Es brennt oft, ist grundsätzlich normal*), ob auch katastrophal, können Laien meist nicht beurteilen .... mich dabei selbstverständlich eingeschlossen. Die Hammerszene aus "König Salomons Diamanten" (Stewart Granger, Deborah Kerr 🙂 ) mit der Massenstampede von tausenden Zebras wegen Grasfeuers udgl. fällt unter künstlerisch/dramaturgische Freiheit. Die Wirklichkeit wurde z. B. von den Owens in "Cry of the Kalahari" gut beschrieben. Demnach gehen die Wildtiere, eben weil es oft brennt, damit recht unaufgeregt um. Es gehört zu ihrer Lebenserfahrung. Grüße *) wenn es lange nicht brennt, brennt es dann, wenn es wieder brennt, um so stärker
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201118. Sept. 2021 · #22
Hallo Naturfreak Marion,
wir sind gerade im Etosha: um Okaukuejo ist gar nichts, hinter Rietfontein schossen gestern die Flammen kurz hoch, je nach Windböe, wir hatten 38 Grad. Richtig schlimm sieht es hinter Halali in Richtung Namutoni aus - alles schwarz, es qualmt vereinzelt, ist sehr dunstig und es stinkt! Aber die Tiere sind, wie schon beschrieben, völlig entspannt. Es sind eigentlich einzelne Glutnester, die Pads sind gut befahrbar und es ist relativ leer.
Viele Grüße Strelitzie
WEWestfjord76 Beiträge · seit 201918. Sept. 2021 · #23
Das ist traurig zu hören. Letzten montag gab es im etosha noch keinw flammen. Die tiersichtungen waren aber sehr gut
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201118. Sept. 2021 · #24
Ich habe ein paar Fotos gemacht - damit man sich die Feuer besser vorstellen kann:
Olfaktorisch erinnert es an qualmende Kaminfeuer... es stinkt und brennt in den Augen 🙁
Manche Farmer verlieren hier alles. Die Weide ist verbrannt und die Rinder haben nicht zu fressen mehr. Traurig. Hier hilft nur Nachbarschaftshilfe. Fotos südlich vom Etosha.
zum aktuellen Stand: Neben den knapp 120.000 ha, die vor einigen Wochen östlich von Okaukuejo abgebrannt sind, hat das Feuer im Osten bisher 325.000 Hektar zzgl. 235.000 auf anliegenden Farmen, vernichtet.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Welch eine Katastrophe 😮 Gerade könnte der Tourismus wieder anziehen und nun diese Feuer ... Die Nöte der Farmer kann/mag man sich gar nicht vorstellen. Auf unserer Wanderung heute Morgen (Erongo) haben wir eine große Flaschenglasscherbe aus dem Gras geklaubt und fachgerecht entsorgt....
.. Nun sind wir ziemlich ratlos, was wir tun sollen. 🙁 LG Ute
Welch eine Katastrophe 😮 Gerade könnte der Tourismus wieder anziehen und nun diese Feuer ...
Wie gesagt, es brennen jedes Jahr hunderttausende Hektar in Namibia. Ist auch alles "kein" Problem und sogar gut, sofern der Regen kommt...
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
maexchen286 Beiträge · seit 201719. Sept. 2021 · #30
UDi schrieb: .. Nun sind wir ziemlich ratlos, was wir tun sollen. 🙁 Ute
Warum genau? Es gibt doch derzeit keine Einschränkungen im Etosha wegen der Brände - oder?
Es gibt doch derzeit keine Einschränkungen im Etosha wegen der Brände - oder?
Nein, es werden bei aktiven Feuern mal einzelne Wege sporadisch gesperrt. Aber das sollte keinen großen Einfluss auf die Tierbeobachtung haben.
Die Feuer sind aber fast alle bereits ausgegangen/gelöscht. Quelle: FIRMS
Heute: In den vergangenen 7 Tagen:
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201119. Sept. 2021 · #32
Hello, heute Mittag hat es noch mal tüchtig gebrannt, anschließend haben wir zwei Autos mit Arbeitern gesehen, die die Brandherde und Feuer ausgeschlagen haben. Jetzt ist der Himmel um Namutomi schon etwas blau, es qualmt und stinkt gleich nicht mehr sooo heftig. Gestern Abend tränten draußen die Augen. Die Tiere lassen sich überhaupt nicht beirren! (Daumen hoch)
Viele Grüße Strelitzie
Logi16,9k Beiträge · seit 201220. Sept. 2021 · #33
... Eines der Feuer sei auf einer Farm südlich des Nationalparks ausgebrochen, ein weiteres soll durch eine Funkenbildung beim Schlagen einer Brandschneise im Osten des Parks entstanden sein. ...Das Feuer im Osten des Parks brach am Donnerstag aus, und ein Team sei vor Ort, um das Feuer zu löschen, da es auf Gebiete übergegriffen hat, die im Moment nicht verbrannt werden sollen. Die aktuellen Satellitenbilder der NASA/NOAA zeigen, dass es in der Nähe von Halali und Namutoni weiterhin brennt. ...
LG Logi
TUTuttomat21 Beiträge · seit 201928. Sept. 2021 · #34
In der Nacht vom 25. September waren wir auf dem Namutoni Camping und da wäre ohne die Hilfe der Camping-Touris wohl der Ablution Block B abgebrannt
FotoGnu397 Beiträge · seit 202129. Sept. 2021 · #35
Wir waren in der Nacht ebenfalls auf der Namutoni Campsite und zwar recht nah an dem Ablution Block B. Wir mussten nachts das Zelt abbauen und auf die gegenüberliegende Seite des Campgrounds umziehen. Das war eine sehr beängstigende Erfahrung, weil wir überhaupt nicht einschätzen konnten, ob und wie schnell sich das Feuer ausbreiten würde. Es ist später dann noch ein zweites Mal ausgebrochen und wir waren in der Nacht echt mit den Nerven am Ende. An den zwei folgenden Tagen wurde der Campground stark bewässert, so dass wir uns sicher gefühlt haben.
Im Park selbst ist zwar viel abgebrannt (an einer Stelle, die wir passiert haben, hat es auch noch geschwelt), aber auch wir hatten nicht den Eindruck, dass das die Tiersichtungen eingeschränkt hat. Im Gegenteil: wir hatten fabelhafte Sichtungen der ansässigen big four. Verkohlte Busch-Savanne ist allerdings für das Auge wirklich deprimierend.
"Durch die anhaltenden Veldbrände sind in Namibia bislang mindestens 2,5 Millionen Hektar Weideland abgebrannt. Über 600 Farmen landesweit sind betroffen. Das erklärte Umweltminister Pohamba Shifeta. Auch verschiedene Naturschutzgebiete seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Laut Shifeta seien beispielsweise über 90 Prozent des Daan Viljoen Nationalparks vor den Toren Windhoeks verbrannt. Im Etosha Nationalpark habe man hingegen mit der kontrollierten Verbrennung einzelner Abschnitte bisher Erfolg gehabt. Nur rund 22 Prozent des Parks seien so bisher von Feuern betroffen gewesen. Für die vielen unkontrollierten Brände der letzten Wochen machte der Minister in erster Linie nicht sachgemäße Holzkohleproduktion, Straßenarbeiten und Freizeitaktivitäten verantwortlich." (Hitradio Namibia, 30.9.2021)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Weiß jemand, wie es im Khaudum aussieht bezüglich der Brände?
vor einigen Wochen sehr vereinzelte Brände im Nordwesten.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Allein in diesem Jahr sind geschätzte 2,5 Millionen Hektar Weideland auf 604 Farmen sowie in zahlreichen Naturschutzgebieten abgebrannt. Im Etoscha-Nationalpark sind bis dato knapp 490 000 Hektar, was etwa 22 Prozent der Parkfläche entspricht, Veldbränden zum Opfer gefallen. ...
LG Logi
TUTuttomat21 Beiträge · seit 201901. Okt. 2021 · #40
Zwischen Okaukuejo und Namutoni war mehr oder weniger der gesamte Teil südlich der "Hauptstrasse" verkohlt. Darum nehme ich an die 22% ist auf die Fläche inklusive Salzpfanne bezogen. Dann ist schon eine enorme Fläche des Rests. Oder wird die Pfanne ausgenommen?