Feuerrote Spielmobil“ und dann geht es los!

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 224. Juli 2012
So und jetzt geht es los!

Samstag, 30. Juni 2012


Juhu, heute ging es endlich wieder nach Afrika! Dieses Mal hatten wir beschlossen, erst samstags zu fliegen, denn erstens hatte ich dann noch einen Mittag mehr Zeit um meine Sachen zu packen und irgendwie war dieser Flug um einiges billiger, als der Freitagsflug. Bei einer 3-wöchigen Reise machte diese eine Nacht weniger auch nicht so viel aus.

Kurz nach 17 Uhr erreichten wir den Flughafen, gaben gleich unsere Taschen bei SAA auf und gingen durch die Sicherheitskontrolle mit dem obligatorischen Sprengstofftest. Tja, zu diesem Zeitpunkt war meine EOS noch ganz…

Die Zeit verflog und das Einsteigen verlief an diesem Tag total chaotisch, dennoch verließen wir pünktlich um 20.45 Uhr das Gate. Nach dem Start dauerte es nicht lange und wir befanden uns in den dunkelsten Gewitterwolken. Das Flugzeug wurde ordentlich durchgeschüttelt, Dank Vomex A aber zu ertragen 😉 Erst als wir die Alpen überflogen wurde es ruhiger und das Abendessen, übrigens die gleiche Auswahl wie in den Osterferien 😉 wurde serviert. Ich entschied mich wieder für das Lamm, Marco erwischte wieder die Spaghetti, die in einem Flieger ja super zu essen sind 🤩

Zum gefühlten tausendsten Mal gab es „Hummeldumm“ auf die Ohren und schon bald schlummerten wir ein.

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 325. Juli 2012
Sonntag, 1. Juli 2012

Johannesburg – Martins Drift


Unterkunft: Kwa Nokeng Lodge
Kosten: Chalet, BWP 549,- (Ü)
Strecke: 441 km

Über Nacht ruckelte es immer wieder mal heftig, doch mittlerweile haben wir gelernt, im Flieger zu schlafen. Am frühen Morgen konnten wir einen traumhaften Sonnenaufgang beobachten und landeten überpünktlich in Joburg.

Diesmal war Busfahren angesagt, das ist uns ja in Joburg noch nie passiert, außer bei den Inlandsflügen mit kleinen Maschinen. Dafür wurden wir gleich in der Nähe der Passkontrolle abgesetzt und waren sehr erstaunt, dass dort gar nichts los war. Die Reisetaschen kamen auch und so waren wir um kurz nach 8 Uhr schon bei Europcar, alles lief wie am Schnürchen!

Bis dahin, denn unser Auto war noch nicht ganz fertig. Aber man ist ja im Urlaub, ganz relaxt und die Angestellten im Büro können ja schließlich auch nichts dazu. Wir nutzten die Wartezeit für dies und das und gegen 9 Uhr hatten wir schließlich die Schlüssel für unser gebuchtes 4WD-Auto. Da wir mit der Automarke „Chery Tiggo“ so gar nichts anfangen konnten, fragten wir nach, ob es denn wirklich ein 4x4 ist. „Natürlich ist es ein 4x4!“, bekamen wir als Antwort. Also erst einmal nachschauen und wir fanden ein hübsches, schwarzes Auto, mit ganz wenigen Kilometern und Ledersitzen, vor. Gepäck einladen, Auto kontrollieren, doch irgendetwas fehlte… Wo war denn der 4x4??? Nicht da!!! Also einen Europcar-Mitarbeiter suchen, vielleicht findet er ja den 4x4 😄 Tat er nicht, denn es war ja keiner! Also wieder warten, denn mit diesem Fahrzeug wollte ich weder nach Senyati, noch zur DOMBO-Farm fahren.

Gegen 10 Uhr stand dann ein knallroter Terios 4WD für uns bereit. Er brachte jetzt richtig Farbe in das Parkhaus! Also wieder Taschen umladen und dann ging es los.

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Die ersten knapp 250 km auf der N1 verliefen unspektakulär. Dann bogen wir auf die N11 ab und ich suchte auf meiner Karte vergebens größere Orte, in denen auf einen Supermarkt zu hoffen war, um Getränke zu kaufen. Irgendwann erreichten wir einen kleinen Punkt auf der Karte, Mokopane. Der kleine Punkt stellte sich als eine größere Ortschaft heraus und es gab sogar einen Superspar, in dem wir die ersten wichtigen Dinge einkaufen konnten. Danach fuhren wir Richtung Groblers Bridge und machten unterwegs noch einen kleinen Zwischenstopp, um die leckeren Blätterteigteilchen zu essen.

Gegen 15:45 Uhr erreichten wir die Grenze und standen erst einmal in einer langen Schlange am SA-Ausreiseschalter. Danach ging es über die Brücke, auf der viele Vervet Monkeys rumturnten.

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Am Einreiseschalter von Botswana verbrachten wir auch noch einige Zeit, doch nach einer Stunde waren alle Formalitäten erledigt. Dies war übrigens unser längster Grenzübertritt, alle anderen verliefen viel zügiger! Direkt hinter der Grenze lag auch schon die Kwa Nokeng Lodge und wir waren froh, unser Ziel erreicht zu haben. Zuerst luden wir das Gepäck aus, danach drehten wir noch zu Fuß eine Runde und um 18 Uhr wurde es bereits dunkel.

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Auf der Aussichtsterrasse gab es Abendessen. Außer uns war nur noch eine vierköpfige Familie angemeldet. Es gab Buffet: Einfach, aber selbstgekocht und nach einem langen Tag richtig lecker! Vor allem die heiße Suppe tat bei diesen doch frischen Temperaturen am Abend gut!

Heute Abend war EM-Finale und bereits während des Abendessens wurde rund um das Feuer alles dafür vorbereitet. Ein Mann mit italienischen Wurzeln war schon total aufgeregt und wir outeten uns erst einmal nicht als Deutsche. Erst bei der Frage, für welches Team wir sind, sagten wir: „Hmmm, Germany“. Uuups, jetzt kamen seltsame Blicke auf uns zu… war es doch das Spiel Italien-Spanien… Nach der ersten Halbzeit lag Spanien schon in Führung, die „Italien-Fraktion“ war mittlerweile ziemlich ruhig und wir waren so hundemüde, dass wir in unser Chalet zum Schlafen gingen 😗 Kurz vor dem Einschlafen ertönten noch die ersten Hippos, die erste Nacht in Botswana lag vor uns…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 426. Juli 2012
Montag, 2. Juli 2012

Martins Drift - Nata


Unterkunft: Nata Lodge
Kosten: Chalet, BWP 804,- (Ü)
Strecke: 440 km

Schon früh am Morgen hörte man von der Grenze die LKW über die Brücke fahren. So standen wir auch gleich auf, frühstückten noch kurz auf der Aussichtsterrasse und packten unsere Sachen zusammen. Heute stand ja noch einmal ein Fahrtag bevor. Noch kurz tanken und schon ging es ein Stück über die schlaglochübersäte Straße Richtung Palapye. Wir waren sehr froh über SASOWEWI´s Tipp, die Straße über Lerala und Tamasane nach Francistown zu nehmen. Diese war dann nahezu schlaglochfrei und super zu fahren. Auf der A1 gab es dann immer wieder diese „afrikanischen Überholmanöver“: Dreifachüberholen auf zwei Spuren, aber es funktioniert 😗

In Francistown holten wir unsere ersten Pula und kauften im Pick n Pay schon das Nötigste für die 3 Nächte im Senyati-Camp ein. Nochmal tanken, denn schließlich hatten wir im letzten Urlaub ja dazugelernt: „Tanke in Afrika möglichst bei jeder Gelegenheit 😄 “ An den Vet-Zäunen wurden wir einfach nur durchgewunken und erreichten um 16 Uhr die Nata Lodge.

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Unser Chalet war wunderhübsch und gemütlich eingerichtet.

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Wir erkundeten noch ein wenig das Gelände der Lodge und genossen den Sonnenuntergang von unserer Terrasse.

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Abendessen gab es heute im Restaurant der Lodge und es war ganz schön viel los. Eigentlich gehören wir ja eher zur Sorte „Selbstversorger“, aber in diesem Urlaub war dies, bis auf wenige Ausnahmen, nicht möglich. Dennoch war es sehr nett und das Beef-Curry aus dem kleinen Potje schmeckte vorzüglich. Morgen würde es dann endlich nach Senyati gehen, darauf freute ich mich schon ganz besonders!

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 527. Juli 2012
Dienstag, 3. Juli 2012

Nata - Kasane


Unterkunft: Senyati Safari Camp
Kosten: Chalet, BWP 550,- (Ü)
Strecke: 303 km

Juhu, heute Morgen gab es wieder eine Freiluftdusche, das gehört in Afrika für uns einfach dazu und während des Frühstücks leistete uns eine Katze mit 4 Jungen Gesellschaft. Die Kleinen tollten umher, während die Mutti bei uns am Tisch bettelte. Naja, ein kleines Stückchen fiel dann doch hinunter 😗

In Nata gibt es ja bekanntlich einige Tankstellen, deshalb: Tanken! Außerdem zogen wir am Geldautomaten noch einmal Pula (Tipp: Bei der Barclay´s Bank gibt es 4000 Pula auf einmal, auch zweimal mit der gleichen Karte hintereinander funktioniert 😉 Bei manchen Banken gibt es lediglich 2000 Pula…)

Die Straße Richtung Kasane ist ja berühmtberüchtigt 🤪 und war anfangs ein richtiger Highway.

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Beim Elephant Sands bogen wir noch kurz ab und machten die Anzahlung für Bekannte von uns, die demnächst auch nach Botswana reisen. Es wirkte alles sehr einladend.

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Zurück auf der Straße nach Kasane saßen etliche Tokos, die keinerlei Anzeichen machten wegzufliegen. Einige ihrer Kameraden hatten bereits schon ihr Leben gelassen, einen erwischten wir, trotz „Extra-Aufpassen“, auch. Kurz nach den ersten Elefanten-Schildern erblickten wir im Vorüberfahren auch schon ein paar der grauen Riesen. Auf der neu gebauten Straße waren immer wieder 30 km/h-Schilder und wir hielten uns „natürlich“ daran 😗 Doch irgendwann kam dann doch die berüchtigte Baustelle…

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Für die nächsten knapp 90 Kilometer (hoffe ich habe mich nicht verrechnet…) war es ein Wechsel zwischen alter Straße, neuer Straße, neue Straße halbfertig, einreihigen, zweireihigen und dreireihigen Materialhaufen für die neue Straße, geschottert, sandig, mit und ohne Schlaglöcher, rundum, ein Paradies für bestimmt jeden deutschen „Straßenbauer“. Aber Ende des Jahres soll ja alles fertig sein!

So langsam stieg die Nervosität, der Abzweig nach Senyati kam näher. Irgendwo hatte ich gelesen, dass jemand eine halbe Stunde für die Einfahrt gebraucht hatte, mit einem GROSSEN 4x4… Ob das mit dem kleinen Terios gut gehen würde??? Bereits in Deutschland wollte ich daraufhin schon auf einen Hilux umbuchen. Doch alle Sorge war umsonst, denn die Einfahrt war auch mit dem kleinen Terios in kurzer Zeit zu bewältigen. (Aus dem Camp hinaus fuhren wir in den nächsten Tagen jedoch immer eine andere Strecke, da wir unserem roten Flitzer den „Berg hinauf“ nicht zumuten wollten, ohne Gegenverkehr hätte er es sicherlich auch geschafft, war uns den Versuch aber nicht wert…)

Das Camp ist wirklich ein kleines Paradies! Viel hatten wir vorher darüber von begeisterten Fomis gelesen und auch viele Bilder gesehen.

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Unser Chalet Nr.2, das wohl relativ neu war (von der Homepage des Senyati kannten wir nur die Bilder der älteren, reetgedeckten Chalets), fanden wir sehr schön und uns standen 3 Tage und Nächte Selbstversorgung bevor, so wie wir es lieben.

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Das Wasserloch lag nur ein paar Schritte von unserer Terrasse entfernt und einen Zaun oder sonstige Absperrungen gab es auch nicht. Klar, gelesen hatten wir das alles, aber die Bilder mit den vielen Elefanten waren wohl mit einem guten Computerprogramm gemacht worden, dessen war ich mir jetzt sicher 😉 Die Elefanten sollten zwar gegen 16 Uhr kommen, aber vorstellen konnte ich mir das nie und nimmer!!!

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Wir stellten die Stühle auf die Terrasse, ich lief etwas umher um Bilder zu machen, während Marco unser „Roadbook“ auf der Terrasse schrieb: „Als ich mich umdrehte, kamen hinter dem Nachbarchalet 3 große Elefanten angetrottet (genau da stand ich noch vor 5 Minuten 🤩 ) und liefen zum Wasserloch. Dort tranken sie, keine 30 m von unserer Terrasse weg. Ein beeindruckendes Erlebnis, ganz ohne Zaun und Schutz des Autos. Einer der Elefanten schüttelte noch Früchte von einem Baum, dann zogen sie weiter. Wir genossen einfach die Aussicht aufs Wasserloch. Ich wollte gerade mit dem Feuermachen beginnen, kam eine Elefantenkuh mit 3 Jungtieren ans Wasserloch.“

Den ganzen Abend war es ein Kommen und Gehen von Elefanten, außerdem stillten Guineafowls und Roan-Antilopen ebenfalls ihren Durst und der Mond stieg langsam hinter dem Wasserloch auf.

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Etwas später kamen zwei große Elefantenbullen, einer von beiden war anscheinend der „Chef“, denn der andere musste mit dem Trinken warten. Danach hörten wir zuerst nur ganz leise Geräusche, im Schein des Mondes sahen wir die Silhouetten von 10-15 Elefanten unweit des Nachbarchalets auf das Wasserloch zulaufen. Die Anführerin der Gruppe machte den beiden Bullen klar, dass nun ihre ganze Gruppe trinken durfte. Was für ein Schauspiel! Wir gingen noch kurz zur Aussichtsterrasse und eine Gruppe mit weiteren 10 Tieren erschien. Es gab noch ein paar „Elefantenmeinungsverschiedenheiten“.

Wir konnten uns gar nicht losreißen und gingen erst gegen 23 Uhr ins Bett, keine „Afrikazeit“ 😉 Durch das Fenster hinter dem Bett beobachteten wir noch mehrere Elefanten am Wasserloch, doch dann entschlummerten wir ins Reich der Träume…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 629. Juli 2012
Mittwoch, 4. Juli 2012

Ausflug Vic-Falls


Unterkunft: Senyati Safari Camp
Kosten: Chalet, BWP 550,- (Ü)
Strecke: selbst gefahren: 0 km

Kurz nach 5 Uhr lärmte es vor unserem Chalet. Irgendwelche Tiere, vermutlich Paviane (?), plünderten den Mülleimer, den wir extra gut verschlossen hatten.

Heute standen die Vic-Falls auf dem Programm. Wir hatten uns entschlossen, die Tour nicht alleine mit dem Mietwagen zu unternehmen, denn davon wird ja immer abgeraten. So buchten wir in Senyati den Transfer zu den Vic-Falls, was normalerweise so gar nicht unsere Sache ist. Busausflüge, ohje… Doch wir waren angenehm überrascht. (Fast) alles klappte super! Sandra holte uns pünktlich mit ihrem „Minibüs“ in Senyati ab und brachte uns zur Grenze. Dort ging alles ruckizucki. Zuerst Ausreise aus Botswana, dann US-Dollar und Reisepässe quer über alle Köpfe hinweg und schon waren wir in Zimbabwe. Dort holte uns George ab und in einem kleinen, klapprigen Bus ging es nach Vic-Falls. Während der Fahrt, mit weiteren 11 Gästen, lernten wir ein deutsches Ehepaar kennen. Marco unterhielt sich rege mit ihnen, während ich versuchte immer geradeaus zu schauen, denn es hoppelte schon ein wenig. Aber für mich als „Reisekranke“ lieber ein holpriger Bus mit Frischluftzufuhr, als ein supergefedertes deutsches Auto 😗

Während der Fahrt entschied sich Marco dann doch spontan zu einem Helikopterflug, während wir beiden Frauen eher zuschauen wollten. (Aber es schwirrte ja schon Wochen vorher in Marcos Kopf herum…) Also fuhren wir zu viert zur Heli-Station, die beiden Männer machten den Flug, und wir beiden Frauen unterhielten uns.

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Danach ging es in den Victoria Falls Park. Zunächst liefen wir zur Livingston Statue, dann zum Devil´s Cataract und bestaunten immer wieder die tollen Ausblicke auf die Wasserfälle.

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Die Vegetation erinnerte im Kleinen manchmal an Regenwaldgebiete, die wir in Australien gesehen hatten.

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Je weiter wir liefen, desto nasser wurde es. An den Horseshoe Falls kam die Gischt wie ein Regenschauer runter und wir beschlossen, unsere „Müllsack-Regenponchos“ überzuziehen. Bis auf die Haare hielten sie super trocken!

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An der Brücke über die Schlucht des Zambesi konnten wir die Bungee-Jumper beobachten, die sich in die Tiefe stürzten, dann ging es weiter zum Danger Point und den Rainbow Falls. Auf dem Weg dahin wurden wir regelrecht geduscht.

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Wir liefen langsam zurück zum Parkeingang und die Fälle erstrahlten nun im Sonnenschein. Treffpunkt am Parkplatz war um 15 Uhr. Wir waren natürlich wieder einmal pünktlich, sehr zu unserem Ärger, denn wir warteten noch über eine halbe Stunde auf Bungee-Jumper. Das war echt nervig 😈

An der Grenze mussten wieder alle Formalitäten erledigt werden und Sandra brachte uns zurück nach Senyati. Dort wurden wir von einer großen Anzahl Elefanten empfangen. Als diese dann wegzogen, kam eine riesige Horde Paviane.

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Kurze Zeit war das Wasserloch verwaist, aber dann trotteten schon die nächsten Elefanten an, etwas entfernt ließ sich ein African Fish Eagle nieder.

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Anders als gestern hielten sich auch einige Elefanten auf unserer Seite des Wasserlochs auf, und ab und zu gab es auch Gezanke. Von dem Treiben waren wir beeindruckt, denn den ganzen Abend waren immer mindestens 10 Elefanten da. Gegen 23 Uhr gingen wir doch ins Bett, draußen am Wasserloch war aber trotzdem noch richtig Leben.

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 730. Juli 2012
Kurzer Nachtrag zum 04. Juli 2012:

Als wir von den Vic-Falls heim kamen, holten wir an der Bar einen Sundowner (hmmm, lecker Savanna Dry 😎 ) und stellten uns in die Nähe der Terrasse, um die Elefanten zu beobachten. Eine südafrikanische Familie kam hinzu und ich unterhielt mich mit der Frau und deren Tocher. Sie erzählte uns, dass sie uns wohl tags zuvor schon im Elephant Sands gesehen hatte. Ich war ganz erstaunt, dass sie mich erkannte und fragte ganz überrascht, woher sie das wüsste? Naja, ihnen war dieses rote Auto aufgefallen 🤩 Dies sollte uns noch öfter passieren 🤪

Lieber Gruß und heute geht es noch weiter mit dem Reisebericht

Kathy
Teil 830. Juli 2012
Donnerstag, 5. Juli 2012

Chobe NP


Unterkunft: Senyati Safari Camp
Kosten: Chalet, BWP 550,- (Ü)
Strecke: 105 km

Nach dem Fertigmachen fuhren wir auf direktem Weg ans Sedudu-Gate. Zuvor gab es ja schon viele Diskussionen, auch hier im Forum, wie es mit den Öffnungszeiten, Gebühren… weitergeht. Wir hatten gestern von Leuten gehört, dass sie bereits um 6.30 Uhr privat mit einem Camper in den Park durften, ihnen wurde sogar noch ein Campingplatz angeboten. Als wir ans Gate kamen, es war bereits 9:30 Uhr, wurden uns nur die Einbahn-Regeln erklärt, Hinroute entlang des Flusses, zurück den anderen Weg, und dass wir ja genügend Zeit hätten, denn wir könnten ja bis 18.30 Uhr bleiben 🙂 Tja, hätten wir nicht unsere Bootstour schon gebucht, na dann…

Wir freuten uns schon sehr auf den Park und wurden immer wieder mit wunderschönen Ausblicken auf den Fluss und etlichen Tiersichtungen belohnt. Wie vorgeschrieben, fuhren wir zuerst entlang des Flusses, über die Puku-Flats und am Serondela Picnic Area drehten wir dann.

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Insgesamt begegneten uns nur wenige Privatfahrzeuge und die Game-Drive-Autos hielten sich so gar nicht an die Einbahnstraßenregelung… Deshalb ging es auf dem Rückweg bei uns teilweise auch wieder am Fluss entlang 😗 Zugeben müssen wir aber, dass der Terios hier im Park an ein paar Stellen schon an seine Grenze kam 🤩

In Kasane kauften wir noch kurz Getränke und erstanden sogar noch Wildfleisch für das Braai heute Abend. Wir verstauten es gut in der Kühltasche und fuhren zum Old House, wo wir unsere Bootstour gebucht hatten. Leider habe ich vom Old House keine Bilder gemacht (wo war ich da nur mit meinen Gedanken???), denn es sah total hübsch und originell aus. Vom Bootsanleger starteten wir unsere Tour auf dem Chobe mit einem kleinen Boot.

Zwei Warane verweilten auf den Wurzeln eines großen Baumes direkt am Wasser,

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Kingfisher spähten nach Beute und Schreiseeadler hielten von den Baumwipfeln Ausschau.

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Paviane stillten am Wasser ihren Durst oder suchten nach etwas Essbarem,

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hatten sich einfach nur gerne und lausten sich 🤪

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oder spielten auf dem Rücken der Eltern!

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Elis standen vergnügt im Wasser und pflückten ihr Abendbrot,

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während Lillytrotters und Egrets durch das kühle Nass stapften.

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Einige Crocs und Hippos waren wohl müde und gähnten,

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während eine Elefantengruppe am Fluss entlang zog.

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Langsam wurde es schon etwas dunkler, eine Büffelherde stand im Wasser und graste, begleitet wurde sie durch unzählige Vögel.

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Elefanten zogen in der Ferne vorbei.

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Nun ging es schon an die Stelle, von wo wir den Sonnenuntergang beobachten konnten, auch wenn es immer wieder etwas „kitschig“ ist, ich liebe Sonnenuntergangsbilder 😎 und kann sie euch nicht ersparen 😄

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Im Dunkeln fuhren wir dann zurück nach Senyati und erst so merkt man wirklich, wie hell deutsche Straßen auch in der Nacht sind. Ein großer Elefant war am Straßenrand erst in letzter Sekunde auszumachen und trotz wirklich langsamer Geschwindigkeit, rannte uns eine Mongoose direkt unter das Auto.

In Senyati wurden wir wieder von Elefanten am Wasserloch begrüßt. Ich machte sogleich das Feuer an, doch vor lauter Schauen brachten wir erst spät unser Essen auf den Grill. Das Impala-Steak und die Game-Boerewors schmeckten herrlich! Zu noch etwas späterer Stunde trieb sich ein Honey Badger in der Nähe des Wasserlochs umher. Er kam immer näher, wir saßen ganz leise auf unseren Stühlen und etwa 2 Meter von uns entfernt setzte er seine Vorderpfote auf die Terrasse. Ich machte ein lautes „psssst“, er machte kehrt, drehte eine Runde um unser Chalet und trollte sich dann wieder. Später nahmen wir noch unsere Tierbestimmungsbücher und lasen nach, welch ein aggressiver Zeitgenosse ein Honigdachs ist. (Dabei sieht er doch so lieb aus…) Die Geschichte erzählten wir später Heike von der DOMBO-Farm. Sie meinte nur, dass wohl jeder Südafrikaner Respekt gehabt hätte, denn mit Honigdachsen ist wohl echt nicht zu spaßen und man sollte ihnen auf keinen Fall in die Augen leuchten. Wie oft ist man noch sooo unwissend, auch wenn man schon öfter im südlichen Afrika war…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 931. Juli 2012
Freitag, 6. Juli 2012

Kasane - Camp Kwando


Unterkunft: Camp Kwando
Kosten: Chalet, € 74,- (ÜF) 3=2-Angebot von Dertour
Strecke: 295 km

Da wir in den nächsten Tagen in Lodges blieben, mussten heute Morgen die letzten Lebensmittel „vernichtet“ werden, viel war nicht mehr da: 4 Scheiben Toast, mit Wasser verdünnter Ketchup und Mozzarella-Käse ohne Geschmack, hmmm war das lecker 😕 Am Wasserloch war nach gestern Abend wieder Ruhe eingekehrt und nach dem Packen ging es zuerst nach Kasane . Auf der Ausfahrtsstraße von Senyati sahen wir unzählige Greifvögel ihre Kreise ziehen. Auf der Hauptstraße durch den Chobe NP ging es weiter Richtung Ngoma Bridge. Am Anfang und Ende der Strecke trugen wir uns in einem kleinen Kontrollhäuschen brav in die Listen ein, wer immer sie auch kontrollieren mag… Es ist schon komisch, wenn man auf einer breiten Straße in der Ferne Elefanten kreuzen sieht, oder Zebras die Straße passieren.

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An der Grenze erledigten wir die Formalitäten und fuhren über die Brücke.

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Auf der anderen Seite wurden wir an der Grenze freundlich begrüßt. Ich sollte unbedingt das Grenzschild fotografieren und dann gab es das „Schuhbad“ für uns und das „Reifenbad“ fürs Auto. Wieder einmal Zettel ausfüllen und schon waren wir in Namibia.

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Immer wieder mussten wir wegen kreuzenden Kühen langsam fahren, einmal sogar stoppen. Die Kuh schaute uns ganz verdutzt an, als wir 2m vor ihr zum Stehen kamen. Entweder hatte sie noch nie ein rotes Auto gesehen oder erkannte am Bremsverhalten, dass wir Touris waren 🤪

Am Abzweig von der B8 zum Camp Kwando stand dann ein großes Schild: „Road closed“ und wir sahen eine riesige Baustelle. An der Tankstelle füllten wir zuerst unseren Tank und fragten nach: „Nooo problem!“, kam als Antwort. So fuhren wir irgendwie die Piste, aber schön war es nicht gerade 🙁 Als wir nach etlichen Kilometern auf die „Original-Straße“ kamen, wussten wir, warum die Straße neu gemacht werden soll...

Endlich erreichten wir den Abzweig zum Camp. Die gut zu befahrene Sandpiste führte durch ein kleines Örtchen und der Eingang zum Camp Kwando sah sehr einladend aus. An der Rezeption wurden wir herzlich begrüßt und bekamen eine nette Erklärung zum Camp.

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Dann begleitete uns die nette Dame zu unserem Chalet Nr.1 (eigentlich hätten wir gerne eines weiter weg vom Haupthaus gehabt…), trotzdem war ich sofort begeistert. Es war zwar alles viel kleiner als in Senyati, aber das Bett und die Sicht auf den Fluss waren himmlisch, die Dusche wieder unter freiem Himmel! Marco brauchte allerdings noch ein wenig, um sich daran zu gewöhnen, genauso wie der bayern schorsch damals 😄 😛 😗

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Um uns etwas die Füße zu vertreten, liefen wir am Fluss und den Tented Chalets entlang. Die letzten Chalets sind nur über eine kleine Brücke zu erreichen, allerdings gibt es auch ein paar wenige Häuschen in „zweiter Reihe“. So waren wir doch froh über unser Chalet direkt am Fluss.

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Der offene Aufenthaltsbereich ist wunderschön und gepflegt, ein bisschen afrikanischer Luxus für uns, den wir nicht immer haben müssen, aber trotzdem auch manchmal sehr schön finden.

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Von unserer „Flussaussichtsterrasse“ schauten wir den Sonnenuntergang, bevor es dann zum Abendessen ging.

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Die Tische waren liebevoll eingedeckt, entlang der Holzdecks standen überall Kerzen und das Menü wurde uns von der Köchin vorgestellt. Leider waren heute Abend nicht viele Gäste da, so dass die Anzahl der Angestellten etwa der Anzahl der Gäste entsprach. Manchmal finde ich das etwas komisch, doch mit ein paar Witzchen war dann doch alles ganz entspannt. Das Essen war vorzüglich, für Marco „sternemäßig angerichtet“ 😎

Im Anschluss setzten wir uns noch ein wenig in die Lounge und lasen Reiseführer. Leider gab es von der Terrasse unseres Chalets kein so großes Spektakel zu sehen wie in Senyati und darüber war ich schon ein wenig traurig. Ich leuchtete die Umgebung zwar immer wieder mit der Lampe ab, aber nichts war zu sehen…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1002. Aug. 2012
Samstag, 7. Juli 2012

Camp Kwando


Unterkunft: Camp Kwando
Kosten: Chalet, € 74,- (ÜF) 3=2-Angebot von Dertour
Strecke: 58 km

Immer wieder das gleiche Übel mit diesen solarbeheizten Duschen 😈 Während Marco noch ausgiebig das warme Wasser genießen kann, wird es bei mir immer kälter und kälter … Doch so bin ich wenigstens immer gleich hellwach. Den Tag gingen wir geruhsam an, gemütlich frühstücken, noch ein wenig im Camp umherschlendern, die schöne Aussicht genießen und so fuhren wir erst gegen Mittag in den Mudumu Park.

Die Bäume links und rechts der Pad waren von dem hellen Staub ganz überzogen, immer wieder standen „Elefantenschilder“ am Straßenrand. Irgendwie wirkte die Landschaft hier sehr unwirklich.

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Auch das Schild des Mudumu Parks hatte seine besten Zeiten wohl schon hinter sich.

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Den Eintritt mussten wir an der Ranger-Station Nakatwa zahlen und als wird dort ankamen, stand ein Landy mit deutschem Kennzeichen davor, und das kam ganz aus unserer Nähe. Wir unterhielten uns noch nett mit dem Besitzer, der eine mehrmonatige Rundreise machte.

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Im Park hatte der Terios ordentlich zu arbeiten, die Landschaft war wunderschön, aber die Tiere machten sich rar. Naja, nach der heutigen „Rumtrödelei“ waren wir ja auch zur besten Tageszeit im Park 😗

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Kurzzeitig hatten wir etwas die Orientierung verloren, denn die erhaltene Karte war nicht gerade der Renner, und so standen wir dann plötzlich vor der Lianshulu Lodge. Dennoch fanden wir den Weg zurück zur Mainroad, vorbei am mit Elefantenknödeln garnierten Airstrip.

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Um 16 Uhr begann unsere Boots-Tour am Camp. Hier konnten wir noch einmal schön das Camp vom Wasser aus sehen, es hat ja schon eine traumhafte Lage.

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Etwas weiter flussabwärts stiegen an einem Campground noch 2 weitere Gäste zu und somit waren wir dann zu Viert. Unser Guide war sehr engagiert, erklärte viel und man hatte das Gefühl, dass er gerne Touris über den Fluss schippert, das ist ja nicht immer so. Bee-Eater und Kingfisher ließen sich zuerst blicken, auch die seltene Lechwe-Antilope bekamen wir kurz zu Gesicht. Sie war aber schnell wieder verschwunden.

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Die Hippos wurden langsam munter und Schreiseeadler zogen ihre Kreise in der Luft.

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Die Landschaft entlang des Kwando ist wirklich wunderschön und hinter jeder Kurve ergeben sich neue Ausblicke.

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Nun war es Zeit zum Drehen und es gab lecker Savanna Dry und Windhoek Lager. Auf dem Rückweg entdeckten wir noch ein winziges Croc, das auf einem Stamm lag. Ach, Urlaub kann so schön sein!

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Zurück im Camp saßen wir noch etwas auf unserer Terrasse. Heute war beim Abendessen im Gegensatz zu gestern richtig viel los! Alle Tische waren eingedeckt. Das 3-Gänge-Menü war wieder richtig lecker. Auch ein geruhsamer Tag wie heute kann richtig müde machen, so lagen wir schon um 21 Uhr im Bett und schlummerten auch bald ein.

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1103. Aug. 2012
Sonntag, 8. Juli 2012

Camp Kwando


Unterkunft: Camp Kwando
Kosten: Chalet, € 74,- (ÜF) 3=2-Angebot von Dertour
Strecke: 0 km

Für heute hatten wir einen kompletten „Ruhetag“ eingeplant. Einfach nur „Gucke“ war angesagt. Wie heißt es bei uns zuhause immer wenn nicht viel Zeit ist: „Im nächsten Afrika-Urlaub setzen wir uns einfach nur ans Wasserloch und gucke…“ Hier hatten wir zwar kein Wasserloch zum „Gucke“, dafür einen ganzen Fluss, der gemächlich vor sich hinfloss. Alles war ruhig, total idyllisch und die Landschaft super.

Doch vor dem eigentlichen „Gucke“ gab es zuerst ein leckeres Frühstück, danach kam der Guide von der gestrigen Bootsfahrt auf der Aussichtsterrasse zu uns. Wir unterhielten uns lange und er erzählte uns viel über Tiere, Pflanzen, die Natur und seine Kultur. Er wirkte richtig stolz, dass er uns das alles erzählen konnte.

Dann begann der „Einfach nur Gucke-Tag“ richtig und zwar auf unserer Terrasse 🙂 Wir beobachteten und bestimmten Vögel mit unserem Bestimmungsbuch. In unseren ersten Urlauben hatten uns Vögel gar nicht so sehr interessiert, aber da hatten wir ja auch noch Probleme ein Impala von einem Springbok und einen Kudu von einem Nyala zu unterscheiden 🤩

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Plötzlich schwebte ein African Fish Eagle ein und landete direkt im Baum an der Aussichtsterrasse. Er saß dort eine ganze Zeit lang, dann hob er ab und flog ganz knapp über meinen Kopf und unsere Terrasse hinweg.

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Der Tag mit „Gucke“ verging rasch und um 16 Uhr wollten wir wieder die Bootsfahrt machen. Einfach nochmal gemütlich über den Fluss schippern und die Tiere und die Landschaft genießen.

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Als Sundowner gab es wieder Savanna Dry und Windhoek Lager, aber heute Abend war es nach Sonnenuntergang wesentlich kälter als gestern. Der Fahrtwind tat noch sein Übriges dazu, trotzdem wars SCHÖN! Übrigens finde ich das „Sundownern“ in Afrika sowieso eine total geniale Sache, das müsste man auch mal in Deutschland einführen!!!

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Im Camp genossen wir noch die abendliche Stimmung (ein Bild dazu gibt’s im Rb vom bayern schorsch 😎 , ich hab´s verpasst zu fotografieren…) und wir waren immer noch erstaunt darüber, wie unterschiedlich die beiden unternommenen Bootstouren waren. Heute hatten wir viel mehr Tiere gesehen, sogar Elis, gestern war alles viel ruhiger, dafür konnten wir kurz die seltene Lechwe-Antilope sehen.

Heute gab es zum Abendessen vorzügliche Wildroulade und wir waren erstaunt, dass man auch an einem „Chilling-Day“ abends wieder müde ist 😄

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1205. Aug. 2012
Montag, 9. Juli 2012

Camp Kwando – Ngepi Camp


Unterkunft: Ngepi Camp
Kosten: Tree House, Nam$ 1000,- (ÜF)
Strecke: 245 km

Heute Morgen wollten wir gar nicht aufstehen, denn es war lausig kalt. Der Gedanke an die wohl kalte Dusche machte dies nicht einfacher. Dennoch blieb uns nichts anderes übrig 😕 Fertig machen, frühstücken, schnell zusammenpacken, den Rest bezahlen und schon waren wir auf der Piste nach Kongola.

Die Fahrt auf dem Trans-Caprivi Highway nach Divundu war unspektakulär. Marco wollte aber auch schnell in Ngepi ankommen, denn es ging ihm heute nicht sonderlich, so machten wir keine größeren Stopps. In Divundu bogen wir Richtung Botswana ab und nach 14 km kam der Abzweig zum Ngepi Camp. Die Piste war schon etwas abenteuerlich und die kleinen „Motivationschilder“ waren die Vorboten auf dieses doch „spezielle“ Camp. Hippie, Hippie 🤪

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Wir erhielten das Tree House Nr. 11 und das hatte den Namen Baumhaus auch wirklich verdient. Ich hatte mich zuvor schon sehr auf diese Unterkunft gefreut, und sie war total nach meinem Geschmack! 3 Tage und Nächte mitten in der Natur!

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Da wir 1a Aussicht auf den Okavango hatten, verbrachten wir den Nachmittag mit Tierbeobachtungen. Von unserem Häuschen sahen wir einige Hippos auf der anderen Flussseite, teilweise sonnten sie sich am Ufer, natürlich flatterte eine große Anzahl verschiedener Vögel umher und selbst Otter tummelten sich im Wasser des Flusses.

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Marco hatte heute keine großen Ambitionen mehr viel zu unternehmen, hing vor Übelkeit mehr oder weniger im Camping-Stuhl herum oder suchte nach sonnigen Plätzchen, um sich aufzuwärmen. Ich testete zwischenzeitlich die lustige Außendusche und wow, es gab HEISSES Wasser!!!

Der Bar-/Rezeptionsbereich und die Aussichtsterrasse, auf der es auch das Abendessen geben sollte, waren nett und afrikanisch angelegt. Überall gab es „Kleinigkeiten“ zu entdecken. Dazu aber mehr in der Fortsetzung des Reiseberichtes.

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Abendessen war um 19.30 Uhr. Kurz davor machten wir uns mit unseren Lampen auf den Weg dahin, es war stockdunkel und schon unheimlich. Da wir den kürzeren Fußweg noch nicht kannten, liefen wir die längere Fahrstrecke und hatten immer Angst, dass irgendwo aus dem Gebüsch ein Hippo auftaucht…

Als wir im Restaurant ankamen war ich schon etwas enttäuscht. Es stand auf jedem Tisch, der vorbestellt war, genau eine Öllampe… und das wars… keine Decke, nicht einmal ein klitzekleines Deckchen… Hui, wenn man vom Camp Kwando kommt ist das echt bescheiden. Dort gab es jeden Abend liebevoll gedeckte Tische, immer anders gefaltete Servietten, Deko 🙂 und überall standen Kerzen entlang der Holzdecks. Und hier??? Aber ich sage ja immer, dass ich keinen “Luxus“ brauche und wegen Deko war ich auch nicht hier, die habe ich ja daheim 😉

Als wir mittags für das Essen reserviert hatten wurde uns gesagt, dass es einfache, aber selbst gekochte, typische Küche ist und so war es dann auch. Zur Vorspeise gab es die Auswahl von einem Salat 🤨 danach bekam man am Buffet immer einen Löffel von allem auf den Teller geklatscht, aber das Dessert wurde serviert. Irgendwie fand ich das echt schade, (gehört aber wohl zur „Philosophie“ des Camps), denn das Essen an sich, war, abgesehen von Salz, eigentlich echt gut. Wie viel mehr könnte man da nur rausholen, wenn man sich ein bisschen mehr Mühe geben würde!!! Noch ganz kurz: Es störte eigentlich nur mich ein wenig, denn Marco bekam persönlich serviert auf einem Teller, trockene Brötchen und eine Coke 😎

Dies soll jetzt nicht zu negativ klingen, denn ich würde wieder ins Ngepi Camp gehen, auf alle Fälle. Und so einfallslos das Ambiente beim Abendessen war, so ideenreich, lustig und amüsant ist das ganze restliche Camp 🤪 Dazu aber mehr im übernächsten Teil 😎

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1306. Aug. 2012
Dienstag, 10. Juli 2012

Ausflug Mahango NP


Unterkunft: Ngepi Camp
Kosten: Tree House, Nam$ 1000,- (ÜF)
Strecke: 72 km

Einmal im Urlaub schaffe ich es immer: Ich stehe zuerst auf! Doch zuvor konnten wir vom Bett aus die Sonne über dem Okavango aufgehen sehen.

Für mich gab es heute „Karaffen-Haarwäsche“, schließlich hatte ich ja gestern Mittag schön warm geduscht 😉 Marco zog bei der morgendlichen Kälte wieder die Dusche vor. Dann liefen wir nach vorne zum Frühstück und das war wieder etwas „speziell“. Es gab verschiedene Frühstücksvariationen zur Auswahl, die man an der Bar bestellen musste. Kaffee, Tee usw. konnte man sich selbst mitnehmen. Da wir ÜF gebucht hatten, durften wir von den Frühstücksvariationen genau zwischen zwei Varianten auswählen. KostenGÜNSTIGERE Varianten waren nicht im Preis inbegriffen, dafür sollte man 10 Nam$ Aufpreis bezahlen 🤨 Es ging uns nicht um die 10 Nam$, wir verstanden einfach das Prinzip nicht so ganz 😕 Dann bekam man einen kleinen Zettel mit der „Bestellnummer“, suchte sich einen WIRKLICH schönen Platz auf der Aussichtsterrasse, von dem man jetzt schon die Hippos beobachten konnte. Und dann kam es: Ein Mitarbeiter lief nach ein paar Minuten an unseren Tisch und sagte, dass das Frühstück fertig sei. Sogleich gingen wir mit und holten unsere beiden Teller ab. Hmmm, warum hat er die Teller nicht gleich mitgebracht, lustige Aktion 😄 Aber irgendwo im Camp hing ja auch ein Schild: „Selbstbedienung – die Angestellten haben heute frei“ – oder so ähnlich!

Nach dem lustigen Frühstück ging es in den Mahango NP.

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Den Loop entlang des Flusses wollten wir erst zum Schluss fahren, und so bogen wir zuerst Richtung Wasserloch ab. Die Landschaft erinnerte an den KTP, wir sahen Sekretäre, Strauße, Kudus und eine Gruppe Zebras. Allerdings fuhren wir den Loop nicht komplett, denn dem kleinen Terios wollten wir den 4x4-Part nicht unbedingt zumuten. So drehten wir irgendwann um und fuhren zum River-Loop. Diese Strecke war einfach wundervoll, super zu fahren, es gab tolle Aussichten und jede Menge Tiere!

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Den Rückweg fuhren wir über die Main-Road und waren kurz vor 15 Uhr wieder zurück im Camp. Ich war gerade im „Bad“ als ich Marco mit jemandem reden hörte. Urplötzlich stand ein Ehepaar aus Sachsen-Anhalt auf unserer Terrasse und fragte, ob sie das Tree House anschauen könnten. Natürlich durften sie und aus ihnen sprudelte es nur so heraus. Irgendwie waren sie mit einer Gruppe unterwegs, öfter gab es Pannen, jeden Tag waren unzählige Kilometer zu fahren, sie kamen oft erst abends im Dunkeln an und sie schienen total gestresst… Die Frau setzte sich auf den einen Campingstuhl und schien einfach nur für ein paar Minuten mal die Aussicht genießen zu wollen.

Wir hatten für 17 Uhr die Sundowner-Cruise gebucht und so mussten wir sie irgendwie nett darauf hinweisen, dass wir weg mussten. Es tat mir schon fast leid!

Vom Wasser aus konnten wir noch schön das Camp und unser Tree House Nr. 11 anschauen.

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Außerdem sahen wir viele Wasservögel, Büffel, Hippos und eine kleine Zwergeule.

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Am interessantesten fand ich die Fischer, die in ihren Mokoros die Netze kontrollierten.

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Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich die Boots-Touren auf dem Kwando wesentlich interessanter und schöner fand. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich dort keine Strommasten auf der anderen Seite des Flusses sah und auch keine Autolichter…

Heute liefen wir zum Abendessen den Fußweg, und waren auch etwas beruhigter, da uns jemand erzählt hatte, dass es hier im Camp nicht wirklich gefährlich sei. Beim Abendessen war das Highlight, dass Marco wieder ein bisschen etwas essen konnte, zumindest die Beilagen der Hauptspeise, aber immerhin ein Fortschritt!

Nach dem Essen setzten wir uns im Dunkeln noch auf unsere Terrasse und lauschten den Tierstimmen. Hui, man musste aber immer aufpassen, denn auf der Terrasse gab es kein Geländer und es ging direkt abwärts in den Okavango. Davon aber morgen mehr 😉

Lieber Gruß

Kathy & Marco
Teil 1408. Aug. 2012
Mittwoch, 11. Juli 2012

Ausflug Popa Falls/Mahango NP


Unterkunft: Ngepi Camp
Kosten: Tree House, Nam$ 1000,- (ÜF)
Strecke: 98 km

Über den Fußweg, der durch dichte Vegetation führt, liefen wir zum Frühstück. Unterwegs konnten wir noch einen Donkey begutachten, in dem Wasser für die Duschen auf dem Campground erhitzt wird.

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Hier noch ein paar Bilder vom gemütlichen Rezeptions- und Barbereich:

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Nach dem Frühstück schauten wir uns noch auf der anderen Seite des Camps um. Da einige Tree Houses nicht bewohnt waren, blickten wir in das ein oder andere Baumhaus hinein. Es gab ganz tolle Häuschen, aber auch welche, die keine gute Sicht auf den Fluss hatten.

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Ich wollte mir auch einmal einen Toiletten- bzw. Duschbereich der Camper anschauen und daraus wurde eine richtige „Sightseeing-Tour“ 😉 Individuell, lustig und total genial gestaltet, gab es vom Star Bath, über ein Fish Eagle Bath, sogar einen „Königs-Thron“ mit Blick über den Okavango, um nur einen kleinen Teil davon zu nennen.

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Später fuhren wir Richtung Popa Falls, zahlten kurz den Eintritt und folgten dem holprigen Weg. Wir hatten von den Fällen ja nicht viel erwartet, aber das war nun doch ein bisschen arg wenig.

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Wir gingen davon aus, dass die richtigen Fälle noch woanders zu finden sind und fuhren wieder zurück zur Campsite. Dort brachte uns ein Guide über eine kleine Brücke und zeigte uns den Weg, wo es weitergehen sollte. Da man über viele Steine balancieren musste, entschied ich mich, zu warten. Marco schaute sich die Stelle an, als plötzlich die Sandbank abbrach und schwups, ging es einen guten Meter abwärts. Marcos Eintrag im Roadbook: „Ich landete mitsamt der Kamera im Wasser. Der Guide sprang sofort nach, rettete die Kamera und dann mich. Ich war total eingesandet und nass.“
Ja, das war unser Ausflug an die Popa Falls. Der Guide entschuldigte sich tausendmal und sagte, dass er eben auch nicht weiß, wann eine Sandbank unterspült ist, na klasse 😠 Total bedient fuhren wir zuerst einmal zurück nach Ngepi. Marco säuberte sich, ich die Kamera. Leider blieb die Säuberungsaktion erfolglos, das Objektiv war voll mit Wasser und Sand, die Kamera zeigte nur noch „Error“ an…

Nachdem der erste Schock verdaut war, beschlossen wir, noch zum Tanken nach Divundu zu fahren. So würden wir am nächsten Morgen früher los kommen, schließlich lag die Tanke nicht auf unserem direkten Weg. In Divundu angekommen, gab es keinen Sprit 😈 Heute war nicht gerade unser Glückstag. Man sagte uns, dass der Tank-LKW wohl erst spät am Abend oder in der Nacht kommen würde. Na klasse, hoffentlich kommt er wirklich!

Gefrustet, ohne richtige Fotokamera und ohne neuen Sprit fuhren wir dann doch noch in den Mahango NP. Wenigstens war die Dame am Gate sehr nett. Sie sagte uns, dass das Gate zwar um 18 Uhr geschlossen wird, aber es kein Problem sei, auch später raus zu fahren 🙂 Im Park wurden wir durch grandiose Tiersichtungen entschädigt, allerdings konnte ich nur noch Dinge in großer Entfernung fotografieren, da der zweite Foto nur das große Objektiv hatte. Also fotografierte ich die Baobabs bereits fünf Kurven bevor wir da waren, Giraffen gibt es eben ohne Beine.

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Der Rückweg im Dunkeln hatte es dann schon in sich, aber was sollte heute noch passieren? Die Einfahrt zum Camp wirkte mit dem hellen Sand so, als wenn bei uns im Winter Schnee liegt.
Heute ging es zum letzten Mal mit der Taschenlampe in Ngepi zum Abendessen. Es gab Salat, ein riesiges Stück Lasagne, dazu noch Kürbis und Dessert. Auf dem Rückweg zu unserem Tree House entdeckte ich noch zwei kleine Galagos. Diese putzigen Tierchen sind eine Miniaturausgabe unseres „Buschi´s“, den wir in Ithala als „Haustier“ hatten.

Am Fluss war noch richtig viel los, man hörte immer wieder die grasenden Büffel auf der Insel und auch den schnarchenden Nachbarn 🤪 Marcos Nacht war nicht so angenehm, denn der Magen rebellierte wieder. Mit Stirnlampe ging es ins „Bad“ und natürlich fiel gerade dann die Batterie der Stirnlampe aus. Shit happens!

So im Nachhinein sind wir übrigens froh, dass es nur die Kamera erwischt hat, denn es hätte auch schlimmer kommen können. Glücklicherweise ging es an den Popa Falls „nur abwärts ins Wasser und den Sand“. Wenige Meter daneben wäre es vielleicht ein großer Stein gewesen und wie schnell hat man sich etwas gebrochen. Schürfwunden gab es zwar entlang des Arms auch so, aber die sind nun wieder verheilt.

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1509. Aug. 2012
Donnerstag, 12. Juli 2012

Ngepi Camp - Maun


Unterkunft: Discovery B&B
Kosten: Chalet, BWP 525,- (ÜF)
Strecke: 453 km

Nach dem gestrigen Misere-Tag war heute Morgen unsere erste Tat ein Foto mit dem Handy zu machen. Noch nie hatten wir mit dem Handy fotografiert, leider erkennt man den leichten Nebel über dem Okavango nicht so richtig. Hier das Ergebnis.

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Naja, jetzt beim Reiseberichtschreiben hat das „Handy-Fotografieren“ enorme Vorteile. Das Ausmisten der ganzen Bilder beschränkt sich gerade auf wenige Minuten und ich muss nicht so viele Bilder verkleinern und umbenennen 😉

Da ich heute Morgen nicht schon wieder Frühstück mit Ei wollte, bestellte ich mir das Continental Breakfast. Dieses stellte aber scheinbar eine große Herausforderung dar, denn es dauerte ewig lange. Obst gab es leider keins, das war gerade nicht zu finden 😗 und so gab es lecker Cornflakes mit Joghurt und Brot mit Marmelade, die man sich schon an der Bar aufs Brot schmieren musste 😉 Aber macht ja auch nichts. Gemütlich Frühstücken ist woanders, hier zählt die schöne Aussicht auf den Fluss 🙂

Dann ging es los: Zuerst wieder nach Divundu zum Tanken, zuvor habe ich noch ein Deko-Mokoro erstanden 😗 und juhu, es gab wieder Sprit für den Terios. Dann den ganzen Weg wieder zurück und zur botswanischen Grenze. Nun waren wir wieder zurück in Botswana und keine 10 km hinter der Grenze war eine Tankstelle! Den Weg nach Divundu hätten wir uns sparen können. Tja, ein richtiger Blick in die T4A-Karte hätte helfen können 🤩

Auf der A35 bis Sehithwa hielt sich die Anzahl der Kühe, Esel und Schlaglöcher etwa die Waage. Auf der A3 nach Maun gab es zwar keine Schlaglöcher, aber immer noch Unmengen von Kühen, Eseln und Ziegen, die genau vor uns die Straße queren mussten, die Kühe von rechts nach links, die Ziegen von links nach rechts! An der Straße wurde viel frischgefangener Fisch vom nahen Ngamisee angeboten, schade, dass wir heute Abend keine Braai-Möglichkeit hatten. Am Straßenrand liefen immer wieder Frauen in prächtiger Herero-Tracht.

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In Maun machten wir noch kurz einen Stopp im Spar um Getränke zu kaufen und dann ging es direkt ins Discovery B&B. Es ist sehr hübsch angelegt, allerdings merkt man doch etwas die Nähe zur „Stadt“, man hat hier nicht die Weite und die Natur, die wir bereits erlebt hatten.

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Ein kleiner Minuspunkt war der nicht angebotene Wäscheservice, auf den wir uns eigentlich verlassen hatten. (Insbesondere nach dem sandigen Okavango-Bad) Da im B&B zu viele Leute den Service in Anspruch nehmen wollten, fiel er leider aus und wir wurden auf die Laundry in Maun verwiesen… schade. Wir packten zwar ein paar Dinge für die Laundry am nächsten Tag zusammen, doch zuerst fanden wir sie nicht und es war uns etwas zu riskant, da wir ja dann früh los wollten. So verließen wir uns auf den Wäscheservice auf DOMBO.

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Um 19 Uhr gingen wir an den Feuerplatz, der Esstisch war schon unter freiem Himmel gedeckt. Na, das hatte jetzt wieder Afrikacharme! Insgesamt waren wir zu siebt und es war ein „German Table“. Der Koch war total lustig, machte immer wieder Späßchen und brachte uns anfangs bei, wie man „Nxai-Pan“ eigentlich richtig ausspricht. Außerdem kochte er auch richtig lecker, das Essen war suuuper! Als Vorspeise gab es Gemüsesuppe, die Hauptspeise war als kleines Buffet auf einem Mokoro angerichtet. Das Beef Stroganoff, der Reis und das gemischte Gemüse waren vorzüglich. Das Dessert mussten wir uns dann richtig „verdienen“, denn der Koch machte mit uns ein kleines Quiz. Insgesamt war es ein gemütlicher Abend und wir hatten nette Unterhaltung mit den anderen Gästen! Nach dem Abendessen gingen wir zurück in unser Häuschen. Hui, es war schon wieder etwas komisch in einer gemauerten Unterkunft zu schlafen. Aber es gab richtig lange und bequeme Betten!

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1610. Aug. 2012
Freitag, 13. Juli 2012

Maun


Unterkunft: Discovery B&B
Kosten: Chalet, BWP 525,- (ÜF)
Strecke: 80 km

Beim Frühstück unterhielten wir uns noch nett mit unseren Nachbarn, bevor wir nach Maun fuhren, um noch ein paar Besorgungen zu erledigen. Eigentlich wollten wir noch in den Education Park, doch dieser war leider geschlossen. So schauten wir uns noch ein wenig in Maun um, doch viel ist ja nicht zu sehen 😗 Auf dem Rückweg zum B&B hielten wir noch an einem Card & Craft-Center an, in dem aus Altpapier und Elefantendung Papier hergestellt wird. Schade, dass dies nur durch ein kleines Schild an der Sir Seretse Khama Road gekennzeichnet ist und bestimmt nicht so viele Leute vorbeikommen. Wir bekamen den Vorgang des Papierherstellens gezeigt, was sehr interessant war.

Später ging es zur Old Bridge Backpacker Lodge, von wo unsere Bootstour auf dem Okavango startete. Das Backpacker war nochmal mehr „Hippie, Hippie“ als das Ngepi Camp. Aber hier hätte ich mich nicht so wirklich wohlgefühlt, vielleicht sind wir aber auch schon zu alt für diese Art des Reisens 🤪 oder noch zu jung, um das richtige „Hippie-Leben“ noch einmal erleben zu wollen 😉

An einer kleinen, schmalen Brücke mussten wir die Köpfe einziehen und Marco und ich gaben uns dabei eine deftige Kopfnuss.

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Die Bootstour war schön, aber im Nachhinein bestimmt nicht zu vergleichen mit einer ganztägigen Mokoro-Tour, wobei da die Meinungen ja auch auseinander gehen. Das Wasser stand in dieser Jahreszeit sehr hoch und überflutete weite Flächen.

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Links und rechts wurde der Flussarm von Grün gesäumt.

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Bäume spiegelten sich im stillen Gewässer.

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An einem Mokoro-Hafen stiegen noch ein paar Gäste zu und dann ging es schon zurück Richtung Maun.

Da es heute Abend kein Essen im B&B gab, mussten wir uns in der Stadt etwas Passendes suchen. Die Auswahl war nicht gerade riesig, wir hatten uns aber im Vorfeld auch nicht wirklich richtig informiert, und so zog es uns zu Wimpy. Nach fast 2 Wochen afrikanisch bekocht werden oder braaien gar nicht mal übel 😄

Zurück im B&B saßen wir noch ein wenig auf unserer kleinen, hübschen Terrasse. Etwas später kamen unsere Nachbarn zurück und wir unterhielten uns noch eine ganze Weile sehr nett mit ihnen. Für den nächsten Tag war ein Flug über das Okavango-Delta geplant. Marco wollte mit den Dreien fliegen, während ich mich lieber im B&B aufhalten wollte. Der nette Mann hatte alles schon fertig gebucht (nochmals DANKE dafür!!!) und somit war der Zeitplan für den nächsten Tag klar: Zuerst der Flug, und dann nach DOMBO, was würde uns da erwarten???

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1712. Aug. 2012
Samstag, 14. Juli 2012

Maun – Dombo Farm


Unterkunft: Dombo Farm
Kosten: Chalet, € 204,- (VP)
Strecke: 155 km

Heute sollte mein Handy eigentlich um 6.30 Uhr klingeln. Samstags und sonntags ist das allerdings Fehlanzeige… es stand noch immer auf „normale Arbeitswoche“ 😉 Man sollte manchmal schon vorher etwas nachdenken 😗 Trotzdem Glück gehabt, denn wir wurden kurz nach 7 Uhr wach und Marco war noch rechtzeitig für den Flug fertig. Zusammen mit unseren Nachbarn fuhr Marco zum Airport, während ich mich in aller Ruhe fertig machte. Da ich nicht gerade flugtauglich bin und schon so viele für mich abschreckende Berichte über den Okavango-Flug gelesen hatte, entschied ich mich, nicht mitzufliegen.

Marcos Eintrag in unserem „Roadbook“: "Im Airport mussten wir zuerst durch die Sicherheitskontrolle. Dann gingen wir zu Fuß zu unserer Cessna. Rudy, unser Pilot, begrüßte uns, Frederik (der Sohn unserer Nachbarn im B&B ) wollte ihn gar nicht mehr loslassen.

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Wir stiegen ein, ich bekam den Copiloten-Platz. Dann ging es los. Der Flug war einfach unbeschreiblich. Ich war einfach nur sprachlos über die Dimensionen, über die Schönheit.

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Leider ging der Flug viel zu schnell vorbei. Am Airport kaufte ich dann noch Briefmarken, dann ging es zurück zum B&B.“


Als ich im Nachhinein hörte, dass es ein ziemlich ruhiger Flug war, war es doch schon etwas ärgerlich, dass ich nicht mitgeflogen war 😈

Wir luden das Auto und dann ging es los nach DOMBO!!! Ich glaube darauf warten gerade viele Leser, oder????? An der Tanke in Maun füllten wir nochmal mit sage und schreibe 7 Litern auf, man weiß ja nie was passiert, und an einer Vet-Kontrolle mussten wir wieder einmal die Schuhe desinfizieren und durch eine Grube fahren.

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Kurz nachdem die Straße in Richtung Motopi und Serowe abzweigt, kam dann das Schild mit den „3Tatzen“. DOMBO wir kommen!

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Noch nie zuvor hatten wir eine Unterkunft mit „Rund-um-Betreuung“ gebucht und waren daher sehr gespannt, ob es uns überhaupt gefallen würde? Die „Zufahrt“ war für uns als „Deutsche“ doch schon ungewöhnlich 🤪

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Es ging geradeaus, immer geradeaus und noch weiter geradeaus, links und rechts von uns ein Zaun! Und nach fast 20 Kilometern standen wir vor dem Tor zur Dombo Farm. Natürlich mussten wir schnell ein Bild davon machen!

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Nachdem wir das Tor passiert hatten ging es weiter geradeaus, immer geradeaus am Zaun entlang. Dann, wie auf unserer Wegbeschreibung, eine 90° Linkskurve und wieder, na wie wohl, geradeaus am Zaun entlang 🤩 Hui, so eine Zufahrt suche man mal in Deutschland! Nach ingesamt fast 30 Kilometern von der Hauptstraße aus, einer Fahrzeit von knapp einer Stunde, kam dann ein Abzweig und über einen kurvigen Weg erreichten wir das Campareal.

Heike begrüßte uns total herzlich und es gefiel uns auf Anhieb suuuper!!! Auf der Terrasse des Gästehauses, wo man sich immer aufhalten kann und gegessen wird, erledigten wir zuerst die Formalitäten und Uli kam dann auch dazu. Bei einer leckeren Vesper, mit selbstgebackenem Brot und Kuchen, unterhielten wir uns angeregt. Hier kann man sich ja nur wohlfühlen!

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Die Zeit verging schon jetzt wie im Flug und wir schafften unser Gepäck in unser Chalet.

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Auch hier waren wir richtig baff, mir fallen gar nicht die richtigen Worte dafür ein. Superschön, gemütlich, einfach nur toll!!!

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Von der Terrasse konnte man auf das Wasserloch schauen und auf das etwas entfernte Gästehaus.

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Auf die beiden Caracals waren wir schon seit Wochen gespannt. Vor längerer Zeit hatte uns Heike eine E-Mail mit Bildern der Kleinen geschickt. Seitdem fragte mich Marco mindestens einmal die Woche, ob die Beiden wohl noch immer da sein würden, wenn wir kommen. Leider wusste ich es daheim ja auch nicht, aber ja, sie waren noch da!!! Heike und Uli hatten sie ganz klein bekommen, sie waren krank und glücklicherweise haben sie überlebt! Nun werden sie fürsorglich gepflegt und sollen dann wieder an ein hoffentlich ganz glückliches Leben in der Freiheit gewöhnt werden. Ich habe die beiden gleich in mein Herz geschlossen! Zuhause konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen, wie nahe wir den Beiden kommen würden. Nun wussten wir es, wir durften sogar mit in ihr Caracal-Reich. Für heute mal ein erstes Bild, denn ich habe die nächsten Tage eigentlich noch sooo viele Bilder mehr…

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Vor dem Abendessen schrieb Marco noch das Roadbook und wir beobachteten das Wasserloch. Das leckere Abendessen mit Süßkartoffeln, Elandsteak, Gemüse, Salat und danach Dessert gab es auf der Terrasse. Währenddessen tauchte ein Stachelschwein am Wasserloch auf. Auf DOMBO haben ja sehr viele Tiere ihre Namen. Die lustigen Stachelschweinchen heißen zum Beispiel „Schweini“ und „Poldi“, was aber keine Anspielung auf die beiden Stars unserer Fussball-Nationalmannschaft ist. Wir unterhielten uns angeregt über Gott und die Welt, es war einfach schön! Langsam wurde es für uns etwas frisch, für die DOMBO´S eiskalt!

Uli brachte uns dann zu unserem Chalet. Ich weiß noch den Satz, den ich gesagt habe, als ich mich auf DOMBO ins Bett gelegt habe: „Das ist wie wieder zuhause im eigenen Bett! Das müssen deutsche Betten und deutsche Bettdecken sein!“. Am nächsten Morgen fragten wir danach… tja, ich lag richtig mit meiner Vermutung!

Geschlafen haben wir suuuuper und gar nicht gefroren!

Der Bericht über DOMBO geht weiter, aber ich habe festgestellt, es war bisher der längste Tagesbericht in diesem Urlaub….


Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1817. Aug. 2012
Sonntag, 15. Juli 2012

Ausflug Makgadikgadi NP


Unterkunft: Dombo Farm
Kosten: Chalet, € 204,- (VP)
Strecke: selbst gefahren: 0km (Das hat alles Uli für uns gemacht 🤪 )

Heute gab es um 7 Uhr Frühstück, da wir gegen 8 Uhr in den Makgadikgadi NP fahren wollten. Wir richteten gerade unseren Tee, als Heike plötzlich sagte: „Der Garfield kommt ans Wasserloch!“ Garfield??? Wir schauten aus dem Fenster und sahen einen großen Leoparden, der gemütlich ans Wasserloch trottete. Schnell holten Marco und Heike noch den Fotoapparat aus dem Chalet, denn wir wollten ja dieses Highlight auf dem Speicherchip verewigen. Wir waren so fasziniert vom Anblick dieser Katze am Wasserloch und die Morgensonne bescherte uns noch unglaubliche Farben. Dabei hatten wir total das Frühstück vergessen, mittlerweile war das Teewasser wieder kalt. Was will man mehr, Frühstück mit einem Leoparden am Wasserloch. Wir konnten uns nicht losreisen, so verschoben wir die Abfahrt einfach auf später.

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Als Garfield dann gegen 9.15 Uhr den Rückzug antrat, ging es endlich los in den Makgadikgadi NP. Uli fuhr zum Kumaga-Gate, kurz davor überquerten wir den Boteti mit einer abenteuerlichen Fähre.

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Der Park ist wunderschön, der Blick über den Boteti atemberaubend.

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Wir sahen immer wieder Kudus, Zebras, Impalas und Gnus, die am Fluss ihren Durst stillten.

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Hübsche Gabelracken genossen die Aussicht oder suchten nach etwas Essbarem am Flussufer.

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Gegen Mittag machten wir dann Picknick an der Camp Site. Uli hatte im Auto auch wirklich alles verstaut. Am gedeckten Tisch konnten wir so ein leckeres Vesper mit Brot, Käse, Wurst, Tomaten und Gurken in der freien Natur machen, als Nachtisch gab es noch selbstgebackenen Kuchen 😉

Danach fuhren wir direkt am Ufer des Flusses entlang. An einer Stelle sahen wir unzählige Weißrückengeier auf Bäumen und auf Palmen sitzen. Ein African Fish Eagle präsentierte sich ebenfalls in seiner schönsten Pose.

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Am Ufer des Boteti gab es so manche tiefsandige Passage und Marco merkte an, dass er sich angesichts dieser Passagen auf dem Beifahrersitz deutlich wohler fühlte.

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Einmal hatten wir uns etwas festgefahren, aber mit Ulis Erfahrung waren wir recht schnell wieder frei. Leider verging die Zeit wie im Flug und es wurde Zeit für die Rückfahrt. Mit der Fähre setzten wir wieder über den Boteti. Wir waren am heutigen Tag die einzigen Passagiere (dies entnahmen wir dem Quittungsbuch).

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Im letzten Tageslicht erreichten wir die Einfahrt zur Dombo-Farm. Mit zunehmender Dunkelheit wirkte die Pad noch beeindruckender. Immer wieder entdeckten wir auf den Zaunpfosten Spotted Eagle Owls, die beim Näherkommen abhoben. Nach dieser langen Tour machten wir uns noch kurz in unserem Chalet etwas frisch. Während wir auf der Terrasse auf Uli warteten, sahen wir einen Leoparden, der sich dem Wasserloch näherte. War es wieder Garfield? Und schon rief uns Uli, in unmittelbarer Nähe unseres Chalets war ein Stachelschwein. Wir beobachteten dieses Tier eine Zeitlang im Scheinwerferlicht. Wir wussten gar nicht, wohin wir schauen sollten, Leopard oder Stachelschwein???

Von der Terrasse des Gästehauses beobachteten wir dann mit den Ferngläsern den Leoparden. Es war ein weibliches Tier, leider haben wir den Namen vergessen. Leckeres Abendessen (Impala-Spieße, Maccaroni, Gemüse, Schoko-Mousse) mit Blick auf die Leopardin am Wasserloch, einfach grandios. Etwas später kam dann ein Stachelschwein ans Wasserloch, zwei weitere folgten. Dann kam eine Tüpfelhyäne, „Dracula“, ans beleuchtete Wasserloch. Doch zwei der Stachelschweine zeigten ihm mal kurz seine Grenzen auf. Etwas später trollten sich die Stachelschweine und eine weitere Hyäne kam ans Wasserloch. Nun wurde um die Wette gebuddelt und beide Hyänen standen in kürzester Zeit in einer richtigen Staubwolke.

Wir haben am heutigen Abend das „Busch-Fernsehen“ richtig genossen, doch nichtsdestotrotz kam nun die Müdigkeit und Uli begleitete uns noch zum Chalet. Von der Terrasse beobachteten wir noch ein wenig die Hyänen, dann fielen wir hundemüde ins Bett. Kurz vor dem Einschlafen hörten wir noch ein Kichern in der Nähe des Chalets.

Liebe Grüße

Kathy & Marco
Teil 1918. Aug. 2012
Montag, 16. Juli 2012

Ein Tag auf der Farm


Unterkunft: Dombo Farm
Kosten: Chalet, € 204,- (VP)
Strecke: 0km

Heute war ein Tag auf der Farm angesagt, deshalb frühstückten wir erst gegen 8 Uhr. Das Frühstück mit dem selbstgebackenen Brot war wieder lecker, jedoch war Garfield heute nicht am Wasserloch, aber es kann ja nicht jeden Morgen ein Frühstück mit Leoparden geben 😉 Gut gestärkt gingen wir dann hoch zu den Luchsen, denn diese warteten auch schon auf ihr morgendliches Mahl. Mit Heike und Uli zusammen gingen wir ins Gehege und die beiden Caracals haben beim Essen richtig zugelangt.

Im Anschluss setzten wir uns auf die Terrasse des Gästehauses um Postkarten zu schreiben. Weit kamen wir jedoch nicht, denn wir beobachteten die vielen Vögel an der Tränke und unterhielten uns angeregt mit Heike. So verflog die Zeit im Nu. Gegen 12 Uhr fuhren wir dann mit Uli, Heike und ihrem Mitarbeiter über das Farmgelände zum zweiten Wasserloch. Auf dem Landcruiser war eine Sitzbank über dem Wasserfass angebracht, so konnten wir richtig gut über die Fahrerkabine hinweg die Weite des Farmlandes bestaunen.

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Einige Meter von der Pad entfernt, sahen wir ein Tier im hohen Gras sitzen. Ich war mir eigentlich sicher, dass es ein Leopard war, Marco meinte: “Wären wir jetzt in Australien, hätte ich gesagt, das ist ein sitzendes Känguru.“ 🤩 Uli stoppte den Landcruiser, fuhr rückwärts, doch das Tier hatte sich schon hinter einen Busch verzogen. Als wir am Wasserloch ankamen, bestätigte der Mitarbeiter auf Ulis Nachfragen, dass es wirklich ein Leopard gewesen war. Heike meinte nur, dass wir ihr wegen unseres Tiersichtungsglücks langsam „unheimlich“ würden 😗 🤪 😗

Das Wasserloch war nahezu trocken und wurde wieder aufgefüllt. Am Himmel konnten wir einen kleinen Greifvogel beobachten, der ständig einen großen Greifvogel attackierte.

Als wir wieder zurück waren, wurden wir mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt. Dann starteten wir einen zweiten Anlauf mit den Postkarten, aber die Unterhaltungen waren wieder viel interessanter. Immerhin schafften wir es, über den ganzen Tag verteilt, 3 Postkarten zu schreiben 😗

Nun war Zeit für eine Spielstunde mit den Luchsen. Timmy und Sophie gaben beim Seilziehen ihr Bestes.

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Wir spielten „Ästefangen“.

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Dazwischen musste immer mal wieder eine kleine Pause eingelegt werden.

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Wie schön kann ein Ast mit einem Seil bloß sein 🤪

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Und Timmy chillte manchmal in der Ecke.

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Die Zeit verging wie im Flug und es wurde schon wieder dunkel. So brachten wir die Luchse in ihr Nachtquartier, ich durfte Timmy tragen. Ein deutlicher Gewichtsunterschied zu unseren beiden Stubentigern 😛

Auf dem Feuer bereitete Heike im Potje ein vorzügliches Oryx-Stir-Fry zu. Dazu gab es Reis, Salat und Gemüse, zum Nachtisch einen Obstsalat. Am beleuchteten Wasserloch statteten uns ein Stachelschwein und eine Hyäne, vermutlich „Dracula“, einen Besuch ab. Um 22 Uhr war dann Bettzeit, denn morgen wollten wir früh zu Nxai-Pan aufbrechen.

Liebe Grüße aus der heißen Südpfalz

Kathy & Marco
Teil 2019. Aug. 2012
Dienstag, 17. Juli 2012

Ausflug Nxai-Pan NP


Unterkunft: Dombo Farm
Kosten: Chalet, € 204,- (VP)
Strecke: selbst gefahren: 0km (Das hat alles Uli für uns gemacht 🙂 )

Heute gab es das Frühstück schon vor 7 Uhr, schließlich war es bis zur Nxai-Pan ein Stückchen zu fahren. Danach machten wir uns rasch fertig und liefen ans Auto. Am Regenwasserfass entdeckten wir eine große Stabheuschrecke. Man musste wirklich dreimal hinschauen, denn sie sah wie ein echter Zweig von einem Baum aus. Von ihrer Größe waren wir so beeindruckt, dass wir total vergaßen, ein Foto zu machen.

Doch dann ging es auch schon los Richtung Nxai-Pan. Vom ersten Gate des National Parks führte eine teilweise tiefsandige Piste bis zum zweiten Gate. Hier sahen wir unseren ersten und auch einzigen Oryx in diesem Urlaub.

Am zweiten Gate stoppten wir kurz, bevor es in die Pan ging. Die Landschaft war sehr weitläufig und in der Ferne grasten vereinzelt Springböcke. Wir fuhren weiter zum Wasserloch und verweilten dort. Es war ein richtiges „Elefantenknödelminenfeld“ 🤩

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Am Wasserloch herrschte ein reges Treiben.

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Danach drehten wir eine Runde und fuhren wieder zurück ans Wasserloch, da sich die meisten Tiere hier aufhielten. Wir beobachteten 8 Kudus, mehrere Impalas und Springböcke beim Trinken. Plötzlich entdeckten wir in der Ferne die Silhouette eines riesigen Elefantenbullen. Dieser lief auf leisen Sohlen, nur wenige Meter vor unserem Auto vorbei, ans Wasserloch. Es war absolut faszinierend, wie ein tonnenschweres Tier nahezu lautlos dahinschreitet. Den 8 Kudus machte er durch ein energisches Kopfschütteln klar, wer nun das Sagen am Wasserloch hat.

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Während der Elefant genüsslich trank, schwebte ein großer Ohrengeier ein.

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Zwei Schakale versuchten immer wieder in der Nähe des Elefanten ans Wasserloch zu kommen. Welch imposanter Größenvergleich.

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Ein Sandteufel kam auch am Wasserloch vorbei, Durst schien er aber nicht zu haben 😎

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Aus der Ferne schritt eine Giraffe gemächlich näher. Sie beobachtete immer wieder das Treiben am Wasserloch und entschied sich auch ihren Durst zu stillen.

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An der Campsite legten wir noch eine Mittagspause ein, bevor wir uns zu Baines Baobab aufmachten. Auf dem Hinweg zur Nxai-Pan war der Sand noch so fest, dass Uli die ganze Strecke mit 2x4 fahren konnte. Jetzt, auf dem Rückweg, war der Sand durch die höheren Temperaturen richtig weich geworden. Außerdem war die Sandpiste von einem vorherigen Fahrzeug dermaßen zerfurcht, dass wir uns zweimal fast festgefahren hätten.

Ab dem Abzweig zu Baines Baobab wurden wir heftig durchgeschüttelt, die Pad war richtig übel. Doch die Landschaft und die Pan bei Baines Baobab entschädigten dafür.

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Auf dem Weg zurück sahen wir mehrere Schakale und eine Riesentrappe, ein Secretary Bird stolzierte im hohen Gras.

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Auf der Teerstraße fuhren wir direkt in den Sonnenuntergang. Uli musste sehr vorsichtig sein, denn links und rechts der Straße tauchten immer wieder Gnus, Böckchen und sogar einige Giraffen auf.

Die Zufahrt zur Farm erreichten wir heute erst im Dunkeln, denn es war ein langer, aber wunderschöner Ausflug. Kurz nach unserer Ankunft gab es dann schon Abendessen: Gnu-Steak, Pap, Kartoffeln, Gemüse und ein Bananendessert, wieder einmal an einem liebevoll gedeckten Tisch!

Da es unser letzter Abend auf DOMBO war, spendierte Uli ein Gläschen Sekt und wir waren schon jetzt etwas wehmütig, denn hier bei Heike und Uli fühlten wir uns richtig wohl! Zum letzten Mal kuschelten wir uns bei kalten Außentemperaturen in die herrlich bequemen und warmen Betten und lauschten den Geräuschen. Ach, das werden wir sicherlich morgen Abend vermissen…

Liebe Grüße

Kathy & Marco
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