wobei ... ganz flamingolos ist der Park dann doch nicht. Während unserer Rundfahrt um die Sodaseen können wir doch noch eine Gruppe Flamingos erspähen, allerdings weit entfernt...
Dann nehmen wir doch lieber den Wasserbock (von vorne! 🙂 ) direkt neben der Straße liegend
Oder die Zebras, die es auch in diesem Park gibt...
Mein kleines Highlight des Tages ist aber unsere Begegnung mit einer Buschbockdame, die einmal nicht wie ihre Artgenossen vor ihr, panisch davonhüpft als unser Auto anrollt, sondern ganz entspannt stehen bleibt und sich bewundern lässt. 🙂
Allerdings scheint sie uns dann doch nicht soooo toll zu finden, denn mal wieder bekommen wir die Zunge herausgestreckt 😄 ...
Ist es eigentlich normal, dass man soviele Fotos von Tieren mit ausrausgetreckter Zunge mit aus seinem Afrika-Urlaub bringt? *grübel*
Am Nachmittag machen wir uns dann wieder auf in die Lodge. Den restlichen Nachmittag lassen wir in der Arumeru River Lodge die Seele baumeln, bestaunen ein kleines Aggro-Hörnchen, wie es ständig und sehr ausdauernd Vögel aus seinem Busch vertreibt und gehen auf Dikdik-Fotojagd 🙂
Auch heute ist das Essen wieder sehr lecker und gegen Abend bilde ich mir langsam ein, dass auch das Jucken langsam nachlässt. Vielleicht habe ich mich aber auch einfach daran gewöhnt 😵 .
Morgen bricht dann unser letzter Tag in Tansania an und dem wir eine lustige Dorfbesichtung/ wanderung machen werden 🙂 .
Bis dahin LG Steffi
Teil 4217. Juni 2012
Hallo zusammen,
tut mir leid, dass ihr auf den letzten Teil des Reiseberichts ein wenig warten musstet, aber ich war so abgelenkt von den ganzen anderen tollen Reiseberichten, die derzeit hier im Forum kursieren 😗 und dann mussten ja auch noch die Fotos für den neuen Namibia Reisebericht gesichtet und aussortiert werden 🙂 .
Zuvor aber der letzte Teil des Tansania Reiseberichts. Ich muss gestehen, so ein letzter Teil ist irgendwie doof. Nach der richtigen Reise geht nun auch das "Wiederaufleben per Reisebericht" zuende 🙁 ... und auch hier will ich ja eigentlich nicht, dass es zuende geht.
Bevor wir aber den Rückflug antreten, geht es am letzten Tag noch einmal zu einem Dorfbesuch in der Nähe von Arusha ... oder eher gesagt: zu einer Dorfwanderung 😉 .
Tag 14
Diese Nacht ist glücklicherweise nicht ganz s juckintensiv wie die letzte 🙂 . Freundlicherweise geben die Bettwanzenbisse langsam aber sicher etwas mehr Ruhe - vielleicht hab ich mich aber auch mittlerweile an das ständige Jucken gewöhnt 😎 . Böse aussehen tut's nach wie vor, aber wenigstens kann ich an diesem Morgen meine Wanderschuhe schnüren ohne danach lustige Kratzverenkungen im Zimmer anstellen zu müssen 😉 .
Heute wollen wir ein Dorf in der Nähe von Arusha besuchen. Ehrlich gesagt haben wir uns davon nicht wirklich viel versprochen: Kulturtourismus ist nicht wirklich unser Ding, aber für den letzten Tag dachten wir, dass es ein entspannter Ausklang werden könnte. Nunja... wir lagen völlig falsch 😄 .
Aber von vorne: Um halb acht holen uns Godfrey und Komba ab und entschuldigen sich gleich einmal: Irgendwas scheint gestern schief gelaufen zu sein und sie müssen vor der Dorfbesichtung erst noch kurz irgendwelche Unterlagen im Büro unseres Safariveranstalters abholen. Kein Problem - dann fahren wir dort halt hin! Was rückblickend, eine super Sache war, denn so haben wir eine klasse Stadtrundfahrt in Arusha abseits der üblichen Touristenpfade bekommen, inklusive einem Abstecher in das Reichenviertel und das war schon sehr augenöffnend 🤩 . Der Kontrast war schon wirklich krass und dass es bei den Reichen in Arusha scheinbar zum Teil dazu gehört sich einen englischen Rasen zu züchten und Hecken fein säuberlich trimmen zu lassen, verstört uns dann doch ein wenig 😄 . Jetzt haben wir noch gar nicht mit dem eigentlichen Programm angefangen und haben schon ein Highlighterlebnis 🙂 .
Danach fahren wir ca. 35 Minuten an den Stadtrand bzgl. eigentlich an einen Berg am Stadtrand. Unsere Dorfführung entpuppt sich nämlich als Dorfwanderung am Berg 🙂 . Und es ist überhaupt nicht so Klischeekulturtouristisch wie wir uns das vorgestellt haben. Zum einen wird das Dorf wirklich von wenigen Touristen besucht. Im Gästebuch, in welchem wir uns beim Dorfvorsitzenden eintragen dürfen, stehen außer uns für den Monat Januar nur 5 weitere Einträge. Merklich authentisch ist dann auch die Wanderung. Wir bekommen einen netten Dorfführer zur Seite gestellt und der wandert mit uns dann tatsächlich durch die Felder, Wege und verschlungenen Pfade des riesigen Dorfareals.
Vorbei an Kaffeefeldern, Bananenfelder, weiteren Obst- und Gemüsefelder geht es langsam den Berg hinauf.
Die Menschen, denen wir begegnen, grüßen uns freundlich, sind aber geradezu schüchtern und unglaublich zurückhaltend. Nur einige Kinder schließen sich uns neugierig für ein kleines Stück an, aber auch diese sind unglaublich unaufdringlich und schüchtern. Die kleine Bande:
Von ihrem Foto sind die Kleinen total begeistert, als wir es ihnen zeigen 🙂 .
Dann besuchen wir noch eine Massai und dürfen ihre Boma besuchen. Die Massai ist eine der reicheren Frauen in der Gemeinde und hat neben einem Bullen auch noch vier weibliche Rinder, einieg Ziegen und ein paar Hennen. Ziegen, Hennen und der Bulle leben mit der Frau und ihrer jüngsten Tochter gemeinsam im Boma. Die Massairundhütte ist von innen tatsächlich erstaunlich geräumig, wie wir finden. Wirklich sehr interessant. Natürlich hat man uns da eine das Wohnzimmer einer wirklich wohlhabenden Massai gelassen, genauso wie das ganze Dorf zu den eher wohlhabenderen Gemeinden hier gehört, aber interessant ist es allemal.
Gut vier Stunden wandern wir über die Hänge und Pfade der Gemeinde. Unser Dorfguide, den wir zur Seite gestellt bekommen haben, ist ein wirklich netter, sehr interessierter Bursche und so haben wir sehr interessante Gespräche über Anbaumethoden in Tansania, Telefongebühren, den Stellenwert von Kindern in Tansania und Deutschland und darüber, dass ein Massai-Mann hier viele Rinder für eine Frau wie mich löhnen würde 🤩 . Christian befürchtet aber, dass einige Rinder noch mehr Arbeit machen würden als eine Frau und beschließt, mich lieber zu behalten. 😎
Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück in der Lodge und genießen den restlichen Tag im Garten mit unserem Aggrohörnchen von gestern und den Dikdiks.
Das Aggrohörnchen 🙂 :
Ein Schmetterling:
Und zum Abschied noch einmal ein Dikdik:
Ja und damit ist der Urlaub dann auch schon fast zuende 🙁 ! Der Rest ist schnell erzählt: Das Abendessen ist noch einmal richtig gut, die letzte Nacht ruhig und geruhsam und in aller Hergttsfrühe werden wir von Godfrey und Komba zum Flughafen gebracht, wo wir uns von den beiden verabschieden. Der Flug nach Hause ist unspektakulär und so finden wir uns am Abend des 1. Februars zurück im nasskalten Deutschland (aber glücklicherweise schneefrei 🙂 ).
Was bleibt? - tolle Erinnerungen an einen wunderschönen Urlaub mit Tiererlebnissen, die ihresgleichen suchen 🙂 . - wir haben ein wunderschönes Land kennenlernen dürfen, das Lust auf mehr Ostafrika gemacht hat 🙂 . - wir haben festgestellt, dass wir - so nett wie unsere Guides waren und soviel wir dank der beiden gesehen haben - in Zukunft wohl eher auch diese Region der Welt nur noch als Selbstfahrer erkunden werden. Für den Einstieg und die erste Reise nach Ostafrika war es genial - aber für das nächste Mal juckt es uns in den Fingern es selbst zu versuchen 🙂 . - Tse-Tse-Fliegen sind böse, böse, Viehcher! 😄 - Ich mag keine Bettwanzen mehr 😗 ! - Tansania ist toll! ... und achja 😉 : Go visit Tanzania!!!
Ich danke euch ganz herzlich fürs Mitfahren, Kommentieren und Begleiten während des Reiseberichts. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr wurdet ein bisschen unterhalten!
Während ihr euch nun eine kleine Pause gönnen könnt, werde nun meinen Mann zuhause abliefern 😗 , meine Freundin Gabi ins Auto packen und dann kann es auch schon bald losgehen mit dem neuen Reisebericht über Namibia 🙂 .