Die LCFNDie Living Culture Foundation Namibia ist eine kleine Organisation in Namibia (mit ihrem Partner- und Förderverein mit Sitz in Tangermünde, Deutschland), die sich auf die Initiierung von sog. Lebenden Museen spezialisiert. Mit den Lebenden Museen setzen wir uns dafür ein, dass die ländliche Bevölkerung Namibias durch die Beschäftigung mit ihrer Kultur sich aus eigener Kraft aus der Armut befreien kann. Durch unser Konzept der Lebenden Museen fördern wir dabei auch den Wiedergewinn kulturellen Wissens (jeder weiß, das während der Kolonialherrschaft - und natürlich auch danach noch - extrem viel von den verschiedenen "afrikanischen Kulturen" verloren gegegangen ist) und unterstützen indirekt auch den Dialog zwischen den Kulturen, was hoffentlich irgendwann in einer toleranteren namibischen Gesellschaft
Lebende MuseenLebende Museen sind traditionelle Gehöfte, wohlgemerkt Arbeitsplätze, keine Wohnanlagen für die Akteure. Die verschiedenen Volksgruppen haben in diesen Lebenden Museen die Aufgabe ihre traditionelle (vorkoloniale) Kultur höchstmöglich authentisch zu präsentieren und werden dafür fair und gerecht bezahlt (nicht in Maismehl und Tabak). Namibier (etwa Schüler und Studenten) sowie Gäste aller Herren Länder haben dort die Möglichkeit sich über die traditionelle Kultur (aber auch über das moderne Leben) der Menschen Namibias zu informieren. Je nachdem wie man drauf ist, kann man auch tief in die Kulturen eintauchen, mehrere Tage bei den Leuten verbringen und viel selber erleben (und nicht nur anschauen).
Nach unseren Beobachtungen treten auf Seiten der Projektträger (also der Akteure) 3 Entwicklungen sehr schnell ein.
- Sie können ihre Lebensqualität verbessern (vor allem im Bereich Nahrungsversorgung und finanzieller Absicherung, viele Nambier und Kritiker glauben es vielleicht nicht, aber es wird auch einiges in die Bildung der Kinder investiert).
- Sie entwickeln ein Gefühl des Stolzes für ihre Traditionen und Kultur (was vorher oftmals Ablehnung war) und haben ein reelles Interesse an dem Erhalt ihrer Kultur und damit auch eine Perspektive für die Zukunft.
- Sie erlangen Selbstsicherheit im Umgang mit (vor allem weißen) Menschen anderer Kulturen und lernen, dass ihnen und ihrer Kultur großes Interesse entgegen gebracht wird.
Momentan unterstützen wir 4 Museen, am 22. Oktober 2011 (also Samstag nächster Woche) eröffnen wir unser 5. Lebenden Museum (
in der Nähe von Rundu). Momentan sind 2 weitere Museen im Aufbau und einige andere im Gespräch (was noch nicht viel heißen muss).
EntwicklungsphilosophieDurch unser spezielles Entwicklungskonzept (z.B. wir finanzieren keine Museen, sondern geben nur die Ideen weiter, wir lassen den Menschen so viel Zeit wie sie für die Umsetzung der Idee, also den Aufbau eines Lebenden Museums benötigen, wir arbeiten ohne Budgetplan sondern mit freier Hand, immer dort wo gerade finanzielle Hilfe benötigt wird) arbeiten wir nicht mit staatlichen Entwicklungsorganisationen zusammen, sondern arbeiten ausschließich mit privaten Spenden.
Daher auch der Aufruf an die Fomis, ihre Stimme für die Unterstützung der namibischen "Randgruppen" zu geben! Ihr helft uns damit enorm...
Ich hoffe, ich habe einige einen Einblick in unsere Organisation geben können.
Vielen Dank für euer Interesse und eure Unterstützung,
Sebastian Dürrschmidt