Airport Lodge Windhoek

37 Antworten · 11,1k Aufrufe · gestartet 14. Juli 2011 von ducky
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Themenstarter68 Beiträge · seit 201014. Juli 2011 · #1
Hallo alle AfrikaFans,
wer hat in letzter Zeit mal in der airportlodge Windhoek übernachtet? Oder würde ein anderes Quatier für 1-2 Nächte empfehlen!
Danke und Gruß
Ducky
4'451 Beiträge · seit 200814. Juli 2011 · #2
ducky schrieb:Hallo alle AfrikaFans,
wer hat in letzter Zeit mal in der airportlodge Windhoek übernachtet? Oder würde ein anderes Quatier für 1-2 Nächte empfehlen!
Danke und Gruß
Ducky
Hallo Ducky,
bitte nicht zu verwechseln mit der Airport Farm. 🙁
Wir wurden mal, eben weil diese beiden Namen fast zum Verwechseln ähnlich sind , auf der Airportlodge abgesetzt. 😉 Da würde ich nie wieder hingehen wollen. 😠
Die Airportfarm hat uns sehr gut gefallen. Eine andere Möglichkeit ist die Etangoranch, näher am Flughafen geht gar nicht.😄

siehe hierzu unsere Erfahrung.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663-eine-neue-erfahrung.html?limit=6&start=96

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
2'349 Beiträge · seit 200914. Juli 2011 · #3
Hallo Ducky,

Cecile hat recht.

Etango Ranch oder Airport Farm.

In die Airport Lodge würde ich noch nicht mal für nur 1 Übernachtung gehen.

Es ist schmudelig, ungemütlich und man kann dort nichts sehen oder machen.

Wenn es nur darum geht möglichst günstig und nahe am Flughafen zu übernachten, kann ich (füpr eine Nacht) das Trans Kalahari Inn empfehlen. Dort kann man nichts machen oder besonderes sehen, aber die Unterkunft ist in Ordnung.

Lg, Otji!
354 Beiträge · seit 201015. Juli 2011 · #4
Hallo Ducky,

zur Info. Die Airport Farm ist auch ne Jagdfarm. Wer damit Probleme hat, so wie ich z.B., sollte dies zumindest vorher wissen.
Etango kann auch ich aufgrund eigener Erfahrung sehr gut empfehlen.

Gruß Serengeti
413 Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #5
Hallo Ducky,

nie wieder Airportlodge:S !!!
Wir waren letztes mal im November 2010 da. Wir hatten uns diese Lodge raus gesucht weil sie mal nicht von Weissen betrieben wird. Aber leider machte das Personal und das Ambiente alle Vorurteile war.

Gruesse
Kitty
0
2'349 Beiträge · seit 200915. Juli 2011 · #6
@ Toko: Wobei man natürlich sagen muss, das es auch viele von Schwarzen geführte Betriebe und Unterkünfte gibt, die wirklich top und zu empfehlen sind (z.B. Grootberg Lodge)!. Aber ich bin sicher, dass du das bestimmt auch weißt.

@ Serengeti: Ich möchte dich nicht in deinen Grundfesten erschüttern, aber Etango Ranch ist genauso eine Jagd-und Gästefarm wie Airport Farm. Beide Farmen bieten beides an. Davon bekommt man allerdings in der Regel als "normaler" Gast auf beiden Farmen nichts mit.

Lg, Otji!
7'272 Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #7
Ich finde es witzig, dass immer so darauf hingewiesen wird, dass Farm X oder Y auch eine Jagdfarm ist. Fact ist, dass es in Namibia fast keine (Gäste-)Farm gibt, die nicht auch gelegentlich Jagdgäste annimmt. 😮 Irgendwoher kommt ja auch das Wildfleisch das so gerne gegessen wird. 😄

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
4'451 Beiträge · seit 200815. Juli 2011 · #8
Otjikoko schrieb:@ Toko: Wobei man natürlich sagen muss, das es auch viele von Schwarzen geführte Betriebe und Unterkünfte gibt, die wirklich top und zu empfehlen sind (z.B. Grootberg Lodge)!. Aber ich bin sicher, dass du das bestimmt auch weißt.

@ Serengeti: Ich möchte dich nicht in deinen Grundfesten erschüttern, aber Etango Ranch ist genauso eine Jagd-und Gästefarm wie Airport Farm. Beide Farmen bieten beides an. Davon bekommt man allerdings in der Regel als "normaler" Gast auf beiden Farmen nichts mit.

Lg, Otji!
Leider haben wir auf der Ongava Lodge das auch so erlebt. Es waren nur Schwarzen , was uns in keins der Weise gestört hat aber wenn dann bei dem Preis gelacht wird wenn es u.A.in den Betten geregnet hat , bei einigen Gäste, fanden wir das nicht Lustig. 😠

http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663-eine-neue-erfahrung.html?limit=6&start=66


Die Etango Ranch , das ist mir neu , das es eine Jagd Farm ist 😉 Was jagen die den da ? Die "SIMBRA-Rindern" ?

EtangoStier2.JPG



Auf der Homepage kann ich nichts in Richtung Jagd entdecken. 😉
Liebe Grüße
Cécile 🙂
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zuletzt bearbeitet 15. Juli 2011
33,1k Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #9
OFF TOPIC
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Hi Cécile,

auf Etango befindet sich u.a. die erste Schule zur Ausbildung von Hunting Guides in Namibia. Herr Grellmann ist zudem Professional Hunter.

Im Prinzip sind alle Farmen Jagdfarmen, da überall gejagd wird... die einen nur zur Selbstversorgung, die anderen eben gegen Cash.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'451 Beiträge · seit 200815. Juli 2011 · #10
Hallo Christian,
vielen Dank für diese Information. 🙂 Das wusste ich nicht. Aber nachdem wir schon einige Male auf der Etango Ranch waren , haben wir noch keine prahlende Jäger dort getroffen, entgegengesetzt zum anderen Jagdfarmen. 😉

Liebe Grüße
Cécile 🙂
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zuletzt bearbeitet 15. Juli 2011
841 Beiträge · seit 200815. Juli 2011 · #11
Otjikoko schrieb: Wobei man natürlich sagen muss, das es auch viele von Schwarzen geführte Betriebe und Unterkünfte gibt, die wirklich top und zu empfehlen sind (z.B. Grootberg Lodge)!. Aber ich bin sicher, dass du das bestimmt auch weißt.

quote]

N O C H

weisses Managment
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
931 Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #12
@Christian,
Im Prinzip sind alle Farmen Jagdfarmen, da überall gejagd wird... die einen nur zur Selbstversorgung, die anderen eben gegen Cash.
Natürlich wird auf fast allen Farmen gejagt, aber nicht überall gibt es Trophäenjagd gegen Geld. Und das ist ein gravierender Unterschied...

@Chrigu

Und auch das Wildfleisch, das wir so gerne essen, stammt nicht von Trophäenjägern. Solltest du eigentlich wissen...

Gruß

Ulli
0
7'272 Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #13
Du täscht Dich gewaltig. Ich habe selber mehrmals erlebt, dass ein grosser Teil des Trophäenfleisches an bekannte Restaurants und Lodges verkauft wird.

Auch ist es so, dass Du auf fast jeder Farm auch auf Trophäe jagen kannst. Ausnahmen gibt es immer, aber es sind Ausnahmen.

Das heisst aber nicht, dass Du als normaler Gast davon etwas merkst. Bei einigen Farmen werden Jäger und Touris getrennt. Andere Farmen informieren, dass Sie auch Jäger da haben.

Zudem gibt es die typischen Jägergeschichten auch auf vielen Lodges. Die Jäger reisen ja vor oder nach der Jagd häufig auch noch etwas durchs Land. So kann man auch auf einer Lodge ohne Jagd durchaus mit Jägerlatein konfrontiert werden.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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33,1k Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #14
OFF TOPIC
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Hi Ulli,

es gibt momentan etwa 300 registrierte Jagdfarmen in Namibia. Auf diesen jagen Trophänejäger und dieses Fleisch kommt auch auf Deinen Teller, egal ob im Restaurant oder auf Farmen. Reine Fleischjagd gibt relativ wenig in Namibia (meist nur Springbock-Culling von Südafrikanern für Biltong).

Sonnige Grüße
Christian
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354 Beiträge · seit 201016. Juli 2011 · #15
meinen Beitrag habe ich wieder aus dem Thread genommen nachdem ich ihn in "erster Erregung" im Hinblick auf die Ausführungen zur Jagd geschrieben hatte.

Gruß Serengeti
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2011
2'610 Beiträge · seit 200716. Juli 2011 · #16
Hi, auch wenn das Jagdthema eigentlich nicht zur Frage steht, will ich meinen Senf dazu geben:

Ich bin keine Jägerin und werde ausser mit der Kamera auf kein Tier schießen, aber wie Chrigu schon schreibt: woher soll das leckere Wildfleisch denn sonst kommen???? Wo ist der Unterschied für das Tier? Es wird getötet und gegessen, ob ein Trophäenjäger enorm viel Geld für das Abschiessen bezahlt oder ob es vom Farmer geschossen wird? In Namibia hat es bis zum Abschuss ein freies Leben geführt und wurde nicht in Massentierhaltung ohne je Gras oder Sonne gesehen zu haben gehalten. Wenn man so gegen die Jagd ist - das verstehe ich vollkommen - dann sollte/muss man auch so konsequent sein und sich vegetarisch ernähren.

Zum Abschluss: Auch bei uns lachen sich weder Kuh, Rind, Kalb oder Schwein zu Tode.

Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2011
354 Beiträge · seit 201016. Juli 2011 · #17
Hi Jambolessy,

Du bemühst wieder die standardmässige Aussage.

Ich persönlich bin für Jagd, für verantwortungsbewusste Jagd, die zur Erhaltung des Gleichgewichts und zur Fleischversorgung dient. Ich bin gegen Jagd, wenn diese ausschliesslich dem Profit dient bzw. verpflichtet ist und man sich dabei "skurrilen" Werkzeugen bedient.

Nehmen wir ein anderes Beispiel, da das Thema "Robbenschlagen" schon kürzlich im Forum behandelt wurde. Eine Dezimierung muss wohl erfolgen (Hier bin ich allerdings kein "Fachmann" ) Was würdest Du sagen, wenn man ein Geschäft daraus macht und "Touristen ", also Leute ins Land holt, die gegen Bezahlung 2-5 Robben totschlage dürften? Diese Menschen kommen, weil sie Spass daran hätten. Was würdest Du den "Verantalter" sagen ? Was würdest Du den "Totschlägern" sagen?

Ich möchte damit lediglich verdeutlichen, dass man sich bei der "Jagd" "Touristen" holt, die ihren Jahresurlaub damit verbringen (und sich dabei erholen und größten Spass daran finden), wenn sie Tiere totschiessen dürfen. Da kann sich jetzt Jeder selbst überlegen, wie er dazu steht.
In meinen Augen haben diese Pseudojäger ein "Problem" Evtl. muss man ihnen auch medizinisch helfen. Ich denke, man könnte allerdings da noch härtere Worte finden für diese Spezies. Unterhalte Dich mal mit solchen Typen. ich habs getan. Schau Dir mal die Fotos auf den websites der Jagdfarmen an. Wie krank muss ich sein, mich z.B. auf ein totgeschossenes Tier zu legen, zu lachen und mich zu prüsten? Da muss es doch jedem Betrachter übel werden bei dieser Art der Demonstration der Urlaubsfotos.
Wenn ich mitbekomme, dass mein Gastgeber in Namibia diese Praxis "reitet", bin ich dort Gast gewesen.

Jetzt haben wir nur über die "normale" Jagd gesprochen und die Trophäenjagd incl. Katzen noch gar nicht erwähnt. Da geht es ofmals nur um die reine Trophäe. Da wird ein Tier "besorgt" damit es vom Gast teuer geschossen werden kann. Auch hier reine Lust am Töten. Das verabscheue ich, nicht die Jagd an sich.

Wir haben Verwandte in SA. Von denen habe ich Geschichten erfahren bzgl. "Besorgen von "Jagdtieren" und auch Schiessen von Tieren (teilweise noch in Käfigen), da würde es Dir "den Schalter raushauen".



Gruß Serengeti

P.S. und "witzig" finde ich es nicht, wenn man diese Problematik anspricht
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2011
2'610 Beiträge · seit 200716. Juli 2011 · #18
Hi Serengenti,

ich bejahe nur die Jagd nur auf Tiere, die weder bedroht sind oder nur als Trophäe "genutzt" werden.

Wie ich schon geschrieben habe, ist es dem Kudu egal, ob er vom Farmer oder vom Jäger "erlegt" wird - für ihn bedeutet es keinen Unterschied und uns schmeckt das Fleisch gleich, egal wer geschossen hat.

Natürlich ist es in unseren Augen "albern" sich neben einem Tier zu posieren, das wegen der Zäune überhaupt nicht wirklich fliehen konnte. Aber, was denkst du, wie die vielleicht über dich und mich reden, die wir u.a. wegen Fotos durch die Gegend fahren, vielleicht vertreten sie sogar die Meinung, dass wir die Tiere auch im Zoo fotografieren könnten. Was ich damit sagen will, leben und leben lassen.

Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2011
354 Beiträge · seit 201016. Juli 2011 · #19
Tschuldigung, aber das geht völlig an der Sache und meiner Argumentation vorbei.

S.
2'048 Beiträge · seit 200716. Juli 2011 · #20
Hallo Serengeti,

nein- es geht nicht an Deinen Argumenten vorbei. Ich bereise jetzt das südliche Afrika seit 30 Jahren. Zu Beginn der 80er Jahre herrschte dort eine längere Dürreperiode. Mehrere Regenzeiten sind hintereinander ausgefallen. Als Gast auf einer Farm habe ich mitbekommen wie die Oryxbestände komplett abgeschossen wurden, weil die Spießböcke die Rinder von den letzten Wasserstellen vertrieben haben. Erst Anfang bis Mitte der 90er Jahre haben die Wildtierbestände auf den Rinderfarmen wieder zugenommen. Und ich behaupte - dies war nur möglich weil dank der zunehmenden Jagdtouristen mit den Wildtieren wirklich Geld zu verdienen ist. Inzwischen haben eine ganze Reihe meiner Bekannten die Rinderbestände bewußt reduziert und verdienen ihr Geld mit Trophäen- oder Fleischjagden. Machen sie das nicht selbst als Jagdführer und Gästefarm, so stellen sie ihre Flächen Professional Hunter zur Verfügung, die dann Jagdgäste dort führen, aber nicht auf der selben Farm übernachten. Auf den meisten Farmen, die ich näher kennen gelernt habe, erhalten die FArmarbeiter Fleischkontingente als Teil der Entlohnung. Der Farmer muss jede Woche mehrere Antilopen dafür schießen. Das ist Arbeit, kostet ihn Zeit. Hat er Jagdgäste, dann wird er für das gleiche Ergebnis noch gut bezahlt.
Ähnlich sieht es mit den Katzen aus. Zu Beginn meiner Reisen kam ich praktisch nur auf Farmen, die jede gesichtete Raubkatze auch abschießen wollten. Daran hat sich auf vielen Rinder- und Ziegenfarmen wenig geändert - wobei vor allem der Gepard, der jeden Tag neue Beute benötigt, besonders angefeindet ist. Das Aussetzen der Abschußgenehmigungen in 2010 hat m.E. keiner Katze das Leben gerettet, sondern nur verhindert, dass Farmer durch Nutzung der natürlichen Bestände auch Geld verdienen können und nicht nur Schäden erleiden. Die Schädlingsbekämpfung ist eine absolut unethische Jagd. Da werden auch den Jungen die Mutter weggeschossen, was kein Trophäenjäger tun würde. Mit diesem ERgebnis kann er sich nirgendwo zeigen.
Nein - in keinem Bereich wird so viel geheuchelt wie in diesem.
Wenn ich Fleisch esse, dann akzeptiere ich, dass dafür Tiere getötet werden. Ist es besser, bei Nacht mit Scheinwerfer einem hilflos geblendeten Tier zwischen die im Scheinwerferlicht hell leuchtenden Augen zu schießen? Das ist Fleischjagd. Trophäenjagd sieht anders aus. Da gibt es auch den Schuß vom Jagdwagen - wenn der Jagdgast das so will. Das sind besondere Jäger - und ja die gibt es auch. Viele suchen aber nicht die dicke Trophäe an erster Stelle sondern das Jagderlebnis. An der Wasserstelle früh morgens die Fährte aufnehmen und tracken - durch Busch und kilometerweit dem ausgesuchten Tier folgen. Meist dreht der Wind oder die Jäger werden bemerkt und das Wild flüchtet. Für eine solche Jagd dann unerreichbar. Oder man erreicht das Tier und die Trophäe passt nicht. Für viele noch unverständlicher aber in Namibia immer mehr verbreitet: Die Jagd mit dem Bogen: Dann geht die Pirsch so leise wie möglich an das Tier heran. Die sichere Schussentfernung liegt maximal bei etwa 30 m.
Es muss keiner so ein Tier töten. Aber egal ob ich dann nur ein Foto mache - die Suche nach dem Wild, das erfolgreiche verfolgen querfeldein ohne Lärm zu machen und immer unter Berücksichtigung des Windes - das Wild hat viele Chancen - ganz anders als bei der Fleischjagd zu entkommen.
Mißstände, die mir nicht gefallen gibt es leider überall. Aber dabei sollte man nicht vergessen, dass zum Erhalt der Natur auch immer dazu gehört, wirtschaftlich sinnvollen Nutzen daraus ziehen zu können. Nur so wird es nachhaltig funktionieren.
Und was stört dich an den Geschichten einer solchen Jagd? Weil du einfach nicht wissen willst, wie dein Steaklieferant gestorben ist? Weil du meinst, die Metzger müssten in Selbstzerfleischung Abbitte für ihr tun leisten? Ich kann dir sagen, dass die meisten Jäger sehr viel Erfurcht und Respekt für das Tier empfinden, dass sie erlegt haben. Das habe ich in einem Schlachthaus noch nie erlebt und auch nicht bei der Fleischjagd in Namibia.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2011