PEpeter123Themenstarter16 Beiträge · seit 201002. Mai 2011 · #1Hallo Forum,
unsere Reise steht vor der Tür und jetzt gibt es verschiedene Ansichten zur Malaria Prophylaxe.
Wir wollen vorzugsweise in den Norden.
Wie handhabt Ihr das?
Gruß Peter
helga655 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #2Hallo,
wir schicken unsere Route, Zeitraum, Unterbringungsart, Angabe der indiv. Medikamente an das Bernd Nocht Tropeninstitut in Hamburg und bekommen für jeden Mitreisenden eine individuelle schriftliche Empfehlung. Kostet 20 €.
Lb Gruß von Helga
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #3Hallo Peter,
Ich persönlich lasse mich von Profis beraten.
Nur ungern lasse ich mir von unbekannten Tips geben, die ich nicht kenne und mit grösster Wahrscheinlichkeit keinen medizinischen Hintergrund haben.
Auch wird wohl keiner für seine wohlgemeinten Ratschläge gerade stehen wenn’s schief läuft.
Mein Leben ist mir so viel wert das ich von einem „Reiseforum“ keine Tips für meine persönliche Gesundheit einhole.
Grüsse Kurt
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travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #4Hallo Peter,
Arzt oder Tropeninstitut sind Deine Ansprechpartner. Meine persönliche Meinung für Mai/Juni, der ich KEIN Arzt bin : keine Prophylaxe, außer für Caprivi.
Ansonsten:
http://www.namibia-wiki.com/wiki/Kategorie:GesundheitVom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
carl1'287 Beiträge · seit 200802. Mai 2011 · #5Hallo,
wir nehmen keine Prophylaxe, sondern haben immer Malaria Quicktests (gibt's für ein paar Dollar in afrikanischen Apotheken oder Krankenhäusern) und eine kurz vorher in Afrika erworbene Malaria Standby Medikation dabei. Sollten wir uns unwohl fühlen, würden wir testen, bei positiven Ergebniss die Standby Medikation einnehmen und umgehend einen Arzt aufsuchen. Nach längeren Fahrten machen wir anschliessend (nach ca. 6 Wochen) einen Malariatest beim Arzt, um ganz sicher zu gehen.
ABER das ist UNSERE Entscheidung und UNSER Risiko. Ob Dir diese Information nützt und Du doch besser einen deutschen Tropenarzt aufsuchst, der Dir hunderprozentig eine Prophylaxe verschreiben wird, ist nun wieder DEINE Entscheidung.
Viel Spaß beim Reisen
Carl
P.S. Bisher hatten wir Glück und keine Malaria bekommen.
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
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Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #6Zum Malaria Quiqtest muss man folgendes Wissen
siehe hier
Quiktestbei einer möglichen Fehlrate von bis zu 30% ist das Erwähnenswert wie ich finde.
Ist eine Option - muss man selbst entscheiden.
Gruss Kurt
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Butterblume3'700 Beiträge · seit 200902. Mai 2011 · #7Hallo Carl,
...und eine kurz vorher in Afrika erworbene Malaria Standby Medikation dabei.
Darf ich mal fragen, welches Medikament/Wirkstoff das ist, was man in Afrika so erhält?
Herzliche Grüße und Dank
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
carl1'287 Beiträge · seit 200802. Mai 2011 · #8Butterblume schrieb:Hallo Carl,
Darf ich mal fragen, welches Medikament/Wirkstoff das ist, was man in Afrika so erhält?
Herzliche Grüße und Dank
Marina
Klar darfst Du das fragen. In Zambia 2009 haben wir Alaxine bekommen. Wir fragen jeweils in den Apotheken immer nach den gerade aktuellen Mitteln, da sich häufig Resistenzen bilden. Letztes Jahr in Ruanda war es ein anderes Mittel (kann mich gerade nicht an den Namen erinnern und ich bin gerade nicht zu Hause). Wir kaufen einfach bei jeder Reise ein neues dann aktuelles Mittel.
Unserer Meinung nach, wissen die Ärzte/Apotheker in Afrika sicher ganz gut, wie man Malaria behandelt.
@Kurt: Danke für den Hinweis. Sicher muss das in jedem Fall jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wie er/sie sich schützt. Unsere Methode ist garantiert nicht besser/sicherer als die Prophylaxe aus Deutschland.
Aber dieses Thema ist ja hinlänglich diskutiert.
Gruß
Carl
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Butterblume3'700 Beiträge · seit 200902. Mai 2011 · #9Hallo Carl,
vielen Dank!
Herzliche Grüße
Marina
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Reinhard728 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #10Zur Malaria-Prophylaxe will und kann ich nichts sagen, außer den immer wiederholten Ratschlag aus dem Forum zu erwähnen: Lass dich von einem kompetenten Arzt beraten.
Kurz zum offenbar nicht allen bekannten "Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin" (nicht Bernd Nocht).
http://www.bni-hamburg.de/Es ist das größte und bedeutendste Tropeninstitut Deutschlands und besteht seit über 100 Jahren in Hamburg und gehört zur Leibniz-Forschungsgemeinschaft. Ein aktueller Schwerpunkt liegt in der Malariaforschung. An der Fachkompetenz würde ich nicht zweifeln.
Gruß
Reinhard
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #11carl schrieb:Butterblume schrieb:
Unsere Methode ist garantiert nicht besser/sicherer als die Prophylaxe aus Deutschland.
Aber dieses Thema ist ja hinlänglich diskutiert.
Gruß
Carl
Hallo Carl,
ich kritiesiere in keinster Weise deine persönliche Methode, wenn auch manchmal der Eindruck entstehen könnte 🙂
Jeder der "Eigenverantwortlich" handelt wie du wird für sich eine Risikoanalyse gemacht haben.
Ich denke mal das es aber immer wieder Menschen gibt die Rat suchen
und unbewusst Entscheidungen treffen auf Grund diverser Informationen
die zu einer Fehleinschätzung führen.
Wenn du wie ich zum Teil gesensätzliche Ansichten haben können diese für uns Beide die Absolut richtigen sein.
Ich denke Aufklärung durch Fachleute sollen aber die Grundlage sein die
dazu führen diesen Entscheid zu fällen.
Wir können beide Alt werden du mit deiner und ich mit meiner Methode.
Auch bin ich mir es nie Leid dieses Thema immer wieder aufzunehmen.
Zum einen bestärkt es mich in meiner Ansicht, zum anderen möchte ich mich neuen Erkenntnisen nicht von vorneweg everschliessen.
Unsicheren Menschen möchte ich einfach mit auf dem Weg geben sich nicht oder nicht nur auf meine/deine Ansichten abzustützen sondern in jedem Fall beim ersten Mal sich mit Medizinern zu besprechen.
Gruss Kurt
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Swakop521'223 Beiträge · seit 201002. Mai 2011 · #12Eine gute Laufrichtung findet man auch ohne Arzt auf folgendem Link:
http://tropeninstitut.de/reiseziel/🤩 🤩
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Gernot Eicker68 Beiträge · seit 201003. Mai 2011 · #13Swakop52 schrieb:Eine gute Laufrichtung findet man auch ohne Arzt auf folgendem Link:
http://tropeninstitut.de/reiseziel/
🤩 🤩
moin,
d a s Merkblatt scheint mir doch schon etwas ältlich und überholt zu sein: die empfehlen immer(!) noch LARIAM (ich habe Leute mitgehabt, die Lariam eingenommen hatten!) Na ja, zumindest wird Malarone schon erwähnt und auch das RIAMET (für mich das mit Abstand beste Antimalariamittel).
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #14"Gernot Eicker" post=186203]
RIAMET (für mich das mit Abstand beste Antimalariamittel).
Hallo,
genau darin besteht ein Problem das den Laien überfordert.
Ich darf nur noch Malarone einehmen wegen der Kreuzwirkung zusammen mit anderen Medis - weshalb ein Gespräch mit einem Facharzt schon sinn machen kann.
Ob jemand den Rat dann verwerten möchte oder nicht sei ihm dann selbst überlassen.
Grüsse Kurt
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Gernot Eicker68 Beiträge · seit 201003. Mai 2011 · #15moin,
wegen welchen Inhaltsstoffes hast Du denn Probleme? Wegen Atovaquon oder wegen Proguanil(=Paludrine)?
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #16Hallo Gernot,
du wirst verstehen das ich nicht öffentlich meine Krankengeschichte für Jedermann offenlegen möchte, ein wenig Privatsphäre gönne ich mir 🙂
Grüsse Kurt
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GUGuido.Gast03. Mai 2011 · #17Hallo,
meines Erachtens kann man die ewigen Malariafragen in 2 Teilaspekte aufsplitten.
Der eine Aspekt ist, wann in welcher Region voraussichtlich welches Malariarisiko existiert. Für diesen Aspekt ist die individuelle Krankheitsvorgeschichte des Einzelnen irrelevant und ich sehe auch nicht, das Ärzte - schon gar nicht deutsche Allgemeinärzte - da exklusiven Zugriff auf irgendein "Geheimwissen" haben. Das kann meines Erachtens hier im Forum ausreichend kompetent beantwortet werden. WHO und andere Organisationen veröffentlichen dazu regelmäßig aktuelles Material.
Der andere Aspekt ist ggf. welches Medikament wann, wie lange und in welcher Dosierung. Das erfordert in der Regel ärztliches Knowhow und Wissen um die individuelle Krankheitsvorgeschichte, Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen des Einzelnen. Das sollte exklusiv Ärzten vorbehalten sein.
Beste Grüße
Guido
Tobias499 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #18Hallo zusammen,
es gibt im Forum etliche Einträge zum Thema Malaria. Auch ich habe mich dazu schon eingehend geäussert. Und ich BIN Arzt, tropenmedizinisch erfahren. Eigentlich hat Kurt ja alles gesagt: Beratung und Selbstentscheid sind das A und O. Nur soviel:
@ Carl: Alaxin ist ein Artemisin-Derivat, welches als einer von zwei Bestandteilen in Riamed enthalten ist. Ist zur Prophylaxe nicht zugelassen, nur zur (stand by) Therapie.
@ Gernot: Riamed ist im Moment das potenteste Anti-Malaria-Mittel auf dem Markt. Allerdings ist auch Riamed nur zur Therapie zugelassen. Weiterhin darf man nach Einnahme von Riamed nicht mehr Auto fahren und keinen Alkohol trinken, das Windhoek Lager oder Savanna sind also gestrichen. Abgesehen davon beeinflusst Riamed die Reizleitung im Herzen und kann zu schweren Rhythmusstörungen führen. Dies ist bei Malarone nicht bekannt, Malarone ist deutlich besser verträglich.
Viele Grüsse
Tobias
carl1'287 Beiträge · seit 200803. Mai 2011 · #19Tobias schrieb:@ Carl: Alaxin ist ein Artemisin-Derivat, welches als einer von zwei Bestandteilen in Riamed enthalten ist. Ist zur Prophylaxe nicht zugelassen, nur zur (stand by) Therapie.
Danke für den Hinweis!
Genau dafür haben wir es ja auch gekauft. Falls ein Test positiv sein sollte (bei entsprechenden Symptomen), hätten wir dann diese "Kur" mit Alaxin durchgeführt UND umgehend einen Arzt aufgesucht.
Unser Ansatz ist eben, dass es in Afrika ja viele Menschen gibt, die ganzjährig in Malaria gefärderteten Gebieten wohnen und auch nicht (schon aus Kostengründen) die ganze Zeit Prophylaxe nehmen können/wollen.
Aber um es noch einmal zu unterstreichen, das ist UNSERE Meinung UNSER Risiko.
Am wichtigsten ist und bleibt meiner Meinung nach der Mückenschutz! (Kleidung, Moskitonetz, möglichst nicht in der Nähe von Krankenhäusern übernachten usw. usf.)
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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Barth_Wolfgang201 Beiträge · seit 200806. Mai 2011 · #20Wir waren schon 100x in den Tropen und in Afrika.
Vieles ist hier schon richtigerweise gesagt worden.
Bedenke, dass Wald-und Wiesen Ärzte und die Ärzte in den Tropeninstituten auch nicht die Weißheit mit Löffeln gefressen haben. Das sind Assitenzärzte und die gehen in der Regel nach Tabelle oder WHO chart.
Bedenke auch, dass diese Institute generell immer zur Maximaltherapieempfehlung neigen, um sich nicht Regress-pflichtig zu machen.
Meine Meinung: die physikalische Prophylaxe kann sehr viel abdecken und wird häufig vernachlässigt, ist aber schon allein sehr wirkungsvoll. Räucherstäbchen, lange Kleidung und Peaceful Sleep helfen da enorm.
Meine Erfahrung ist die: wenn man wirklich noch zusätzlich chemische Prophylaxe betreiben sollte, wie in Kalimantan im Dschungel oder in Neu Guniea, da wissen die lokalen Ärzte oft sehr sehr gut Bescheid.Ich frage im lokal nach!
Bitte nicht immer denken, dass nur der weiße Mann im weißen Kittel der schlaue ist, auch der schwarze Mann im weißen Kittel hat gerade in dem Metier meist mehr drauf.
Wir haben im Caprivi nie Prophylaxe gemacht- im Juni/Juli muss man in der Regel die Mosquitos schon suchen. Aber das ist meine persönliche Meinung. Ich bin kein Arzt, aber ein Großkopf in der Pharmaindustrie, der jetzt bei dem angesprochenen Sachverhalt keine Pillen selbst nehmen und/oder empfehlen würde.