Werte Reisende,
in Addis Abeba hat sich offensichtlich eine clevere Betrugsmasche der Flughafenangestellten etabliert. Folgendes ist mir unlaengst passiert:
Waehrend eines Transitaufenthaltes wurde das Handgepaeck vor Betreten der Abflughalle durchleuchtet. Das ist anderswo auch ueblich. Hier wird jedoch offensichtlich nicht nur nach verdaechtigem Inhalt gefahndet sondern besonders nach wertvollem. Kurz nach Betreten der Abflughalle kam dann ein Bediensteter vorbei und deutete bei einigen Fluggaesten, die auf den Weiterflug (nach Lilongwe) warteten, auf Handgepaeckstuecke, die fuer die kleinen Overheadlocker angeblich zu gross seien. So auch auf mein Koefferchen, das mitnichten die international ueblichen Maximalmasse ueberschritt. Alle so gebrandmarkten Stuecke wurden mit einem handgeschriebenen Gepaeckanhaenger versehen. Irrigerweise bin ich davon ausgegangen, der Koffer wuerde irgendwo im Fahrgastraum gelagert, nur eben nicht in den Gepaeckfaechern in Kopfraum. Mit Kinderbuggies hatte ich das zuvor bereits so erlebt und mir somit nichts dabei gedacht. Fuer Sicherungsvorkehrungen (Vorhaengeschloss, Klebeband etc.) wie bei aufgegebenem Gepaeck blieb in der Hektik des Einstieges dann keine Zeit. Die Ueberrumpelungstaktik hatte System und Erfolg.
Der ersten leisen Zweifel an der Rechtmaessigkeit des Unterfangens kamen mir dann im Flugzeug. Die Gepaeckfaecher hatten Standardmasse. In Lilongwe dann erwartete mich nicht eine nette Stewardess mit einem gehauchten "Thank you for flying Ethiopian Air - here is your handluggage" sondern eine boese Ueberraschung: Das gute Stueck befand sich auf dem normalen Gepaeckband, lediglich um drei Laptops erleichtert.
Dass der umgehende Protest bei der Airline ausser einem gedrucksten "Sorry" keine weiteren Reaktionen hervorbrachte, war dann nicht mehr verwunderlich.
Leider war das Pech, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein auch noch mit eigener Dummheit gepaart. Man laesst wirklich wertvollen Inhalt nicht aus den Augen.
Die aeltere Dame in gleicher Situation jedoch, die sich hysterisch schreiend an ihrem Handgepaeck festklammerte wurde recht rabiat vom aethiopischen Sicherheitspersonal abgefuehrt. Ich habe sie im Flieger nicht wieder gesehen.
Camelthorn
in Addis Abeba hat sich offensichtlich eine clevere Betrugsmasche der Flughafenangestellten etabliert. Folgendes ist mir unlaengst passiert:
Waehrend eines Transitaufenthaltes wurde das Handgepaeck vor Betreten der Abflughalle durchleuchtet. Das ist anderswo auch ueblich. Hier wird jedoch offensichtlich nicht nur nach verdaechtigem Inhalt gefahndet sondern besonders nach wertvollem. Kurz nach Betreten der Abflughalle kam dann ein Bediensteter vorbei und deutete bei einigen Fluggaesten, die auf den Weiterflug (nach Lilongwe) warteten, auf Handgepaeckstuecke, die fuer die kleinen Overheadlocker angeblich zu gross seien. So auch auf mein Koefferchen, das mitnichten die international ueblichen Maximalmasse ueberschritt. Alle so gebrandmarkten Stuecke wurden mit einem handgeschriebenen Gepaeckanhaenger versehen. Irrigerweise bin ich davon ausgegangen, der Koffer wuerde irgendwo im Fahrgastraum gelagert, nur eben nicht in den Gepaeckfaechern in Kopfraum. Mit Kinderbuggies hatte ich das zuvor bereits so erlebt und mir somit nichts dabei gedacht. Fuer Sicherungsvorkehrungen (Vorhaengeschloss, Klebeband etc.) wie bei aufgegebenem Gepaeck blieb in der Hektik des Einstieges dann keine Zeit. Die Ueberrumpelungstaktik hatte System und Erfolg.
Der ersten leisen Zweifel an der Rechtmaessigkeit des Unterfangens kamen mir dann im Flugzeug. Die Gepaeckfaecher hatten Standardmasse. In Lilongwe dann erwartete mich nicht eine nette Stewardess mit einem gehauchten "Thank you for flying Ethiopian Air - here is your handluggage" sondern eine boese Ueberraschung: Das gute Stueck befand sich auf dem normalen Gepaeckband, lediglich um drei Laptops erleichtert.
Dass der umgehende Protest bei der Airline ausser einem gedrucksten "Sorry" keine weiteren Reaktionen hervorbrachte, war dann nicht mehr verwunderlich.
Leider war das Pech, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein auch noch mit eigener Dummheit gepaart. Man laesst wirklich wertvollen Inhalt nicht aus den Augen.
Die aeltere Dame in gleicher Situation jedoch, die sich hysterisch schreiend an ihrem Handgepaeck festklammerte wurde recht rabiat vom aethiopischen Sicherheitspersonal abgefuehrt. Ich habe sie im Flieger nicht wieder gesehen.
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)