Kreditkartenbetrug

10 Antworten · 4’314 Aufrufe · gestartet 08. Dez. 2011 von FelixF.
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Themenstarter196 Beiträge · seit 201108. Dez. 2011 ·
Bis jetzt bin ich glücklicherweise noch nie mit diesem Thema konfrontiert worden....doch das hat sich seit gestern geändert!!!

Wir haben für unseren Urlaub im Februar vorab die Camps im KTP und Etosha gebucht und auch nur an diese Beiden die Kreditkartendaten übermittelt. An SANParks über das Onlinesystem und an NWR per Fax.

Als gestern die Kreditkartenabrechnung kam, konnten wir einen Posten mit knapp 200.-€ nicht zuordnen. Auf Nachfrage bei der Bank wurde uns bestätigt, das Dies ein in Südafrika gebuchter Flug sei !!! Dann teilte uns die Dame an der Hotline mit, dass mittlerweile schonn wieder 200 & 400.- Rand mit der Kreditkartennummer bezahlt wurden. Wir haben natürlich die Karte sofort sperren lassen, mal schauen ob wir alles zurück bekommen.

Dies soll nur als Warnung dienen, dass auch bei offiziellen Buchungsstellen Kreditkartendaten in die Falschen Hände geraten können!!!
Also, die Kreditkartenabrechnung bitte immer ganz genau anschauen.

Gruß
Felix
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2011
Gast08. Dez. 2011 ·
Hallo,
FelixF. schrieb:An Sanspark über das Onlinesystem und an NWR per Fax.
Bei SANParks wird das wohl automatisch verarbeitet. Bei NWR muss zwangsweise jemand manuell das Fax mit den Kreditkartendaten bearbeiten. Da ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass der Diebstahl der Daten bei NWR statt fand. Das Ganze wäre dann insofern neu, als das bisherige CC-Missbrauchsfälle bei NWR durch Mitarbeiter in den NWR-Camps vor Ort ausgeführt wurden. Sofern das so alles zutreffend ist, würde der neue Fall bedeuten, dass auch die (Buchungs-)Zentrale nicht vertrauenswürdig ist.

Danke für die Information. Ein bisschen eigenartig sind die ungewöhnlich geringen Beträge von zum Teil nur 200 Rand. Vielleicht kannst Du das Forum auf dem laufenden halten, wenn Du weitere Informationen hast.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2011
172 Beiträge · seit 201108. Dez. 2011 ·
Hallo Felix

Danke für Deine Informatien. Ich selbst, als Namibia-Ersttäter, war anfänglich erstaunt, dass es hier offenbar üblich ist seine Kreditkartendaten per Fax auf die Reise zu schicken. Mir ist völlig bewußt, dass man Datenschutzstandarts nur nach den jeweiligen Gegebenheiten verlangen kann, bin jedoch auch der Meinung, dass sich in dieser Richtung zum Schutz des Kunden noch einiges tun muss. Ich habe in einem anderen Thread schon Mal die Übermittlung der Kartendaten via PAYBRIDGE angesprochen es kam aber leider keine Diskussion darüber zustande. Gleich vorweg, ich arbeite nicht bei dieser Firma, kenne diese Zahlungsart erst seit meiner Buchungsabwicklung mit der Bagatelle Kalahari Game Ranch und genieße auch sonst keinerlei Vorteile wenn ich hier nun auch den Link http://paybridge.de/paybridge
einfüge. Aber vermutlich ist es nicht nur für mich interessant mehr über die Transaktionsmöglichkeit von deren Nutzern in Erfahrung zu bringen (entstehen hier dem Vermieter kosten usw). Ich ziehe eben Erfahrungsberichte dem Lesen von Eigenwerbung vor. Dass man damit kriminelle Machenschaften oder menschliches Unvermögen nicht ausschließen kann versteht sich von selbst, aber zumindest ist eine Risikominderung zu erwarten.
LG Luigi
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2011
2’349 Beiträge · seit 200908. Dez. 2011 ·
Hallo,

ich will auch etwas dazu schreiben:

Als ich vor wenigen Wochen mit meiner Visacard bei der Standard Bank in der Nothern Industrial Area in Windhoek deinen Betrag von N$ 2000 abgehoben hatte, wurden mir in den darauf folgenden 54 Stunden in 9 verschiedenen Automaten-Barabhebungen in Windhoek, die ich NICHT getätigt hatte, fast N$ 14.000 abgehoben.

Der Autopmat muss wohl manipuliert gewesen sein... Jemand muss irgendwie an meinen PIN gekommen und eine Karten-Doublette ("card cloning" heißt das hier) angefertigt haben mit der er kräftig abgeräumt hat.

Dies ist eine gängige Masche und es gibt sogar organisierte, professionelle Banden dafür!

Natürlich habe ich die Karte, als ich dies bemerkte, sofort sperren lassen!

Nach der Erstattung einer polizeilichen Anzeige und der Vorlage dieser bei meiner Bank bekam ich glücklicherweise alles wieder vom Versicherungsfond meiner Bank erstattet.

Also bitte: Vorsicht

Folgendes war bei mir zwar nicht der Fall, aber trotzdem:

Nie jemanden zu nahe bei euch stehen lassen, wenn ihr am Automaten abhebt!Egal wie freundlich und vertrauenswürdig oder harmlos er einem vorkommt!

Gebt die PIN immer mit der Hand verdeckt ein!

Vorsicht auch vor "Helfern", wenn ihr technisch oder sprachlich nicht zurecht kommt beim Abheben!Gebt die Karte NIEMALS auch nur für 1 Sekunde aus der Hand!

Wenn der Automat nach 3 Versuchen immer noch nicht funktioniert: NICHT weiter probieren und NICHT helfen lassen, sondern einen anderen Automaten suchen!

Wenn ihr im Restaurant oder sonst wo mit Karte zahlt, geht mit zu dem Gerät (Speed Piont)! Lasst das Personal nicht alleine mit eurer Karte weggehen und wieder kommen!

Habt die Telefonnummer der Kartensperr-Hotline UND eurer Bank IMMER griffbereit und dabei! Am besten auch im Handy gespeichert.


Einen vermeindlichen Missbrauch SCHNELLSTMÖGLICH bei seiner Bank melden! Nur so besteht die Chance, das Geld evtl. wieder zu bekommen!

Dieses Erlebnis hat mich nun sehr vorsichtig in Sachen (Kredit)karten werden lassen...

Viele Grüße

Otji!
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2011
172 Beiträge · seit 201108. Dez. 2011 ·
Hier sind auch noch einige Möglichkeiten in Bezug auf

Bankomaten


aufgelistet. Die Liste der Möglichkeiten verlängert sich leider täglich - auch bei Supermarktkassen

LG Luigi
Gast08. Dez. 2011 ·
Hallo,

@Luigi: Paybridge ist keine Zahlungsart, sondern einfach ein Dienstleister, der Zahlungen abwickelt und unter anderem das Kreditkarten-Clearing übernimmt. Es gibt tausende solcher Dienstleister weltweit. Das nützt aber nichts, wenn NWR mit keinem davon zusammenarbeitet.

@Otjikoko: Viele Bankautomaten sind unter Sicherheitsaspekten ein katastrophales Fehldesign. Insbesondere einige im südlichen Afrika verbreitete Typen. An der Stelle, wo man die Karte einschiebt, haben die oft serienmäßig vorspringende Einfassungen aus anderem Material u.ä. Da kann es einem Kunden kaum auffallen, wenn Angreifer da noch einen Skimmer vorgeklebt haben. Man ist es ja gewohnt, das am Kartenschlitz Teile vorstehen. Wenn man da große glatte Flächen und etwas Sensorik hätte, die vorgeklebte Teile erkennt, wäre Skimming an Bankautomaten viel schwieriger. Aber der Leidensdruck scheint für die Banken noch nicht groß genug zu sein. Die erstatten lieber den Schaden, statt mal die Automaten auszutauschen.

Beste Grüße

Guido
172 Beiträge · seit 201108. Dez. 2011 ·
Hallo Guido

Danke für Deine Ausführung. Es ist mir klar, dass es nichts nützt wenn Anbieter und vor allem auch öffentliche Stellen das Angebot von solchen Dienstleistungen ignorieren.
Es könnte aber durchaus vorkommen, dass sich die Kunden eher an sicheren Zahlungsvorgängen orientieren und sich solche Firmen oder Dienstleister somit Wettbewerbsvorteile schaffen. Wenn einem eh nix anderes übrig bleibt schaut`s natürlich traurig aus.

LG Luigi
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2011
172 Beiträge · seit 201108. Dez. 2011 ·
Noch ein Zusatz zur Thema Sicherheit von Kreditkarten:

Im zweiten Halbjahr 2010 erfolgten die missbräuchlichen Karteneinsätze zunehmend außerhalb Europas, vornehmlich in Südafrika, Kenia, den USA, Kanada sowie der Dominikanischen Republik. Mit der eurpaweiten Einführung des EMV-Chips sind die Täter gezwungen, Barabhebungen im außereuropäischen Ausland zu tätigen. Dort ist der EMV-Sicherheitschip noch nicht eingeführt, die Automaten greifen auf den Magnettreifen zu.

Das heißt in vielen Fällen werden die Kartendaten in Europa geklaut und anschließend in den Ländern mit sicherheitstechnisch schwächerer Daktenstruktur verwendet.

Inzwischen hat sich die Technik verfeinert und eine Minikamera zum Ausspähen der PIN ist überflüssig. Mit einer falschen Tastatur bzw.einer hauchdünnen Folie über der Originaltastatur wird die Eingabe der PIN über Sensoren abgegriffen und auf Chips gespeichert und auch gleich per Funk an die Geldabheber im Ausland versendet. Das Abmontieren der Aufsätze und Auslesen der Daten entfällt.

Dabei handelt es sich um sehr dünne Tastaturen, die auf das Eingabefeld montiert werden, hier kann der Kunde sich nicht schützen.

LG Luigi
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2011
Gast08. Dez. 2011 ·
Hallo,
A-Wolf schrieb:
Ist nicht Böse gemeint, aber der Logik kann ich nicht ganz folgen, da ein Flug in SA gebucht wurde und die anderen Zahlungen in „ZAR“ getätigt worden sind.
Eine „pishing“ Seite, oder Virus, der die CC-Daten „weiterleitet“, oder doch ein „SANParks“ Mitarbeiter, der die Daten verkauft?
IMHO müsste der „Benutzer“, besonders, da er ein Flugticket gekauft hat, „leicht“ zu finden sein – spätestens wenn er fliegt.
Beim Kreditkartenbetrug hat man es nur selten mit dilettantischen Einzeltätern zu tun, sondern fast immer mit professioneller organisierter Kriminalität. Der der möglicherweise in Namibia bei NWR die Daten abgreift, wird sie kaum selbst in Namibia verwerten. Dem wäre zu leicht auf die Spur zu kommen. Wenn in Deutschland Kreditkartendaten ergaunert werden, dann findet der eigentliche Kartenmißbrauch auch häufig nicht in Deutschland sondern in Kroatien, Montenegro, Oman etc. statt.

Beste Grüße

Guido
5’484 Beiträge · seit 200908. Dez. 2011 ·
Ich sehe in dem Beispiel viel mehr ein Argument für die Kreditkarte als sicheres Zahlungsmittel im Internet. Das Risiko liegt immer auf Seiten des Zahlungsempfängers, denn wirklich nachweisen kann dieser den berechtigten Geldeinzug nur mit Unterschrift oder PIN. Beides hat der Zahlungsempfänger bei Internet-Zahlung üblicherweise nicht.

Wenn also falsche Abbuchungen über die Kreditkarte gelaufen sind, ist es kein Problem, die Beträge zurück buchen zu lassen. Dann hat der Zahlungsempfänger die Nachweispflicht, dass er das Geld rechtmäßig eingezogen hat.

Die regelmäßige Überprüfung der Abbuchungen auf den Abrechnungsbelegen des Kreditkartenunternehmens, halte ich angesichts dieser Sicherheit für einen vertretbaren Aufwand.
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2’047 Beiträge · seit 200708. Dez. 2011 ·
Hallo Otjikoko,
Wenn der Automat nach 3 Versuchen immer noch nicht funktioniert: NICHT weiter probieren und NICHT helfen lassen, sondern einen anderen Automaten suchen!
nur eine kleine Anmerkung: viele Automaten in Namibia ziehen die Karte schon bei einmaliger Fehleingabe der Pin ein. Du kannst sie dann gegen Identitätsnachweis am Schalter einer Hauptfiliale wieder bekommen....

Viele Grüße

jaw
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