Iris_DieterThemenstarter40 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #1
Hallo liebe Forumsfreunde,
seit gestern sind wir wieder in unserer Heimat Ratingen. Ein traumhafter Urlaub mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen liegt hinter uns. Im Anschluss findet Ihr einen kurzen Reisebericht. Iris möchte noch einen ausführlicheren Bericht beenden aber da ja Morgen der Alltag wieder losgeht kann dieser noch etwas dauern. Falls Ihr Fragen zu Details der Reise habt, könnt Ihr diese natürlich gerne stellen.
Fotos werden dann auch in Kürze folgen. Bei der Bildermenge muß man erstmal ordentlich sortieren.
10.08. Hinflug Frankfurt – Windhuk mit Air Namibia
11.08. Abholung in Windhuk durch die liebe Tante von Iris, bei der wir dann auch die 1. Nacht verbrachten. Am Tage wurde schon mal alles für die bevorstehende Bush Camper Tour eingekauft. (Lebensmittel, Trinkwasser usw.)
12.08. Abholung unseres Campers bei Leopard Tours (www.leopardtours.com) in Windhuk. Die Einweisung in das Fahrzeug war ausführlich und hilfreich. Der Bush Camper hat uns dann auch während der 4600 km nicht enttäuscht und auch viele km im 4x4 Terrain ohne jedes Problem überstanden.
Am gleichen Tag führen wir dann noch bis Roy´s Rest Camp kurz hinter Grootfontein. (470 km). Das Camp ist sehr ordentlich und hervorragend für eine Zwischenübernachtung geeignet.
13./14.08. Weiter ging es zu den Popa Fällen und dann zur Mahango Safari Lodge. Der Campingplatz der Lodge war gut besucht und wir waren froh noch einen Platz zu bekommen. Von der Lodge aus machten wir dann eine 1 ½ stündige Bootstour. Wir bekamen die ersten Hippos, Krokos und viele schöne Vögel zu sehen. Anschließend führen wir dann selbst in den Mahango Park. Der Park hat uns positiv überrascht und wir verbrachten den Rest des Tages dort. Besonders beeindruckend war eine große Herde von Rappenantilopen.
15.08/16.08. Nach der Anmeldung im Ranger Camp fuhren wir ins Nambwa Camp und den Horseshoe Bereich. Das Nambwa Camp war einer der schönsten Plätze unserer Reise. 6 wunderschöne Plätze und tolle sanitäre Anlagen. Erreichbar aber nur mit 4x4 Fahrzeugen. Bei der 1. Fahrt zum „Horseshoe“ stießen wir gleich auf eine große Elefantenherde, die am Wasser trank und spielte. Ansonsten gab es dort wenig Wild. Am 2. Tag führen wir noch 2 mal zum Horseshoe und sahen wieder den Elefanten zu. Dafür hat sich die Tour allemal gelohnt.
17.08. Am folgenden Tag dann Weiterfahrt nach Botswana an die Chobe River Front. Übernachtet haben wir dort im Ihaha Camp. Ein schönes Camp in toller Umgebung. Am Abend stellten wir dann fest, das unser Camper direkt neben dem Schlafbaum einer Pavianherde stand. Diese ließen aber uns und unser Grillfleisch in Ruhe und schliefen nach einigem Geschrei friedlich ein. Die Chobe River Front haben wir dann mit Hilfe der Tracks4Africa Karte und unserem Navisystem sehr gründlich erkundet. (Mehr zum Thema GPS und Navigation dann später im entsprechend Forumsbereich). Es gab viele Tiere und eine tolle Landschaft.
18.08. Am 18.08. fuhren dann schon früher als geplant nach Kasane und übernachteten im Camp der Chobe River Lodge. Das Camp war eng, laut und ungemütlich. Dafür fanden wir in Kasane eine Privat Clinic die uns mit Antibiotika versorgen konnte. Dank der Medikamente konnte Iris dann eine Entzündung auskurieren und den Urlaub fortsetzen.
19./20.08 Für die nächsten Tage hatten wir dann in der Garden Lodge vorgebucht. Von der Lodge aus haben wir 2 Bootstouren und einen Game Drive unternommen. Die Bootstouren waren wirklich klasse. Man kommt sehr nahe an die Tiere und hat tolle Beobachtungsmöglichkeiten. Es gab jede Menge Hippos, Krokodile, Elefanten, Antilopen und am 2. Tag eine riesige Herde Wasserbüffel. Sehr faszinierend war auch die Vogelwelt. Der Game Drive war ok, uns hatte aber unsere eigene Tour in den Park besser gefallen. Dafür gab es 2 Löwen zu sehen.
21.08 Am 21. unternahmen wir dann einen organisierten Ausflug zu den VicFalls. Unser Camper blieb in der Garden Lodge unter der Bewachung der dort sehr großen Wachhunde 🙂. Die VicFalls waren echt beeindruckend und wir haben die Tour sehr genossen. Keine Probleme an der Grenze usw.
Die Nacht verbrachten dann im Camp der Toro Safari Lodge (etwas außerhalb von Kasane). Ein sehr gutes Camp mit eigenen Duschen und WC für jeden Stellplatz.
22./23.08 Von Kasane aus ging es dann zurück in den Caprivi. Wir fuhren ins Camp Kwando. Das Camp hat uns gut gefallen. Besonders das Abendessen in der Lodge sollte man sich nicht entgehen lassen. Das kleine Cultural Village vor dem Camp ist auch einen Besuch wert. Freundliche Leute zeigen einem etwas aus der Kultur der Caprivi Ureinwohner.
Am 23. versuchten wir in den Mamili Park zu fahren. Nach 2 abenteuerlichen Holzbrücken war dann aber vor einer tieferen Wasserdurchfahrt für uns die Tour beendet. Der Bushcamper hätte diese wohl bewältigen können aber in den Mietveinbarungen stand etwas von höchstens 10 cm Wassertiefe und nichts von 100 cm. Andere 4x4 Fahrer berichteten uns auch, das man aufgrund der Wassermengen in diesem Jahr einfach noch nicht bis auf die Campingplätze im Mamili kommt. Wir durchquerten anschließend noch den Mudumu Park und machten am wunderschönen Flussufer eine tolle Mittagspause. Ein badender Elefant machte die Szenerie komplett. Tiere haben wir in beiden Parks nur wenige gesehen. Am Nachmittag führen wir dann noch über die öde B8 bis zu den Popa Falls
24.08. Fahrt zum Etosha Park ins Camp Namutoni. Alle Camps im Park waren angeblich ausgebucht und wir bekamen nur mit Mühe einen Platz auf einem s.g. neuen Campground. Wir buchten gleich 2 Nächte. Mit der 2 Übernachtung haben wir dann in Okaukuejo übernachtet. Der Trick ist aber aufgefallen und es gab ein wenig Schimpfe an der Rezeption. War uns dann aber nach einer Tollen Nacht am Wasserloch auch egal.
25./26.08 Etosha hat uns diesmal nicht so gefallen, wie bei bei den ersten Besuchen 1994 und 2000. Der Park war voll (August ist der Monat der Italiener in Namiba). Es wurde viel zwischen den Wasserlöchern hin und hergerast und die Tiere machten sich rar. Eventuell waren wir auch nur etwas verwöhnt durch die Ruhe der zuvor besuchten Parks.
27.08. Am 27. ging es dann zum Camp Hohenfels in der Nähe von Otjiwarongo. Ein kleiner Platz mit toller Aussicht und netten Eigentümern. Den Spar Markt von Otjiwarongo kann man zum Auffüllen des Proviants nur empfhelen.
28.08. Von Hohenfels aus dann eine schöne Tour entlang der der Eronga Berge zu den Spitzkoppen. Dort gibt es einen tollen Campground für Leute, die ihre Ruhe haben wollen. Wenige, sehr weit voneinander getrennte Plätze in der Umgebung der roten Felsen. Die Stimmung während der Nachmittags- und Abendsonne war einmalig.
29.08. Die nächste Nacht verbrachten wir in Swakopmund im Camp Alte Brücke. Ein sehr guter Platz in der Nähe des Aquariums. Von dort aus kann man in die Stadt laufen. Wir besorgten uns das Permit für den Namib Naukluft Park und bezahlten für eine Camping Übernachtung im Park.
30.08. Von Swakopmund aus dann über die C28 zum 4x4 Trail des Namib Naukluft Parks. Wir fuhren durch den Park bis zum Rock Arche. Dort hat es uns so gut gefallen, das wir schon um ca 2 Uhr dort blieben und Ruhe und Ausicht genossen. Am Abend machten wir unser Feuer dann direkt unter dem Felsbogen des Rock Arche und grillten unser Fleisch.
31.08. Am 31. dann über die C28 und den Boshua Pass zurück nach Windhuk. Der Boshua Pass hat unserem Toyota dann noch mal alles abverlangt. Die Steigung ist schon enorm. Insgesamt hat die Strecke aber viel Fahrfreude gemacht. Am Nachmittag dann die schwere Trennung von unserem „Wohnmobil“ in Form der Rückgabe an Leopard Tours.
Den Abend verbrachten wir dann bei den Verwandten in Windhuk.
01.09. Da der Rückflug erst um 19:00 Uhr stattfand konnten wir den Freitag noch für einen Bummel durch Windhuk nutzen. Die Zivilisation hatte uns wieder. Der Urlaub war leider viel, viel zu kurz ;-( <br><br>Post geändert von: Iris_Dieter, am: 03/09/2006 22:01
Armin2'346 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #2
Hallo Iris, hallo Dieter,
vielen Dank für euren Kurzbericht, der mich in einigen Bereichen sehr an unseren eigenen Urlaub (wenn auch nicht als Camper) vor wenigen Wochen erinnert hat, insbesondere Mahangu Safari Lodge und Camp Kwando. Bin schon sehr gespannt auf die ausführlichere Variante. Wünsche euch einen guten Start in den Alltag.
Hallo Iris, hallo Dieter, habt Dank für diesen kleinen Appetithappen - in 14 Tagen geht es bei uns los und da der Caprivi ein Schwerpunkt sein wird, verstärkt Eure Schilderung unsere Vorfreude noch mehr. Gruß Joli
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #4
Hallo Iris und Dieter,
danke für Euren netten Kurzbericht.
Eine Frage: wie sah es mit Staub in Eurem Camper aus? War es auszuhalten, oder musstet Ihr jeden Tag zum Handfeger greifen?
TITimari64 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #5
@ pascalinah wir sind letzte woche auch von unserem 4 wochen namibia / botswana tripp zurückgekommen, und der staub lässt sich leider nicht vermeiden, und kommt auch in die kleinen ritzen. wir hatten einen hilux adventurer, in dem man innen schläft, wir mussten halt alle zwei bis drei tage die matratze ausschütteln, was aber kein problem war. würde alles genau wieder so machen.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #6
Hallo Iris und Dieter,
vielen Dank für diesen Bericht, er ist knapp gehalten ohne das was wichtiges fehlt. Grade richtig um eine trübe Mittagspause im Büro zu verschönern, nun ja, jetz habe ich halt keinen Mittagsschlaf gehalten und muss diesen noch bis zum Feieraben nachholen 😗
Schön das ihr einen tollen Afrika Urlaub hattet und "Wellcome back"
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
rebecca935 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #7
Hallo Iris und Dieter, Danke für euern Kurzbericht. Schön zu hören, dass ihr im Bushcamper unterwegs ward und keine Probleme im Caprivi /Botswana hattet. Wie waren denn so die Temperaturen, vor allem nachts? War es im B-Camper auszuhalten? Und wie sah es mit dem Platz für Kameras etc. im Fahrgastraum aus?
sammy1'009 Beiträge · seit 200704. Sept. 2006 · #8
Hallo Iris und Dieter, euer Reisebericht ist klasse und hat uns schon einen Vorgeschmack auf unsere Reise, die am 11.9. losgeht, gemacht. Bis auf den Reiseanfang, wir fahren zuerst in die Etosha, haben wir unsere Tour ähnlich geplant. Und wir haben auch einen Buschcamper allerdings von African Tracks. Ich hoffe Ihr beantwortet all die Fragen meiner Vormailer, denn die liegen mir auch am Herzen.
@Joli vielleicht treffen wir uns ja, wir sind an den Caps und den Stickern im Auto zu erkennen.
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit
unsere Website: SAMMY FAMILY
Hallo Petra, wir werden die Augen offen halten. Wir kommen aber erst am 25.9. in den Caprivi und arbeiten uns dann langsam über Mudumu und Mahango bis Rundu vor. Wenn alles klappt, werden wir mit einem weißen VW-T5 unterwegs sein. Und irgend etwas mit Ali und Joli wird im Heckfenster kleben. Viel Spaß. Joli
Iris_DieterThemenstarter40 Beiträge · seit 200604. Sept. 2006 · #10
Hallo zusammen,
hier die ersten Antworten.
@Pascalinah - wie Timari schon schrieb, läßt sich der Staub nie ganz vermeiden. Es gibt je nach Fahrstrecke einen ganz feinen Staubfilm, der aber schnell abgewischt ist. In unserem Camper wird das Bett hochgeklappt und ist somit noch mehr vor dem Staub geschützt. Die ganze Sache ist also wirklich kein Problem. Empfindliche Geräte kann man ja nochmal in Plastiktüten extra verpacken und dann in die Staufächer stecken.
@rebecca - die Temperaturen waren sehr unterschiedlich. Wir hatten leider kein Thermometer dabei. Es war gefühlt zwischen 5 und 15 C in der Nacht, wobei es im Caprivi immer wärmer war. Wir hatten unsere Daunenschlafsäcke von zu Hause mitgebracht und auf die angebotenen Decken verzichtet. Da diese Schlafsäcke uns auch schon im Zelt bei Minusgraden gewärmt haben, waren sie auch für diese Reise hervorragend geeignet.
Der Fahrgastraum ist in einem SingleCab natürlich nicht üppig. Ich hatte unter dem Fahresitz immer 2 -3 Flachen Wasser für den schnellen Zugriff deponiert. Zwischen uns lag auf der Sitzbank unser Fotorucksack (ein Slingshot von Lowepro) darin war die Kamera und die Objektiv recht gut geschützt und trotzdem einsatzbereit. Zusätzlich diente der Rucksack als Mittelarmlehne. Zwischen Schalthebl und Rucksack paßte dann noch das Fernglas. Manchmal hat Iris den Rucksack auch im Fußraum des Beifahrers verstaut, was natürlich die Beinfreiheit einengt. Unter dem Beifahrersitz hatten wir das 2. Fernglas un d anderen Kleinkram. Meine Videokamera fand auch noch immer irgendwo Platz. Die durchgehende Sitzbank ist zwar unbequem, bietet aber glaub ich doch mehr Staumöglichkeiten zwischen Fahrer und Beifahrer als Einzelsitze mit dazwischen befindlicher Handbremse.
Ganz genial waren auch die 3 Steckdosen in unserem Camper. Eine am Armaturenbrett, eine im Außenbereich und die letze im Innenraum. Somit hatte ich durch den mitgenommenen Spannungswandler immer eine Steckdose parat.
TITimari64 Beiträge · seit 200605. Sept. 2006 · #11
also die temperaturen waren für uns ein grund, in namibia nicht allzu oft zu campen, trotz zwei schlafsäcken (wir sind aber auch daheim nicht die camper). nach unserer ersten campingnacht mussten wir morgens die scheiben kratzen, und das kam nicht nur einmal vor. im caprivi und in botswana war das kein problem, da war es nachts sehr angenehm. also in der übersicht mal ein paar ca. temperaturen: namibia tagsüber 20 - 28 grad nachts 0 - - 5 botswana tagsüber 20 - 30 grad nachts 5 - 15 grad
wir hatten eine hilux single cap. wir hielten es ungefähr wie iris_dieter, reiseführer, karte, fernglas... auf der sitzbank und den fotorucksack im beifahrerfußraum.
KEkessie192 Beiträge · seit 200616. Sept. 2006 · #12
Hallo Dieter, danke für die schnelle Reaktion auf meine PMS;) Und Danke auch für den tollen Reisebericht, kurz und bündig aber alles drin was man wissen muß 🤪 Da kann ich mir wieder einige Tipps für unsere Tour rauspicken Gruß KessieB)