Überbuchung Air Namibia

20 Antworten · 7'857 Aufrufe · gestartet 04. Juli 2006 von Christa
Antworten
Themenstarter23 Beiträge · seit 200604. Juli 2006 · #1
Hallo, liebe Leute!
Heute mal eine kleine Warnung und eine Anfrage, ob jemanden schon mal Ähnliches passiert ist: Wir wollten als Höhepunkt unserer Reise Ende Juni nach Botswana fliegen und dort 4 bzw. 5 Tage in Camps im Okavango verbringen. Leider zerrte man uns (wir hatten bereits eingecheckt, der Flug war ordnungsgemäß rückbestätigt, die Bordkarten hatten wir in den Händen) eine Viertelstunde vor Abflug vom Schalten weg, erzählte uns, der Flieger sei leider überbucht und wir müssten in Windhuk bleiben.
Während wir noch am heftigen Diskutieren waren, flog der Flieger ab, wir wurden ins Kalahari Sands gebracht (obwohl ich, wenn schon, eher irgendwo auf einer Gästefarm geblieben wäre) und weiter ging es dann erst zwei Tage später. Das hat uns leider den Urlaubspaß ziemlich vers.... - Die Agentur will sich zwar darum kümmern, aber ich möchte trotzdem gern wissen: Hat jemand so etwas schon mal erlebt - und: Was tun?
Viele Grüße - Christa
283 Beiträge · seit 200604. Juli 2006 · #2
Unsere Freunde von Rooiklip haben Deinen Erfahrung bestätigt. Air Namibia überbucht gnadenlosn um sicher mit einem prall vollen Flieger stareten zu können. Uns wurde trotz Rückbestätigung empfohlen 3 h !!! vor Abflug da zu sein. Das haben wir logischerweise nicht gemacht, 2 h davor waren die Schlangen an der Abfertigung "as long as possible". Wir sind mit gekommen aber nehmen das für die Zukunft ernst.
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
7'267 Beiträge · seit 200604. Juli 2006 · #3
Hallo Christa

Als wir letztes Mal von Windhoek nach Hause mussten, waren wir gut zwei Stunden vor Abflug auf dem Flughafen. Es war eine riesige Schlange da und als wir dran waren waren unser Pltze weg (trotz Rückbestätigung). Nach einiger Diskussion hatten wir lötzlich zwei Business Class Plätze was nicht zu verachten war. Trotzdem scheint es richtig zu sein, dass AirNamibia die Flüge überbucht. Wenn Du Glück hast landest Du dann in der Business Class und sonst bleibst Du sitzen.

Dass Du lieber in eine Gästefarm gefahren worden wärst ist gut verständlich!

Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
335 Beiträge · seit 200605. Juli 2006 · #4
Hallo,

uns ist es ähnlich ergangen. Das ist allerdings schon 6 Jahre her und war vor unserem Rückflug nach Frankfurt.

Wir saßen bereits im Flieger in der Vierer-Mittelreihe, als vier Engländer kamen und auf unsere Plätze bestanden. Sie machten mächtigen Ärger, selbst als sie sahen, dass es unsere regulären Plätze waren. Schließlich kam ein Steward und verschwand mit meiner Bordkarte. Kurze Zeit später kam eine Stewardess und wollte auch noch die Karte von meinem Mann. Wir konnten es nicht fassen und glaubten schon, dass man uns an die Luft setzen würde.

Doch die Stewardess beruhigte uns und erklärte, dass sie für uns etwas Besseres hätte, wir müssten aber noch einen Augenblick warten. In der First-Class saßen mehrere Mitglieder einer Regierungsdelegation. Zwei von ihnen mussten in die Business Class wechseln und wir bekamen aus was auch immer für Gründen die Plätze in der First-Class.

Aber ich denke so viel Glück hat man nur einmal.
Als wir 4 Jahre später zum zweiten Mal nach Windhoek kamen fehlte uns dafür das Gepäck.

Gruß
Uschi
http://www.pervan.de/reiseberichte/Autor*Uschi_Pohler*7179http://www.flugstatistik.de
503 Beiträge · seit 200605. Juli 2006 · #5
Hallo Christa,

ich habe so etwas noch nicht erlebt, und das für Dich/Euch sicherlich sehr ärgerlich. Warum man "logischerweise" nicht 3 Stunden vorher da sein kann, nachdem es einem die Air Nam empfohlen hat, kann ich allerdings nicht verstehen. Die anderen Statements zeigen aber doch, dass Air Nam das macht, was wohl die meisten anderen Fluggesellschaften auch machen: überbuchen, Passagiere in höhere Klassen verteilen und ggf. auf spätere Flüge umbuchen. Solche Upgrades ich dankenswerterweise schon bei Swiss und El Al erlebt. Tage später erst fliegen zu können ist natürlich sehr ärgerlich, scheint mir aber bei vielen Fluggesellschaften "business as usual" zu sein.

Gruß
Martin
0
211 Beiträge · seit 200605. Juli 2006 · #6
Hallo Leute,

Überbuchung ist bei allen FLuglinien dieser Welt Tagesgeschäft. Denn ab man es glaubt oder nicht - zu echten Problemen, weil dann doch alle Fluggäste kommen, kommt es vergleichsweise selten (nebenbei ist die Überbuchung auch noch rechtens).

Für Flüge innerhalb der EU oder nach EU gibt es dafür genaueste Überbuchungs-Bestimmungen.

Bei allen Nicht-EU Flügen ist es so, daß man bei freiwilligem Rücktritt meistens irgend einen Gutschein bekommt, bei unfreiwilligen Rücktritt denn auch Schadensersatz verlangen kann.
Sind natürlich alles mega zeit- und nervenaufwendige Dinge, da hilft nur, so früh wie möglich am Flughafen zu sein und einzuchecken.

Grüße
Joe
0
Gast05. Juli 2006 · #7
moin,

Überbuchungen kommen häufig vor! Alle Fluggesellschaften verkaufen grundsätzlich ca. 10% mehr Plätze, als vorhanden sind. Erfahrungsgemäss gibt es immer sogennante "No-shows", also Passagiere die zwar gebucht sind, aber aus irgendeinem Grund nicht erscheinen. Wenn alle Paxe kommen, dann gibt es eben den schon zuvor beschriebenen Ärger.

Ich habe das auch schon mehrfach auf dem Weg von oder nach Afrika erlebt. Einmal musste die ganze Truppe eine Nacht in Farnkfurt im Hotel bleiben.
Ein anderes Mal hatte ich in Maun 3x(!!!) reconfirmed, und trotzdem mussten 3 von uns zurückbleiben. Einer davon musste nur nach Mafeking. Das war also nicht so schlimm. Ich habe Theater gemacht und wurde mit meiner Tochter dann mit einer Chesna hinterher nach Gabarone geflogen. Dort stand die grosse Maschine auf dem Rollfeld und wartete auf uns. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass die Passagiere nicht sehr freundlich gestimmt waren, obwohl der Kapitän bei seiner Durchsage ausdrücklich darauf hinwies, dass das nicht unsere Schuld gewesen wäre.

Ergo: Ankommen oder Abfliegen tun sie alle 😉

Gruss Gernot
1'130 Beiträge · seit 200605. Juli 2006 · #8
Ich hatte vor 6 Jahren ein ähnliches Problem. Flug ab FFM voll, davon einige, die in FFM bereits zwei Tage wegen Überbuchung gewartet hatten. Mitnahme war nur möglich, weil ein Zubringerflug aus Italien wegen Schneesturms ausfiel. Rückflug bestätigt, am Flughafen Schlange bis zur Strasse, Mitnahme nicht möglich, zwei Tage Country Lodge, Einchecken um 9.00 morgens, bei Abflug Schlange bis Parkplatz, knapp 200 Personen blieben zurück (Belegung einer Maschine), Abflug wegen diverser Probleme (Gewitter, Personen im Frachtraum, kein Strom) erst gegen Mitternacht. Dieses Problem konnte nur durch den Einsatz einer zusätzlichen gemieteten Maschine zwei Wochen später gelöst werden.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
33 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #10
Besteht die Gefahr des "Draussen-Bleibens" auch, wenn man in Winhoek nur im Transit ist? Ich überlege mir nämlich gerade, von FFM via Windhoek nach Kapstadt zu buchen. Da ich mit 2 kleinen Kindern fliegen werde, wäre das nämlich ein Horror!!
231 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #11
dominoel schrieb:
Besteht die Gefahr des "Draussen-Bleibens" auch, wenn man in Winhoek nur im Transit ist? Ich überlege mir nämlich gerade, von FFM via Windhoek nach Kapstadt zu buchen. Da ich mit 2 kleinen Kindern fliegen werde, wäre das nämlich ein Horror!!
das ist sehr unwahrscheinlich da Du ja bereits am Startflughafen (Frankfurt bzw. Kapstadt) für das endgültige Ziel eincheckst. Damit bekommst Du Deine Bordkarte aber immer um einige Stunden früher als die Passagiere, die erst in Windhoek einchecken.

Viele Grüße aus Bonn
Harald
(Deutsch-Südafrikanischer Reisedienst GmbH - http://www.dsar.de/ )
Gast18. Juli 2006 · #12
moin,

ausserdem haben doch Personen, die mit Kleinkindern fliegen, immer "Vorfahrt"! Und das mit Recht.
Meine Kinder wurden mal upgegradet und durften in der 1. Klasse mitfliegen. Dauernd kam mein Sohn zu uns in die "Holzklasse", um zu fragen, ob wir auch gerade Hummer etc. bekommen hätten😃

Gruss Gernot
33 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #13
hi harald
ja, für den hinflug klingt das logisch. und beim rückflug? ist diese strecke beliebt oder fliegen die meisten direkt cpt - ffm? wir sind nämlich einmal zu viert in johannesburg (von zürich kommend) "rausgebucht" worden. das war nicht weiter schlimm, da von jhb jede stunde ein flieger nach cpt geht. aber in umgekehrter richtung - au backe (kinder triffts nämlich eben doch auch)! 🙂
231 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #14
selbst wenn Du in Windhoek 3 Stunden vor Abflug (vielleicht) als erster am Schalter stehst, da haben die Transitpassagiere aus Kapstadt und Johannesburgh bereits ihre Bordkarten.

Viele Grüße aus Bonn
Harald
(Deutsch-Südafrikanischer Reisedienst GmbH - http://www.dsar.de/ )

P.S.: Die Transitpassagiere machen den den A340 / die MD11 nicht voll, aber die Plätze am Notausgangs sind meist weg 😵 (wo ist jetzt der Smiley mit überlangen Beinen?)
33 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #15
hi harald, vielen dank für die info; da bin ich ja froh 🙂.
bzgl. notausgang: da darf ich mit den kindern sowieso nicht sitzen - leider 🙁
grüssli
527 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #16
Mal so eine allgemeine Frage an Vielflieger:

Was ist denn ein halbwegs sicheres Rezept, um ganz allgemein an einen Platz beim Notausgang zu kommen?


Gruß
231 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #17
Hiluchs schrieb:
Was ist denn ein halbwegs sicheres Rezept, um ganz allgemein an einen Platz beim Notausgang zu kommen?
das verrate ich nur Leuten die mindestens 2 Meter groß sind ...

okok, leider gibt es keine Geheimtricks.

1) So früh wie möglich am Schalter sein. Eventuell Vorabendcheckin
(Also ganz schlechte Karten bei Rückflug ab Windhoek, da wie oben beschrieben die Kapstädter früher dran sind ...)

2) Am Schalter die langen Beine zeigen und gaaaanz freundlich sein

3) Notfalls im Flugzeug in Verhandlungen mit dem unrechtmäßigen (weil zu kleinen) Besetzer des Platzes treten. Eventuell über Mittelsmänner bzw. Mittelsfrauen (Flugbegleiter)

Das wars eigentlich.

Und nein, bei SAA und Air Namibia können auch wir die Plätze am Notausgang leider nicht schon bei der Buchung reservieren. Ich schmiere deren Vertriebleuten bei jeder Gelegenheit aufs Brot, dass dafür auch ein kleiner Aufschlag angemessen wäre, aber noch wollen die dem jüngsten Beispiel der Charterflieger nicht folgen.

Viele Grüße aus Bonn
Harald
(Deutsch-Südafrikanischer Reisedienst GmbH - http://www.dsar.de/ )
33 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #18
hmm, also bei uns hat die platzreservierung bei buchung im reisebüro das letzte mal geklappt. und bei saa mussten wir auch nicht die plätze räumen, mit den kids; bei swiss platzieren sie einen um, wenn man mit nachwuchs auf dem platz beim notausgang sitzt!!!
2'721 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #19
dominoel schrieb:
hmm, also bei uns hat die platzreservierung bei buchung im reisebüro das letzte mal geklappt. und bei saa mussten wir auch nicht die plätze räumen, mit den kids; bei swiss platzieren sie einen um, wenn man mit nachwuchs auf dem platz beim notausgang sitzt!!!
Findest Du das verkehrt?
Ich bin so informiert, dass auf dem Platz am Notausgang immer ein Passagier sitzen sollte der englisch spricht und das Kabinenpersonal u.U. unterstützen kann. Ein Passagier mit Kindern, finde ich, sollte sich um die Kinder kümmern können und nicht auf die ev. Anweisungen des Kabinenpersonals achten müssen. Bitte korrigiere mich, wenn dies falsch ist.
Gisela