Die Zeit Dossier: "Wir ziehen in die letzte Schlac

25 Antworten · 7'003 Aufrufe · gestartet 10. Feb. 2012 von Nenette
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Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200910. Feb. 2012 ·
In der Zeit von dieser Woche:
"Wir ziehen in die letzte Schlacht" Woche für Woche werden in Südafrika weiße Farmer brutal überfallen. Ein Hügel voller Grabkreuze erinnert an die Bauern, die seit dem Ende der Apartheid getötet wurden. Was ist der Grund für die massenhaften Morde? von Bartholomäus Grill
Ein Artikel von drei Seiten erläutert die Hintergründe.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
zuletzt bearbeitet 10. Feb. 2012
89 Beiträge · seit 200911. Feb. 2012 ·
Hallo Nenette,
wie komme ich an den Artikel? Gruß Karsten
1'723 Beiträge · seit 200911. Feb. 2012 ·
hallo ..

genau und wie kann man den artikel lesen ??

naja und mit den letzten aussagen von meinem grossen freund Malema scheint es auch in Suedafrika nicht aufwaerts zugehen, hat er doch einen grossen teil der jugend ohne zukunft hinter sich, die fuer alles bereit sind..

traurig, traurig, traurig .. ob sich nelson mandela das wohl alles so vorgestellt hat .. ??

schoenes wochenende
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200911. Feb. 2012 ·
Hallo,
da war mein Post wohl nicht explizit genug. Den Artikel gibt es nur in der gedruckten Ausgabe der Zeit.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
2'048 Beiträge · seit 200711. Feb. 2012 ·
Hallo Nenette,
seit langem mal wieder ein politischer Thread im Forum - danke fürs aufmachen und mal sehen was draus wird.

Es stand hier schon öfter im Forum: Seit dem Regierungswechsel / Befreiung sind es weit über 3000 getötete kommerzielle Farmer, die getötet wurden. In den wenigsten Fällen wird ein Täter ermittelt. Wie in den Terrorzeiten rüsten viele auf, die meisten führen immer Waffen mit sich und trainieren regelmäßig. Dass die dann politisch nicht dem ANC nahestehe sorgt eine selektive Presse dafür, dass meist Fotos von solchen Schießtrainings in den Medien auftauchen. Normal liest man in unseren Medien darüber gar nichts.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
1'723 Beiträge · seit 200913. Feb. 2012 ·
hallo

hier ein sehr aktueller und interessanter bericht aus Zim :


http://www.newsday.co.zw/article/2012-02-13-stop-madness-on-farms/

tragisch ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
607 Beiträge · seit 201013. Feb. 2012 ·
Hallo,
für alle die es noch interessiert, der Bericht ist jetzt online gestellt
http://www.zeit.de/2012/07/DOS-Farmermorde
10 Beiträge · seit 201119. Nov. 2012 ·
Das ist doch endlich mal ein Beitrag, der jenseits der Friede-Freude-Eierkuchen-Berichtertstattung auf konkrete Probleme aufmerksam macht - milde gesagt.
Ich würde eigentlich erwarten, daß in einem Forum, welches derart umfangreich den Tourismus speziell in Südafrika behandelt, wesentlich mehr über eine Thema zu erfahren ist, daß letztlich eine Frage von Leben und Tod sein kann!
Da ich bisher nur in Botswana, Namibia und Simbabwe war und Südafrika schon mal ganz gerne bereisen würde, erachte ich es z.B. als essentiell zu wissen, ob ich als Europäer in Südafrika sicher bin.
Wenn solche Dinge, wie hier in diesem Zeit-Dossier geschildert , verschämt ignoriert werden, frage ich mich, was noch so alles unter den Teppich gekehrt wird.
Das öffentliche Verdrängen und Verschweigen von Korruption, Kriminalität und Farmermorden scheint in Südafrika jedenfalls Ausmaße zu haben, die man als staatsterroristisch bezeichnen könnte, Rassismus hin oder her...
Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht!
69 Beiträge · seit 201219. Nov. 2012 ·
Ich habe den Artikel geoeffnet und NICHT gelesen. Einer dieser typischen Artikel (der nicht grundsaetzlich der Wahrheit entbehrt) aber genau so betitelt, dass man ihn liest und natuerlich auch glaubt und als allgemeingueltig akzeptiert. Ich glaube, dass nennt man erfolgreichen (guten?) Journalismus.
Wir leben in einer typischen Farmer Gegend (neben dem Tourismus). Wir leben AUF einer Farm (die allerdings nicht mehr als solche betrieben wird). Alle unsere Nachbarn, inklusive wir, leben noch. Nun wird man mir sagen, es hat vor nicht zu langer Zeit einen Mord hier gegeben, das stimmt, aber nennt mir bitte eine Stadt in der Welt, wo es keinen Mord gegeben hat.
Aber eventuell wird ja dem/der gut informierten Freki, speziell durch den letzten Absatz, mehr Glauben geschenkt!
Unbegruendete Panikmache hilft SA bestimmt nicht sich weiterhin positiv zu entwickeln.
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2012
2'462 Beiträge · seit 200619. Nov. 2012 ·
Freki schrieb:Das ist doch endlich mal ein Beitrag, der jenseits der Friede-Freude-Eierkuchen-Berichtertstattung auf konkrete Probleme aufmerksam macht - milde gesagt.
Ich würde eigentlich erwarten, daß in einem Forum, welches derart umfangreich den Tourismus speziell in Südafrika behandelt, wesentlich mehr über eine Thema zu erfahren ist, daß letztlich eine Frage von Leben und Tod sein kann!
Da ich bisher nur in Botswana, Namibia und Simbabwe war und Südafrika schon mal ganz gerne bereisen würde, erachte ich es z.B. als essentiell zu wissen, ob ich als Europäer in Südafrika sicher bin.
Wenn solche Dinge, wie hier in diesem Zeit-Dossier geschildert , verschämt ignoriert werden, frage ich mich, was noch so alles unter den Teppich gekehrt wird.
Das öffentliche Verdrängen und Verschweigen von Korruption, Kriminalität und Farmermorden scheint in Südafrika jedenfalls Ausmaße zu haben, die man als staatsterroristisch bezeichnen könnte, Rassismus hin oder her...
Natürlich ist es schrecklich, wenn Menschen aus Angst, eine Waffe unter dem Kopfkissen deponieren. Die Südafrikaner, die ich kennenlernen durfte (auch Farmer), taten das glücklicherweise nicht. Dennoch ist das einzelne Schicksal selbstverständlich verdammenswert und grauenhaft.

Ich behaupte aber dennoch, dass ein Blick auf die Kriminalitätsstatistik im eigenen Umfeld (bei mir Berlin) grundsätzlich hilft, die Einschätzung etwas objektiver zu gestalten. Relativieren ist bei menschlichen Schicksalen schrecklich, aber eventuell auch mal vernünftig.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2012
Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 ·
Abangane schrieb:Ich habe den Artikel geoeffnet und NICHT gelesen. Einer dieser typischen Artikel (der nicht grundsaetzlich der Wahrheit entbehrt) aber genau so betitelt, dass man ihn liest und natuerlich auch glaubt und als allgemeingueltig akzeptiert. Ich glaube, dass nennt man erfolgreichen (guten?) Journalismus.

Woher weißt du, dass es einer der typischen Artikel ist? Vielleicht ist der Titel typisch, aber was weißt du vom Inhalt?
Aus meiner Sicht ist der Artikel sehr gut recherchiert, behandelt das Thema und die Hintergründe umfassend.

Aber selbstverständlich lebe ich nicht in SA und hole meine Informationen aus der Presse und aus Internet-Berichten.

Andererseits kann ich verstehen, dass Betreibern von Gästefarmen das Problem ins Haus steht, die Sicherheitsbedenken von potentiellen Gäste zu zerstreuen.

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
69 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 ·



Andererseits kann ich verstehen, dass Betreibern von Gästefarmen das Problem ins Haus steht, die Sicherheitsbedenken von potentiellen Gäste zu zerstreuen.

Viele Grüße,
Nenette

Ich bitte darum mir nicht solche niederen Beweggruende zu unterstellen. Ich lebe seit 14 Jahren in SA, 7 davon in Johannesburg als Direktor eines multinationalen Chemie und Pharma Konzerns, und nun seit 7 Jahren als Besitzer einer Guest Lodge.
Ich glaube ich kann beurteilen wovon ich spreche, im Gegensatz zu denen, die ihre Informationan aus der sensationsluesternen Presse beziehen (es verkauft sich halt so gut).

Ich habe den Artikel natuerlich gelesen aber mir kam es hoch als ich durch die Einleitung war. Alles andere sind di etypischen Aussagen der weissen Afrikaaner Bauern, die gerne die Apartheit zurueck haetten, weil da ja alles soooooooooo gut war.

Das ist meine Meinung und weiter werde ich mich dazu nicht aeussern.
69 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 ·
Nenette schrieb:
Abangane schrieb:Ich habe den Artikel geoeffnet und NICHT gelesen. Einer dieser typischen Artikel (der nicht grundsaetzlich der Wahrheit entbehrt) aber genau so betitelt, dass man ihn liest und natuerlich auch glaubt und als allgemeingueltig akzeptiert. Ich glaube, dass nennt man erfolgreichen (guten?) Journalismus.

Woher weißt du, dass es einer der typischen Artikel ist? Vielleicht ist der Titel typisch, aber was weißt du vom Inhalt?
Aus meiner Sicht ist der Artikel sehr gut recherchiert, behandelt das Thema und die Hintergründe umfassend.

Aber selbstverständlich lebe ich nicht in SA und hole meine Informationen aus der Presse und aus Internet-Berichten.

Andererseits kann ich verstehen, dass Betreibern von Gästefarmen das Problem ins Haus steht, die Sicherheitsbedenken von potentiellen Gäste zu zerstreuen.

Viele Grüße,
Nenette
69 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 ·

Andererseits kann ich verstehen, dass Betreibern von Gästefarmen das Problem ins Haus steht, die Sicherheitsbedenken von potentiellen Gäste zu zerstreuen.

Viele Grüße,
Nenette

Ich bitte darum mir nicht solche niederen Beweggruende zu unterstellen. Ich lebe seit 14 Jahren in SA, 7 davon in Johannesburg als Direktor eines multinationalen Chemie und Pharma Konzerns, und nun seit 7 Jahren als Besitzer einer Guest Lodge.
Ich glaube ich kann beurteilen wovon ich spreche, im Gegensatz zu denen, die ihre Informationan aus der sensationsluesternen Presse beziehen (es verkauft sich halt so gut).

Ich habe den Artikel natuerlich gelesen aber mir kam es hoch als ich durch die Einleitung war. Alles andere sind di etypischen Aussagen der weissen Afrikaaner Bauern, die gerne die Apartheit zurueck haetten, weil da ja alles soooooooooo gut war.

Das ist meine Meinung und weiter werde ich mich dazu nicht aeussern.
Themenstarter1'309 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 ·
Abangane schrieb:
Nenette schrieb:
Andererseits kann ich verstehen, dass Betreibern von Gästefarmen das Problem ins Haus steht, die Sicherheitsbedenken von potentiellen Gäste zu zerstreuen.

Viele Grüße,
Nenette
Ich bitte darum mir nicht solche niederen Beweggruende zu unterstellen. Ich lebe seit 14 Jahren in SA, 7 davon in Johannesburg als Direktor eines multinationalen Chemie und Pharma Konzerns, und nun seit 7 Jahren als Besitzer einer Guest Lodge.
Hallo Klaus,
ich unterstelle dir keine "niederen Beweggründe". Es tut mir leid, wenn du das so verstanden hast. Ich halte es für ein mehr als legitimes Anliegen und eine Pflicht, für die Sicherheit der Kunden zu sorgen und die Sicherheitsbedenken, die Kunden haben können, abzuwägen. Ich stelle auch überhaupt nicht in Frage, dass du dich in Südafrika viel besser auskennst als ich.
Ich glaube ich kann beurteilen wovon ich spreche, im Gegensatz zu denen, die ihre Informationan aus der sensationsluesternen Presse beziehen (es verkauft sich halt so gut).
Ich halte "Die Zeit" für alles andere als eine sensationslüsterne Zeitschrift.
Ich habe den Artikel natuerlich gelesen aber mir kam es hoch als ich durch die Einleitung war. Alles andere sind di etypischen Aussagen der weissen Afrikaaner Bauern, die gerne die Apartheit zurueck haetten, weil da ja alles soooooooooo gut war.
Vielleicht liegen unsere Differenzen darin, dass du diesen Artikel durch die Südafrikanische Brille liest und ich durch die Deutsche Brille.
Natürlich stehen in solch einem Artikel die typischen nationalistischen Aussagen der Afrikaaner Farmer. Die Aussagen sind absolut schockierend und abstoßend. Aber es wird auch die Seite der Farmarbeiter und die Seite der Schwarzen, die Farmen übernommen haben, beleuchtet.
Wir erfahren hier in Deutschland so gut wie gar nichts über die südafrikanischen Farmer. Hier wird manchmal über die Lebensumstände der Schwarzen sowie die immense Kriminalität und die extrem hohe Mordrate berichtet. Am Häufigsten erscheint SA als Reiseziel in der Presse.
Wie in Südafrika die Wunden geschlossen werden, die jahrzehntelange Apartheidspolitik hervorgerufen hat, darüber ist hier wenig zu lesen. Wie tief die Gräben zwischen Schwarzen und Weißen sind, wird im Allgemeinen nur am Beispiel der finanziellen Situation und der Lebensumstände der jeweiligen Gruppe beleuchtet. Das ist für mich oberflächlicher Journalismus.
Davon hat sich "Die Zeit" abgehoben.

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2012
10 Beiträge · seit 201125. Nov. 2012 ·
Sanne schrieb:
Freki schrieb:Das ist doch endlich mal ein Beitrag, der jenseits der Friede-Freude-Eierkuchen-Berichtertstattung auf konkrete Probleme aufmerksam macht - milde gesagt.
Ich würde eigentlich erwarten, daß in einem Forum, welches derart umfangreich den Tourismus speziell in Südafrika behandelt, wesentlich mehr über eine Thema zu erfahren ist, daß letztlich eine Frage von Leben und Tod sein kann!
Da ich bisher nur in Botswana, Namibia und Simbabwe war und Südafrika schon mal ganz gerne bereisen würde, erachte ich es z.B. als essentiell zu wissen, ob ich als Europäer in Südafrika sicher bin.
Wenn solche Dinge, wie hier in diesem Zeit-Dossier geschildert , verschämt ignoriert werden, frage ich mich, was noch so alles unter den Teppich gekehrt wird.
Das öffentliche Verdrängen und Verschweigen von Korruption, Kriminalität und Farmermorden scheint in Südafrika jedenfalls Ausmaße zu haben, die man als staatsterroristisch bezeichnen könnte, Rassismus hin oder her...
Natürlich ist es schrecklich, wenn Menschen aus Angst, eine Waffe unter dem Kopfkissen deponieren. Die Südafrikaner, die ich kennenlernen durfte (auch Farmer), taten das glücklicherweise nicht. Dennoch ist das einzelne Schicksal selbstverständlich verdammenswert und grauenhaft.

Ich behaupte aber dennoch, dass ein Blick auf die Kriminalitätsstatistik im eigenen Umfeld (bei mir Berlin) grundsätzlich hilft, die Einschätzung etwas objektiver zu gestalten. Relativieren ist bei menschlichen Schicksalen schrecklich, aber eventuell auch mal vernünftig.

Viele Grüße
Sanne
In diesem Fall ist "Relativieren" allerdings nicht angebracht. Zufällig komme ich aus Berlin und habe auch viele Jahre in Hamburg gelebt. Kriminalitätsstatistiken sollte man eher "relativ" betrachten, da sie bekanntermaßen so lange hin und her gebogen werden, bis sie ins politische Raster passen. Berlin mit der südafrikanischen "Countryside" zu vergleichen sollte sich eigentlich aus sich selbst heraus verbieten, so etwas würde man ja nicht mal innerhalb Deutschlands als zulässig erachtern. Wenn jüngere norwegische Freunde nach Berlin reisen, erachte ich es jedenfalls als meine Freundschaftspflicht, sie auf bestimmte NoGo Areas hinzuweisen, bzw. bei welchen "Bevölkerungsgruppen" sie sehr vorsichtig sein sollten. Wenn sie sich daran halten, minimiert sich die Gefahr schon mal beträchtlich. Egal, wohin man reist, unbekannte Gefahren sind immer die Heimtückischsten....
Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht!
10 Beiträge · seit 201125. Nov. 2012 ·
Nenette schrieb:
Abangane schrieb:
Nenette schrieb:

Ich glaube ich kann beurteilen wovon ich spreche, im Gegensatz zu denen, die ihre Informationan aus der sensationsluesternen Presse beziehen (es verkauft sich halt so gut).
Ich halte "Die Zeit" für alles andere als eine sensationslüsterne Zeitschrift.

Im Gegenteil: "Die Zeit" ist überwiegend so politisch korrekt, daß es weh tut. Insofern ist der Terminus "sensationslüstern" als Zuschreibung für "Die Zeit" amüsant.
Ich habe den Artikel natuerlich gelesen aber mir kam es hoch als ich durch die Einleitung war. Alles andere sind di etypischen Aussagen der weissen Afrikaaner Bauern, die gerne die Apartheit zurueck haetten, weil da ja alles soooooooooo gut war.
Vielleicht liegen unsere Differenzen darin, dass du diesen Artikel durch die Südafrikanische Brille liest und ich durch die Deutsche Brille.
Natürlich stehen in solch einem Artikel die typischen nationalistischen Aussagen der Afrikaaner Farmer. Die Aussagen sind absolut schockierend und abstoßend. Aber es wird auch die Seite der Farmarbeiter und die Seite der Schwarzen, die Farmen übernommen haben, beleuchtet.
Wir erfahren hier in Deutschland so gut wie gar nichts über die südafrikanischen Farmer. Hier wird manchmal über die Lebensumstände der Schwarzen sowie die immense Kriminalität und die extrem hohe Mordrate berichtet. Am Häufigsten erscheint SA als Reiseziel in der Presse.
Wie in Südafrika die Wunden geschlossen werden, die jahrzehntelange Apartheidspolitik hervorgerufen hat, darüber ist hier wenig zu lesen. Wie tief die Gräben zwischen Schwarzen und Weißen sind, wird im Allgemeinen nur am Beispiel der finanziellen Situation und der Lebensumstände der jeweiligen Gruppe beleuchtet. Das ist für mich oberflächlicher Journalismus.
Davon hat sich "Die Zeit" abgehoben.
Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Ich lebe seit etlichen Jahren in Norwegen und weiß deswegen, wie sehr einen von den Medien gepflegte Klischees hinters Licht führen können und wie schwer es ist, objektive und ausgewogene Informationen zu bekommen. Wenn ich ein Land bereise, lege ich aber genau darauf Wert, denn ansonsten wäre ich nicht besser als der gewöhnliche Pauschaltourist.
Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht!
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2012
Gast25. Nov. 2012 ·
Hallo Klaus,
Abangane schrieb:Ich lebe seit 14 Jahren in SA, 7 davon in Johannesburg als Direktor eines multinationalen Chemie und Pharma Konzerns, und nun seit 7 Jahren als Besitzer einer Guest Lodge.
Ich glaube ich kann beurteilen wovon ich spreche, im Gegensatz zu denen, die ihre Informationan aus der sensationsluesternen Presse beziehen (es verkauft sich halt so gut).
Genau so, wie Du anderen pauschal Sensationslüsternheit usw. wegen der Auflage/Verkaufen unterstellst, könnte man Dir ein Motiv unterstellen, alles beschwichtigen zu wollen, weil Du als Tourismusanbieter natürlich ein Interesse daran hast, dass Touris an die friedlich-fröhliche Regenbogennation glauben und Übernachtungen bei Dir buchen. In beiden Fällen sollte man vorsichtig sein mit solchen Unterstellungen.

Nur zur Info: Der Autor des Zeit-Artikels lebt seit rund 20 Jahren in Südafrika und ist nicht einer der Journalisten, die mal für 5 Tage vor Ort sind, um eine Story zu recherchieren. Er hat darüber hinaus ein paar exzellente und meines Erachtens ausgewogene Bücher über Afrika geschrieben, insbesondere "Ach, Afrika" ist da zu nennen: "Grills 'Ach Afrika' ist sicherlich das fairste und gescheiteste Buch, das in den vergangenen Jahren von einem deutschen Autor über den Kontinent vorgelegt wurde." (Rezension in der Süddeutsche Zeitung)

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2012
2'664 Beiträge · seit 201225. Nov. 2012 ·
Ich halte mich bei dieser Diskussion mal lieber zurück, da man es falsch auslegen könnte.

Jedoch liegt die Wahrheit irgendwo zwischen deutschen Wochenillustrierten-"Reportern", die vor der Hauptpost in Windhoek eine Handvoll Münzen in die Mülltonne werfen für reißerische Bilder einer Gruppe schwarzer Kinder, die sich dann im Bericht mit entsprechenden Bildern angeblich um weggeworfene Nahrungsmittelreste der bösen Weißen Überflußgesellschaft raufen, und manchen Webseiten radikalisierter Buren.

Zwischendrin steht jedoch die Tatsache von mehr als 3.000 weißen Farmern oder ihrer Angehörigen, die seit der Übernahme der Regierung durch die Schwarzen in Südafrika zum Teil bestialisch umgebracht und sogar ausgeweidet wurden auf Art des maoistischen Psychoterrors, den es in Vietnam gab, der schon von Mugabe ausgeübt wurde, und sich nun in Südafrika wiederholt.

Jeden Bericht der sich irgendwo zwischendrin bewegt sollte man als Versuch der realistischen Berichterstattung auszulegen versuchen.

Welche Beweggründe Abagane zu solchen Aussagen bewegen, vermag ich nicht einzuschätzen. Die Mehrzahl ausländischer Direktoren ausländischer Konzerne bewegen sich nur äußerst abgesichert, leben in abgesicherten Wohnvierteln in hochabgesicherten Villen. Ob seine Guest Lodge auch möglicherweise in einem sicheren Gebiet liegt hat er nicht erkennen lassen. Leider neigen solche Leute häufig, was ich Abagane nicht unterstellen möchte, zu Relativierungen der tatsächlichen Gegebenheiten, da sie den üblichen Bewegungsmustern des Normalbürgers nicht folgen und sie demnach auch nicht kennen können.

Ansonsten kann man den Folgerungen von Guido nur zustimmen.
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2012
10 Beiträge · seit 201125. Nov. 2012 ·
So ungefähr würde ich das auch sehen.
Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht!